Momo: Midi-Editor für Korg MicroKorg XL und XL+

19. Juli 2017

MIDI-Editor Plug-In Anbindung für Synthies

Die Soundeditoren von Korg für die microKorg sind zwar sehr gut, werden aber leider nicht mehr für alle Modelle gepflegt und die direkte MIDI-Kontrolle der Hardware lief auch etwas abstrakt in der DAW ab. Wie in unseren Tests bemängelt wurde, bot die XL-Serie zwar jede Menge Klangoptionen, aber nur eine sehr umständliche Art, über drei Regler und ein Masken-LCD, auf diese zuzugreifen.

MIDI-Editor PLug-in für Korg micrKorg XL / XL+

Diesem Umstand hilft nun ein Kleinunternehmen namens Momo ab und nicht nur dem. Denn zum einen lassen sich die photorealistisch designten MIDI-Editoren neben der Standalone-Version, auch direkt, als 32/ 64 Bit VSTs (Win/ macOS) und AudioUnits (macOS) in der DAW nutzen, inklusive aller Vorzüge, wie Parameterautomation und Total Recall und zum anderen gibt es noch einige andere Hardware-Synthies, die einen Software-Editor nicht nur nötig, sondern auch verdient haben. Der microKorg XL/ XL+ Editor ist nämlich nicht das einzige Produkt von Momo.

Es gibt Editoren für Novation Circuit, Korg miniLogue, Korg microKorg (Original), Korg Volca Bass, Korg Volca Beats, Roland JP-08, Roland JU-06, Roland JX-03, Roland TB-3, Roland TR-8, und Roland TR-09.

Die Produktpalette

Momo werben damit, dass mit den Editoren / Plug-Ins wirklich alle wichtigen und versteckten Parameter der entsprechenden Synthies leicht zu erreichen und zu automatisieren sind.

Etwaige Vorraussetzungen, wie etwa Firmware-Versionen der Hardware, Einschränkungen, Erweiterungen im Betrieb der Software, wie z.B. die X/Y-Pads, oder Hilfen werden auf den entsprechenden Produktseiten aufgeführt.

Explizite Handbücher zum Betrieb der Software gibt es nicht, jedoch gibt es zu jedem Editor mindestens ein Youtube-Video zur Funktionsdemonstration.

Zuletzt gibt es noch eine Ableton Fernsteuerungs- und einen Roland TB-3 Editor-Templates für iOS, die auf TB MIDI Stuff aufbauen und diese App benötigen.

Die ganzen Parameter ließen sich zwar auch ohne Software per MIDI ansprechen, aber alleine die leibevolle, grafische Aufbereitung in den Editoren hebt das Kreativgefühl allein schon auf ein ganz anderes Level. Von daher sind die Preise von 5.90 Euro pro Editor wirklich fair. Die ausschließlich Online-Kaufabwicklung wird über den Elopage-Shop abgewickelt. Als Zahlungsoptionen gibt es PayPal, Sofort Überweising, sowie VISA und Mastercard.

Forum
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    Lopez  

    Als Hersteller würd ich mich schämen, dass Editoren von anderen Herstellern für die Hardware besser funktionieren, als die eigenen. Und dann kosten die Editoren, die viel besser sind (!), keine 10 Euro :D
    Ganz ehrlich… der Hersteller sollte sich diese Leute direkt schnappen, und die Editoren dann ab Werk für lau mit zur Hardware bei packen… bei den Hardwarepreisen sollten die <6 Euro Fremdkosten (/Stück) wohl drin sein…

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      Tyrell  RED 1

      Na ja, eine One-Man-Show hat natürlich ganz andere Unkosten als ein Konzern. Das lässt sich ganz schwer vergleichen. Schämen muss sich da niemand. Schön das es den Wettbewerb gibt :-)

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        Lopez  

        Antwort falsch verstanden?
        Als Hersteller (Korg) würde ich mich schämen, wenn Andere (Momo) einen *viel* besseren Editor für eine handvoll Euros verkaufen.

        Mehr als peinlich, dass die Hardware Hersteller (!) es nicht schaffen, vernünftige Editoren zur Hardware beizulegen. Oder eben nur die wenigsten.

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          Ted Raven  AHU

          Ganz meine Meinung. Ich habe den Korg-Editor für den microKORG getestet, d. h., ich habe es versucht. Mit drei unterschiedlichen MIDI-Interfaces (ein No-Name, ein ESI und ein M-Audio) erkennt die Software den microKorg nicht. Dass die Software mit manchen Interfaces nicht funktioniert ist ja nicht neu, dass sie aber mit den allermeisten nicht funktioniert ist wirklich peinlich.

          Korg sollte sich mal bei M-Audio umsehen; die haben bisher einen einzigen Synthesizer gebaut (Venom) und einen spitzenmäßigen Editor mitgeliefert (funktioniert auf Anhieb, kann in MIDIQuest eingebunden werden, VST, standalone, die Originalpatches auf CD mitgeliefert, sodass man kein Backup machen muss). Gut, den Venom kann man nur per Software vollständig programmieren, was einen vernünftig funktionierenden Editor unabdingbar macht. Dennoch, warum basteln die Einen mal eben aus dem Handgelenk eine super Software und die anderen bekommen das trotz jahrzehntelanger Erfahrung einfach nicht hin.

          Ich habe vor Jahren in Java eine kleine Software zur Erkennung von MIDI-Geräten geschrieben. Nach zwei Abenden vor dem Rechner wurden alle Interfaces und angeschlossenen Geräte einwandfrei erkannt. So schwer ist es wirklich nicht.

          Gruß
          Ted

  2. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Ich denke immer, dass viele Produkte extra unperfekt hergestellt werden, damit man sich damit herum ärgern muss, und am Ende verkauft um was neues zu holen. Bei Roland Geräten ist diese Vorgehensweise ziemlich offensichtlich. Besonders wenn ich mir den Boutique Synthesizer Kram anschaue. Verglichen mit yamaha reface, finde ich die Ausstattung deutlich ausgereifter. Der CS kostet momentan 279€, und hat 8 Stimmen und klingt sehr sehr gut!

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