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Analog-Synth im USB-Stick

Mit Trueno will Entwickler Will Shaw einen für jedermann erschwinglichen Analogsynthesizer auf den Markt bringen, der nebenher optimal in eine Rechner gestützte Produktion eingebunden werden kann – weil er in einem USB-Stick untergebracht ist.

Die Schaltung des monophonen Trueno ist auf so kleinem Raum untergebracht, dass er kaum breiter als ein normaler Speicherstick ist. Die Vorteile der Idee liegen auf der Hand, Stromversorgung sowie Audio- und MIDI-Anbindung liegen quasi automatisch vor. Logischerweise verfügt Trueno über keinerlei Bedienelemente, der Synthesizer wird über ein Plug-in für VST bzw. AU angesteuert.

Die Klangerzeugung von Trueno beherbergt drei VCOs, die auch zur Amplituden- und Filtermodulation genutzt werden können. Alternativ zu den analogen Schwingungsformen lassen sich auch digitale Wavetables mit 256 Waves aktivieren und OSC 3 kann als digitaler Rauschgenerator fungieren.
Das Filter lässt sich zwischen Tief- und Bandpass umschalten. Die Schaltung soll auf einem russischen Synthesizer mit harschem Sound basieren, vermutlich ist der Polivoks gemeint.

Wie bei einigen anderen modernen Analogsynthesizern sind auch bei Trueno die Modulatoren digital ausgeführt. Vier synchronisierbare LFOs und sechs Hüllkurven, von denen vier frei zuweisbar sind, steuern die Klangparameter.
Eine dreifache Effektsektion mit Multi-FX, Delay und Reverb rundet die Ausstattung ab.

Das VST-/AU-Plug-in (32- und 64-Bit-Versionen) ermöglicht nicht nur die Bedienung von Trueno, sondern sorgt für totale Integration inklusive MIDI-Steuerung aller Parameter und Speicherung der Einstellungen. Der Sound von Trueno wird über einen 24-Bit-ADC direkt in die DAW übertragen.

Systemvoraussetzungen:

– 32/64 Bit Windows 8 oder 10 (Windows 7 wird derzeit nicht unterstützt)
– MacOS X 10.11 oder höher
– 2 GB RAM
– 1 freier USB 2.0 Port

Trueno wird nur über Amazon verkauft werden und soll 159,99 Euro kosten. Auf der Website des Herstellers sind Audiobeispiele verfügbar.

Preis

  • 159,99 Euro

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      TomV

      Ist zumindest erstaunlich, auf welches Format sich so ein Funktionsumfang schrumpfen lässt. Die USB Verlängerung sollte man aber direkt dazu bestellen.

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    Coin AHU

    Ganz schön bunt.
    Aber mal im Ernst, mich als Laptop Musiker spricht das voll an.
    Analogen Sound auf nem USB Stick ist doch cool und der Preis ist auch ok.
    Soundbeispiele machen auch Lust auf mehr.
    Die Resonance auf dem Acid Demo zum Beispiel – Geil!
    Danke dafür :)
    Und bitte User-Waves mit anbieten, bitte an die Hersteller.

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    falconi RED

    Interessant.
    Tatsächlich habe ich vor gut zehn Jahren mal ein ganz ähnliches Projekt auf einer PCI-Karte umgesetzt, die auch immer noch Töne von sich gibt. Ich vorurteile, dass heutige, gut gemachte PlugIns einfach besser (und vielfältiger) klingen als jede analoge Hardware, die man auf einem USB-Stick unterbringen kann. Die „Haptik“ ist jedenfalls die gleiche.
    Wohl eher ein Hipster-Gadget. Von amazon. Passt.

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    Filterpad AHU

    Meins ist es auch nicht aber das Konzept wirkt sensationell. Analoge Synth-Sequenzen sind einfach schwierig in die DAW einzubinden. Also warum nicht den original Sound (anstatt ein Plug-in Imitat) in seiner DAW verwalten und recorden. Aktuell noch ein Gadget, aber ich sehe hier ggf. die Zukunft um die analoge mit der digitalen Welt zu vereinen. Z.B. 4 Sticks = 4 analoge Synths. Why not!

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    Wellenstrom AHU

    Aber auch hier hast du die Abhängigkeit von anderen Komponenten im Gesamtsystem. Erstens brauchst du den PC und zweitens musst du drauf hoffen, dass auch zukünftige OS kompatibel bleiben.
    So interessant es auch ist, viel Sinn sehe ich nicht darin, wenn die rein softwarebasierte Lösung mittlerweile genau so klingen kann und du auf die Belegung des USB Ports dabei verzichten kannst. Die andere Frage wäre, inwiefern man mit der Lösung auch polyphone Analogsynths hinkriegen kann und wo die dann preislich lägen.
    Stehe der Sache nicht negativ gegenüber, nur mir erschließt sich da nicht der größere Nutzen an der Sache. Wäre vor 10 oder 15 Jahren noch der große Renner gewesen, heute… je ne sais pas.

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    amazonaman AHU

    Die letzten 20 Jahre haben gezeigt wie lange Computer Schnittstellen existieren. Den USB gibt es schon lange. Wer weiß wie lange noch. Und dann noch Windows, jedes Mal bei einer neuen Version geht nix mehr. Solange die Firma lebt solange läuft das Ding. Also Midi trio, Strom Versorgung und Audio Ausgang dran. Dann ist es überlebensfähig.

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      lightman AHU

      Das ist mit einer der Gründe, warum ich abgesehen vom Aufnehmen nur sehr ungern Software einsetze, verglichen mit den Geräten in meinem Studio ist das alles zu leicht flüchtig. Was hilft die tollste Kombo aus Hard- und Software in 10, 15 Jahren, wenn der entsprechende Computer dafür nicht mehr vorhanden ist? Nee, das ist nicht mein Ding, bei meinem Studio-Setup setze ich auf Langlebigkeit, da spielt Software allenfalls eine unterstützende oder technische, aber keine musikalische Rolle. Ich habe lange genug in der IT-Branche gearbeitet, um zu wissen, wie dumm man dastehen kann, wenn man sich auf bestimmte Software und deren Entwickler ein- und verläßt, besonders was den Zeitfaktor (Alterung) betrifft, da ist dann bei einem Systemwechsel schnell Ende Gelände, und darauf habe ich keinen Bock.

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        beejay

        Stimme teilweise zu, aber es wird besser. Die Klassiker unter den Plugins leben jetzt schon 10+ Jahre. Seit ca so langer Zeit spiele ich schon live Software-Instrumente und das einzige von mir früher verwendete Produkt für das in dieser Zeit der Support / die Weiterentwicklung offiziell aufgekündigt wurde ist NI Kore – und sogar das läuft noch auf aktuellen Systemen. Für den zugehörigen Hardware-Controller allerdings muss man eine alte Version des NI controller editors installieren, der sich wiederum nicht mit der neuen NI Hardware verträgt (die Keyboards zB) – das nervt ein bisschen.

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    customstudio

    Hat das Teil eine eigene CPU, z.B. wie eine UAD?
    Kann man das Plugin nur einmal oder mehrmals in der DAW einbinden?

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    fkdiy •••

    Gefällt mir! Was mir aber noch besser gefallen würde, wären analoge Effekte in dem Format. Mal eben eine Spur durch ein USB-Filter (und zurück) schicken fände ich sehr reizvoll.

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    Amaros AHU

    Ich finde, dass viele das Produkt viel zu negativ sehen. Nicht jeder, der den einen oder anderen analogen Sound benötigt, braucht auch die Regler. Und manch gut klingende Software Emulation zieht auch ganz schön Ressourcen des Rechners ab. Und auch für die Bühne, wo ohnehin meistens vorgefertigte Presets abgefeuert werden, ist das Teil doch ideal. Mal ganz davon abgesehen bleibt abzuwarten, ob sich die Parameter auch per MIDI CC steuern lassen. Hat nicht jeder irgendwo zuhause einen Controller herum stehen? Wenn der kleine Stick den Rechner nicht unnötig belastet und dann noch klingt, kann man bei dem Preis nicht viel falsch machen. Zumal Amazon den Händlern, was die Rückgabe durch Kunden angeht, sehr enge Fußfesseln anlegt und man sein Geld im Zweifelsfall schnell zurück bekommen sollte. Man könnte den Synth über die Weihnachtsferien ja einfach mal ausprobieren….

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    GEM-D ••

    Ich find’s cool!
    Perfekt für ne Analog Voice am Laptop.
    Vom Prinzip gab es sowas schon mal über Midi Namens Ploytek. Der hier gefällt mir allerdings vom Sound ganz gut! Und mit der Pluginsteuerung gibt es ja auch bereits jede Menge ähnliche Konzepte. Für mich bisher das beste ist Elektron Overbridge. Da steckt dann natürlich „echte“ Hardware hinten dran und nicht nur ein kleiner USB Stick. Das macht den Trueno aber sehr kompakt und handlich.
    Midi CC scheint er zu können, wenn man das auf dem Bild richtig interpretiert. :-)

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    amazonaman AHU

    139€ für eine MAM MB33 Retro kostet weniger und bietet zukunftssichere Technik mit Midi und Audio Anschlüsse und Drehregler zum Anfassen!

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