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Test: Behringer Swing, MIDI-Masterkeyboard mit Sequencer

30. März 2022

Just another KeyStep?

Test: Behringer Swing, MIDI-Masterkeyboard mit Sequenzer

Test: Behringer Swing, MIDI-Masterkeyboard mit Sequencer

Die Copycat-Story des Behringer Swing

Das Behringer Swing ist wohl das am Meisten kontrovers diskutierte Produkt nach seiner Vorstellung bei uns auf AMAZONA.de. Während sich der Hersteller bislang um die Rekonstruktion alter Schätzchen gekümmert hat, liegt mit dem Behringer Swing eine Mini-Tastatur direkt neben dem Arturia KeyStep Black Edition in den Regalen, das man aufgrund der früheren Veröffentlichung und deutlichen Ähnlichkeit als Original bezeichnen muss. Eine Kooperation zwischen beiden Herstellern hat es dabei nicht gegeben, das hinterlässt schon ein gewisses Gschmäckle. Allerdings sehe ich meine Aufgabe als Autor nicht in der Beurteilung, ob dies moralisch und juristisch vertretbar ist oder nicht, das ist Sache der Hersteller und Kunden, die am Ende eine Kaufentscheidung treffen.

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Behringer Swing, MIDI-Masterkeyboard mit Sequenzer

Oben der Prototyp des Behringer Swing, unten die finale Version die nun im Handel ist.

Arturia KeyStep Draufsicht

Das Original, der Arturia KeyStep

Fakt ist, dass das Behringer Swing für derzeit 85,- Euro über die Ladentheke geht, während das übrigens limitierte Arturia KeyStep Black Edition mit 139,- Euro um die Hälfte mehr kostet, die helle Version ist etwas günstiger. Dann gibt es bald noch das CME SWIDI, hier unsere Ankündigung. Es wird ganz offen als Klon des Behringer Swing beworben und kommt mit Batteriefach und Bluetooth-MIDI (WIDI). Konkurrenz belebt das Geschäft und heute will ich herausfinden, was das Behringer Swing alles bietet. Wer etwas mehr in die Tiefe gehen möchte, dem empfehle ich unseren tollen Workshop zum Arturia KeyStep, denn vieles lässt sich auf das Behringer Swing genauso anwenden.

Firmware Update1.36

Hinweis: Kurz vor Fertigstellung des Tests kam das Update auf die Firmware v1.1.36, das fast wie automatisch in das Behringer Swing eingeladen wurde. Die ControlTribe-App hat das Update automatisch geladen und das Swing in den Bootloader-Modus versetzt und aktualisiert. Um einen Eindruck von den Verbesserungen zu transportieren, habe ich den Originaltext entsprechend ergänzt.

Erster Eindruck vom Behringer Swing

Sicher verpackt inklusive USB-Kabel und Anleitung erreicht mich das Behringer Swing. Zugehörige Software gibt es derzeit noch nicht, hier hat der Konzern hinter Behringer die gleichnamige Music Tribe DAW als kostenloses Recording-System mit Plug-ins angekündigt, welche sich nahtlos mit dem Mini-Keyboard nutzen lassen soll. Übrigens ist das Behringer Swing erst der Anfang, weitere Produkte um die Music Tribe DAW sollen folgen. Einzig die ControlTribe-App für Mac und Windows muss man sich noch herunterladen, damit lässt sich die Firmware updaten und sämtliche Einstellungen des Controllers vornehmen und auch speichern. Diese ist leider nicht barrierefrei nutzbar, was sicher auch für die Music Tribe DAW gelten dürfte.

Behringer Swing, MIDI-Masterkeyboard mit Sequenzer

Auf den ersten Produktfotos sah das Behringer Swing dem Arturia KeyStep Black Edition zum Verwechseln ähnlich, auch bezüglich der zweitbelegten Klaviatur schien alles identisch zu sein. Bei der finalen Version wurden die Zweitbelegungen geändert und die Drehregler anders platziert, auch die physischen Eckdaten sind unterschiedlich. Das Behringer Swing ist 48,9 cm breit, 5,2 cm hoch und 14,9 cm tief bei 1,5 kg Gewicht. Im Gegensatz dazu misst das Arturia KeyStep Black Edition 48,3 cm in der Breite, ist 3,2 cm hoch und 14,4 cm tief bei einem Gewicht von 1,83 kg. Somit ist das Arturia KeyStep flacher und das Behringer Swing etwas leichter, beide haben eine metallene Bodenplatte.

Das Gehäuse des Behringer Swing ist solide und gut verarbeitet, Gleiches gilt für die gut beleuchteten Gummitaster, die Drehregler aus Kunststoff laufen nicht zu leichtgängig bzw. rasten zielsicher ein und wackeln kaum. Die gelbe bzw. rote Beschriftung für Shift-Funktionen ist deutlicher und subjektiv besser ablesbar als beim Arturia KeyStep Black Edition, die Shift-Belegung der Klaviatur unterscheidet sich ebenfalls in der Anordnung. So wählt man den MIDI-Kanal im rechten Teil, während man Swing und Gate im linken Bereich festlegt. Die Unterteilung der Sektionen ist durch senkrechte Striche gut erkennbar. Hier fällt mir auch direkt ein kleiner Nachteil auf, so finde ich auf Anhieb keine Möglichkeit, Program- und Control-Change-Befehle zu senden. Die ControlTribe-App wird mir später noch zeigen, dass sich diese durchaus mit Hilfe von Zuweisungen der Touchstrips übergeben lassen.

Die Anschlüsse des Behringer Swing

Behringer Swing, MIDI-Masterkeyboard mit Sequenzer

Behringer Swing vs Arturia Keystep

Mit Blick auf die Rückseiten des Behringer Swing und Arturia KeyStep Black Edition finden wir weitere Ähnlichkeiten. Anordnung und Anzahl der Buchsen sind identisch, USB Type Micro-B, Hohlstecker für optionale Energieversorgung via Netzadapter mit Zugentlastung, drei CV-/Gate-Anschlüsse, Fußschalterbuchse, Trigger-Ein- und -Ausgang, MIDI-Duo und am Ende der Kensington-Anschluss. Die Dip-Schalter sind beim Behringer Swing nicht vorhanden, die Clock wird Mittels Tastenkombination umgeschaltet. Die Anschlüsse sitzen ausreichend fest im Gehäuse, das übrigens auf fünf Gummipads aufliegt. Hier kippelte mein Exemplar etwas nach dem Auspacken, was sich durch leichtes Verwinden des Gehäuses schnell korrigieren ließ. Eine Base aus Kunststoff hätte diesbezüglich Vorteile und würde das Gewicht reduzieren.

Was kann das Behringer Swing und was kann es nicht?

Wie beim originalen Arturia KeyStep bekommen wir eine Tastatur mit 32 Minitasten, Anschlagsdynamik mit Aftertouch, Pitchbend- und Modulations-Strips, achtstimmig polyphoner 64-Step-Sequencer mit Swing, Arpeggiator mit acht Typen, Chord-Funktion und sowohl echte MIDI-Anschlüsse, als auch analoge Sync-, CV- und Gate-Buchsen. Aftertouch ist dabei in dieser Klasse konkurrenzlos, außer dem Arturia KeyStep und dem CME SWIDI bietet das derzeit keine Minitastatur. Im Prinzip könnte man das Behringer Swing als Sequencer mit Noteneingabemöglichkeit verstehen, aber weniger als komplette DAW-Steuerzentrale. Dafür fehlt es einfach an frei zuweisbaren Controllern, auch wenn man die vorhandenen mit der ControlTribe-App verschiedenen CC-Parametern zuweisen kann. Die Transportsteuerung wird werkseitig per MIDI-Machine-Command übergeben, so dass beispielsweise der interne Sequencer meines angeschlossenen Roland D-05 direkt gestartet wird. Die Steuerung ist auch per CC möglich oder abschaltbar, was allerdings bei mir in der Praxis keine Wirkung zeigte. Es macht durchaus Sinn, sich daher mit den verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten zu befassen, die leider im Handbuch nicht ausführlich erläutert werden.

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Bezüglich interner Features habe ich mir beide Handbücher angeschaut und in der Tat lässt das Behringer Swing zumindest gemessen am Arturia KeyStep an nichts vermissen. Im Gegenteil hätte man sich vielleicht weiter davon entfernen können, die Fläche im rechten Gehäuseteil würde noch Platz für weitere Controller bieten. Was leider nicht funktioniert ist ein nativer Betrieb an iOS-Devices, das klappt nur mit Netzteil oder dem Camera Connection Kit mit Lightning-Buchse zur Stromversorgung. Auch lassen sich die MIDI- und analogen Steuerausgänge nicht getrennt ansprechen, der MIDI-Ausgang lässt sich wahlweise in der App auch zu Thru umschalten. Schön dabei ist, dass das Behringer Swing quasi auch als MIDI-Interface genutzt werden kann, Mangels Hardware weiß ich jedoch nicht, ob dies auch für die CV-/Gate-Anschlüsse gilt. Hier lässt sich übrigens die Steuerspannung wahlweise von 5 Volt auf 12 Volt umschalten.

Behringer Swing im Betrieb

Mit dem Sequencer lassen sich gleichzeitig analoge, MIDI- und Software-Instrumente steuern, aber natürlich nur mit derselben Sequenz. Immerhin kann parallel zum laufenden Sequencer auf einem anderen MIDI-Kanal mit der Tastatur gespielt werden, so dass man beispielsweise auf einem weiteren Gerät die perkussive Linie eines Modularsystems melodisch begleiten kann. Obwohl es tatsächlich möglich ist, wechselseitig die Handbücher zu nutzen, gibt es neben der Tastaturbelegung auch Unterschiede. Werkszustand funktioniert beim Behringer Swing beispielsweise durch Drücken von Shift und Hold beim Einschalten entgegen der Oktavierungstasten beim Arturia Keystep. Auch scheint es das Ratcheting nur im Behringer Swing zu geben, dies beschreibe ich später. Laut Handbuch kann das Behringer Swing im Chord-Modus nur acht Noten speichern, in der Praxis sind es allerdings trotzdem 16. Dafür ist es entgegen dem Handbuch offenbar nicht möglich, die Akkorde im Sequencer abzulegen, immerhin nutzt das KeyStep bei einem 16stimmigen Akkord die unteren acht Stimmen aufgrund der Limitierung des Sequencers. Nach dem Firmware-Update hat sich an dem Umstand nichts geändert, selbst bei angezeigtem Chord-Mode speichert der Sequencer nur Einzelnoten.

Das Behringer Swing in der Praxis

Behringer Swing, MIDI-Masterkeyboard

Die Slim-Keys mit etwa 9,5 cm Länge und 22 mm Breite ähneln von der Größe anderen Tastaturen und sind keine Plastikzungen, wie man sie beispielsweise im Nektar SE25 findet. Der Widerstand wird durch Federn erzeugt, die man zeitweise auch klingeln hört. Wie beim Klavier sind die Tasten vorne geschlossen und vom Spielgefühl nicht ganz so leicht gefedert. Weil sich hier auch mehr Masse bewegt, sind sie im Vergleich etwas lauter als beispielsweise das Roland K-25m oder Nektar SE25. Während die Anschlagsdynamik gut funktioniert und in der ControlTribe-App auch angepasst werden kann, musste ich mich an das Aftertouch erst gewöhnen. Durch den kürzeren Hebelweg reagiert es gefühlt härter als bei meinem Korg Pa1000, nuanciertes Spiel ist also wirklich nur mit entsprechend Feingefühl möglich.

In der App lässt sich zwischen linearer, logarithmischer und antilogarithmischer Kurve wählen, dies gilt übrigens auch für die Touchstrips. Anstatt der Strips hätte man sich vielleicht für einen Joystick entscheiden sollen, denn in der Praxis passierte es mir häufig, dass ich vor Allem den Modulations-Strip immer wieder versehentlich berührt habe. Während sich Pitchbend immer auf den Nullwert einpendelt, gilt dies für den Modulations-Strip nicht, hier währen LEDs zur Orientierung sinnvoll,, wie sie beispielsweise mein MidiPlus X6 Mini bietet. Über den Touchstrips finden wir die Oktavierungstaster, darüber Hold/Sustain und Shift sowie die Modustasten für Sequencer und Arpeggiator. Egal welcher Modus aktiviert ist, lässt sich normal spielen, bis Play gedrückt wird. Die Tasten daneben sind Rec, Stop/Panic, Play/Pause und Tap-Tempo, die drei Drehregler für Tempo, Teilungswert und Pattern bzw. Arp-Modus schließen die Reihe ab. Mit Shift gedrückt lässt sich das Tempo quantisieren und die Werte der anderen Drehregler werden erst nach dem Loslassen von Shift aktiv. Für den Temporegler lässt sich in der ControlTribe-App wählen, ob eine Drehung den Wert sofort ändert oder man das Tempo abholen muss.

Die Range reicht dabei von 20 bis 240 bpm. Ähnlich zum KeyStep aktiviert man mit Shift und Gedrückthalten von Hold die Chord-Funktion. Leider ist es nicht möglich, die Oktavierung dabei zu verschieben, so dass man die 32 verfügbaren Töne nutzen muss. Verlässt man den Chord-Modus, bleibt der letzte Akkord gespeichert und kann auf Wunsch mit dem Arpeggiator gespielt werden.

Behringer ControlTribe-App, Settings-Panel

Die meisten Einstellungen lassen sich über die gut sortierte und zum Vollbild streckbare ControlTribe-App vornehmen, das klappt auch problemlos. Allerdings wurden manche Settings erst nach dem Neustart übernommen, wie beispielsweise die LED-Helligkeit. Auch das hat sich nach dem Update verbessert, die Helligkeit ändert sich nun unmittelbar. Beim Anschluss oder Starten der App werden zunächst die Einstellungen des Behringer Swing abgerufen und in der App abgebildet, diese müssen nach der Anpassung synchronisiert werden. Die App ist in die Bereiche Settings und Sequencer unterteilt, in letzterer können nicht nur die Patterns gesichert oder eingespielt werden, sondern es lassen sich auch Sequenzen am Rechner erstellen.

Die Modi des Behringer Swing

Im Arpeggiatormodus stehen acht Variationen zur Verfügung, je Up, Down, Up/Down mit Einzel- und Doppelnote, Order (Reihenfolge der angeschlagenen Noten) und Shuffle. Für Arpeggiator und Sequencer lassen sich gleichermaßen die Gate-Länge und Swing-Faktor in Schritten bis 80 % wählen, drückt man die linken beiden Tasten der Gate-Funktion, wird die Gate-Länge zufällig gewählt. Das Tempo lässt sich eintappen oder eindrehen, wobei werkseitig viermal Tap gedrückt werden muss, auch dies kann in der ControlTribe-App geändert werden.

Behringer ControlTribe-App, Sequencer-Panel

Im Sequencer-Betrieb scheint es Abweichungen zum Arturia KeyStep zu geben. Wie erwähnt lässt sich der Chord-Mode hier nicht nutzen, dafür gibt es die Ratcheting-Funktion. Damit lassen sich in einem Step die gespielten Noten zwei-, drei- oder viermal wiederholen, vergleichbar mit der Roll-Funktion eines Drumcomputers. Mit dem Behringer Swing können bis zu 64 Steps bei jeweils acht Noten gleichzeitig gesetzt werden, sie lassen sich auch verbinden und verlängern. Die jeweilige Beschriftung für die Shift-Funktion befindet sich unter den vier Tasten Rec, Stop, Play und Tap, die Bedienung gleicht im Wesentlichen dem Arturia KeyStep. Die Anzahl der Steps wählt man bei einem leeren Pattern durch Gedrückthalten von Rec und nacheinander Drücken der MIDI-Kanaltasten. Will man 64 Steps nutzen, hält man Rec und drückt entsprechend viermal 16, bei 20 Steps drückt man 16 und anschließend 4. Die Werte werden also addiert und mit der Append-Funktion lassen sich einzelne Steps auch nachträglich hinzufügen oder entfernen. Die acht Patterns können in der ControlTribe-App auch einzeln ex- oder importiert und sogar erstellt werden.

Die Clock-Funktion ist per Tastenkürzel erreichbar, so lässt sich das Behringer Swing als Master-Clock nutzen oder von einer DAW per USB, via MIDI oder über den Trigger-Eingang synchronisieren. Dabei hält man die Arp-Taste gedrückt und sieht direkt die aktivierte Einstellung anhand des leuchtenden Tasters, die zugehörige Beschriftung befindet sich darüber. Die Time Division passt das Tempo von Arpeggiator und Sequencer an den Takt an, einstellbar sind 1/4, 1/4T, 1/8, 1/8T, 1/16, 1/16T, 1/32 und 1/32T, demnach sind auch Triolen möglich.

Probleme mit dem Behringer Swing

Zugegeben hatte ich zu Beginn einige Schwierigkeiten, manchmal wollte der Behringer Swing nicht so wie ich. Beispielsweise wurde unter macOS die ControlTribe-App zunächst nicht gestartet und das Keyboard reagierte nicht immer zuverlässig, in Verbindung mit MIDI-Geräten kam es manchmal zu Schwierigkeiten, wenn das Tempo von Sequencer oder Arp zu hoch eingestellt war oder auch beim Setzen von Akkorden im Chord-Modus. Ebenso trat auch mit Software-Synthesizern wie Korg Triton und M1 das Problem hängender Noten auf, die Panic-Funktion hat hier abgeholfen. Im Sequencer passierte es, dass eingespielte Noten plötzlich einige Fußlagen höher als gewünscht auftauchten.

Was da genau passierte, konnte ich nicht ergründen, aber nach dem Firmware-Update V1.36 zeigten sich signifikante Stabilitätsverbesserungen und die geschilderten Probleme traten fortan nicht mehr auf. Es ist also dringend ratsam, das gute Stück nach dem Anschließen direkt upzudaten, wie erwähnt gelingt das durch die ControlTribe-App quasi wie automatisch.

Was mir allerdings auch nach dem Firmware-Update nicht gelang ist, das Starten der Sequencer meiner angeschlossenen Boutique-Module nach Drücken der Start-Taste zu unterbinden. Ich habe Play auf Off und einen anderen MIDI-Kanal gesetzt, trotzdem liefen die Sequencer des JU-06A und D-05 immer mit. Ich würde einen Anwendungsfehler vermuten, Tipps in den Kommentaren sind mir sehr willkommen. Auch wurde bei externem Sync durch die TR-08 das Tempo über MIDI nicht weitergereicht, dies hat sich nach dem Update auch nicht geändert.

Richtig gut finde ich dagegen die Direktanwahl der MIDI-Kanäle, so dass man diese nicht noch mit Enter bestätigen muss. Das ist ein Griff und so erreicht man direkt ein anderes Instrument oder Sound. Die Kanaltasten rechts zu platzieren, finde ich daher ergonomisch sinnvoll. Dabei gilt derselbe MIDI-Kanal für MIDI und USB. Welcher Kanal vom Computer über MIDI ausgegeben wird bzw. auf welchem das Behringer Swing die Daten sendet, lässt sich in der ControlTribe-App festlegen.

So günstig und grundsätzlich gut das Behringer Swing einerseits ist, wirkte es auf mich andererseits auch im Hinblick auf die recht übersichtlich gestaltete ControlTribe-App so ein Bisschen wie mit heißer Nadel gestrickt. Seit dem Firmware-Update bin ich allerdings davon überzeugt, das man am Ball bleibt, immerhin sind die Verbesserungen spürbar. Vielleicht geht da ja noch einiges mehr, beispielsweise eine Tastenkombination in Verbindung mit der Seq-Taste und den Noten, so dass man freie Kommandos über die Klaviatur mit der ControlTribe-App verteilen könnte, die man vielleicht auch im Sequencer mitschicken könnte, damit ließe sich auch der Tempo-Regler als alternatives Eingabemedium nutzen oder die Strips. Ich denke, da geht noch einiges mehr, ist schließlich alles nur Software.

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Fazit

Grundsätzlich bekommt man mit dem Behringer Swing sehr viel MIDI-Keyboard für wenig Geld, einen polyphonen 64-Step-Sequencer, Arpeggiator und Chord-Mode, im Gegenzug allerdings auch wenig Direktkontrolle für Software-Instrumente. Dabei hätte man die Fläche hinten rechts gut ausnutzen und das Gerät noch vielseitiger gestalten können. Gefühlt gibt es zum Testzeitpunkt noch kleinere Mängel, die sicher mit der Zeit behoben werden, ein Vergleich mit dem originalen Arturia KeyStep Black Edition war mir leider nicht möglich und ich bin zugegeben auf das CME SWIDI gespannt.

Plus

  • solide Verarbeitung
  • gute Tastatur und Bedienelemente
  • Aftertouch und Chord-Mode
  • polyphoner Sequencer und Arpeggiator
  • viele Anschluss- und Einsatzmöglichkeiten
  • schneller MIDI-Kanalwechsel durch ergonomisch günstige Belegung
  • Firmware-Update mit spürbaren Verbesserungen

Minus

  • knappes Handbuch auch in Deutsch
  • Sync hat das Tempo nicht an MIDI übermittelt
  • Das Starten externer Boutique-Sequencer konnte ich nicht unterbinden
  • Läuft am iPad und iPhone im Gegensatz zum KeyStep nicht ohne externe Stromversorgung

Preis

  • Behringer Swing: 85,- Euro
  • Arturia KeyStep Black Edition: 139,- Euro
  • Arturia KeyStep: 129,- Euro
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Forum
  1. Profilbild
    Codeman1965  AHU

    Hallo Stephan,

    Danke für Deinen Testbericht und sehr gut Deine Einstellung, eben nur das Gerät an sich zu begutachten…!

    Ich habe den Keystep Pro von Arturia, und bin seit etwa einem Jahr immer noch davon angetan.
    Hätte ich ihn nicht, und würde „eine Nummer kleiner“ einsteigen wollen, bräuchte ich nicht lange zu überlegen, ich würde mir das Original holen. Selbst, wenn es noch mehr kosten würde.

    Ich habe von Behringer einiges an System-100-Modulen und muss sagen, qualitativ und vom Klang her machen die schon ordentlich was her.
    Aber das Original gibt es nicht mehr, da tut Behringer Niemandem weh.

    Das ist beim Swing anders, und das ist ein Gebaren, daß ich (persönlich) nicht unterstützen möchte.
    Ist hier sicherlich schon viel diskutiert, es wird auch Einige geben, die das Ganze pragmatischer oder evtl. noch anstössiger finden.

    Nur meine Meinung, aber für solche Abkupferei bin ich nicht zu haben. Hat schon was von Schamlosigkeit.

    Nochmals Dankeschön… :-)

    • Profilbild
      Henrik Fisch  AHU

      > […] Ich habe von Behringer einiges an System-100-Modulen und muss sagen, qualitativ und vom Klang her machen die schon ordentlich was her.
      > Aber das Original gibt es nicht mehr, da tut Behringer Niemandem weh. […]

      Das sind genau die Gründe, warum ich meinen Frieden mit Behringer-Geräten geschlossen habe. Beim »B2600« zuckt nach wie vor das GAS; andere Geräte interessieren mich persönlich nicht … aber nicht aus dem Grund, dass »Behringer« drauf steht. Aber die Nummer mit dem »Swing« finde ich auch bedenklich.

      • Profilbild
        Camel  

        Da bin ich absolut Deiner Meinung!
        Ich habe auch das System 100, 2600 Gray Meanie und bin absolut begeistert!
        Ich kenne gehörtechnisch nicht die Unterschiede zu den Originalen, die ich mir nie leisten konnte und auch heute nicht bereit wäre zu kaufen… Hauptsache, man kann patchen, wie bei den Originalen :-)

        Arturia Keystep hat auch seine Gewöhnungsbedürftigkeit. Komme auch mit dem Pitch- und Mod-Wheel irgendwie nicht parat, die Tastatur naja, viel zu druckintensiv.
        Hatte es mir nur wegen CV Out, Gate und SEQ für das Eurorack gekauft.
        Interessieren würde mich echt die Ratcheting Funktion auch für den KeyStep!
        Vielleicht kommt da ja noch was von Arturia.

        Hab etwas die SysEx beim KeyStep analysiert und mit TB Midi Stuff einige Parameter inzwischen programmiert: LED Dim, SEQ (erstmal nur die ersten 16 Steps monofon, Velocity klappt schon mal super :-)
        Die Behringer und Arturia App gefällt mir nicht besonders. Zu viel Mausspielerei.
        Mit nem iPad neben dem Keyboard und gegenüber dem Eurorack echt genial.

        • Profilbild
          Stephan Merk  RED

          Sag mal, läuft das KeyStep am iPad ohne externe Stromversorgung? Falls ja, wäre das noch ein Minuspunkt beim Swing.

          • Profilbild
            Camel  

            Moin Stephan,
            habe es gerade mal mit dem iPad2 getestet: über das Camera Connection Kit das Keystep angeschlossen, Korg Polysix gestartet und funktioniert ohne zusätzliche Stromversorgung!!!
            Normalerweise steckt das iPad2… traue mich gar nicht es zu schreiben… :-)
            im Behringer iStudio iS202, dieses Teil ist übrigens keine Kopie! So habe ich ein perfektes Audio- und Midi-interface. Nutze es z.B. für MidiCC-Steuerungen (manuell oder dynamisch) und Logic zeichnet es ggf. auf.

            • Profilbild
              Stephan Merk  RED

              Ah super, vielen Dank! Dann werde ich das mit dem Swing nochmal verifizieren und ggfs. das noch als Minuspunkt einbauen, weil das wäre ja dann ein wesentlicher Unterschied. Ich messe aber den Verbrauch mal, dummerweise ist das MidiPlus X6 Mini aktuell nicht greifbar, das wäre ja ein Vergleich wert.

    • Profilbild
      tob4545

      „Ich habe von Behringer einiges an System-100-Modulen und muss sagen, qualitativ und vom Klang her machen die schon ordentlich was her.
      Aber das Original gibt es nicht mehr, da tut Behringer Niemandem weh.“

      Roland hat es doch selber geklont: Roland System-500 (aktuell zu kaufen für 2000€).

      • Profilbild
        Codeman1965  AHU

        Da ist aber längst nicht all das enthalten, was ich im Rack habe, ganz zu schweigen, daß ich es nicht erweitern könnte, ohne ein zweites/größeres Rack zu kaufen. Dann wäre ich vergleichbar bei etwa 2800,- bis 3000,- €.

        Ich habe für mein Gedöns bisher incl. Eurorack Go, einen Sack Patchkabel und Keystep Pro die Hälfte bezahlt.
        Ich denke auch nicht, daß die Roland-Teile das 4fache von Behringer kosten müssen, Traditionsunternehmen hin oder her…

        • Profilbild
          tob4545

          „…..ich würde mir das Original holen. Selbst, wenn es noch mehr kosten würde.“

          Warum hast du es dann nicht gemacht und dir die Originale (die verfügbar sind) von Roland geholt.
          Der Grund ist:

          „Dann wäre ich vergleichbar bei etwa 2800,- bis 3000,- €. Ich habe für mein Gedöns bisher incl. Eurorack Go, einen Sack Patchkabel und Keystep Pro die Hälfte bezahlt.“

          „Das ist beim Swing anders, und das ist ein Gebaren, daß ich (persönlich) nicht unterstützen möchte.“
          „…..aber für solche Abkupferei bin ich nicht zu haben. Hat schon was von Schamlosigkeit.“

          Bist du doch.
          Bei Arturia kannst du es dir einfach leisten etwas mehr zu bezahlen und machst einen auf Moralapostel.
          Bei Roland ist dir dann die Preisdifferenz doch zu hoch und die Scham auf einmal weg.
          Du merkst jetzt hoffentlich selber wie inkonsequent und scheinheilig du bist.

  2. Profilbild
    Henrik Fisch  AHU

    Hier unterstützt mich ein »Arturia KeyStep« (ohne Pro und in weiß). Das tut seit zwei Jahren ohne Update – gibt es überhaupt welche? – zuverlässig exakt das, was Arturia von Anfang an versprochen hat. Auspacken, einschalten und funktioniert. Einer der Gründe, warum mein Herz durchaus für Arturia schlägt.

    Würde ich das noch einmal kaufen?
    Ja!

    Würde ich ein anderes Produkt von Arturia kaufen?
    Logisch!
    (letztens erst das PlugIn »Fragments«)

    Habe ich Vertrauen zu Arturia?
    Aber immer!

    • Profilbild
      Eisenberg  

      Komisch, diese Lobhudeleien. Ich fand den Keystep grausig. Erzeugte ein hochfrequentes Fiepen, und die Tastatur war wirklich schlecht. Der Killer war der unsichere USB-Anschluss.
      Insgesamt mehr Schein als sein, und dennoch fahren alle (?) voll drauf ab 🤔
      Eins der wenigen Geräte, die ich enttäuscht zurückgeben habe.

      • Profilbild
        Henrik Fisch  AHU

        Ich möchte schüchtern auf den Begriff »Lobhudelei« eingehen, denn ich habe meine Worte sehr mit Bedacht geschrieben und bin nur auf die von Arturia versprochenen Funktionen eingegangen. Das Lob ist aus meiner Sicht ein redlich verdientes und von mir nicht gehudelt. Dass ein Gerät vielleicht nicht den persönlichen Erwartungen entspricht, ist ja in Ordnung und normal (ein »hochfrequentes Fiepen« tritt bei mir auch nach zwei Jahren ständigem Einsatz nicht auf; aber ja: die Mini-USB-Buchse betrachte ich auch mit Sorge, weil das Keyboard bei mir ständig ab- und wieder angestöpselt wird).

      • Profilbild
        AMAZONA Archiv

        Danke Eisenberg!
        Du sprichst mir aus der Seele. Ich dachte schon ich sei der Einzige, dem das so gegangen ist.
        Als ich den Keystep gekauft habe, bin ich von einer einigermassen guten Tastatur ausgegangen.
        Dem war aber nicht so. Die Enttäuschung hat sich sehr schnell eingestellt. Vollkommener hype und ich bin drauf reingefallen. Das Ding war so schnell wieder verkauft, wie es gekauft war.
        Wenn die Behringer-Tastatur besser sein sollte, dann rechtfertigt das schon einen clone.
        Dann hätten sie das Produkt nämlich (natürlich ist das rein subjektiv) verbessert.

        Ausprobieren werde ich es trotzdem nicht. Die schönste und spielbarste Minitastatur hat für mich immer noch die Yamaha Reface Serie.

        • Profilbild
          Markus Galla  RED

          Hast du wirklich bei dem Preis des Keysteps eine erstklassige Minitastatur erwartet? Minitastaturen sind schon ohnehin selten gut. Doch wie soll das bei dem Preis denn funktionieren? Die Tastatur des KeyStep ist doch auch weniger für das Live-Spiel gedacht, sondern eher zur Step-Eingabe, zum Abfeuern von Sequenzen des internen Sequencers, Starten von Arps oder zum Starten von Samples im Zusammenspiel mit einer Software wie Ableton Live. Und genau das kann man damit Hervorragend erledigen. Auch für den Notensatz ist das Teil super geeignet. Die Reface-Serie kostet mehr und hat eine ganz andere Zielgruppe.

          • Profilbild
            AMAZONA Archiv

            Von ‚erstklassig‘ habe ich gar nicht gesprochen. Spielbar langt ja schon.

            Ob ich die Zielgruppe von einem Produkt bin musst Du schon mir überlassen. 😉

            Ich habe auch nicht den Funktionsumfang verglichen, sondern die Qualität der Tastatur.
            Schon klar, dass Reface teurer ist. Ich wäre auch bereit gewesen mehr für den Keystep zu zahlen. Ums Geld sparen ging’s mir dabei nicht, sondern um’s Gefühl. 😃

            Für mich tut es der Keystep nicht und das liegt für mich (ich habe ja schon betont, dass das subjektiv ist) nur an der Tastatur. Den ganzen anderen Kram hab ich im Eurorack oder in anderer Hardware sowieso besser.

      • Profilbild
        mmiimmimiiimmmiimmi  

        Dem muss ich mich leider anschließen. Das untere F funktioniert seit einiger Zeit nicht mehr und der USB Stecker sitzt mittlerweile so lose, dass die Verbindung ständig abbricht. Dass es bei ähnlicher Größe auch wertiger geht zeigt ja zum Beispiel der Microfreak, der eine große USB Buchse und griffige Potis hat. Die Tastatur kann man natürlich nicht vergleichen.

        • Profilbild
          Stephan Merk  RED

          Ohne KeyStep im Vergleich ist das natürlich schwierig, aber die Tastaturen der MidiPlus-Minis soll ja wohl ähnlich bzw. vergleichbar sein. Demnach würde ich schon behaupten, die Swing-Tastatur ist wertig, jedenfalls kann man das Teil daran hochheben und der Anschlag über die gesamte Tastatur ist regelmäßig und nicht so ungleich wie bei manchen Zungenkeyboards, beispielsweise Nektar SE25.

    • Profilbild
      dubsetter  

      es gab übringens von arturia ein update
      welches einige features erweiterte.

      ansonsten bin ich mit dem keystep eigentlich zufrieden,
      allerdings finde ich die bedienung etwas umständlich.

      die tastatur nehme ich nur für den eigenen sequencer, habe noch ein
      „grosses“ masterkeyboard zum einsplielen.

      ärgerlich ist, das jetzt nach ca. 3 jahren die drehknöppe anfangen zu kleben
      (naja, sind ja nur drei..:)

  3. Profilbild
    Soundreverend  AHU

    Ich habe hier ein Arturia Keystep und ein Native Instruments M32. Letzteres Preislich etwas unter dem Keystep also auch interessant in dem Vergleich – natürlich nur wenn man keine MIDI Schnittstelle braucht. Und die Plugins die man dazu bekommt sind auch wirklich toll, vor allem das Rhodes…

    Die Tastatur und Funktionieren des NI gefallen mir persönlich besser und auch dass es einen grossen USB Anschluss hat.

    Mit diesen Touch Stripes werde ich irgendwie nicht warm, genau wie beschrieben kommt man gerne mal an den Modulation Stripe was nerven kann.

  4. Profilbild
    gaffer  AHU

    Start, Stop, Continue sind mMn. Realtime Messages und nicht an Kanäle gebunden. Ein Ändern des Kanals bewirkt dann nichts. Ist aus der Hüfte geschossen, bin zu träge nachzusehen, ob‘s wirklich so ist.

    @mimimi Reface wird immer genannt bei guten Minis, hat aber mMn. kein Aftertouch, also raus. Dafür 3 Oktaven und einen super Synth dabei.

    • Profilbild
      Stephan Merk  RED

      Danke, in meinem Fall hatte ich aber auch Play auf Off gestellt, da dürfte dann ja nichts übergeben werden, die Alternativen sind MME, Cc oder Beide. ReFace hast natürlich Recht, die hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Mich wundert übrigens, dass niemand auf das CME SWIDI eingeht und die tollen Tastaturen von MidiPlus gibt es auch noch, die laut eines Userbeitrags wohl ähnlich zu dem KeyStep sind und sogar besser.

      • Profilbild
        ollo  

        Das CME SWIDI hat wohl keine physischen Anschlüsse und sendet nur über Funk, was es für mich völlig uninteressant macht.

        Ansonsten habe ich einen Keystep hier und bin zufrieden damit, Tastatur macht was sie soll, nur das Fehlen der Pitch- und Modwheels nervt, Touchstrips sind zu unpräzise bzw man sieht die Stellung vom Modwheel nicht. Und ja, ein anderer USB Anschluss hätte es auch sein können. Hätte es das 37er Modell damals schon gegeben, hätte ich wohl gleich das gekauft.

        Das Behringer hier so dreißt ein aktuelles Gerät kopiert, finde ich auch nicht okay, wobei ich generell die meisten Klone nicht so interessant finde. Aber ich meine, das Design wurde vom selben Menschen eingekauft, der auch den Keystep designt hat, jedenfalls habe ich das mal gelesen. Aktuelle Geräte klonen ist halt nochmal was anderes, als irgendwelche Vintage-Synths.

        Wenn man den Keystep registriert, bekommt man bei Arturia günstigere Upgrade bzw Crossgradepreise auf diverse Software, wenn das einen interessiert, relativiert das mitunter den Preisunterschied zum Swing.

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          Stephan Merk  RED

          Gut, dass Du das schreibst, ich dachte, das CME SWIDI wäre im Bezug der Anschlüsse auch identisch und hatte mich ehrlich auch gewundert, es aber nicht näher verfolgt. Nur Bluetooth ist natürlich so eine Sache, MIDI ist schon nett. Ich glaube, es gab hier ein Dementi in der Ankündigung des Swing bezüglich des Designs, da gab es wohl keine Kooperation. Wenn die Music Tribe DAW inklusive PlugIns was taugt, wäre das ja auch eine nette Beigabe und für das KeyStep legt man eben halt noch 40-50 Euro mehr auf den Tisch.

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            Archivicious  

            Ehrlich gesagt bin ich mir noch nicht sicher, ob SWIDI nicht doch nur ein Gag war? Zumal die Produktfotos ja offensichtlich gephotoshopt sind (zumindest die Aufsicht).
            Na ja, warten wir mal ab…

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              Stephan Merk  RED

              Das kann ich leider nicht erkennen, wäre aber durchaus werbewirksam.

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    8-VOICE  AHU

    War am Anfang vielleicht auch ein „Fanboy“ und wurde seit Ankündigung „Swing“ zum „Hater“.
    Aber ich habe und werde nie Geld in Richtung B. fliessen lassen.
    Zahle lieber mehr und habe dafür ein Qualitätsprodukt. Bin wieder weg von der uns durch Werbung eingeredeten „Geiz ist geil“ Bewegung“, zu
    „Wer billig kauft, kauft zweimal“.
    Qualität ist King! Lieber länger sparen und lange daran Freude haben.

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      AMAZONA Archiv

      Sehe ich auch so. Es gibt mehr als ausreichend Alternativen zu dieser Firma. Da dann zu trennen finde ich seltsam. Entweder habe ich eine Meinung und vertrete die dann auch beziehungsweise handle entsprechend oder eben nicht.

      „Geiz ist geil“ einer- und „viel hilft viel“ andererseits ist das Motto heutzutage. Es muss billigst sein und dann kaufe ich so viel, dass ich statt der Schrottsammlung zuhause auch hätte wenige hochwertige und vll sogar eigenständige Geräte kaufen können, statt am Ende mit demselben Mist dazustehen wie all die anderen Indianer dieses Stammes.

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        Stephan Merk  RED

        Naja, immerhin kann sich Behringer keine bessere Werbung wünschen, als eine kontroverse Diskussion von Leuten, welche die Produkte zwar nicht kaufen und kennen, aber die Beiträge munter lesen und noch dazu kommentieren. Welchen Sinn das für Euch ergibt, wisst Ihr vermutlich am Besten.

        Bleiben wir aber beim Thema, wäre ich etwas vorsichtig mit der Aussage bezüglich der Wertigkeit. Das KeyStep ist mit rausgerechneter Software nicht wesentlich teurer und befasst man sich alleine mit der Nutzererfahrung in diesem Thread, bleibe ich da besser beim Behringer Swing. Ich werde es jedenfalls behalten und das ohne ansatzweises schlechtes Gewissen. Ich halte Marken-Bashing ab einem gewissen Reifegrad für überholt, vor Allem wenn ein Hersteller so unterschiedlich viele Produkte raus haut, als dass sich diese auch abseits des professionellen Blickwinkels kaum über einen Kamm scheren ließen. Klar, wer das Swing als Kopie nicht akzeptiert, geschenkt. Aber wie viele kopierte Strat- oder Telecaster-gitarren gibt es, auch noch aktuell im Original? Mir scheinen die Gitarristen ein etwas entspannteres Völkchen zu sein, die sich professionell auf die Produktqualität und Spielbarkeit beschränken. Wenn man dann über Qualität schreibt, liegen meist einige Tausender dazwischen.

        BTW: Bitte diese ehrenhaften Grundsätze künftig auch bei der Ernährung und Kleidung beherzigen!

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          Klang X  

          @ Stephan Merk: Danke Dir für diese Worte !!!

          Wenn die ganzen Leute, die sich hier aufregen, mal ihre Energie in was sinnvolles stecken würden… aber nein, immer nur blubb blubb blubb… das ödet mich nur noch an…

          just my 2 cent

          • Profilbild
            Stephan Merk  RED

            Naja, wäre man wirklich ehrlich zu sich selbst und würde Fairness auch tatsächlich leben, macht man besser seine eigenen Erfahrungen. Etwas nicht zu kaufen und aus Prinzip schlecht zu finden, ist nach meiner Haltung moralisch nicht wirklich ehrenhafter. Wie ja einige schrieben, man kann das für sich ablehnen und es als unangemessen oder falsch empfinden, dann ist aber der Punkt. Zwei Punkte kommen mir dabei gerade in den Sinn:

            1. Was wäre eigentlich passiert, wenn Korg, Roland, Yamaha oder wer auch immer dieses Produkt im aktuellen Layout ohne die ersten Leak-Bilder einfach so veröffentlicht hätte? Wäre die Loyalität mit Arturia dann genauso groß und würde man auch so ehrlich bleiben und seine Produkte von Korg, Yamaha, Roland oder wem auch immer konsequent abstoßen und Cloud-Abos kündigen etc.? Ganz davon abgesehen, dass Arturia nach meiner Beobachtung früher bei den PlugIns als Nachbau auch kritisiert wurde, müsste man aber im Archiv nochmal verifizieren.

            2. Was wäre eigentlich passiert, wenn der Behringer Swing für 299 Euro verkauft würde, so wie er hier liegt? Oder wenn er einen polyphonen Sequenzer hätte, der auf drei oder vier Kanälen nutzbar wäre, es also wirkliche Vorteile gibt, die kein Keyboard hätte?

            Vielleicht liegt es aber auch an mir und es fehlen einfach die Synapsen, um Markenbashing in einem der reichsten Länder der Erde nachvollziehen zu können.

        • Profilbild
          justme  

          Traurig wäre, wenn es ehrenwerter Grundsätze bedürfte, diese Produktpiraterie, und nichts anderes ist das hier, zu verurteilen…

          • Profilbild
            Stephan Merk  RED

            Viel trauriger ist, dass viele offenbar die banalen Grundlagen unserer Rechtsgrundordnung nicht verstehen. Du unterstellst aufgrund einer oberflächlichen Betrachtung von Fotos, denn Du wirst sicher das Swing nicht angetestet und auch bei Behringer nicht nachgefragt haben, dass es sich um Produktpiraterie handelt. Okay, Deine Meinung, andere unterstellen DHL Betrug bei den hohen Versandkosten, weil Hermes eben günstiger ist.

            Wäre das aber so einfach, nach dem „Hängt ihn“-Prinzip zu verfahren, könnten wir unseren Rechtsstaat abschaffen, weil ist ja alles so eindeutig. Hier wollen oder können manche offenbar meine obigen Zeilen im Artikel nicht verstehen: DAS IST SACHE DER HERSTELLER, dies zu klären. Wir hatten so einen Fall im Blindenhilfsmittelsektor, Chris Park, übrigens Kumpel von Stevie Wonder und Ray Kurzweil, hat ein Bildschirmlesegerät eines insolventen, deutschen Herstellers nachgebaut und in den USA vertrieben, weil es das nicht mehr gab. Das Ursprungsunternehmen gibt es wieder und hat vor zwei Jahren am OLG Frankfurt erwirt, dass der Nachbau auf einer Fachmesse eingepackt werden musste. So und nicht anders läuft das. Das Swing wird verkauft und gebaut, also so what? Ein Blick in die Historie hilft: https://www.zdnet.de/88334047/design-patente-verletzt-samsung-muss-apple-539-millionen-dollar-zahlen/

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              Klang X  

              Tja, sind eben alles Experten hier. Einer ist besser und schlauer wie der andere…

              Eigentlich alles Fälle von übler Nachrede und Verleumdung hier… könnte man als Geschädigter zu Anzeige bringen. Die Gesichter möchte ich dann sehen…

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                Stephan Merk  RED

                Naja, das wäre jetzt auch eine Unterstellung, aber faktisch sind das unbewiesene Behauptungen und das kann in der Tat juristisch problematisch werden (hab den Scheiß irgendwann mal lernen dürfen). Ich muss echt schmunzeln, dass so eine Welle bei zwei Billig-Keyboards ausbricht, wobei es manchen offenbar nur um ihre generell kurze Lunte bei der Marke geht. Ich hatte doch letztens auch den RODE NT1-A-Klon TM1 hier gehabt, die Loyalität zu RODE war da jedenfalls weniger deutlich. ;) Gleiches Prinzip, beide Mikrofone sind im Handel erhältlich. https://www.amazona.de/test-behringer-tm1-complete-vocal-recording-grossmembran-kondensatormikrofon/

                Ähm, just one more thing: Die Produktpiraterie bei Kabeln und Steckern ist ein ungeheuerliches und unerkanntes Problem. Konnte ich nachweisen, habe schon viele Kabel aller Hersteller gekauft und die sehen sich alle ähnlich. Wer hat das Klinkenkabel eigentlich erfunden? – Okay, etwas Whataboutism am Morgen, aber regt vielleicht die Fantasie an…

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              Codeman1965  AHU

              Schwierig.
              Ich denke, die „Wahrheit“ liegt irgendwo in der Mitte.

              Vielleicht hat Arturia sich im Vorfeld nichts schützen lassen (können), um jetzt eventuell gegen den Swing vorzugehen, vielleicht sehen sie das auch nicht so eng wie viele Kommentatoren hier, u.A. meine Wenigkeit.

              Wie Du richtig schreibst, es ist Sache des Herstellers, da bei Bedarf den rechtlichen Weg zu beschreiten.

              Für den Konsumenten bleibt die persönliche Einordnung solcher Sachen und die Möglichkeit, durch sein Kaufverhalten Ablehnung oder eben Zustimmung auszudrücken.
              Jeder hat das Recht, Behringer oder andere Firmen deswegen abzulehnen, ebenso, das gut zu heissen oder sich zu entscheiden, um Abgekupfertes einen Boden zu machen.

              Sich deswegen die Köppe einzuschlagen, ist die Sache nicht wert (nur MEINE Meinung)…

          • Profilbild
            AMAZONA Archiv

            justme…. überlege mal, ob Du das Wort ‚Produktpiraterie‘ eventuell falsch benutzt.

            Es ist nämlich genau das nicht. Produktpiraterie wäre es, wenn Behringer exakte Kopien herstellte auf denen ‚Arturia‘ draufsteht. Das tun sie meines Wissens nicht.

            Sie bauen ihre Version von einem existierenden Produkt. Und Du und ich wir kaufen es nicht. That’s about it.

        • Profilbild
          AMAZONA Archiv

          Genau so, Stephan!

          Das denke ich jedesmal wenn ich die Kommentare zu Behringer lese:
          Die Gitarristen sind da entspannter.

          Manche Hersteller wie zum Beispiel Fender haben ihre billigere Marke ‚Squier‘ sogar gleich noch mit im Haus. Und wenn man eine teure Gitarre kaufen will, dann tut man das einfach und lässt die billigeren links liegen, ohne das da gleich so ein moralischer Aufruhr entstünde. Wahnsinn. Das muss doch jeder selber entscheiden…

          • Profilbild
            justme  

            # mimimi
            Damit magst Du, was die Bezeichnung betrifft, Recht haben.
            Aber ich bleibe dabei und finde geradezu billig, sich auf die gültige Rechtslage zu beziehen und damit für sich alles so zu legitimieren, dass man damit seinen Billigkauf rechtfertigt.
            Und ganz deutlich kritisiere ich die mangelnde Differenzierung seitens Amazona.
            Behringer macht tolle Produkte, wie Deepmind, die Digitalmixer usw.
            Behringer macht Clones alter, nicht mehr verfügbarer Vorbilder, die sicher auch diskussionsfähig, aber kaum wirklich verurteilenswert wären.
            Die Kritiklosigkeit gegenüber Produkten wie dem hier vorgestellten finde ich jedoch einfach erschreckend.

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              Stephan Merk  RED

              Ich hoffe, Du liest Deinen zweiten Satz nochmal ganz genau und erinnerst Dich spätestens daran, wenn das Recht mal nicht auf Deiner Seite sein sollte. Sich auf das Recht zu beziehen, ist schließlich die einzig manifeste und seriöse Möglichkeit, einen Sachverhalt zu bewerten. Recht haben und bekommen sind allerdings zwei paar Schuhe und Gerechtigkeit ist natürlich kein Synonym für das Recht. Ich wiederhole mich gerne nochmal, wer es doof findet, kauft es nicht und gut. Was wäre denn Dein produktiver Vorschlag, wärst Du zufriedener, wenn ich alleine aus Prinzip das Teil als Mangelhaft bewerte oder wir ein verkaufsfertiges Produkt aus Prinzip nicht testen, aber das fragst Du besser Tyrell, da halte ich mich raus.

              Wir können das Spiel aber auch gerne mal in Richtung politik lenken, vielleicht wird das dann deutlicher: Ich empfinde viele Mitglieder der AfD anhand dessen, was sie von sich geben, als rassistisch, diskriminierend und demokratiefeindlich. Ganz ungeachtet dessen, dass manchmal auch halb vernünftiges Zeug von denen kommt. Dennoch ist sie keine verbotene Partei und es wäre undemokratisch, alle AfD-Wähler als Nazis oder Demokratiefeinde abzustempeln. Genau wie das unsere Demokratie aushalten muss, müssen Musiker wie Du wohl oder übel auch einen Behringer Swing ertragen. Dass Du offenbar zwischen fair und unfair Klonen unterscheides, ist hingegen interessant.

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                AMAZONA Archiv

                Sehr gute Punkte in der Antwort!

                Und wie gesagt, es ist nur ein verdammter Controller, nicht mal ein Klangerzeuger.
                Guck Dir Native Maschine und die MPC-Produkte an usw. Die konkurrieren auch alle miteinander, alles aktuelle Produkte. Ging Dir da auch der Puls?

                Und warum Arturia die Company die Herzen ist, habe ich auch noch nie verstanden.
                Im Microfreak haben sie Code von Mutable Instruments einfliessen lassen. Das war auch nicht ganz sauber…

                Also was soll das Ganze Partei ergreifen?

                Wie Stephan schon: wer es doof findet kauft es nicht… fertig.

                Ich finde es doof und kaufe es nicht. Fertig.

            • Profilbild
              Stephan Merk  RED

              Achso, bezüglich Klonen aktueller Produkte, wie war das mit ARP, habt Ihr vergessen oder? ;)

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              AMAZONA Archiv

              Ich legitimiere gar nichts. Das steht mir gar nicht zu.
              Und ich muss für mich einen Billigkauf auch nicht rechtfertigen, weil ich ihn nicht tätigen werde. Der keystep ist im übrigen auch ein Billigprodukt, nur eben in teurer.

              Es handelt sich hier nicht mal um einen Klangerzeuger, sondern ein Controller-Konzept. Regst Du dich auf das… Novation, Native, Ableton alle von der Original-MPC abgekupfert haben? Und wenn nein, warum nicht?

              Ich glaube, dass bei Behringer das Problem ist, dass es eben eine Person gibt, auf die das ganze projiziert werden kann. Das fehlt bei anderen Companies ja komplett.

              Wenn Du diese Position so stark vertreten willst, dann würde mich ganz ernstgemeint mal interessieren, wie Du zu den Tiptop Buchla Clonen stehst.
              Das sind auch Billigprodukte mit Wertigkeit nahezu null, wo man drauf hofft, dass sich die Dinger aufgrund des Namens ‚Buchla‘ super verkaufen werden, was sie scheinbar auch tun. Aber mit Buchla und dem Sound haben die Teile nur wenig zu tun. Das ist auch keine Produktpiraterie, sondern einfach nur Geldmacherei.
              Vielleicht sogar noch übler als das Vorgehen von Behringer… vielleicht.
              Immerhin beruft man sich auf ein Qualitätsprodukt und den Namen und verramscht das jetzt. Don Buchla rotiert wahrscheinlich in der Gruft.
              Bei Behringer ist der Ruf eh schon ruiniert. Teilweise auch zu recht, stimme ich voll zu.

  6. Profilbild
    Round Robin  AHU

    Behringer hat mit Music Tripe ein Bundle an hochwertigen Premium Marken gekauft. Besorgniserregend ist, dass Herr Behringer diese gebündelte Kompetenz nicht für eigene Produkte nutzt. Die Möglichkeiten für eigene hochwertige Produkte sind nicht unmöglich. Man muss es nur wollen. Gut, es wurden Synthesizer geklont, die nicht mehr erhältlich sind. Aber in diesem Fall wurde ein aktuelles Produkt geklont. Und das geht für mich gar nicht. Nicht falsch verstehen, ich hab nicht mal ein Keytstep, aber mich schreckt so eine Dreistigkeit vollends ab. Behringer hat die Kompetenz und das Geld mit eigenen Produkten das Leben der Mitbewerber schwer zu machen. Aber dieses Potential wird nicht ansatzweise genutzt.

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      justme  

      Genau das denke ich auch häufig.
      Wenn man sich mal an die großen „Jugendträume“ des Herrn Behringer im unendlich langen Vorfeld der damaligen Deepmind-Präsentation erinnert… wenn man das ohne Zweifel riesige Potential sieht, was dort an Ingenieuren, Fertigungsmöglichkeiten und Logistik vorhanden sein muss frage ich mich immer wieder, wo denn nun endlich der wirkliche Synthesizertraum bleibt.
      Was könnten die, betrachtet man, was sie schon für <1K realisieren, im Bereich 3-4K für ein kreatives, neues, inspirierendes Monster schaffen - aber der Mut dazu bleibt eben offensichtlich den Etablierten vorbehalten.
      Schade eigentlich...

    • Profilbild
      Codeman1965  AHU

      Das sehe ich auch so.

      Ich (persönlich) finde es nicht schecht, daß sie so Einiges, was einfach für Niemanden mehr erhältlich ist, nachbauen. Dafür ernten sie ja auch nicht selten Lob, auch, was Qualität und „Annäherung“ angeht.

      Aber daß außer Deepmind und Neutron nichts Eigenes auf den Markt kommt, finde ich auch sehr schade.
      Wobei ich mich generell frage, was Behringer damit bezweckt, im 2-Tage-Rhythmus Neue Knaller anzukündigen, obwohl Jeder weiss, daß sie in absehbarer Zeit wirklich NICHTS davon auf den Markt bringen werden. Das nährt doch eher den Eindruck, daß sie auf zu vielen Hochzeiten gleichzeitig tanzen.
      Ich z.B. finde den UB-Xa ziemlich interessant und würde ihn gerne mal angriffeln. Wenn ich aber mitbekomme, daß Behringer gleichzeitig an seinen Kinderspielzeugen arbeitet und parallel dazu noch Jupiter, Prophet und Wave nachklappt, fällt es mir schwer, die Geduld zu bewahren…

      • Profilbild
        AMAZONA Archiv

        Was sie damit bezwecken? Das ist doch recht einfach zu durchschauen:
        sie bleiben im Gespräch. Dass das super funktioniert beweisen wieder mal die etlichen Kommentare (meiner natürlich eingeschlossen) unter diesem Artikel.

        Wenn Euch das tatsächlich nicht gefällt, was Behringer macht, dann kann ich Euch nur raten das weder zu kommentieren, noch anzuklicken. Mir scheint sehr viele hier haben immer noch nicht verstanden, wie das Internet-Game funktioniert… wirklich erstaunlich nach so vielen Jahren.

        Das ist pures Entertainment und Marketing gleichzeitig.

  7. Profilbild
    justme  

    Peinlich, Amazona, dass Ihr diese Produktpiraterie so unkommentiert, in diesem Fall sogar noch positiv darstellend, unterstützt !
    Über die Clonerie von Behringer kann man sicher trefflich streiten, über Moral, über gedankliches Copyright besonderer alter Instrumente und Vorbilder.
    Immer gibt es auch klare Argumente pro eines Behringers, sei es ein 2600 oder anderer Bemühungen einstige tolle Synthesizer heute, und auch bezahlbar, verfügbar zu machen.
    Das hier jedoch, wie auch die Kopien bestimmter, aktuell erhältlicher, Kopfhörer, Mikros usw. , geht einfach gar nicht.
    Schade, dass Ihr hier nicht die Kurve bekommt, sich von solchen Dingen auch mal klar zu distanzieren.
    Wer sowas kauft ist, und das ist meine klare Meinung, noch 3.klassiger als dieser Test und das Produkt selbst!

    • Profilbild
      Stephan Merk  RED

      Naja, ich schlage einfach vor: Ab zur Kriminalpolizei, Strafanzeige gegen Music Tribe wegen Produktpiraterie erstatten (geht übrigens auch beim Zoll) und wenn diese „Peinlichkeit“ bewiesen ist, wäre alles gut. Aber bedenke, dass Produkte vor der Einführung Zertifizierungen und Zölle durchlaufen. Sprich, wäre das alles so schlimm und peinlich, wie erklärst Du mir, dass ein Produkt tatsächlich bei allen großen Musikhäusern real verfügbar ist? Vielleicht wäre es sinnvoll, den Test nicht an die eigenen Erwartungen zu knüpfen, sondern das Ganze bei aller Vorbehalte gelassener zu betrachten. So ein Thema gehört nämlich keinesfalls in einen Testbericht, sondern eher in ein Editorial, ist dann nämlich journalistisch betrachtet ein Kommentar. Arturia hätte die Chance, die Vermarktung gerichtlich zu unterbinden, wurde wohl nicht genutzt. Könnte es nicht sein, dass es dafür vielleicht Gründe gibt?

      Ich persönlich kann sehr gut damit leben, drittklassig oder meinethalben auch viertklassig zu sein. Allerdings verbitte ich mir den Vorwurf einer positiven Darstellung, genau das habe ich nicht. So wiederhole ich mich gerne, ich habe das Produkt getestet und keine juristische Abhandlung über Repliken am Beispiel des Swing verfasst, das nämlich wäre alles andere als neutral.

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      Klang X  

      @ justme: ohhh, Du bist also erstklassig… wow…aber in was nur… Einbildung… lol…

    • Profilbild
      SynthUndMetal  

      Produktpiraterie wäre es wenn ein Gebrauchsmusterschutz verletzt werden würde. Anscheinend wurde dies von Arturia aber nicht für dieses Produkt beantragt, also scheint alles im gesetzlichen Rahmen zu sein. Allerdings empfinde ich es ebenfalls als fragwürdig solch ein von der Konkurrenz abgekupfertes Produkt auf den Markt zu bringen, wobei es sich ja jetzt in der finalen Version optisch vom Original etwas unterscheidet. Damit tut sich B keinen gefallen. Trotzdem ist es legitim einen sachlichen Test über dieses Produkt zu schreiben, was dem Author sehr gut gelungen ist.

      • Profilbild
        Stephan Merk  RED

        Das wird Behringer gar nicht schaden, es sei denn, man würde den Hersteller wirklich konsequent meiden, aber dann bitte auch bei allen anderen Synths, Pulten und Zubehör. Hat man welche, dann bitte auch vernichten und nicht gebraucht verkaufen, so wie der Typ, der sein Tesla Model S vor Wut abgefackelt hat. ;) Am Ende wird das aber nur ein kleiner Teil sein, der sich moralisch daran halten wird, was ist beispielsweise mit Nestlé? Man weiß inzwischen ja kaum, wo und was denen gehört und kaufste Möwenpick, verdienen die auch an Dir. Das ist ja, was ich oben meinte, wenn man zurecht das Ganze moralisch für sich ablehnt, dann bitte konsequent bleiben und schauen, wer der Welt wirklich schadet. Das Swing wird Arturia nämlich überhaupt nicht schaden, weil sie leben ja nicht allein vom KeyStep und ich glaube nicht, dass die den in Frankreich bauen lassen. Storytelling wird da im Handbuch nämlich auch schön betrieben, die Nähe durch Danksagungen hätte ein gutes Produkt nicht nötig. Wenn ich einen KeyStep wollte, würde ich einfach beide bestellen und das behalten, was mir besser gefällt. Ungeachtet von Marke und Preis. Wenn man mal genau überlegt, ist der KeyStep eigentlich doch auch ein besserer Korg SQ-1 mit Klaviatur, ich glaube darauf würde man auch keinen Gebrauchsmusterschutz bekommen können, ein Patent schon mal gar nicht und das kostet dann auch richtig Asche.

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          SynthUndMetal  

          Ein Gebrauchsmusterschutz ist ja nur ein ungeprüftes Schutzrecht, im Gegensatz zum Patent. Ich denke aber mal, das der Synthesizer Markt einfach zu klein ist um das als Produzent betriebswirtschaftlich sinnvoll nutzen zu können. Ansonsten muss ich sagen, dass ich von Behringer auch einige Produkte besitze, diese bisher nie enttäuscht haben und daher auch in Zukunft weiter kaufen werden, wenn mir was gefällt. Der Swing gehört da aber halt nicht dazu.

    • Profilbild
      AMAZONA Archiv

      justme…. ich habe es oben schon mal kommentiert:
      es ist keine Produktpiraterie. Es steht Behringer drauf und nicht Arturia.
      Auf einer kopierten Gucci-Tasche steht was drauf? Gucci.
      Das ist Produktpiraterie.

      Du hast ganz klar die eindeutige Wahl zwischen zwei Herstellern und es wird Dir nicht vorgemacht, Du kaufst ein Arturia und es ist am Ende gar nicht Arturia.

      Aber echauffier‘ dich gerne weiter, es zumindest sehr unterhaltsam.

      Deine Aburteilung von Leuten, die sich eventuell keine teuren Markenprodukte leisten können, finde ich im Übrigen um einiges bedenklicher.

      Und wieso soll sich Amazona hier von irgendwas distanzieren, weil Dir das nicht gefällt?
      Check noch mal im Impressum, wer für die Seite hier verantwortlich ist und dann musst DU dir überlegen (und sonst niemand), ob das für Dich vertretbar ist und wenn Dir das nicht gefällt, dann musst DU dich dazu entscheiden, ein Produkt nicht zu kaufen oder eine Seite nicht zu klicken und nicht auf irgendeine Instanz warten, die dir diese Entscheidung abnimmt in dem sie etwas tut oder es lässt, etwas verbietet oder erlaubt.

      Anderen Leuten die eigene Moralvorstellung überstülpen zu wollen funktioniert nicht. Und schon gar nicht in einem anklagendem Ton.

      • Profilbild
        Stephan Merk  RED

        +1! Aber ein Punkt hatte ich ganz vergessen, natürlich: Eine Replik ist eine Replik, einschließlich gefälschtem Markennamen. Siehe nachgebaute Kopfhörer, Lightning-Kabel… Ich hoffe, der Gute handelt in allen Lebensbereichen so konsequent. Aber okay, Nestlé ist ja auch eine geile Marke… :D

        Mal aus dem Leben: Mit 12 Jahren kauften wir in Italien am Strand einen Boss-Trainingsanzug mit Boss-Logo, mit falschen Farben und dem Schriftzug „International“, dass das Zeug nicht original war, kosteten um 15 Mark. Mein Onkel schenkte mir 1991 aus dem Boss-Werksverkauf dann einen originalen, sollte so um 200 Mark gekostet haben. Während der billige noch viele Jahre seine Dienste tat, ribbelte der Originale nach drei Jahren so auf, dass ich den wegschmeißen konnte. Gleiches Spiel übrigens mit Boss-Hemden und einem Sakko, warum auch immer. Seitdem gab es von Boss mal ein Parfum, aber bleib mir wech mit deren Klamotten. Der Unterschied: Ich habe nix gegen die Marke, aber schlechte Erfahrungen aus der Praxis.

        … und ich schreibe es jetzt mal ganz offen: Ich hatte ja echt überlegt, ob das Swing was für mich ist, aber alleine sein Kommentar war für mich entscheidend, mit Stolz ein Produkt von Behringer zu besitzen. Von der CO²-Bilanz wäre es nämlich wesentlich schlimmer, jetzt das KeyStep zu bestellen und dann eins wieder zurückzuschicken, zumal das Swing tut, was es soll. :D

  8. Profilbild
    Viertelnote  AHU

    kaum liest sich der Name Behringer, bricht ein Krieg hier aus.
    Haben wir das denn wirklich nötig? Können wir nicht einfach bei der Sache bleiben?
    Jeder hat seine Meinung, absolut richtig. Aber wer was wie wo kauft oder nicht kauft, interessiert doch niemanden. Wir können’s doch auch anders.

    netter Gruß

    • Profilbild
      AMAZONA Archiv

      Das ist kein Krieg, das ist eine Diskussion und die darf ruhig geführt werden. 😀

      Jeder hat seine Meinung, ganz genau! Aber wenn wir sie nicht teilen, werden wir die Meinung anderer nicht kennen und somit auch nie verstehen.

      Das lässt sich schon aushalten, oder? 😉

      Ich finde die Standpunkte von justme zum Beispiel schon ganz interessant und wenn wir uns tatsächlich miteinander unterhalten würden, gäbe es wahrscheinlich mehr Gemeinsamkeiten, als man zu glauben meint. Die Wahrheit liegt sowieso immer irgendwo dazwischen. Deswegen: umso mehr verschiedene Standpunkte, desto besser.

  9. Profilbild
    wolftarkin  AHU

    Wie viele der Anwesenden, die die Bewertung auf „ungenügend“ gedrückt haben, haben das Teil eigentlich getestet? Ach, keiner…
    Das ist das Problem mit „Leserbewertungen“. Mal davon abgesehen, daß meine noch nie gewertet wurden. Zumindest Gefühlt.

    • Profilbild
      Codeman1965  AHU

      Bringt aber jedes Mal einen AHU-Punkt.
      Ruhm und Ehre auf die leicht Tour… :-)

      • Profilbild
        AMAZONA Archiv

        AHU? Ich kenn nur A-ha. „Take on me“ und so weiter… 🇳🇴

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