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Test: Teenage Engineering Pocket Operators PO-14, PO-16, PO-20, Synthesizer


Musikalische Taschenrechner

Teenage Engineering Pocket Operators PO-14, PO-16 und PO-20 heißen die neusten Grooveboxen aus Schweden. Die Pocket Operators Sub (PO-14), Factory (PO-16) und Arcade (PO-20) sind wie die Manifestation des Taschenrechnerliedes der berühmtesten Elektronikkombo aus dem deutschsprachigen Raum. Nicht nur in der Erscheinung, sondern auch in der Handhabung auf Musiker bzw. Beat-Frickler zugeschnitten. Ebenso erhältlich sind Rhythm (PO-12), Office (PO-24) und Robot (PO-28), die wir bald im zweiten Teil unseres Pocket Operator Tests vorstellen. In wieweit sich mit diesen minimalen Geräten musikalisch etwas Sinnvolles anstellen lässt oder ob sie nur den Gimmick- und Hardwarefetisch bedienen, lesen Sie im Test.

TE-Pockets

Teenage Engineering, die schon auf der NAMM 2016 mit dem OP-Z und anderen Produkten gezeigt haben, wie innovatives Design und Funktionintegration einhergehen können (für nicht wenige deutlich zu innovativ), frönen ihrem Hang zum Minimalismus fröhlich weiter. Aber vielleicht ist es 2016 inzwischen auch bei der Vintage-Garde angekommen, dass Form, Größe und Funktion im Zeitalter des Silikonchips nur noch vage verbunden sind und ihre Grenzen nur in der Ergonomie der menschlichen Sensorik und Motorik finden – und genau diese Grenzen wollen TE mit den Pockets ausloten.

Batteries not included

Das fängt schon mit der Non-Verpackung der Pockets an. Eine Papphülle zum Aufreißen und ein geheimes DIN A5 Anleitungsblatt. Selbst der Pocket Operator ist Teil der Verpackung und hat noch einen Abbruchhenkel dran. Also schön aufpassen, damit man mit dem Henkel nicht noch gleich den Pocket wegwirft, was bei dem Gewicht und der Größe leicht passieren kann.

TE_PO-back
Die Pockets an sich wiegen ungefähr ein Drittel der zwei AAA-Batterien, die zum Betrieb erforderlich sind, was sehr störend ist, wenn ein Audiokabel daran angeschlossen ist und ein leichter, unbeabsichtigter Zug die Operators tatsächlich durch die Luft wirbeln lässt. Ganz schlimm wird es, wenn man Kopfhörer daran anschließt. Damit meine ich Studiokopfhörer, am besten noch mit Spiralkabel. Da heißt es, die Pockets ständig fest im Griff haben, sonst schnalzen sie einem noch ins Auge. Als Ausgleich dafür kann man sicher sein, dass der Handschweiß über kurz oder lang die Platinenbeschichtung, Taster und andere elektronische Bauteile angreift.

Die Operators sind zwar nicht komplett nackt, sondern mit einem Schutzlack überzogen, aber Vorsicht ist mit spitzen und feuchten Gegenständen allemal geboten, will man nicht noch mal 39,- Euro für die optionalen Silikonhüllen ausgeben.

TE-PO-Case

Silikonhülle PO-16

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Klangbeispiele

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    dilux AHU

    eigentlich mag ich den klang der po’s, wirklich erstaunlich, wieviel druck die entwickeln können. leider überwiegen die minuspunkte, wie z. b. die fehlende nachhaltigkeit – ist das teil kaputt oder langweilig geworden, landet es auf dem müll und ist damit teil eines der grössten probleme unserer zeit. mich nerven aber auch die beschränktheit der sounds – irgendwie hört sich alles ähnlich an, und wirklich editieren kann man auch nichts – und die schwierige einbindung in bestehende setups. am besten gefällt mir noch der rythm, aber zu beatboxes ohne einzelausgänge hab ich auch so meine meinung…

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      Markus Schroeder RED

      In dem Umweltpunkt muss ich Dir klar recht geben, aber ich kann halt nicht das Wegwerfverhalten der Käufer bewerten.

      Was das Einbinden in Setups angeht, hatte ich mit einem passenden Sync-Signal keine Probleme.

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    Kosh ••••

    da sieht man mal wieder, wie sehr kraftwerk ihrer zeit voraus waren. „ich bin der musikant mit taschenrechner in der hand.“ ;)

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    amazonaman AHU

    Diese Bezeichnung Teenage soll wohl die Zielgruppe definieren? Gut finde ich auch im Testbericht dass mal nicht wieder alles für gut klasse und toll bewertet wird wie so oft ähnlich einer Werbeanzeige.
    Ein Testbericht darf auch mal kritisieren, auch wenn es beim Hersteller nicht gut ankommt, aber ich denke jeder muss wissen, dass 100% Lob immer ebenfalls kritisch begutachtet wird. Es gibt dann ja auch immer noch die Meinung des einzelnen, und davon gibt es wahrhaftig viele. Also hier mal meine Meinung, damit kann man keine ernsthafte Musik machen, aber Einschränkungen machen oftmals sooooo kreativ, daß so mancher Enthusiasmus entwickelt,nur ich eben nicht. Aber wer bin ich schon.

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      digital-synthologie ••••

      Dem ersten Teil stimme ich voll zu.

      Aber zu den Einschränkungen: Gerade die tausenden von Möglichkeiten der Software sind doch nun nicht gerade dem Musikmachen förderlich. Obwohl man jeden Parameter in tausend Richtungen verbiegen kann, fragen die meisten Leute hauptsächlich nach den Presets.

      Ich kaufe generell lieber 1-Trick-Ponies.

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    bscooper ••

    Also, ich hab vier von den Dingern, aber auch viele „amtliche“ Schätzchen jeglicher Art. Die POs haben geniale Funktionen, sind absolut robust gebaut, und binden sich in nahzu jedes setup ein. Wenn man sich noch ein spezielles Split-sync Kabel bei einem großen Auktionshaus besorgt, dann kann jedes Gerät sogar seinen eigene Mixkanal bekommen! Und dann beginnt der Spaß erst recht. Einschränkungen sehe ich bei den Teilen keine!

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    calvato

    …du hast ja in deinem fazit geschrieben, es gäbe „massig Apps, die einfacher und übersichtlicher zu bedienen sind, die mehr können, mit denen sich besser jammen lässt und die wahrscheinlich auch länger halten werden.“
    welche wären das z.b. für Android?

    ich habe einige tests/artikel über die ersten drei dinger gelesen & soundbeispiele/videos gehört, und da hatten sie gefühlt den 10fachen druck wie in diesen soundbeispielen, das kann ich gerade schlecht einordnen….

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      Markus Schroeder RED

      Sorry, Android ist nicht wirklich meine Baustelle.

      Wegen den Audio Demos: hab derzeit kein Audiointerface. Ich warte mit brennenden Nägeln auf mein neues.
      Vielleicht haben die andern Demos auch kompressionsgemogelt…

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      TobyB RED

      Hallo Calvato,

      mit Musik produzieren auf Android Tablets ist das so eine Sache. Das Problem ist das Google jedem Hersteller es defacto erlaubt, die Version auf seine Hardware zu verbiegen. Was natürlich schlecht für den Entwickler ist. Da er bis auf die OS Ebene herunterentwickeln muss. Was wiederum know how und ein dickes Budget erfordert. Mir ist bis auf ein übel portiertes Fruity Loops noch keine gescheite App für Android bekannt. JUCE hat so ziemlich als erste Firma ein SDK für Android am Start. Damit müssen sich die Entwickler erstmal befassen. Ich rechne nicht damit das es in absehbarer Zeit „Profi“ Apps für Android geben wird. Eher werden Anwendungen auf Window 10(?) Tablets portiert. Da hier der Portierungsaufwand geringer ist. Wenn Microsoft den Entwicklern nicht wieder einen Knüppel a la Win8(embedded u.a.) vor die Beine wirft. Was bei den betriebswirtschaftlich geforderten Laufzeiten eigentlich ein Scherz ist.

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        Darkmaster001

        Hier muss ich leider mal wiedersprechen und ergänzen…
        Folgende Programme für Android kann ich der Synthgemeinde oder dem geneigten Soundtüftler empfehlen:
        Common FM
        GrainSynth
        SynprezFM
        Synth2
        Common Analog Synthesizer
        EasySynth
        SonaSynth
        SpaceTheremin
        Harmony of the Spehres
        Saucillator for Android
        Ambient Synthesizer
        und als Studio für Android habe ich Caustic für mich entdeckt… Getestet habe ich oben genannte App`s unter Android 4.4 auf meinem Odys Ieos Quad pro. Alles lief stabil. Apps die gebockt haben wurden gleich wieder deinstalliert und ich habe lange nach oben genanntem suchen müssen… Schaut sie euch selbst an… Mein Tablett nutze ich gern als mittlerweile sinnvolle Ergänzung zum Synthesizerpark oder unterwegs… sowie Nachts im Bett… :-)…

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          TobyB RED

          Hallo Darkmaster,

          Das war keine Kritik von meiner Seite, ich hab ausser Touch OSC nicht viel gefunden, was ich einsetzen würde aber das sind schon einige Apps. Allerdings bist du mit Android 4.4 unterwegs. Und du schränkst ja selber ein, das du lange suchen musstest. Ich finde 12 Apps schon mal ganz gut. Wobei mein Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit mit real existenten Klangerzeugern. Ich bin sicher nicht mit jeder Entscheidung von Apple einverstanden. Allerdings haben es (und das sage ich selber als Softwareentwickler) die Programmierer für MacOS und iOS und in Abhängigkeit vom SDK und der IDE für Windows wesentlich leichter Anwendungen zu entwickeln. Androidanwendungen zu schreiben, ist partiell ein Graus. Zumal sich heute keiner mehr hinsetzt und 3 Anwendungen für 3 Systeme, sondern eine Anwendung für 3 Systeme aus einer IDE schreibt. Und dann entsprechend optimiert. Und ich spreche hier nur von Software die irgendwelche Datenbanktransaktionen macht.

          Viele Grüße ToB

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          calvato

          …also, ich mag die spielerische herangehensweise der dinger, und genau DA fehlen mir die passenden apps. und da sehe ich bislang auch die große stärke der OPs. ich brauche keine tollen synthesizer für unterwegs (oder gar im studio), sondern geräte, die mich „mal eben“ inspirieren, die einfach spass machen und keinen MS20 zum mitnehmen.
          hat jemand in dieser richtung einen tipp für ne (android-)app?

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            Markus Schroeder RED

            ebenso erwähnenswert wäre noch Caustic 3 und die App von Alexander Zolotov – SunVox, ANS, etc. und 8Tones, ein LSDJ-clone. Nanoloop und Jasuto gibt es auch für Android.

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          chain AHU

          G-Stomper = the Best auf Android!!!
          vor allem, weil es Kontroller, wie Spark unterstützt (vorsicht mit Android 5.1.1 !!!!!!)

          mal schauen, was ich von Deinen empfohlenen, noch nicht habe

        • Profilbild
          chain AHU

          Jasuto Modular
          SFX SYNTH
          AIRA Modular
          ARPIO
          Audio Recorder
          Comman Analog
          EASY Chords Studio
          FM Synthesizer
          Fourier Synthesizer
          G-Stomperz
          HEAT Synth
          Klangsynthesizer
          Lemur
          Melody
          nanoloop
          Noise Maschine
          Orbits Generative
          OSC Surface
          Oscilab
          Plasma Sound HD
          Saucillator
          SFX Synthesizer
          Skrot
          Sona Synth
          Synth
          Synthesizer 2
          Touch DAW free
          ufxloops Musik

          Hab aber android 5.0 -> wirklich keine 5.1.1 zulassen, das funktioniert irgendwas mit dem Micro USB nicht mehr…Fehler wird noch gesucht!

  6. Profilbild
    lectrolurch

    Also mich läßt das ziemlich kalt. Sieht nicht nur aus wie Teletubbies sondern klingt auch so (finde ich) is halt mehr was für hyperaktive
    Kleinkinder… Der Griff zum wegschmeißen is ja auch schon dran ;o)

  7. Profilbild
    Stephan M. RED

    Kraftwerk selbst wurde doch auch nur vom Casio VL-80 inspiriert, ein Taschenrechner mit musikalischer Ausgabe. Das Teil hatte ein Musiklehrer damals von mir und war für blinde Menschen fast ein Segen. Später gab es die sprechenden Rechner Sharp EL-620 (haben Pet Shop Boys genutzt) und von Panasonic, sowie auch die LPC-Chips von Texas Instruments. Die Synergie-Effekte hatte Casio damals schön umgesetzt, VL-80 als musikalischer Taschenrechner und VL-1 als rechnendes Mini-Keyboard. Den VL-80 gab es damals auch in einer limittierten Kraftwerk-Edition.

  8. Profilbild
    Saxifraga •••

    Das einzige von den Dingern das mich interessiert ist der „Office“. Da werden sentimentale C64 und Atari 800 XL Erinnerungen geweckt! :D

    (Die Hülle extra zu verkaufen ist ’ne Frechheit. Ich würde das Cripple-Hardware nennen. Für sieben von den Dingern mit Hülle bekomme ich einen KingKORG!? Ich glaube es hackt.)

  9. Profilbild
    Saxifraga •••

    Für die Pedanten wie mich:
    „Silikonchips“ gibt es noch nicht. Es sind Silicium-Chips. https://de.wikipedia.org/wiki/Silicium
    Silikon ist das hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Silikone

    „Silikon (engl.: silicone) darf nicht mit Silicium (engl.: silicon) verwechselt werden. Die im Englischen ähnliche Schreibweise führt oft zu falschen Übersetzungen (vgl. Falscher Freund).“

    Muß wohl an dem alten Song „Monopoly“ von Klaus Lage liegen.

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