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Test: Kirchhoff Acryl Drums, Drumset

26. Januar 2014

Ist Acryl das bessere Holz?

--unser Testset--

— Unser Testset —

Ein Plastikschlagzeug?

Vor einigen Jahren bin ich durch Zufall an ein altes Ludwig Vistalite Drumset gekommen. Zunächst hatte ich es nur aufgrund der coolen 70er-Jahre-Optik gekauft und war dann doch sehr über die positiven Klangeigenschaften von Acryl erstaunt. So wurde ich neugierig, wie sich die Technik in den Jahren – immerhin waren seit der Herstellung des besagten Vistalites fast 4 Jahrzehnte vergangen – noch weiter entwickelt hatte.

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So stieß ich beim Stöbern erstmals auf den Namen Kirchhoff-Schlagwerk. Die in Krefeld beheimatete Manufaktur bietet so einiges in Sachen Schlagzeugbau. Nicht nur Acryl, sondern auch verschiedene Hölzer werden dort zu Trommeln verarbeitet. So gibt es zum Beispiel wirklich sehr ansprechende Sets aus Walnuss, Bubinga, Birke oder Ahorn in unglaublich vielen Gestaltungsvarianten. Aber im vorliegenden Test des Kirchhoff Arctic Color Blue Sparkle geht es ja gerade bewusst darum, das Material Acryl genauer unter die Lupe zu nehmen.

Da gibt es ja noch einige Vorurteile unter Drummern: „Das ist doch nur ein Plastikschlagzeug“ habe ich schon mal einen sagen hören. Das Wort „nur“ ist hier allerdings völlig fehl am Platz. Acryl bietet unglaublich gute Klangeigenschaften, die von Natur aus sehr ausgewogen, warm und angenehm erscheinen. Viele Höhen, kräftige Bässe,  etwas reduzierte Mitten, gerade so als läge schon ein Equalizer an.

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---ein schönes Arctic Color---

— ein schönes Arctic Color —

Der Sound

Ein im Vergleich zu Holz kürzeres Sustain (Ausklang) und leicht zu kontrollierende Obertöne lassen sofort extreme Spielfreude aufkommen. Die Trommeln sind allesamt derart leicht in harmonische Verhältnisse zu stimmen, dass es schon fast ein Spaß ist, ganze Fellsätze zu wechseln. Zum Test steht ein vierteiliges Set zur Verfügung. Die Bezeichnung „Jazz- Set“ trifft es, allerdings nur äußerlich. Die Größen: Eine 18 x 16 Bassdrum, ein 10 x 5 Rack Tom, ein 14 x 12 Floor Tom und eine 12 x 6 Snare.

Die werkseitig aufgespannten Remo UT Felle sind Ambassador-ähnliche Felle, die gut zum HiFi-mäßigen Sound des Sets passen. In den Soundfiles habe ich allerdings einlagige, weiß beschichtete Ambassador Felle (auch von Kirchhoff) aufgezogen. Diese geben den relativ obertonarmen Drums etwas mehr Lebendigkeit. Die klaren Felle passen eher in die Rock/Metal Ecke, wohingegen die weißen Ambassadors im Fusion/Jazz, aber auch Pop sehr gute Ergebnisse liefern.

— angenehme Grundeigenschaften im Klang —

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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Armin Bauer  RED

    Hi Oliver,

    schickes Set, die Idee mit den LEDs bietet sich natürlich an.
    Ich hatte früher auch Vorurteile gegen das „Plastikzeugs“, bis mal ein Drummer zu einer Musikal-Produktion mit einer hellblauen Ludwig-Snare auftauchte. Meine erste Reaktion: „Lass uns das Fell abschrauben und Goldfische rein setzen“.
    Nach dem Mikrofonieren und erstem Anspielen. keine Fragen mehr…

    Grüße
    Armin

    • Profilbild
      Oliver Schulte  RED

      Hi Armin,

      ja, das ging mir so ähnlich, wobei ich die Optik schon immer cool fand. Das es auch noch gut klingt, hat mich damals auch überrascht.

      Danke für Deinen Kommentar!

      Oli

  2. Profilbild
    Filterpad  AHU

    Mich würde interessieren wie kratzanfällig Acryl ist. Muss man angst haben dass das schöne Set nach einem Jahr eine „Milchglasoptik“ hat? Man denkt irgendwie an das typische Plexiglas eben!

    • Profilbild
      Oliver Schulte  RED

      Hi Filterpad,

      also, zunächst hängt das ja davon ab, wie Du mit dem Zeug umgehst. Ich selber spiele jetzt schon einige Jahre nur Acryl Drums und es gibt so gut wie keine Kratzer in den Kesseln. Klar, wenn Du irgendwo vorbei schrammst, gibt’s in Acryl, wie auch in lackierten Holzkesseln, oder auch in Folie immer Kratzer. Das Acryl da empfindlicher ist, kann ich absolut NICHT behaupten. Von Milchglaseffekt kann überhaupt keine Rede sein. Meine Kessel sind nach ca. 4 Jahren wie neu. Man sollte das Set nur nicht extrem tiefen Temperaturen aussetzen, da kann es ganz feine Risse um die Bohrungen (z.B. Spann Böckchen) geben, die sich zwar klanglich, sowie stabilitätsmäßig nicht auswirken, aber nicht schön aussehen. Dieses Problem gibt’s allgemein bei Acrylsets (Wahan, Kirchhoff, Ludwig usw.) . Also nicht bei minus 20 Grad über Nacht im Auto lassen :-)

      Gruß, Oli

  3. Profilbild
    tompisa

    Es gibt sicherlich einige Plastik Drums, die ok klingen, aber wenn man einmal an einem korrekten Birch – Set von Canopus, Gretsch oder Ludwig und Sonor gesessen hat weiß man, was ein richtig gutes Drumset ist. Der Rest ist eh von der Zusammenstellung des Sets , der Cymbals und der Snare abhängig. Sch—egal ob Plastik oder Holz , ein guter Drummer bekommt aus einem 500 euro Idiotenset den Groove raus , den andere nicht aus einem 10k Set rauskitzeln können . Der Mensch ist der entscheidende Faktor.

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