AMAZONA.de

Blue Box: Yamaha SS-30 String-Synthesizer


Reap the wild wind

Yamaha SS30 B

Der Yamaha SS-30 nimmt unter den zahlreichen String-Synthesizern der 70er Jahre eine Ausnahmestellung ein. Obwohl das Instrument auf der für die Gattung üblichen Frequenzteiler-Technik basiert, ähnelt es in einigen Punkten doch mehr einem Synthesizer. So besitzt jede der 49 Tasten eine eigene Hüllkurve für die Lautstärke. Vor allem aber verfügt der Yamaha SS-30 über zwei (!) Oszillatoren, die gegeneinander verstimmt werden können. Zusammen mit der für String-Synthesizer so typischen Ensembleeffekt-Schaltung und einer zusätzlichen Vibratoeinheit liefert der Yamaha SS-30 einen unglaublich fetten Klang. „It’s richer sounding than the ARP Solina String Synth“, stellt Vintage Synth fest, um das Instrument am Ende doch nur mit „Humdrum“ (also „langweilig“) zu bewerten. Das mag am Gesamtklangcharakter liegen, der sich vom beliebten Solina-Weichspülersound doch stark unterscheidet.

Bright and cutting

Der Klang des Yamaha SS-30 polarisiert. So lässt etwa Stephen Parsick, den AMAZONA.de-Lesern bekannt als iggy_pop, kaum kein gutes Haar daran: „I think it´s one of the most overrated pieces of gear. It certainly does have a distinct sound but it tends to be on the bright and cutting side.”

„Bright and cutting“ – das beschreibt ziemlich genau den Ultravox-Stringsound. Der Yamaha SS-30 hat – nicht nur bei der Edelschnulze „Reap the wild wind“ – den Sound dieser „Neuen Romantiker“ mitgeprägt. Aficionados dieser Band kommen um das Instrument also gar nicht herum. Aber nicht nur unter Ultravox-Fans hat der String-Synthesizer seine Anhänger: „It’s textures are richer, thicker and creamier due to detune facility over chorus.“ (Vintage Synth-Forum) String-Synthesizer sind ja vor allem als Teppichleger bekannt. Und der Yamaha SS-30 macht in der Disziplin „Flächen“ wahrlich keine schlechte Figur. Der durchsetzungsfähige Klang eignet sich aber auch hervorragend für Sololinien. Namentlich die Celli erzeugen auch bei monophoner Spielweise mächtig Druck.

Peter Forrest hat der Klang des Yamaha SS-30 jedenfalls überzeugt. In seinem Standardwerk „The A-Z of Analogue Synthesizers“ würdigt er den String-Synthesizer: „Even without the Orchestra modulation on, it sounds very good. And through a classy hall room reverb setting it sounds very, very good. It just goes to show that it’s better to do one thing well, than three things to a so-so standard.“ (Hier erlaubt sich Forrest einen kleinen Seitenhieb gegen die damals ebenso beliebten Multi-Keyboards.)

Rückblende

Berlin (West) Ende der 70er Jahre. Mehrere Bands treten im bekannten „Quartier Latin“ in der Potsdamer Straße auf. Die meisten haben „Keyboards“ dabei. (Die Punk-Gruppen spielten damals eher im SO36 in der Kreuzberger Oranienstraße.) Eine Hammond schleppt niemand mehr mit sich rum. Meist steht da ein Fender Rhodes oder Wurlitzer 200 A auf der Bühne, darauf geparkt eine Korg CX3 oder der Crumar Organizer T1, ganz oben thront ein Monosynth: Kein Minimoog – aber immerhin ist ein ARP Odyssey zu sichten, der Rest spielt Korg MS-20 oder (zweite Ausnahme) einen Yamaha CS-15D.

Eine klassische (kleine) Keyboardburg Ende der 70er Jahre: E-Piano, einmanualige Orgel, Mono-Synthesizer. Der Kaftan verweist auf den Einfluss eines gewissen Rick Wakeman.

Eine Abweichung gibt es noch: Das Instrument in der Mitte des Sandwichs kann auch mal ein Crumar Performer, Hohner String Melody oder Korg Delta sein. Ein Mellotron schleppte nämlich erst recht niemand mehr mit sich rum. Und bevor noch die erste Note gespielt war, wusste man Bescheid. Die mit der Orgel machten Rock, die mit dem String-Teil episch-versponnene „Kiffermusik“ – kein Stück unter 7 Minuten.

1 2 3 4 5 6 7 8 9 >

Klangbeispiele

  1. Profilbild
    pmm AHU

    Bei dem Titel bin ich natürlich hängengeblieben. 😉 Schöne Demos, die mich in eine längst vergangene Zeit zurückführten. Danke für die Zeitreise und einen weiteren, schönen Testbericht.

    • Profilbild
      costello RED

      Hallo Peter, Du bist ja ein Frühaufsteher – danke für Deinen lieben Kommentar. Ja, der SS-30 verführt zu solchen Zeitreisen in die Ära von Ultravox, den Neuen Romantikern oder Bands wie Simple Minds. Die Musik war unter der oft kühlen und stilisierten Oberfläche sehr emotional. Das hat mir gut gefallen.

  2. Profilbild
    Piet66 RED

    Klasse Bericht Costello über einen begehrenswerten Synthesizer, auf den ich schon immer ein Auge geworfen habe.
    Anstatt dieses edlen Schwergewichts wurde es dann doch „nur“ ein Siel Orchestra, der allerdings wesentlich besser klingt als es das äußere Erscheinungsbild zunächst vermuten lässt.

    • Profilbild
      costello RED

      Hallo Piet 66, das Siel Orchestra mag vom Look her erstmal etwas billig wirken. Der Klang aber ist über jeden Zweifel erhaben. Und es hat zusätzlich zu den Strings noch mit Reed, Brass und Piano tolle Zusatzregister. Ein Supergerät!

  3. Profilbild
    Marko Ettlich RED

    Sehr schöner Bericht, der dem Gerät absolut gerecht wird. Ja das ist der Ultravox Sound. Der SS-30 klingt einfach anders als ein Logan, Solina oder Crumar, aber trotzdem sehr gut. Die Soundbeispiele zeigen dies eindrücklich. Super gemacht!

    • Profilbild
      costello RED

      Danke Marko! Wenn ich den Platz hätte – ich würde sie mir alle hinstellen. Ich liebe diese alten Stringmachines! Wenn es jetzt nicht der SS-30 geworden wäre, hätte ich mich übrigens für ein Logan (Hohner) entschieden. Noch vor dem Solina (to silky ;-)

      • Profilbild
        Marko Ettlich RED

        Das Logan/Hohner String Melody hat für mich mit Abstand den schönsten Stringsound überhaupt. Dann folgt der Crumar Performer B und der ARP Quadra. Man kann nie genug Strings haben. ;)

        • Profilbild
          spacelight

          Ich habe mir letzte Woche den Crumar Multiman S zugelegt, nicht zuletzt wegen Marco´s Demo des Performers der den gleichen Klangcharakter hat und bin ganz erstaunt wie zeitlos schön das Teil klingt nur mit Hall und bisschen Chorus , mit Phaser natürlich 70ér pur. Da ist was im Sound das fehlt dem Streichfett. Den SS-30 hatte ich auch nicht auf dem Schirm , aber ein toller Testbericht und super Demos…

          • Profilbild
            costello RED

            Der Streichfett ist gut; aber diesen typischen „Sternenstaub“ – den haben halt nur die alten Kisten. Glückwunsch zum Multiman!

            • Profilbild
              TobyB RED

              Hallo Costello,

              dafür hatte der Streichfett in der alten Firmwareversion so „schöne“ Artefakte, die man mit externen FX schön animieren kann. Generell ist beim Fett die externe Effektierung sinnvoller. Da die internen FX „matschen“ Für ganz Faule durch ein Lexicon MX 200 und hier Tapedelay und Chorus im Cascadenmodus beimischen. Oder eine Electric Mistress oder Jarres olle Karre, den Small Stone nehmen.

            • Profilbild
              spacelight

              „Sternenstaub“ das trifft es ganz gut , danke !!
              Der Streichfett klingt auch gut , hat noch ein größeres Soundspektrum , Hall – und Ensembleeffekt und aber auch diese periodischen „digitalen Geräusche“ .

  4. Profilbild
    psv-ddv ••••

    Wunderbarer Artikel! Danke. Ein echter Liebesbeweis für die SS-30. Tolle Klangbeispiele, man bekommt über die im Artikel genannten Referenzen hinaus eine sehr präzise Vorstellung vom Potential dieses charakter-Instruments. Insbesondere „Wall of strings“ hat mich beeindruckt. Den Trick mit den gedoppelten Strings kannte ich noch nicht. Kommt voll an den Floyd sound ran, wie ich finde. Fehlt nur noch ein echter Plattenhall. Und dann die West-Berlin Anekdoten. „Musik Wiebach“ das das noch jemand kennt :-))) Solche Artikel machen Amazona zu dem was es ist, mehr als nur ein Drückerportal für Gear. Nochmal: Danke!

    • Profilbild
      costello RED

      Danke für Dein nettes Feedback! Beim Pink Floyd-Sound ist auch das Brass-Fundament sehr wichtig. Die Solina alleine gibt das nicht her. In dem wunderbaren Rick Wright-Artikel von Klaus Rausch berichtet der Floyd-Experte Bernd Pfeffer, dass für die Bläser-Akkorde damals mit Multitrack-Aufnahmen des Minimoogs gearbeitet wurde. Hier noch mal der Link:
      http://bit.ly/2hrfvni

  5. Profilbild
    Wellenstrom AHU

    Also, da liest und hört man die Liebe zu dem Instrument wirklich raus. Da gibt man schon 5 Sterne allein für die Leidenschaft, die einem da entgegenspringt. M.E. Für Progressive Rock und Psychedelic Rock ’ne wirklich gut verwendbare Maschine. Setzt sich mit diesem schneidenden Sound gut im Arrangement und im Mix durch. Bezogen auf eigene musikalische Bedürfnisse, wäre der Streicherlieferant allerdings eher 2. oder 3. Wahl.

    • Profilbild
      costello RED

      Danke Wellenstrom! Ganz genau: Der bright and cutting Sound schneidet im Mix wie ein heißes Messer durch Butter. Aber ich muss Dir widersprechen: Ein SS-30 würde ganz phantastisch zu der Atmosphäre Deiner Musik passen. Ich höre da Human League raus, John Foxx, Joy Division, auch David Sylvian. Also mindestens einen ARP Omni solltest Du schon am Start haben ;-)

      • Profilbild
        Wellenstrom AHU

        Hahaha… ja, die ARPs haben wirklich was. Der ARP Quadra, den du ja hier auch vor einiger Zeit so schön und vorbildlich beackert hast, hatte es mir auch ziemlich angetan. Aber für Hardware fehlt mir da eindeutig was an Platz in meiner kleinen Bude. Da gäbe es dann nur die Wahl zwischen Musik machen ODER wohnen. Aber virtuell hat man da ja einige Emulationen am Start. Und hier erwähntest du ja auch die Gforce VSM. Denke, es wird auf so’n Gforce Paket aus M-Tron Pro und VSM hinauslaufen.
        Übrigens ein weiteres großes Lob von mir, weil du dich nicht nur ausführlich mit den Kommentaren auseinandersetzt, sondern einer von wenigen bist, die sich auch mit dem musikalischen Background und Material der Kommentatoren auseinandersetzen und versuchen, deren Standpunkt zu verstehen. Das ist in dieser allgemein egozentrischen digitalen Ära, die generell, ich nenne sie mal – „oberflächenzentriert“ – geworden und geprägt ist, sehr selten geworden, dass da jemand so in die Tiefe geht.

        • Profilbild
          costello RED

          Ich glaube, mit GForce triffst Du eine gute Wahl. Sogar der olle Solina-Verächter Currie sagte, dass die Wiederbegegnung mit Elka, SS-30 und sogar der Solina via VSM ihn sehr berührt hätte.
          Danke für Deine Wertschätzung meiner Versuche, in den Antworten auch auf den musikalischen Background einzugehen. Das fällt natürlich leichter, wenn es in den Profilen SoundCloud-Links oder wie bei Dir auch einen weiterführenden Web-Link gibt. Aber ganz abgesehen davon: Ich mag Deine Mucke :-)

  6. Profilbild
  7. Profilbild
    k.rausch RED

    Klasse Artikel über den Stringer, den ich von allen am wenigsten mag, vom Delta mal abgesehen :) Und deine Audio Tracks zeigen deutlich, dass nur oberflächliches Hinhören allen den fast gleichen Klang attestiert. Nö, die sind sämtlich ganz schön verschieden und der SS30 besonders – im doppelten Wortsinn. Cooler Beitrag zum hier stetig wachsenden Vintage Keys Archiv.

    • Profilbild
      costello RED

      Danke Klaus! Du magst Deine Strings also am liebsten seidig-schimmernd? Ja, der Klang des SS-30 polarisiert absolut. Wenn ich es etwas gefälliger schwurbeln lassen möchte, dann muss halt der Opus 3 an den Start ;-)

      • Profilbild
        k.rausch RED

        Das Solina ist mir zu brav, habs eher mit dem String Melody II und Godwin Symphony. Hatte schon welche, bin aber seit einer Weile der Spielverderber und mir reichen nun gut gemachte Samples davon. Hab mir da schon die ganze Familie vorgeknöpft. Nur Opus 3 fehlt noch :)

  8. Profilbild
    iggy_pop AHU

    Es ist ja nicht nur der klirrend-kalte, schneidende Gesamtklang — der als solcher sicherlich seinen Nutzen in einem dichten Arrangement hat –, es sind die äußerst limitierten Hüllkurven, die im Vergleich zu anderen Stringgeräten äußerst begrenzte Release-Zeit und die nur stufenweise schaltbare Einschwingzeit (die, wie man’s auch dreht oder wendet, immer zu kurz ist — ohne Volumenpedal geht es nicht), die Tiefe der Chorus-Modulation (nie genug), die Verstimmung zwischen den Generatoren (Mann, das klingt aber wirklich sowas von verstimmt) — kein Wunder, daß bei Ultravox der SS-30 in der Regel durch ein Yamaha E-1010 gespielt wurde, um Teilen der Mankos entgegenwirken zu können.
    .
    Ich habe meinen SS-30 1997 aus Schottland bekommen (damals gab es noch Kleinanzeigen im Future Music), angeblich hatte das Gerät ursprünglich mal der britischen Sängerin Barbara Dickson gehört. Ich habe den SS-30 dann 1999 an einen Kollegen verkauft, der ihn mir 2007 als freundliche Dauerleihgabe für einige Jahre zur Verfügung stellte. Kaum, daß ich ihn einschaltete, merkte ich, warum ich mich 1999 von ihm getrennt hatte (siehe oben) — und ihn nicht zurückkaufen wollte, als sich die Gelegenheit ergab. Trotzdem habe ich ihn hier eingesetzt für die dreifach „geflangedte“ Fläche sowie für das Cello:
    https://ramp1.bandcamp.com/track/lighthouse
    .
    Ich bleibe dann doch lieber beim Roland RS-202, der liegt mir eher (aber nur der 202, der 505 fällt für mich in dieselbe Kategorie wie der SS-30).
    .
    Tomita hat den SS-30 übrigens ebenfalls verwendet auf dem Ravel-Album — für mich 1987 der Grund, mich auf die Suche nach einem SS-30 zu begeben, und vielleicht auch der Grund für meine hochgesteckten Erwartungen.

  9. Profilbild
    costello RED

    Nanu, stand hier nicht gerade ein Kommentar von Iggy? Wollte gerade antworten, da war er plötzlich verschwunden. Huhu, wo bist Du?

    • Profilbild
      • Profilbild
        costello RED

        Jetzt sehe ich Deinen Kommentar auch wieder, noch durch den Link ergänzt. Vielen Dank! :-) Völlig legitim, dass Du ein wenig Essig in den SS-30-Wein schüttest. Ich hatte Dich ja ohnehin schon als „Zeuge der Anklage“ im Artikel genannt. Tatsächlich hat das Instrument einige Limitierungen (gerade bei den Hüllkurven), die nicht sein müssten. Speziell bei der Länge von Attack und Release ist der SS-30 wirklich etwas eingeschränkt. Beim Detuning habe ich das beim Bass sehr stark gemacht, das klingt dann vielleicht etwas arg verstimmt. Bei der Violine habe ich die Schwebungen dagegen dezent eingesetzt und ich finde das wirkt schon sehr Synthesizer-mäßig. Und die Tiefe des Chorus? Wie gesagt, es kann eigentlich gar nicht genug schwurbeln. Ob man nun ein E-1010 noch dranhängt, oder ein SPX-90, ein Roland-Chorus. Etwas Sirup kommt immer gut. Das RS-202 mag ich auch sehr gern, auch ein String mit Charakter.

        • Profilbild
          iggy_pop AHU

          „Und die Tiefe des Chorus? Wie gesagt, es kann eigentlich gar nicht genug schwurbeln. “
          .
          Genau das ist die Crux — der SS-30 hat für mich nie genug geschwurbelt (dafür das Solina viel zu viel, dito der Multiman-S). Da half kein Dimension D, kein CE-1 (und ein 1010 habe ich leider bis dato noch nicht dingfest machen können).
          .
          Die Limitierungen, die den Nutzen des Gerätes für mich einschränken, sind auch für mich der Grund, die aktuellen Marktpreise mehr als nur in Frage zu stellen. So toll klingt er für mich einfach nicht, daß ich dafür Preise jenseits von 500 Euro rauszutun bereit wäre.
          .
          Barbara Dickson ist übrigens Schottin, böser Fehler.

          • Profilbild
            costello RED

            Was den Preis angeht, bin ich absolut bei Dir. Deshalb hebe ich das im Fazit auch nochmal hervor, dass das Liebhaberpreise sind, die ich als die-hard-Fan von Ultravox zu zahlen bereit war. Solange ein Performer und Logan unter 500 Euro zu haben sind, ist das für jeden, der einfach nur einen tollen String-Sound haben will, sicher die bessere Wahl. Für Roland-Strings werden allerdings inzwischen auch schon Liebhaber-Preise verlangt ;-)

            • Profilbild
              iggy_pop AHU

              Man muß Ultravox- oder Midge Ure-Fan sein, wenn man den SS-30 haben muß, kein Zweifel.
              .
              Meine Prägung liegt da allerdings etwas anders, da bin ich eher Elka Rhapsody 610…

              • Profilbild
                costello RED

                Das Elka Rhapsody 610 ist gewissermaßen die Schnittmenge von Ultravox und Jarre, Christopher Franke, Peter Baumann und auch Klaus Schulze.

                • Profilbild
                  iggy_pop AHU

                  Für mich sind es die letzten drei Herren, die ich für meine Prägung verantwortlich mache (wobei Schulze nur recht kurzzeitig den Elka einsetzte, so um die „Timewind“ herum — aber das reichte wohl schon).

  10. Profilbild
    Synclavier

    Hallo Costello, das ist ein herrlicher und leidenschaftlich geschriebener Testbericht. Danke dafür! Die Soundbeispiele (vor allem das erste ;-) ) sind allesamt wunderbar. Ich habe ein Faible für String-Sounds. Den SS-30 hatte ich interessanterweise aber gar nicht auf den Schirm.

    • Profilbild
      costello RED

      Das erste Beispiel „squonkt“ so schön, nicht wahr? ;-) Mir geht’s genauso – diese durch Frequenzteilung erzeugten Strings sind einfach wunderbar. Mit einem Polysynthesizer geht das natürlich auch. Aber oft geraten Oberheim- oder Prophet-Strings auch zu dick.

  11. Profilbild
    Son of MooG AHU

    Die Solina-Strings (und Brass) hatte ich ja schon auf der Heimorgel, dann als Leihgerät. Den SS-30 kannte ich noch nicht, danke für den Artikel und die Klangbeispiele…

    • Profilbild
      costello RED

      Ich denke, dass den SS-30 viele noch nicht kennen werden. Die Crumar, Logan/Hohner- und Solina-Teile sind viel verbreiteter, auch die Elka- und die Roland-Strings bekommt man hin und wieder angeboten. Yamahas SS-30 war da immer ein Außenseiter. Erst mit der SK-Serie haben sie dann Breitenwirkung erzielt. Aber die Strings der SK-Multikeyboards klingen komplett anders.

      • Profilbild
        iggy_pop AHU

        Das stimmt, und die Streicher des SK-30 fand ich auf Anhieb überzeugend — manchmal ärgere ich mich, nicht den SK-30 gekauft zu haben, den ein Freund von mir vor einigen Jahren für sehr kleines Geld loswerden wollte.

  12. Profilbild
    TobyB RED

    Hallo Costello,

    ich bin ja bei der Headline heute morgen erschrocken, werden jetzt Blank und Jones für ihre schrägen Remixe von Kultbands gefeiert. Aber dann viel der Groschen. Ich mag die Kiste auch, sie klingt eigen. Aber in den richtigen Händen(z.b. Deinen) wie ganz großes Kino. Sauber. Ich hab für diesen Sound auch ein Faible, siehe Streichfett. Auch hier ein Gerät, das man mögen muss und mit ihm arbeiten, er schenkt dir nicht. Die Demos sind Spitze.

    • Profilbild
      costello RED

      Ultravox curated by Blank & Jones? Oh Jammer und Graus, oh drohend Ungemach! Aber ganz so schlimm kam es dann zum Glück ja nicht :)) Danke Toby für Dein Lob in Cinemascope. Ja klar, den Streichfett habe ich bewusst nochmal reingenommen. Das ist ja eine sehr gute Alternative, wenn man gelegentlich mal ein paar gepflegte Streicher dazuhaben will. Oder GForce, wenn’s nicht unbedingt Hardware sein soll.

      • Profilbild
        TobyB RED

        Hallo Costello,

        Blank & Jones haben es auch mit Frankie versucht und Propaganda. Aber Ultravox war echt gräusliger Mist. Kann man machen muss man aber nicht. Also ich mag den Solina nicht, Crumar, Logan und Hohner noch weniger. Neulich auf dem Musikerflohmarkt in der Batschhkapp lag wieder eine Solina. Der Dialog mit dem Verkäufer war ungefähr so, hängst so einen ein EHX Effekt ran und dann klingt das wie bei Jean Michel Jarre. Dann lieber den Yamaha :-) Also ich loope manchmal klassisch mit Tape Streicher auch mit dem Streichfett, bischen Rhythmus unter und dann ab dafür. Das bringt dann noch mal analoge Farben.

  13. Profilbild
    L. Lammfromm

    Tolle und mit großer Synthesizerliebe erstellte Klangbeispiele – und überhaupt: Ein sehr lesenwerter Vintagegeräte-Bericht.
    .
    Toll, toll, toll!

  14. Profilbild
    Wellenstrom AHU

    So, der Test hat mich jetzt auch mal wieder scharf darauf gemacht, ein Ultravox Album zu hören (Vienna). Höre natürlich jetzt auch mal genauer hin in Sachen SS-30 ;-)

  15. Profilbild
    solartron

    Witzig (Tütensuppen…) geschriebener umfangreicher Artikel mit viel Insider-Knoff-Hoff und Hintergrund-Anekdoten (so mag ich das…).
    Gute Link-Liste und Sound-Beispiele.

    Weiter so – etliche Däumchen hoch! :)

    • Profilbild
      costello RED

      Hallo Solartron, danke für Dein nettes Feedback!
      In Deinem Profil ist ganz viel wunderbares Vintage Gear aufgeführt, davor steht aber „ehemaliges Equipment“. Bist Du inzwischen auf Software umgestiegen?

Kommentar erstellen Kommentar erstellen Leser-Story erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.

Über den Autor

Bewertung

Yamaha SS-30

Bewertung: 5 Sterne Bewertung des Autors
Leserbewertung: 5
Jetzt anmelden und dieses Produkt bewerten.

Hersteller-Report Yamaha

AMAZONA.de Charts

Aktion