Test: Mackie 402 VLZ4, 4-Kanal Mischpult

13. Dezember 2013

Mini-Mackie, Maxi-Sound?

Den Lesern meiner Testberichte wird bestimmt schon aufgefallen sein, dass ich ein ausgesprochener Hardware-Freak bin und Mini-Mischpulte wie der neue Mackie 402 VLZ4 wecken meine Neugier besonders, da man solche Zwerge sehr vielfältig einsetzen kann. Leider sind die meisten Minipulte zwar selten komplett schlecht, aber RICHTIG gut ist fast keines. Besonders, was die Mikrofonvorverstärker angeht.

©Earl Harper

Als Vergleichspult habe ich mein eigenes 402 herangezogen, das seit einiger Zeit in meinem Studio als Submischer und Kopfhörerverstärker dient. Mein Pult ist aus der bislang produzierten VLZ3-Serie und ich möchte nicht verheimlichen, dass mich der kleine Zwerg in der Praxis ziemlich beeindruckt hat. Nun bin ich gespannt, ob der Nachfolger irgendwo noch etwas besser kann.

 

Das Äußere

©Earl Harper

… sieht von seiner grundsätzlichen Formgebung schon erst mal ganz wie sein Vorgänger aus. In dem 19 x 15 cm kleinen Gehäuse finden sich zwei Mikrofonvorverstärker, ein stereophoner Line-Eingang, ein Tape Input/Tape Output sowie ein Main Out. Anstelle der Mikrofone können auch E-Gitarren oder E-Bässe direkt und ohne DI-Box an die unterhalb der XLR-Buchsen angebrachten Klinkeneingänge angeschlossen werden, da eine Anpassung per Druckschalter problemlos möglich ist. In diesen beiden Monokanälen gibt es außer jeweils einem Gain-Regler noch einen Low Cut mit einer Einsatzfrequenz von 100 Hz (18 dB/Oktave) sowie einen zweibandigen Shelving-EQ für Bässe (80 Hz) und Höhen (12 kHz).

Forum
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    Armin Bauer  RED 1

    Hi Sigi,

    da kommst du ja zu einem recht ähnlichen Ergebnis wie ich beim 804VLZ4-Test.
    Schicke, kleine Pulte, die bedenkenlos eingesetzt werden können.
    Guter Tipp, sich evtl. nach Ausverkaufsmodellen der VLZ3-Serie umzuschauen.

    Grüße
    Armin

  2. Profilbild
    IUnknown  

    Hi,

    muss schon wirklich anmerken, dass der Sound solch kleiner Pulte keine Überraschungen bietet. Was rein geht kommt in aller Regel etwas schlechter wieder raus.
    Ich selbst habe mir das Mackie 802 VLZ3 nach all den Lobeshymnen besorgt. Live macht es eine gute Figur und ist sehr handlich zum mischen, transportieren und so. Aber ich käme nie auf die Idee da ein einziges Signal während einer Produktion durchzuschicken.
    Ich denke so verhält es sich auch mit dem 402 VLZ4 trotz der neuen Vorverstärker.

    Gruß Alex

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      Onkel Sigi  RED

      Griass Di IUnknown,

      kann ich so nicht stehen lassen. Wenn man beim 402 VLZ hinten kein gutes Ergebnis bekommt, dann liegt es mit Sicherheit nicht am Mackie, sondern der Person davor.

      Das Signal geht weitestgehend verfärbungsfrei durch den 402 und die erreichbare Klangqualität ist enorm für so einen Winzling. Das reicht nicht nur für Live, damit kannst Du einen hochwertigen 2-Spur Mitschnitt machen und ihn zum Radio schicken, diese Qualität würde anstandslos akzeptiert werden. Wichtig sind dann eben auch hochwertige Mikros an den Eingängen des VLZ.

      Schon klar, dass die PreAmps meiner TLA-Konsole noch mehr herauskitzeln aus einem Signal, aber dagegen untergehen würde der Mackie nicht.

      Musikalische Grüße

      „Onkel Sigi“

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    gaffer  AHU 1

    Sieht prima aus. Vielleicht bin ich Exot, aber SO wünsche ich mir ein Audiointerface, sechs in zwei out, keine Sparlösung wie oft Summe out.

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      Filterpad  AHU

      Du hast es auf den Punkt gebracht und daher bist du kein „Exot“. Ich suche schon lange nach einem Audio-Interface das optisch und allgemein so aussieht wie dieses kleine Mischpult hier. Meine Rede. :)

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    meilstone

    Hab den 802 VLZ4 bestellt und möchte ihn über das Audio-Interface des Yamaha MOX8 als zweites Herzstück meines kleinen Homestudios nutzen… mal sehen ob sich die positiven Bewertungen bestätigen! :-)

    • Profilbild
      Onkel Sigi  RED

      Griass Di meilstone,

      dann berichtest uns bittschön mal, wie Dir das Kisterl gefällt und ob das alles gut zusammen mit dem MOX8 funzt. Die Idee dieser Kombination ist auf jeden Fall gut.

      Schöne Weihnachten wünscht Dir und den Lesern „Onkel Sigi“ Schöbel

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    Tobi_M

    Vielen Dank für den interessanten Test. Ich würde mich freuen, wenn ihr auch die bald erscheinende Mackie Mix Serie testen würdet. Die Produkte versprechen ja gute Qualität zu einem unglaublich günstigen Preis. Der Vergleich beider Serien (v.a. bezüglich des Klanges) wäre für mich sehr interessant.

  6. Profilbild
    meilstone

    Servus „Onkel Sigi“,

    um nach etwas langer – dafür aber aufschlussreichen – Zeit auf deine Anfrage zu antworten:

    kurz:
    funktioniert gut!

    lang:
    MOX8 = Audio+MIDI-USB-Interface (doppelt geschirmtes Kabel) für mein Laptop (Sonar X3 Producer).
    Die MOX Audio Outs (L+R unsymm.) stecken im Tape In des 802 (=DAW Return).
    Korg MS2000BR und Minibrute sowie Mikro hängen an den Inputs des 802 und klingen sehr klar. Den Mackie bemerke ich bei neutralem EQ nicht (auch nicht mit einem DT-880 Pro, der 250-ohmig am 60-ohmigen Headphone-Out des 802 gar nicht sooo leise ist, manchmal stell ich den Regler auf 3 dB ü. U).

    MOX+Mackie=gute Mischung digital+analog. Das simple Setup (ein Interface und wenige Buttons) begünstigt den Workflow. Der 802 erlaubt schnelles Umschalten bei Multitrack-Recording+Wiedergabe.

    Mit dem Utility-Menü bzw. VST-Editor des MOX lassen sich die Input-Einstellungen einfach vornehmen. Die Hardware-Sounds reisen durch max. 2 MOX-Inserts und/oder 2 Sends in die DAW. Praktisch: MIDI+Audio über ein einziges USB-Kabel. z.B. können die MOX-Tastatursignale über die DAW verteilt werden und die Audiosignale fließen über den Mackie und den MOX über dasselbe USB-Kabel zurück in die DAW.

    ev. Kritikpunkt: Audio I/O des MOX nur unsymm.

    Gruß
    Meilstone

  7. Profilbild
    Onkel Sigi  RED

    KLASSE!

    Danke für Deine Rückmeldung und mach Dir keine Gedanken wegen der unsymmetrischen Verbindung, das macht die Sache nicht schlechter. Auch der sackteure Minimoog Voyager ist unsymmetrisch und mein ehemaliges Studiomaster P7-Mischpult ging auch nur unsymmetrisch zur Bandmaschine. Hat mich dennoch nicht von einigen CD-Veröffentlichungen abgehalten…..

    :-))

    Musikalische Grüße von „Onkel Sigi“

  8. Profilbild
    Martin Andersson  RED

    Habe mir vor drei Jahren aufgrund dieses Testberichtes einen 402 VLZ3 gekauft. Und es keine Sekunde bereut. Ein wunderbarer, kleiner Mischer, den ich immer wieder gerne einsetze. Und sei es nur als Kopfhörer Vorverstärker oder DI Box. Eine Art Schweizer Taschenmesser für kleine Audioanwendungen. Danke Sigi für den Tipp!

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