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Test: Yamaha DTX760K, E-Drum Kit


Schlagzeug für die Mietwohnung

Schlagzeuger zu sein ist nicht leicht, vor allem in der Stadt. Überall sind Nachbarn, die sich gestört fühlen und den Pegelregler für das akustische Drumset hat noch niemand erfunden. Abhilfe schafft hier das elektronische Schlagzeug. Doch auch hier gibt es große Unterschiede.

Während Roland auf die sogenannten Mesh-Pads setzt, Schlagfelle, die aus einer Art doppeltem Fliegengitter bestehen, geht Yamaha andere Wege. Die Drum-Pads bestehen nämlich aus einer Art Silikon, dem sogenanntem „textured cellular silicone“, kurz TCS. Das soll nicht nur für einen sehr geringen Nebengeräuschpegel, sondern auch für ein äußerst realistisches Spielgefühl sorgen.

Die DTX-Pads stellen damit die Speerspitze der Pad-Entwicklung bei Yamaha dar und sind nun erfreulicherweise auch in der 700er Serie der DTX Drums angekommen. Was das Yamaha DTX760K dem geneigten E-Schlagzeuger sonst noch zu bieten hat, wird der ausführliche Testbericht zeigen.

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Ausgepackt

Das Yamaha DTX760K wird in insgesamt vier Kartons angeliefert. Zum Lieferumfang gehört alles, was man zum E-Drummen braucht, mal abgesehen von Sticks, Fußmaschine und Kopfhörer bzw. Lautsprecher. Doch jemand der über 3.000,- Euro für ein E-Drum hinlegt, wird die drei fehlenden Dinge wohl schon besitzen und sie sich vor allem auch nach seinen persönlichen Vorlieben ausgesucht haben.

Das Yamaha DTX760K umfasst ein 12“ Snare-Pad (XP120SD) mit Snare-Ständer, zwei 10“ Tom-Pads (XP100T), ein 12“ Floor-Tom Pad (XP120T) und ein Kick-Pad (KP100). Die Schlag-Pads sind allesamt Drei-Zonen Pads (Schlagfläche + 2 Rim-Zonen). Dazu gibt es zwei Crash-Cymbal Pads (PCY135), ein Ride-Cymbal Pad (PCY155) und ein HiHat-Pad (RHH135). Die Becken-Pads sind ebenfalls in drei Zonen bespielbar (Rand, Fläche, Glocke) und choke-fähig, d. h. Beckenschläge sind abstoppbar. Das HiHat-Pad besitzt zwei Zonen und wird wie ein handelsübliches HiHat-Becken auf einem HiHat-Ständer montiert. Der Ständer gehört ebenso wie eine Beckenauflage zum Lieferumfang. Für die Montage der Pads wird das Rack RS700 mitgeliefert. Die sogenannten Ball-Clamps befinden sich zur Aufnahme der Tom-Pads schon am Rack.

Für die Becken-Pads werden handelsübliche Beckenständer-Arme mitgeliefert, die sich in die Quersäulen des Rack einstecken lassen. Für das Snare-Pad ist ein extra Snare-Ständer dabei. Zuguterletzt fehlt nur noch das Gehirn des E-Drums, das sogenannte Drum-Modul DTX700.

Verarbeitung

An dieser Stelle möchte ich mich kurzfassen, denn an der Verarbeitung der Pads gibt es nichts auszusetzen, was in diesem Preissegment auch zu erwarten ist. Doch was hat sich Yamaha bei dem mitgelieferten Rack gedacht? Schraubklemmen komplett aus Plastik an jeder Verbindungsstelle? In Hinsicht auf die Langlebigkeit im harten Tour-Alltag sind durchaus Zweifel angebracht. Doch andererseits ist das Rack wirklich leicht und verbraucht zusammengeklappt nur wenig Platz.

Schraubklemmen und Halterungen aus Plastik

Schraubklemmen und Halterungen aus Plastik

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    cubemusic

    Die schwedische Konkurrenz? Sorry, aber der Platzhirsch bei E-Drums ist doch wohl unangefochten Roland! Seit Jahren dümpelt Yamaha mit Produkten hinterher, die nicht im Ansatz an die Produkte von Roland heranreichen.

    Ich mag dabei Yamaha sehr und habe mir gerade einen Montage gekauft und besitze auch sonst einiges von Yamaha. Aber E-Drums: Seit Jahren (wenn nicht Jahrzehnten mittlerweile) komplett hintendran.

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      r.biernat RED

      Zumindest zum Zeitpunkt als 2Box mit ihrem Drumit Five auf den Markt kamen, hing Roland was die internen Sounds anging genauso hinterher wie Yamaha. Wie das momentan ist, kann ich leider nicht sagen. Aber die Entwicklung scheint in dem Bereich wirklich sehr langsam zu sein.

      Aber was die Pads angeht, da hängt Yamaha nicht hinterher, die DTX-Pads müssen sich hinter Mesh-Pads definitiv nicht verstecken.

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    amazonaman AHU

    Für die Mietwohnung, na klar, aber nur wenn keiner darunter wohnt, das gekloppe für den Untermieter wird für Dich zur Tortur denn kein Mieter unter Dir wird sich das gefallen lassen. Jaaaa Decken schweben und schwingen! Wichtig für den Drummer! Sonst gibt es nur Ärger. Edrums sind ohnehin schwierig….für so viel Kohle kannst du dir immer ein günstiges akustik Drumset holen und den Rest der 3600€ für viele Monate einen Probelauf mieten incl. Band. Für mich ist klar, jedes 500€ Anfänger kit klingt besser und man kann mehr Nuancen rsuskitzeln als aus jedem edrum Dingens. Aber jeder muss das selber erfahren. Ich finde für mich wäre es rausgeschmissenes Geld und davon auch nicht wenig

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      r.biernat RED

      Für den Anfänger ist das DTX760K auch nicht unbedingt gedacht, das wäre für den Anfang doch etwas viel Geld. Da sind ein akustisches Set und 2 Jahre Schlagzeug-Unterricht wohl besser angelegt. Wer sein E-Drum in der Wohnung benutzen will, sollte es vom Boden entkoppeln. Die einfache Methode wäre eine Turnmatte drunter zu legen, dann steht es aber etwas instabil. Besser man schneidet aus der Turnmatte mehrere kleine Streifen aus, verteilt sie am Boden, so dass noch genug Lücken dazwischen bleiben und legt darauf eine Holzplatte. Das ganze arbeitet dann wie ein Feder-Masse-System und entkoppelt das E-Drum vom Boden. So ähnlich werden auch Tonstudios entkoppelt, nur dass dann die Festigkeit des Dämpfungsmaterials in Bezug auf die Fläche und das Raumgewicht genau abgestimmt wird.

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Yamaha DTX760K

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