Test: Presonus AudioBox iTwo, USB-Audiointerface

9. März 2015

iTwo goes iPad

Presonus erweitert seine beliebte AudioBox-Reihe mit dem „Mini“-Interface Presonus AudioBox iTwo, das neben einigen Neuerungen auch für die Benutzung mit einem iPad ausgelegt ist. Wer kein iPad hat, kann dennoch weiterlesen. Das iPad ist zur Benutzung nicht erforderlich. Es handelt sich hierbei um ein zusätzliches Extra. Ob es sich nur um eine Spielerei oder um eine nützliche Erweiterung handelt, wird sich in diesem Test herausstellen.

Presonus

Die Presonus AudioBox iTwo

Als das iPad vorgestellt wurde, gab es viele negative Stimmen, die den Sinn dahinter nicht erkannten und es für nutzlos hielten. Es gab ganz am Anfang wenige Apps, die auf das große Display zugeschnitten waren oder andere wesentlichen Vorteile des iPads genutzt haben. Ich habe mir auch lange überlegt, was ich mit dem IPad anstellen sollte. Ich bin Laptop-User und bevorzuge den Komfort von Desktopanwendungen. Manche Apps waren gruselig. Hauptsache es lief irgendwie auf einem Touchscreen. Mittlerweile überraschen uns App-Entwickler mit neuen Konzepten. Selbst große Firmen haben es doch geschafft, Apps zu entwickeln, die wirklich nützlich sind und über eine einfache alberne Spielerei hinausgehen. Tablets lassen sich sinnvoll im Studio platzieren und einsetzen. Es fungiert als Fernsteuerung für DAWs und Synthesizer. Es gibt zahlreiche Synthesizer-Apps, MIDI-Controller und sogar Apps und Hardware fürs Recording

Zunächst einmal zum Konzept. Das AudioBox iTwo ist ein USB-Audiointerface mit zwei separaten Eingängen, das ohne zusätzliche Treiberinstallation am Mac erkannt wird und aufgrund des Standards Core Audio Device sofort funktioniert. Installieren muss man nur am PC und iPad. Für den PC gibt es auf der Presonus-Seite alle nötigen Treiber für Windows 7 SP, Windows 8 und neuer. Für das iPad benötigen wir die App „Capture Duo“, die kostenlos von Presonus im iTunes-Store angeboten wird. Es gibt auch eine kostenpflichtige Version, die im Gegensatz zur Basis-Version 32 statt nur 2 Audiospuren gleichzeitig aufnehmen kann. Wie das Ganze verbunden und eingesetzt wird, beleuchten wir auf den weiteren Seiten.

Forum
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    MidiDino  AHU

    Dieser Test freut mich besonders, nicht als möglicher Anwender des Produktes, sondern als jemand, der Nicht-Musikern seine Stücke über das Netz zugänglich macht. Die käuflich erwerbbaren Standardrechnern bieten zwar inzwischen viel Power und Speicher, auch sind die Bildschirme inzwischen ‚erwachsen geworden‘, weiterhin grottig ist i.d.R. der Sound, gleichgültig mit welchen Fantasmen die eingebauten Karten sprachlich ‚belegt werden‘. Ein preiswertes und gut klingendes Audiointerface Musikliebhaberen empfehlen zu können, das sich einfach stöpseln (Rechner) und bestöpfeln lässt (Kopfhörer), an das u.U. sogar ein Mikro anschließbar ist, ob für ein Podcasting, für Video oder für Telefonie, wäre für alle Beteiligten hilfreich.
    Ich persönlich fände es interessant, relevante Produkte nicht im Bereich ‚Studio‘ vorzustellen, sondern innerhalb einer separaten Rubrik, die man z.B. ‚Mobile‘ nennen, auch den einen oder anderen Musik-Consumer ansprechen könnte. Dort ließen sich gleichfalls kleine Luxus-Varianten wie die von Apogee problemlos einfügen … Ich zumindest würde mich freuen, eine solche Kategorie auch Hörern empfehlen zu können – abseits all der High-, Dolbi- und Tralala-Schiene des Consumermarktes.

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    Markus Galla  RED

    Ich hatte das Interface auch vor einiger Zeit im Test für ein Magazin und bin zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen. Es gibt auch noch eine kleinere Version, die iOne, die sich aber angesichts des geringen Preisunterschieds nicht lohnt. Ein deutliches Minus ist, dass die iPad Software auf dem Karton groß erwähnt wird, die Vollversion aber €8.99 kostet. Der Kopfhörer-Verstärker ist auch etwas schlapp. Bei dem Preis und der sonstigen Qualität kann man aber nicht meckern. Gut, dass auch ein MIDI-Interface enthalten ist. Das wird heutzutage ja oft „vergessen“.

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    zuchero

    Hallo, wenn ich den Text richtig gelesen habe wird das IPad während des Betriebes mit der Audiobox nicht geladen. Ist das richtig? Wenn dem so ist würde mich mal interessieren was den Presonus Ingenieuren an der Arbeit so durch den Kopf geht.

    Danke für den Test!

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      gaffer  AHU

      Der Einwand ist berechtigt, es könnte allerdings sein, dass es auch nicht (gross) entladen wird, da wahrscheinlich ein Strom fliesst, wenn auch nicht genug zum Laden. Vergleichbar mit dem Zustand, wenn ein Päd an einem schlappen USB Eingang hängt. Da steht dann: lädt nicht, aber es entlädt auch nicht

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      Makrosinus

      Der iPad Akku wird zwar nicht geladen aber auch nicht entladen…. 10 Stunden am Stück Aufnehmen hat wunderbar funktioniert.

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    gaffer  AHU

    Eine Software, die den Audio Stream vom Pad zum Computer „durchleitet“ ist sinnfrei. Wenn ich das richtig verstehe, kann das Pad alleine zumindest zwei Spuren aufnehmen. Das ergibt Sinn. Arbeitet es auch mit anderer SW, z.B. GarageBand – müsste als Class Compliant ja gehen, oder habe ich da was überlesen?

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      Markus Galla  RED

      Ja, es arbeitet auch mit anderer Software zusammen. Leider ist nur Capture Duo kostenfrei. Die Vollversion von Capture ist kostenpflichtig. Du kannst prinzipiell aber auf iPad und Mac/PC jede Software verwenden.

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      Ari-PreSonus

      Hallo Gaffer,

      es wird nicht der „Stream“ durchgeleitet zu einem Computer. Sondern es geht um die Übertragung einer fertigen Recording-Session. Du bist unterwegs und hast mitgeschnitten, kommst nach Hause und per Knopfdruck geht die komplette iPad Session per WIFI an Studio One auf deinem PC oder auch Mac.

      Alle Einstellungen von Capture, wie Spur-Volume, Cuts, Beschriftungen, Marker etc. werden dann komplett in die Studio One Session übertragen und liegen dann als Song vor, den du dann dort weiterbearbeiten kannst.

      Und das iPad kann nicht nur 2 Spuren aufnehmen. In der genannten Kaufversion nimmt das iPad mit Capture 32-Spuren in 24/96 auf! Es ist ein handliches und bedienbares Recordinggerät für Live, Proberaum etc.!

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        gaffer  AHU

        Ja ok, das ist was ganz anderes und auch sinnvoll. Steht ja auch da, nur hatte ich das falsch interpretiert:

        „Mit Capture aufgenommene Spuren werden über WIFI direkt an Studio One geschickt.“

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