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SPECIAL: Mackie CR1604 bis 1604 VLZ4, der Klassiker


DAS Mischpult

Mackie 1604 VLZ von 1993 (Prospekt-Abbildung)

AMAZONA.de versucht ja stets, euch auf dem Laufenden zu halten: Was gibt es an Neuigkeiten aus der Welt des Musikequipments, welche Hard- oder Software bietet sich fürs Produzieren der eigenen Songs an und letzten Endes, was leisten die Produkte in der Praxis.

Heute schauen wir allerdings mal in die andere Richtung, denn bei allen News und Innovationen gibt es Produkte, die fast schon für die Ewigkeit gebaut sind und in den Jahren seit des Erscheinens zum Klassiker avanciert sind. Nicht gerade leicht in der schnelllebigen Welt, aber das ein oder andere Produkt wird auch nach jahrzehntelanger Marktpräsenz weiterhin gebaut und verkauft. Gegebenenfalls mit leichten Modifikationen und einer optischen Aufbereitung, technisch im Grunde aber gleich geblieben. Vor einiger Zeit hatten wir zum Mikrofonklassiker Shure SM58 bereits ein solches Special, heute widmen wir uns dem Klassiker unter den Mischpulten, dem MACKIE 1604.

Das Mackie 1604 ist bereits seit 1990 auf dem Markt und wird aktuell in der vierten Version, kurz 1604 VLZ4 verkauft. Es gehört zu den 25 Produkten der Tecnology Hall of Fame, Produkte die die Arbeit in der Recording- und Musiker-Branche maßgeblich mitbestimmt haben. Neben dem MACKIE 1604 finden sich hier u.a. die ersten Tape Recorder, das Neumann Mikrofon U-47, das EMT Plate Reverb oder der LA-2A.

In unserem Test zur aktuellen VLZ4-Version des MACKIE 1604 findet Ihr alle Informationen zur aktuellen Produktreihe, aber vorher möchten wir euch berichten, wie es überhaupt zum MACKIE 1604 kam und wieso es mittlerweile zu den Klassikern gehört.

Mackie 1604 VLZ4

Bereits im Jahr 1969 gründete Greg Mackie zusammen mit seinem Partner Martin Schneider die Firma TAPCO. Alles fing im kleinen beschaulichen Städtchen Mukilteo im Staate Washington (USA) an. Greg Mackie war ein großer Rockmusik Fan und dementsprechend gingen auch die ersten Produkte von TAPCO in diese Richtung, man produzierte Gitarrenverstärker und PA-Lautsprecher. Um den hohen Pegeln der Rockmusik gewachsen zu sein, sahen Mackie und Schneider dann schnell die Notwendigkeit von neuen Mischpulten. Große Konsolen gab es zu dieser Zeit in Tonstudios, kleinere Mischpulte dagegen kaum. Mackie und Schneider entwickelten daher das TAPCO 6000, ein 6-Kanal Mischpult mit einfachen Klangregelungsmöglichkeiten: Volume, Treble, Bass und Master Volume. Aus heutiger Sicht extrem simpel, für diese Zeit in solch einem kompakten Format ein Novum.

Tapco 6000

Die Resonanz auf das TAPCO 6000 war gigantisch, innerhalb kürzester Zeit wurden Millionen des Mixers verkauft. Davon angetrieben entwickelte TAPCO weitere Mixer auf Basis des TAPCO 6000 und des TAPCO 6100R, doch im Jahre 1977 verließ Greg Mackie die Firma TAPCO und gründete sein zweites Unternehmen: AudioControl. Hier widmete er sich der Entwicklung von Analyzern, Frequenzweichen und EQs, nebenbei war er weiterhin ein sehr aktiver Musiker.

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    amazonaman AHU

    Den Bericht finde ich sehr interessant und informativ. Das neue Modell ist interessant und würde es auch kaufen wenn ich gerade mal einen Mixer bräuchte. WARUM steht da nicht mehr Mackie drauf? Das ist ja schade. Nunja solange mein zugegebenermaßen völlig veraltertes Yamaha 02r noch 1a funzt kommt mir hier nichts neues rein.

  2. Profilbild
    psv-ddv ••••

    Das Teil ist nun wirklich ein Klassiker.
    Die Mackie Mischer haben mir Jahrelang das elektrische Musizieren erst möglich gemacht.
    Der Stabilität und dem guten Preis/Leistungsverhältnis sei Dank!
    Mittlerweile bin ich auf eine Großformatkonsole umgestiegen, aber im Nachhinein bin ich mit den Mackies immer noch zufrieden. Ich hatte über die Jahre 12:2, 1604, 32:2 und 32:8bus am Start. Aus meiner Sicht waren die Schwachpunkte der EQ (kein Kommentar) und der nicht so üppige Headroom.
    Das klassische Trafo-Netzteil stellst Du im Artikel ein wenig als Nachteil dar (Gewicht). Ich gebe zu bedenken, daß moderne (insbesondere einfache) Schaltnetzteile wirklich klangliche Nachteile haben.
    Den SSL X-Desk habe ich zum Beispiel wieder verkauft, weil er mir den Sound meiner Synths verdreht hat. SSL baut mittlerweile nur noch Pulte mit Schaltnetzteilen und das hört man leider auch. In dieser Beziehung ist Mackie vorbildlich.

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    thesoulcatcher

    Was mir im Test fehlt sind die Angaben über die EQ Frequenzbereiche -und da sieht’s beim MACKIE im Bass Bereich mit einem festen (nicht parametrischen) 75hz Band m.E. recht armselig aus. Da lobe ich mir meinen Soundcraft Mixer wo ich parametrisch zwischen 40-80 hz wählen kann.

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    Tyrell RED

    Hatte viele Jahre den 1604 als Studiomixer und war immer sehr zufrieden. Heute nutze ich einen Mackie 1202 VLZ3 (der mir optisch besser gefällt als die VLZ4er Reihe) als Submischer und speise damit die Audiokarte. Gerade die Funktion über MUTE zwei alternative Ausgänge ansteuern zu können, nutze ich zum Routing für externe Instrumente die aufgezeichnet werden sollen, während nicht gemutete“ Spuren quasi als Playback dazu laufen.

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    psv-ddv ••••

    Die Mute-Routing Lösung ist ja super. Das Feature hatten meine Mackie Kisten damals leider noch nicht.
    Aber im Prinzip mochte ich das an den Mackies, da lässt sich aufgrund der einfachen, cleveren Ausstattung für Vieles eine praktische Lösung finden.

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      gaffer AHU

      @psv-ddv
      Vielleicht verstehe ich dich falsch, aber über Mute alternative Ausgänge zu schalten hatten doch alle deine aufgezählten Pulte, bis auf das 8-Bus.

      1202, 1604, 3204 und 32 8-Bus hatte ich auch, letzteres sogar mit einem ProTools NuBus und später 24 System. Da rümpften einige Leute die Nase wegen dem „Spielzeugpult“, mir hat’s immer gefallen

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        psv-ddv ••••

        Die „Alt 3/4“ Ausgänge des 1202vlz3, die Tyrell mit der Mute Funktion nutzt, hatten meine alten Mackies definitiv alle nicht. Ist zwar schon Jahrzehnte her, aber daran könnte ich mich erinnern. Sehr praktisches Feature das.
        Spielzeugpulte waren das wirklich nicht. Wenn jemand an den Mic Pres des 8bus zweifelt, empfehle ich das Primus Album „Sailing the Seas…“ Die Drums wurden komplett auf einem Mackie 8bus aufgenommen und klingen unglaublich.

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            psv-ddv ••••

            Na, das nenne ich doch mal investigativer Journalismus ;)
            Ich finde es ja auch echt schade, aber meine Pulte (auch vlz pro) hatten das schöne mute/alt Feature definitiv alle nicht.
            Hier die Manuals meiner Mackies.
            Mit Seitenangabe zur „Mute“ Funktionalität.
            Das 8-Bus ist ja eh unstrittig.

            1642VLZpro, Seite 19 „Mute“
            http://www.....vlzpro.pdf
            1604VLZ, Seite 19 „Mute“
            https://www.manualslib.com/manual/97159/Mackie-1604-Vlz.html?page=19#manual
            1202, keine Mute Knöpfe
            https://www.manualslib.com/manual/97155/Mackie-1202.html
            SR32-4 VLZpro,Seite 19 „Mute“
            http://www.....Manual.pdf

            Vielleicht lasst Ihr Euch ja davon überzeugen.
            Wie angedeutet, ich bin zwar schon alt, aber (noch) nicht senil :-)))

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              Tyrell RED

              Kuckst du:
              http://www.....402vlz.pdf
              Also ab VLZ Pro Serie waren die damit ausgestattet. Die von dir genannten Mixer gehören alle nicht in die 0er Serie. So bald Subruppen im Mischer waren (1642) machen die Alternative-Outs ja auch gar keinen Sinn. Und der von dir genannt 1202 war noch kein VLZ. Ich ändere das gleich im Text, damit es klarer wird.

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                psv-ddv ••••

                Klar, na, das macht doch alles Sinn, Peter.
                Ich habe ja von meinen ex Mischern geredet, und nicht zwischen den Mackie Generationen differenziert, die meinen hatten das halt leider alle nicht. Ist aber interessant zu wissen, falls Jemand sich mit ’nem Kaufgedanken trägt: Ab VLZPro „zero“ gibts die Einsteiger Mute-Busse dazu.
                Das Mackie das Feature dann irgendwann eingeführt hat ging ja aus Deinem ersten Kommentar hervor. Das war mein AHA Moment. Die Jungs haben diese großartigen Mixer immer noch weiter verbessert.
                Ich hätte es mir allerdings auch für die Bus/Subgruppen bewährten Mackies gewünscht. Man kann nie genug Busse haben! …selbst wenn sie im „Mute-Weg“ liegen, irgendeine Verwendung findet sich immer. Mit gegenwärtig 32Aux & 24Tape Bussen bin ich immer noch Bus bedürftig :)

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    ISE500

    ich habe ein 1402 vlz pro. ist das jetzt noch eins von den alten gut klingenden oder schon ein neues schlechtklingendes?

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      playfool

      Du hast eines vor dir nehm ich mal an. Wenns dir gefällt wird es ein gutklingendes sein und wenn nicht dann eben nicht (; Diese frage wird dir niemand besser beantworten können als du selber.

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      Coin AHU

      Kuck doch mal auf die Unterseite, auf den Aufkleber,
      wo es hergestellt wurde.
      Noch Amerika, oder schon China ?
      Unterschiede habe jedenfalls zwischen einem Mackie-Mixer
      und Behringer-Mixer nicht gehört.
      (ich hatte ein altes Mackie aus USA)

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        ISE500

        wie meinst du das du hörst keine unterschiede bei mixern? also ich schon. das steht doch im artikel drin, manche der alten klangen so gut, dass man sie zum übersteuern nehmen konnte, das würde bei einem behringer nicht gehen. meins ist made in USA, aber anscheinend – und das hätte ich hier gerne bestätigt oder dementiert bekommen – sind die CR nochmal eine ganz andere liga.

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          Coin AHU

          Moin, naja es ist schon eine Weile her.
          Da ich nur mit Rechner mache, brauche ich keinen externen Mixer.

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    fritz808

    witzig – bin ein grosser fan und hatte erst am wochenende für einen schwachen augenblick ob ich ihn in rente schicke. das hat sich nun erledigt. danke für die story!!!

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    lightman ••••

    Ich habe seit Anfang der 90er ein in USA gebautes CR1604 im Einsatz, und abgesehen davon, daß mir immer wieder die Kanäle ausgehen, ist das mein Mischer und wird es bleiben. Ein echtes Arbeitstier mit gutem Sound und reichlich Routingmöglichkeiten, ich brauch nix anderes (höchstens die 24 Kanal-Version aus gleicher Zeit).

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    iggy_pop AHU

    Ich benutze seit gut zehn Jahre zwei 1604VLZ aus amerikanischer Fertigung (laut Typennummer ca. Juni 1994), die ich beide gebraucht gekauft habe. Beide verrichten nach wie vor ihren Dienst, auch wenn hier und da mal ein Slider kratzt oder — ganz typisch — die Kanalzüge und Effektwege gelegentlich mal ausfallen. In der Regel hilft Aufschrauben und Kabel Abziehen sowie Steckkontakte Reinigen wieder. Das brachte beim MX2642A bei mir nie Abhilfe, sodaß irgendwann Kanäle sich nicht mehr einpegeln ließen o. ä.
    Klanglich war das primitive 1604VLZ im Vergleich zu artverwandten Behringer-Produkten eine echte Offenbarung, da das Mackie viel transparenter und definierter klingt und pegelfester ist als das Behringer. Ich schätze es im Musikraum und live für seine Routingmöglichkeiten mit sechs Auxwegen und vier Subgruppen.

  10. Profilbild
    iggy_pop AHU

    Das bitte ich nicht als Kritik am Behringer zu verstehen — das Behringer konnte mit Features aufwarten, die ich mir anders nie hätte leisten können (z. B. neu von Mackie). Allerdings durchlief das MX2642 von Behringer mehrere Inkarnationen, bei denen nicht nur die Gehäusefarben unterschiedlich waren, sondern auch die Ausstattungen der Stereokanäle — die blaue und dunkelgrauen Versionen klangen absolut schauderhaft, keine Ahnung, was da schiefgelaufen war. Bei diesen Varianten hatte alles Material irgendwie ein Kissen vor den Monitoren, und irgendwie klang alles, was durch das 2642 lief, faserig und undefiniert. Das änderte sich erst etwas mit dem 2642A in seiner letzten Version mit silbernem Gehäuse, war aber noch stets suboptimal – vor allem im Vergleich beider Pulte (1604VLZ und MX2642A) nebeneinander.
    Der Umstieg auf das Mackie hat mich klanglich allerdings deutlich vorangebracht, bei ähnlicher Flexibilität im Routing.
    Das Material, was auf dem Mackie entstanden ist, klingt besser und liefert eine bessere Ausgangsbasis für nachträgliche Veredelung — beim Behringer kam das zuweilen eher einer Verschlimmbesserung nahe.

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    lugosi

    Puh… alles richtig gemacht. Schon beim zweiten Mischpult nach nem Kleinmixer.
    Erwähnenswert finde ich auf jeden Fall noch die unterhaltsame Bedienungsanleitung! Falls ich das überlesen hab.

  12. Profilbild
    Armin Bauer RED

    Hatte auch schon ewig den 1604 VLZ Pro.
    Schickes Pult mit prima Sound (für den Preis).
    Der VLZ war übrigens mit 16 Mikrokanälen ausgestattet, das Urmodell hatte 8 Mik und 8 Line Eingänge.
    Die alten „Made In USA“ waren tatsächlich „Built like a tank“, hatte da nie Probleme mit.
    Was mich irgendwann gestört hat, mit Kanal-Mute waren die Aux-Pre (Monitorwege) weiterhin offen, für manche Jobs echt nervig.
    Habe ihn dann irgendwann ersetzt…durch einen Mackie Onyx 24-4. Bin auch damit sehr zufrieden, klasse Features für wenig Geld.
    Hatte mal überlegt ihn zu verkaufen, aber für manche Jobs/Verleih ist ein gut klingendes, übersichtliches und günstig zu vermietendes Pult immer noch die erste Wahl. Bleibt also da.

  13. Profilbild
    Wolfram Draht

    Habt Ihr schon eine Story über die Mix Wizard-Serie von Allen&Heath? Die gibt’s auch schon gefühlt ewig und ich habe hier das GL2, was ich als Ursprung der Serie vermute (zugleich scheint es der kleine Bruder vom GL3 zu sein).

    Mit Mackie habe ich nie Freundschaft geschlossen. Die eigenwiligen A&H-Rührwerke passen irgendwie besser zu meinem Querulantenschäl. ;-)

  14. Profilbild
    Kyotonic AHU

    Das Mackie 1604 ist nur ein kleiner Teil der Geschichte und passte damals gut in das aufkommende Homrecording-Segment. Mein VLZ-Pro war nach 1 Jahr auf 12 Kanäle reduziert und mein Elektronik-Fachmann sagte nur verkaufen anstatt reparieren. Ich fand das man schlecht in die Sättigung fahren konnte und den Klang insgesamt gläsern. Kann sein das ein CR anders war. Ein Tascam M2600mk2 musste dann her. Mit dem bin ich dann drei mal umgezogen und habe es nach 7 Jahren intakt verkauft. Im heutigen Vergleich hört man sehr viel gutes über die kleinen Soundcraft. Ich müsste mir heute erstmal welche anhören. Einen EPM6 als günstigen Summierer für den modularen hatte ich im Blick.

  15. Profilbild
    MacSynth

    Bei mir werkelt auch noch ein 1604 von 1994 ein paar mal im Jahr bei kleinen Livegigs. Nie gepflegt, 15 Jahre Raucherübungsraum & etliche Livegigs und es spielt immer noch. Inzwischen haben sich ein paar Fehler eingeschlichen wie geringe Übersprechung von Kanal 6 und 7 und keine LED-Kette bei Solo. Trotzdem wird es nicht in Rente geschickt.

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Mackie 1604 VLZ4

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