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Fazit

Der Technics wurde nun schon in unterschiedlichen Versionen im Test genannt, zugegebenermaßen aber bin ich dies eigentlich leid. Dennoch tut es Not, denn der 1210 MK2 ist nunmal der DJ-Plattenspieler schlechthin, an dem sich alles und jeder messen muss. Um es also kurz zu machen: Nein, die Reloop RP werden keinen erfolgreichen Angriff auf die Pole-Position der Plattenspieler starten können und die Club-Tauglichkeits-Prüfung dürfte sehr, sehr eng werden.
Dennoch überholen beide Modelle den Technics 1210 hinsichtlich der Funktionen und bieten, gerade der Reloop RP-8000, wirklich interessante Möglichkeiten zur MIDI-Steuerung. Ich gebe gerne zu, ich war selbst überrascht, was sich hinter zwölf Buttons hier versteckt. Die Funktionen mit Cue, Loop und Sample sind absolut sinnig, mit dem User Mode wirkt direkt eine Möglichkeit für eigene Funktionen geboten, je nach Wunsch. Der große Push-Encoder mit den unterschiedlichen Funktionen rundet das Angebot an MIDI-Kontrolle ab.

Die Motorleistung ist enorm und dank der Einstellmöglichkeit stufenlos regelbar, für jedes Bedürfnis, ebenso die Start-Stop-Zeit.
Qualitativ gibt es keinen wirklichen Mangel, lediglich ein paar Kleinigkeiten sind genannt wie die Nadelbeleuchtung oder das Anti-Skating.

Preislich bietet Reloop mit beiden Modellen eine preisgünstige Variante als Rohversion und die etwas kostenspieligere Version mit den MIDI-Einheiten. So schlägt der Reloop RP-7000 mit rund 430,- Euro als UVP zu, der RP-8000 liegt bei rund 600,- Euro.
Somit liegt der RP-7000 preislich absolut im Rahmen, selbiges trifft auf den RP-8000 zu. Hier einen Vergleich zu ziehen ist schwierig, denn abgesehen von der OEM-Serie gibt es kaum seriöse Konkurrenten aktuell. Der Technics 1210 MK2 liegt, auch beziehungsweise gerade, da er nicht mehr produziert wird, neu deutlich über 600,- Euro, der alte Preis kann natürlich nicht heran gezogen werden. So bleibt eine Entscheidung nach Gefühl: Ich denke, die Straßenpreise geben die richtige Richtung vor, beide Geräte sind diesen Preis sicherlich wert – gerade der RP-8000 bietet eine Menge Funktionen.

Plus

  • gute Qualität, materiell wie auch klangqualitativ
  • starker Motor (High-Torque)
  • Drehmoment und Start-Stop-Zeit stufenlos einstellbar
  • Output-Pegel auf Line- oder Phono-Level
  • Start-Stop- Buttons an zwei Positionen
  • 3 Geschwindigkeiten (33 1/1, 45 und 78 rpm)
  • Pitchrange einstellbar auf 8%, 16% und 50%
  • Kabel wechselbar und gewinkelt
  • umfangreiche MIDI-Funktionen
  • Verlinkung von bis vier Geräten möglich
  • Display für Pitchwert, Torque- und Start-Stop-Zeit-Einstellung

Minus

  • Nadelbeleuchtung wirkt ein wenig billig
  • Anti-Skating nicht perfekt einstellbar

Preis

  • Reloop RP-7000 - UVP: 429,- Euro, Straßenpreis: 398,- Euro
  • Reloop RP-8000 - UVP: 599,- Euro, Straßenpreis: 579,- Euro
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Forum
  1. Profilbild
    changeling  AHU

    Wow, innerhalb einer Woche zwei Plattenspieler-Marken im Test (der Pioneer PLX-1000 Test vom 4.9.).

    Reloop habe ich aber irgendwie als Billigmarke im Kopf. Pioneer scheint ja mit dem PLX-1000 die Technics Serie fortführen zu wollen, ist aber auch wesentlich renommierter würde ich mal behaupten.

  2. Profilbild
    Wellenbauch

    Es ist doch immer wieder das Gleiche. Da kommen neue Dreher auf den Markt und sofort stellen sich die Matsushita-Gurus schützend vor den Tabernakel in dem sich ihr heiliger 1210er befindet. Mit Pest und Teufel werden die verflucht, die sich auch nur wagen dieses Heiligtum in Frage zu stellen. Die Wahrheit aber ist, nicht die technische Qualifikation spielt hier die wichtigste Rolle ( moderne Turntable können alles besser als ein 1210er), sondern die Angst um den Werteverlust ihrer heiligen Kuh. Ja, ein 1210er war mal ein guter Dreher, so vor 20-30 Jahren und er hat seinen Platz im Museum für Technik sicherlich verdient. Die Zukunft jedoch gehört Drehern wie denen von Reloop & Co, nicht Technics. Wer jedoch auf Nostalgie steht, sollte sich mal die alten Produkte von Dual, Thorens oder PE anhören, Qualitativ waren die eh schon immer besser als die Japaner. Ich für meinen Teil bin froh über solche geilen 8000er-Teile, die mir alle Anschlußmöglichkeiten an unsere Medienwelt bieten und das in allerbester Fertigungsqualität.

    • Profilbild
      Johannes Bollmann  RED

      Zum Glück wurde in diesem Test ja ausführlich dargestellt, dass die RP-Serie von Reloop, wie viele andere Modelle anderer Hersteller auch, technich dem 1210MKII überlegen sind. Dies allerdings ist nur eine Fähigkeit, die ein Plattenspieler besitzen muss, zumindest sofern er Club-Ambitionen hat. Die Clubkompatibilität ist und bleibt ein Punkt, den immer noch der 1210er für sich verbuchen kann. Dies ist für viele immer noch eine Hürde und ein Alleinstellungsmerkmal für den Technics – auch wenn es vielen nich gefallen mag. Der Pioneer PLX-1000 ist der erste im Test gewesen, der von der Bauform Einwirkungen des Clublebens trotzen kann – ob er allerdings diese Lebensdauer erreicht, die 1210er haben, ist noch fraglich. Die OEM-Serie ist jedoch hinsichtlich Clubkompatibilität und Durabilität dem Platzhirsch deutlich unterlegen.

      • Profilbild
        Johannes Bollmann  RED

        Kleiner Nachtrag: Verfluchen mit „Pest und Teufel“ ist wohl kaum die richtige Deutung einer Renzension, die dem RP-7000 ein „gut“ und dem RP-8000 ein „sehr gut“ als Testurteil attestiert, oder?

  3. Profilbild
    enarchist

    Hallo,

    warum wird der RP-7000 mit gut bewertet und der Audio Technica LP-1240 USB mit sehr gut. Wenn man beide Tests liest, fühlen sich beide gleichwertig an. Bin am überlegen welchen von beiden ich mir hole…

    LG

    • Profilbild
      Johannes Bollmann  RED

      Hi, es ist ja zugegeben schon ein wenig länger her.
      Aber: Ich habe den LP-1240 USB haptisch ein wenig schöner in Erinnerung, plus er hat ein integriertes Interface und ermöglicht das direkte Aufnehmen von Platten auf den Rechner.

      Am Ende sind beide eine gute Wahl ;)

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