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Blue Box: Teisco SX-400


Teisco SX-400

Dieses Mal geht es um ein ungewöhnliches Gerätvon 1981.
Sehr groß und silbrig. Es bietet 4 analoge VCOs und demnach einen mächtigen, analogen Sound. Ein weiterer Bonuspunkt ist die ansprechende Tastatur mit Aftertouch! Und der Name des Instruments ist so stylig wie die Farbe… SX-400. Noch Fragen?

Teisco SX-400 Vorderansicht - zum Vergrößern Klicken

Teisco SX-400 Vorderansicht – zum Vergrößern Klicken

Teisco ist in der Musikwelt vor allem unter Gitarristen ein Begriff. In den 70er Jahren von Kawai aufgekauft, führte das Unternehmen alsbald auch Keyboards in der Produktliste. Gute Instrumente, man unterschätze sie nicht! Ob nun 1VCO-Mini-Synth S-60F, 2VCO-Monster-Monophoner S-110F (mit Filterbank) oder 4VCO-Monster-Mono/Polyphoner SX-400, die gesamte “silberne” Linie hat es in sich!

Teisco SX-400

Teisco SX-400

1981 auf den Markt gekommen, lässt sich der Teisco SX-400 in erster Linie als (sehr viel) verspäteter Konkurrent zum Roland Jupiter-4 sehen. Jedenfalls ist sein Konzept auffallend ähnlich. Vier Stimmen, je ein Oszillator. Demnach also vierstimmige je-1VCO-polyphone Spielweise oder einstimmiges 4VCO-monophones Unisono-Spiel. Das Keyboard umfasst ebenso vier Oktaven, die Controller-(Spielhilfen)-Sektion ist umfassend ausgestattet, weiters gibt es noch 8 Presets und 8 User-Speicherplätze. Hippige bunte Knöpfe, extrem solide Hardware. Das kennen wir doch alles in sehr ähnlicher Form vom Roland Jupiter-4. “Der Stern am Synthesizer Himmel”, wie es damals hieß. Und aus heutiger Sicht stimmt das auch, denn der Jupiter-4 ist einer der charakterstärksten Rolandinger aller Zeiten. Wie gesagt, mit Ausnahme der 8 – statt 10 – Presets ist beim SX-400 so ziemlich alles auch ziemlich ähnlich. Dennoch wage ich ein Urteil vorweg: der Jupiter-4 ist der Star der Manege, der SX-400 hingegen – nun ja – zumindest “interessant”.

Aufbau

Vier Oszillatoren

Wie beim Jupiter-4 gibt es vier Stimmen mit je einem Oszillator. Dennoch besteht ein gravierender Unterschied: beim Teisco SX-400 lassen sich die VCOs unabhängig in der Fußlage festlegen, das heißt jeder Oszillator von 16’ bis 2’. Und das kann der Jupiter nicht. Auch die Verstimmung aller VCOs gegeneinander ist auf dem Panel möglich. Damit erreicht man ein sehr dickes Klangbild, falls das gewünscht wird. Die Wellenformen der Oszillatoren lassen sich nur einheitlich anwählen, sind also für alle gleich: Dreieck, Sägezahn, Pulswelle mit PWM. Das ist sehr klassisch und auch ganz ok.

Teisco SX-400

Teisco SX-400

Noch eine Besonderheit sei erwähnt: zusätzlich zu den VCOs ist ein SUBoszillator mit dabei!!! Fast so, als hätten vier Oszillatoren nicht genügt. Und die Besonderheit der Besonderheit: Man kann SUB bzw. NOISE je nach Bedarf zum VCO-Signal hinzumischen. OFF – nur VCOs. SUB – VCOs mit SUBoszillator. NOISE – VCOs mit (weißem) Rauschen. SUB + NOISE – VCOs mit SUBoszillator und Noise. Das genügt doch für’s erste. Da es nun bei der Oszillatorwellenform auch OFF gibt, also die VCOs sozusagen auszuschalten sind, lässt sich das Signal von SUB bzw. NOISE auf Wunsch auch nur für sich verwenden. Etwa für Windgeräusche und Snaredrum-Sound, oder für tiefe Sub-Bässe.

Teisco SX-400

Teisco SX-400

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Klangbeispiele

  1. Avatar
    Tim Schmidt

    Normalerweise sind die Berichte in diesem Magazin wirklich gut geschrieben.

    Sorry Herr Bloderer, Ihr Schreibstil ist eine echte Lesekatastrophe. Noch abgehakter im Stakkato gings wohl kaum noch?

  2. Avatar
    Jay

    Ja,Tim,da muss ich dir recht geben!Ich schätze es zwar,wenn jemand sich Mühe gibt,aber dieser Stil ist sowas von nervig,fast schon absichtlich schlecht,das ich nur sagen kann,lass es bitte sein!!!

  3. Avatar
    theo.bloderer

    Hallo Jungs! Sorry, dass das so schwer zu lesen war. Ihr hattet da recht. Daher ist der Artikel nun neu bearbeitet, diesmal im "normalen" Lesestil. Hoffe es passt jetzt, viele Grüße…

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    DietmarB ••

    Schöner Bericht über einen viel zu oft übersehenen Synthi. Was allerdings hier mit keiner Silbe erwähnt wird: Der SX-400 hat, wie auch die anderen silbernen Teiscos, einen Transistorkaskadenfilter, den man sonst ja nur bei Moog fand und der eigentlich auch patentiert war. Dieser Filter dürfte nicht wenig zum dicken Sound beitragen.

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Blue Box: Teisco SX-400

Bewertung: 4 Sterne Bewertung des Autors
Leserbewertung: 4
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