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Test: Teenage Engineering PO-128 Mega Man, Synthesizer und Sequencer

5. Februar 2021

Neuer Pocket Operator: Das ist ja Mega Man!

teenage engineering po 128 test

Teenage Engineering PO-128 Mega Man, Synthesizer und Sequencer

Was für eine Headline, oder? Aber bevor diese für mich feststand, war in mir oberflächliches Belächeln, Neugier und der unbedingte Wille, mal etwas komplett Neues auszutesten. Als Kind der 80er-Jahre hatte ich durch den eisernen Vorhang leider nicht die Möglichkeit, den direkten Hype um das Kultgame Mega Man mitzufeiern. Während also im westlichen Teil Deutschlands die Kids ihre heißgeliebten NES-Konsolen mit Mega Man heißliefen ließen, war bei uns die Banane gerade, wenn sie mal wieder nicht den Bogen um den Osten geschafft hatte. Wir hatten dennoch unseren Spaß und eine tolle Jugend, aber das soll hier nicht Thema sein, sondern ein neuer Spross der immer größer werdenden Pocket Operator Familie: der PO-128 Mega Man von Teenage Engineering.

Teenage Engineering Pocket Operator 128 Megaman Userbild Ansicht Packung stehend von vorn

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Bisher war ich ja vorwiegend als Tester im Eurorack-Modularumfeld tätig und hatte dabei die Pocket Operatoren eher als Spielzeug belächelt. Nur am Rande habe ich dabei aber mitbekommen, dass sich einige User über DIY-Quellen mit entsprechenden Adaptern versorgten und sich diese Pocket Operatoren in das Eurorack-Case geschraubt haben, nachzulesen auch hier bei uns in dieser Leser-Story. Das weckte meine Neugier: Warum machen die das? Sind diese kleinen Teile etwa doch brauchbar? Vielleicht ja doch mehr als nur ein Spielzeug? Dieser Test bot mir endlich die Gelegenheit, mal eines dieser Dinger in die Hand zu bekommen. Ich bin selbst gespannt, wie viele meiner zugegebenermaßen vorhandenen Vorurteile im Fazit des Tests davon noch übrig bleiben werden.

Wer oder was ist Mega Man?

Nur um es klarzustellen: Natürlich kenne ich Mega Man! Zwei Jahre nach Erscheinen des ersten Teiles fiel endlich die Mauer und die bis dahin völlig unterzockten Gamer-Seelen im Osten erwachten und holten ihre staatlich verordneten Versäumnisse nach. Unzählige Teile später hat der Hauptprotagonist Megaman bis heute so ziemlich alles überlebt und durch gleichbleibend hohe Qualität diesen Kultstatus nicht ohne Grund in aller Welt erreicht. Mittlerweile bringt es die Serie auf über 130 Spiele mit ca. 30 Millionen verkauften Einheiten.

Die Schweden von Teenage Engineering haben in ihren Reihen anscheinend etliche Verehrer dieser Videospielserie und so tat man sich kurzerhand mit deren japanischem Erfinder und Hersteller der Software-Firma Capcom zusammen, um der populären Legende Megaman, Einarmwaffe und Welten rettender Held im blauen Roboterkleid, mit einem eigenen Pocket Operator zu frönen. Der Megaman PO-128 ist aber nicht der einzige Pocket Operator, der von Teenage Engineering einem Kult-Game gewidmet wurde. Auch die bekannte „Street Fighter“-Serie bekam im Rahmen der „Pocket Operators Camcom Series“ mit dem PO-133 von den Game-Nerds aus Schweden in Zusammenarbeit mit Capcom einen eigenen Pocket Operator. Diesen hatten wir bereits hier im Test.

Der PO Mega Man wird ausgepackt!

Nun liegt er also vor mir, der PO-128 Mega Man: wirklich handlich, nicht viel größer als ein gewöhnliches Kartenspiel, in sein eigenes Quick-Start-Guide aus Pappe eingehüllt, aus dem ein Griff und zwei Potis herausragen.

Teenage Engineering Pocket Operator 128 Megaman Userbild Eingepackt seitlich von links

Ich beginne also vorsichtig damit, die hübsche Papphülle zu entfernen und als echter Jäger und Sammler von anderen Dingen machen sich plötzlich Skrupel in mir breit: Entweihe ich hier etwa möglicherweise mit dieser Aktion gerade ein künftiges Kult- und Sammlerobjekt, das in unbeschädigtem Zustand in ein paar Jahren ordentlich Scheine auf die Waage bringt? Ach, ich schiebe diesen Gedanken einfach schnell zur Seite, wir wollen ja auch testen oder? Also ziehe ich weiter vorsichtig oben an der Papplasche auf der linken Seite, lege den Pocket Operator frei und suche dann verzweifelt nach ein paar AAA-Batterien für die Inbetriebnahme des Megaman Pocket Operators, denn diese liegen leider wieder einmal nicht bei und andere Stromquellen kennt er nun mal nicht. Fürs Erste muss deshalb leider eine Fernbedienung ihren Dienst einstellen und auf den Merkzettel kommt für morgen: Batterien kaufen!

Teenage Engineering Pocket Operator 128 Megaman Userbild Ausgepackt Verpackungsinhalt

Aus der Quick-Start-Pappe purzeln noch drei weitere kleine Anleitungen, die an Hand der Frontansicht des Pocket Operators die Tastenbelegungen und hinterlegte Funktionen kurz beschreiben. Es ist praktisch drei Mal der gleiche Zettel, nur jeweils in schwedischer, japanischer und in englischer Sprache. Da ich nur der letzteren Sprache halbwegs mächtig bin, schnappe ich mir diesen Zettel und verschaffe mir damit mal einen ersten Überblick.

Teenage Engineering Pocket Operator 128 Megaman Userbild Liegend auf dem QuickStartGuide

Der PO-128 Mega Man basiert also auf dem ebenfalls bei uns getesteten PO-28 Robot, der hier in unserer Testreihe mit dem PO-12 und dem PO-24 vom Kollegen „Der Jim“ ausführlich in Augenschein genommen wurde. Es handelt sich also im Prinzip um einen 8 Bit Synthesizer plus 3-Track-Sequencer mit Parameter-Locks, Glide und Punch-in Effekten. Bei dieser Spezial-Edition zum Megaman-Game wurden die 16 Synthsounds und Patterns durch Sounds und Tracks, die auf dem originalen Mega Man Videogame von Capcom basieren, ersetzt, ansonsten ist die Tastenbelegung und Bedienung also völlig gleich.

Die Bedienung des PO-128 Mega Man

Nach dem Einschalten, hier quasi dem Einlegen der Batterien, stellt man über die beiden Potis die aktuelle Uhrzeit ein und bestätigt diese Eingabe mit einer x-beliebigen Taste, läuft! Der PO-128 Mega Man zeigt euch also jederzeit und überall die Uhrzeit an, das fetzt! Ihr lacht, aber welches eurer Instrumente macht das schon?

Teenage Engineering PO Userbild Uhr

Das Bedienfeld unter dem Display ist wie bei jedem Pocket Operator in eine 5×5 Matrix eingeteilt. Den größten Bereich dieser Matrix nehmen die Nummerntaster 1-16 ein, die für sich eine kleine 4×4 Matrix am linken unteren Rand bilden. Darüber in der ersten Reihe von oben links, liegt der Taster SOUND und man ahnt es schon, hier kann man seinen zu spielenden Sound wählen und nun kommt dafür die 4×4 Nummernmatrix ins Spiel, denn auf ihr liegen jetzt die 16 anwählbaren Sounds. Die Bedienung ist für jede Funktion gleich, hier also stellvertretend: Taste SOUND gedrückt halten und dann Nummerntaste 1 wählen und schon haben wir Sound 1: LFO Pulse Wave auf den 16 Nummerntastern spiel- und editierbereit anliegen.

Drückt man nun in der Nummernmatrix eine der Tasten 1-16, wird damit der gewählte Sound abgespielt und gleichzeitig wird die abgespielte Tonhöhe rechts oben im Display angezeigt. Lange gehaltene Töne haben ein über den Taster GLIDE und die Potis (Onset und Rate) einstellbares Vibrato. Das ist sicher Geschmackssache, aber hier passt es auf die Gamesounds. Über die Potis kann man jetzt noch für den Sound das Timbre und die Release-Phase einstellen, wobei im Display links über zwei Balken die aktuellen Werte dieser Sound-Parameter angezeigt werden. Hier kurz die fest vorbelegten Sounds der Nummer nach mit Namen: 1. LFO pulse wave, 2. pulse wave, 3. mixed wave, 4. triangle wave, 5. 4-bit triangle, 6. arpeggio, 7. vibrato, 8. echo, 9. LFO pulse wave, 10. pulse wave, 11. mixed wave, 12. triangle wave, 13. 4-bit triangle, 14. arpeggio, 15. vibrato, 16. micro drum kit.

Teenage Engineering Pocket Operator 128 Megaman Userbild Detail Display Pattern Play 07 Aktion

Was gibt es dabei nun an Sounds? Von den typischen Bleeps, Bässen bis Keys und einfachen Game-Strings wird hier alles soweit brauchbar abgedeckt. Natürlich haben alle diese Sounds den typischen 8-Bit-Chiptune-Charme, von dem man sich im Standalone-Betrieb über den eingebauten Lautsprecher nicht täuschen lassen sollte, denn angeschlossen entwickelt die kleine Platine dann doch ordentlich Druck und guten Klang.

Faktisch sind es dann aber doch nur 15 tonal spielbare Sounds, denn Platz 16 nimmt ja das Drumkit mit seinen 16 One-Shot-Sounds ein. Hier gibt es dann aber auch alles, was klopft und zischelt, pengt und pufft, natürlich ebenfalls im Chiptunes-Gewand und in den zwei Parametern Lautstärke und Release wieder über die beiden Potis editierbar.

Fasziniert hat mich die Tatsache, dass man durch die Art der Tastenanordnung mit den tonal spielbaren Sounds ziemlich schnell Melodien erstellen kann, die nachpfeif- und damit auch gut mitsingbar sind. Ist das nicht der Stoff, aus dem Ohrwürmer und Mega-Hits geboren werden? Als kleine, immer zur Verfügung stehende Ideen- und Kreativmaschine mit Speicherfunktion macht der Pocket Operator als musikalisches Notizbuch hier auch mobil eine echt tolle Figur. Die dabei entstehenden Ideen kann man ja dann später zu Hause in Ruhe an der DAW seiner Wahl zur Perfektion mit den richtigen Sounds weiter ausarbeiten.

Userbild Display Detail Pattern Play 07

Rechts neben dem Taster SOUND befindet sich der Taster PATTERN, hier werden die abzuspielenden oder zu editierenden Patterns ausgewählt. Drückt man beide Taster gleichzeitig, kann man sich analog der Einstellung der Uhr hier den Weckalarm und das dabei abzuspielende Pattern über die Nummern 1-16 einstellen. Ist also notiert: Uhr plus Weckalarm, gleich netter Mehrwert, nehmen wir doch auf der Habenseite gerne mit, oder?

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Das Erstellen von eigenen Patterns und Songs ist durch erweiterte Tastenbelegungen und Kombinationen mit einer leicht erhöhten Lernkurve verbunden, aber nach einer gewissen Einarbeitung auch kein großes Hexenwerk. Und was kommt dann dabei raus? Ja klar, die typischen Chiptunes-Songs aus den frühen Games. Man kann es drehen, wie man will, durch die Vorbelegung an Sounds ist man mit dem PO-128 Mega Man in diesem Genre einfach gefangen. Ach könnte ich mich doch mit dem Teil in die achtziger Jahre zurückbeamen: Ich würde damit den Gamescore für alle Kultspiele locker hinzaubern und wäre heute steinreich!

Teenage Engineering Pocket Operator Userguide

Aber heute ist heute! Und heute hätte ich lieber amtliche Synthsounds oder eigene Samples und die gibt es mit dem PO-128 eben leider nicht. Und zum ersten Mal keimt in mir die Frage auf: Wäre hier vielleicht eine andere Basis für den Pocket Operator PO-128 Mega Man nicht cleverer gewesen? Vielleicht einen aus unseren anderen Tests? Hier mit dem PO-33 K.O! und dem PO-35 SPEAK  oder aus diesem hier mit den Pocket Operators PO-14, PO-16 und PO-20?

Schieben wir den Gedanken kurz zur Seite und kommen wieder zurück zu den Bedienelementen. Der nächste Taster BPM M ist mit mehreren Funktionen belegt. Drückt man ihn, kann man mit dem linken Poti Swing, mit dem rechten Poti das Tempo und über die Nummernmatrix 1-16 die Lautstärke des Pocket Operators einstellen.

Unter dem rechten Poti am rechten Rand nach unten neben der 4×4 Matrix gibt es noch den Taster GLIDE, oben schon erklärt für Sounds und selbstredend bei Patterns zum Tonhöhen verschmieren. Darunter den Taster FX mit den Effekten, die man auf der 4×4 Matrix aktiviert und auch in die Patterns aufnehmen kann. Zur Wahl stehen hier: 1. distorted filter, 2. distorted sweep, 3. repeat 4, 4. repeat 2, 5. lowpass, slow sweep, 6. lowpass, fast sweep, 7. hipass filter, 8. hipass sweep, 9. fill-in, 10. fill-in (fast), 11. retrigger, 12. retrigger (fast), 13. glitch, 14. glitch (fast) und 15. blinds. Taster 16 bietet keinen weiteren Effekt … schade, denn die sind tatsächlich alle ganz witzig, brauchbar und bringen Leben in die Bude. Darunter ist noch der Taster PLAY zum Starten von Patterns und Songs, sowie der Taster WRITE für Speicher- und Editierfunktionen.

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Damit wären wir auch schon mit dem Quick-Start-Guide durch. Auf der Seite des Herstellers  gibt es online ein sehr ausführliches Handbuch in Englisch für weitere Experimente: Vorbildlich! Hier werden dann die Sequencer- und Pattern-Operationen beschrieben und natürlich, wie man die Patterns dann zu einem Song verkettet. Auch dass man die Pocket Operatoren über spezielle Sync-Kabel verbinden und miteinander synchronisieren kann, wird hier ausführlich behandelt. Das scheint eine ziemlich spannende Sache zu sein, aber schade, dass man auch dieses Kabel separat erwerben muss. Ich würde jedem Pocket Operator solch ein Kabel als Anreiz für weitere Käufe beilegen. Aber gut, ich bin nicht der Chef von Teenage Engineering.

Der Pocket Operator ist tatsächlich leicht, also eher megaleicht. Wie es Autorenkollege Markus Schroeder in seinen Tests zum PO-32 TONIC  und dem PO-137 RICK & MORTY  schon eindringlich empfiehlt, sollte man ihn vielleicht besser nicht unbedingt an einem Spiralkopfhörerkabel betreiben. Mit diesem tatsächlich ernstzunehmenden Sicherheitshinweis kann man ausgeschlagene Zähne oder blutige Striemen am Kopf durchaus vermeiden, zumal die gut bestückte Leiterplatte doch eher schlecht aus dem Gesicht eitern dürfte.

Teenage Engineering Pocket Operator 128 Megaman Userbild Seitliche Ansicht

Wie lange ein Pocket Operator dem Handschweiß, dem hier vor allem die elektronischen Bauteile und Taster ständig ausgesetzt sind, widersteht, kann wohl nur ein Langzeittest klarstellen. Die zusätzlich käuflich zu erwerbende Schutzhülle CA-X Pro Case in Blau sollte hier mit Sicherheit das Leben des PO-128 Megaman deutlich verlängern. Warum liegt die bei einer Special-Edition eigentlich nicht standardmäßig bei?

Teenage Engineering Herstellerbild Pro Case in MegamanBlau

Die Bedienung erwies sich über die gesamte Zeit als sehr direkt. Das Bedienkonzept ist in sich logisch und durch die gute Benutzerführung der Beschriftung und die immer gleichen Bedienschritte hat man den Pocket Operator schnell im Griff. Im Dauereinsatz hatten meine gitarrengestärkten, mit Hornhaut besetzten Fingerkuppen natürlich keine Probleme mit den blanken Tastern. Diese reagierten bei Druck sofort und auch die Regler hatten einen angenehmen Widerstand mit gut aufgelöstem Regelweg. Alles vielleicht ein wenig eng beieinander, aber dennoch ergonomisch gut angeordnet, sodass eine insgesamt durchaus gute Bedienung gegeben ist.

Teenage Engineering Pocket Operator Userbild Detail Display Pattern Edit 08

Auf dem Display gibt es zudem bei jeder Aktion irgendeine liebevoll animierte, meistens kämpfende Rückmeldung unseres Protagonisten Mega Man oder Änderungen von Statusmeldungen. Da war dann auch stets ordentlich Bewegung auf dem Display. Das hat mir sehr gut gefallen und ich habe mich oft erwischt, wie ich einfach nur nostalgisch dem dortigen Treiben zugeschaut habe: Wo ist sie nur geblieben: Die gute alte schöne Zeit?

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Fazit

Ich sehe diesen Test im Nachhinein mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Lachend, weil tatsächlich viele meiner Vorurteile entkräftet wurden. Weinend, weil ich den Pocket Operator als ständigen Begleiter über die Zeit des Testes echt lieb gewonnen habe. Er ist kein Spielzeug und gerade die spontane Möglichkeit, flexibel immer und überall musikalische Ideen festhalten zu können, hat mich doch beeindruckt. In Sachen Mobilität, Kreativität und Spaßfaktor gibt es von mir hier dicke Pluspunkte.

Besser wäre es aber wohl gewesen, dem PO-128 Mega Man auch die Basis eines Pocket Operators mit Sampling-Funktionen zu geben, wie beim Street Fighter PO-133, denn dann hätte man in der Breite der Anwendung sicher mehr musikmachende Nutzer bedienen können. Musiker, die der Gamesounds irgendwann überdrüssig sind, hätten diese dann durch eigene Sounds ersetzen können und wären mit dem Gerät sicher glücklich geworden, auch in dem Wissen, die Werkseinstellungen ja jederzeit wieder herstellen zu können. Die Chance wurde beim PO-128 Mega Man leider vertan und so ist man mit ihm in seinem Kosmos gefangen.

Und dann gibt’s da noch die ganz andere Fraktion: Die Sammler! Die interessiert das alles überhaupt nicht, denn die stellen sich den hübschen Pocket Operator eh, so wie er gekauft wurde, ungeöffnet in die Vitrine zu ihrer geliebten Mega Man Kollektion.

Plus

  • Sammelobjekt mit Kultstatus
  • Liebe zum Detail bei den Animationen im Display
  • Melodien mit Ohrwurmqualität leicht zu erstellen
  • einfache Bedienung
  • hoher Spaßfaktor
  • mobil einsetzbar
  • tolle Effekte
  • guter Klang
  • Bonus: Uhr mit Weckfunktion

Minus

  • Limitierung in den Sounds auf Chiptunes
  • Batterien für den ersten Start liegen nicht bei
  • Schutzhülle liegt nicht bei

Preis

  • 95,- Euro
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Forum
  1. Profilbild
    Markus Galla  RED

    Obwohl ich durchaus ein Freund von Hardware bin, stehe ich diesen Produkten kritisch gegenüber. Im Prinzip ist das genauso ein Spielzeug wie die entsprechenden Cartridges für den GameBoy, wobei diese hier wenigstens die Original-Hardware nutzen.

    Es gibt super Apps für das iPad und das iPhone. Diese lassen sich sogar mit Hardware Controllern steuern und in ein MIDI Setup einbinden. Wer will, schließt noch ein Audio Interface an und bekommt Chiptune Sounds und Programmiermöglichkeiten mit den Features des 21. Jahrhunderts. Von den Software Synthesizern als VST oder AU Plug-in mal ganz abgesehen. Die kann ich aber nicht mitnehmen, mein iPad oder iPhone schon (hat man letzteres nicht sowieso immer mit dabei?).

    Wenn man bedenkt, dass diese kleine Platine schon ein Viertel des Preises eines iPads kostet, muss man schon sehr, sehr nostalgisch veranlagt sein und gerne Geld zum Fenster herauswerfen.

    Und wer urige Bastellösungen mag: Es gibt mehrere Synth-Projekte mit dem Rhasperry Pi. Man könnte hier sogar die zahlreichen C64 Synthesizer und Tracker nutzen und durch den Pi MIDI-fähig machen. Die vielen tollen C64- Emulatoren für den Pi kriegen die Sounds m. E. sogar authentischer hin als die Teenage Engineering-Kisten.

  2. Profilbild
    Henrik Fisch  AHU

    Ich sehe das ähnlich wie Markus. Und ich habe so ein bischen das Gefühl, dass den Produkt-Entwicklern für die »Pocket Operators« die Ideen ausgehen.

    Auch mit den zahllosen und teilweise extrem guten Emulatoren auf dem PC (sicherlich auch Mac und Linux) bekommt man den Sound der Konsolen nahezu perfekt hin. Und dann hat man die Sounds sogar selber gesampelt, teilweise direkt als Stream aus dem Emulator heraus, und zwar genau so, wie man sie benötigt.

    Wenn man sie denn benötigt.

    An dieser Stelle möchte ich auch noch mal auf so etwas wie das VST »FMDrive 2612« von AlyJamesLab hinweisen, das extrem viele Features bietet und die FM-Sounds des MegaDrives sehr gut nachbilden kann.

    • Profilbild
      Dirk E. aka Xsample  RED

      Wieso wusste ich bloß, dass mir Dein Name in Bezug auf Games so bekannt vorkommt? :) Flux meinen Id Software-Ordner rausgekramt und siehe da? Gleich auf den ersten Seiten Test PC Player Quake Shareware .. „Wenn ich dagegen wählen müsste, welches Spiel ich öfters anpacken würde, dann würde meine Hand zu Quake greifen“.

      • Profilbild
        Henrik Fisch  AHU

        Hehe … und Du wirst lachen: Sobald ich eine RTX-Grafikkarte mein Eigen nenne, wird mal wieder »Quake 2« mit Raytracing gespielt. Da freue ich mich schon richtig drauf. Und »Quake 1« habe ich neulich mal wieder im Browser eine Zeit lang gespielt. :-)

        • Profilbild
          Dirk E. aka Xsample  RED

          Ja Quake 2 sieht mit RTX mal richtig cool aus. Die Sachen von damals sind alle noch irgendwie in schneller Reichweite installiert, um ab und zu mal durch paar 3d Korridore zu damagen. :)

      • Profilbild
        CloudSounds  

        Jetzt wo er es sagt… als jahrelanger Leser der Power Play hätten meine Ohren doch schon längst klingeln müssen…

        Aber zurück zum Megaman Pocket Operator: Auch wenn ich mich seit fast 40 Jahren als Gamer bezeichne, lässt mich das Teil ziemlich kalt. Gefühlt gehen in Sachen PO den Jungs von Teenage Engineering die Ideen aus. Hier der Megaman-Aufguss eines alten POs, da die Street Fighter Variante eines anderen POs, von der Rick and Morty Variante (auch wenn kein Gaming-Bezug) ganz zu schweigen, welche auch nur alter Wein in neuen Schläuchen ist.

        Wenn ich Gaming Sound möchte, schnapp ich mir mein iPad mit Korg Gadget und nutze das Ebina oder Otorii-Gadget… da ist zwar nix mit Megaman oder Streetfighter, dafür aber Ninja Warriors, Fantasy Zone, Space Harrier und Konsorten.

  3. Profilbild
    mdesign  

    eigentlich ein schöner und unterhaltsam geschriebener bericht. aber so ganz ohne sounds ist er leider nur eine halbe sache. die fehlenden musikalischen eindrücke kann auch der link zur produkt-website nicht ersetzen.

    • Profilbild
      Dirk E. aka Xsample  RED

      Danke für das Lob. Bei 15 Sounds und einem Drumkit hätte ich hier bloß Samplerfutter geliefert. Ich denke, dass man durch das Video einen guten Eindruck bekommt, was einen bei diesem PO erwartet. :)

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