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Test: AKAI Force V3.06, Music Production Studio

18. Dezember 2020

Fetter Synthesizer und tolle Ableton Integration

AKAI FORCE test

AKAI Force V3.06 Music Production Studio

Seit unserem ersten Test der Force hat AKAI regelmäßig Updates nachgelegt und so die Funktionen des Music Production Studios erweitert. Neben der Möglichkeit, im Ableton Live Stil Musik zu produzieren, ist es auch möglich, zu samplen und zu sequenzieren. Außerdem verfügt Force über Effekte und Instrumente – und da hat AKAI kürzlich kräftig nachgelegt.

Das Erscheinen der Akai Force

Im Frühjahr 2019 erschien die Akai Force. Über dieses Instrument wurde spekuliert wie über kein anderes, und die Erwartungen wurden… zum Teil erfüllt. Was ich damals mit der Akai Force erlebt habe, könnt ihr in meinen ersten Testbericht nachlesen. Ehrlich gesagt, war ich danach nicht mehr sonderlich optimistisch, dass die Akai Force noch abheben wird. Zu meiner Überraschung hat Akai aber nicht nachgelassen und kontinuierlich die Software verbessert.

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AKAI FORCE test

An der Hardware gab es nie etwas auszusetzen. Ein gut lesbares Touchdisplay, super Pads und anständige Regler. Wenn man das Instrument berührt, spürt man sofort, dass die Force hochwertig verarbeitet ist. Musiker arbeiten aber auch mit der Software und diese sollte am Erscheinungstag „solidrock“ sein. Leider war das mit der Force aber nicht der Fall. Viele Funktionen waren angekündigt, aber beim offiziellen Release noch nicht implementiert.

Mit dem Erscheinen der Version 3.06 macht ein erneuter, genauerer Blick auf AKAIs Force Sinn. Der große Aufhänger ist natürlich der Drumsynthesizer, aber ich werde auch auf die Entwicklung der Force eingehen, die sie im Laufe der Jahre durchgemacht hat. Hoffentlich ist die Akai Force endlich die Workstation, die sie schon von Anfang an sein sollte!

Updaten der Akai Force auf Version 3.06

Mein Force-Testgerät verfügt über die Version 3.0. Da wird es mal wirklich Zeit für ein Update ! Der Installer lässt sich von der Akai Website herunterladen. Hierfür ist noch nicht einmal ein Login notwendig. Um das Update durchführen zu können, muss die Force mit dem Rechner verbunden und im Menü der Update-Modus aktiviert werden. Diese Schritte werden während der Installation genau erklärt. Einfach und unproblematisch ist die Version 3.06 somit schnell auf der Force installiert.

Der erste Eindruck der Akai Force 3.06

Auf den ersten Blick hat sich nicht viel verändert. Das Menü sieht noch genauso aus, wie ich es in Erinnerung behalten habe. Ich habe aber das Gefühl, dass alles flüssiger funktioniert. Es fühlt sich alles geschmeidiger und ausgereifter an. Auch scheint mir das Menü aufgeräumter und strukturierter. Obwohl ich schon länger nichts mehr mit der Force zu tun hatte, fällt es mir auf Anhieb leicht, mit ihr zu arbeiten.

Nach Antesten der Demos habe ich erstaunlicherweise das Gefühl, dass die Force viel besser groovt. Dieser Eindruck wurde später bestätigt, als ich selber einige Aufnahmen durchführte. Es swingt, es groovt. Ebenso habe ich auch nicht mehr das Gefühl, dass die Bedienung hakt.

Offensichtlich hat Akai eine Menge Verbesserungen im Workflow durchgeführt. Intuitiv drücke ich die richtigen Tasten oder richtigen Stellen im Touchdisplay, um die gewünschten Funktionen aufzurufen. Die Workflow-Verbesserungen spürt man auch im Display. Damals unterstellte ich diesem, nicht so performant zu sein wie das eines iPads, denn um mit einem Touchdisplay Musik in Echtzeit machen zu können, muss es schnell und reaktiv sein. Nun fühlt sich das aber deutlich besser an.

Wie man weiß, hat Akai seinen ganz eigenen Weg, mit seinen MPCs und der Force Musik zu machen. In diese Arbeitsweise muss man sich zunächst einfinden, und dieser notwendige Prozess fällt viel leichter, wenn die Hardware ihren Job richtig gut macht. Hier stellt sich mir wieder die Frage: Warum nicht gleich so?

Die Integration von Ableton Live in die Akai Force

Wer kommt heute noch an Ableton Live vorbei? Vermutlich kaum jemand. Meine hauptamtliche DAW ist zwar weiterhin Logic, aber auch ich habe für Testzwecke und aus Aktualitätsgründen zumindest eine aktuelle Version von Live Lite auf meinem Rechner installiert.

Die Kompatibilität mit Ableton Live wurde von AKAI von Anfang an versprochen, doch umgesetzt wurde es in Version 1 der Force leider nicht. Das war eine große Enttäuschung, weil dieses Feature am meisten neugierig machte. Das Versprechen wurde in späteren Updates umgesetzt und soll auch hier nicht unerwähnt bleiben.

Ein Live Set wird auf dem Screen der Akai Force angezeigt

Um die Akai Force als Ableton Live Controller zu nutzen, muss die Force zunächst in ein Netzwerk eingebunden werden, dazu steht WLAN und LAN zu Verfügung. Beide waren in Version 1 nicht vorhanden und deswegen war es unmöglich, eine Verbindung zum Rechner herzustellen. Das funktioniert nun allerdings ohne Probleme.

Im nächsten Schritt wird die „Akai Network MIDI Software“ benötigt, die zum Download auf der AKAI-Website bereitsteht. Wenn im Menü der Force „Live Control“ aktiviert wurde, kann man eine Ableton Link-Verbindung herstellen. Hierbei handelt es sich um ein Protokoll, mit dem Live mit anderen Gerätschaften synchronisiert werden kann.

Im Prinzip funktionieren die Taster nun wie die der Akai APC MIDI-Controller Serie, die extra für Live entwickelt wurden. Die Regler der Force sind standardmäßig auf die Lautstärke der Tracks von Live eingestellt. Das Besondere an der Synchronisation ist, dass Ableton Live nun auch auf dem Touchscreen dargestellt wird und von dort auch bedienbar ist. Die Zusammenarbeit zwischen Live und der Force läuft spitzenmäßig, da gibt es nichts auszusetzen.

Importieren von Ableton Live Projekte in die Akai Force 3.06

Es soll nun endlich möglich sein, Ableton Live Projekte in die Force zu importieren, aber natürlich ist Ableton Live nicht direkt in die Akai Force implementiert. Die internen Effekte und Instrumente von Live können entsprechend nicht in die Force importiert werden, geschweige den VSTs.

Allerdings ist die Force aber in der Lage zu erkennen, ob es sich um Instrumente aus dem Drumsampler Impulse oder dem Simpler/Sampler handelt. Die Samples dieser Instrumente werden in der Force korrekt zugeordnet und wiedergegeben. Selbstverständlich funktioniert die Wiedergabe nur ohne spezielle Einstellungen der Ableton Instrumente.

Der Ableton Projekt Song ForceB als Set im Menü der Akai Force

Filtereinstellungen werden nicht übernommen. Das liegt daran, dass der Sampler in Live anders aufgebaut ist als der Sampler von Akai. Um klangspezifische Einstellungen zu reproduzieren, muss man auf die internen Möglichkeiten der Akai Force zurückgreifen. Je weniger Einstellungen die Sounds der Ableton Instrumente haben, desto einfacher können sie in der Force reproduziert werden. LFO und Filterorgien müssen beispielsweise nachgebaut werden.

Trotzdem: Es ist einfach genial, dass dies so einfach funktioniert und man tatsächlich in die Lage versetzt werden kann, Ableton Live Tracks ohne einen Laptop auf der Bühne präsentieren zu können.

Der importierte Ableton Live Song. Die Farben sehen in der Force wie im Live Projekt aus. Es ist nicht gerade einfach, einen Bildschirm zu fotografieren. Ich bitte dies zu entschuldigen.

Gewiss können viele Grooveboxes und Workstations Audiospuren importieren. Das der ganze Aufbau einer Ableton Live Session und eines Ableton Live Arrangement nahezu 1:1 importiert werden kann, grenzt aber an ein Wunder. Das geht weit über das Arbeiten mit Stems hinaus, weil MIDI-Noten, Arrangement, Loop-Points, Pitch etc. von der Force übernommen werden können.

Das orginal Ableton Live Projekt

Natürlich kann die Live Session mit den Force Möglichkeiten weiter bearbeitet werden. Man kann aber nicht erwarten, dass die Force auch Synthesizer und Effekte von Ableton Live übernimmt. Dazu müsste Ableton Live in Hardware gegossen werden, aber in dieser Frage verfolgen Ableton und AKAI eindeutig unterschiedliche Konzepte. Zum jetzigen Zeitpunkt gilt: Je mehr Audio vorhanden ist, desto besser klappt es mit der Kompatibilität.

Der Drumsynthesizer

 der AKAI Force 3.06

Bis jetzt wurden nur Updates besprochen, die sich seit der Version 1 ergeben haben. Alle Updates sind bemerkenswert und machen die AKAI Force zu einem Instrument, das wirklich jeden Cent wert ist.

Doch der Höhepunkt des neuen Update 3.06 ist der Drumsynthesizer. Dabei handelt es sich nicht um einen Sampleplayer, sondern wirklich um einen Drumsynthesizer.

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Dieser Synthesizer kreiert fette elektronische Sounds, die an die analogen Klassiker erinnern. Er ist aber auch in der Lage, moderne und aktuelle Sounds zu kreieren. Sounds aus den 8 Kategorien Kick, Snare, 2 Hihats, Clap, Tom, Percussion und Crash können ausgewählt werden, und jeder Sound verfügt über Parameter, um ihn zu modulieren. Die Parameter sind pro Modul unterschiedlich gewählt, damit der jeweilige Sound bestmöglich eingestellt werden kann.

Die einzelnen Sounds werden in einem eigenem Fenster dargestellt. Jedes Drum-Modul verfügt über drei Fenster. Im ersten Fenster wird der Sound moduliert. Mit den anderen beiden Fenstern werden Transient, Distortion, EQ und Compressor eingestellt. Diese Werkzeuge eigenen sich natürlich hervorragend, um die Drumsounds zu schärfen und fetter zu machen.

Die Durchsetzungskraft einer 808 oder 909 Bassdrum lebt nicht nur durch das Design von Roland, sondern wird auch durch externe Kompressoren erzeugt. Es ist daher ein logischer Schritt, diese Effekte auch hier einzubauen. Ein EQ ist natürlich notwendig, um Frequenzen abzuschwächen oder zu schärfen, damit sie mehr Durchsetzungskraft in einem Arrangement erhalten.

Distortion zerrt die Drums an und ist sehr wichtig für alle Spielarten der elektronischen Musik, wie Hardcore, Electro oder Gabba. Das Anzerren spendet den Sounds aber auch Schmutz und eine gewisse Schärfe, die kaum mit EQs zu erreichen sind. Die Transienten zu modulieren spendet den Sounds mehr Durchsetzungskraft. Sie erhalten mehr Attack und setzen sich damit besser im Arrangement durch. Praktischerweise können diese Effekte mit Buttons neben dem Sound aktiviert werden.

Der Drumsynthesizer liegt auch als Multiinstrument vor. Wenn für jeden Sound eine neue Spur geöffnet werden müsste, wäre ein Arrangement in der Force sehr schnell unübersichtlich. Das Multiinstrument hat den Vorteil, dass die Noten für jedes Modul in eine Spur geschrieben werden können.

Es gibt aber auch gravierende Unterschiede zu den einzelnen Modulen. Um die Lautstärke der Sounds zu regeln, stellt AKAI ein Mixer zur Verfügung, der mit dem Touchscreen wirklich sehr gut zu bedienen ist. Auf einer weiteren Seite findet sich eine Matrix, mit der die oben beschriebenen Werkzeuge aktiviert und deaktiviert werden können.

Die AKAI Force verfügt natürlich über Effekte, aber dem Multinstrument wurden trotzdem noch Delay, Diffuser und Reverb spendiert. Obwohl AKAI diese Effekte selbst Send Fx nennt, sind sie Teil des Multiinstrumentes. Für diese Sends gibt es eine zusätzliche Page, mit der die Effektstärke für jeden einzelnen Sound eingestellt werden kann.

Sound und Bedienung des Drumsynthesizers

Der Drumsynthesizer der Force hat richtig Punch und macht echt einen mega fetten Sound. Meine Bedürfnisse als Elektroniker werden hundertprozentig befriedigt! Mit dem Multiinstrument und seinen Effekten alleine kann perfekter Tool-Techno produziert werden. Es braucht wirklich nichts anderes mehr! Dabei musste ich die ganze Zeit an Decks, FX & 909 von Richie Hawtin denken. Hawtin brauchte 1999 aber eine Tonne Outboardgear, und unsereins kann das nun alles „in the Box“ erschaffen.

Effekt-Matrix

Ich finde es übrigens sehr löblich, dass AKAI nicht zu viele Presets für den Drumsynthesizer mitgeliefert hat, denn so wird man animiert, seinen eigenen Sound zu kreieren. Aber keine Sorge: AKAI wäre nicht AKAI, würden sie den Musiker nicht mit Drumsounds der aktuellen Stilrichtungen versorgen: die Techno Drums pumpen und die Sounds aus dem Hip-Hop Genre werden ihrem Namen voll gerecht. Die Sounds wurden wirklich sehr geschmackssicher programmiert.

Natürlich kann man einen Beat einfach einklopfen, aber so richtig viel Spass macht der Drumsynthesizer mit dem internen Step-Sequencer. Die Programmierung findet natürlich per Lauflicht über die Buttons der AKAI Force statt. Diese Ansicht hat aber noch mehr zu bieten: Die obersten vier Reihen sind für die Steps vorgesehen, und links unten sind 2×4 Buttons für die Soundauswahl des Mulitinstruments reseviert. Das ist super, weil man während der Aufnahme zwischen verschiedenen Sounds switchen kann, ohne die Aufnahme unterbrechen zu müssen. Natürlich wurden den Sounds unterschiedliche Farben zugeordnet.

Send-FX des Drumsynthesizer

Rechts daneben findet sich ein 4×4 Raster, mit dem man die Velocity jedes einzelnen Sounds bestimmen kann. Einfach Velocity auswählen und dann Steps setzten. So erzeugt man unglaublich abwechslungsreiche Patterns. Die Velocity Stärke erkennt man auch an farblichen Abstufungen, von gelb (schwach) bis rot (stark). So macht Step-Sequencing einfach höllisch viel Spaß.

Kleiner Tipp: während der Aufnahme in die Echtzeitaufnahme wechseln und den Arpeggiator aktivieren. Da geht die Sonne auf.

akai force test

Effekte

Die Effekte der Force sind wirklich perfekt auf den Drumsynthesizer abgestimmt, weil sie die Sounds und Rhythmen in idealer Weise verbessern. Delay, Diffuser und Reverb bringen natürlich noch mehr Rhythmus und Bewegung in einem Raum. Besonders das Delay wirkt sich äußerst positiv auf Hihats aus. Der Effekt klingt nach extrem groovig programmierten Hihats, obwohl sie nur mit Delay verfeinert wurden. U.a. finden sich hier auch außergewöhnliche rhythmische Muster, wie 5/8, 5/4 oder 7/8.

Reverb und Delay verfügen über Filter. 

Vom Reverb sollte man sich nicht zu viel versprechen, aber mit ihm sind alle Effekte möglich, die man für Drums braucht: die verhallte Bassdrum im Break beispielsweise, oder Kombinationen aus Hall und Delay für Dub-Tracks.

Effekt Send

Wenn man die Effekte moduliert und Variationen der Patterns erstellt, ist man in der Lage, allein  mit der Drummachine extrem abwechslungsreiche Musik zu erzeugen. Wirklich sehr gut gemachter Tool-Techno, zum Mixen und Tanzen perfekt geeignet. Das funktioniert selbstverständlich mit jeder anderen Musik, die rhythmusorientiert angelegt ist.

Aufgrund der Möglichkeiten des EQ, Kompressors und Distortion kann der Sound so angepasst werden, dass er sich auch im Zusammenspiel mit anderen Instrumenten gut durchsetzen kann.

AKAI hat sich sehr viel Mühe gegeben, die Sounds zu benennen und sie mit Bildern auch graphisch darzustellen. Dabei stört mich nicht mal, dass dieser elektronische Sound mit akustischen Instrumenten bebildert wird. Es werden tatsächlich Abbildungen von einem Schlagzeug gezeigt. Das spielt aber keine Rolle mehr, wenn man zum ersten Mal mit dem Sound aus den Speakern konfrontiert wird, weil er so cool ist.

Der Mixer

Doch was stört mich? Jeder der acht Sounds des Mulitinstruments wird auf einer Seite dargestellt und jeder Sound wurde individuell benannt. Wenn man nun von der Kick zur Snare wechselt, muss ein neues Fenster aufgerufen werden, aber da steht nicht Snare, sondern 2 Drumsynth und dieses Spielchen läuft bis 8 Drumssynth. Mit der Zeit hat man sich die Platzierung der Sounds gemerkt, aber anfangs ist das eine echte Fummelei. War jetzt die Tom auf der 7 Drumsynth Page oder 5 Drumssynth Page? Tatsächlich ist es die Page 6.

Ich hoffe, dass AKAI das bald ändert und die Seiten mit den jeweiligen Namen der Sounds benennt. Dann wird man ohne nachzudenken auf die Tom oder das Crash zugreifen können.

Beispielsounds

Da es sich um ein Update-Test zur Force handelt, habe ich mich bei den Soundbeispielen auf den Drumsynthesizer fokussiert. Dabei wurde nur der Sequencer und Arppegiator der Akai Force und die internen Möglichkeiten des Drumsynthesizers genutzt.

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Fazit

Natürlich war es schon immer möglich, mit der Akai Force Musik zu machen. Gleichzeitig wurden mit der Force aber so viele Erwartungen geschürt, die bei Erscheinen einfach nicht erfüllt worden sind, und deshalb konnte sie nicht hundertprozentig überzeugen. Jetzt, fast zwei Jahre später, ist die Force da, wo sie schon bei Erscheinen sein sollte.

Es ist lobenswert, dass Akai seine Produkte unterstützt und weiterentwickelt. Die Updates machen sich im Workflow, der Bedienung und am Touchscreen bemerkbar. Die Einbindung von Ableton Live machen mich als Logic User ein bisschen neidisch. und mit der Drummachine hat AKAI einfach alles richtig gemacht. Diese rummst gewaltig und verfügt über genügend Parameter, den Sound individuell zu gestalten. Ein sehr musikalischer Drumsynthesizer!

Es stellt sich abschließend nur noch eine Frage: Warum nicht gleich so? Ich bin gespannt, was AKAI in Zukunft für die Force plant.

Plus

  • Ableton Live Integration
  • Möglichkeiten und Sound des Drumsynthesizer
  • Workflowverbesserungen
  • Stabiltitätsverbesserungen
  • Groove und Swing der Akai Force

Minus

  • alles was im Plus steht, hat man in Version 1 schon erwartet.

Preis

  • 999,- Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Emmbot  AHU

    Also die ersten 4 Demos sind ja schon Sahne. Respekt. Der Drumsynth klingt super. Zum Glück werden da keine akkustischen Drums emuliert.

    Die Verbesserte integration mit Live ist auch eine feine Sache.

  2. Profilbild
    Henrik Fisch  AHU

    Bischen OT und das folgende ist keine Kritik sondern eher ein nett gemeintes Augenzwinkern:

    Ich behaupte mal vorsichtig, dass man mit »Bitwig Studio« ganz gut an »Ableton Live« vorbei kommt. Ich glaube – man möge mich bitte in meinem Glauben korrigieren, falls ich Unsinn schreibe, denn ich besitze (im Moment) weder die eine noch die andere DAW – dass »Studio« zwar keine »Session«-Ansicht besitzt, dafür aber das »Grid«, welches für Elektroniker nicht minder reizvoll ist. Für mich persönlich ist das »Grid« der Grund, warum ich eher mit »Bitwig Studio« liebäugele denn mit »Ableton Live«. Mit »Pure Data« (PD) gibt es außerdem einen adäquaten Ersatz zu »Max/MSP«, was dann zwar nicht direkt in die DAW integriert wäre. Aber man kann nicht alles haben.

    • Profilbild
      Sven Rosswog  RED

      Hallo Henrik,

      Aus meiner Sicht ist Ableton wirklich eine Art Standard. Wenn du mit anderen Musikern aus der elektronischen Musik arbeitest, wird das Programm wirklich oft vorausgesetzt. Ableton live hat wirklich neue Standards gesetzt. Das verschwimmt natürlich mit den Jahren, weil ich ich nun Logic wie Live benutzen kann und es da tatsächlich parallel, den clip und arrange view gibt. Es ist unglaublich wie die Programme gegenseitig voneinander abschauen. Und es gibt nicht nur logic, bitwig und live die das können. Ich nutze logic aber hauptsächlich deswegen, weil ich es schon über 20 jahre nutze und das erlernen einer daw setze ich schon fast mit dem erlernen eines instruments gleich. Ich bin in logic einfach viel schneller wie in live, bitwig oder anderen.

      • Profilbild
        Henrik Fisch  AHU

        Hallo Sven,

        absolut: Gegen den Status von »Ableton Live« als »Standard« will ich keinesfalls etwas sagen. Und in Kollaboration mit anderen Musikern, die ebenfalls »Live« einsetzen, ist das sicherlich sinnvoll.

        Mir ging es eher um den Einzelkämpfer, der bei sich zu Hause sitzt und seine Musik irgendwie versucht in den Computer zu bekommen und damit eine Produktion hinzukriegen. Vielleicht auch nur jemanden, der eigentlich Hobbyist ist und auch nicht gar so viel Geld aufgeben möchte. Es spielen ja viele Argumente eine Rolle. Da gäbe es mit dem genannten »Bitwig Studio« durchaus einen adäquaten Ersatz.

        Aber schlussendlich macht nicht die DAW sondern der Mensch davor die Musik. Und dann ist es natürlich wieder egal, was man nutzt. Hauptsache, genau wie Du schon schreibst, man kommt damit klar. Und es kommt dabei etwas heraus. Ich selber freunde mich gerade (mehr und mehr) mit »Reaper« an, welches für meine bisherigen Zwecke völlig ausreicht und wo ich für das, was ich so vorhabe, auch noch keine Limitierungen sehe. Ich besitze auch »ReNoise« (diesen Tracker), und obwohl ich selber in meinem echten Leben Software-Entwickler bin und mich auch als Computer-Nerd bezeichne, komme ich mit »Reaper« deutlich besser und schneller klar.

    • Profilbild
      TobyB  RED

      iGude Hendrik, die Akai Force ist in Summe für Leute gedacht, die Live performen, sowohl Hardware als auch MIDI und CV/Gate nutzen und auf den Rechner verzichten oder ihn als Zuspieler für Clips nutzen wollen. Wobei dann die Force die Zentrale ist. Das funktioniert sehr gut. Sven bringt das ja auch gut heraus in dem Artikel. Ich hab die Force mittlerweile über ein Jahr und tobe mich damit aus. Ich nutze sie zur Clipsteuerung von Apple Mainstage und oder Logic und extrem oft um modulares Gedöns via CV/Gate einzubinden. Das geht richtig gut. Und richtig fix. In Verbindung mit Ableton Live gewinnt man hier relativ viel Zeit. Was auch nicht verkehrt ist. Selbst wenn man keine Ableton Lizenz hat geht z.B die Vorbereitung einer Perfomance schnell mit der Force. Was man als Werkzeug für seine Musik braucht, sollte man unter mehreren Gesichtspunkten betrachten, was für einen Workflow habe ich? Was will ich mit der DAW machen? Wie ist mein Budget? Welche Voraussetzungen habe ich? Gibt es Punkte die mir wichtig sind?

      • Profilbild
        Henrik Fisch  AHU

        Hallo TobyB,

        bitte nicht falsch verstehen: Alle die von Dir genannten Argumente begreife ich sehr gut und die hat Sven in dem Artikel ja auch heraus gearbeitet. Mir ging es einzig alleine um die Aussage …

        > Wer kommt heute noch an Ableton Live vorbei? Vermutlich kaum jemand.

        … die ich mit meinem Kommentar in Verbindung mit einem freundlichen Augenzwinkern ein wenig relativiert sehen wollte. Und natürlich sind mir die Vorteile von »Ableton Live« klar (mein Hero Robert Henke aka monolake arbeitet nun ja seit Version 1 damit, Kunststück, hat er die Software ja selber mit entwickelt).

  3. Profilbild
    wimu  

    Doch! Bitwig hat eine Session Ansicht. Sie kann sogar parallel zum klassischen Arrangement genutzt werden.
    Bei genauer Betrachtung sind beide Programme gar nicht so „gleich“, wie oft behauptet wird. Ich würde sagen, Bitwig ist teilweise etwas modernen. Es gibt mehr updates, mehr neue Entwicklungen (The Grid, Instrument und Fx Selector, Modulatoren, Browser usw.)
    Ableton ist etwas „vorsichtiger“. Oft macht man „nur“ Detailverbesserungen. Live ist etwas geradliniger. Die GUI sehr funktional. Wobei man diesen Punkt auch Bitwig zugestehen muss. Mansche haben sich nach so vielen Jahren vielleicht auch ein bisschen „satt gesehen“ an der Live-GUI. Cubase hat sich im Laufe der Jahre mehr verändert. Ist aber natürlich auch bedeutend älter. Aber es ist halt typisch Ableton, dass man gewisse Dinge nicht verändert (verbessert?? Beispiel Mixerpage?) Max4live ist natürlich auch großartig. LIve ist extrem beliebt und in gewisser Weise fast sowas wie ein Standard. Die Entwickler verfolgen eine eigene Philosophie und lassen sich davon nicht abbringen. Push ist ein toller Controller. Funktioniert aber auch in Bitwig sehr gut.
    Beide Programme sind sehr „schnell“ (Reaktionszeit, Bildschirmaufbau…) Bei mir ist Bitwig noch nie abgestürzt. Fehlerhafte Plugins crashen höchstens die Audio-Engine. Ein Click genügt und man schaltet sie wieder ein und alles ist gut.

    • Profilbild
      Sven Rosswog  RED

      Hallo wimu,

      Dein Kommentar macht ganz deutlich; dass es letztendlich darum geht sich für eine Daw zu entscheiden und wenn man dann tief einsteigt, kann man aus jedem Programm alles rausholen und sieht ganz deutlich die Unterschiede zu anderen Programmen.

    • Profilbild
      Henrik Fisch  AHU

      Ah, OK, »Bitwig Studio« besitzt also auch eine Session-Funktion. Das wusste ich nicht. Die Website von Bitwig geht darauf nicht so direkt ein. Und die Prominenz, die ich so kenne (Stimming und Polarity Music) nutzen in dem, was ich so sehe, auch nur die normalen Spuren. Interessant zu wissen.

  4. Profilbild
    FLTRHND  

    Ja die Force. Ich bin sitze jetzt schon fast 1 Jahr vorm PC und warte nur darauf zu bestellen aber mein Mainrequest fehlt immernoch. Diskstreaming, damit wäre der Kauf für mich gerechtfertigt.

    Was ich am Live Controller Modus nicht verstehe ist daß er nur über LAN läuft. So kanndas Audio-Interface der Force ja nicht für Ableton genutzt werden oder? Ich hätte mir durchaus vorstellen können das die Force im Livecontrol Modus wie ne Push mit Audio-Interface funktioniert, aber so ist es ja eigentlich nur eine sehr sperrige APC mit weniger Reglern und ein Audio-Interface muss immernoch mitgenommen werden.

    Diese zwei Punkte sind für mich immernoch ziemlich halbgar und ich finde Akai hätte das für so ein mobiles Gerät bedenken müssen. So ersetzt sie weder Laptop noch Audio-Interface noch sonst irgendetwas für mein persönliches Setup.

    Aber ich vermute das da zu Namm noch was kommt, wie gesagt Diskstreaming und das Ding ist gekauft….oder kommt Ableton und stellt mit ner Standalone Push bald die versammelt Groove Box Konkurrenz in den Schatten? :)

    • Profilbild
      Sven Rosswog  RED

      Hallo,

      kann die Kritik nachvollziehen.
      Wer weiss ob ein Softwareupdate Diskstreaming möglich macht oder nicht, darf es gerne ausführen.
      Die Session habe ich per Wlan betrieben und du kannst live mit dem touchscreen bedienen, dass ist schon mehr, was mit einer apc möglich ist.
      Vergiss auch nicht, dass du jetzt Ableton live Tracks in die Force importieren kannst. Klar musst du vst, synth und effekte bouncen, aber das looppoints, noten etc etc übernommen werden können, ist schon der schritt in die richtige richtung. Mit wenig aufwand hat man eine live session in der force reproduziert.

      • Profilbild
        FLTRHND  

        Das stimmt schon nur ist eben dafür der RAM zu gering und es lassen sich so nur höstens 50 Minuten Samples laden was das ganze Thema mit gebouncten Strms natürlich wieder einschränkt. Für meine Zwecke ist Diskstreaming da leider unersetzlich, das kann aber für andere Anwender*innen schon wieder anders aussehen.
        Mit Diskstreaming wäre da natürlich der Hammer die Projekte gleich reinladen zu können .

        • Profilbild
          Sven Rosswog  RED

          Klar,

          Mehr RAM und / oder Diskstreaming.
          Das ist leider der Hauptkritikpunkt an allen aktuellen Akai Produkten, meines Wissens.
          Es macht trotzdem jetzt richtig Spass mit der Force zu arbeiten. Das war in Version 1 überhaupt nicht so richtig der Fall.

  5. Profilbild
    303Dan

    Sehr schön geschrieben.
    Die Force ist echt interessant. Für unterwegs wäre ein Akku eigentlich auch ganz nett.
    Vielleicht bei der nächsten Version.

  6. Profilbild
    smoo  

    Täusche ich mich oder ging der neue Arranger-Mode im Testbericht komplett unter? Das ist doch die fast grösste Neuerung…..

    Für mich der grösste Pluspunkt fehlt. Oder ich habs übersehen.

    • Profilbild
      Sven Rosswog  RED

      Hallo smoo,

      hätte ich machen können, aber mir war nur wichtig, dass die Ableton Arranges übernommen werden, dass habe ich erwähnt. Ich hatte im ersten Test kein Prblem mit dem arrangieren, von daher hat es keine Rolle gespielt. Es ist halt immer die Frage, auf was man sich von Version 1 auf Version 3.06 konzentrieren möchte. Live, Wlan, Lan, war von anfang an versprochen und ging halt nicht. von daher fällt das für mich unter Workflow verbesserung, weil ich in version 1 Tracks bauen konnte.

      • Profilbild
        smoo  

        Der Arranger ist aber doch ein Major Feature und bei Standalonegeräten völlig einmalig (Machine+ mal ausgenommen). Das ist der einzige Test bei dem es vergessen wurde. Nicht alle nutzen Ableton.

        Die Beispiele fand ich aber echt super.

  7. Profilbild
    FLTRHND  

    Ich habe mal noch ne Allgemeine Frage:

    Wie funktioniert das mit dem MIDI Mapping, wenn ich zum beispiel mein LaunchControl XL Anschließe und das auf den Mixer mit DJ EQ Mappen möchte, funktioniert das überhaupt? MIDI Multi war ja nach dem Arranger auch eine große Neuerung.

  8. Profilbild
    HOLODECK Sven  

    Nicht nur der sehr wichtige Arrangermode fehlt in diesem Review, sondern auch das mächtige MIDI Multi System, dass sich nun auch über die beiden USB Hosten einfach und umfangreich konfigurieren lässt. Ausserdem der erweiterte Macro-Mode – sehr mächtig! Verstehe nicht, warum man sowas unterschlägt.

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