Test: Gravity TMS 4321 B Mikrofonstativ

2. April 2020

Solider Touring Profi

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Ein Mikrofonstativ ist ein Mikrofonstativ. Diese Aussage ist rhetorischer Natur, denn man könnte meinen, es sei egal, welches Stativ mein Mikrofon trägt. Doch so einfach ist es eben nicht. Es gibt am Markt eine unzählige Anzahl von Anbietern mit ebenso großer Auswahl an Mikrofonstativen oder deren Varianten. Als Musiker mit zahlreichen Liveeinsätzen und reichlich Bühnenequipment weiß ich, wo hier der Hund begraben ist. Verlockende Angebote von Billigprodukten wollen zum Zugreifen verleiten und manchmal fällt man sogar darauf rein. Doch selbst bei einem No-Brainer wie dem Mikrofonstativ lohnt es sich, genauer hinzuschauen und ein wenig tiefer in die Tasche zu greifen. Zu unterschiedlich kann hier die gebotene Qualität ausfallen, sodass mancher Dreibeiner schon nach kurzer Zeit seinen Weg auf den Sperrmüll antreten muss. Ich habe mir ein Gravity TMS 4321 B geschnappt und gehe der Sache mit der Verarbeitung und der Qualität jetzt auf den Grund.

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Gravity TMS 4321 B Mikrofonstativ

Der Hersteller hat den Markt der Stative im Blick

Gravity? Von dieser Marke haben wir doch schon einiges gehört. Vor einigen Jahren hat die Adam Hall Group diese neue Marke mit viel Erfolg eingeführt und in der Fachpresse war bisher nur Gutes zu lesen. Die Produktmanager sowie der rege Vertrieb des Neu-Anspacher (Hochtaunuskreis/Hessen) Event-Technik Unternehmens haben es sich zur Aufgabe gemacht, stets ein großes Ohr in den Markt zu richten, um Verbesserungen und Wünsche von Kunden, Profis oder Anwendern aufzunehmen und in weitere Entwicklungen einfließen zu lassen.

So ist im Rahmen der Marke Gravity die Touring-Serie entstanden. Sie richtet sich vor allem an professionelle Kunden aus dem Rental- und Touring-Bereich, die mit ihrem Gear keinen Schiffbruch erleiden wollen. Und was bei den Profis funktioniert, sollte für uns Musiker doch ganz bestimmt keine schlechte Lösung sein.

In diesem Video erklärt Produktmanager Robin Henlich, worauf es bei den neuen robusten Mikrofonstativen neben solider Bauweise sonst noch ankommt.

Gravity TMS 4321 B Mikrofonstativ im Proberaum

Mein Testkandidat, das Gravity TMS 4321 B, ist ein dreibeiniges Mikrofonstativ mit Galgen, also sozusagen ein Standard und damit recht universell einsetzbar. Die schwarze Stahlkonstruktion lässt sich in der Höhe von 1030 bis 1730 mm einstellen. Auf Transportlänge zusammengeklappt ist das Stativ 980 mm lang. 3,6 kg an der Hand unterstreichen ein Gefühl von Robustheit.

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Solide verarbeitet

Alles ist bei diesem Mikrofonstativ auf Bühnentauglichkeit und lange Haltbarkeit ausgelegt. Die Stellschrauben mit Metallknöpfen sind so angebracht, dass sie nicht verloren gehen können. Sie arretieren ab einer gewissen Position ganz einfach und lassen sich dadurch nicht komplett abschrauben. Zudem bieten die Griffe der Stellschrauben durch ihre Art der Ausführungen guten Grip. Das betrifft auch die Schraube zur Einstellung des Galgenauszugs oder die Spannmuffe zur Höhenverstellung.

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Die Drehknöpfe lassen sich gut greifen und sind vor allem nicht zu verlieren

Groß dimensioniert und damit gut einzustellen sind auch die Kontermuttern zur Arretierung der Mikroklemme oder des gesamten Galgens. Am Ende des Galgens mit 2-Punkt-Verstellung ist bereits ein Reduziergewinde aufgeschraubt, was zwar häufig bei der Mikroklemme mitgeliefert wird – aber eben nicht immer.

Die Arretierung des 780 mm langen Galgens ist übrigens mit einer 3/4-Drehung der Stellschraube möglich.

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Im Detail stecken die Qualitäten

Am unteren Ende sitzt die sogenannte Glocke, also das Element am Stativ, das die drei klappbaren Füße aufnimmt. Die glockenförmige Konstruktion (daher der Name) ist hier aus Zinkdruckguss, was lange Haltbarkeit vermuten lässt.

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Die robuste Glocke verspricht dauerhaften Einsatz unter harten Bedingungen

Ein Mikrofonstativ muss funktionieren

Es ist für mich vollkommen egal, welche Positionen und welchen Auszug ein Mikrofonstativ einnehmen soll, es muss einfach immer funktionieren. Das bedeutet in erster Linie, sicheren Stand bieten und auf keinen Fall bei dem kleinsten Schubser oder einem schweren Mikrofon umfallen. Mit Vollauszug (auch beim Galgen) beim Einsatz für ein schweres Kondensator-Studiomikrofon lässt sich das Gravity TMS 4321 B bei meinem Test nicht aus der Ruhe bringen und spielt sein Eigengewicht mit vorbildlicher Standfestigkeit souverän aus.

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Nicht nur Optik – auch als Gegengewicht gedacht

Die Bedienung des Stativs ist an jeder Position problemlos, die eingesetzten Bauteile vermitteln einen robusten Eindruck. Der Rohrdurchmesser des unteren Bereichs misst 22,5 mm und ist damit noch ein Stück größer als bei einem „normalen Gravity Stativ“, das nicht zur Touring Serie gehört. Ähnlich verhält es sich mit dem „Auszugsrohr“. Dies bietet hier, wie auch der Galgen, einen Durchmesser von 16,5 mm.

Fast am gesamten Stativ kommt stabiles Metall zum Einsatz. Ausnahmen machen die rutschfesten Enden der drei klappbaren Beine (Gummi) und die lange Spannmuffe zur Höhenverstellung (Kunststoff). Und natürlich sind innen an den Klapp- oder Arretierungsbereichen ebenfalls Kunststoffe verarbeitet – das geht an diesen Stellen auch nicht ohne diese weicheren Materialien.

Fazit

Für den Touring-Bereich entwickelt, muss das Gravity TMS 4321 B Mikrofonstativ so einiges wegstecken können: harter Dauereinsatz und rauer Umgang inklusive. Die grundsolide Konstruktion mit hochwertigen Bauteilen verkraftet das bestimmt auf Dauer. Schrauben, die nicht verloren gehen können und Drehgriffe aus robustem Metall, sind klare Vorteile bei diesem Mikrofonstativ. Es ist sicherlich kein Schnäppchen – will es auch nicht sein – könnte sich aber auf Dauer als lebenslanger Begleiter erweisen. Von daher ist der Anschaffungspreis gerechtfertigt. Für mich ist dieses Mikrofonstativ eine Empfehlung, die ich sogar meinen Mitmusikern geben werde.

Plus

  • solide Konstruktion
  • gesicherte Schrauben
  • Drehgriffe fast alle aus Metall
  • Standfestigkeit auch bei Vollauszug

Preis

  • 49,- Euro
Forum
  1. Profilbild
    dr noetigenfallz  

    Ich betreue u.a. 6 Schülerbands und habe noch ein Musicalprojekt mit 5.-Klässlern am Start. Am Anfang kauften wir irgendwelche Ständer und das habe ich bitter bereut. Wie oft ich den Satz: „Herr Binder, der Mikrofonständer hält nicht“ gehört habe. Dazu kommen natürlich noch die außergewöhnlichsten Ideen, was man mit so einem Teil alles bewerkstelligen kann. Auf jeden Fall kaufe ich nur noch Teile von K&M oder Gravity. Dasselbe gilt für Keyboardständer und natürlich dem Allerschlimmsten: Notenständer. Notenständer unter 30 € sind meistens schneller kaputt, als du „pass bitte auf“ sagen kannst. Falls hier ein Hersteller mitliest: Ich würde mich als Produkttester bewerben :-)

  2. Profilbild
    Franz Walsch  AHU

    Sehr praktisch und preiswert gibt es den »Gravity MS QC 1B & Gravity MS QC 1 TB« Mikrofonschnellwechseladapter, der auch an jedem anderen Stativ und Tonangel passt.
    Der Ganzmetall-Mikrofonschnellwechseladapter kommt in einem hautengen Karton und mit einem dt/engl. Sicherheitshinweis, aber keiner Anleitung. Gesamthöhe 89,3mm, größter Durchmesser 24,4mm bei einem Gewicht von 130gr. Unten hat er ein Mikrofonstativgewinde von 5/8 Zoll, das abnehmbare Oberteil verfügt über eine 3/8 Zoll Schraube und einem Adapter von 3/8 Zoll auf 5/8 Zoll. Der Gewindeadapter ist in allen Punkten besser als der vergleichbare »K&M 217« Adapter und verfügt über einen geriffelte Rand sowie einer Nut für einen Schraubenzieher. Alle Gewinde sind genau und leichtgängig geschnitten. Insgesamt macht die Optik, wie auch die Funktion eine gute Figur.
    Als »Gravity MS QC 1 TB« ist das Oberteil zu dem Adapter separat erhältlich.
    So kann man sehr schnell verschiedene Mikrofone wechseln.

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