Interview Peter Forrest, The A-Z of analogue Synthesisers

5. September 2020

Peter Forrest über seine Kult-Bücher und seine Synthesizer-Leidenschaft


Vorwort zum Interview mit Peter Forrest:

Autor von The A-Z of analogue Synthesisers und Besitzer des Synthesizer Auktionshauses Vemia

Peter Forrest wird einigen unserer Leser als Autor der allumfassenden Bücher A-Z of Analogue Synthesisers bekannt sein. Dass er unter dem Namen Vemia ein privates Online-Auktionshaus für Synthesizer betreibt, dürfte jedoch eher wenigen bekannt sein. Ich selber habe das erst von unserem Autor swissdoc erfahren, der gerade seine Hallgeräte-Sammlung mit einem weiteren Exoten erweitert hatte. Fündig geworden war er auf Vemia. Wir haben swissdoc gebeten, seinen Kontakt zu Peter Forrest zu nutzen, um ein Interview mit ihm zu führen. Gesagt – getan, hier also nun ein wunderbares Gespräch mit dem bereits zu Lebzeiten legendären Synthesizer-Experten.

Nun viel Spaß beim Lesen,

Euer Peter Grandl

Peter Forrest:  Zur Person

Georg:
Hallo Peter, vielen Dank, dass Du Dir Zeit für einige Fragen nimmst. Legen wir also gleich los. Welche Ausbildung hast Du genossen und was hast Du gemacht, bevor das mit den A-Z Büchern und der Vemia-Auktion losging?

Peter Forrest:
Ich habe den gleichen vierjährigen Griechisch-Latein-Philosophie-Kurs an der Universität Oxford absolviert wie Boris Johnson später. Obwohl ich als bekiffter Hippie 95 % meiner Zeit damit verbrachte, Van der Graaf Generator, Captain Beefheart, Grateful Dead und so weiter zu hören, hatte ich am Ende einen geringfügig besseren Abschluss als er (lacht). Der Unterschied war, dass er sich im Gegensatz zu mir später noch an den ganzen Latein und Griechisch Krams erinnerte. Der andere Unterschied ist vielleicht, dass ich nicht die europäische Gemeinschaft und Zusammenarbeit um des persönlichen Vorteils und Ruhmes willen zerstöre.

Die ersten beiden Bücher von Peter Forrest

Nach der Uni schaffte ich es nicht, bei der BBC als angehender Radiostudioleiter aufgenommen zu werden, also entschied ich mich für eine Ausbildung zum Grundschullehrer. Das war wirklich das beste Jahr meiner Ausbildung – und das Jahr, in dem ich zum ersten Mal einen VCS3 spielen konnte, den die Hochschule besaß. Danach unterrichtete ich in Grundschulen und landete schließlich als Schulleiter einer Grundschule nördlich von Dartmoor. Das war eine winzige Schule mit zwei Lehrern, aber eine wirklich erfolgreiche Schule in Bezug auf kreative Künste und Musik. Ich hatte einen fantastischen zweiten Lehrer, und wir haben viele kreative Projekte in den Bereichen Aufführung und Aufnahme durchgeführt. Aber der ewige Papierkram und die Bürokratie der Regierung fingen an, zu nerven. Ich ließ das 1996 hinter mir, um VEMIA zu gründen.

Georg:
Hast Du ein Instrument gelernt und wie kam es dazu? Warum hast Du Dich für genau dieses Instrument entschieden?

Peter Forrest:
Ich hatte keinen Unterricht. Ich habe mir das Spielen auf Klavier und Synthesizern selber beigebracht. Meine Mutter war eine gute Pianistin und meine Schwester hat es bis zur Schwierigkeitsstufe 8 geschafft – und spielte danach nie wieder in ihrem Leben. Mein erstes Instrument war eine Bird-Duplex-Orgel – mit einem Neon-Oszillator im Stil der 50er Jahre, wie sie auch anfänglich von den Specials verwendet wurde. Zusammen mit einem Freund, der eine Philicorda hatte, haben wir stundenlang mit einem primitiven Zweispur-Tonbandgerät herumgespielt. Ein paar Jahre später habe ich einen Roland SH-7 gekauft. Ich hatte Zero Time von Tonto gehört und das überzeugte mich, dass Synthesizer der richtige Weg waren. Brodr Jorgensen waren damals die britischen Roland-Importeure und da sie gerade in finanzielle Schwierigkeiten gerieten, gab es den SH-7 zum halben Preis. Er ist immer noch einer der ganz wenigen Synthesizer, die ich je neu gekauft habe. Das Problem war, dass ich wirklich mehrstimmig spielen wollte. Also kaufte ich als Nächstes ein Wurlitzer EP200 (wieder neu – was habe ich mir dabei gedacht?). Das war ein schönes Instrument und ich konnte vom Ausgang in den SH-7 gehen… aber was ich wirklich wollte, war ein polyphoner Synthesizer. Und die lagen mit 3000 bis 5000 Pfund (was damals viel mehr Geld war als heute) weit über meinem Budget.

Georg:
Trittst Du manchmal auf oder spielst regelmäßig Musik?

Peter Forrest:
Ich trete nicht auf! Lampenfieber und fehlendes Talent. Ich spiele regelmäßig zu meinem eigenen Vergnügen. Ich will immer wieder mal was auf Soundcloud bringen, bin aber bisher noch nicht dazu gekommen. Ich interessiere mich sehr für Fotografie/Videografie und plane wirklich, dort Ton und Bild zu kombinieren. Wenn dann das eine schwach ist, wird es vom anderen unterstützt.

Georg:
Hast Du Familie? Was denken sie über Musik und Deine Beschäftigung mit Synthesizern?

Peter Forrest:
Meine Frau unterstützt mich sehr, aber sie ist auch sehr froh darüber, dass ich endlich den Keyboard Ständer, das Mischpult und das Effekt-Rack aus unserem Wohnzimmer entfernt habe. Ich schätze, sie hat sich auch gefreut, als ich mein altes Aufnahmestudio/Lagerscheune in ein Haus umgebaut habe, in dem mein Sohn jetzt lebt. Nach wie vor muss sie bei jeder Auktion einen enormen Schwall von Paketen hinnehmen – wir packen im Lager, versenden aber von meinem Haus/Büro aus. Die Pakete überschwemmen oft von der Lobby und dem Büro aus das ganze Erdgeschoss. Manchmal nutze ich unseren Wintergarten auch zum Fotografieren der Auktionsobjekte.

Georg:
Erzähl mir von Deinen Hobbys, also über alles, was nichts mit Synthesizern oder so zu tun hat.

Peter Forrest:
Nr. 1 ist Sport. Ich schaue gerne zu und treibe selber Sport. Passend zu diesem Ping-Pong-Interview ist Tischtennis jetzt meine Haupt-Sportart – ich habe damit angefangen, als ich etwa 30 Jahre alt war, in einer lokalen Liga gespielt und einige größere Erfolge gehabt (z.B. habe ich mit einem Partner aus einer niedrigeren Liga unserer Liga die auf Nummer gesetzten in der nationalen Meisterschaft der über 50-Jährigen geschlagen). Ich spiele auch Kricket (Google das mal!) und Tennis, und gelegentlich Golf, Ten-Pin-Bowling, kicke einen Fußball herum, spiele Frisbee usw. Alles, solange ich nicht ohne einen Ball laufen muss, dem ich nachjagen kann. Ich bin jetzt 68 Jahre alt, hoffe aber, dass ich so lange wie möglich weitermachen kann. Ich liebe klassische Musik und Oper, Kino und modernen Tanz. Kunstgalerien auch. Dann ist da noch das Laufen mit unserem lieben Hund (den mir mein bester Kunde geschenkt hat, dessen Hund gerade Welpen bekommen hatte, als ich einige Objekte für eine Auktion abholte) und das Zusammensein mit der Familie – bis jetzt haben wir vier Enkelkinder. Ich liebe auch das Reisen und hoffe, dass wir weiterhin großartige Orte wie Frankreich, Italien und das gesamte europäische Festland besuchen können, aber auch weiter entfernte – Norwegen, Costa Rica, Indien, Nepal, Peru, Ecuador, Neuseeland usw. – sogar das Land, das ein amerikanischer Freund Trumpistan nennt.

Die Bücher sind in der Auflage limitiert und mit einer Seriennummer versehen. Hier habe ich offenbar recht früh zugegriffen.

Georg:
Hast Du ein Studio voller Synthesizer oder eine eigene Privatsammlung? Ist das nur auf Synthesizer beschränkt oder ist da die eine oder andere Effekt-Kiste oder gar eine Gitarre irgendwo versteckt?

Peter Forrest:
Ursprünglich hatte ich die Absicht, nie einen Synthesizer zu verkaufen… aber das mit dem Selbständigmachen und die familiären Verpflichtungen haben dem ein Ende gesetzt. Tatsächlich waren die ersten beiden VEMIA-Auktionen der Beginn dieses Prozesses. Die Verkäufe liefen überhaupt nicht gut, und ich wies den Auktionator an (die ersten beiden Auktionen fanden „live“ in einem Lagerhaus statt), alle von mir angebotenen Artikel ohne Mindestpreis zu verkaufen. Geräte wie ein neuwertiger Multimoog gingen dann für 200 Pfund…. Also… meine Sammlung ist immer kleiner geworden – und in der Tat habe ich gerade die folgenschwere Entscheidung getroffen, praktisch alle meine verbliebenen Keyboards zu verkaufen und nur ein Master-Keyboard, einige Rack-Synths – natürlich einige analoge – sowie ein paar günstige Drumcomputer und eine Menge Effekte zu behalten.

Georg:
In diesem Interview https://vicmod.blogspot.com/2009/01/peter-forrest-interview-from-z.html hast Du den T8 als den Synthesizer angegeben, der einem „have it all synth“ am nächsten kommt. Der nächste in dieser Reihe war JP-8 oder Memorymoog oder Andromeda. Wie würdest Du diese Frage heute beantworten? Es gibt so viel Neues, von den neuen Korg-Analogen über den Moog One bis hin zu anderen Sachen wie den Studio Electronics-Synths, dem River oder dem bald erscheinenden VS-1 Polyphonic Analog Synthesizer von Abstrakt Instruments. Nicht zu vergessen die Synths von Behringer oder der Black Corporation.

Peter Forrest:
Er muss mehrstimmig sein und eine wirklich ausdrucksstarke Tastatur haben. Also würde ich den T8 immer noch sehr hoch bewerten (und natürlich den CS80 und Chroma, wenn Platz und Geld keine Rolle spielen würden). Vor kurzem habe ich von meinem besten Kunden einen Moog One für die nächste Auktion abgeholt und ich freue mich darauf, ihn intensiv auszutesten.

Georg:
Welche Musik hörst Du? Welches Format bevorzugst Du?

Peter Forrest:
Ich höre eine wilde Mischung von Musik – zum Beispiel in den letzten Tagen Bob Dylans neueste CD, Aphex Twin, Herbie Hancock, Cello-Suiten von Bach, Hot Chocolate (!) – immer noch hauptsächlich auf Vinyl und CD (oder Radio), aber ich bin kein Snob, was die Qualität betrifft – die meisten Streaming-Dienste liefern eine gute Klangqualität für das normale Hören, für meinen Geschmack jedenfalls. Ich bin tatsächlich gerade auf der Suche nach einem anständigen Zubehör für unser Wohnzimmer-Soundsystem, sodass ich dort Streaming-Dienste nutzen kann.

Georg:
Du hast Boris Johnson als einen Deiner Mitstudenten erwähnt und aus dem Kontext Deiner Antwort schließe ich, dass Du kein Freud des Brexit bist. Ich bin 1999 wegen eines guten Job-Angebotes in die Schweiz gezogen und habe den Widerstand der Schweizer gegen einen EU-Beitritt immer noch nicht ganz verstanden. Nun… Wie wird sich der Brexit Deiner Meinung nach auf Dein Geschäft mit Synthesizern auswirken?

Peter Forrest:
Da habe ich mich vorhin wohl unklar ausgedrückt, ich habe diesen Universitätskurs etwa zehn Jahre vor Boris Johnson absolviert. Der Brexit wird für jedes Unternehmen Probleme bringen, das zwischen Großbritannien und Europa Handel treibt. Es wird zusätzliche Kosten, sehr viel Papierkram und enorme Verzögerungen beim Zoll geben. Das gilt insbesondere für Gebrauchtgegenstände. Es wird auch die hervorragende gegenseitige Befruchtung von Musikern, die zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU reisen, sehr viel schwieriger und teurer machen. Wenn diese Ihre Instrumente in die eine oder andere Richtung mitnehmen wollen, müssen Carnets mit den Einzelheiten jedes einzelnen Gerätes ausgefüllt werden – und das ist nur an einigen wenigen offiziellen Orten möglich. Ich denke, die normale Bearbeitungsgebühr liegt bei über 500 Pfund.

Peter Forrest: Über die Bücher „A-Z of Analogue Synthesisers“

Georg:
Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wie ich Ende der 1990er Jahre von der ersten Veröffentlichung von A-Z erfahren habe. Wie hast Du damals Dein Publikum erreicht und wie wurde bestellt? Das Internet war damals ja noch ganz anders als heute.

Peter Forrest:
Damals gab es Pressemitteilungen, die manchmal von Zeitschriften aufgegriffen wurden und hier und da wurde eine Buchbesprechung abgedruckt. Und ich vermute, dass viele Leute meine Vintage-Synth-Artikel in der Zeitschrift Music Technology (später The Mix) gelesen hatten. Damit hatte ich damals angefangen. Weil die großartigen Polysynths wie der Prophet 5, CS-80, Polymoog oder die Oberheims unbezahlbar waren hatte ich versucht, die Schmerzen erst mit einem Korg Poly 800 und dann einem Bit 99 zu lindern. Eines Tages aber sah ich dann eine Anzeige für einen gebrauchten OB-Xa für etwa 400 Pfund. Ich kaufte ihn – ich denke, ich bin wohl ein paar hundert Meilen gefahren, um ihn abzuholen – und ich war begeistert, endlich bis zu acht Noten eines cremigen, kraftvollen Synthesizers auf einmal spielen zu können. Ich machte ein paar Fotos, schrieb einen Retro-Review für das Music Technology Magazin und bekam einen Großteil der Anschaffungskosten zurück, einfach so. Danach kamen weitere Käufe und Retro-Reviews hinzu und so kam ich auf die Idee, eine alphabetische Auflistung analoger Synthesizer zu machen. Das wurde von der Zeitschrift dann als Artikelserie gebracht.

Aber wenn ich zurückblicke, habe ich absolut keine Ahnung, wie wir es geschafft haben, Tausende von Büchern zu verkaufen, bevor das Internet Werbung, Verkauf und Bezahlung so einfach machte.

Eine typische Seite aus den Büchern. Hier der Audity Prototyp von Emu. Links sieht man die zu vielen Geräten verfügbaren Ratings und die Entwicklung der Preise.

Georg:
Betrachtet man A-Z, so scheint mir nur ein einziges Projekt in seinem Umfang vergleichbar zu sein: Synthdat und später Synrise von Stephan Dargel. Die Bücher von Autoren wie M. Becker, M. Vail oder J. Colbeck decken eher die Mainstream-Instrumente ab, während Dein Ansatz darin besteht, alles Analoge abzudecken. Wie schätzt Du die unterschiedlichen Ansätze ein?

Peter Forrest:
Alle vier Autoren haben mir sehr geholfen, und die Bücher/Artikel aller vier sind wirklich wertvoll. Stephans Synthdat/Synrise war eine sorgfältige und allumfassende Datenbank, von der er mir damals freundlicherweise mehrere Versionen zukommen ließ. Matthias war auch sehr hilfreich. Bedenkt man, dass die Synthesizer von Gestern Bücher einen extrem hohen Produktions-Standard haben, so versuchte er, mich dazu zu bringen, meine Layout-Fähigkeiten zu verbessern, aber ich fürchte, ich habe mich für den typischen hausgemachten Selbstverlags-Standard entschieden – man quetscht einfach alles hinein und macht sich keine Sorgen wegen des Layouts. Hätte ich versucht, den Standards der SvG Bücher zu entsprechen, wären meine Bücher 700 Seiten lang, A4 und unerschwinglich teuer in der Herstellung gewesen. Aber ich liebe die Bücher von Matthias. Mark Vail war auch sehr großzügig – unter anderem schrieb er eine flammende Rezension der A-Z Bücher im amerikanischen Keyboard Magazine. Seine Bücher gefallen mir sehr gut, zum Teil deshalb, weil sie einen abgerundeteren Überblick über die Geschichte der Synthesizer- (und Hammond-) Produktion bieten, als ich es geschafft habe. Julian Colbeck war auch eine hilfreiche Quelle und ich mag seine Bücher (besonders die ersten drei). Warum nur analoge (sowohl seltene analoge wie auch gängigere Instrumente)? Ich wollte etwas Umfassendes machen, und ich hatte keine Hoffnung, mir je ein Synclavier oder Fairlight oder PPG leisten zu können.

Für Freunde von exotischen Synthesizern sind die Bücher von Peter Forrest ein Muss und eine Quelle schier endloser Freude.

Georg:
Wie lange hast Du gebraucht, alle Informationen für die A-Z Bücher zusammenzutragen? Ich war immer beeindruckt vom Detaillierungsgrad und insbesondere von den Preisstatistiken. Hast Du das alles selber gesammelt oder hattest Du Unterstützung von anderen Leuten?

Peter Forrest:
Es hat ein paar Jahre gedauert, neben der Arbeit. Ich habe irgendwo eine Akte mit der gesamten Korrespondenz, die ich Anfang/Mitte der 90er Jahre mit verschiedenen Leuten geführt habe – natürlich alles per Brief-Post. Es gab schon damals eine Menge Leute, die von alten analogen Synthesizern gleichermaßen fasziniert waren, und sie waren sehr großzügig, ihr Wissen und/oder ihre Meinungen/Korrekturen mitzuteilen. Die Details und Preisstatistiken habe ich aus meinen gesammelten Hersteller-Broschüren, Magazinen der 60er, 70er und 80er Jahre und aus dem gelegentlichen Besuch der Zeitungs-/Magazinsammlung der Britischen Nationalbibliothek – sowie einigen gezielten Recherchen mit Bob Moog und anderen Herstellern gewonnen. Dazu kommen natürlich die Datenbank von Stephan Dargel und die Ergebnisse einzelner Personen, die sie mir zugesandt hatten.

Georg:
Wie hast Du alle Informationen gesammelt? Es war ziemlich früh, was Online-Ressourcen und sogar die Nutzung von Computern zu Hause betrifft. Verglichen mit dem, was uns heute zur Verfügung steht, waren Geschwindigkeit, Speicher, Software, Scanner, Drucker usw. damals noch recht begrenzt.

Peter Forrest:
Ja, alles war sehr primitiv. Ich erinnere mich, dass ich anfangs Material mit einem HP-Computer schrieb, der nur in Großbuchstaben druckte. Glücklicherweise hatte ich als Lehrer damals Zugang zu einem BBC B Computer, der eine anständige Tastatur besaß und für die Textverarbeitung völlig ausreichend war (Word-Processing, was für ein merkwürdiger Begriff!). Meine Frau und ich entwarfen auch die BBC B Lernsoftware Dragonworld, die in den 80er Jahren wahrscheinlich von etwa einer Million britischer Mittelschulkinder benutzt wurde. Wir haben nicht den schweren Teil (die Programmierung) gemacht – nur das Design, die Handlung und die Begleitmusik/Drama-Kassette. Ein Programm, mit dem eine Klasse von Kindern acht Wochen oder länger beschäftigt werden konnte, alles war auf 2x 32K Diskettenplatz untergebracht. Es ist das Computeräquivalent des Monty-Python-Sketches „Four-Yorkshiremen“ – „Haus? Sie hatten Glück, ein HAUS zu haben! Wir lebten früher in einem Zimmer, alle hundert sechsundzwanzig von uns, ohne Möbel. Der halbe Boden fehlte; wir waren alle in einer Ecke zusammengekauert, aus Angst, herunterzufallen!“

Es gab keine vernünftigen Internet-Suchwerkzeuge – und sowieso nur sehr wenige Informationen zum Durchsuchen. Mein erster Drucker war ein Endlos-Nadeldrucker mit perforierten Löchern zum Transport des Papiers. Ich war sehr stolz darauf. Die Scanner waren Handheld-Scanner. Die Wände meines Büros sind immer noch komplett mit Regalen voll gestellt, in denen Aktenordner voll mit Informationen und entsprechende Büchern und Zeitschriften aus Großbritannien, Europa und den USA stehen.

Georg:
Wer hat alle im Buch gezeigten Bilder aufgenommen und mit welchen Kameras? Ich nehme an, es war noch auf analogem Film?

Im der Mitte der Bücher befindet sich ein Bildteil. Hier kann man von Geräten der Firma Moog träumen

Peter Forrest:
Ich habe alle Fotos selber gemacht, bis auf diejenigen, für die im Buch andere Urheber erwähnt werden – wie Bob Williams von Analogue Systems, Martin Newcomb vom Museum of Synthesizer Technology, Andy Horrell von EMIS und Rüdiger Lorenz (alles wirklich hilfreiche Quellen). Genau, ich benutzte 35mm-Diafilm in einer Minolta Dynax 7000 oder etwas in der Art.

Georg:
Hattest Du Zugang zu all den behandelten Instrumenten oder beruhen einige Kommentare und Bewertungen auf Mundpropaganda?

Peter Forrest:
Das ist nicht so einfach zu beziffern. Zu der Zeit, als ich die Bücher schrieb, hatte ich schätzungsweise 50 % aller Synthesizer selber besessen, 20 % ausgeliehen, weitere 20% bei einem Freund, im Laden oder in einem Studio gespielt und mich zu 10 % auf die Meinung anderer Leute verlassen. Diese anderen Leute waren in der Regel erfahrene und vertrauenswürdige Personen (obwohl ich einen großen Fehler auf der Grundlage einer normalerweise zuverlässigen Quelle gemacht habe). Buchla, PPG und Serge waren die drei großen Hersteller, mit denen ich nur sehr eingeschränkte eigene Erfahrung hatte.

Georg:
Wie kam es zur Beschränkung auf analoge Instrumente? Mir haben immer hybride Synthesizer wie die PPGs gefehlt. Digitale oder Hybridsynths sind ja auch ganz nett.

Peter Forrest:
Das A-Z of Analogue war ein schmissiger Titel (lacht), auch wenn es in den Büchern Anomalien gibt – wie zum Beispiel die Aufnahme des OSCar. Ich stimme Dir zu, dass es einige wunderbare Hybridsynths gibt, und auch digitale – aber ich musste irgendwo die Grenze ziehen, wenn das Projekt durchführbar belieben sollte.

Georg:
Im Archiv der Analog Heaven Mailing-Liste gab es einige Beiträge, in denen ein Buch über Sequenzer oder Effekte erwähnt wurde. War also ein anderes Projekt in Arbeit, das andere Arten von Geräten abdecken sollte? Irgendwelche Pläne für die Zukunft?

Peter Forrest:
Ich habe an Sequenzern und Drumcomputern gearbeitet und wollte mich mit einigen anderen Leuten zu jedem dieser Projekte in Verbindung setzen – aber mehr ist nicht passiert. An dem Effekt-Buch habe ich viel gearbeitet und über zwei Jahre eine ziemlich umfassende Datenbasis aufgebaut. Es existiert immer noch (irgendwo), aber ich hatte nie die Zeit, daraus ein Buch zu machen.

Digitalsynthesizer und Effektgeräte werde in den Büchern nicht behandelt. Es gab jedoch Ideen und erste Recherchen zu Büchern über Sequenzer und Effektgeräte.

Georg:
Wo kommen Deine Leser her? Wohin wurden die meisten Exemplare vom A-Z verkauft und was sind die exotischsten Orte?

Peter Forrest:
Meine Leser kommen hauptsächlich aus Europa und Nordamerika/Kanada, mit einer beträchtlichen Anzahl in Australien, Neuseeland und Japan und einigen wenigen, die über den Rest der Welt verstreut sind. Im Laufe der Jahre habe ich einige nette Briefe und E-Mails erhalten, in denen Dinge standen wie: ‚Ich musste sechs Monate in der Äußeren Mongolei verbringen und Ihre Bücher hielten mich bei Verstand’… Es ist immer sehr herzerwärmend, positive Kommentare zu erhalten oder wenn die Leute sagen, dass ihnen der in den Büchern eingestreute Humor gefallen hat. Zum Glück machen sich Menschen, die sich darüber ärgern, im Allgemeinen nicht die Mühe, zu schreiben.

Georg:
Zurück zur Frage nach dem Umfang Deiner Bücher und anderen Büchern über Synthesizer. Ist die Liste der wichtigen Werke hier vollständig? Fehlt ein anderes Buch oder ein anderer Autor? Ich denke, es gab im Laufe der Jahre einen Übergang zu Online-Sites. Schöne Seiten wie die von Theo Bloderer oder Robert Wittek aus Österreich, aber nichts von ansatzweise solchen enzyklopädischen Dimensionen.

Peter Forrest:
Sicher und verständlicherweise hat sich der Schwerpunkt auf das Online-Angebot verlagert. Früher gab es gute Bücher von Tom Darter (The Art of Electronic Music und The Whole Synthesizer Catalogue) und Deverahi (The Complete Guide to Synthesizers) – zusammengestellt aus Artikeln der US Keyboard, aber durchaus lesenswert. In jüngerer Zeit gab es Pinch and Trucco’s Analog Days.

Peter Forrest: Zu den Vemia Auktionen

Georg:
Oben hast Du erwähnt, wie Du begonnen hast, Deine Synthesizer zu verkaufen, was dann schließlich zu Vemia und den Auktionen führte. Bitte erzähle uns mehr über den Beginn dieses Geschäftszweigs. Ich glaube, die meisten unserer Leser kennen die A-Z-Bücher, wissen aber nicht so viel über die Auktionen.

Peter Forrest:
Auktionen haben mir schon immer Spaß gemacht – das Drama und die Aufregung, das ist so viel mehr als nur etwas Neues zu kaufen oder den Preis für etwas Gebrauchtes zu bezahlen. Als mir das Unterrichten immer weniger Spaß machte, kam mir die Idee einer Spezialauktion für elektronische Musikinstrumente und Aufnahmegeräte in den Sinn. Es war 1996, und die Zeit schien reif zu sein. Es begann als eine gewöhnliche Auktion. Ich mietete ein riesiges Lagerhaus und buchte die Dienste eines Auktionators und seines Teams und wartete darauf, dass die Limousinen voller Rockstars und reicher Sammler anrollen würden. Das Problem ist, da ich im Südwesten Englands ansässig bin, war der Standort nicht annähernd zentral genug, um das zu ermöglichen. Die ersten Auktionsergebnisse waren enttäuschend – so fand sich zum Beispiel kein Käufer für das alte Mellotron der Stones, das von Streetly Electronics in die Auktion eingebracht wurde. Bei der zweiten Auktion wurde mir klar, dass es nicht mit einer physischen Auktion funktionieren würde. Etwa 80% der Verkäufe gingen an Leute, die Gebote aus der Ferne abgaben (damals verschickten wir Hunderte von Katalogen per Post), und die Kosten für Sicherheit, Miete und Löhne waren zu hoch. Der naheliegende nächste Schritt war also, online zu gehen. eBay hatte 1995 in den USA begonnen, es war also definitiv eine Zeit, in der die normalen Leute anfingen, in großer Zahl online zu gehen. Wir baten den Chef eines neuen Internet-Service-Provider Start-Ups, eine Auktionssoftware zu schreiben, und begannen mit dem Prozess.

Die Startseite der Vemia Auktionen

Irgendwann wurde sein Geschäft zu groß, sodass er keine Zeit mehr hatte, die Software zu warten (seine Firma Eclipse wurde schließlich für etwa 12 Millionen Pfund verkauft…). Glücklicherweise hatten wir einen sehr guten Kunden unserer Auktionen in Frankreich, der sich auf diese Art der Softwarebereitstellung spezialisiert hatte, und so schlossen wir einen Vertrag mit www.spheremusic.com, um die Software von Grund auf neu zu schreiben, und sind seitdem dort geblieben.

Georg:
Habe ich Dich richtig verstanden und Du hast schließlich Deine Anstellung als Lehrer aufgegeben und Dich auf die Auktionen konzentriert? Du kannst also davon leben?

Peter Forrest:
Ja – es war ein Glücksspiel, aber meine Frau arbeitete immer noch in einem richtigen Job und ich schrieb auch Artikel, Rezensionen usw. und verkaufte weiter die A-Z Bücher. Dazu hatte ich eine gute Synthesizer-Sammlung, die bei Bedarf verkauft werden konnte. Es war nicht so einträglich wie im Lehrerberuf zu bleiben, aber so hatte ich ein bisschen mehr Freiheit, wann ich Urlaub nehmen und was ich mit meinem Leben im Allgemeinen anfangen konnte. Deshalb haben wir uns bis auf ein paar Ausnahmen an das Muster von zwei Auktionen pro Jahr gehalten, jeweils im April und November. Die Auktionen haben sich tatsächlich zu einem nachhaltigen Geschäft für uns entwickelt – aber natürlich stiegen mit dem Wachstum der Auktionen auch die Ausgaben, da Lagerraummiete, Versicherung, Fahrzeugkosten, Löhne usw. im gleichen Verhältnis gestiegen sind.

Georg:
Vielleicht kannst Du uns einige Angaben über die Anzahl der Artikel in den Auktionen im Laufe der Zeit machen?

Peter Forrest:
Ich habe die Zahlen aus der Zeit vor dem Wechsel zu www.spheremusic.com nicht parat, aber seitdem (November 2001) haben wir knapp 22 000 Artikel in den Auktionen gehabt und davon etwa die Hälfte verkauft. Der Gesamtwert der verkauften Artikel beträgt etwa vier Millionen Pfund.

Georg:
Wie schon bei den Büchern gefragt, woher kommen die Geräte in den Auktionen hauptsächlich? Wohin gehen sie?

Peter Forrest:
Wir haben einige sehr gute Verkäufer in Westeuropa – Großbritannien, Frankreich, Italien, Deutschland, die Tschechische Republik und die Niederlande sind wahrscheinlich die bedeutendsten Länder – und verschiedene, über die ganze Welt verstreute Verkäufer – USA, Kanada, Japan, Russland usw. In den letzten vielleicht zehn Jahren haben wir regelmäßig Sendungen von unserem besten Kunden abgeholt. In der Anfangszeit war dieser Kunde wahrscheinlich unser bester Käufer, der sich schließlich entschied, einige der vielen Duplikate, Triplikate und mehr zu verkaufen, die aus jedem Raum seines Studiokomplexes/Hauses herausquollen. Moog Modulars, seltene Eurorack-Module, Neve, Calrec, Pultec und sonstiges Outboard, Rhodes Chromas, Korg PS-3300s, usw. usw. – und auch modernes Zeug wie den Moog One. Wie vorhin schon gesagt, freue ich mich riesig darauf, diesen nun intensiv auszuprobieren.

Georg:
Hast Du einige lustige Geschichten über die Auktionen zu erzählen? Interessanteste Ausrüstung? Die größte Panne? Welches waren die interessantesten Leute, die Du getroffen hast?

Peter Forrest:
Eine verrückte Geschichte aus dem Jahr 2017…. wir haben einen wirklich ausgezeichneten australischen Kunden, der sich entscheidet, dass er etwas will und dann dafür sorgt, dass er es auch bekommt. Bei dieser Auktion gab es ein komplettes Roland System 700 aus gutem Hause. Wegen der Zeitverschiebung lag das Ende der Auktion mitten in der Nacht in Australien. Das Gebot (er führte die Auktion an) war auf etwa 70’000 Pfund gestiegen aber es war nicht überraschend, dass keine weiteren Gebote eingingen. Um absolut sicherzugehen, setzte er sein Maximalgebot auf 100’040 Pfund herauf und ging zu Bett. Als er morgens aufwachte, stellte er fest, dass er überboten worden war. Das muss ein mächtiger Schock gewesen sein. Zum Glück kannte ich den Besitzer eines anderen, sehr ähnlichen System 700, und dieser war bereit an den Australier zu einem einvernehmlich vereinbarten Preis zu verkaufen, sodass alle zufrieden waren.

Im Auktionsraum der Vemia Auktionen. Die nächste ist für November 2020 geplant.

Wir haben natürlich einige berühmte Persönlichkeiten kennengelernt, weil wir sehr viel persönlich abholen und ausliefern. Sie waren alle umgänglich und freundlich. Ich habe mal den Fehler gemacht, einen Synthesizer-Freak den Lieferwagen fahren zu lassen. Kein Problem, dumm nur, dass eine 6-stündige Lieferfahrt nach einer Studioführung durch z.B. das Real World Studio oder die privaten Studios der Jungs von New Order, Massive Attack, Duran Duran, Portishead, Goldfrapp usw. usw. 12 Stunden dauern kann. Ein lustiger Moment war, als ich etwas in einem großen alten Gebäude in London abholte. Der Kunde und ich trugen ein 60 kg schweres Studer-Tapedeck eine steile, schmale Betontreppe hinunter, als wir einen Lachanfall bekamen. Wie wir ohne ernsthafte Verletzungen unten angekommen sind, ist mir immer noch Rätsel.

Größte Panne? Bei der Auktion im April trat ein bisher guter Kunde von Käufen im Wert von etwa 26.000 Pfund zurück. Ich vermute, dass COVID das Problem verursacht hat. Ich hasse es, Verkäufer enttäuschen zu müssen, die glauben, einen guten Verkauf getätigt zu haben (und in einigen Fällen auf das Geld angewiesen sind). Obwohl sich also einige der Verkäufer freundlicherweise bereit erklärten, die Transaktion zu annullieren, fanden wir bei den restlichen entweder einen unterlegenen Bieter, der die Transaktion auf sein Gebot hin übernahm (und Vemia übernahm die Differenz) – oder in Fällen, in denen das nicht möglich war (bei vielen Geräten war er der einzige Bieter…), nahmen wir den Kauf auf uns, in der Hoffnung, die Kosten in einer späteren Auktion mehr oder weniger wieder hereinzuholen.

Wir haben selten Probleme mit wirklich böswilligen Kunden, aber vor vielen Jahren gab es einen, der etwas völlig falsch darstellte und eine sehr schwierige Situation verursachte. Es war lustig, Jahre später herauszufinden, dass diese Person den größten Fehler in der Welt des Synthesizer-Sammelns begangen hatte. Er hatte herausgefunden, dass es an einer Hochschule in Großbritannien einen sehr schönen Moog-Modular gab. Er überredete sie schließlich (nachdem er sie jahrelang bedrängt hatte), diesen gegen seinen DX7 auszutauschen. Aber als er den Moog nach Hause brachte, konnte er ihn nicht richtig zum Laufen bringen und bestand vehement darauf, dass die Hochschule den DX7 zurückgeben und den Moog zurücknehmen müsse. Vor etwa 10 Jahren erhielten wir einen Anruf vom der Hochschule mit der Bitte, den Moog zu versteigern. Er war riesig, im Original-Zustand und gut erhalten und wurde für ein wenig mehr Geld verkauft, als ein DX7 wert ist.

Georg:
Wie siehst Du als kleines unabhängiges Auktionshaus für Synthesizer Deine Position im Vergleich zu eBay, Reverb oder anderen lokalen Online-Plattformen? Was veranlasst die Leute, über Vemia zu verkaufen oder dort zu kaufen?

Peter Forrest:
Natürlich sind wir ein kleiner Fisch im weiten Meer. Das kann aber auch Vorteile bringen. Wir haben viele loyale Kunden, und zwar aus vielen Gründen: Oft können wir tatsächlich Sendungen zur Auktion abholen und die Arbeit des Testens, Fotografierens, Beschreibens und dann des Versands übernehmen; wir sind Verpackungs- und Versandexperten, und wir betreuen die Kunden von Anfang bis Ende jeder Transaktion. Außerdem kennen wir die Geräte, die verkauft werden und sind daher besser als die Mitarbeiter anderer Online-Plattformen in der Lage, erfolgreich bei irgendwelchen Problemen einzugreifen. Wir haben auch einen sehr guten hauseigenen Techniker, der die Instrumente vor der Auktion warten (oder das gelegentliche Problem danach lösen kann).

Ein Beispiel: Ein Teil eines System 700 wurde bei der letzten Auktion angeboten. Es erhielt während der Auktion kein Gebot, zog dann aber das Interesse eines guten Kunden aus Kalifornien auf sich. Nach einigen Verhandlungen arrangierten wir einen Verkauf zum Angebotspreis des Verkäufers, aber unter der Bedingung, dass wir das Instrument abholen, die in der Auktion beschriebenen Probleme beheben und den Versand in die USA organisieren würden. Mit Covid war das ein recht langwieriger Prozess, aber sehr lohnenswert – davon können eBay oder Reverb nur träumen. Und schließlich… wir würden lieber etwas Geld verlieren, als einen verärgerten, enttäuschten Käufer oder Verkäufer zu haben. Die sozialen Medien bieten jetzt jedem die Möglichkeit, sich einfach über den erhaltenen Service zu beschweren, aber ich denke, man müsste sehr genau suchen, um eine Beschwerde gegen VEMIA zu finden, falls es eine solche denn gibt.

Georg:
Peter, vielen Dank für Deine Zeit und die spannenden und umfangreichen Antworten.

Das Interview ist im Kasten und da kann man doch ein wenig im Schatten chillen.

Produktinformation

Buch I:
Peter Forrest
The A-Z of Analogue Synthesisers
Part One: A-M

Published in a limited editon of 8000.
ISBN: 09524377 0 8
Herausgeber : Susurreal Publishing (31. Oktober 1994)
Taschenbuch : 240 Seiten

Buch II:
Peter Forrest
The A-Z of Analogue Synthesisers
Part Two: N-Z

Published in a limited editon of 8000.
ISBN: 09524377 1 6
Herausgeber : Susurreal Publishing (31. Oktober 1996)
Taschenbuch : 272 Seiten

Buch III:
Peter Forrest
The A-Z of Analogue Synthesisers – Revised
Part One: A-M

Published in a limited editon of 6000.
ISBN: 09524377 2 4
Herausgeber : Susurreal Publishing (Oktober 1998)
Taschenbuch : 320 Seiten

Buch IV:
Peter Forrest
The A-Z of Analogue Synthesisers – Revised
Part Two: N-Z

Published in a limited editon of 6000.
ISBN: 09524377 3 2
Herausgeber : Susurreal Publishing (März 2003)
Taschenbuch : 384 Seiten

 

Fazit

Tolle Bücher sind das in der Tat und ich selber schlage regelmäßig dort etwas nach, was es an anderer Stelle nicht zu finden gibt. Die Auktionen sind immer eine Quelle von exotischen Instrumenten und es ist eine Freude, mit Peter Forrest reibungslos einen guten Deal abzuschließen. Das ist einfach eine ganz andere Nummer, als die großen Online-Plattformen. Man fühlt sich dort gut aufgehoben.

Wer es bisher verpasst hat, sich die Bücher zuzulegen, wird etwas suchen müssen und sollte auch kurz mit seinem Bankberater sprechen. Die Bücher sind selber zur gesuchten Vintage-Ware geworden. Peter Forrest sagte zu diesem Thema: Quite amusing that there is one copy of the A-M on Amazon that someone is trying to sell for something ridiculous like 579 GBP !

Die Frage nach Rest-Exemplaren und einer etwaigen Veröffentlichung als PDF zum Download hat er so beantwortet: There aren’t any…. and unfortunately I’ve spent the last five years trying to search for the disk / PC I saved the original source on.

 

Forum
  1. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Danke für dieses sehr schöne Interview,die beiden Bücher sind bei mir schon recht abgegriffen vom vielen Blättern ,hätte mich über einen Folgeband Effektgeräte gefreut.

  2. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Ein super geführtes Interview mit dem englischen Original Peter Forrest.
    Macht Spass zu lesen, danke swissdoc!
    Peter ist ein wirklich netter Kerl.
    …und wer sein wichtigster Kunde ist kann man bei aufmerksamer Lektüre auch erahnen ;))

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    Numitron  AHU

    Schade dass es keine neuauflage gibt.
    Hab ende der 90er über die bücher gelesen, aber leider nicht zugegriffen.
    Warum wird das buch nicht einfach eingescannt?

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      swissdoc  RED

      Peter Forrest denkt über einen Nachdruck des A-M nach, vom N-Z gibt es noch neue Bücher zu kaufen. Siehe weiter unten.

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    costello  RED

    Klasse Interview swissdoc! Schön, von Peter Forrest (auch mal jenseits der Synthesizer) etwas zu erfahren. Und der Mann hat ja wirklich was zu erzählen! Die Bücher von ihm sind sicher das umfassendste Kompendium zum Thema Vintage-Synthesizer, zusammen mit Peter Beckers „Synthesizer von gestern“ und Mark Vails „Vintage Synthesizers“ der beste Einstieg in das Thema.Es ist jammerschade, dass es keine Neuauflage gibt. Antiquarisch sind die Forrest-Bände einfach zu teuer.

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    Sensimood

    Danke für das coole Interview und die schönen Insiderstories. Schade, dass die Bücher nicht mehr verfügbar sind.

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    nativeVS  AHU

    Schoen etwas mehr ueber Peter zu erfahren. Vemia ist wohl eine der besten quellen fuer bezahlbare schmuckstuecke.

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    swissdoc  RED

    Vielen Dank für all die positiven Rückmeldungen. Das Interview mit Peter hat einen riesen Spass gemacht und er hat auch echt was zu erzählen. Krass, was in der alten Zeit so alles schon ging. Danke an Peter Forrest für die grandiosen Bücher und bei Vemia da kauft man doch gerne. Es lebe das G.A.S…

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    AMAZONA Archiv

    Bei so vielen Synthesizern sieht man ja den For(r)est vor lauter Trees nicht mehr.

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    swissdoc  RED

    Update noch von Peter Forrest. Er hat noch jede Menge der N-Z Bücher zum Verkauf. Wie man die bestellen kann und zu welchem Preis frage ich noch.

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    iggy_pop  AHU

    Ich habe seit 1998 mit Peter Forrest zu tun, und habe hier noch etwas Neues hinzugelernt — danke sehr.

    Ich kaufe und verkaufe lieber bei VEMIA als sonst wo — zum Einen, weil Peter sehr großen Wert darauf legt, daß alle Beteiligten am Ende zufrieden sind; zum Anderen, weil ich lieber jemandem, der mit Herzblut bei der Sache ist, Verkaufsprovision zahle, statt milliardenschweren Steuersparern wie eBay oder irgendwie unsympathischen Hipster-Sites wie Reverb.

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    swissdoc  RED

    Hier die Info, sollte jemand ein N-Z in neu von Peter Forrest kaufen wollen:
    The price is 25GBP. It’s the revised (much bigger) edition. Shipping is unfortunately crazy-priced (the UK post office…) at 8.47GBP. But if they can pay in euros to our French bank, amazona.de people could buy it for 32 euros including shipping in mainland Europe. I guess the only way would be for buyers to email me under pforrest@vemia.co.uk and I would email them an invoice with the bank details.

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      iggy_pop  AHU

      Ich würde dringend die Emailadresse rauseditieren, wegen Spambots und so.

      Bin nicht so der IT-Experte, aber ich glaube, das macht man so.

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        swissdoc  RED

        Die Adresse von Peter Forrest ist allen Spambots schon lange bekannt und mehrfach im Netz frei verfügbar. Er will ja erreicht werden, das ist sein Geschäft.

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      AMAZONA Archiv

      Na das ist ja ein Schnäppchen,bei Kleinanzeigen möchte jemand für beide Bände stolze600€.

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    Marcel Halbeisen  

    Man kann gar nicht so viele Hüte herstellen wie man vor so einem sympatischen Menschen ziehen möchte…
    Tolles Interview, besten Dank!

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