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Test: Yamaha DTX8K-M, DTX8K-X, E-Drums

DTX8-Serie von Yamaha im Check

28. Januar 2022
yamaha dtx8 e-drums test

Yamaha DTX8K-M, DTX8K-X, E-Drums

YAMAHA hat jüngst im September 2021 seine Mittel- und Oberklasse E-Drum Kits mit neuen Komponenten ins Rennen geschickt. Und zwar mit Kesseln samt Mesh Heads anstatt der sonst üblichen Softpads bei der Snare und den Toms. Zudem mit einem neuen Electronic Rack, dem RS-8. Zwei Farben stehen bei den Kesseln zur Auswahl. Uns stand das YAMAHA DTX8K-M BF zur Verfügung – ich übersetze: „8“ also Mittelklasse (die 10 wäre dann die Oberklasse), „K“ kennzeichnet die Version mit Kesseln als Pads und „BF“ steht für das „Black Forest“-Finish. Hinzu gibt es das DTX PRO Drum Modul mit der „Kit Modifier“ Sektion.

Das YAMAHA DTX8K-M Kit im Black Forest Finish.

Yamaha DTX8: Auspacken und Aufbauen

Vier Quader mit 60 kg Gesamtgewicht – das sind die bloßen Fakten beim Erhalt des Kits. Prima dass sich die Komponenten auf mehrere Kartonagen verteilen, wenngleich das größte mit 31 Kilogramm dennoch ziemlich „happiger Brocken“ ist. Aber das sind wir Trommler ja gewohnt.

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Beginnen wir mit dem Rack RS-8. Dies wird wie auch das Rack des zuletzt getesteten DTX6K3-X Kits bereits in montierter Form angeliefert. Aus der Folie gepellt, liegt das Rack vollständig vor mir. Es besteht aus einer H-Form mit seitlicher Verlängerung. Alle Querstangen sind leicht gebogen und so bildet das Rack eine angenehme Form vor dem und rechts neben dem Spieler. Für die Hi Hat Positionierung bleibt somit totaler Freiraum. Auf den kleinen „Flügeln“ links und rechts des Frontracks gibt es für das Crash 1 links der beiden Rack-Toms sowie das Ride-Becken rechts davon separate Haltearme. Auf der zweiten Hälfte des Racks zur rechten Seite können das „Stand-Tom“, das Crash 2 sowie die Trigger- und Soundzentrale Platz finden. Das Rack ist komplett in schwarz gehalten und besteht aus leichten Aluminiumrohren und Kunststoffklemmen.

Das YAMAHA RS-8 Electronic Drum Rack wird vormontiert angeliefert.

Als ich in die beigelegte Bedienungsanleitung einen kurzen Blick werden möchte wundere ich mich: das passt so gar nicht zur Optik des vorliegenden Modells. Oh, da liegt doch tatsächlich eine falsche Broschüre bei. Also kurz auf der Website des Herstellers gestöbert und prompt auch unter den neuen Kits die passende Bedienungsanleitung gefunden.

Eine Anleitung ist allerdings nicht wirklich von Nöten, jedoch macht ein kurzer Blick hinsichtlich der Positionen der Klemmen Sinn – zu oft durfte ich die Klemmen beim Anbauen der Beckenausleger wieder drehen. Auch wenn das Rack nur über drei Beine verfügt so macht es dennoch eine sehr stabile und durchdachte Figur. Als Grund dürfte hierbei auch die doppelte Ausführung der mittleren Verbindung eine wichtige Rolle stehen. Die Position des Sound Moduls ganz rechts außen neben dem „Stand Tom“ ist vergleichsweise ungewöhnlich. Allerdings bietet das Modul außerhalb des typischen Schlagbereichs natürlich auch einen Vorteil – und dank der zusätzlichen Flügelstange kann es nicht nur näher oder auch weiter weg und auch im Winkel geneigt eingestellt werden.

Widmen wir uns als nächstes dem größten Quader, er enthält die bereits bekannten Becken Pads. So kommt hier das RHH 135 als 13“ Hi Hat, zwei Stück PCY135 (3-Zonen Pads in 13“, die hier als Crashes eingesetzt werden) sowie das PCY-155 (ein 3-Zonen Becken Pad in 15“, das als Ride verwendet wird) und das Kick Pad KP 90 zu Tage.

Die YAMAHA DTX 8 – Becken Pads: RHH135, PCY135 und PCY155.

Als weitere Komponenten sind ein Snare Stand (SS662), eine Hi Hat Maschine (HS650A) und drei Beckenarme (CH755) dabei. Eine Hand voll Bedienungsanleitungen finden sich zudem oben auf.

YAMAHA CH755 Beckenhalter zur Montage am RS-8 Rack

Das Kick Pad KP90 wird zweigeteilt geliefert und ist dank der stabilen Konstruktion und den zwei beiliegenden Schrauben schnell zusammengesetzt. Der Velcro-Klebestreifen haftet ausgezeichnet an Drumteppichen, so dass die Dornen nicht zwingend herauszudrehen sind.

Als Besonderheit am Pad gibt es zwei Klinkenbuchsen: die OUTPUT-Buchse des Kick Signals sowie eine PAD INPUT-Buchse. Somit kann über die Input Buchse ein weiteres Mono-Signal eingespeist werden, das aufgrund der Stereo Ausgangsbuchse neben den Kick Signal ebenso an das Sound Modul weitergeleitet wird. Zwischen beiden Buchsen befindet sich der doch etwas zu tiefsitzende LEVEL-Regler für den Ausgangspegels des Kick Signals. Die Schlagfläche ist mit 7,5 Zoll auch für ein Doppelpedal geeignet. Beim Schlag gegen die softe Schlagfläche bewegt sich diese der Schlagenergie folgend etwas nach innen und federt so den Tritt etwas ab. Und das völlig geräuschlos.

Das YAMAHA KP90 wird in zwei Teilen geliefert

Die Montage der Beckenarme an das Rack gelingen schnell. Das passt mechanisch prima, optisch jedoch nicht mehr. Denn alle weiteren Komponenten sind traditionell in Chrom ausgeführt. Die Ausleger sind im Halterohr versenkt und können ausreichend in Höhe und Radius verstellt werden. Die Drehgelenke sind mit feinen Rasterungen versehen, die tadellos funktionieren. Da die Ausleger sehr dünn ausfallen, können auch Einstellungen in kleinem Winkel zum senkrechten Rohr erfolgen. Das ist vorbildlich!

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Yamaha DTX8K-M Real Wood

Yamaha DTX8K-M Real Wood

Der Snare Stand SS662 ist nur mit einer Strebe am Dreifuß ausgelegt und steht in höchster Einstellung gerade noch stabil. Die Korbarme passen für kleinere Durchmesser sehr gut. Die Fixierschraube darunter ist zwar aus leichtem Kunststoff, allerdings griffig und leichtgängig.

YAMAHA HS650A Hi Hat Maschine

Die Hi Hat Maschine HS650A ist ein ordentliches und stabiles Modell, ebenfalls mit einfachen Streben am Dreifuß. Dank der durchgehenden und nach oben in den Schaft fixierten Auslegearme unter der Fußplatte wackelt hier auch nichts. Einfach gute Qualität. Die Höheneinstellungen erlauben hohe als auch niedrige Hi Hat Positionierungen. Die beigefügte Standard-Clutch für normale Becken wird durch eine andere Variante ersetzt. Dies findet sich beim Hi Hat Becken.

Das deutlich wulstig nach unten geformte Becken Pad (RHH-135) passt auf die große Auflageplatte und trägt das Pad sicher mittels der beiliegenden Clutch auf der oberen Führungsstange. Die Response der Konstruktion beim Treten ist zuverlässig – damit lässt sich gut spielen. Aufgrund der einteiligen Beckenkonstruktion werden daraus sowohl das Hi Hat- als auch das Controller-Signal via Klinkenbuchse ausgegeben.

YAMAHA PCY Becken mit Stoppern

Bei der Montage der Becken Pads kommen neben der klassischen Variante mit Überwurfscheiben, Filzpolstern und Flügelmutter noch die sogenannten Stopper ins Spiel: auf das Gewindeteil des Beckenhalters aufgesteckt und mittels Stimmschlüssel fixiert dienen sie dazu das Drehen der Becken Pads zu verhindern. Denn die an den Stopper angebrachten kleinen schwarzen Drahtstifte werden durch die kleineren Löcher der Becken Pads nach oben geführt und fixieren so die Position der Becken Pads.

Die Schlagflächen aller Becken Pads sind weich und stabil. Ein Modell hatte allerdings eine Verfärbung entlang des Randes. Das Material zieht jedoch etwas schnell Staub an. Durch die 3-Zonen Konstruktion können sowohl an Kuppe, Rand und Mitte des Pads ein eigener Klang ausgegeben werden. Ebenso ist das Abstoppen mit der Hand möglich. Verbaut wurde ein Piezo-Trigger. Das 13“ Modell bringt 1 kg auf die Waage und das 15“ etwa 1,3 kg.

YAMAHA PCY135 Becken Pad

Ganz so als wären sie noch geheim finde ich in einem gänzlich unbeschrifteten Karton die neuen Pads mit kurzen schwarzen Kesseln. Die drei XP105T-M Tom Pads in 10“ Größe als auch das XP125SD-M Snare Pad in 12“ Größe sind mit doppelten REMO Mesh Heads bezogen und bestehen aus lackierten Birkenholz-Kesseln der Akustik Drum Serie. Sie sind als 2-Zonen Pads ausgelegt und tragen auf der Hardware aus Chrom einen schwarzen Silikonring zur Dämpfung der Rim-Schläge.

YAMAHA DTX 8 M-Pads aus Birkenholz-Kesseln und mit REMO Mesh Heads.

Hinzu gesellen sich als Halterungen für die 3 Toms Ball-Mount-Einzelstative mit langem Rod und kurzem Rohr – so lassen sich die Pads komfortabel positionieren. Der Kessel der Snare Drum hat keine Halterung, da er nicht an das Rack, sondern auf einen Snare Stativ Platz findet.

Yamaha DTX8 Sound Modul

Im kleinsten Paket findet sich das DTX PRO Sound Modul. Dies wird mit einer Modulhalterung an einer Rackklemme befestigt und ist gerade mal 1,5 kg leicht. Dazu sind auf der Unterseite vier Schraubgewinde vorhanden, in die sich die Schrauben tadellos einschrauben lassen.

Yamaha DTX-PRO DTX6K3 E-Drums Test

Das YAMAHA DTX-PRO Sound Modul mit prominent platzierter Kit Modifier-Sektion.

Die zehnkanalige Kabelpeitsche wird auf der Rückseite mittels Einzelstecker mit den Trigger Eingangsbuchsen verbunden. Die Längen sind für den vorgegebenen Aufbau optimiert und passend – die beiden Hi Hat-Zuleitungen sogar länger als notwendig. Die Einzelkabel werden mit Kabelbinder zusammengehalten. Nach Anschluss aller Komponenten des Sets bleibt auch noch eine weiteren Eingangsbuchse übrig, welche mit einem weiteren Input / Trigger / Pad genutzt werden kann.

Rückseitig finden sich zudem der L-/R-Output als 2 x Monoklinke sowie der USB-to-Host und -to-Device-Anschluss.

Die Rückseite des YAMAHA DTX-PRO Moduls

Links vorne am Modul finden sich zwei Anschlussbuchen – einmal die 6,3 mm Klinkenbuchse für den Kopfhörer und einmal eine 3,5 mm Klinkenbuchse für das Audio In-Signal (symbolisiert durch eine Smartphone-Abbildung).

 

Frontanschlüsse beim YAMAHA DTX-PRO Sound Modul

Die Drehregler sind griffig und gefallen aufgrund der Rasterung am Rand. Der Ein-/Aus-Schalter liegt vertieft und das monochrome Display ist gut ablesbar und kann im Kontrast eingestellt werden. Die dunkelrote Tempo-Anzeige ist im Vergleich zum Display schwächer leuchtend.

Die Preset Kits im DTX Pro enthalten eine Vielzahl an Drum Sets sowie auch Synthie-, EFX- und Percussion-Sets und decken noch lange nicht die gesamten Sounds des Interfaces ab. Über 400 Sounds sind es, die auf den 200 User Kit Plätzen zu weiteren Sets zusammengestellt werden können. Darüber hinaus kann ich bis zu 100 User Sounds importieren.

Die Einstellungsmenüs weisen eine Vielzahl an Möglichkeiten auf. Einige fallen besonders ins Auge: so wurde der Click-Sektion ein eigener Lautstärke-Regler spendiert. Die Tempo Tapping-Funktion kann über die Tasten am Modul selbst (dann erscheint entsprechend des angeschlagenen Instruments im Display ein kleiner Balken) als auch auf den Pads erfolgen (so kann einfach das Tempo kurzer Hand „eingetrommelt“ werden). Ein sehr hilfreiches Feature ist die Anzeige eines großen „E‘s“ für Edit im Display – dies erfolgt sofern irgendeine Einstellung verändert, jedoch noch nicht gespeichert wurde. Erst nach dem Abspeichern verschwindet dies wieder.

Der Click-Timer ist so einstellbar, dass „der Click“ nach dem Starten von sich aus endet – das ist recht praktisch fürs Einzählen von Songs, wenn man das Timing zu Beginn benötigt, jedoch im Verlauf des Songs eher störend empfunden wird. Bei Bedarf kann das Erklingen des Timings nochmals um 30 Sekunden verlängert werden – dazu einfach währenddessen auf die Plus-Taste drücken. Auch kann der Ausgang des Click-Signals definiert werden: hierzu stehen Master-Out, Phones und USB zur Verfügung – nicht zu vergessen die Einstellung „Aus“. Bis zu 30 User Clicks können hinsichtlich des Sounds, des Tempos und der Taktart gespeichert werden. Im Trigger Input Mode können die Signalwege zu den Sounds per Knopfdruck ausgelöst werden; etwa um die verschiedenen Sounds durchzuhören. Hilfreich sind hierbei die Größenangaben bei den Trommel- und Becken-Sounds um die Auswahl zu vereinfachen.

Der Master-EQ erlaubt Einstellungen in 5 Bereichen: Low, Low Mid, Mid, High Mid und High – ebenso ist dies auch unabhängig davon für den Kopfhörerausgang einstellbar und erlaubt entsprechende Anpassungen an den Kopfhörer oder die Hörgewohnheiten. Die internen Effekte können als MASTER für das ganze Set geregelt werden oder einzeln pro Instrument.

Die Kit Modifier Sektion des YAMAHA DTX-PRO Sound Moduls.

Das DTX PRO bietet auf der Oberseite unter der Bezeichnung „Kit Modifier“ 3 Klangregler zum Direktzugriff auf drei Klangeinstellungen an: neben „Ambience“ und „Comp“ auch der „Effect“. Im Ring um diese Regler herum bestehen einzelne rote LED-Felder, welche von 8 Uhr bis 4 Uhr den Anteil der Einstellung optisch anzeigen. Leider sind die 3 Regler nicht mit anderen Funktionen oder Klangeigenschaften zu belegen – nur beim Effect-Regler kann eben der Effect ausgewählt werden. Anstatt der Kompression hätte ich hier dann die Dämmung für die Toms im direkten Zugriff platziert – das gefiele mir besser.

Die Trainings-Abteilung im DTX PRO zeigt sich vielfältig. Bevor es ans trainieren geht, können hier noch Vorzähler sowie etwaige Stummschaltungen einzelner Komponenten erfolgen. Dies ist etwa für die 37 Song-Trainings in verschiedenen Stilrichtungen hilfreich. Dort kann zudem die Drum Spur an- und ausgeschaltet werden und die Lautstärke der Song-Wiedergabe zur Lautstärke des Drum Kits über den Audioregler angepasst werden.

Die 70-seitige einsprachige Bedienungsanleitung lässt keine Fragen offen und ist gut verständlich aufgebaut.

YAMAHA DTX PRO Modul Modifier Sektion in der Praxis

Wie lässt sich das Yamaha DTX8 E-Drumset spielen?

Die Hi Hat und das Kick Pad reproduzieren das Spielverhalten gut. Die weiche Gummifläche des KP90 tritt bei kräftigen Tritten schon ein deutliches Stück nach innen – dies tut dem Triggerverhalten jedoch keinen Abbruch. Die Hi Hat Maschine läuft leicht.

Die Becken Pads weisen einen guten Rebound auf. Die Positionserkennung beim Ride Becken wird vom Modul mit dem passenden Sound quittiert. Das macht Laune und hört sich gut an. Infolgedessen ertappe ich mich beim Einspielen der Audiobeispiele, dass ich die Dynamik auf den Becken als auch dem Mesh Heads einen recht großen Anteil widme.

Aufgrund der neuen Mesh Heads haben ich bei den Audiofiles den Fokus auf die Dynamik-Reproduktion der Sounds gelegt.

Das „Old Studio Kit“ macht seinem Namen alle Ehre, wenngleich das keine Abwertung darstellt. Die Dynamik des Spiels wird tadellos umgesetzt, das ist sehr gut. Sollte dies nicht so sein, dann prüft die Software Version des DTX PRO. Sollte es noch die ursprünglich V 1.0 sein, so „kennt“ das Modul das DTX8K-M Kit nicht und ihr spielt es mit dem Layout für das DTX6K-3 Kit. Das macht wenig Freude! Nach Aufspielen der aktuellen Version 1.3 (knapp 7 MB) kann nun unter Menu > Job > Trigger auch das neue DTX8 Kit ausgewählt werden. Und siehe da dann funktioniert auch alles wie gewünscht.

Als weitere Beispiele für die Kit Modifier Funktionen habe ich mal ein „trockenes Kit“ ohne jegliche Effekte (Amb, Comp und EFX auf „0“) sowie im Vergleich mit Effekt und ohne aufgenommen.

Das „Jet Reverb Kit“ mit Reverb-Effekten ist in der Aufnahme die Entwicklung des Klangs von „0 bis 100“ bei den Effekten hören.

Sehr tief und mit viel Raum klingt das „26“ Kit“. Aber auch das „Little Kit“ biete eine enorme Dynamik beim Spielen. Das „Funk-Kit“ bringt eine knackige Snare, eine Pop-Hi Hat in 14“ sowie Splash- und Stack-Sounds ans Ohr.

Zuletzt habe ich das MapleKit in unterschiedlichen Abstufungen der 3 Modifier Regler aufgenommen. Hörbar von 0:00 bis 0:34 ist das maximale Programm (alle Regler voll aufgedreht), ab 0:36 bis 1:08 dann ohne Effekt (weiterhin 100% bei Amb und Comp), dann ab 1:10 bis 1:36 ohne Ambience (also nur noch 100% Comp), dann von 1:38 bis 2:01 ohne alles (alle Regler auf Null), danach ab 2:03 bis 2:37 mit 25% Ambience und final von 2:39 bis 3:16 mit ca. 45 % Ambience (mein favorisierte Soundeinstellung hinsichtlich dieses Kits).

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Fazit

Die Bespielbarkeit des DTX8K-M und die Soundreproduktion durch das DTX PRO ist sehr gut. Die Einsatzmöglichkeiten zu Hause, im Studio oder als Live-Set sind alle denkbar. Die Vielfalt im Modul bietet viele Variationsmöglichkeiten – sei es bei den Sounds, den Trainings oder den Editiermöglichkeiten. Die prominent platzierten Drehregler für Ambience, Compression und Effect bieten schnellen Zugriff auf genau diese Einstellungen. Sie wirken direkt auf den Sound und verändern diesen manchmal recht deutlich, manchmal jedoch auch kaum wahrnehmbar. Hier kann jeder selbst entscheiden, ob er diesen Direktzugriff unbedingt benötigt – zumal die Belegung hierbei fix ist.

Die Bedienung gestaltet sich ansonsten insgesamt gut und die Optionen sind durchdacht und praxisnah. Die vergleichsweise kleinen Tom- und Snare Durchmesser könnten gerne auch größer ausfallen. Die neuen Kessel mitsamt doppelten REMO Mesh Heads gefallen nicht nur optisch, sondern auch hinsichtlich Ihrer Wertigkeit. In puncto Dynamikumsetzung stehen sie den bisherigen YAMAHA TCS-Pads (Textured Cellular Silicone) in nichts nach. Hier mag jeder für sich entscheiden, welche Variante er bevorzugt. Das neue Electronic Drum Rack ist zwar leicht, bietet zusammen mit der Becken-Hardware jedoch eine sehr gute Stabilität.

Plus

  • vielfältige Sounds
  • Direktregler für Ambience, Kompression und Effektanteil
  • gute Klangreproduktionen in Abhängigkeit der Spielpositionen beim Snare- und Ride-Pad
  • stabile und wertige Hardware und tadellose Materialqualität
  • kurze Holzkessel mit doppelten Mesh Heads in mattem Design

Minus

  • Kick-Pedal gehört nicht zum Lieferumfang
  • Direktregler können nicht mit anderen Parametern belegt werden
  • vergleichsweise „kleine“ Durchmesser bei den Pads und Cymbals

Preis

  • DTX8K-M: 2.375,- Euro
  • DTX8K-X: 2.875,- Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Fadermaster

    Toller Testbericht – sehr ausführlich und vollständig. Danke! In der Preisklasse ist es häufig so, dass der Käufer bereits ein Kick-Pedal besitzt (mindestens eins), deswegen liegt hier wohl keines bei da man fortgeschrittenen Trommlern nicht wirklich DAS passende mitgeben kann.

  2. Profilbild
    Filterpad AHU

    Macht einen guten Eindruck. Vor allem überrascht die präzise klanglich unterschiedliche Anschlagdynamik der Becken. Bei einem Akustik-Set ist ebenso kein Schlag wie der andere. Aber bei dem Preis darf man auch Qualität erwarten, denn, für diesen bekommt man auch ein gutes Akustik-Set. Hier stimmt das Klischee nicht mehr: E-Drums sind billig und Akustik-Sets teuer! Hier kommt es also wirklich auf den Verwendungszweck an. Ich besitze ein Akustik-Set. Ich kann es mir mehr oder weniger erlauben, auch wenn der Nachbar der um seinen Nachmittagsschlaf ringt, weil er aus der Nachtschicht kommt, schon mal die eine oder andere Bemerkung hinterlassen hat.

  3. Profilbild
    Ofos

    Moin Moin, ich würde es begrüßen wenn alle Soundmodule der Zukunft Multitrackrecording von Audio via USB oder Speicherkarte unterstützen.

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