Test: Native Instruments Woodwind Collection, Sound Library

10. August 2016

Holz steht drauf, Gold ist drin

Woodwind NI

 

Nachdem Native Instruments im Sommer 2015 seine „Symphony Series“ mit der „Brass Collection“ gestartet und bereits im November das „String Ensemble“ nachgereicht hatte, fragte ich im Fazit des Tests: „Ich jedenfalls bin schon gespannt, was da als nächstes in den Symphony Series erscheint – Holzbläser? Oder doch ein Chor? Es werden noch Wetten angenommen.“ Nun – hiermit ist der Wettschalter dann offiziell geschlossen: Es sind tatsächlich die Holzbläser. Die gibt es – genau wie die Brass Collection – wieder sowohl als die beiden Einzelpakete „Woodwind Ensemble“ und „Woodwind Solo“ als auch im preisgünstigeren Paket, der „Woodwind Collection“. Da stellt sich die Frage: Kann Native Instruments das durchweg hohe Niveau, das man mit den ersten beiden Folgen erreicht hatte, auch in Teil drei halten? Stellt sich bei den Woodwinds eine gewisse Routine ein? Oder dürfen wir auf Überraschungen hoffen? Fragen über Fragen. Antworten folgen.

Woodwind Ensemble

Woodwind Ensemble

Exkurs: Entwickler wechsle Dich

Alle sechs Monate eine neue Folge? Das klingt erst einmal schwer nach Fließband-Produktion. Ist es dann aber doch nicht. Um zum Beispiel möglichst jährlich einen neuen Teil seines Shooters „Call of Duty“ releasen zu können, lässt Publisher Activision ja mehrere Entwicklerstudios verschiedene Teile gleichzeitig entwickeln – und genau so macht es auch Native Instruments: Kam die Brass Collection im Sommer 2015 vom US-Studio Soundiron, war im November beim String Ensemble dann Audiobro dran. Wodurch Soundiron – die jetzt wieder für die Woodwind Collection verantwortlich zeichnen – gut ein Jahr Zeit hatten für die Holzbläser. Damit dürfte der Fließband-Verdacht dann wohl vom Tisch sein. Aufgenommen wurde die Library dieses Mal aber nicht in der Saint Paul’s Church in San Franzisco, sondern in der Montclair Presbyterian Church in Oakland (übrigens mit Neumann-Mikrofonen – TLM 67, 102, 103 und 167). Wieder eine Kirche also, was vielleicht den dezent höheren Raumanteil in der Aufnahme erklärt.

Die Entwickler von Soundiron

Die Entwickler von Soundiron

Klangbeispiele
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    Dieses Sax klingt in etwa wie das Halion-Sax (aber etwas besser). Ich war von dem Halion-Sax anfangs total begeistert, bis man es mal mit einem echten Saxophon verglichen hat! Es scheint sich um ein schwierig zu sampelndes Instrument zu handeln. Gerade im Mix hört es sich dann fast nur noch wie ein dünner Softsynth-Sound an. Piano und auch Saiteninstrumente hat man inzwischen ganz gut hinbekommen. Auch die „reinen“ Hölzer in dieser Library klingen klasse (z.B. Fagott, Klari. etc.)

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