Test: 1010music bitbox, Eurorack-Sampler

2. Juli 2017

Bitte klopfen Sie mit den Synapsen

Die frisch gegründete Firma 1010music LLC präsentiert mit der 1010music bitbox einen waschechten Sampler für das Eurorack. Unbekannt sind die Macher von bitbox aber keineswegs, arbeiteten sie doch als Entwickler bereits an so illustren Projekten wie TraktorDj, Looptastic oder MixMeister. Die 1010music bitbox jedoch ist nun das erste Hardware-Produkt der nicht-so-neu Newcomer und verspricht eine „zeitgemäße“ modulare Anwendung von Samples.

Auf manchen Outlets wird die bitbox als „Sampling Workstation“ für das Eurorack betitelt, der Hersteller selber spricht, sehr bescheiden, lediglich von einem Eurorack Modul mit Touchscreen. An anderer Stelle wird von einem „Performance Sampler“ gesprochen – ja was denn nun?

Viele Dinge

OK, das Understatement von 1010music selber ist eine Binse – klar, es ist ein Eurorack-Modul. Für eine Workstation sollte es meiner Meinung nach schon Velocity-Layer bieten und ein umfangreiches Library-System. Das hat die bitbox nicht – bleibt also noch der Performance Sampler. Und ich denke, das trifft es auch am besten, aber der Reihe nach.

Hardware

Das Modul ist mit 26 HP so ziemlich breit wie hoch und der Touchscreen ist mit seinen 9 cm Durchmesser der größte Blickfang der bitbox. Der Stromverbrauch auf der +12V-Schiene ist dabei mit 350 mA recht hoch – das sollte man bei der Integration in sein Rack beachten. Die Anordnung der Bedienelemente und der Buchsen ist einheitlich symmetrisch gewählt. Die Druckknöpfe haben einen angenehmen Druckpunkt mit haptischem Feedback, darunter zwei Endlos-Encoder, die über keine Rasterung verfügen, aber sehr ölig laufen. Die Ein- und Ausgänge der bitbox, als da wären MIDI-In (als TRS-Mini-Klinke), Clock-In, Audio-In 1 und 2 sowie die vier Audioausgänge Out1 und Out2, FX1 und FX2.

Die Ausgänge Out1/2 können nur als ein Steropaar genutzt werden.

Die Ausgänge Out 1/2 können nur als ein Steroopaar genutzt werden

Gänzlich ohne Beschriftung sind die 20 Eingangsbuchsen unterhalb des Displays. Angeordnet in einem 4 x 5 Raster wird deren Funktion beim Einschalten der bitbox sofort klar. Sie dienen zum Ansprechen der 16 Sample-Slots sowie der vier CV-Eingänge.

Trigger- und CV-Eingänge sind nicht beschriftet.

Trigger- und CV-Eingänge sind nicht beschriftet

Gerade diese vier CV-Eingänge sind sehr variabel ausgelegt und machen eine Menge der Flexibilität des Geräts aus. Um Samples zu triggern, benötigt man noch nicht mal externe Gate-Signale, denn das Display ist, wie gesagt, Touch-fähig. Zu fest sollte man darauf nicht drücken, denn dann gibt es erstens die bekannten „Subraumwellen“ und, was ein unangenehmes Gefühl verursacht, das Display gibt merklich nach, ist also nicht fest an der Frontplatte verankert.

Die Sample Engine

Die 1010music bitbox besitzt selber keinen festen Samplespeicher, die Samples werden auf der mitgelieferten micro-SD-Karte (8 GB) abgelegt. Über dieses Medium kann auch sehr einfach ein Firmware-Upgrade bewerkstelligt werden. Beim Einschalten einfach die beiden Druckknöpfe halten und die neueste Version (1.2.1 zur Zeit des Tests) wird installiert. Erfreulicherweise gibt es mit dem Update wahlweise einen dicken Sack an Samples (ca. 1,2 GB) gleich mit, sodass gleich losgelegt werden kann. Der Nachteil – ohne SD-Karte geht gar nichts.

Der Startscreen enthält die Versionsnummer der Firmware.

Der Startscreen enthält die Versionsnummer der Firmware

Die Samples liegen in 24 Bit/48 kHz, stereo oder mono, vor. Den Großteil machen FX-Sounds aus (1 GB), zusätzlich eine handvoll Loops und ca. 120 Drum-Sounds. An sich nichts sonderlich Spektakuläres – aber taugliches Ausgangsmaterial, wie sich zeigen wird. Dabei ist es nicht erforderlich, dass Samples in o.g. Format vorliegen. Die bitbox nimmt auch Dateien mit 16 Bit bei 22,05 kHz oder auch 44,1 kHz an.

Die maximale Größe eines Samples wird durch die SD-Karte bestimmt (FAT32, d.h. maximal 4 GB pro Datei). Es können auch tatsächlich alle 16 Samples gleichzeitig abgespielt werden, bitbox ist also 16-fach polyphon.

Eine Kollektion von 16 Samples samt deren Einstellungen können in einem von 12 Presets abgelegt werden. Speichern braucht man nicht explizit, denn die Änderungen werden sofort auf der SD-Karte vorgenommen.

Es ist angerichtet

Das klingt ja schon mal recht vielversprechend, also eingetaucht in die 1010music bitbox und mal sehen, was geht. Ausgehend vom Home-Screen gelangt man in den Main-Screen, in dem die Samples, ganz wie in Ableton Live, in einem Raster angelegt sind.

Touch me! - die Sample Cells

Touch me! – die Sample Cells

Dabei können in der Voreinstellung alle Samples einer horizontalen Reihe über den als Scene-Trigger konfigurierten CV-Eingang/Touch-Bereich abgefeuert werden. Und die Ähnlichkeiten kommen nicht von ungefähr. Eines der Top-Features der 1010music bitbox ist das Exportieren eines Presets als Ableton Live Projekt. Dabei wird das Gitter der Samples in einer Ableton Projektdatei gespeichert und die Samples entsprechend referenziert.

Bei der aktuellen Firmware gibt es allerdings ein Problem, denn die Dateipfade werden mit Backslashes im Windows-Format gespeichert, so dass Mac-User vorerst mit dem Root Verzeichnis vorlieb nehmen müssen und keine Ordnerstrukturen verwenden können.

Beim Export werden Backslashes verwendet - Win only.

Beim Export werden Backslashes verwendet – z.Zt. also Win only

Einzelne Samples werden durch die zugehörigen Gate-Eingänge angesteuert. Als Optionen stehen dabei Trigger, Gate, Toggle oder Repeat zur Verfügung. Beim Einsatz des Trigger-Modes wird das Sample bei raschem Betätigen nicht abgeschnitten, sondern jeder Triggervorgang wird ausgespielt, so dass sich die Samplefahnen überlagern.

Beim Repeat-Mode kommt bereits die zweite Besonderheit ins Spiel. Denn startet man die bitbox, die innerhalb von 2 Sekunden hochfährt, fällt gleich der Beat-Counter oben links auf. Dieser legt los, sobald die bitbox angeschaltet ist und läuft bei fehlender externer Clock (MIDI oder analog mit 4 PPQ) mit der fest eingestellten internen Clock von 120 BPM. Wählt man also ein Sample in der Main-Übersicht aus und geht über den Info-Button in die Sample-Optionen, kann man dort u.a. eine Quantisierung einstellen.

Ist Repeat der Trigger-Modus und hält man den Trigger, so startet das Sample in der jeweils eingestellten Quantisierung neu. Zur Verfügung stehen hierbei 1/16, 1/8, 1/4, 1/2, 1 Bar, 2 Bars, 4 Bars und 8 Bars. Da die Quantisierung auch während des Recordings/Samplings eingesetzt werden kann, bieten sich natürlich hervorragende Performance-Möglichkeiten. Um ein Sample aufzunehmen, braucht man nur eine leere Sample-Zelle zu wählen und in deren Einstellungen zu gehen.

Sample-Zelle

Und damit sind wir mitten drin im Herzstück der 1010music bitbox – der Sample-Cell. Hier findet man nicht nur eine animierte Wellenformdarstellung, die auch „wischbar“ ist, sondern auch alle Parameter, die direkt mit dem Sample zu tun haben. Auf der ersten Seite sind das der besprochene Trigger-Modus sowie Sample-Start, -Länge und Level. Auf der zweiten Seite dann Pitch (+/- 24 HT), Loop und die Quantisierung.

Slice of Life - ein bereits unterteiltes Sample

Slice of Life – ein bereits unterteiltes Sample

Von besonderem Interesse ist hier die Slice-Funktion. Diese unterteilt ein Sample, üblicherweise ein Drum-Loop, in einzelne Teilstücke. Eine Scan-Funktion übernimmt das automatisch und orientiert sich dabei an den ausgeprägtesten Transienten. Geht dabei etwas schief, kann man mit Split und Join manuell nachjustieren. Kreativ wird es aber erst, aktiviert man den „Atomic Mode“. Dieser weist jedem Scheibchen eine Nummer zu und nun können diese sofort angefahren werden, ohne über eine Startposition in Prozent lange grübeln zu müssen, zumal der Start und das Ende eines Samples leider nicht visualisiert werden. Bedauerlicherweise fehlt eine Kopierfunktion, mit der man eine Zelle duplizieren könnte, denn schon hätte man das geschnittene Sample auf verschiedenen Trigger-Eingängen.

Die CV-Modulatoren

Aber die bitbox verfolgt hier einen anderen – wie ich finde – stringenteren Ansatz. Denn jetzt kommen die vier CV-Modulatoren ins Spiel, die standardmäßig als Scene-Trigger konfiguriert sind. Geht man über den Info-Button in die Einstellungen der CV-Modulatoren, stehen Optionen zur Verfügung, die die Echtzeitsteuerung bestimmter Sample-Parameter erlauben. Als da wären: Sample-Pitch, -Start und -Length. Ich vermisse lediglich eine Steuerung der Sample-Lautstärke. Dann die Pitch-Steuerung mit 1V/Okt Charakteristik und eben die Slice-Steuerung mit Slice-Select, -Next, -Increase und -Decrease.

guter Ausgangspunkt - die Factory Samples

Guter Ausgangspunkt – die Factory Samples

Bei Slice-Select werden die Scheibchen, angefangen von Slice1 bei 0 V, gestaffelt in Halbtonschritten angefahren. Dabei gibt es keine offensichtliche Begrenzung der Anzahl an Slices. Slice-Next habe ich ehrlich gesagt nicht richtig verstanden. In der PDF-Anleitung, die ausführlichere Informationen als der doppelseitig A4 bedruckte Quick Guide enthält, steht, dass der einzige Unterschied zu Slice-Select darin besteht, dass nur am Anfang der nächsten Note zum nächsten Slice geschaltet wird – ja was denn sonst?

In der Praxis ergab dieser Modus für mich wenig Sinn, denn verschiedene Slices starteten beim Spielen ein und derselben Note und das willkürlich. Slice-Inc und Slice-Dec warten auf ein Gate-Signal am CV-Mod-Eingang, um dann im Karussell-Verfahren vor- oder rückwärts durch die Slices zu schreiten.

Natürlich können die vier CV-Modulatoren auf eine beliebige Sample-Zelle verweisen und es können auch mehrere einer einzigen zugewiesen werden.

Tracks

Bleiben zu guter Letzt noch die Tracks. Diese beziehen sich immer auf jeweils eine Spalte und bieten genau drei Optionen: Exclusive bedeutet, dass ein Clip des Tracks aufhört, wenn eine anderer desselben Tracks anfängt, ganz wie in Ableton Live. Der Level-Regler ist selbsterklärend und mit Output kann man das Routing auf die Ausgänge festlegen (Out1/2, FX1 oder FX2). Leider können die „normalen“ Ausgänge nur Stereo angefahren werden, sodass hier nur über manuell manipulierte Samples agiert werden kann, um die Ausgänge einzeln anzusprechen.

Fazit

Die 1010music bitbox ist keine Sample-Workstation fürs Eurorack, sondern ein auf Live-Performances getrimmter Slot-Sampler. Dadurch dass bitbox eine Vielzahl von WAV–Formaten akzeptiert, kann man hier auch über Bit- oder Samplerate-Reduktion die Klangästhetik bestimmen. Ein 4 GB langes Sample dürfte auch für extrem lange Ambient-Drohnen ausreichend sein.

Am meisten kann die bitbox aber mit ihrer Slice-Funktion punkten, da hier das kreative Potential deutlich über schnödes Sample-Abfeuern hinausgeht und zusammen mit der Pitch-Funktion kommen schon unerhörte Sachen zum Vorschein.

Die Menüführung über das Touch-Display, gekoppelt mit den vier Encodern und den zwei Buttons, ist durchdacht und auf schnelle Arbeitsweise ausgerichtet, so dass auch das Live-Sampling nicht nur eine Option ist, sondern tatsächlich Performance-tauglich umgesetzt ist.

Dass die interne Clock nicht verstellt werden kann, ist ungewöhnlich. Jedenfalls konnte ich weder einen Hinweis in der Anleitung, noch einen Menüpunkt in der bitbox finden, der die interne Clock verstellen konnte. Da es aber auch keinen Clock-Ausgang gibt, ist es nicht so dramatisch.

Alles in allem ein sehr zugänglicher Sampler, der durch seine CV-Anbindung die Art und Weise verändert, wie man mit Samples umgeht und darüber hinaus auch einfach als Session-Recorder dienen kann.

Plus

  • sehr zugängliches Bedienkonzept
  • Samples bis zu 4 GB
  • Presets können als Ableton Live Projekte exportiert werden.
  • Vielzahl an WAV-Formaten abspielbar
  • Slice-Modus
  • 8 GB SD-Karte im Lieferumfang enthalten

Minus

  • Quantisierung nur bis 16tel-Note
  • Display nicht ganz fest
  • kein Ableton Live Export auf macOS
  • interne Clock nur 120 BPM
  • keine Visualisierung von Sample-Start und -Länge
  • kein Kopieren von Sample-Zellen
  • kein CV für Sample-Vol
  • Slice-Next-Modus rätselhaft

Preis

  • Ladenpreis: 666,- Euro
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Ich habe die Bitbox ebenfalls auf dem Schirm weil mir ein Live-Sampler wichtig ist. Ich will ein Produkt bestimmt nicht schlecht machen aber warum gibt es hier kein Midi und/oder USB plus ein paar flexible CV-Strippen zur Modulation? Wenigstens ein HP/LP-Filter zum cutten, muss ja nicht in Echtzeit sein. Eine kleine FX-Sektion ist ebenfalls kein Hexenwerk, gerade wenn nur ein Stereo-Ausgang vorhanden ist. Ach da gibt’s ja noch die FX-Box für schlappe 600€ dazu. :)
    Im Modular-Bereich liegt viel Geld und es gibt viele unausgegorene Produkte die dann mit „Nerd-Faktor“ besungen werden. Deswegen auch die langen Bärte. Mann kommt ja zu nix mehr. Wer damit leben kann….. ;)
    Edit: Wie klingen denn gepitchte Synths? Das vermisse ich ein bischen.

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      t.goldschmitz  RED

      Sorry, das ich das nicht herausgearbeitet hab: Der hat MIDI, kann man bei den EIngängen links sehen.

      Mit der 1010music FX-Box hast Du sicherlich recht – preislich gesehen als Doppel (fxbox mit bitbox) dann $1200? Das ist echt happig. Würde die beiden auch eher bei unter $400 sehen.

      Für ca. 500€ bekommt man schon einen fitten Emu EIV (Die Trigger-Ins für das Modularsystem muss man sich dann anderweitig besorgen.)

      Gepitchte Synths, nun wie soll ich sagen, klingen wie gepitchte Synths. Hier ist kein besonderer Algor. am Werk, so dass der Mickey Maus Effekt schon zu hören ist.

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        tomeso  

        Der Hinweis auf einen Emu EIV greift hier etwas zu kurz, denn den gibt es aktuell eben nicht im Eurorack Format. Das Besondere an der bitbox ist ja, dass damit hochwertige Sampling/Looper-Funtkionaltität ins Eurorack Format kommt. Wenn man damit jetzt auch die Stückzahlen gängiger Desktop-Sampler erreichen könnte, dann wäre eventuell auch ein deutlich günstigerer Preis möglich. Soweit ist man bei 1010music aber leider noch nicht. :-)

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          t.goldschmitz  RED

          Sehe ich ähnlich.
          Der Hinweis auf den E-mu bot sich im Hinblick auf ein CV/Gate to MIDI Converter an. Mit diesem könnte man dann auch die Samples des E-mu von einem Modular-System aus Triggern (Gate zu MIDI-Note), oder z.B. Filter steuern (CV to MIDI-CC).

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    AMAZONA Archiv

    Diese Modular systeme sind so richtige Männerspielzeuge für echte Kerle die nie erwachsen werden wollen. Was aber nichts schlechtes bedeutet, denn mir geht es genauso. Trotzdem ist mir die Sache zu teuer und gerade bei Modular Systemen denke ich eher an den waschechten vollanalogen Boliden der viel reinrassiger nicht daher kommen kann. Doch weit gefehlt, immer mehr digitaler Kram mischt sich unter die Module und vermischt sich mit der analogen adelsrasse. Ein sampler ist ja schon fast die unterste Schublade und hätte im Modular Systemen eigentlich garnichts zu suchen. Zu modern wird der Klang, zu wohlgeformt, zu glatt und unendlich viele Möglichkeiten fern ab von ollen alt hergebrachten rauen ungehobelten analogsound. Was ist passiert wenn das fette Modular monster plötzlich klingt wie mein jv1080 oder ein K5000? Wer braucht sie noch, die reine analoge Welt, ganz ohne bits und bytes, nur mit Strom und Transistoren? Und was ist daran so faszinierend?

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      lightman  AHU

      Der Punkt bei Modularsystemen ist, daß sich jeder sein Traumsystem nach Wunsch zusammenstellen kann, egal ob analog, digital oder hybrid. Nicht die Technik macht die Musik, sondern der Musiker, das gilt für die analoge Adelsrasse ebenso wie für die plebejischen Massen, die begriffen haben, daß die Zeit musiktechnischer Dogmen vorbei ist.

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    Wellenstrom  AHU

    @ amazonaman

    Es gab mal Zeiten, da standen Modularsysteme für Progressivität, für neue Möglichkeiten, Musik zu gestalten.
    Insofern finde ich es schade, anno 2017 Kommentare zu lesen, in denen man von anachronistischen „Spielzeugen“ schwärmt und Sampler im Modularsystem verteufelt. Natürlich macht ein Sampler im Modularsystem Sinn, weil junge Leute nicht mehr unbedingt das Geblubber und Gepiepse früher Tangerine Dream oder Klaus Schulze Tage produzieren wollen. Mit Recht. Digitale Module im Rack erweitern die Möglichkeiten um ein Vielfaches.
    Was den hier vorgestellten Sampler anbelangt, ist er m.E. noch nicht komplett ausgereift. Teuflische 666 Peitschen sind da für meinen Geschmack doch ein bissken hochgegriffen. Dafür ist er noch zu nackt.

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    Green Dino  

    Ist „Slice Next“ vielleicht ein random play mode?
    Du schreibst im Test:“verschiedene Slices starteten beim Spielen ein und derselben Note und das willkürlich.“
    Klingt ja so, oder brauch ich erst mal noch Kaffee?
    Grüsse

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      t.goldschmitz  RED

      Hi Green Dino,
      Kaffee braucht’s immer.

      Das kann gut möglich sein, jedoch steht in der Anleitung etwas anderes (und nicht leicht verständliches):

      „The CV Modulator input behaves similarly to Slice Sel modulation, but with the exception that you will only switch to a different slice at the beginning of the next note. This setting only applies to Atomic Mode.“

      Also vielleicht meint das ja „…ALWAYS to a different slice“?

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        Green Dino  

        Deiner Beschreibung nach, wie sich dieser Modus verhält scheint es doch ein Zufallsmodus zu sein.
        Das macht so jedenfalls deutlich mehr Sinn, als was dazu in der Anleitung steht.

        Grüße

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    funkymothers  

    Ist der Backslash wirklich noch ein Problem auf dem Mac? Das war prä OS X vielleicht der Fall, aber er wird doch im Terminal für Dateipfade verwendet und ist ohne Probleme auf dem Mac Keybard zu tippen (siehe hier \).

    Oder gibt es noch einen anderen Backslash, der nur auf DOS/Windws funktioniert?

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    tomeso  

    Danke für den durchaus positive Test, schade dass die Audio-Demos etwas „uninspiriert“ wirken, da wäre sicherlich noch was gegangen. :-)

    Einige der geannten Kritikpunkte (Outputrouting, Volume Control und Dateipfade) sollen laut 1010music im kommenden Update adressiert werden, weitere Features sind ebenfalls geplant.

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    _dg

    Bin zwar nicht abgeneigt wenn es um digitale Module im Rack geht, aber für den Preis hole ich mir doch lieber eine Digitakt von Elektron.

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    swellkoerper  AHU

    Einige der beliebtesten Module wie Clouds oder Batumi sind digitaler Natur. Was ich persönlich nicht mag, sind Displays und Menüs. Modular ist nicht so anziehend, weil es analog ist sondern diesen einzigartigen, unmittelbaren Zugang bietet. Zum Thema „Eurorack-Ableton“: Wenn man ein Modul mit einer DAW vergleicht, dann richtig: Live ist mit einigen Tools schon länger komplett CV-steuerbar, Bitwig von Haus aus. Für über 600€ bekommt man dann schon eine luxuriöse Lösung von Expert Sleepers, da geht bei Live, Reaktor, Bitwig, Max usw. die Sonne auf. So einen Sampler bau ich mir an einem Nachmittag.

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      AMAZONA Archiv

      Nun gut. Einen Ableton-Sampler mit CV zu steuern ist ja nett aber nicht das Ziel unabhängig mit Hardware arbeiten zu wollen. Wenn ich mal „freestylen“ darf? Ich würde einen modularen Sampler mit Steuermodul, Bussystem und Voiceboards bauen die wie ein Akai S950 mit variabler Samplerate in Hardware pitchen. Ohne jede Interpolation und Artefakte. Ob mit oder ohne analoge Filter, multitimbral, gruppierbar, interne digitale oder einschleifbare EG’s und LFO’s…. Alles wäre möglich und das Wort „Modular“ wert. Von mir aus mit bis zu 128 Modulen und Stimmen. Ihr wisst was ich meine. Sky is the limit! ;) Sowas hier ist kann nur der erste Schritt sein. Kompakt aber eben nicht das richtige. Wer Kontakte hat sollte die mal nutzen und solche Ideen einbringen. Stellt euch doch mal Sample-FM/AM mit CV Kontrolle vor?

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          AMAZONA Archiv

          Haha! Du hast meinen Tag gerettet. Ich hatte schon Olivier von Mutable mit einer wilden Idee konfrontiert die quasi einem Waveterm mit Voice-Modulen und Bussystem gleich kam. Er ist wie er sagt aber kein Sample-Typ. Wäre ja auch eher was für Wolle Palm. :) Was soll ich sagen?
          http://www.....ssimil8or/
          Das Ding wird gekauft und ist mit Sicherheit nicht billig. Allerdings kann ich auch andere Sachen dafür einmotten. :)

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            swellkoerper  AHU

            Danke für die Blumen! Ich habe ihn bei der ersten Ankündigung bestellt/reserviert, auch wenn ich mit mind. 800€ rechne. Das Ding wird der Knaller, ich hab mir fast in die Hosen gemacht, als mir Marco von Rossum Music höchstselbst versichert hat, dass ALLE Ein- und Ausgänge DC-coupled sein werden. Jetzt stell dir FM/AM zwischen Samples vor, die sowohl Audio als auch Steuerspannung beinhalten können. Ich hoffe nur, er wird dann auch mal fertig.

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              AMAZONA Archiv

              Wo hast du vorbestellt? Beim Schneider oder in den USA? Bei dem Preis sollte der alte Rossum aber einen guten roten kalifornischen Wein mit dazupacken. :)
              Edit: Ha! Eins hat der gute Dave vergessen.
              Bitte einmal Adat-IO für mich.

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                swellkoerper  AHU

                Bei Schneiders kann man nix vorbestellen was noch keine Artikelnummer hat. Deren Pech. Nein, meine Vorbestellung ist eine Notiz bei meinem Händler des Vertrauens hier in der Schweiz. Mir ist egal, wann der Sampler kommt, solange er kommt. Das Gute ist, dass jetzt, da alle anderen angekündigten Module erhältlich sind, aller Effort in den Assimil8tor fliesst. Wer weiss, vielleicht zu Weihnachten?

  9. Profilbild
    t.goldschmitz  RED

    Noch ein wichtiger Nachtrag, da ich auch gerade die fxbox von 1010music teste:

    Man kann die bitbox per Firmware-Upgrade zu einer fxbox machen und umgekehrt.

    Das sollte man bei der Bewertung noch berückstichtigen.

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      tomeso  

      Ja, das ist mit der aktuellen Firmware (noch) möglich. Der Hersteller hat aber in einem Forum erwähnt, dass das eventuell nicht ewig so bleibt. Mit anderen Worten: Man möchte es sich vorbehalten, dass ab einem späteren Zeitpunkt die Firmware nicht mehr einfach austauschbar sein könnte.

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        t.goldschmitz  RED

        Ich habe im direkten Kontakt zum Hersteller da nun anders lautende Infos. Die deuten eher in die andere Richtung.

        • Profilbild
          tomeso  

          Lieber Thilo,
          diese Info auf die Du anspielst haben wir natürlich auch. Die steht aber nicht im direkten Widerspruch zu dem was ich weiter oben geschrieben habe.

  10. Profilbild
    tomeso  

    1010music hat nun die neue Firmware in Version 1.3.0 als Public Beta veröffentlicht und behebt damit (wie weiter oben angekündigt) die im Test angesprochenen Punkte:

    – – – – – – – – – –

    We are pleased to announce the availability of a new beta version with several of your top requests fulfilled:
    1) Previewing of samples from the load screen
    2) Modulation of gain
    3) Modulation of multiple samples at once. You can now modulate a row, column, or the entire grid at once.
    4) A play button on the record screen that allows you to stop recording and begin looped playback of your recording in time with the music.
    5) Output routing to the Out 1 and Out 2 separately so that you now can use 4 mono outputs.

    There are also a number of bug fixes:
    1) Improved timing from gate inputs
    2) Slice selection now uses the entire -5V to 5V input range with 1V/Octave semitones mapping to each slice.
    3) Export to Ableton now supports WAV files in subdirectories.

    Please consider this software to be an unproven beta version. Please install at your own risk. We look forward to hearing your feedback, suggestions, comments, and bug reports.

    http://101.....umentation

  11. Profilbild
    Findus  

    Bezüglich Funktionalität, Klang, Bedienbarkeit bleiben für mich mit der Version 2.0 kaum noch Wünsche offen. Super ist die MIdi- Einbindung. Jedes Sample kann individuell mit Volume und Pan angesteuert und übrigens einem der beiden Stereo-Ausgängen zugewiesen werden. Danach habe ich z.B. bei den Boss-Loopen seit Jahren vergeblich gesucht. Auf der Bühne kann ich mir nun auch das iPad für Sample-Futter sparen. Nett ist auch die Gratis-„Zugabe“, bitbox mit 2 alternativen Firmware mit Synthesizer und FX einsetzen zu können.

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