Workshop: DAW für Einsteiger 1 – Grundlagen, Übersicht

10. April 2020

Die besten Tipps und Tricks für Einsteiger

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Workshop: DAW für Einsteiger 1 – Grundlagen, Übersicht

Musik zu erstellen ist heutzutage so einfach wie nie. Computer, iPad oder Smartphone reichen aus und schon kann es losgehen. Dennoch ist es sinnvoll, sich zuvor zu überlegen, was man eigentlich machen will. Soll es eher ein Podcast werden, elektronische Musik oder akustische Aufnahmen mit Ukulele und Gesang für die eigene YouTube-Performance oder soll gar ein Konzeptalbum der eigenen Band im Wohnzimmer entstehen? Vieles ist möglich und für jeden Anspruch gibt es die passende Lösung.

Dieser Workshop richtet sich an absolute Einsteiger und behandelt grundlegende Fragen, wie: Was ist eine DAW, welche ist die richtige und was braucht man sonst noch, um gute Ergebnisse zu erzielen? Besonders letztere Frage ist je nach Anspruch nicht einfach zu beantworten. Wir testen bei AMAZONA.de zwar regelmäßig Hard- und Software, die sich nicht nur an Profis richtet, aber nicht für jeden Anwender nützlich sein muss.

Nehmen wir als Beispiel ein Audiointerface. Nicht jeder braucht 20 Ein- und Ausgänge. Und falls doch, muss es vielleicht nicht unbedingt die Luxusklasse sein. Die gute Nachricht ist, dass man inzwischen auch für wenig Geld amtliche Produkte kaufen kann. Die schlechte jedoch ist eine schier unübersichtliche Anzahl an Hard- und Software, aber alles der Reihe nach. In diesem ersten Teil befassen wir uns mit der Frage, was eine DAW ist und welche unterschiedlichen Programme es überhaupt gibt.

Der Music Sequencer als Vorläufer

Blicken wir zurück in eine Zeit, als spezielle Musikcomputer unbezahlbar waren und ein gewöhnlicher Heimcomputer leistungsschwächer als ein Handy um die Jahrtausendwende. Speicher war knapp und teuer, die Arbeit mit Audiodaten abseits vom Commodore Amiga eher unzureichend. MIDI als Kommunikationsstandard für elektronische Instrumente war Mitte der 80er Jahre ein Segen, denn so konnte man mit dem Computer einen Synthesizer fernsteuern und mehrere Instrumente synchronisieren. Der Music Sequencer war geboren und nicht nur im Heimstudio der virtuelle Dirigent. Ein Sequencer gibt nicht nur den Takt vor, sondern verteilt die Notendaten an die Instrumente. Vergleichen lässt sich das sehr gut mit der Pianorolle einer Drehorgel, die mit einer gleichmäßigen Geschwindigkeit eine taktvolle Musik erklingen lässt.

Eigentlich ist die DAW von damals ein sogenanntes Orchestreon, das man beispielsweise im Instrumentenmuseum in Rüdesheim aus der Nähe bewundern kann und sehr beeindruckend ist. Natürlich vollmechanisch und elektrisch angetrieben, gleichwohl deutlich reduziert in den Musikdarbietungen.

Screenshot Voyetra Sequencer Plus for DOS

Zurück zum Computer, hier mein absoluter Liebling von damals, der Voyetra Sequencer Plus für DOS, mit dem ich externe Geräte angesteuert habe und sich die Ergebnisse von Mitte/Ende der 90er noch auf meiner SoundCloud hören lassen. Eigenständig hat das Programm keine Töne erzeugt, außer das Metronom über den PC-Speaker. Später als Cakewalk und Sonar bekannt, endete das Produkt schließlich in der Roland Music Group.

Screenshot QWS - Quick MIDI Sequencer

QWS (Quick MIDI Sequencer) ist ein recht aktueller Sequencer für Windows, der speziell für blinde und sehbehinderte Anwender entwickelt wurde und ebenfalls keine Audiodaten verarbeiten kann. Heute sind Rechner leistungsstark und Speicher kein Thema mehr, so dass selbst ein Smartphone locker als Mehrspurrekorder dienlich ist. Vor allem abseits des Synthesizers will man natürlich Audiodaten in sein Projekt einfließen lassen, wie Gesang und Gitarre. Genau ab diesem Punkt setzt die DAW an und verbindet verschiedene Komponenten miteinander.

Was ist eine DAW?

Diese drei magischen Buchstaben stehen für „Digital Audio Workstation“ und bezeichnen die Software, die zur Bearbeitung von Audio- und Musikdaten verwendet wird und die wesentlichen Komponenten eines analogen Tonstudios vereint, auch der Music Sequencer gehört dazu. Weil alles im Computer passiert, sind die Grenzen quasi nicht vorhanden und es lässt sich Musik schaffen, die man analog entweder gar nicht oder nur mit großem Aufwand hätte kreieren können. Weil alles digital passiert, gibt es auch keinen Qualitätsverlust oder Bandrauschen. Hardware braucht man natürlich trotzdem, damit die Audiosignale in und aus dem Rechner kommen und die Steuerung abseits von Maus und Tastatur etwas ergonomischer wird.

Screenshot Logic Pro X Demosong

Die zentralen Komponenten einer DAW sind der Mixer und Rekorder, quasi eine Bandmaschine mit nahezu unbegrenzten Spuren und Bearbeitungsmöglichkeiten. Stellen wir uns ein analoges Tonstudio mit Mischpult, Effektgeräten und einer Bandmaschine vor, wird alles so aufgezeichnet, wie es vorher eingestellt wurde. Will man im Refrain den Gesang etwas lauter hören, muss man zur richtigen Zeit die Regler bewegen. Stellt man nachher fest, dass der Effekt vielleicht doch nicht so gepasst hat, muss man im Zweifel die gesamte Aufnahme wiederholen.

In einer DAW ist das anders, hier fällt nicht nur analoges Bandrauschen weg, sondern es können Reglerbewegungen quasi eingezeichnet und nachträglich verändert werden (Automationen). Darüber hinaus lassen sich Effekte im Projekt nachträglich austauschen oder aus mehreren Takes der beste Mix erstellen. Wie man am Demo-Projekt in Logic Pro X für den Mac gut erkennt, ist der Bildschirm ganz schön voll mit Informationen, während man an einem Mischpult mit Bandmaschine einen Haufen LEDs und Zeiger vorfinden würde. So verschwimmen die Komponenten und man sieht quasi jede Spur als einzelnes Band, wobei das Mischpult etwas untergeordnet ist. Mit der Maus kann man quasi operativ am Band schnippeln und Veränderungen an den Spuren direkt vornehmen. Während wir rechts die Daten der Spuren erkennen, sind links die grundsätzlichen Einstellungen verortet. Timecode und Click-Track verbrauchen dabei keine Spur wie bei der echten Bandmaschine, sondern alles wird intern synchronisiert. Spuren unterteilen sich in Events oder Items, die je nachdem auch als Loop wiederholt werden können.

Um das zu verstehen, braucht man nur einen beliebigen Titel aus den 60er oder 70er Jahren mit einem Charthit von Heute zu vergleichen. Unterschiede hört man nicht nur in der Dynamik und beim Grundrauschen, sondern wurden Titel früher häufig in einem Rutsch aufgezeichnet, während man heute einen Refrain einfach nur kopieren muss. Das Ergebnis ist eine relativ statische Produktion, die beliebig lang sein kann und auch kein dauerhaftes Können eines Künstlers mehr voraussetzt, selbst schiefer Gesang lässt sich heute per Software begradigen. Um es etwas kritisch auszudrücken, könnte man populäre Musik durchaus als programmatisches Designwerk bezeichnen, das sich im Zweifel schnell verbessern und verändern lässt.

Screenshot REAPER 6 for Windows

Hier sehen wir mit REAPER eine Alternative, die auch für Windows und Mac verfügbar ist, für Linux immerhin experimentell. Dabei fällt auf, dass wir hier überhaupt keinen Mixer in der Standardansicht sehen, alles findet quasi auf den Spuren selbst statt. Genau genommen werden Bandmaschine und Mischpult konsequent überlagert, wobei sich die Spuren auch hier waagerecht ausrichten und die zentralen Einstellungen am linken Rand zu finden sind. Transportsteuerung und grundlegende Einstellungen finden wir oben im Bild. Daran erkennt man auch schön, dass es trotz unterschiedlicher Produkte gewisse Annäherungen gibt, so dass sich erfahrene DAW-Nutzer durchaus zurechtfinden können. In den Kommentaren auf AMAZONA.de wird auch deutlich, dass es die ideale DAW nicht gibt und man selbst im professionellen Umfeld nicht nur mit einer Anwendung arbeitet.

Screenshot n-Track Studio Drum Sample

Mit n-Track Studio 9 ist eine DAW erhältlich, die nicht nur unter Windows und Mac läuft, sondern auch für iOS und Android verfügbar ist und zahlreiche Instrumente, Samples und Effekte mitbringt. Wie wir hier sehen, ist die Darstellung wieder anders und so finden wir die Transportsektion unten im Bild. Der Mixer lässt sich mit Tab einblenden und so erklärt es, warum viele auf mehrere Bildschirme setzen, um alles im Blick zu behalten. Alle drei DAW-Systeme eignen sich sowohl für komplexe Musikstücke, als auch zum Erstellen von Podcasts. Wer wie ich aus der analogen Zeit kommt, wird allerdings Schwierigkeiten haben, sich an diese neue Arbeitsweise zu gewöhnen. Man erhält so viele Informationen auf Einmal, die es zunächst zu begreifen gilt und so ist ein Blick ins Handbuch oder Hands-on-Video kaum zu vermeiden. Dafür ist ein enormer Vorteil dieser virtuellen Arbeitsweise, dass man zur selben Zeit an unterschiedlichen Orten arbeiten und die Projekte ebenfalls verlustfrei austauschen kann.

Screenshot Garage Band

Jeder iPhone-Besitzer wird schon mal über Garage Band gestolpert sein, das Programm wurde Anfang 2004 vorgestellt. Im Jahr 2002 hat Apple den deutschen Hersteller Emagic Hard- und Software GmbH aus der Nähe von Hamburg aufgekauft, deren Mitbegründer schon in den 80er Jahren für C-LAB die Programme Scoretrack und Supertrack für den Commodore 64 entwickelt haben, so dass die Wurzeln von Garage Band und Logic Pro X weit zurück reichen (Notator Logic für Atari ST). Garage Band ist im Prinzip die vereinfachte Version von Logic Pro X und sehr empfehlenswert, wenn man sich mit digital produzierter Musik auseinandersetzen möchte. So bringen moderne DAW-Systeme nicht nur Effekte mit, sondern auch virtuelle Instrumente, Synthesizer und Samples, so dass ein kompletter Titel im Computer entstehen kann. Manche DAWs eignen sich besser für reine Audioarbeit, andere wiederum zum Erstellen elektronischer Musik, dabei lässt sich häufig die Arbeitsumgebung flexible an die eigenen Wünsche anpassen.

Screenshot Audacity for Windows

Für reine Audioarbeit empfiehlt sich Audacity als Open-Source-Anwendung, ebenfalls für Windows, macOS und Linux erhältlich. Externe Audio-Effekte können eingebunden werden, nicht aber virtuelle Instrumente. Ebenso ist eine Erweiterung mit externen Controllern nicht vorgesehen.

Screenshot Amadeus Pro for Mac

Für den Mac gibt es für reines Audio mit Amadeus Pro eine barrierefreie und übersichtliche Alternative, die sich allerdings auch nicht mit externen Geräten steuern lässt. Dafür lesen sich die Referenzen des Entwicklers positiv und so wird Amadeus Pro von vielen Medienschaffenden und Musikern genutzt, die nicht auf MIDI-Daten angewiesen sind.

tascam dp-24sd

Kleiner Seitenblick, der Tascam DP-32 SD ist die Alternative für all diejenigen, die eine Hardware bevorzugen. MIDI-Anschlüsse sind leider weggefallen, aber man bekommt hier einen digitalen Multitracker, der viele Features einer DAW abseits vom Computer vereint. Dafür aber als statisches Gerät, das Anpassungen und Erweiterungen ausschließt. Will man etwas verbessern, muss man das gesamte Gerät austauschen und sich entsprechend umstellen.

Ableton Live 10

Während sich viele DAW-Systeme an Bandmaschinen orientieren, gibt es mit Ableton Live und Bitwig Studio einen vollkommen anderen Ansatz, der sich dem Namen nach auch live einsetzen lässt und sich an das Prinzip der Grooveboxen anlehnt. Hier wird nicht in Spuren und Elementen gedacht, sondern in Clips und Scenes. Das kleinste Element ist ein Clip, der Musik- oder Audiodaten enthält und sich zu anderen Clips synchronisieren und loopen lässt (als Dauerschleife wiederholen). Unter einer Szene versteht man eine Kombination von Clips, die im Ergebnis ein Projekt ergeben. Dieses Konzept erlaubt eine unglaublich kreative Herangehensweise, weil man auf der Bühne einen Song quasi endlos mit unterschiedlichen Variationen live performen kann. Vergleichen lässt sich das mit einem Solisten, der sein Instrument mal leise, mal laut und ganz spontan spielt. Aktiviert man einen Clip, wird dieser taktgenau gestartet.

Roland MC-707 bei Nacht

Mit der Roland MC-707 gibt es auch dieses Konzept als Hardware, wenn auch deutlich reduzierter und vor allem kombinierbar mit einer vorhandenen DAW. Je nach gewünschtem Ergebnis ist das Kombinieren durchaus sinnvoll.

Korg Gadget 2 für den Mac ist ein Ausnahmetalent, so lässt sich das Programm quasi als DAW eigenständig nutzen, die Komponenten oder Gadget selbst lassen sich je nach Bedarf in einer anderen DAW einbinden und ergänzen. Hieran sieht man sehr schön die Komplexität, die es zu beherrschen gilt.

Übersicht aktueller DAWs

Hier folgt eine Liste aktueller DAW-Software mit Links zu unseren Artikeln. Anhand dieser lässt sich gut herausfinden, ob die DAW zum eigenen Anspruch passen könnte.

Tipp: Die meisten DAW-Systeme gibt es als Testversion oder liegen Hardware als eingeschränkte Editionen bei. Es macht durchaus Sinn, sich mit den verschiedenen Programmen zu beschäftigen und zu überlegen, was man im Ergebnis erwartet. Nicht immer muss eine einzige DAW die Lösung für alle Probleme sein, das Kombinieren lohnt sich. Trotzdem verderben viele Köche den Brei, weniger ist oft mehr und so ist die Versuchung leicht, sich schneller Neuem hinzugeben, als mit Reduktionen zurechtzukommen. Nimm Dir Zeit und habe Geduld, anstatt dich mit mehreren Programmen gleichzeitig zu überfordern.

Fazit

Eine DAW bildet verschiedene Komponenten eines analogen Tonstudios als Software im Computer ab. Mit ihr wird Musik nicht nur aufgezeichnet, sondern auch bearbeitet und als ganzer Song ausgegeben. Dabei gibt es viele Programme, die sich an verschiedene Zielgruppen richten. Wer als Journalist nur Audiobeiträge oder Podcasts aufnimmt, braucht ein anderes Programm, als wenn man elektronische Musik produzieren will.

Forum
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    camarillobrillo  

    Schade, dass weder Ardour (www.ardour.org) noch der kommerzielle Abkömmling Harrison Mixbus in der Auflistung erwähnt werden. Unter Linux dürfte Ardour wohl immer noch die meist genutzte DAW sein.

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      Stephan Merk  RED

      Das liegt einfach daran, dass man nicht alle Software kennen kann und das Marketing der Open-Source-Community alles andere als beispielhaft ist. Dafür gibt es ja auch die Kommentarfunktion, damit man genau darauf hinweisen kann. In sofern gut, dass Du die Liste ergänzt hast, Danke dafür!

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          Coin  AHU

          Sorry, aber von einem Autor, der einen Artikel über DAW´s schreibt, erwarte ich schon eine gewisse Recherche, die hier scheinbar nicht stattgefunden hat.
          Ich kann auch nicht glauben das Stephan Merk
          FL-Studio nicht kennt. o0

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            Stephan Merk  RED

            Ich kann zum Glauben etwas beitragen: Als fast blinder Mensch sind nahezu alle DAWs für mich nicht nutzbar, dazu zählen Ableton Live, Bitwig Studio, FL Studio, Cubase, Linux im Besonderen auch. Der Artikel war somit nicht als Verkaufsveranstaltung angelegt nach dem Motto: „Die besten DAWs für Einsteiger“, sondern er soll Grundlagen vermitteln und das geht eben nur an Beispielen, um nicht zu überfordern. Deshalb beziehe ich mich auf das, was ich kenne und nicht auf Dinge vom Hörensagen. Vielleicht hilft dieser Artikel etwas weiter: https://www.amazona.de/homerecording-mit-sehbehinderung-oder-als-blinder/. Wenn Du das als schlechte Recherche ansiehst, sei Dir das unbenommen, aber vermutlich war einfach auch Deine Erwartung beim Lesen eine andere.

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              Coin  AHU

              Stephan, ich respektiere Deine Meinung und Bedürfnisse.
              Bin selbst auch zu einem gewissen Grad behindert.
              Muss aber eingestehen, dass ich über nichts urteile, über das ich nicht urteilen kann.
              Bin sehr selbstkritisch.

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                Stephan Merk  RED

                Mag natürlich sein, dass Deine Kritik bei mir falsch ankam, aber „schlecht recherchiert“ wollte ich jetzt nicht unkommentiert stehen lassen. Ich hatte schon sehr intensiv überlegt, welche Produkte oder ob man überhaupt welche erwähnen sollte und wie man diese aufzählt, dabei auch viel gelesen. Es wäre sicherlich nicht zielführend, mich mit jeder DAW intensiv auseinander zu setzen und dann den Fokus zu verlieren, daher habe ich mich auf das beschränkt, was ich kenne oder mir wenigstens mal habe zeigen lassen. Eigentlich wollte ich auch nur von jeder DAW-Variante eine aufzählen, was aufgrund der Verwandtschaft auch nicht einfach ist. Natürlich sind die persönlichen Erfahrungen dabei ein ganz wesentlicher Faktor. Weiterhin ist eine wichtige Frage, was ein Einsteiger überhaupt machen will: Wirklich Tanzmusik zusammenbasteln oder doch lieber mit Ukulele, Gesang und der Blockflöte musizieren. Denkt man an DAW, beschränken sich viele auf Electromucke, was natürlich nicht falsch ist, aber wir haben hier auch viele Gitarristen, die auch einsteigen. Da erreiche mal wirklich alle Ansprüche und Erwartungen, das ist kaum machbar. Genau diese Erklärung waren zwei Seiten lang und ich habe sie dann raus gestrichen, weil die Leute wollen ja schnell zum Ziel kommen. Die Message sollte sein: Hier sind einige Angebote, probier mal aus und forsche weiter!

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                  Coin  AHU

                  Ja Stephan, mir scheint, Du bist ein sehr subjektiv geprägter Mensch.
                  Das ist im Grunde nichts falsches.
                  Doch manchmal, z.B. als Autor ist Objektivität gefragt, anstatt einer Meinung.
                  Es gibt mehr als Du kennst und das solltest Du auch in Betracht ziehen.
                  Und an dieser Stelle bin ich raus.
                  Das soll keine Diskussion werden.
                  Hoffe nur, Du nimmst mir die Kritik nicht übel.

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                    Stephan Merk  RED

                    Nein, übel nehme ich Dir das nicht, aber ich empfinde diese Form der Kritik schon etwas befremdlich. Dafür ist die Kommentarfunktion doch da, dass man auf Dinge hinweist, die im Artikel fehlen oder anders dargestellt werden. Mich irritieren die persönlichen, nenne ich sie mal Unterstellungen: Eine DAW fehlt, also habe ich schlecht recherchiert, ich erkläre warum und soll dann ein subjektiver Mensch sein. Das wirkt auf mich nicht wie sachliche Kritik. Zudem ist jeder Artikel natürlich subjektiv, weil jeder Mensch andere Erfahrungen, Sichtweisen und Wahrnehmungen hat, ansonsten wären alle Testergebnisse doch gleich. Anders ist das bei teuren Fachbüchern oder wissenschaftlichen Abhandlungen, die man stetig erweitert und bei der eine zumindest annähernde Genauigkeit auch sehr wichtig ist. Ich würde Kritik zumindest nicht in dieser Form verfassen und mich mehr um die Sache, als um den Autor kümmern.

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          Stephan Merk  RED

          Moin camarillobrillo, das habe ich auch so verstanden. ;) Bitwig interessiert mich selbst total, aber da bin ich ausgesperrt, für mich leider nicht bedienbar.

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      bluebell  

      Ardour ist auf jeden Fall sehr beliebt und hat das ausgefeiltere Audio-Routing. Dahinter dürfte Qtractor kommen, dessen Audio-Routing auch brauchbar ist, dessen MIDI-Editor aber deutlich besser ist und in Fenstern arbeitet statt diese lästige Inlinerei in der Spur.

      Faustformel:
      – Ardour für vorwiegend Audio aufnehmen und mixen
      – Qtractor für vorwiegend MIDI (Instrumenten-Plugins, Instrumenten-Standalone-Programme, externe Hardware)

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    frankjunker

    Ich finde es schade, dass Bitwig nicht als Alternative zu Ableton erwähnt wird. Das ist eine der wenigen DAWS, die es auf MacOS, Windows und Linux gibt und auch wirklich touchfähig ist. Ich bin schon seit einiger Zeit von Ableton weg, weil der Workflow bei Bitwig um einiges besser ist.

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      Hein Bloed  

      Bitwig wird doch erwähnt: „…gibt es mit Ableton Live und Bitwig Studio einen vollkommen anderen Ansatz…“.
      Gut, es fehlt ein Hinweis auf das Alleinstellungsmerkmal Grid, aber es ist eben eine Übersicht für Einsteiger.

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    Lenusha

    Gibt es einen Grund wieso FL Studio nicht genannt wird? Nicht einmal in der Liste der Alternativen auftaucht? Mit FL sind ich und wahrscheinlich schon Millionen anderer in die DAW-Welt eingestiegen. Und zu keiner anderen DAW gibt es mehr hilfreichen Content online. Sehr komisch. Reaper würde ich allen empfehlen, gerade zum Mischen, aber definitiv nicht Einsteigern.

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      Filterpad  AHU

      Und Magix Samplitude Music Studio, auch wenn das hier wenige verwenden (ich auch nicht). Aber sehr Lobenswert das die musikalischen Basics erklärt werden wie DAW’s oder Notenkunde etc.pp.

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    SoundForger2000

    Wie mir scheint, wird als DAW stets nur Mixing-Software bezeichnet.

    Alle anderen Hosts werden meist als Editoren bezeichnet. Für mächtige „Powerpacks“ wie Sound Forge, Samplitude, Wavelab oder Sequoia scheint mir der Terminus „Editor“ doch etwas untertrieben. ;-)

    Grundsätzlich aber ist eine Übersicht immer gut, erfährt man dadurch doch manchmal von Programmen, die einem bis dato noch nicht bekannt waren.
    Von den obig genannten gefällt mir der „Sensenmann“ besonders gut. Kleines, „sympatisches“ Installationsfile ohne Bloatware, viele clevere Funktionen und eine lebendige Community. Insbesondere die Tatsache, daß ffmpeg-DLLs genutzt werden können (!) halte ich für einen immensen, meist nicht genannten Vorzug, von dem andere DAWs sich durchaus eine Scheibe abschneiden könnten, wird doch Video-Processing immer wichtiger. Auch sonst läßt sich ffmpeg umfangreich nutzen und sollte in der Audioszene durchaus häufiger implementiert werden.

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