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Test: Allen & Heath ZEDi-10FX, Kompaktmixer

Praxis

Zuerst will ich den Kleinmixer schlicht als analoges Pult testen und beginne mit den Mikrofoneingängen. Diese sind mit den neuen GSPre Vorverstärkern ausgestattet, die von 5 bis 60 dB Verstärkung bieten. Sie klingen natürlich um Klassen besser als die bisher verbauten! Nun, das wird ja immer behauptet, also überprüfe ich das anhand meines eigenen ZED-14. Was gleich auffällt: Das Rauschverhalten wurde eindeutig verbessert. Nicht dass die ältere Serie das schlecht machen würde, aber beim ZEDi ist da bis circa 55 dB absolut nichts zu hören. Der Klang der GSPre ist oben offener, der untere Mittenbereich gerät etwas schlanker. Das ist so ziemlich das Beste, was ich in dieser Klasse bisher gehört habe.
Der Equalizer arbeitet mit 12 kHz für die Höhen, 600 Hz in den Mitten und 80 Hz im Bass. Das ist praxisgerecht gewählt, der EQ greift auch herzhaft zu, so kenne ich das von A&H.

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3-Band EQ

3-Band EQ

 

Allerdings vermisse ich schmerzlich die durchstimmbaren Mitten. Das war bei den alten ZED-Pulten ein dicker Pluspunkt in dieser Gerätekategorie und bot weitaus bessere Klangformungsmöglichkeiten – sehr schade. Wer darauf nicht verzichten möchte, für den empfiehlt es sich, einen Blick auf das ZED 10FX zu werfen. Recht steilflankig arbeitet der LowCut, da ist unten rum echt Ruhe. PAD senkt das Mikrofonsignal um die angegebenen 20 dB ab.
Werden die Klinkeneingänge genutzt, ist am Kanal der weiße Button zu drücken. In Kanal 1+2 ist er mit dem Gitarrensymbol gekennzeichnet, in Kanal 3+4 mit Line/PAD. Die Eingangspegel der beiden Paare unterscheiden sich um circa 10 dB, von einer Mischbenutzung der Kanalpaare für Stereoquellen ist also abzuraten.

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unterschiedliche Gains

Unterschiedliche Gains

 

Zudem rauscht Kanal 1+2 wenn das Gain höher als 10 Uhr steht ziemlich.
Aber wofür haben wir die Stereoeingänge? ST1 lässt durch sein Gainpoti eine gute Anpassung des Zuspielers zu, die Klangregelung mit Höhen und Bässen ist hier ausreichend. ST2 fehlen diese Möglichkeiten, da er sich auch das Mix-Poti mit dem Effekt teilt, ist er wohl nur als FX-Return für einen externen Effektprozessor zu nutzen.
Nun probiere ich meine akustische Gitarre an den Eingängen 1 und 2. Auch mit diesem Instrument kann das Gain nicht guten Gewissens über 10 Uhr gepegelt werden, ohne dass das Rauschen überhand nimmt. Die aktive Elektronik meiner akustischen Gitarre braucht schon über 12 Uhr, um vernünftig ausgesteuert zu sein. In den Line-Eingängen in Kanal 3+4 ist da absolute Stille, aber da klingt die Gitarre nicht optimal. Mit der Klangregelung lässt sich das aber ganz gut anpassen.

Das ist natürlich der Moment, um den Vertrieb zu kontaktieren. Dort wird meine Beobachtung anhand eines weiteren Pultes überprüft, an dem tritt diese Störung nicht auf. Anscheinend habe ich wohl ein Testgerät erwischt, das als Montagsmodell raus ging. Kann passieren, muss ich aber leider doch zur Abwertung heranziehen.

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Forum
  1. Profilbild
    Atarkid  AHU

    Was man dem Minipult aber wirklich zugute halten muss, ist der Umstand dass es tatsächlich TAP-Tempo mitbringt. Soweit ich das gesehen hab, können die anderen Hersteller nur feste Delayzeiten, was ja total albern ist…

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