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Test: Mapex Mars Drum Set, Schlagzeug

Einsteiger-Schlagzeug mit bestem Sound

11. Februar 2022
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Mapex Mars Drum Set, Schlagzeug

In der Science Fiction Komödie von Regisseur Tim Burton aus dem Jahr 1996 muss sich die Menschheit einer Invasion vom Mars erwehren. Leider kommen die Invasoren nicht in friedlicher Absicht, sondern metzeln im Verlauf des Films alles nieder, was sich bewegt. Wie sich letztendlich herausstellt, ist die einzige Waffe, die die Außerirdischen zur Strecke bringt, laute Country-Musik (genau genommen ein auch für Menschenohren kaum erträgliches Stück namens Indian Love Call von einem gewissen Slim Whitman). Dieses bringt die Gehirne der Marsianer zum Platzen. Allen, die auf leicht trashige Science Fiction stehen, sei diese urkomische und mit vielen Stars besetzte Hommage an Genre-Meilensteine aus den 1950ern und 60ern wärmstens empfohlen. Nach dieser off-topic Einleitung kommen wir zum eigentlichen Thema. Dem Mapex Mars Drum Set. Ob dieses Set – ähnlich den fiktiven Invasoren vom Mars – in seiner Preisklasse aufräumt, gilt es herauszufinden. 

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TECH SPECS des Mapex Mars Schlagzeugs

Das Mapex Mars Drum Set gehört zum Einsteiger-Segment im Mapex Programm. Unser Testset in der „Crossover“-Konfiguration besteht aus einer 22×18 Bassdrum, einem 12×08 Tom, 14×14 und 16×16 Standtoms sowie einer 14×6.5 Snaredrum. Dazu liefert Mapex noch eine Tomhalterung, mit der das Hängetom an einem Ständer befestigt werden kann. Wir haben es also mit einem reinen Shell-Set zu tun, ohne weitere Hardware. Die Kessel selbst bestehen aus sechs Lagen Birkenholz und haben eine Wandstärke von 7,2 mm.

Die Verwendung von reinem Birkenholz ist in dieser Preisklasse nicht weit verbreitet. Spontan fallen mir nur noch Yamaha und Gretsch ein, die Birke-Shellsets für unter 700,- Euro im Programm haben. Zusätzlich zur hier getesteten Crossover-Konfiguration gibt es noch die Shellsets „Rock“ mit 22×18 BD, 10×08, 12×08 Toms, 16×16 Floor-Tom und 14×6,5 Snare sowie „Rock 24“ mit 24×16 BD, 12×08 Tom, 16×16 Floor-Tom und 14×6,5 Snare. Für die Liebhaber kleiner Trommelgrößen gibt es noch das „Be Bop“ mit 18×14 BD, 10×07 Tom, 14×12 Floor Tom und 14×05 Snare. Da sollte für jeden etwas dabei sein.

Die Verarbeitung der Kessel ist tadellos. Die Auflagekanten sind sauber geschliffen und besitzen das SoniClear Profil von Mapex. Dabei ist die eigentliche Kante, auf der das Fell aufliegt, etwas zur Mitte des Kessels gerückt und die Ränder nach außen mit einer Rundung geschliffen. Das soll den Kontakt zum Fell verbessern, die Trommeln leichter stimmbar machen und den Sound verbessern. Schauen wir im Soundcheck mal, ob das so ist. Das Finish unseres Testsets nennt sich Nightwood und sieht aus wie ein schwarzes Satin Wood Finish.

mapex mars drumset

Schicke Optik des Mapex Mars Schlagzeug in der „Crossover“-Edition

Aus 3 m Entfernung sieht es jedenfalls so aus, es ist aber eine Folie! Ein Naturholzfinish wäre auch etwas zu viel verlangt in dieser Klasse. Aber die Folie sieht wirklich gut aus und ist zudem wahrscheinlich auch noch kratzfester als eine Oberfläche aus Holz. Weitere Finishes im Programm sind  Smokewood, Bloodwood, Driftwood, Dragonwood und Bonewood.

Was mir sehr gut gefällt, sind die kleinen Details wie kunststoffunterlegte Stimmschrauben und gummigefütterte Bassdrum-Claws. Features, die ich mir auch in dieser Preisliga wünsche. Gut gemacht. Die Spannreifen sind sauber gearbeitete 1,6 mm dicke Stahlreifen. Die Böckchen sind für mich das Design-Highlight des Mapex Mars. Zudem sind sie klein (= wenig Masse), was das Mars in Kombination mit den leichten Spannreifen zu einem sehr transportablem und leichten Set macht.

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Einziges Hardware-Detail, das mich persönlich nervt, sind die Bassdrum-Füße mit Zahnkranz, die die Einstellung der Füße in verschiedenen Winkeln erlaubt. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich brauche bei Bassdrum-Füßen genau zwei Positionen: eingeklappt und ausgeklappt. Jedes Mal schauen zu müssen, dass beide Füße im gleichen Winkel ausgeklappt sind, ist (für mich) eher nervig und meiner Meinung nach auch überflüssig.

Wie klingt das Mapex Mars Schlagzeug?

Werkseitig ist das Mapex Mars Drum Set mit Remo UT aus chinesischer Produktion ausgestattet und daran gibt es in dieser Preisklasse auch überhaupt nichts auszusetzen. Auf der Bassdrum finden wir ein klares Powerstroke 3 als Schlagfell, auf der Snare ein coated Ambassador und auf den Toms klare Ambassador oben und unten. Das Resonanzfell der Bassdrum hat kein Loch, für die Klangbeispiele war sie innen mit einer kleinen Decke, an beiden Fellen anliegend, gedämpft. Gestimmt habe ich das Set für den Soundcheck so, wie ich ein Set dieser Konfiguration natürlicherweise stimmen würde: Die Bassdrum so tief wie möglich, mit fast schon flatterndem Schlagfell und etwas tighter gespanntem Resonanzfell. Die Toms ebenfalls schlagfellseitig so tief wie möglich und mit etwas höher gestimmtem Reso-Fell. Die Snaredrum habe ich eher mittelhoch gestimmt, da sie in dem Bereich den besten Biss hatte.

Ich bin mir nicht sicher und habe diesbezüglich auch keine gesicherten Infos, aber ich habe das Gefühl, dass die Qualität der Remo UT Felle in letzter Zeit besser geworden ist. Jedenfalls ist das Mapex Mars Drum Set schon das dritte Testset in den letzten Monaten, das schon damit richtig gut klingt. Die Bassdrum hat einen ordentlichen Punch, der auf der Aufnahme nicht ganz rüberkommt, die Toms lassen sich, wohl auch dank der SoniClear Bearing Edges in Kombination mit den sauber verarbeiteten Birkenkesseln, wunderbar leicht stimmen, klingen druckvoll, klar, artikuliert und haben einen schönen Ton. Die Snaredrum kann da nicht ganz mithalten, klingt auf der Aufnahme besser als akustisch und würde von einem Wechsel zu besseren Fellen und einem hochwertigen Teppich bestimmt sehr profitieren. Die Voraussetzungen für einen guten Sound sind ja, dank des guten Kessels, vorhanden. Insgesamt würde ich das Mapex Mars zu den bestklingenden Drumsets in diesem Preissegment rechnen, die mir bis heute unter die Finger gekommen sind.

Ist das Mapex Mars Schlagzeug sein Geld wert?

Bei einem Straßenpreis von 669,- Euro für das Testset kommt man aus dem Staunen eigentlich gar nicht mehr heraus. Was man hier für sein Geld bekommt, ist wirklich beachtlich. Da stellt man sich schon die Frage, ob man wirklich noch mehr für ein paar Trommeln ausgeben muss. Die Antwort ist natürlich nicht einfach JA oder NEIN sondern hängt immer von vielen Faktoren ab. Am allermeisten vom eigenen Budget.

Mapex Mars Crossover Shell Set ZW

Mapex Mars Crossover Shell Set ZW

Kundenbewertung:
(1)

Natürlich kaufen sich professionelle Trommler, die damit ihren Lebensunterhalt bestreiten, keine Einsteiger-Sets, aber alle anderen, vom Anfänger bis zum ambitionierten Hobby-Musiker bekommen hier für kleines Geld jede Menge geboten: Birkenkessel, schicke und funktionale Hardware, schöne und robuste Finishes und – am wichtigsten – einen super Sound.

Wenn ich bei Mapex die nächste Stufe zünden möchte, um mal das Space-Science Fiction-Raketen-Thema vom Intro wieder aufzunehmen, muss man mindestens 200,- Euro drauflegen. Dafür gibt es dann ein Armory Set mit Hybrid-Kesseln aus Birke und Ahorn, echte Naturholz-Finishes, etwas bessere Hardware-Details (Bassdrum-Füße, Snaredrum-Abhebung) und eine größere Auswahl an Sets in verschiedenen Konfigurationen. Ob sich das lohnt? Wenn einem der Aufpreis egal ist – ja. Wenn man auf die Kohle schauen muss – nein. Dann ist man mit dem Mapex Mars sehr gut ausgestattet!

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Recording-Equipment: MacBook Air/Logic, Presonus Interface, 2x AKG C214 (OH), Audix D6 (BD)

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Fazit

Es ist eigentlich unglaublich, wie viel Schlagzeug man heutzutage für kleines Geld bekommt. Das Mapex Mars Drum-Set hat alles, was man als Einsteiger oder auch fortgeschrittener Trommler braucht und es klingt auch schon mit den Werksfellen verdammt gut. Die Bassdrum hat Wumms, die Toms produzieren einen schönen, druckvollen Ton und auch die Snare klingt ordentlich. Die Auswahl an vorkonfigurierten Sets ist nicht groß, aber ausreichend und die Folien-Finishes in Holzoptik sehen gut aus und sind robust. Auch Details, wie die sauber laufenden Stimmschrauben mit Kunststoffunterlegscheiben und die Bassdrum-Claws mit Gummifütterung, heben das Mapex Mars aus der Konkurrenz heraus. Chapeau!

Plus

  • Sound
  • Verarbeitung
  • sehr gutes Preis-Leistung-Verhältnis
  • Hardware Details

Preis

  • 669,- Euro
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Forum
  1. Profilbild
    mdesign AHU

    schön, dass sich hier mal jemand traut, was günstiges zu empfehlen. bei den meisten tests reicht es nur zu einem ’schon ok, aber …‘. und in den kommentaren wird dann gerne auf ein wesentlich teureres modell verwiesen, das doch so viel besser sei. man muss aber nicht immer gleich die größten schuhe kaufen, finde ich. passende tun es auch.

  2. Profilbild
    Filterpad AHU

    Vom Preis bin ich auch extrem überrascht! Noch vor 10 Jahren bekam man dafür ein eher minderwertigen Kinderset. Hier noch gute Remofelle darauf mit Dämpfungsringen und ein richtig gutes PowerSet erblickt das Licht der Welt. Ich habe noch ein Einsteiger-Mapex, da kannte die Firma noch kein Mensch und driftete noch ein Nieschendasein. Heute gehören sie zu den ganz großen. Zugegeben: Dieses Set mach einen besseren Eindruck als mein altes. Auch die zusätzliche Tom und Finishauswahl ist für knapp über 500€ ein echter Wahnsinn. Das wird in Zukunft Vergleichbar wie mit den TV-Geräten: In den 60ern war es für den Haushalt Luxus, ein Gerät zu besitzen. Heute gibt es im Haushalt 2 oder 3 Geräte. In Zukunft besitzt man 3 Drumsets pro Haushalt. Selbst ich als mittelmäßiger Hobbydrummer habe mittlerweile zwei Stück. Fazit: Kurz im Netz ein Kaufklick und ein geiles fettes Set steht vor der Türe. Der arme Packetdienst und zur Freude der Nachbarn. ;)

    Nachtrag: Beim T. kostet es 669€.

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      AMAZONA Archiv

      Ähh, ich kennen niemanden, der 2 oder 3 Fernseher hat. Um genau zu sein, Ich kenne nur noch eine einzige Person, die überhaupt einen Fernseher besitzt (Alter 65). Alle anderen aus Freundes- und Bekanntenkreis (Alter von 30-65) haben gar keinen mehr, oft schon seit Jahrzehnten.
      Lieber ein Drum Set in die Bude stellen!

      • Profilbild
        Filterpad AHU

        Man hat ein bestimmtes Budget und jeder kann entscheiden, für was er es ausgibt. Der eine kauft 2 Fernseher, der andere 2 Drumsets. Je nach Einkommen und Platz auch beides. Aber ich gebe dir recht, dass viele der Generation zwischen 20 und 40 nicht mehr zwingend einen Fernseher besitzen. Dafür gibt’s 1 PC und ein Laptop oder ggf. Spielekonsole. Wenn diese einen Fernseher besitzen, dann wird viel gestreamt. Aber es sind nur Beobachtungen und jeder lebt anders. Ich z.B. habe einen Fernseher und streame nicht. Aber aufgrund der immer günstigeren Preise (worunter je nachdem auch die Qualität leidet) kann man sich mit Software oder Behringer ein fettes Tonstudio einrichten (was bis vor dreißig Jahren noch gerne ein sechsstelliger Betrag war), ein geiles Drumset ordern oder eine HD-Glotze kaufen. Jeder wie er mag. :)

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