Roland MC-707 und MC-101 – Die neuen Grooveboxen

5. September 2019

Der Roland MC-Familien Nachwuchs

Am 29. August lud das Unternehmen Roland für ein exklusives Event in die Abbey Road Studios in London ein, um deren neue Produkte eine Woche vor der offiziellen Ankündigung antesten und ausprobieren zu können.

Alle 4 Reports/News zu den neuen Roland-Produkten findet Ihr übrigens unter folgenden Links:

Der wohl unerwartetste Gast des Abends war die neue MC-Serie von Roland. Mit der Roland MC-707 und der MC-101 bringt Roland zwei Nachfolger für die berühmte MC-Groovebox-Serie auf den Markt, die einst mit der Roland MC-303 begann.

Roland MC-707

Großer und kleiner Bruder vereint: Die neue MC Serie von Roland

Die Überraschung des Abends:

Roland MC-707 und MC-101 Grooveboxen

Wer kennt sie nicht, die liebe gute alte MC-303? Nun kommt Roland daher und unternimmt noch mal einen kleinen Namens-Remix. Die MC-707 und die MC-101 stehen vor mir auf dem Tisch und präsentieren sich als Full-on Groove-Workstations, diee aber nicht Teil der Aira Familie zu sein scheinen. Einige Bedienelemente kommen dem Betrachter jedoch bekannt vor, ist er mit der Aira Serie vertraut.

Roland MC-707

Record und Quantize am Roland MC-707: Die Bedienelemente kommen einem vertraut vor, wenn man die Aira Serie kennt

Weitreichende Pattern- und Sequencing Optionen

an Roland MC-707 und MC-101

Roland MC-707

Ein Blick auf die Pattern-Optionen auf dem gut lesbaren OLED-Display des Roland MC-707

Pattern-basiertes Sequencing, Live-Remixing und on-the-fly Performance scheinen hier das Stichwort zu sein. Die große MC-707 besitzt acht Spuren, die aber wohl auch Overdubbing-Kapazitäten besitzen und mehrere Signale auf einmal tragen können. Auf diesen Spuren lassen sich zum einen Drumpatterns per Pad-Eingabe aufnehmen oder am Lauflicht-Sequencer einprogrammieren, zum anderen aber auch durch die Multiengine eine Vielzahl tonaler Sounds und Syntheseformen in langen Sequenzen oder Patterns, nicht nur eine Mono-Bassline „wie früher“.

Roland MC-707

Jammen mit Sektchen: Der Roland MC-707 in den Abbey Road Studios

Drums, Synths und externe Effekte

an Roland MC-707 und MC-101

Über einen Stereo-Returnweg lässt sich ein Effektgerät einschleifen, das von jeder Spur einzeln beschickbar ist. Außerdem brfindet sich hier noch ein frei zuweisbarer Ausgang, falls man Spuren einzeln abgreifen möchte.

Roland MC-707

Ein Blick auf die Rückseite des Roland MC-707: Hier findet sich ein frei zuweisbarer weiterer Ausgang

Per Druck auf den „Scatter“-Knopf gelangt man in eine Sektion, mit der sich das Material „Stutter“-artig manipulieren lässt, dann werden die Pads zum Multieffekt, der das Material dem Höreindruck nach zu urteilen nicht nur in unterschiedlichen Rhythmen wiederholt und „stottern“ lässt, sondern zusätzlich auch auf verschiedene Effektierungen pro Pad zurückgreift. Ob die Geräte sich ebenfalls per Batterie betreiben lassen, konnte ich nicht erfahren, zumindest beim kleinen Bruder, der MC-101, ist jedoch stark davon auszugehen. Dieser besitzt im Übrigen dieselbe Funktionalität wie der MC-707, bietet aber nur drei Performance-Spuren und ein kleines Display.

Roland MC-707

Der kleine Bruder des Roland MC-707, der Roland MC-101

Haptik und Verarbeitung der Roland MC-707 und MC-101

Der Entwicklungsschritt bzgl. der Anfassqualität muss auch hier wieder erwähnt werden. Die gummierten Pads mit Druckpunkt fühlten sich fantastisch an, das kannte ich bisher in dieser Qualität nur von Dave Smith. Die Fader und Potis sitzen großartig im Gehäuse und werden durch Multicolour-LED-Beleuchtung auf eindrucksvolle Weise visualisiert.

Roland MC-707

Dunkles Gerät mit hellen LED-Multicolor Pads: Der Roland MC-707

Roland MC-707 und MC-101 on YouTube

Fazit

Das neue Groovebox-Duo Roland MC-707 und MC-101 sehen großartig aus und fassen sich auch so an. Roland MC-707 und MC-101 halten eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Programmierung bereit, ein Pattern-basierter Sequencer ist ebenfalls vorhanden. Beim Ausprobieren war ich von der puren Palette an Sounds beeindruckt, in der kleine Groovebox findet man wirklich alles an Sounds, was das Herz begehrt. Wir sind gespannt auf die ersten langen Demos und freuen uns über die neue Groovebox.

Plus

  • Haptik und Verarbeitung
  • Klang
  • Riesige Bandbreite an Klanggestalterischen Möglichkeiten

Preis

  • Auslieferung im September:
  • Roland MC-707: Liste: 999 €
  • Roland MC-101: Liste 499 €
Forum
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    Sven

    Da bin ich ja mal gespannt, wie sich die 707 im Vergleich zu mein geliebten Synthstrom Deluge schlägt (Und ob ich jetzt meine TR-8S noch verkauft bekomme)?

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    Ashatur  AHU

    Ich habe lange auf eine neue Roland Groovebox gewartet aber warum müssen die denn so aussehen? Also optisch werden wir da keine Freunde werden aber wenn der Sound und der Sequencer stimmt dann könnte ich meine beiden Augen zudrücken :-D

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      Ashatur  AHU

      Vom Geldbeutel her wird es wohl eine Mc 101 werden wenn alles stimmt… die Größe finde ich super passt in jede Tasche aber diese Farben da müsste ich mich echt daran gewöhnen. Sind diese Kisten für Epileptiker geeignet? :-P

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    m4ximumpow3r  

    Die wirken wirklich sehr interessant. Mich würde interessieren, ob man evtl. auch per Midi externe Synthesizer polyphon spielen kann.

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      Ashatur  AHU

      Einen Midiout sieht man ja im Video. Da man mit der MC303 schon externe Synthesizer ansteuern konnte denke ich das dies hier auch möglich ist.

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          Ashatur  AHU

          Ist schon lange her das ich eine in den Fingern hatte. Aber wäre ja Irrsinn gewesen wenn das nur monophon gegangen wäre. Ich hatte damals einen Cs1x und Poly 800 damit angesteuert daher war es wohl möglich ;-)

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          Ashatur  AHU

          Also auf anderen Quellen heißt es der Sequencer soll eine 64 Stimmige Polyphonie besitzen. Die 707 soll 8 Spuren haben und die 101 nur 4 … Es soll auch Sampling möglich sein bei der 707 direkt über Audioeingang bei der 101 über Karte ladbar.

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            m4ximumpow3r  

            Danke Dir für die Info, richtig herrlich wenn das stimmen sollte. Günstige, polyphone Sequenzer sind ja ansich rar gesät. Und dann noch mit Sampling und allem Pipapo… werde ich definitv mal im Auge behalten.

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              TobyB  RED

              Pioneer SQUID ist ein klasse Sequencer! Hab ich jetzt 4 Wochen und geb den nicht mehr her.

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                m4ximumpow3r  

                Ohhaaa den hatte ich bisher ja noch gar nicht auf dem Schirm… sieht vielversprechend aus. Danke für den Hinweis! Also ich habe zwei Beatsteps und bin auch sehr zufrieden mit denen, einziges Manko ist halt die fehlende Polyphonie. Ich habe viele Synthesizer und Drumcomputer die gesteuert werden wollen. Hmmm also ich glaube ab jetzt steht auf meinem Einkaufszettel was neues auf Platz 1 *GAS* :D

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                  TobyB  RED

                  Sorry fürs GAS ;-) was ich am Squid wirklich sinnig finde, ist das ich bestehende MIDI Sequenzen einfach und schnell in die Kiste bekomme und den Chord Assi, der mir zu einer Skala die Chord anzeigt. Im Performance Modus kann man dann schöne Spielereien mit Tempis machen. Die Laufrichtung wechseln. Und vieles andere mehr. In Verbindung mit den Ausgängen CV/Gate, DinSync, MIDI geht das wirklich viel.

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                    ISE500  

                    Hi Toby,

                    ist das Erstellen von polyphonen MIDI tracks beim Squid komfortabel gelöst oder ähnlich umständlich wie bei Elektron?

                    Ich werde mit meinem Digitakt als HW-Sequencer nicht wirklich glücklich. Zum Glück ist er ja noch für anderen Aufgaben äusserst nützlich.

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                      TobyB  RED

                      Hallo ISE500,

                      das ist recht simpel. Mit Melodic Control eine Tonart/Skala vorgeben. Im Chord Modus wählst du entweder aus 18 Sets pro Track deine Akkorde oder spielst deine Akkorde ein. Melodic Control sorgt nun dafür das du immer nur die passenden Akkorde der Skala über die Pads anschlagen kannst oder wenn du ein Pad daneben haust korrigiert es dich. Pro Track sind 8 stimmige Akkorde möglich und auf ein Pad kannst du bis zu 5 Akkorde legen. Akkorde und monophone Lines transponierst du wiederrum offline oder in Echtzeit. So das das erstellen von Bridges ein Träumchen ist. Das ganze kannst dann später auch als Midi Track aus dem Squid ziehen. Wenn du mehr wissen möchtest, Kollege Citric_Acid hat seinen Squid länger und sicher Vorsprung.

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                      TobyB  RED

                      Gear Aquisition Syndrom, Kaufrausch ;-)

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                kritik  

                MIDI SEQUENCER HABEN DEN NACHTEIL,

                das jedes automations-event den sound im song verstellt.

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                    kritik  

                    ich muss auch die noten nicht aufzeichnen . wozu?

                    automations events sind bereits aufgezeichnete automationen .
                    der sound wird bei midi-cc leider verstellt, von jedem automatisiertem wert .
                    ein midi-reset zu ursprünglichem wert ,habe ich bei einem midisequencer noch nicht gesehen.
                    intern geht das nur über snapshots oder programchange,
                    aber woher soll der soundlose midi-sequencer
                    die PRESET-PARAMETER EINSTELLUNGEN DES SYNTHS kennen .

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                      TobyB  RED

                      Hallo Kritik,

                      wir schreiben an uns vorbei. Du kannst nur die Notenwerte aufzeichnen, ohne jedes weitere Automatisierungsevent.

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            ISE500  

            Danke Tobi,

            aber 600 nur für einen Sequencer?
            Könnte ich damit meine Tanzmaus gut sequenzieren?
            Ich liebe ja ihren Klang – sie steht aber aufgrund der umständlichen Bedienung traurig in der Ecke rum

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              TobyB  RED

              Naja, ist schon etwas mehr als nur ein Sequencer. Ich würd am Gewinnspiel teilnehmen ;-)

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                ISE500  

                Huh ! Mehr als Sequencer? Dachte der hat keine eigene Klangerzeugung. Naja – beim Gewinnspiel gewinne ich eh nicht :)
                Wenn es sich lohnt und er meine Drum Machines sequencen kann, würde ich eine Finanzierung ins Auge nehmen,,,

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                  TobyB  RED

                  Hallo ISE500, er hat natürlich keine Klangerzeugung, mit etwas mehr meinte ich, das Pioneer, da einige sehr nützliche Sachen verbaut hat. Der Squid fühlt sich sehr wohl mit modularen Systemen und MIDI Gear. Die Clip Struktur a la Ableton mag er auch sehr, ich hatte auf der SB 19 eine private Vorführung und fand das Teil richtig gut.

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    lightman  AHU

    Nett. Grooveboxen sind zwar nicht (mehr) mein Ding, aber die MC-101 sieht dennoch gut aus, schön kompakt und funktionsgespickt, Preis geht auch in Ordnung.

    Klanglich scheinen die neuen MCs Roland-typisch sauber und eher konservativ ausgelegt zu sein, dem kann man aber durch Import oder Erstellung eigener Samples abhelfen. Bißchen schade, daß man bei der MC-101 Samples nur über Speicherkarten importieren kann, statt sie wie bei der MC-707 klassisch über Audio In aufzunehmen.

    Ich denke, ein Livetest kann nicht schaden.

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    SynthUndMetal  

    Man kann da den Funktionsumfang noch nicht wirklich einschätzen, aber gefühlt finde ich beide zu teuer. Die MC-101 wäre für 299 Euro sicher ein Verkaufsschlager, bei dem auch ich nicht lange fackeln würde. Aber 499 Euro oder auch vielleicht 469 Euro Straßenpreis… Nee, sorry.

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      Ashatur  AHU

      Ne nicht bei 4 Spuren. Das finde ich echt frech. Selbst die MC 303 hatte 8. Hätten sie doch bei der 101 auf den Sample Import verzichtet und dafür 8 Spuren gemacht dann hätte man trotzdem eine gescheite Groovebox.

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        SynthUndMetal  

        Ja, die MC-303 nutze ich immer noch. Irgendwie hat die was, was mich nicht loslässt. Wir sind jetzt aber 20 Jahre später und Speicher und Prozessor-Power haben sich derweil potenziert. Daher sollte eine MC-101 heutzutage für 299 Euro doch sicher machbar sein. Da steckt doch nur eine Miniplatine drin mit einer Firmware und ein paar Knöpfen und Reglern.

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          Ashatur  AHU

          Sie hätten das alte Groovebox Konzept weiterführen sollen. Hat die 101 überhaupt noch einen Songmodus?? Eine moderne MC 303 mit richtigen Synth das wäre es gewesen dann würde ich auch gern den Preiß zahlen. Ich hätte schon gern wieder ein Kistchen wo ich Abends auf dem Sofa nur so mal hindaddeln kann aber 4 Spuren sind mir da einfach zu wenig.

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    kritik  

    der sound ist gut.
    synthesizer besser als jdxi- jetzt mit sync ,fm und osc variation plus viele fxes.
    aber viel menü-gefrickel mit 4 parts schon extrem nervig –
    viele überflüssige parameter- attack amount deph -deph von attack env deph unsinn etc
    3 verschiedene reverb amounts des selben reverbs etc –
    sachen die niemand brauch und die menüs verkomplizieren
    wenigstens nicht so wie dieses verkrübte ni-maschine menü caos.

    arrangieren nun ja. kein song mode.
    das pattern prinzip der alten liegt mir schneller als ableton clips.
    zum glück speichert der alle sound daten im clip.
    dann werden soundeinstellungen nebenbei auch bei motions erhalten, in anderen clips
    mann könnte die scenes als pattern benutzen ,aber leider nur 8 .

    8 takte ist okay für chord, melodien etc,aber nicht für ausufernde klangentwicklung.
    habe was von substeps gelesen .
    da war auch was mit den soundeinstellungen im letzten step.
    vielleicht kann der der das auf den nächsten clip übertragen.
    dann könnte mann von dort aus weiter automatisieren.
    vielleicht kann er auch clip übergreifend automatisieren .

    die grooves in den videos auser das drum n bass ding klingen etwas steril
    wahrscheinlich modernes midi .
    für grooves gibt es timeshift per note-besser wären quantize templates.
    wenn er die time events ohne noten speichert, kann mann das als vorlage benutzen

    ansonstern wenn das ding intern über altes midi getriggert wird, kommt das feeling mit mehreren noten wie bei den alten mcs. dafür gut ist eine drumkit spur

    ich hoffe ,mann muss trotzt clipprinzip nicht beim clip saven stoppen wie bei roland üblich.

    • Profilbild
      kritik  

      timing:

      also nach dem video vergleich mit meinem jd-xi muss ich leider sagen, das der 707 im timing ziemlich steif klingt.
      manche mögen ja dieses stabile . für mich klingt es einfach nur tot ohne groove.
      ich vermute mal, das das midi timing in richtung sample genau verschimmbessert wurde

  7. Profilbild
    kritik  

    fazit

    plus:
    sound
    funktionsumfang

    minus:
    kein songmode
    menü orgien
    maschinelles groove feeling durch „verbessertes midi“

  8. Profilbild
    kritik  

    so wie es ausieht,
    ist der mc707 synth ein roland gaia
    inclusive sinnlos parameter des jdxi und der alten mc editoren .

    der unterschied zur mc909:

    weniger sample speicher,
    nur 8 spuren,
    keine 71 groove templates,
    keine regler auf fast alle parameter ,
    kein pattern konzept,
    kein songmode,
    geringere taktlänge ,
    keine hände in der luft modulation ,
    weniger groove feel anhand der videos
    nur 8 scenes statt hunderte patterns

    dafür

    ableton live clips aber mit soundeinstellungen im clip gespeichert,
    besserer sound beim synth und sampler,
    mehr synthparameter
    bessere und viel fx wahnsinn
    substeps für kleinere noten,
    besseres timestretch,
    einige neue sampler funktionen,
    timeshift per note,
    handlichere grösse,
    mehr sequence abspiel modes
    kein nerviger leuchtstep auf den pads

    etc..

    ob die motions cc senden weis ich nicht
    und ob man beim speichern stoppen muss weis ich auch nicht

  9. Profilbild
    dubsetter  

    also wer das design der kisten bei roland zu verantworten hat,
    ist irgendwie in den 90 ern stehen geblieben…:)

    mir zu bunt und zu „blinky “

    (vom funktionsumfang ma abgesehen)

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