Test: Behringer FLOW 8 Digital Mixer für Stage & Studio

5. Dezember 2020

Behringer Wing im Miniformat?

Behringer FLOW 8 Digital Mixer für Stage & Studio

Der brandneue Behringer FLOW 8 Digital Mixer

Behringer ist immer für eine Überraschung gut. Ohne große Ankündigung steht plötzlich ein neues digitales Mischpult in den Läden: Das Behringer FLOW 8 Digitalpult. Was zunächst einmal verwundert ist der Name: WING, X32, XR sind normalerweise die Bezeichnungen, die Behringer für seine digitale Mischpultsparte verwendet. Nun also FLOW. Was macht das neue Digitalpult so besonders? Wir haben eines der ersten Geräte für einen Test ergattern können.

Behringer FLOW 8 Digital Mixer für Stage & Studio

Behringer FLOW 8 Digitalmixer

Das Behringer FLOW 8 Digitalpult reiht sich im Prinzip in die Riege der Kleinmischpulte ein. Sind diese aber bei der Konkurrenz in der Regel analog, haben wir es hier mit einem waschechten Digitalpult zu tun – inklusive App-Steuerung. Der Formfaktor ist so gewählt, dass das Behringer FLOW 8 Digitalpult auch per Halterung an einem Mikrofonständer oder stabilen Notenstativ befestigt werden kann. Und: Das Behringer FLOW 8 Digitalpult besitzt ein integriertes 10/2 USB Audio Interface, so dass es gleichzeitig als kleiner Recording-Mischer eingesetzt werden kann – und das sogar an einem Apple iPad (mit Camera Connection Kit). Die Behringer Ingenieure haben jedoch weiter gedacht: Das FLOW 8 kann anstelle des mitgelieferten Netzteils auch per Powerbank mit Strom versorgt werden. Dafür sorgt der Micro-USB-Port. Es ist daher idealer Begleiter für unterwegs.

Behringer FLOW 8 Digital Mixer für Stage & Studio

Klein und leistungsstark: Das Behringer Flow 8 Digital-Mischpult

Damit wären schon einmal die größten Besonderheiten genannt: klein, digital, Mehrkanal USB-Interface, iPad-Recording, Mobile-Recording inklusive Stromversorgung per Powerbank. Was gibt es noch?

Acht Eingangskanäle, davon zwei mit XLR-Buchsen, zwei mit Combobuchsen und weitere vier mit Klinkenbuchsen ausgestattet. Die Eingänge 6 und 8 sind mit einem Gitarren-Icon versehen, was auf entsprechende Hi-Z Eingänge verweist. Alle Klinkeneingänge sind übrigens symmetrisch ausgeführt.

Ausgangsseitig notiere ich zwei Monitor-Sends (Klinke, symmetrisch) und zwei XLR-Ausgänge für MAIN L/R. Bleiben noch der Kopfhöreranschluss sowie der Anschluss für einen Fußschalter.

Behringer FLOW 8 Bedienoberfläche

Kommen wir zur Bedienoberfläche des kleinen Mischpults. Das Behringer FLOW 8 Digitalpult besitzt sechs Fader, was bei einem Mischpult dieser Größenordnung schon ungewöhnlich ist. Möglich wird das durch den Verzicht auf weitere Regler für EQ, Sends oder Panorama. Dennoch muss man selbstverständlich auf diese Funktionen nicht verzichten, denn acht weitere Buttons und vier Drehregler bevölkern gemeinsam mit zwei LED-Ketten und einem kleinen Display.

Behringer FLOW 8 Digital Mixer für Stage & Studio

Die Bezeichnung der Regler ist in den meisten Fällen eindeutig, sodass man auch ohne Bedienungsanleitung die ersten Schritte gehen kann. Erklärungsbedürftig ist die Funktion des MUTE-Schalters: Drücke ich diesen lange, werden alle Kanäle stummgeschaltet. Drücke ich ihn hingegen kurz, betrifft die Stummschaltung nur den Effektweg. Das ist sehr praxisgerecht gewählt. Die Schalter FX 1 und FX 2 führen zu den zwei integrierten Effektwegen. Ist einer dieser Schalter aktiviert, steuern die Fader die entsprechenden Effekt-Sends für ihren Kanalzug. Im Display erscheint der gerade eingestellte Effektalgorithmus, der sich über den Select/Adjust-Regler verändern und durch Drücken auf denselben laden lässt. Ähnlich funktionieren die beiden Schalter für Monitorweg 1 und 2 (MON 1 und MON2). Zum Ändern des Monitormixes muss nur der betreffende Weg aktiviert werden. Über die Kanal-Fader wird dann der Monitormix erstellt. Der Schalter MAIN führt zurück zur Hauptebene. Die Fader steuern wieder den FoH-Mix. Der Große und schon griffige Regler für die MAIN OUT-Lautstärke besitzt einen LED-Kranz. Die LED-Meter sind achtstufig ausgeführt. Zwei weitere LEDs zeigen, ob die Phantomspeisung aktiviert ist oder der SOLO-Modus.

Behringer FLOW 8 Digital Mixer für Stage & Studio

2x USB: Per Micro-USB lässt sich das Mischpult auch an einer Powerbank betreiben

Bleiben noch einige, wenige Bedienelemente übrig: Der mit BT/USB beschriftete Regler führt ein per USB oder Bluetooth zugespieltes Audiosignal und regelt es in der Lautstärke. Der Phones-Regler ist für den Kopfhörerpegel zuständig. TAP blinkt bereits nach dem Einschalten im Tempo eines eingestellten Delays und ermöglicht durch zweimaliges Tippen das bequeme Einstellen der Delay-Zeit passend zum Songtempo. Bleibt noch MENU. Je nach angewählter Funktion gewährt MENU Zugriff auf verschiedene Parameter: So zum Beispiel auf einige ausgewählte Effektparameter, wenn FX1 oder FX2 angewählt sind. Auch das Bluetooth Pairing, Setup (Firmware, Factory Reset, Snapshots, Footswitch) oder die Belegung der Effektprozessoren lassen sich über MENU aufrufen.

Behringer FLOW 8 Digitalpult: EZ-Gain

Zwei Funktionen dürfen nicht unerwähnt bleiben und verstecken sich hinter den MON1 und MON2 Buttons sowie dem MAIN Button. Drückt man gleichzeitig den MON 1 und MON 2 Button, gelangt man zum EZ-Gain Menü. EZ-Gain soll es Einsteigern erleichtern, einen möglichst guten Arbeitspegel für die einzelnen Kanäle einzustellen. Im Prinzip ist das ganz einfach: Instrument einstecken, EZ-Gain aktivieren, per SELECT/ADJUST-Regler den Kanalzug auswählen, der eingepegelt werden soll, durch Push auf den Regler den Vorgang starten (MON1 und MON2 blinken), Instrument spielen, Pegel mit erneutem Push bestätigen, fertig. Das Besondere ist, dass dieser Vorgang auch für alle Kanäle gleichzeitig ausgeführt werden kann. Einfacher und schneller geht Einpegeln nicht. Liebe Behringer-Ingenieure: Diese Funktion hätte ich gerne auch für das X32.

Natürlich darf man auch selber die Gains regeln, wenn man das denn möchte. Dazu hält man den MAIN-Taster gedrückt, während mit den Kanal-Fadern die Gains der einzelnen Kanäle eingestellt werden. Durch das Loslassen gelangt man wieder auf die Hauptebene zurück.

Durchgemixt

Wie es sich für ein richtiges Digitalpult gehört, lässt sich jeder Mix und jeder Parameter speichern. Außerdem gibt es verschiedene Mischebenen für FX1, FX2, MON1, MON2 und MAIN. Die Fader regeln je nach Mischebene also einen anderen Mix. Das Behringer FLOW 8 Digitalpult verfügt allerdings nicht über Motorfader. Das wäre wahrscheinlich bei dem Preis auch zu viel verlangt (obwohl Uli Behringer wahrscheinlich auch das Kunststück noch zustande bringen würde). Damit die Fader sinnvoll beim Wechseln der Mischebene genutzt werden können, müssen sie zunächst auf die gespeicherte Position gebracht werden. Eine gelbe Offset-LED über jedem einzelnen Fader leuchtet beim Wechseln der Mischebene auf und erlischt, sobald die Fader-Position dem gespeicherten Wert entspricht. Das ist für so ein kleines Pult durchaus praxistauglich. Wer schon einmal mit PreSonus Digitalpulten der alten StudioLive-Serie gearbeitet hat, kennt das. Dort heißt diese Funktion „Locate“.

Die Remote Software Flow APP

Wer nun dachte, dass das alles wäre, hat sich getäuscht und es wäre nicht Behringer, wenn da nicht noch Apple-gemäß „one more thing“ wäre: Die App-Steuerung per Bluetooth. Das Konzept der einfachen Bedienung wird nämlich durch die App noch weiter auf die Spitze getrieben.

Behringer FLOW 8 Digital Mixer für Stage & Studio

Begrüßungsbildschirm der FLOW App

Zunächst einmal lädt man die FLOW App aus den jeweiligen App Stores. Einmal installiert, muss diese per Bluetooth Pairing mit dem Pult verbunden werden. Also MENU-Button drücken, Bluetooth Pairing auswählen und bestätigen. Nun hat man die Wahl zwischen „Pair App“ und „Pair Audio“. Richtig, es können nämlich Audio- und Daten-Signale übertragen werden und das sogar von zwei verschiedenen Bluetooth-Geräten. Warum also nicht ein Playback vom Smartphone oder Computer per Bluetooth zuspielen, während das iPad das Mischpult steuert? Genial.

Zum Verbinden der FLOW App wählen wir also „Pair App“ und schon nach kurzer Zeit vermeldet die App die bestehende Verbindung, die auch am Pult durch eine kleine blaue LED, die mit „APP“ beschriftet ist, bestätigt wird.

Der Startbildschirm der App bietet schon einige Funktionen: Assisted Setup, Load Snapshot, Start New und Continue Session stehen zur Auswahl.

Flow 8 Assisted Setup: Der Fahrassistent

Assisted Setup klingt gut. Wählt man dieses aus, gelangt man auf einen weiteren Bildschirm, auf dem man die Art des Eingangssignals wählen soll: Dynamisches Mikrofon, Kondensatormikrofon, Line-Instrument oder gar Hi-Z Instrumente wie Gitarre oder Bass stehen zur Auswahl. Ich wähle ein dynamisches Mikrofon und soll im Folgenden ein passendes Preset auswählen: Vocal Mic oder Kick Drum. Da ich ein Sennheiser e945 in den Händen halte, wähle ich Vocal Mic und erhalte die Beschreibung „A smooth, buttery vocal“. Klingt gut, so würde ich meine Stimme gerne hören. Ein Tap auf „Next“ und weiter geht’s.

Behringer-Flow-Digitalpult

Das Assisted Setup führt Einsteiger durch Anschluss und Inbetriebnahme von Mikrofonen und Instrumenten

Behringer-Flow-Digitalpult

Der nächste Bildschirm zeigt mir, dass ich das Kabel des Mikrofons in den Input 3 (XLR/Klinke Combobuchse) stecken soll. Warum nicht Kanal 1 oder 2? Jan Duwe von der Music Tribe Brands DE GmbH in Willich, der mir freundlicherweise auch sein Pre-Production Sample als Testgerät zur Verfügung gestellt hat, klärt mich auf: Da nur die Kanäle 1 und 2 Phantomspeisung zur Verfügung stellen, hält das Assisted Setup diese für Kondensatormikrofone frei. Hätte ich also im ersten Schritt ein Kondensatormikrofon ausgewählt, wäre mir für dieses der Kanal 1 vorgeschlagen worden. Gut, das ist verständlich. Weiter geht’s also.Behringer FLOW 8 Digital Mixer für Stage & Studio

„Möchten Sie eine weitere Verbindung herstellen?“, werde ich gefragt. Nein, das reicht erste einmal. Ich bedanke mich herzlich und drücke auf „No“. Der nächste Bildschirm zeigt mir noch einmal das Anschlussfeld und was bisher verbunden ist. Drücke ich auf das angezeigte Icon eines Anschlusses, zeigt dieses mir brav, was dort angeschlossen ist. Alles gut soweit. Nun geht es aber los: Einmal auf „Start Session“ oben recht drücken und die eigentliche Mischpultoberfläche der App erscheint.

Behringer-Flow-DigitalpultBehringer-Flow-Digitalpult

Behringer-Flow-Digitalpult

Was habe ich gerade noch einmal in den Kanalzug gesteckt? Für Leute mit schwachem Kurzzeitgedächtnis gibt es noch einmal eine Erinnerung.

Mission Possible

Am oberen Bildschirmrand sind die einzelnen Mischebenen für FX1, FX2, MON1, MON2 und MAIN zu finden. Ändert man die Mischebene, spiegeln die Fader den für diese Mischebene aktuellen Mix wieder. Dieser kann nun angepasst werden. Auch das Mischpult wechselt beim Ändern der Mischebene in der App die Ebene. Achtung! Die Fader steuern nun den entsprechenden Mix und nicht mehr zwingend den Main Mix. Eine leuchtende Offset-LED über einem Fader zeigt, dass dort Handlungsbedarf besteht (siehe oben). Man kann aber auch einfach die virtuellen Fader nutzen und sich somit das Verstellen der Pult-Fader sparen.

Behringer-Flow-Digitalpult

Nicht benutzte Kanäle sind ausgegraut und müssen erst aktiviert werden.

Nicht aktive Kanäle sind ausgegraut und müssen erst aktiviert werden. Das ist gut, denn es vereinfacht die Bedienung auf Smart-Geräten mit kleinem Display wie Smartphones ungemein. Zum Aktivieren oder Editieren eines Kanals klickt man einfach auf die entsprechende Kanalnummer über dem Kanal-Fader. Der neue Bildschirm zeigt nun entweder den Kanal-Status und die Input Settings an, sollte der Kanal inaktiv sein, oder die sich dahinter verbergenden Kanalparameter. Möchten wir einen Kanal aktivieren, geschieht das über den „Channel Status“-Slider. Schiebt man ihn nach rechts, wird der Kanal aktiviert. Nun können wir einen Namen, ein Icon und ein Input Preset vergeben. Nachdem ich testweise ein weiteres dynamisches Mikrofon und das Kick Drum-Preset ausgewählt habe, leuchtet der SOLO-Button auf und ich gelange an die Kanaleinstellungen.

Behringer-Flow-Digitalpult

Per Slider lassen sich unbenutzte Kanäle aktivieren und deaktivieren

GAIN, LOW CUT, COMP und LEVEL regeln die Vorverstärkung, die Eckfrequenz des Low Cut-Filters, die Stärke der Kompression des One Knob-Kompressors sowie den Kanalpegel. MUTE, SOLO und 48V sind selbsterklärend, ebenso Balance. Einen Großteil des Bildschirms nehmen die Regler für den Vierband-EQ ein. Dieser arbeitet derzeit mit vier Festfrequenzen für Low, Low Mid, Hi Mid und High. Das ist durchaus praxisgerecht.

Behringer-Flow-Digitalpult

Der Vierband-EQ im Kanalzug ist in den meisten Fällen ausreichend

Die integrierten Effekte des Digitalmischpults

Befindet man sich auf einer der Effektebenen, erreicht man durch drücken auf EFFECT1 oder EFFECT2 in der rechten oberen Ecke den Bildschirm zur Auswahl des Effektalgorithmus und Anpassung der Effektparameter. EFFECT1 beherbergt diverse Hall, Chorus und Flanger-Effekte. Diese lassen sich in ausgewählten Parametern leicht dem eigenen Geschmack anpassen. EFFECT2 ersetzt den Hall durch diverse Delay-Algorithmen. Auch hier stehen als Zugabe Chorus und Flanger-Effekte bereit. Ist ein Delay-Effekt angewählt, erscheint außerdem ein großer TAP-Butten, der mit der jeweiligen BPM-Rate beschriftet ist.

Behringer-Flow-Digitalpult

Die Effektsektion umfasst alles, was man in der Regel auf der Bühne so braucht

Behringer FLOW 8: Monitor & Main

Auch die beiden Monitorwege besitzen einige Zusatzfunktionen, die per FLOW App zugänglich sind. Dazu gehört ein Limiter und ein neunbandiger graphischer EQ. Der MAIN Bus ist ähnlich ausgestattet, hier wurde allerdings noch ein Balance-Regler hinzugefügt.

Behringer-Flow-Digitalpult

Auch ausgangsseitig ist für guten Klang gesorgt: Der neunbändige GEQ für Monitorwege und MAIN-Ausgang.

Stage Modus des Digitalmixers

Neben dem gerade beschriebenen Mixer-Modus der FLOW App gibt es noch einen weiteren Modus, der sich vor allem dann anbietet, wenn nicht alle Kanäle des Pults belegt sind oder Einsteiger sich mit dem Pult beschäftigen wollen/müssen: Den Stage-Modus. Im Stage-Modus werden nur die aktivierten Kanäle als große Regler dargestellt. Außerdem wird der Tap-Button angezeigt. Per Edit lässt sich das Stage Display konfigurieren. Sehr gut und eine Alternative für all diejenigen, die sich ansonsten überfordert fühlen. Ich denke hier zum Beispiel an Hausmeister oder Küster, die oft Berührungsängste haben, wenn es um Beschallungstechnik geht. Auch der Hochschuldozent im Hörsaal wird dankbar sein, wenn die App nur den Kanal seines Mikros und die Lautstärke seines angeschlossenen Laptops anzeigt und nicht gleich alle Kanäle mit allen Funktionen.

Behringer-Flow-Digitalpult

15 Snapshots

Das Behringer FLOW 8 Digitalpult kann 15 Snapshots verwalten. Diese umfassen sämtliche Mischpulteinstellungen und können sowohl über die App unter dem Menüpunkt Mixer Snapshots (unter Setup) aufgerufen werden oder auch über das interne Setup-Menü des Mischpults. In der App ist es zusätzlich möglich, eine Snapshot-Bibliothek aufzubauen. So könnte man in der Bibliothek verschiedene Snapshots für das Studio und für die Bühne anlegen und die jeweils benötigten dann ins Mischpult laden.

Behringer-Flow-Digitalpult

Welcher Kanal ist belegt?

Und sonst?

Der Fußschalter kann außer für das übliche Stummschalten der Effekte auch zum Weiterschalten von Snapshots oder für Tempoeingaben genutzt werden. Die App verfügt über eine „Always On“-Funktion, die ein- und ausgeschaltet werden kann. Eine Option, die App-Layer unabhängig vom Pult schalten zu  können, ist ebenso gegeben wie die Möglichkeit, bei der Audio-Wiedergabe über Bluetooth und USB zwischen dem Routing auf den Main-Mix oder den Kopfhörer zu unterscheiden. Für Updates der Mischpult-Firmware gibt es eine eigene App für PC/Mac.

USB-Playback und Recording

Das Mischpult ist mit einem USB-Interface ausgestattet, das mit einer Sampling Rate von 48 Kilohertz arbeitet. Leider stehen keine weiteren Sampling Rates zur Auswahl. Zumindest 44.1 Kilohertz wären noch schön gewesen. Anders als die meisten analogen Kleinmischpulte gestattet das Behringer FLOW 8 Digitalpult das Mitschneiden aller anliegenden Signale auf getrennten USB-Kanälen. Es stehen derzeit zehn USB Hin- und zwei Rückwege zur Verfügung. Jan Duwe äußerte mir gegenüber beim Besuch in Willich die Möglichkeit, dies auf vier Rückwege per Firmware-Update. Das würde den Einsatzbereich des kleinen Mischpults stark vergrößern, weil so auch Backing-Track Einsätze mit Stereo-Playback plus separater Click- und Guide-Spuren möglich würden. Keyboarder, die soundmäßig auf der Bühne mit Laptop statt Hardware unterwegs sind, würden vier Rückwege sicherlich auch zu schätzen wissen, weil dann Lautstärkeverhältnisse viel einfacher am Mischpult geregelt werden können. Der DSP des kleinen Mischpults ist laut Jan Duwe noch nicht ausgereizt und es gibt bereits zahlreiche Ideen aus der Community, was man mit dem FLOW 8 noch alles anstellen könnte. Wir sind gespannt.

Ein wichtiger Hinweis zum USB-Routing: Während der Testphase fiel mir auf, dass die Zuordnung der physikalischen Eingangskanäle zu den USB-Kanälen nicht 1:1 ist, sondern verschoben ist. So kommt der Mischpultkanal 1 nicht in der DAW auf USB-Kanal 1 an, sondern auf USB-Kanal 3. Bei den Kanälen 1 und 2 liegt hingegen der Main LR-Mix. Dieser wird auch dort zurück ins Mischpult geführt. Leider hat man versäumt, im Quickstart Manual darauf hinzuweisen. Eine Nachfrage bei Jan ergab folgende Antwort:

„So wie Du es erwartest, hatten wir das auch ursprünglich implementiert. Das Main LR auf USB ½ Routing wurde aber kürzlich auf Drängen aus der Beta-Gemeinde so geändert, weil nicht immer mit Multichannel Software gearbeitet wird. Beim Streaming oder Gaming und mit Mobilen Devices gibt’s wohl häufiger den Fall, dass nur die ersten zwei Kanäle eines Interfaces ankommen, und das sollte dann der Mix sein. Das ist also kein Fehler (und könnte bei Bedarf auch jederzeit wieder auf die ursprüngliche Reihenfolge zurückgeändert werden), sondern die Input Kanäle liegen tatsächlich um Zwei verschoben hinter dem Main Mix. Im System (USB Descriptor) sind die Kanäle übrigens korrekt gelabelt, man könnte also schon sehen was man patcht.“

Das ist nachvollziehbar. Schön, dass Behringer offensichtlich auf Anregungen entsprechend eingeht. Schön wäre, wenn man das Routing einfach entsprechend per Schalter in der App anpassen könnte.

Der Behringer FLOW 8 in der Praxis

Das Behringer FLOW 8 Digitalpult wurde von mir als kleines Studiopult eingesetzt und als Keyboard Submixer. Beide Aufgaben erledigt es hervorragend. Die Latenz ist bei einem Buffer von 32 Samples ausreichend gering, um virtuelle Instrumente ohne wahrnehmbare Latenz zu spielen. Logic zeigt bei 32 Samples eine Roundtrip Latenz von 7.6 Millisekunden und eine Ausgangslatenz (wichtig für Software Instrumente) von 3,7 Millisekunden. Damit lässt sich hervorragend arbeiten. Selbst bei 128 Samples liegt die Ausgangslatenz bei geringen 5,7 Millisekunden. Störgeräusche wie Knacken oder Verzerrungen tauchten auch bei 32 Samples im Testzeitraum nicht auf. Zum Sound braucht man gar nicht viele Worte zu verlieren. Es rauscht nichts, es zerrt nichts und die Effekte liefern die seit dem X32 gewohnte Qualität. Die Ausstattung ist praxisgerecht und die EQs lassen sich sehr gut einsetzen.

Last Minute: Ausblick

Nach dem Testende erreichte mich die Nachricht der Entwickler, dass einige neue Features beschlossen wurden, die wir euch nicht vorenthalten möchten, da sie die Kaufentscheidung beeinflussen könnten:

Es wird zukünftig zwei Routing-Optionen geben: Recording und Streaming. Im Recording-Modus werden die Kanäle 1-8 wieder auf den USB-Kanälen 1-8 liegen, zusätzlich zum Pre-Fader Main-Mix auf den USB-Kanälen 9 und 10. Ein zusätzlicher USB-Rückweg 3/4 wird sich wahlweise auf die Kanäle 7/8 oder Monitor Out 1 oder 2 legen lassen. Der USB-Rückweg 1/2 lässt sich dann ebenfalls wahlweise auf die Kanäle 5/6 oder Monitor Out 1 oder 2 legen. Damit wären meine oben geäußerten Wünsche umgesetzt. Prima.

Die zweite Routing-Option wendet sich direkt an die Streamer: Hier wird nur der Main-Mix per USB an den PC gesendet, nicht aber die Input-Kanäle direkt. Damit kommt man den Nutzern entgegen, deren Streaming oder Videokonferenz Software nur die USB-Kanäle 1 und 2 abgreifen kann. Die neuen USB-Rückwege stehen laut Jan Duwe aber auch hier zur Verfügung.

Fazit

Je länger man mit dem kleinen Behringer FLOW 8 Digitalpult arbeitet desto mehr Anwendungsbeispiele fallen ein: Keyboard-Mixer, Kleinmischpult für Solisten, Duos, Trios, Hochzeitssänger, DJs, mobiles Recording mit Powerbank und iPad, Mischpult für Videoton, Mischpult für YouTuber, Gamer und, und, und. Die App-Fernbedienung macht das Arbeiten sehr komfortabel – selbst auf einem iPhone XR. Man benötigt also nicht zwingend ein Tablet. Dass das Behringer FLOW 8 Digitalpult durchaus noch mehr Potential hat, wurde im Gespräch mit Jan Duwe klar, der mit Stolz verkündet, dass man durchaus noch mehr mit dem Pult anstellen kann und man die Entwicklung seitens der Community beobachtet, um dann gegebenenfalls per Firmware Update nachzulegen. Mit dem Behringer FLOW 8 zeigt man noch einmal deutlich, dass Behringer weit mehr ist als Reverse Engineering. Fehlt nur noch der Preis für die kleine Wunderkiste: 229 Euro beim Händler des Vertrauens. Bei dem Preis und der Ausstattung darf man dem kleinen Digitalen unter den kleinen Analogen  zu Recht ein Best Buy attestieren. Konkurrenz gibt es in der Preisklasse (derzeit) für das FLOW 8 jedenfalls nicht.

Plus

  • geringe Größe
  • Konzept
  • 10/2 USB-Interface
  • App-Steuerung per Bluetooth
  • Bluetooth/USB-Audio
  • gleichzeitige Bluetooth-Verbindung zweier Geräte für App/Audio möglich
  • Stromversorgung per Powerbank möglich
  • mobiles Recording mit iPad und Apple Camera Connection Kit
  • Optionale Stativhalterung
  • Klangqualität
  • Verarbeitungsqualität
  • Preis

Minus

  • bei dem Preis: keines

Preis

  • 229,- Euro
Forum
  1. Profilbild
    elbonzoseco  

    Ziemlich überzeugendes Paket. Bin gespannt wie die Reihe weitergeht, ob es einen Flow 12 oder direkt 16 geben wird.

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      Holden  

      Als anti-B Typ muss ich sagen: Warum macht ausgerechnet B sowas bei gefühlt hunderten Herstellern? Ein 12er würde bestimmt 70% der potentiellen User abdecken und viele Audio-Interfaces ebenso angreifen.

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        Markus Galla  RED

        Ich denke, dass Behringer erst einmal den typischen Analogmixer im Bereich bis 250 Euro angreift. Die meisten kleinen Mischpulte haben acht Kanäle. Da passt das FLOW 8 gut rein. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es bei Erfolg noch ein 12er Modell geben könnte. Man könnte das komplette Pult-Layout beibehalten und einen zweiten Layer einführen, damit das Pult nicht größer wird. Statt zusätzlicher Anschlüsse dann lieber sechs USB-Rückwege, die auf einem extra Fader-Layer liegen. Das würde den Keyboardern, die live mit Software-Instrumenten arbeiten, extrem entgegen kommen.

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          Stephan Merk  RED

          Ich frage mich schon einige Jahre, warum analoge Mixer heute noch sein müssen. Meist bspw. bei meinem Mackie Mix12 waren die Regler das Problem, die Mittelstellung nicht immer mittig, irgendwo immer Rauschen und Einstreuungen. Das erste dieser Art ist es aber nicht, siehe Zoom R-Serie und den LiveTrak L-8 arbeitet intern auch voll digital und das zwar nicht so flexibel, aber gefühlt wesentlich ruhiger und unanfälliger. Eigentlich fehlt dem Flow nur noch ein einfacher Recorder oder Player via SD und MIDI-Sync. Den Roland Aira-Mixer finde ich auch spannend, gerade USB-Audio-Eingänge wären doch für viele kleine Synths sinnvoll. Nur der nimmt leider auch nicht direkt auf, was mir schon wichtig wäre. Im Unterschied zu Zoom macht Behringer es aber vermutlich konsequenter.

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      Markus Galla  RED

      Es gibt offenbar eine MIDI-Steuerung über USB. Im Quickstart Manual ist jedenfalls ein MIDI Implementation Chart abgebildet. Das sieht alles sehr vollständig aus.

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    harp

    Muss das Teil per Micro-USB seinen Strom beziehen oder geht das auch über die große USB-Buchse? Eigentlich ist das Teil ein super Live-Keyboard-Submixer – aber dafür wäre mir Micro-USB zu fehleranfällig…

    Und kann man über Mon1/2 einen Stereo-In-Ear-Mix realisieren? Oder gehen die Stereokanäle (5/6, 7/8) immer nur monosummiert auf die Monitorkanäle?

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      Markus Galla  RED

      Aktuell muss die Stromversorgung per Micro-USB erfolgen. Bei meinem Testmuster ging es jedenfalls nicht anders.

      Zur zweiten Frage: Das geht meines Erachtens nicht. Beide Monitorausgänge sind mono und lassen sich nicht zu einem Stereo-Ausgang für stereofones IEM koppeln. Das wäre eine weitere Anregung für ein Firmware-Update. Eine Alternative (und besser) wäre es, wenn man einen der Monitor-Busse auf den Kopfhörerausgang routen könnte, um ihn dort stereo abzuhören.

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        harp

        Danke für die Rückmeldung, Markus. Schade, aber dann ist das Teil (noch) nichts für mich. Ich warte auf ein eventuelles Firmware-Update oder eine größere Variante. Bis dahin bleibe ich beim 1202 als Submixer.

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          Markus Galla  RED

          Ja, ist der Main-Mix, der derzeit auf dem Phones-Ausgang liegt. Es könnten noch mehr Möglichkeiten mit Firmware Updates kommen.

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    Morphoder  

    Darf ich fragen, wie leicht oder schwer sich die Integration in Logic Pro X gestaltet? Das Mischpunkt wäre ideal für mich wenn die Integration in Logic nicht in Gefummel ausartet. Habe einen IMAC mit i9 und aktuelles Logic Pro X unter Catalina. Vielen Dank im Voraus für die Information !

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      Markus Galla  RED

      Ich habe den Mischer mit Logic getestet. Ist alles kein Problem. Unter Einstellungen das FLOW 8 als Interface auswählen. Jetzt kann man im Logic-Mischer auf die 10 Eingänge sofort zugreifen – wie bei jedem Interface auch. Der Main Out geht mit der aktuellen Firmware mit zwei Kanälen wieder ans Pult zurück und kann dort abgehört werden. In der aktuellen Firmware kommt Kanal 1 in Logic auf In 3 an, Kanal 2 auf 4, Kanal 3 auf 5 und so weiter. Also um zwei Kanäle versetzt. Wie Jan Duwe mir versichert hat, wird das wieder geändert (siehe oben).

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        Morphoder  

        Danke Markus !
        Vielen Dank für die rasche Antwort. Wenn es denn lieferbar wäre würde ich es sofort bestellen. Aber wenn ich so die Lieferzeiten ansehe wird es wohl erst nächstes Jahr werden. ;-)

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          Markus Galla  RED

          Jan sagte mir bei der Abholung des Testgeräts, dass die ersten Lieferung bereits auf dem Weg nach Deutschland sei. Das war vor drei Wochen. Wer jetzt vorbestellt, wird es wohl vor Weihnachten haben. Ich werde mir den FLOW 8 wohl auch kaufen und meinen alten Mackie 1202 VLZ als Keyboard Submixer in Rente schicken.

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    Atarkid  AHU

    Unglaublich was das kleine Teil liefert… Ich hoffe trotzdem auf eine etwas größere Variante. Und danke für den ausführlichen Test!

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      Markus Galla  RED

      Ich war auch positiv überrascht. Da meine Frau und ich aufgrund von Corona einige Veranstaltungen statt mit Band nur zu Zweit durchführen dürfen, haben wir nach einem kleinen analogen Mischer Ausschau gehalten, um nicht immer das Rack mit dem X32 Rack und IEMs und so oder mein X32 Producer mitnehmen zu müssen. Mir waren die kleinen Analogen mit Effekt aber für deren Leistung zu teuer. Da kam direkt die Ankündigung des FLOW 8 und der Test war deshalb auch im eigenen Interesse :-)

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    petrosyan

    Richtig spannendes Teil und ein toller Artikel! Leider sind die ersten beiden Eingänge nicht auch Combobuchsen, das würde den Einsatz als reinen Synth-Mischer nochmal stark vereinfachen, ohne dass man sich mit Adapterkabeln rumschlagen muss. Das gefällt mir beim Zoom Livetrak L-8 z.B. besser.

    Ich hätte da noch eine Frage:
    Wie lässt sich das Panning bei den Eingängen 5 bis 8 einstellen? Kann ich z.B. bei 5 und 6 zwei Mono-Quellen anschließen und die Signale auf „mittig mono“ legen oder ist 5 hart auf „stereo links“ und 6 hart auf „stereo rechts“? Und kann ich bei den letzten 2 Fadern auch umschalten und die jeweiligen Mono-Kanäle regeln?

    Momentan bin ich auf der Suche nach einem Kompaktmixer und mich juckt es in den Fingern… Bei 12 Eingängen hätte ich wohl direkt zugeschlagen.

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      Markus Galla  RED

      Soweit ich mich erinnere haben die Stereokanäle einen Balance-Regler und lassen sich nicht getrennt voneinander nutzen.

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    Wolfram Draht

    Eigentlich der perfekte Streaming-Mixer. Aber eben nur eigentlich. Denn ohne parametrischen EQ möchte ich ihn nicht einsetzen. Bisher konnte ich auch noch nicht herausfinden, ob der Limiter Zero Attack kann, und ob man eine Gain-Reduction-Anzeige haben wird.

    Somit wird es weiterhin das ZED10FX mit dem alten Drawmer-Comp/Limiter sein. Funktioniert ja auch gut. Sieht aber neben einem Blackmagic Atem Mini Pro in etwa aus wie David und Goliath. Gerne würde ich was in der Größe des Flow 8 kaufen, sogar von Ohringer. Aber dann müsste es halt auch das Geforderte können.

    Mal sehen, wer zuerst passend nachlegt. Behringer mit dem Firmware-Update oder Blackmagic mit dem Firmware-Update. Denn wenn letztere nochmal nachlegen, braucht es auch keinen Flow 8 mehr.

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      Markus Galla  RED

      Hallo Wolfram,
      aber im Zusammenspiel mit dem Atem Mini Pro hast du doch alles, was du brauchst! Der Atem Mini Pro hat einen sehr guten EQ und eine Kompressor/Limiter mit an Bord. Ich kann mir das als Kombination jedenfalls sehr gut vorstellen. Es macht doch ohnehin Sinn, das Signal vom Flow statt direkt in den Rechner erst zum Atem Mini Pro zu führen, damit Bild und Ton synchronisiert werden können. Sonst fehlt ja das Delay des Atem Mini Pro Mixers, um Ton und Bild synchron zu halten.

      Das Behringer Flow 8 kann in Zukunft noch viel mehr als aktuell implementiert. Jan Duwe sagte mir, dass noch ordentlich Luft für weitere Verbesserungen ist und ein parametrische EQ war schon im Gespräch. Ich würde dir empfehlen, mich bei Behringer im Forum zu beteiligen und solche Vorschläge dort einzubringen. Mein Wunsch, das Routing wieder zu verändern und mehr Rückwege zu haben, wurde auch erhört und wird umgesetzt, sagte mir Jan. Die Streaming-Fraktion hat aktuell bei Behringer eine große Lobby und somit stehen die Chancen für deine Wünsche nicht schlecht.

      Ich würde auf die Liste sogar noch das Ausgangs-Delay setzen, weil man dann nämlich tatsächlich die Tonspuren dem Bild des Atem Mini Pro anpassen kann – ohne den analogen Umweg über den Atem Mini Pro Analogeingang. Wobei meine Wünsche eher auf der Seite des Atem Mini Pro liegen würden.

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        Markus Galla  RED

        Würde man dem Atem Mini Pro nämlich eine Möglichkeit im Software Mischpult hinzufügen, Audiosignale aus anderen Quellen durch das Mischpult zu schicken und in den Atem Mini Pro Stream zu integrieren, wäre das Teil perfekt und man könnte sich den analogen Umweg komplett sparen.

        Jetzt aber erst einmal Frohe Weihnachten!

  7. Profilbild
    petrosyan

    Ich habe den Flow 8 jetzt seit über zwei Wochen und bin grundsätzlich zufrieden. Der Klang auf meinen DT 880 Pro ist super, die Effekte sind wirklich brauchbar – der Flow 8 eignet sich sehr gut für einen DAWless-Setup, aber eben auch für einen hybriden Setup mit DAW.

    Ärgerlich ist aber, dass mir die Android-App häufiger abgeschmiert ist und insbesondere das User Interface der Gain-Regler in der App schlecht gelöst ist. Wenn man minimal den Finger bewegt, kann der Gain ungewollt voll aufgedreht werden, das ist nicht gerade schön für die Ohren, wenn gerade ein Synthesizer läuft… Deshalb regel ich den Gain nur noch direkt am Flow 8 und nicht über die App. Die Android-App ist für mich mehr Spielerei als wirklich ein sinnvolles Feature, hier muss noch mehr getan werden.

    Was auch noch fehlt wäre ein Mono-Modus für die Eingänge 5/6 und 7/8, sodass man aus zwei Stereo-Eingängen vier Mono-Eingänge machen kann. Hier hoffe ich auf ein Firmware-Update, denn wenn man den Flow 8 als Audio-Interface nutzt, kann man die Eingänge so routen.

    Wenn Behringer die Android-App stabilisiert und noch noch ein ordentliches Firmware-Update nachliefert, wäre ich bei der Bewertung des Autors. Im aktuellen Zustand finde ich den Flow 8 lediglich „gut“.

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      Markus Galla  RED

      Schade, dass die Android App bei dir nicht gut funktioniert. Die iOS App läuft super. Leider kann man aufgrund der vielen Android Varianten und Endgeräte diese Version schlechter testen als die iOS Version. Vielleicht meldest du dich mal bei Behringer und bietest dich als Beta-Tester an. So wäre deine Kombination aus Hardware und Software mit im Test-Verfahren mit drin (sofern sie nicht so häufig ist).

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        petrosyan

        Danke für den Hinweis, über welche Plattform kann man denn am einfachsten den Kontakt herstellen? Über eine Mail an den Support oder gibt es da eine spezielle Adresse, an die ich mich wenden kann? Auf der Produktseite habe ich leider nichts in die Richtung gefunden.

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          Markus Galla  RED

          Ich würde es über Facebook probieren. Ich kann die Adressen der Entwickler hier nicht einfach so herausrücken. Aber auf der Facebook-Seite gibt es einen Kontakt. Meistens werden die Anfragen weitergeleitet. Alternativ schickst du mir eine private Nachricht mit deinen Kontaktdaten und einer exakten Beschreibung des Problems (inkl. Hardware, Betriebssystemversion) und ich leite das weiter.

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            petrosyan

            Vielen Dank für das Angebot! Habe in letzter Zeit nochmal versucht die Android-App richtig zu fordern, aber jetzt stürzt plötzlich nichts mehr ab – da beschwere ich mich natürlich nicht. Ein Update kann es aber nicht gewesen sein, die App ist auf dem Stand vom 07.12.
            Facebook habe ich leider nicht. Das einzige Feedback, dass ich also geben kann, wäre der Wunsch die Eingänge 5 bis 8 gleichzeitig als Mono-Eingänge zu nutzen. Wenn man das noch per App umschalten könnte, dann wäre ich rundum glücklich.

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    gaffer  AHU

    Ich finde die Kiste gut. Es ist ein Flow 8 und kein 12 oder 16. was nicht heisst, dass sowas nicht noch kommen könnte.

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    brin

    Die Bluetooth streaming Funktion geht vermutlich nur in eine Richtung, also „herein“?

    Mir wäre das flow8 eine große Hilfe und must have, wenn ich damit ohne PC aufnehmen könnte! Nun hat man ihm die Direkt Aufnahme auf microSD card leider vorenthalten, aber wenn BT streaming auch „hinaus“ funktionieren würde, könnte man ja am smartphone/tablet aufnehmen – idealerweise gleich in der app!

    Ist das vom BT Standard bzw. v.d. Implementierung her prinzipiell möglich und somit eventuell nachrüstbar?

    Würde mir auch was anderes kaufen, aber kein mir bekanntes dig. „PortaStudio“ wie z.B. zoom L8 hat wiederum ne remote app Unterstützung, die in meinem Anwendungsfall notwendig ist.

    lG mICHael

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      Markus Galla  RED

      Bluetooth Streaming geht nur in eine Richtung. Aber: Du könntest einfach per Kabel auf dem Smartphone oder Tablet aufnehmen. Das geht nämlich.

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