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Test: Studio Electronics ToneStar 2600 & 8106


Boomstars nun im Eurorack

Die Analogsynthesizer von Studio Electronics gehören seit Jahrzehnten zur Crème de la Crème. Dass sie in manchen Kreisen immer noch als Geheimtipp gelten, liegt wohl in erster Linie an den selbstbewussten Preisen dieser ausschließlich im Rackformat gebauten Edelinstrumente. So war es bestimmt eine Überraschung, als Studio Electronics vor drei Jahren ihre Boomstar Serie präsentierte: kleine, monophone Desktop-Module, die zu einem halbwegs erschwinglichen Preis angeboten werden können.
Mit der Tonestar Serie wird dieses Konzept konsequent weitergeführt, will heißen: Diese Module sind noch ein bisschen einfacher aufgebaut als die Boomstars, kosten nur die Hälfte und passen ins Eurorack-System. Es handelt sich dabei um zwar simple, jedoch vollständige analoge Synthesizer mit einem VCO, Rauschgenerator, Filter, LFO und zwei Hüllkurven. Da zusätzlich über zwanzig Patchbuchsen verbaut sind, lassen sich die einzelnen Bausteine der Tonestars auch einzeln nutzen, was die Einsatzmöglichkeiten entschieden erweitert. Die gebotene Qualität ist über jeden Zweifel erhaben. Wer sich für die Tonestars entscheidet, bekommt eine Klangqualität geboten, die zum Besten gehört, was die analoge Synthese zu leisten vermag.
Die beiden bisher verfügbaren Tonestar Module sind vom Aufbau her gleich und unterscheiden sich nur durch ihre Filterschaltung: ToneStar 8106 mit Roland Jupiter Filter mit manuellem Hochpass und ToneStar 2600 (ARP).

Tonestars im Einsatz

Aufbau
Die beiden Module ToneStar 2600 und ToneStar 8106 sind sehr übersichtlich aufgebaut: links ein Oszillator, mittig Filter und LFO, rechts die Hüllkurven und darunter zwei Reihen mit 21 Patchbuchsen. Der VCO bietet zwei Regler für Grob- und Feinstimmung (“Range” und “Tune”) sowie einen dreistufigen Oktavwahlschalter. Die Pulsbreite lässt sich manuell einstellen und vom LFO (Dreieck) und der ADSR Hüllkurve modulieren. Die Schwingungsformen – Dreieck, Sägezahn und Puls – können parallel abgegriffen werden, und dank eines kleinen Mixers in ihrer Lautstärke bestimmen. Hier findet sich auch ein Suboszillator, der sich stufenlos dazumischen lässt. Als Besonderheit kann die Dreieckschwingung ungefiltert direkt in den VCA geführt werden, um den Sounds noch etwas mehr Druck zu geben. Rauschen gibt es übrigens auch, ebenfalls mit eigenem Lautstärkepoti oder besser gesagt: Potiachse. Einige Regler sind nämlich im Miniaturformat gehalten, die kompakten Ausmaße fordern eben ihren Tribut.
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Klangbeispiele

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    fkdiy •••

    Auch von mir danke für den Test! Der 8106 sollte schon länger mein Einstieg ins Thema Eurorack/Modular werden, aber andere Dinge kamen dazwischen.

    Nun ist mein Interesse erneut geweckt. :)

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    SimonChiChi ••••

    Tolle Klangbeispiele, aber die Boomstars waren noch nie mein Ding. Immer wird irgendwie die Nähe zu den alten Synths gesucht – aber klingen tun sie dann doch ganz anders. Da finde ich andere Konzepte spanender.

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      fkdiy •••

      Hast du da was spezielles im Auge? Ich finde die Mutable Instruments Module ziemlich spannend, da sie zwar digital sind, aber halt auch wirklich andere Klänge bieten als die üblichen Analogmodule.

      An West-Coast Architektur traue ich mich noch nicht ran, von daher bin ich neugierig was andere so interessiert, und was ich evtl. noch nicht kenne – gibt ja unüberschaubar viel.

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        swellkoerper ••••

        Wenn du in West-Coast inspirierte Synthese reinschnuppern möchtest, reicht fürs Erste ein Wavefolder oder -shaper, um Obertöne zu erzeugen. Oder ein ThruZero-Oscillator, den du fleissig modulierst (oder wie immer: BEIDES!) Das ist kein Paradigmen-Wechsel im Sinne von 10 neuen Modulen, mehr eine andere Art zu patchen. Ich habe damit tolle Ergebnisse erzielt und dabei immer öfter auf Filter verzichten können.

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    Martin Andersson RED

    Erstmal danke für die positiven Rückmeldungen zu diesem Test.
    Gewiss wird hier die „Nähe zu alten Synthis“ gesucht, doch sehe ich nichts Negatives dabei. Die Tonestars (und übrigens auch alle anderen Produkte aus dem Hause Studio Electronics) sind eigenständige Entwicklungen und gewiss keine Klone alter, gehypter Instrumente.
    Die Architektur ist klar East-Cost: subtraktive Synthese nach dem bekannten Schema. Dies kann man uninspiriert oder veraltet nennen, für mich ist es eher die Pflege eines bewährten Prinzips. Ob andere Instrumente “spannender” wirken? Mag sein, doch verkennt man damit die Grundidee von Studio Electronics. Diese Instrumente wollen nicht “ausgefallen” und um jeden Preis “neu” klingen, sondern musikalisch.

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    fritz808

    bin neu hier in der amazona-runde – und auch schon ein älteres semester (bj48). ich bin mit modularen systemen quasi groß geworden. auf dauer ein teures hobby. zumindest bis döpfer kam. inzwischen sind mir die aber fast alle euroracks für eine schnelle bedienung in meinem alter fast zu klein. kauf trotzdem aber immer mal wieder ein modul dazu. der testbericht hat mir jedenfalls so gut gefallen, dass ich mich entschlossen habe mir auch ein boomstar modul zu kaufen. deshalb danke für die wunderbare empfehlung. übrigens grosses kompliment an dieser stelle an die redaktion. ich wünschte zu meiner zeit hätte es schon online und solch umfangreiche und kostenlose magazine gegeben.

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      fkdiy •••

      Dann herzlich willkommen Fritz! Alter spielt zum Glück ja keine Rolle bei musizieren – sonst würde bei mir vielleicht bald die Midlifecrisis anstehen … ;)

      Hast bestimmt ein paar Schätze bei dir rumstehen und freue mich bald mal mehr zu erfahren.

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        fritz808

        das nenne ich mal einen freundlichen empfang. oh ja, einiges an Schätzchen, aber kaum mehr bespielt. so z.b. noch ein zum teil originales moog modularsystem. hatte es aber in den jahren ergänzt oder ersetzt durch neue elemente.

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Bewertung

Studio Electronics ToneStar 2600

Bewertung: 5 Sterne Bewertung des Autors
Leserbewertung: 5
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