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Test: JMT SYNTH VDR-1, Drum-Synthesizer

20. August 2021

Japanischer Klopfgeist mit Boutique-Charme

jmt synth vdr1 test

JMT SYNTH VDR-1, Drum-Synthesizer

Hach, das Leben eines Testautors für unser Musikermagazin AMAZONA.de ist doch einfach wunderbar! Warum? Ach, der Papa bekommt da in schöner Regelmäßigkeit tolles Spielzeug nach Hause geschickt und kann sich damit nach Herzenslust austoben. Manchmal sind da Teile dabei, die hätte man unter normalen Umständen wahrscheinlich nie auf dem Schirm gehabt. So ging es mir mit unserem aktuellen Testkandidaten, dem JMT Synth VDR-1.

JMT Synth? Was? Wie? Wo? Nie von denen gehört! Was stellen die sonst noch her? Woher sind die überhaupt? Gleich mal den bekannten Suchmaschinenriesen angeschmissen und schon geht die virtuelle Reise nach Japan. Tetsuji Masuda entwickelt und baut seine Maschinen in Eigenregie von Hand selbst und auf Bestellung, was eine Vorlaufzeit von mindestens zwei Wochen benötigt. Schaut man auf seine Website, sieht man eine ganze Menge Noise- und Drone-Maschinen, Drum-Synths und Analog-Synthesizer. Allen gemeinsam ist ihr Boutique-Charme im selbstgefertigten Pultgehäuse mit dicken Reglern und Schaltern.

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test JMT Synth VDR-1 Userbild Titelbild temporär

Da das Internet sonst nicht viel mehr an Informationen zu JMT Synth hergab, bat ich Tetsuji, mir für unser Magazin ein paar Fragen zu beantworten. Keine 12 Stunden später hatte ich seine Antworten im E-Mail-Postfach:

Where is the company based in Japan?

Kyoto

How many people work there?

Only me

Are the built instruments handcrafted?

Yes

Is there a company philosophy?

I try to build them to be able to make various sounds.

How does the sales work?

I sell them on my website to worldwide and 4 stores sell them. (Japan, United States, Germany)

Where did the inspiration for the VDR-1 come from?

I have made lots of that kinds of drum machine for years and I modified the circuits a lot. The first one was made with reference to old Japanese drum machines, etc. I also asked users who have been using this type of drum machine for years for their opinions.

What other cool things do you have in development?

I’m building new small synth that can make drone and noise with wide range.

Thank you!
Tetsuji
JMT

Vielen Dank an Tetsuji Masuda für die schnellen Antworten und nun geht es direkt mit dem Test zum JMT Synth VDR-1 weiter.

jmt synth vdr1 test

Was ist der JMT SYNTH VDR-1?

Der VDR-1 von JMT Synth ist ein analoger Synthesizer im Desktop-Format, dessen Architektur zur Klangerzeugung auf die Erstellung von Drum- und Effekt-Sounds hin optimiert ist. Er besitzt ein selbstoszillierendes Filter und einen enormen Sweep, der auf das Filter und den VCO wirkt.

JMT Synth VDR-1 Userbild Front seitlich

Die kleine Kiste kann man durch Anschlagen des Gehäuses über ein internes Piezoelement antriggern oder man benutzt dafür den rückseitig angebrachten externen Trigger-Eingang. Der VDR-1 ist unter der Bezeichnung VDR-1b auch mit schwarzer Frontplatte erhältlich.

Der Klopfgeist wird ausgepackt

Aus der mit dem Firmennamen beschrifteten Pappbox holt man den robusten VDR-1 Drumsynth, eine Visitenkarte von JMT Synth und ein einseitig bedrucktes A5 Sheet, auf dem die Bedienelemente und Anschlüsse gezeigt und auch der interne Signalfluss des JMT Synth VDR-1 dargestellt werden. Ein 9 Volt Boss-Style Netzadapter für den Stromanschluss liegt ebenfalls bei.

Verpackungsinhalt

Die Verarbeitung ist auf absolutem Top-Niveau. Das schwere Blechgehäuse ist handwerklich sauber bearbeitet, geschliffen, ohne scharfe Ecken und Kanten, bei sehr geringen Spaltmaßen. Ich habe den Eindruck, da könnte auch ein Panzer drüberfahren und die kleine Kiste würde unbeeindruckt fröhlich weiterspielen.

JMT Synth VDR-1 Userbild Front seitlich Beschriftung verdeckt

Ich hätte mir ja noch vier Gummistandfüße gewünscht, damit das Gerät einen rutschfesteren Stand hat, aber die Dinger bekommt man ja in jedem Baumarkt zur Nachrüstung. Von daher auch kein Kritikpunkt, zumal das schwere Gehäuse schon durch das Eigengewicht sehr sicher an seinem Platz steht.

Und wenn ich schon bei Verbesserungsvorschlägen bin: Ich denke, die Beschriftungen wären vor den Reglern in Sichtweite optimaler positioniert, denn dahinter werden sie von den Reglern verdeckt. Durch diese Art der Beschriftungsanbringung hätte man sogar Platz für die Beschriftung der Anschlüsse im Lesebereich von oben im oberen letzten Bereich der Frontplatte. Beim VDR-1b mit schwarzer Frontplatte ist die Beschriftung tatsächlich schon so umgesetzt.

JMT Synth VDR-1b Herstellerbild

Alles nichts Gravierendes und eigentlich nicht der Rede wert, lieber weiter des Lobes: Die Bedienelemente und Buchsen sind allesamt fest mit dem Gehäuse verschraubt. Die Potis haben einen angenehmen Drehwiderstand bei sehr guter Griffigkeit. Die ganze Bedienoberfläche wirkt schon beim ersten Anblick einladend und man möchte sofort reingreifen und an den fetten Reglern und Schaltern spielen.

Geduld! Das machen wir schon noch. Aber erst einmal befassen wir uns in den nächsten zwei Absätzen mit den Anschlüssen und Bedienelementen des JMT Synth VDR-1, bevor es ans Eingemachte geht.

Welche Anschlüsse bietet der VDR-1 Synthesizer?

Auf der oberen hinteren Seite finden wir von links nach rechts folgende Anschlüsse: Zuerst ganz links den Eingang TRIG.IN als 6,3 mm Klinkenbuchse. Hier wird ein externes Trigger-Signal eingespeist. Ist hier ein Kabel gesteckt, wird das interne Piezoelement abgeschaltet. Der Trigger-Input verarbeitet jegliche Trigger-Signale und natürlich auch Gates. Man könnte hier aber auch zum Auslösen des Sounds externe Piezoelemente anschließen, zum Beispiel für coole Showeffekte. Einfach bildwirksam auf irgendwelchen Stangen oder Schlagflächen mit eingebauten Piezomikrofonen rumhämmern und den eigentlichen Sound dafür im JMT Synth VDR-1 erzeugen lassen.

JMT Synth VDR-1 Userbild Rückansicht

Das interne Piezoelement, das im vorderen Bereich unter der von Bedienelementen freien Fläche angebracht ist, reagiert auf Schläge in anderen Bereichen dieser Fläche tatsächlich anders und formt damit auch den Sound. Je weiter man nach außen klopft, schwingt durch die Gehäusesteifigkeit der Sound immer weniger, sodass mit ein wenig Übung, sogar nuanciert dynamisches Finger-Drumming möglich ist.

Rechts neben dem Trigger-In befindet sich die Eingangsbuchse für die Stromversorgung im 9 Volt Boss-Style Format. Neben der Stromversorgung findet man dann zwei kleine 3,5 mm Klinkenbuchsen als Eingang für die Steuerung des VCO (CV IN.O) und des Filters (CV IN.F) über Control-Voltage. Mein Eurorack-Modularsystem freut sich schon riesig auf diese beiden Kandidaten. Und zu guter Letzt folgt dann ganz rechts im Bunde der Audioausgang, in Mono ausgelegt, als 6,3 mm Klinkenbuchse.

Die Bedienoberfläche des JMT Synth VDR-1

Begeben wir uns auf einen kleinen Rundgang über die Frontplatte des VDR-1. Dabei erkläre ich gleich die Bedienelemente und weise auf Besonderheiten hin.

JMT Synth VDR-1 Herstellerbild Manual Bedienelemente Schema

Los geht es mit der roten LED im oberen rechten Bereich. Ihre einzige Aufgabe ist es, eingehende Trigger anzuzeigen. Erledigt sie souverän – 1, setzen! Darüber ist ein Schalter, mit dem man den VCO zwischen den beiden Grundschwingungsformen Dreieck (TRI) und Sägezahn (SAW) umschaltet. Rechts daneben finden wir den Regler COARSE. Mit ihm können wir den VCO in weiten Bereichen stimmen. Mit dem Regler FINE darunter kommen wir zur Feinjustierung des VCOs. Springen wir nun ganz nach links oben. Der Regler GAIN färbt das Signal anfangs mit analoger Wärme bis zum Ende des Regelweges mit „ganz heißem Tanz auf dem Vulkan“ an. Daneben rechts der Regler SENS, regelt die Sensibilität des externen Trigger-Einganges. Daneben dann der Regler SUSTAIN ist im Prinzip die Hüllkurve für den VCA und regelt Anschlags- und Abklingzeit gleichermaßen.

JMT Synth VDR-1 Herstellerbild Manual Signalfluss Schema

Kommen wir zur Filtersektion. Unter dem GAIN-Regler befindet sich der Regler CUTOFF und rechts daneben die Resonanz (RESON.). Auch das Filter ist hier Drum-optimiert und kippt im letzten Regelweg der Resonanz ziemlich heftig in Eigenschwingung mit aggressivem Ton. Das ist gut so, denn dadurch werden erst harte Snare- und Metallklänge möglich. Mit dem Regler SWEEP rechts neben der Filtersektion kann man den Klang in Balance zum CUTOFF in die gewünschte Richtung biegen. SWEEP wirkt auf den VCO und auf das Filter gleichermaßen.

Damit lassen wir die großen Regler hinter uns und gehen eine Etage tiefer zu den kleineren schwarzen Reglern, die sich, nebenbei bemerkt, genauso gut anfühlen wie die großen. Hier findet man eine interne LFO-Sektion.

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LFO Sektion

Der Regler LFO.F ganz links regelt die Intensität der LFO-Modulation auf das Filter. Der rechts daneben befindliche Regler LFO.O wirkt in gleicher Weise, nur eben auf den VCO. Daneben der Regler FORM überblendet nahtlos zwischen den Schwingungsformen des LFOs. Auch hier gibt es Sägezahn und Dreieck und alles dazwischen. Mit dem rechts daneben befindlichen Regler RATIO wird die Geschwindigkeit des internen LFOs geregelt. Das war die interne LFO-Sektion und es verbleibt als letzter Regler ganz links noch der Regler NOISE. Und die Synthesizer-Spezialisten unter uns erraten es schon: Hier wird dem Signal Rauschen hinzugefügt, unverzichtbar für die Erstellung von Snare-Sounds und natürlich alles, was irgendwie zischelnd oder hart klingen soll.

JMT Synth VDR-1 Userbild seitlich NOISE und Schalter

Der JMT Synth VDR-1 im Einsatz

So … und wie klingt das Ganze nun? Ach, da fällt mir ein, dass ich ein ganz wichtiges Bedienelement bisher unterschlagen habe, ohne das überhaupt nichts geht, nämlich den Ein- und Ausschalter auf der rechten Seite des VDR-1 … und genau da drücken wir jetzt einfach mal drauf. Wir wollen doch endlich wissen, was die kleine Kiste auf dem Kasten hat – oder?

Session

Schon nach kurzer Zeit des Schraubens schält sich eine formidable Einschätzung im Hirn: Der VDR-1 ist tatsächlich ein Soundlieferant für synthetische Drums aller Art. Die kleine Box kann von Rumms, Peng, Bumm, Hat, Zischel, Zap, Zipp und Ziep so ziemlich alles, was man für einen amtlichen elektronischen Drum-Track benötigt und macht nebenbei auch noch tolle Effektsounds. Herrliches Sampler-Futter für die Konserve. Es macht einfach echt riesigen Spaß, mit den großen handlichen Reglern an den Sounds zu schrauben. Das alleine ist schon ein echtes Stundengrab.

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Wenn das Namenskürzel VDR-1 für „Vielseitige DRums“ steht, dann unterschreibe ich das jetzt einfach mal so in meinem jugendlichen Leichtsinn. Puristen mögen entgegnen: „Kalter Kaffee! Das bekommt man doch mit jedem billigen Analog-Synthesizer locker hin!“ Ja, da werde ich jetzt erst einmal sicher nicht widersprechen, aber so zielführend, schnell und doch flexibel, wie das die hier beim JMT Synth VDR-1 auf Drumsounds optimierte Bedienoberfläche hergibt, ist das bei einem großen Synthesizer nicht so ohne Weiteres möglich. Da wird man wohl meistens auf der Soundsuche, allein durch die immensen Möglichkeiten der flexiblen Klangerzeugung, schnell durch andere Sachen abgelenkt und hat plötzlich einen tollen Übersound, obwohl man eigentlich nur schnell eine simple, knackige Bassdrum programmieren wollte.

JMT Synth VDR-1 Userbild Session 2

In gewissem Umfang bekommt man mit dem VDR-1 ja auch Basslines und tonales Material hin, aber durch die auf Drums optimierten Hüllkurven und im Allgemeinen auch die gesamte begrenzte Architektur ist man hier so ziemlich schnell am Ende der Fahnenstange angelangt. Leadsounds, Brass-Sounds und erst recht Synthieflächen kann er damit natürlich nicht hervorzaubern.

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Mit Hilfe von externem Sequencer und CV-Steuerung über die CV-INs und einigen Effektgeräten sind aber krachige Industrial-Lines, schöne Soundscapes, wilde Cluster-Sounds und düstere Drones mit dem JMT Synth VDR-1 durchaus machbar.

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Ein weiteres Einsatzgebiet des VDR-1 war für mich eigentlich schon auf den ersten Blick irgendwie naheliegend, allein schon vom Aussehen her: Nämlich als Stompbox für Gitarristen. Ja, auch das habe ich getestet – funktioniert! Das Piezoelement löst auch hier sauber und dynamisch aus. Aber bitte verratet es nicht dem guten Tetsuji, dass ich seine edle Klangschatulle mit Füßen getreten habe. Wie man sich denken kann, kam mir dabei auch der Gedanke mit dem sicheren Stand durch die Gummifüße. Und als kleiner Hinweis noch. Natürlich wurde dieser Test in der ruhigen Umgebung meiner Wohnung durchgezogen. Will sagen: Es könnte natürlich sein, dass das Piezoelement auf einer lauten Bühne andere Geräusche einfängt und rückkoppelt. Erfahrene Bühnentechniker haben aber auch für solche Probleme sicher das eine oder andere Ass im Ärmel.

Mit Korg Sequencer im Garten

Mir macht es auch immer diebischen Spaß, Geräte von Menschen mal testen zu lassen, die sonst nichts mit „Musikmachen“ am Hut haben und Synthesizer nur aus Hochglanzprospekten oder Konzertbesuchen ihrer Lieblingsbands kennen. So nahm ich die kleine Kiste einfach bei sonnigem Wetter mit in den Garten und stellte sie, mobilem 9 Volt Batterieblockadapter und Kopfhörer sei Dank, einigen Leuten aus der Hausgemeinschaft mal vor. Die frisch gebackenen, natürlich bis hierhin unwissenden Tester, waren dabei echt überrascht, mit wie wenig Aufwand sich mit dem JMT Synth VDR-1 unterschiedlichste amtlich klingende Sounds herbeischrauben lassen. Das analoge Bedienkonzept geht hier tatsächlich voll auf: Jeder Parameter steht für einen Regler oder Schalter und alles ist auf den zu formenden Klang hin optimiert. Da gingen etliche Daumen nach oben, meiner war das zu diesem Zeitpunkt ja eh schon: Coole Kiste!

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Fazit

Auf der Suche nach einem kleinen flexiblen Drum-Synthesizer mit Boutique-Charme? Beim hier getesteten JMT Synth VDR-1 bekommt man dies alles geboten. Sehr wertig verarbeitet, hämmert der kleine japanische Klopfgeist seine schnell erstellten Sounds in jedes Klanggebilde. Mit der CV-Steuerung wird er auch für Eurorack-Modularisten, die über den Tellerrand schauen wollen interessant. Und ja, selbst für Gitarristen als Stompbox für eingeflogene Signatursounds im Song eignet sich die kleine, robuste Maschine mit enormem Spaßfaktor. Ich finde es immer wieder faszinierend, dass es solch helle Köpfe gibt, die coole Maschinen für uns in Eigenregie erfinden und herstellen und genau das honoriere ich hiermit, zusätzlich zu den genannten Pluspunkten, mit einer Kaufempfehlung.

Plus

  • auf Einsatzzweck optimierte gut strukturierte Bedienoberfläche
  • wertige Verarbeitung in Handarbeit
  • Klang und Flexibilität im Genre
  • hoher Spaßfaktor
  • Preis

Preis

  • 288,- Euro
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Forum
  1. Profilbild
    dilux  AHU

    handyaufnahme hochkant ohne line-in-sound = fail!

    mir erschliesst sich auch nicht der sinn dieser kiste; für 260,- €, z. B., bekomme ich einen korg monologue, der weit weit mehr kann….b mal ganz aussen vor gelassen.

    hier wird mir viel zu viel kult bewertet; der tatsächliche nutzen scheint zweitrangig.

    • Profilbild
      Dirk E. aka Xsample  RED

      Naja .. die Aufnahmen sind vom Hersteller. :) Du scheinst dann eher der oben genannte Purist zu sein. Und ja .. ein analoger Synth kann sicher mehr, aber darum geht es hier bei diesem Drum-Synth auch gar nicht. Der Nutzen besteht darin, sich schnell Drumsounds herschrauben zu können, genau dafür ist die gesamte Bedienoberfläche ausgelegt. Und das ein Boutique-Hersteller in Eigenregie und Handarbeit nicht die Preise kalkulieren kann, wie das große B oder Korg, sollte wohl klar sein. Ich finde es erfrischend, dass es auch abseits der großen Player tolle Maschinen und Konzepte gibt.

      • Profilbild
        dilux  AHU

        daß die videos vom hersteller kommen, war klar…schnell mal einen drumsound herschrauben kann man mit jedem synthie mit der entsprechenden benutzeroberfläche (knöpfe u. fader). boutique-hersteller mit tatsächlich eigenen konzepten sind da für mich höher zu bewerten, als irgendein typ in japan, der einen x-beliebigen analogen zusammen bastelt. wie bereits gesagt, hier wird der kult höher bewertet als der tatsächliche nutzen.

        • Profilbild
          Dirk E. aka Xsample  RED

          Hm .. also ich finde schon, dass da viel eigenes Charisma dahintersteckt. Sicher, hätte man bei den Videos mehr bringen können. Und Du sagst es ja selbst .. mit der entsprechenden Benutzeroberfläche .. die ist ja hier genau dafür optimiert. Ich habe selbst stundenlange coole Sessions mit dem Teil aufgenommen und das hat echt Riesenspaß gemacht. Und ja.. so ein Testbericht reflektiert einen ja auch selbst. Ich erwische mich ständig selbst auf Abwegen und lande völlig woanders, als ich hinwollte .. ob beim Sound-Design oder beim Internet-Surfen. :) Von daher hat mich diese bewusst eingeschränkte Bedienoberfläche geerdet und mir tolles Samplerfutter beschert. Auf jeden Fall macht das Teil Riesenspaß. :) … btw … kann ich mich erinnern, dass wir die gleichen Kommentare bei meinem Test zum Liquid Foam geführt haben. Wir kommen da wohl nicht zusammen. Du magst MOOG und die fetten BigPlayer, die alles können und alles andere einfach ausstechen mit ihren Möglichkeiten. Ich honoriere diesen Erfindergeist und zahle auch gern dafür ein außergewöhnliches Instrument in den Händen zu halten, dass nun vielleicht nicht jeder besitzt. Und wer weiß, vielleicht werden Tetsujis Maschinen irgendwann tatsächlich mal Kult … :)

          • Profilbild
            Br  

            Dann bitte poste ein paar gute Sounds.
            Der Hersteller hat sich mit dem Bau wahrscheinlich viel Mühe gemacht, aber die Videos sind meiner Ansicht nach zu fiepsig.

            • Profilbild
              Dirk E. aka Xsample  RED

              Ich hatte tatsächlich mit der Idee gespielt, aus den Sessions ein cooles Samplepack zum Download bereit zustellen. Müsste mit der Redaktion geklärt werden, in wie weit das möglich ist. Tetsuji hat da sicher nichts dagegen, ist ja in gewisser Weise auch Promotion. :) … Besser wäre vermutlich,Tetsuji das Samplepack zu geben und über seine Seite zu promoten. Mal sehen, was da geht ..

  2. Profilbild
    Viertelnote  AHU

    sorry, aber die Videos sagen nichts aus, was der Zauberkasten kann.
    Die vielen Nebengeräusche vermitteln eher, das Produkt nicht zu kaufen.
    Ich denke schon, daß der Synthesizer interessant klingt. Mein Crashpad kann auch gut
    klingen, da spüre ich jetzt keinen Kaufzwang unbedingt.

    Gibts das ganze auch als DIY-Ausgabe?

    netter Gruß

  3. Profilbild
    lightman  AHU

    Manchmal braucht man genau solche Spezialisten, mit denen man schneller zu boing-peng-bumm-tschak kommt, als mit einem Monosynth. Für den Preis finde ich das Teil echt nett, erfindet zwar nicht das Rad neu, aber mit dem Piezo-Dings, der guten Verarbeitung und dem zumindest für mich recht ansprechenden Sound könnte man damit wohl durchaus was anfangen, gerade für Livegigs.

  4. Profilbild
    Bernd-Michael Land  

    Handgefertigte Boutique Geräte kosten eben immer etwas mehr, dazu noch Fracht, Zoll, usw., das ist normal. Andere Drummies sind auch teuer, ob Metasonix oder Soma und können mit einer modernen Drummachine nicht mithalten.
    Ich habe von JMT den Noisy Mic 2 und den LD-1 und finde die wirklich super. Wirkliche Alternativen kenne ich keine, sie sind eben speziell und sehr eigen.
    Der Drumsynth könnte durchaus einen Platz in meinem Liveset finden, z. B. angesteuert über einen Piezo, den ich an einen großen Gong hänge.
    Nun denn …

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