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Test: Randall Satan, Gitarrenverstärker

The Neighbour Of The Beast

21. August 2015

Oha, das nenne ich mal plakatives Marketing! Ich persönlich bin immer ein großer Freund von Namensgebungen, die unmittelbar Einsatzgebiet und Zielgruppe definieren. Was aber Randall mit seinem Satan hier auftischt, ist an Eindeutigkeit nur schwer zu überbieten! Der Leibhaftige als Namenspate – und nach Einschalten des Heads leuchten einem die blutroten LEDs ins Gesicht. Was würde ich dafür geben, die Gesichter der Musiker einer Blues-Jamsession zu sehen, wenn man diesen Amp auf die Bühne wuchtet und aktiviert!

Front

— Willkommen in der Hölle – der Randall Satan —

Konstruktion

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Das Verb „wuchtet“ ist hier durchaus wörtlich zu nehmen, denn mit knapp 30 Kilogramm Gewicht fragt man sich, ob man gerade noch den Head schleppt oder man sich versehentlich bereits die 4×12″ Box gepackt hat. Die Abmessungen halten sich mit 740 x 240 x 265 mm im standardisiertem Rahmen, aber sollte der Amp zusätzlich in einem Case transportiert werden, kommt man um ein zusätzliches Paar Hände nicht drum rum. Auf den ersten Blick wirkt der Head wie ein vergleichsweise normales, zweikanaliges Topteil, allerdings lässt die Bezeichnung einiger Regler den Interessenten hellhörig werden.

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Natürlich haben es sich die meisten unter den Lesern schon gedacht, aber der Randall Satan hat nur ein einziges Einsatzgebiet, den Metal! Dies allein wäre noch nicht so außergewöhnlich, allerdings hat man das Konzept bevorzugt auf Droptunings beziehungsweise die Verwendung von 7-, 8-saitigen Gitarren oder auch Bariton-Gitarren ausgelegt. Randall holte sich im Jahr 2011 Mike Fortin ins Team, der seinem hervorragenden Ruf folgend es direkt zum Chefingenieur der Entwicklungsabteilung brachte.

Um dem Verstärker noch einen zusätzlichen Promotion-Aspekt zu verleihen, legte man den Verstärker als Signature-Amp aus, holte sich allerdings den vergleichsweise unbekannten Gitarristen Ola Englund als Namensgeber ins Boot, der unter anderem seit zwei Jahren bei den Death-Metal-Veteranen Six Feed Under in die Saiten greift. Dass auch Randall wohl nicht ganz an die Zugkraft des Endorsers glaubt, sieht man an der Tatsache, dass der Name Englund nur klein und ohne Signatur auf der Rückseite des Gehäuses auftaucht, während der ebenfalls unlängst erschienene Nullifier Signature-Amp von Anthrax Gitarrist Scott Ian mit der typischen Unterschrift auf der Vorderseite glänzt.

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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Lieber Axel,

    es heisst ‚Girth‘ und nicht ‚Birth‘.
    Der verwendete Font macht es einem aber auch nicht leicht.

    Grüße :)

  2. Profilbild
    MidiDino AHU

    Danke, Axel, toll geschrieben, das Lesen hat richtig Spaß gemacht, obgleich ich alles andere als ein Metaller bin.

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