Test: Universal Audio Luna, DAW Recording System

24. April 2020

Bis zum Mond und wieder zurück

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Universal Audio Luna, DAW Recording System

In der Nacht vom 7.4. zum 8.4.2020 war es endlich soweit: Universal Audio hat seine kostenlose Recording Lösung LUNA vorgestellt. Nur 5 Tage vorher hat Bill Putnam Jr., der CEO von Universal Audio, in einer E-Mail angekündigt, den Launch der heiß erwarteten Software aufgrund der weltweiten Corona Krise vorzuziehen. Kein Tamtam, keine Cheerleader und kein Feuerwerk – plötzlich gab es diesen Download-Button auf der uaudio.com Website und – wie konnte es anders sein – alle drehten durch. Die Bandbreite der Reaktionen reichte von einfachen Installationsproblemen, über begeisterte User, bis hin zu den ewigen Hatern im Internet.

Dazu ein kurzer Kommentar vorab: Ich werde es NICHT als Minuspunkt werten, dass es LUNA nur für den Mac gibt und ebenfalls werde ich es NICHT negativ bewerten, dass LUNA nur Universal Audio Interfaces mit Thunderbolt unterstützt. Warum? Weil das Produkt so designt wurde und auch genau so beworben wurde. Man nennt das eine Produkteigenschaft. So wie es Android nur für alle Smartphones außer Apple iPhone gibt und so wie ein 5 m langer Mercedes nicht in eine 4 m Garage aus den 70ern passt. Das ist halt so.

Und im Folgenden wird vielleicht auch der eine oder andere Microsoft-User sehen, dass die Anschaffung eines Macs und eines passenden UA-Interfaces zumindest eine Überlegung wert sein könnte.

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Universal Audio LUNA: Was es NICHT ist

Ich glaube, das Internet hätte derzeit Tausende Kommentare weniger, wenn man LUNA als das sehen würde, als was es beworben wurde: eine Recording-Software mit geringsten Latenzen. Es ist keine vollständige DAW. Und deswegen wird man in LUNA auch viele DAW-Elemente nicht finden wie zum Beispiel einen leistungsfähigen MIDI-Editor oder spezielle Funktionen wie Track Freezing. LUNA ist aber auch keine Light-Version oder ähnliches, sondern ein mächtiges Werkzeug, um Aufnahmen mit bester Qualität zu erstellen – in Realtime oder Part für Part. Es ist wichtig, das zu verstehen, denn wenn man mit den falschen Erwartungen an ein Produkt herangeht, dann wird man enttäuscht werden und übersieht dabei vielleicht so manche tolle Produkteigenschaft – und von denen hat LUNA eine ganze Menge.

Was ist an LUNA denn nun so besonders?

Den ersten Überblick zu LUNA erhält man bei Durchsicht der vier Basis-Tutorials sowie der interessanten „Office Hours“ und „After Hours“ Videos, bei denen zum Teil bekannte Größen aus der Studio- und Produzentenszene sich mit LUNA beschäftigen und zeigen, wie man das Letzte aus dem Produkt herauskitzelt. Der Nachteil: All dies gibt es – genau so wie die Software – nur auf Englisch.

Bei uns bekommen Sie in diesem Bericht einen grundsätzlichen Überblick über die Funktionsweise und Möglichkeiten mit LUNA. Die verschiedenen integrierten und optionalen virtuellen Instrumente und Plugins werden dann in speziellen Tests begutachtet, um hier den Rahmen nicht zu sprengen.

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1. Integration von Hard- und Software

LUNA ist ganz eng mit dem Apollo Hardware Angebot von Universal Audio verbunden, ähnlich wie ein iPhone die Software iTunes (oder heute „Musik“) benötigt. UA geht sogar so weit, dass das aktuelle Projekt in LUNA beendet wird, sobald man das Audiointerface abschaltet. Wenn man sich die Architektur von LUNA ansieht, ist das aber auch nicht verwunderlich: Das Zauberwort hier heißt „ARM Mode“ – Accelerated Realtime Monitoring. Denn LUNA nutzt die Zusammenarbeit des MAC Prozessors und den SHARC DSP-Prozessoren der Apollo Audiointerfaces, um ein nahezu latenzfreies Arbeiten zu gewährleisten.

2. Nutzung der UA Plugins, Unison Preamps, Channels und LUNA Plugins

Zunächst kann man mit LUNA die bereits erworbenen UA-Plugins nutzen – und sogar auch die Vorverstärker und Channels mit der sogenannten Unison Technologie, die bei Aktivierung Einfluss auf die Apollo Hardware haben (z. B. Veränderung des Eingangswiderstandes). Darüber hinaus gibt es aber auch spezielle LUNA Plugins, die zum Teil kostenlos von Universal Audio mitgeliefert werden, aber auch käuflich zu erwerben sind. So ist eine extrem umfangreiche Software Workstation (Shape), ein Oxide Tape Recorder und ein leistungsfähiger Arpeggiator „ARP“ kostenlos bei LUNA dabei und alleine mit Shape können Sie Wochen verbringen.

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3. LUNA ist kostenlos

… für alle Besitzer aktueller Thunderbolt Apollo Audiointerfaces. Warum macht Universal Audio so was? Ganz einfach: LUNA wird für den Hersteller zur Gelddruckmaschine, denn zum einen werden die Kunden mit aktueller Hardware gepampert (da sie eine kostenlose Software bekommen), die Kunden mit alter Hardware werden animiert, ein Upgrade durchzuführen und es werden Neukunden gewonnen. Zudem wird man früher oder später seine Euros für die Plugins an Universal Audio überweisen. Ist das verächtlich? Nein, ganz und gar nicht. Denn UA bietet wirklich sehr hochwertige Hard- und Software an, die zwar ihren Preis hat, meiner Meinung nach aber zum Besten gehört, was der Markt anbietet. Somit ist dieser dritte Punkt ein klares Win-Win-Argument für den Hersteller und für den Anwender.

4. LUNA Database Technology

Anders als viele File-basierte DAWs arbeitet LUNA mit einer Datenbank und das gibt Ihnen mehr Freiheiten, als Sie es vielleicht von anderen Lösungen kennen. So muss man seine Arbeit nicht mehr speichern und es gibt ein mächtiges Versions-System, bei dem man innerhalb einer Session die verschiedensten Aufnahmeversuche speichern, bearbeiten und in den Track einsetzen kann. Auch ist das Datenbanksystem praktisch unabhängig von der gewünschten Sample-Rate, denn diese hängt ausschließlich von der Einstellung des angeschlossenen Apollo Systems ab und wird im Hintergrund entsprechend auf- oder ab-gerendert. Man kann sich das ein bisschen so wie ein RAW Foto vorstellen, das nach der Bearbeitung in das gewünschte Format gewandelt werden kann. So ist es nicht verwunderlich, dass man mit Einstellung der Sample-Rate praktisch nur das Audiointerface konfiguriert. Beim Mixdown eines Tracks kann man dann noch auf die Bit-Tiefe Einfluss nehmen.

5. LUNA Export- und Import-Funktionen

Man kann die Tracks mit LUNA bequem in die gewünschte DAW exportieren wie beispielsweise mit der Mixdown Funktion, dem Export All Tracks Feature oder der Multitrack MIDI File Option. Genauso ist es möglich, seine Tracks von einer beliebigen DAW in LUNA zu importieren. Das funktioniert schnell und unkompliziert.

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6. LUNA und MIDI

MIDI-Clips können als MIDI-Tracks wie auch als Audio-Tracks verwendet werden. Letzteres ist eine andere Sichtweise, als man das von üblichen DAWs kennt. Faktisch verwendet LUNA die MIDI-Tracks dann so wie Audiotracks und man kann sie ganz klassisch trimmen etc. Generell kann man aber in Sachen MIDI auf eine gute Grundausstattung zurückgreifen, inklusive diverser Editing- und Duplication-Features – einen ausgefuchsten MIDI-Editor darf man aber nicht erwarten. Wer hier tief drinnen steckt, sollte lieber bei seiner gewohnten MIDI-Umgebung bleiben.

Ein kurzes Zwischenspiel: Die Aufnahme mit LUNA

Viele werden sich jetzt denken: Hey, cool. Aber das eine oder andere kann meine DAW in Verbindung mit meinem Audiointerface ja auch! An dieser Stelle möchte ich auf die unterschiedliche Arbeitsweise eingehen. Und als kleiner Spoiler: Aktuell habe ich zum Test hier das Arturia AudioFuse STUDIO – also ein klassisches Interface ohne die Unterstützung von Unison oder LUNA. Was einem sofort in der Arbeitsweise auffällt ist, dass ein klassisches Audiointerface alle Input-Signale pur und unbearbeitet in die DAW schickt. Dort beginnt man dann die Effekte hinzuzufügen und das Ganze zu bearbeiten. Möchte man hier live komplett mit allen Effekten in die DAW hinein aufnehmen, muss man immer ein Auge auf die Latenzen und die Prozessorlast haben.

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Bei Universal Audio kann man zwar grundsätzlich auch unbearbeitet in LUNA einspielen, aber man lässt da einiges an Potenzial ungenutzt liegen. Denn bei der Kombination aus einem Thunderbolt Apollo mit Console und einer DAW wird man das Eingangssignal immer sofort mit den Unison Preamps und den Insert-Effekten shapen.

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Und hier kommt LUNA ins Spiel: LUNA schließt die Lücke zwischen der klassischen Universal Audio Verwaltungssoftware „Console“ und einer „echten“ DAW, indem es als Live-Recording-System die Vorteile der Apollo Interfaces nutzt und zugleich eine sehr zugängliche Recording-Option bringt. Zudem bietet es neben den klassischen Effekten von Console nun auch virtuelle Instrumente, wie oben bereits beschrieben.

Was also nun im Recording passiert, ist, dass man z. B. den Sänger oder die Sängerin ein paar Takes singen lässt und man hier schon den passenden Preamp einbaut und die ersten Effekte, wie einen Kompressor, laufen lässt. Da das bei LUNA ohne Latenzverlust passiert, behält man das Live-Feeling und kommt so zu einem ganz anderen Recording-Erlebnis, als es bei einer klassischen DAW möglich ist. Das mag nicht in jeder Situation von Vorteil sein, aber gerade in Live-Recordings kann man z. B. seine Gitarre schon wunderbar shapen und dann einspielen – ein ganz anders Gefühl als das „trockene“ Einspielen der Akkorde und der nachträglichen Veränderung in der DAW.

Die Bedienung von LUNA

Das ist ein weiteres Highlight von LUNA! Wenn man mit der Console Software umgehen kann und beispielsweise gut mit Pro Tools oder Logic X zurechtkommt, der wird bei LUNA keinerlei Probleme haben – ganz im Gegenteil: Die Software ist überaus intuitiv und bietet oft mehrere Wege an, um ans Ziel zu kommen (Stichwort: Zoom-Funktion). Darüber hinaus gibt es auch ein komplettes Set an Shortcuts, die man meistens auch von anderen Lösungen her kennt – insbesondere Pro Tools. Ich konnte schon nach wenigen Minuten mit LUNA arbeiten, ohne auf größere Herausforderungen zu stoßen. Sollte man aber zum Beispiel eine Funktion suchen müssen, so gibt es ein sehr gutes Hilfesystem, das einem den Pfad im gewünschten Menü zeigt.

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Generell bietet LUNA zwei verschiedene Ansichten: Die Timeline- und die Mixer-Ansicht. Es ist möglich, mit einem Rechtsklick auf „View“ ein zweites Fenster zu öffnen, so dass man z. B. Mixer und Timeline auf verschiedenen Bildschirmen ablegen kann.

Mix View

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Hier werden sich die Benutzer der Universal Audio „Console“ gleich wohlfühlen. Das gesamte Look & Feel ist sehr ähnlich, nur gibt es in LUNA mehr Möglichkeiten, die aber sehr organisch integriert wurden. So kann man aus Übersichtsgründen die Bereiche Inputs, Tape, Inserts, Sends, Cues und Output nach Belieben ein- und ausblenden und hier die virtuellen Instrumente und Plugins hinzufügen. Übrigens kann man allen Kanälen auch individuelle Farben geben, gruppieren und natürlich einpegeln.

Timeline View

Das ist echtes DAW-Feeling. Hier werden die Tracks so dargestellt, wie man es aus klassischen DAWs kennt und auch hier gibt es kaum Überraschungen. Inserts setzen, Muting, Solo, Panning – alles da, was man üblicherweise gewohnt ist. Bei Auswahl eines Tracks wird zusätzlich noch der jeweilige Mixer eingeblendet, so dass man schnell einen Überblick hat, welche Plugins aktiviert sind.

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Browser-Fenster

Eine der wichtigsten Orientierungshilfen ist links das Browser-Fenster. Dieses zeigt den Inhalt je nach gewähltem Element. Klicke ich auf einen Track, sehe ich dort alle Tracks in der Übersicht. Klicke ich auf einen Preset-Button eines Plugins, so werden dort die verfügbaren Varianten aufgelistet – dies funktioniert bei allen UA-Plugins und vielen 3rd Party Plugins. Bei einigen Dritthersteller Plugins wird dies aber nicht unterstützt – dann findet man die Presets aber im gewohnten Menü.

The Dark Side of LUNA

Nein, LUNA ist bei Weitem nicht perfekt und es gibt einige Themen und Lücken, die Universal Audio füllen sollte. Im Folgenden eine Liste der für mich nennenswertesten „optimierbaren“ Dinge:

  • kein Count-in
    Ernsthaft? Eine Recording-Software ohne eine Einzählfunktion? Nein, liebes LUNA Team: Das muss sein!
  • kein MP3-Export
    Prädestiniert für Podcast und Instand Recordings – aber ich kann direkt aus LUNA heraus nicht im MP3-Format exportieren? Auch hier: Bitte schnell her damit!
  • iLok-Registrierung
    Für LUNA benötige ich einen Account bei Universal Audio und ein Apollo Thunderbolt-Interface. Warum also noch einen „Dongle“ in Form von iLok? Immerhin ist es ein Cloud-Dongle, aber so richtig gut fühlt man sich damit nicht.
  • keine Unterstützung von MIDI-Controllern
    Aktuell kann ich keinen MIDI-Controller vernünftig einbinden. Viele Nutzer sind es gewohnt, ihre Regler Phalanx vor sich zu haben oder den bestehenden Digital-Mixer zur Nutzung der Software zu verwenden. In der von mir getesteten Version unterstützt LUNA das nicht (MIDI-Keyboards und rudimentäre Funktionen können natürlich schon genutzt werden.)
  • Preise der Plugins und der virtuellen Instrumente
    Universal Audio war noch nie für Pfennigfuchser die erste Wahl. Und wer jetzt das Wort „kostenlos“ im Zusammenhang mit LUNA liest, dem muss klar sein, dass der Hersteller bei seinen Produkten, egal ob Hard- oder Software, kräftig zulangt. Der virtuelle MINI Moog kostet schon 299,- Euro, Neve Summing weitere 299,- Euro etc. Auf der anderen Seite: Man bekommt für sein Geld bei Universal Audio immer ganz hervorragende Qualität.

Zur Info: Ich habe LUNA in der Version 1.0.1.1550 an einem 2019er iMac (6-Core i5 3.7 GHz, 24 GB RAM, macOS Catalina 10.15.4) mit einem Apollo TWIN X Quad (V 9.1.1) getestet.

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Universal Audio LUNA: Conclusio

Ich könnte hier noch seitenweise weiterschreiben und trotzdem nicht alle Themen anschneiden – ich hoffe dennoch, dass hier einige Themen angesprochen werden konnten, die eine Unterstützung beim Weg zu LUNA sind. Vor dem Einstieg in die LUNA Welt bitte immer daran denken:

  • Es ist keine vollständige DAW und will es auch nicht sein
  • Für Neueinsteiger in die Universal Audio Welt kann es schnell sehr teuer werden

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Und damit Sie auch mal einen Eindruck bekommen, wie LUNA denn so klingt, habe ich hier ein kurzes Audiofile (384 kBit/s, MP3-Datei) erstellt, das die Qualität der Spitfire Streich- und Blasinstrumente im Ansatz zeigt – und das ist schon wirklich hörenswert!

 

Fazit

Nicht schlecht, was Universal Audio da auf den Markt gebracht hat. Ich kann hier nur meinen Hut ziehen, denn anders als bei anderen neuen Lösungen, ist LUNA keine Beta-Version, bei der der Verbraucher die Endabnahme für den Hersteller macht. LUNA läuft stabil und ist – bis auf die o. g. Punkte – komplett ausgestattet, hier sollte aber zeitnah nachgebessert werden.

Das User-Interface ist sehr gut gelungen und man hat sich offensichtlich viele Gedanken gemacht, die von vielen DAWs bekannten Funktionen zugänglicher zu machen. Die Einbindung der Apollo Hardware ist ebenfalls stabil und sehr gut gelöst. Ich kann hier nur noch mal betonen: Wer in LUNA keine „bessere“ DAW erwartet, sondern die Vorteile des praktisch latenzfreien Recordings erkennt, der findet hier eine ausgesprochen interessante Lösung – vorausgesetzt man ist Mac User und besitzt ein Thunderbolt Apollo/Arrow Interface von Universal Audio.

Plus

  • stabil und komplett – nicht selbstverständlich für ein neues Produkt
  • kostenloses, gut ausgestattetes Basispaket
  • sehr intuitive Bedienung
  • perfekte Integration von Hard- und Software
  • Nutzung von 3rd Party Plugins möglich

Minus

  • Softwarepaket, Videos und Hilfesystem nur auf Englisch
  • keine Count in Funktion
  • iLok Registrierung notwendig
  • kein MP3-Export
  • Plugins und virtuelle Instrumente teuer

Preis

  • Basissoftware kostenlos
Klangbeispiele
Forum
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    index  

    …schönes Programm….aber bei weitem nicht Grund genug (für mich), einen Mac zu kaufen….

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    tenderboy  

    Von der Idee her finde ich das System ja ganz interessant.

    Aber leider ist der DSP schon dermaßen veraltet.
    Da kann ich dann auf einer Apollo mit 8 DSPs auf 8 Kanälen den VoxBoxPreamp verwenden, und dann gehn vielleicht noch 2 Lexikon 480 und aus ists mit den großen PlugIns.

    Dafür ist das System viel zu teuer.

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    Michael Krusch  RED

    Vielleicht ist der iLok, weil man auf lange Sicht von den DSP weg will und die Leute schon mal dran gewöhnen will?

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    defrigge  

    Erst mal danke für den sehr sachlichen und gut informierenden Artikel! UAD kann Gelddruckmaschinen auf den Markt werfen, wie immer sie es wollen. Als Kunde kann ich das Produkt annehmen oder nicht. Ich lehne diese Produktentwicklung (die erst mal maßgeblich auf ProTools-User zielt) komplett ab, und würde nie im Leben dafür von meinem PC auf einen Mac umsteigen.
    – DAW: das allerletzte, was ich gebrauchen kann, ist eine weitere DAW. Ich bin mit meiner (Cubase, in seltenen Fällen Live) weitgehend sehr zufrieden. Der Markt ist m.E. durch sinnfreie DAW-Vermehrung bereits übersättigt, jetzt auch noch durch NI und UAD, die ihre Nischen-Lösungen zu DAW-Umgebungen ausbauen. Da das noch latenzärmere Unsisono-Aufnehmen (latenzarm geht ja jetzt schon) mir nicht annähernd wichtig genug für diesen Schritt ist, ist Luna für mich überflüssig.
    – als Nutzer einer internen Octo- und einer externe Quad-Karte von UAD, zusammen mit vielen sehr guten Plugins (geduldig immer nur zum halben Preis in Aktionen gekauft). ist mir die schon jetzt spürbare Verlagerung von UAD-Ressourcen auf Luna unwillkommen. Das schadet der Plugin-Entwicklung für alle UAD-Nutzer.
    – die UAD Hardware-Dongle/CPU-Entlasungs-Lösung habe ich akzeptiert. Ein weiterer iLok-Kopierschutz ist für mich völlig unakzetabel und allein schon ein absolutes K.O.-Kriterium.
    – VST-Instrumente wären für mich ausschließlich als für alle UAD-Kunden erhältlich akzeptabel.

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    vssmnn  

    Ich finde es gut, dass die Software kostenfrei ist, da kann ich mir nämlich schon fast die vier Rollen für meinen neuen Mac Pro leisten ;-)))))

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    AMAZONA Archiv

    UAD kann man mögen oder eben nicht aber ich finde das echt nicht schlecht. Wenn RME sowas anbieten würde……, manch einer wie auch ich würde ausflippen. Im Total-Mix so einen kleinen Multi-Tracker mit VST zu haben um mal eben die aufgenommenen Stems zurecht zu schnibbeln, mit VST’s zu garnieren oder neu zu arrangieren. Am besten noch auf Treiberebene parallel zu Cubase, geht das mit Luna? Ich bilde mir immer noch ein das native Mixer besser summieren und unkritischer beim aussteuern sind als irgendeine DAW. Luna ist umsonst und somit ein echt cooles Ding. Man kann den DAW-Markt nicht genug fordern, damit Workflow und Editing noch besser werden. Manches, besonders bei Cubase, ist immer noch nicht „direkt an der Hand“. Die Ausrede mit Nutzung von Controller-Templates laß ich nicht gelten. Ganz schlimm sind Mikro-Icons geworden um noch das tausendste Feature in einem Fenster unterzubringen. Ein Traum in 2K auf 27 Zoll und perfekt für Weitsichtige ab 50. Ironie aus. Ich finde Luna gut, rein der Dynamik halber und für ein bischen „kick ass“. :)

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      tenderboy  

      Bezüglich Summierung empfehle ich dir mal, Demoversionen von ein paar verschiedene DAWs runter zu laden, in jeden der DAWs die gleichen 20 Spuren zu laden, immer bei den gleichen Spuren die gleichen Lautstärken einzustellen, schauen das die Pan Laws gleich sind.

      Dann bouncen und dann einen echten Blindtest durchzuführen. Das Ergebnis kannst xu dann noch kontrollieren indem du Auslöschungstests machst.
      Du wirst sehen, sie summieren alle gleich. Komplett ohne Eigenklang.

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        AMAZONA Archiv

        Sollte kein Reizwort sein, sondern nur Unterschiede im Verhalten zwischen „nativen“ Mixern und DAW/ASIO-Setups beschreiben. Mich interessiert, ist der hier genannte „ARM Mode“ nun die direkte Ansprache zwischen DAW und Hardware ohne zusätzlichem ASIO-Layer?

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          tenderboy  

          Wollte nur sagen, dass Summing in DAW und Summing im Mixer der Soundkarte eigentlich gleich klingen sollte. Das wirds mathematisch keinen Unterschied geben.

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