Report: Musikmesse 2012 / Analogsynthesizer

Eowave

Gerade erst hatten wir hier auf Amazona den Domino getestet, schon steht der nächste Synthesizer von Eowave an. Im vergangenen Jahr wurde der Prototyp mit dem Namen Koma noch unter vorgehaltener Hand gezeigt. Mittlerweile heißt das Gerät Magma und soll zum Ende des Frühlings ausgeliefert werden.

Magma - Monosynth mit Stepsequencer

Magma – Monosynth mit Stepsequencer

Magma geht da weiter, wo Domino aufhört. Die vollanaloge, diskret aufgebaute Schaltung von Magma produziert durch interne Übersteuerungen einen ziemlich aggressiven, kräftigen Sound. Im VCO-Bereich können Saw, Square und Noise gemischt und ein Sub-Oszillator hinzugefügt werden. Das 24 dB-Tiefpassfilter ist der Roland SH-Serie nachempfunden. Außerdem verfügt Magma über einen Sequencer mit 16 Steps, 256 Sequenzen (und 256 Sounds) können abgespeichert werden. Neben Noten lassen sich auch frei zuweisbare Parameter auf drei parallelen Sequenzlinien steuern. Hüllkurve und LFO vervollständigen das Gerät. Der anwenderfreundliche Preis wird 599,- Euro betragen.

Trax - die Sequencereinheit des Magma

Trax – die Sequencereinheit des Magma

Bei Eowave denkt man auch darüber nach, den Sequencer des Magma als separates Gerät anzubieten, was u.a. für den Domino, aber auch unzählige anderen Monosynth bzw. ihre Besitzer eine äußerst interessante Option wäre. Zu sehen gab es erst einmal nur funktionstüchtige Platine, wie das Produkt mit dem Arbeitstitel Trax schlussendlich aussehen wird, steht, ebenso wie der Preis, noch in den Sternen.

Alex4 / Alyseum

Schneiders Büro, die hiesige Institution in Sachen Analogsynthesizer, hatte sich schon immer nebenbei auch um den Vertrieb diverser Kleinfirmen gekümmert. Nun konzentriert man sich mit dem separaten Unternehmen Alex4 ganz auf diese Aufgabe. Die zukünftigen Messeauftritte à la Superbooth werden fortan unter dieser Flagge stattfinden. Zu den vertretenen Firmen gehören Doepfer, MFB, Vermona, Sherman, Manikin, MIDI Solutions, Cwejman u.a.

Alyseum - MIDI via CopperLan, auch mit CV/Gate-Wandlung

Alyseum – MIDI via CopperLan, auch mit CV/Gate-Wandlung

Eine der Firmen bei Alex4 ist Alyseum. Mit einem neuen Konzept bietet Alyseum eine CopperLan-basierte Lösung für lange und häufig wechselnde MIDI-Übertragungswege an. Mit den Interfaces AL-22 (2 In/Out) und AL-88 (8 In/Out) können über die Netzwerkanschlüsse von Computern MIDI-Verbindungen selbst von mehreren hundert Metern Länge problemlos bewältigt werden. Dabei halten die Interfaces den Clock-Takt, auch wenn Kabel abgezogen und woanders wieder eingesteckt werden. Der gesamte Alex4-Stand war als Demonstration darüber verbunden. Über eine Software lassen sich die Interfaces schnell konfigurieren. Ein Vorteil der CopperLan-Lösung liegt darin, dass man keine gesonderten Treiber benötigt, man kann somit dem nächsten OS-Update gelassen entgegen sehen. Außerdem gibt es mit ALeX eine Nachrüstplatine für MIDI-Synthesizer zum Direktanschluss eines Netzwerkkabels. Für Modularbesitzer ist das MS-812 gedacht, welches 8 CV- und 12 Digital (sprich Gate)-Ausgänge besitzt.

Preise – AL88: 499 Euro / AL22: 169 Euro / MS-812: 369 Euro, ALeX: 79 Euro.

Doepfer

Ist das der Fluch des Erfolgs? „Dank“ der überwältigenden Stückzahlen (über 4.000), die vom Dark Energy bislang verkauft worden, gibt es nun ein Problem: das Herzstück, der CEM3394-Chip, ist nicht mehr lieferbar. Wann eine redesignte Auflage verfügbar sein wird, ist ungewiss. Daher hat Dieter Doepfer die Schaltung kurzerhand angepasst und bietet den Dark Energy nun als MKII-Version an. Hauptunterschied ist das 12 dB Multimodefilter, bei dem man per Regler stufenlos Tiefpass/Notch/Hochpass/Bandpass überblenden kann. Der Preis bleibt mit 428 Euro gleich, die Auslieferung soll zum Sommer hin erfolgen.

Dark Energy II - mit neuem Innenleben und Multimodefilter

Dark Energy II – mit neuem Innenleben und Multimodefilter

Mit dem A-143-4 erhält man gleich vier VCOs bzw. LFOs in einem Modul. Die vier separaten Oszillatoren können wahlweise als VCO oder spannungssteuerbare LFOs betrieben werden. Im VCO-Modus sind die Oszillatoren über einen Bereich von ca. 5 Oktaven spielbar. Es ist sowohl ein monophoner Betrieb, in dem alle vier über einen CV-Eingang gesteuert werden, als auch ein vierstimmiger Betrieb möglich, sofern man ein adäquates MIDI-CV-Interface besitzt. Der beträgt Preis: 220 Euro, das Modul ist bereits lieferbar.

A-143-4 - vier Oszillatoren im Paket

A-143-4 – vier Oszillatoren im Paket

 Beats  DJ  Gitarre & Bass  Keys  Stage  Studio  Vintage
Forum
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    Philipp

    mich würde am meisten ein Test des Modemaschines SID interessieren.

    Was den Diva Controller angeht:

    Sehr cool dass man bei U-HE darüber nachdenkt, ich liebe das Pug-In wie am ersten Tag, jeden Cent wert :-)

    Was meine Belange angeht würde mich eine (kompakte Version, vielleicht Größe eines Virus Ti Desktop oder etwas größer) ohne Rechner interessieren, Screen bräuchte ich keinen, Keyboard kein Muss aber wenn dann bitte in ordentlicher Qualtät, alle relevanten Parameter zum klangschrauben ohne Umschaltung erreichbar (und ein 16fach Stepsequencer mit Midi Ausgabe wäre noch ein cooles Add On, alle 16 Steps ohne umschaltung und mit einelnen elementen für Tonhöhe / Notenlänge :-) )

    cheers Philipp

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    tompisa

    Diva Controller ? Kauf ich sofort .
    Bitte keine Kompromisse, genau so professionell wie Diva selbst umsetzen. Es existiert leider kein professionelles SynthController Keyboard. So gut wie alles crap, gerade was Tastatur oder Controller betrifft. Bitte machts teuer und nehmt anständige Komponenten . Die anderen sollen gerne bei Novation, M-Audio und anderen Kompromisslern bleiben .

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      Philipp

      @ tompisa:

      dito

      ich träume da von Metall mit veschraubten Endlosportis und LED Leuchtkränzen :-)

      @ 75631:

      für mich liegt der Reiz an Diva auch an der kompletten DAW Einbindung mit total recall; eine Hardwareversion für die die es suchen gerne, für mich aber bitte eine reine Controllervariante, rock solid welche die Oberfläche 1:1 Abbildet ohne zusätzlichen schnick schnack, außer wiegesagt vielleicht einem coolen StepSequencer – da herrscht am Markt meiner Ansicht nach auch noch ein absoluter Mangel für ein intuitives Modell, ich denke da an

      – 16 Steps ohne Umschalten mit Lauflich
      – Endlosportis mit LEDs je für Notenlänge / Tonhöhe
      -16 Tasten zum definieren des ersten & letzten steps
      – sowie stepp on / off button je Step
      – diverse Random Modes
      – Endlosporti für Chord mode zuschaltbar (von chord off über Chord Typ 1, Chord Typ 2 usw..)
      – Banks & Patterns selector

      Ich lad mal ein Bild hoch was ich meine wenn mir die Tage langweilig ist :-)

      cheers Philipp

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        tompisa

        @phillip

        Endlosregler mit viel Drehwiederstand. Die, die ich kenne (Accellerator, Spectralis, Proph8) laufen mir viel zu locker und primitiv. Frag mich , ob es keine vernünftigen gibt, die zumindest ein ähnliches Gefühl bieten wie die normalen Potis z.B. an einem Moog Voyager.

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    filterfunk  

    DIVA als Hardwaresynth – Sollte es tatsächlich einen Softwarehersteller geben, der richtige Instrumente baut??
    JAAAAA – Bitte bauen! Und bitte NICHT als Host-Slave!
    Warum hat sich das vorher keiner getraut????

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    D-Drummer  

    Sehr schöne Zusammenfassung der Messeneuheiten! Besonders hat mir gefallen, dass nicht nur Eckdaten aufgezählt, sondern auch ein kurzer erster Eindruck des Autors geschildert wurde.

    SID und Magma würde ich gern als Test sehen. Schade dass es kaum was neues in Richtung Drums gibt, aber dieses Beat Thang-Teil solltet ihr unbedingt auch mal unter die (Test)-Lupe nehmen.

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    Philipp

    Es ist vielleicht etwas offtopic, aber in der hoffnung dass der ein oder andere Hersteller hier mitliest:

    So einen Stepsequencer würde ich gerne mal als Hardware sehen, ich kenne nichts enstprechendes am Markt finden und das müsste doch Absatz als Livetool + fürs Studio um sequencen einzuspielen :-)

    http://www.....uencer.jpg

    mit USB Midi Out

    ?

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      AMAZONA Archiv

      Würd ich sofort kaufen!

      Bin auch permanent auf der Suche nach einem vernünftigen Nichtcomputersequencer mit der Notendauer im direkten Zugriff.

      Go for it ;-)

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        maik.zimpel

        Der SAM 16 wäre ein Kandidat. Ansonsten noch der Octopus von Genoqs, auch der Doepfer MAQ 16/3 oder sogar der kleine Dark Time… Also ich weiß nicht wonach Du noch suchst?

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          AMAZONA Archiv

          Oh ja, der Octopus wär natürlich ein Traum, ist dann aber doch ziemlich teuer und groß, und die Firma gibt’s wohl auch nicht mehr. Ich möchte jedenfalls einfach nur ohne Computer 2 Synths mit Pitch, Velocity und Gate-Dauer ansteuern, womit SAM und MAQ wegfallen (nur drei Reihen), und der Dark Time sowieso. Dann gäb’s übrigens noch den Analog Solutions Europa, aber so ganz ohne Regler…?

          Das wichtigste ist mir aber die Gate-Time im möglichst direkten Zugriff. Durch die unterschiedlichen Dauern wird’s doch erst funky…

          Vor ein paar Wochen bin ich endlich beim MFB Step64 gelandet (einem der letzten). Der Zugriff ist gerade noch direkt genug mit 16 Step-Tastern und vier Endlosreglern pro Step + zwei Doppelbelegungen. Gate ist leider nur in 6 Schritten einstellbar, aber immerhin. Schrulliges Ding überhaupt, aber hat irgendwie Persönlichkeit…

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            maik.zimpel

            Der Schrittmacher wäre für Deinen Anwendungsfall wohl ideal, wenn die Synthis MIDI können. Im rein analogen Bereich müsstest Du wohl für jeden Synth einen Sequenzer benutzen, oder Du kaufst was modulares. Ich habe dafür den SEQ2 von MFB, allerdings musst Du beim Bedienkomfort da Abstriche machen. Ist nix für live.

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              AMAZONA Archiv

              Stimmt, der Schrittmacher wär sicher gut, und eventuelle CV-Bedürfnisse könnte man mit einem Interface stillen. Hast mich angefixt. Aber erstmal ist der kompakte MFB Step64 für mich der beste Kompromiss. Auch wenn das schrullige Ding per MIDI keine brauchbar verbundenen Noten ausgeben kann (303-Patterns adé).

              Das Konzept von Philipp wär schon ziemlich nah am Ideal, aber so etwas gibt es wirklich noch nicht.

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        f.daniels

        Wie wärs mit einem Sequentix Cirklon? Der kann bis zu 16CV und 8 Gates + 5 mal MIDI + USB Midi… und bis zur Notenlänge ist es ein oder 2 Raster mit dem ROW Encoder.

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          AMAZONA Archiv

          Ja, der Cirklon! Ich glaub ich hab mir schon alle Videos dazu angeguckt ;-) Wäre ich nicht mit dem Step64 vorerst hinreichend bedient, wär der Cirklon definitiv erste Wahl.

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    feile23

    Beim Minimode bin ich ja noch sehr skeptisch. Der controler dummy sach live irgentwie unförmig aus. Die Potis viel zu klein und warum ne Minitastatur? Den SID hab ich leider nicht hören können, der sah aber sehr schön aus ;-) bin da auch mal gespannt.

    Der Beat Thang wirkte auf mich noch nicht wirklich überzeugend. Da war mir die 808 am vintage Stand lieber :D

    Danke für den Bericht. Ohne ihn währ ich sicher an den ein oder anderen Ständen vorbeigerannt.

  7. Profilbild
    studiodragon  

    Ja, den Prototyp vom Minimode würde ich ebenfalls noch äusserlich Überarbeiten.
    Wenn er gut klingt, sollte er auch gut aussehen, oder ?

  8. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Was ist eigentlich aus dem Schmidt Synthesizer geworden? Liegt das Projekt auf Eis?

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