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Test: Vermona Mono Lancet & Modular Dock


Mono Lancet & Dock

Dem Filter liegt die bekannte Transistorkaskade von Moog zugrunde. Es packt ordentlich zu, und die Resonanz färbt den Klang sehr schön. Dreht man den Resonanzregler über die 12 Uhr-Position, erzeugt das Filter eine zunehmende Selbstoszillation und fängt an zu pfeifen. Das Keyboardtracking kann wahlweise auf 0, 50% der 100% gestellt werden und ist sehr sauber skaliert. Bei 100% lässt sich die Resonanz chromatisch gestimmt als Sinusoszillator spielen. Dem steht nur entgegen, dass die Oszillatoren nicht ausgeblendet werden können. Das wäre außerdem auch sinnvoll, wenn man externes Audio in das Filter würde einspeisen wollen. Aber dafür fehlt allerdings auch die passende Eingangsbuchse. Also dafür würde sich ja wirklich eine Erweiterung des Gerätes anbieten, nicht wahr?

Jedenfalls ist der Klang des Filters sehr rund und über den größten Teil des Regelweges sauber. Erst bei sehr tiefer Cutoff-Frequenz wird ein leichtes, rauschiges Krisseln hörbar. Aber im normal genutzten Bereich fällt dies nicht auf. Besonders gefällt mir der Charakter der Resonanz vor der Selbstoszillation, wo der Klang wunderbar gefärbt wird.

Die ADSR-Hüllkurve und der LFO können jeweils die Filter-Cutoff und die Tonhöhe der Oszillatoren steuern, die Hüllkurve außerdem noch den VCA. Der LFO verfügt über die Wellenformen Dreieck, Rechteck und Sample&Hold. Seine Geschwindigkeit ist mit ca. 0,05 Hz bis 250 Hz für den langsamen bis mittleren Bereich ausgelegt. Der VCA hat neben der Steuerung durch die ADSR-Hüllkurve noch die Möglichkeit mit einer Gate-Hüllkurve, ausgelöst durch eintreffende Noten, geöffnet zu werden. Und für die permanente Öffnung des VCAs, etwa zur Nutzung des Filters mit externem Audio (wofür uns bis hier immer noch eine Lösung fehlt) gibt es die Position ON.

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Eine kleine Nützlichkeit bietet der Mono Lancet mit der Trigger-Taste, die wahlweise einen einzelnen Ton oder eine kurze Sequenz auslöst, die auch durchgehend spielen kann. Das ist hilfreich, um mal schnell mit dem Lancet zu Jammen oder einen Sound ohne angeschlossenes Keyboard einzustellen.

MIDI

Der Mono Lancet wird über MIDI mit einem Keyboard oder Sequenzer gespielt. Analog-Fans würden den Synthesizer sicherlich gern um CV/Gate-Eingänge erweitert sehen, könnte ich mir denken. Aber zurück zu MIDI. Neben der Notensteuerung gibt es auch noch die Möglichkeit, einige Funktionen mit festgelegten MIDI-Controllern zu modulieren. So lassen sich die Pulsbreite mit dem Mod-Wheel und die Filter-Cutoff via Aftertouch beeinflussen, und über Velocity können VCA und zusätzlich die Filter-Cutoff gesteuert werden. Allerdings fällt auf, dass es bei Mod-Wheel und Aftertouch keine Parameterglättung gibt und bei der Modulation von Pulsbreite und Cutoff deutliche MIDI-Stufen zu hören sind. Analoge Steuerung ist eben doch noch das Beste, das sollte doch irgendwie gehen …

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Klangbeispiele

  1. Avatar
    Handgemacht

    Hi,
    hab einen kleinen Fehler gefunden.
    Vermona kommt aus Klingenthal und das liegt in Sachsen.

    • Profilbild
      der jim RED

      Hi, hab auch grade einen Fehler entdeckt. Vermona sitzt in Erlbach ;-) Das liegt aber in der Tat in Sachsen (Vogtland), zu Thüringen ist es aber nicht weit, deshalb wohl meine kleine geographische Dislokation. Danke für den Hinweis!

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