Test: The Soundboks, akkubetriebene Aktivbox

2. Juni 2017

Der lauteste Akku-Speaker der Welt

The Soundboks

It Might Get Loud – dieser Titel einer bekannten Rockdokumentation des Regisseurs Davis Guggenheim schießt mir unweigerlich durch den Kopf, als ich von der Soundboks zum ersten Mal höre. Nicht zuletzt deshalb, weil sich die Soundboks damit rühmt, „The Loudest Battery-Powered Speaker“ zu sein. Und Leute, ich sage euch, wenn es um Outdoor Power-Beschallung im extremen Umfeld geht, und zwar ohne Netzanschluss weit und breit, führt an der Soundboks kein Weg vorbei. Das hat auch unser Testbericht ergeben.

Um das Konzept der Soundboks zu verstehen, empfehle ich, sich einmal das rund einminütige sehenswerte Video auf der Website des Herstellers anzusehen (Link zum Video) und schon ist der Groschen gefallen. In diesem Video ist alles gesagt beziehungsweise gezeigt, was man zur Soundboks wissen muss. The Soundboks des gleichnamigen dänischen Herstellers Soundboks ist eine akkubetriebene Aktivbox mit Bluetooth, die vor allem für den Außeneinsatz konzipiert ist.

 

Die Soundboks

 

Ausgepackt

Vor mir steht eine rechteckige Kiste aus dunklem Birkenholz mit massiven Kugelecken und Aluminium-Kantenschützern rundum. Optisch erinnert mich das Gehäuse an robuste PA-Lautsprecher aus vergangenen Zeiten, bei denen vor allem das Thema Roadtauglichkeit im Vordergrund stand, denn das Design. Flightcases werden heute noch in dieser Form gefertigt und das nicht ohne Grund. Mit ihrer eigenständigen Optik hebt sich die Soundbox optisch vom Mainstream-Design der aktuellen PA-Lautsprecherboxen ab und hat auch mit der Fraktion der Plastikboxen rein äußerlich nichts gemeinsam.

So schwer, wie man zunächst annehmen könnte, ist die Soundbox nicht. Lediglich 14,5 kg zeigt die Waage und der Zollstock misst 660 x 430 x 320 mm (H x B x T). An jeder Längsseite findet sich ein wirklich guter Metall-Tragegriff für den Transport zu zweit oder allein. Apropos allein, wegen des geringen Gewichts und der guten Gewichtsverteilung lässt sich die Soundboks an einem Griff prima alleine tragen. Füße gibt es nicht, das Gehäuse kann in allen erdenklichen Positionen aufgestellt werden: hoch, quer links, quer rechts, auf dem Rücken – egal wie, möglich ist, was gefällt oder der Einsatz erfordert.

Blick auf die Schallwand

 

Auf der Frontseite sitzt vor der Schallwand ein robustes Metallgitter ohne Hinterspannung. Mit seinem groben Lochraster passt es sich hervorragend dem optischen Gesamteindruck an. Beim Blick durch das Gitter sind die Lautsprecher zu sehen. Auf der Schallwand sitzen zwei 10-Zoll Custom Tieftonchassis und zwei Hochfrequenz-Treiber mit kurzen Hörnern. Außerdem fallen noch zwei Öffnungen ins Auge – die Soundboks arbeitet also nach dem Bassreflex-Prinzip. Das Frequenzspektrum deckt einen Bereich von 59 Hz bis 20 kHz ab.

Was die Endstufe betrifft, gibt der Hersteller eine Leistung von 4x 42 Watt RMS an und spricht von Class D-Verstärkung mit integriertem Boost-Modus. 168 Watt scheinen auf den ersten Blick zunächst nicht besonders viel zu sein, dennoch wird damit ein Schalldruckpegel von 119 dB erreicht. Diese Leistung ergibt sich durch mehrere Komponenten: Treiber mit niedriger Impedanz und hoher Sensitivität, Einsatz eines hocheffizienten Verstärkers, integrierter Boost-Mode. Im Boost-Mode arbeitet ein Wandler, der die Leistung der Batterie auf 21 Volt anhebt. Dies sorgt für mehr Headroom in der Verstärkergruppe und damit für eine höhere Leistung.

Treiber mit hohen Wirkungsgraden werden verwendet

 

Ein Schalldruck von 119 dB aus 4x 42 Watt ist schon beachtlich. Hier ist der Begriff hohe Effizienz kein Werbeversprechen, sondern Realität. Und diese Leistungsangaben relativieren vielleicht auch ein wenig das Wettrüsten vieler Hersteller bei den Endstufenleistungen von Aktivboxen, wo nicht selten unglaubliche Watt-Angaben zu lesen sind. Liebe Leser, lasst euch nicht von den Leistungsangaben blenden, vertraut lieber euren Ohren oder seht euch die SPL-Werte genau an.

 

Sound Pressure Level

Um eine Vorstellung von 119 dB zu bekommen: Sengpiel-Audio siedelt bei einem Schalldruckpegel zwischen 115 dB(A) und 120 dB(A) die Schmerzschwelle an und warnt davor, dass oberhalb 115 dB(A) Gehörschäden schon bei kurzer Einwirkung möglich sind. In Arbeitsschutztabellen ist bei 120 dB(A) die Rede von der Schmerzgrenze bzw. unerträglicher Lautheit.

Forum
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    calvato  

    ..die frage die für mich interessant wäre: ist das ding straßenmusik-tauglich? wie klingt ein mikro darüber?

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      p.ludl  RED

      Hallo calvato. Für Straßenmusik ist die Soundboks nicht gemacht. Lies dir den Bereich Bedienelemente durch ;-). Es gibt keinen Mikrofoneingang. Die Soundboks spielt ihre Stärken in der Beschallung mit produzierter Musik aus.

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        calvato  

        klar, ist ja aber nix was sich nicht nachrüsten liesse deshalb frage ich. einen guten, fetten sound mit 14,5kg fänd ich für ne strassenband halt ideal…. anyway ;-)

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          L. Lammfromm  

          Das Ding ist sehr laut. Tendenziell zu laut, und im Rahmen der dt. Gesetzgebung (emissionsdingsirgendwas) für eine dt. Straßenband ggf. ein kleines Problem, besonders dann, wenn der Herr Polizist das schicke Ding einfach mal konfiziert.

          Wie gesagt, bei der Verwendung im öffentlichen Raum muss man dabei etwas Acht geben. Es kann schnell passieren, dass sich da irgendwer gestört fühlt.

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            calvato  

            ….ok, wir machen ja in erster linie eine art „strassenmusik auf events“, würden das ding einfach auf nen bollerwagen packen. abgesehen davon geht es ja auch darum, dass es nicht megalaut, sondern FETT ist, dass man auch mal nen bass drüber ziehen kann etc ohne dass es „dinky“ klingt wie sonst immer.

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    borg029un03  

    Wie ist das wenn man nur mit einer Monoklinke die Box befeuert? Wär auch interessant um zB zwei von den Geräten im Stereo Modus zu nutzen.

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    Filterspiel  AHU

    Über 8 Stunden kann ein 100Wh Akku dauerhaft 12,5 Watt (ca. 18W Sinus?) abgeben, dann ist er restlos alle. Mich verwirren die Laufzeit-Angaben gerade ein bisschen.

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      L. Lammfromm  

      18 Watt Sinus sind schon sehr laut, zumal dann, wenn diese sehr effizient ausgeführt sind. Oder sehe ich das etwas falsch?

      Hör dir mal gut gemachte 1 Watt an! Lauter als man denkt, deutlich lauter…

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        Filterspiel  AHU

        Da hast Du vollkommen recht, 18W aus einem Hornlautsprecher lassen selbst einem Tauben wieder Haare wachsen. Hier wurde aber von ca. 160W RMS für 8 Stunden gesprochen, das hat für mich nicht zusammengepasst.

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    Vati

    Leider glänzt auch dieser Hersteller mit Angabe von technischen Daten, die in real Situationen völlig daneben liegen. Und leider wird dies auch vom Autor so übernommen , mit dem Hinweis, das man diesen Schaldruck nicht überprüfen kann. Puh. Hier geht es um einen Akku, der ungefähr 120 W zur Verfügung stellt. Wie sollen da über Stunden beachtliche RMS Lautstärken produziert werden? Auch diese Firma kann die Physik und den immer noch schlechten Wirkungsgrad von Speakern nicht aushebeln. Jeder Bassdrumschlag leert die Kapazität um das zigfache gegenüber den höheren Frequenzen. Also, vielleicht kann sich der Redakteur nochmal erbarmen, bei schönem Wetter einen Ausflug ins ländliche wagen und das Teil mal für 2 Stunden mit Rockmusik füttern und dann berichten.
    Grüße von Vati

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      lena  

      War ja erst sehr angetan von dem test, bin aber jetzt ebenfalls verunsichert. €Peter Ludl: Hi Peter, wäre wirklich hilfreich, wenn du udazu kurz was schreiben könntest.

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        p.ludl  RED

        Hallo Lena, hallo Vati.
        Muss erst klären, ob ich das Produkt noch so lange behalten kann.
        :-)

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      p.ludl  RED

      Hi Vati.
      Es geht darum, dass der Schalldruck nicht über 8 Stunden von mir überprüft werden kann.
      Hast du dazu die Möglichkeit. Melde dich, dann kriegen wir das vielleicht gemeinsam hin.

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    Franz Walsch  AHU

    Natürlich geht damit auch STEREO. Man braucht dazu zwei einen kleinen Batteriemixer und so kann man auch Open Air Kino damit machen. Mit dem Mixer kann man dann den Klang noch anpassen.
    Was aber nicht in die Zeit passt, ist der Akku und das Ladegerät ohne Ladekontrolle. Das sollte schnell geändert werden.

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    DJ Ronny  

    Danke erstmal für den Test /Bericht. Eine Box die mir nicht bekannt war. Klingt interessant für meine Gemeinde und ich hatte sie wegen dem Preis nicht beachtet. Wenn sie bei hoher Lautstärke wirklich ca 6 Stunden durchhält ist der Preis schon wieder relativ. Durch den wechselbaren Akku schon wieder ein großes Plus.
    Wenn ich die Diskussion über die Leistung lese, fallen mir meine alten Vermona Boxen mit 50 Watt Sinus ein. Die sind im Klang sicher nicht mit heutigen Boxen zu vergleichen aber laut waren die auch. Irgendwas über 100 db 1Watt/ 1 Meter K 10%. Damit habenw wir 1980 in einer Mensa, Platz für 350 Personen und immer mehr als voll, Disco gemacht. Wir hatten nichts anderes.
    Ich finde es auch schade, daß das einheitliche Messverfahren nicht mehr Standard sind. RMS wird von vielen Herstellern auch unterschiedlich verwendet.
    Deshalb finde ich Tests wie hier, doch sehr hilfreich. Will man das Produkt haben muss man sowieso selber testen.

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      p.ludl  RED

      Hallo DJ Ronny.
      Danke für deinen Worte. Klar, so ein Testbericht ist ja auch immer subjektiv. Und alle Fliegen kann man mit einer Klappe nicht schlagen. Das schaffen vielleicht tapfere Schneiderlein. Ich finde, Leistung ist auch nicht alles. Es kommt auch auf das Gesamtkonzept an. Und hier sticht die Soundboks aus der Masse der weichgespülten Konkurrenten schon deutlich hervor. Sie kann halt nicht alles, aber dafür kommt sie cool rüber. Außerdem, braucht man wirklich 6 bis 8 Stunden bei voller, sprich maximaler Lautstärke. :-) Du hast vollkommen Recht. Der Test soll eine Entscheidungshilfe sein! Testen muss jeder für sich selbst – Punkt.

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    nima

    Ein tolles Gerät. Leider sehr teuer. Es wäre wirklich genial und ein echter Verkaufsschlager, wenn die Hersteller es schaffen, im laufe der Zeit eine etwas günstigere Preisgestaltung mit einem Stereo-Set hinzukriegen. Nur so macht das für mich sinn. 1500€ für zwei Boxen ist echt happig.

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