Test: Casio XW-G1, Groove Synthesizer

25. April 2012

Casios Comeback in die Synthesizer-Szene?

Test: Casio XW-G1, Groove Synthesizer

Test: Casio XW-G1, Groove Synthesizer

Zurück in die Zukunft? Einen Beinahe-Flashback hatte ich, als ich den Karton des neuen Casio Synthesizers weihevoll öffnete, denn in den 80er Jahren erwarb ich stolz einen nagelneuen CZ-101. Und dieser hatte auch so ein gewisses Plastikfeeling, ohne aber windig oder billig zu wirken. Und genau dieses Gefühl hatte ich nun auch wieder, als ich den überaus leichten (ca. 5,4 kg), aber dennoch solide wirkenden XW-G1 aus der Umverpackung hob.

Gleich eines vorab: Das „Schwestermodell“ CASIO XW-P1 beleuchtete ausführlich mein Kollege Klaus-Peter Rausch. Diesen Test können Sie HIER lesen – bitte anklicken.

Was sind nun die hauptsächlichen Unterschiede zwischen dem G1 und dem P1? Der XW-G1 ist vom Soundvorrat hauptsächlich Richtung elektronischer Musik und all ihre Spielarten ausgelegt, während der XW-P1 eher als Bandinstrument mit breiter gefächertem Soundvorrat daherkommt. Während der P1 in einer Performance bis zu 6 Klänge gleichzeitig und in der Lautstärke separat regelbar anbietet, fällt dieses Feature beim G1 weg, dafür hat dieser aber einen eingebauten Sample Looper, auf welchen ich später noch genauer eingehe. Äußerlich unterscheiden sich die beiden durch eine unterschiedliche Farbgebung und eine teilweise andere Beschriftung der Bedienelemente.

Bei Casio scheiden sich oft die Musiker-Geister, denn viele halten diese Keyboards einfach nur für Kinderspielzeug. Obgleich die extrem preiswerten Modelle aus Casios Produktpalette durchaus als „Spiel-Zeug“ für Kinder und Jugendliche angedacht sind, darf man die Spitzenmodelle dieses Herstellers nicht unterschätzen. Obgleich diese selten mehr als 600,- Euro kosten, sind es hervorragende Arranger mit einem insgesamt sehr überzeugenden Sound und einer soliden Verarbeitung. Ich selbst besitze neben etlichen Vintage-Casios die aktuelle WK-7500 und bin stets erstaunt, wie klasse diese Kiste klingt, besonders auch deren Synth-Abteilung. Und so bin ich nun um so mehr regelrecht „heiß“ darauf, wie wohl Casios erster Vollblut Synthesizer nach über 20 Jahren „Abstinenz“ klingt. Und ob ich wohl einen Fetzen „CZ“ in der neuen Kiste finde …

Das Äußere und Innere des Casio XW-G1

Designmäßig ist er schon mal schick und gelungen: Sehr aufgeräumt und klar voneinander getrennt finden wir alle relevanten Bedienblöcke auf der silber-roten Oberfläche. Auffallend ist die große Anzahl an Fadern, Reglern und Tasten für Echtzeitregelung, dennoch wirkt es nicht überladen oder unübersichtlich. Das große blaue Hauptdisplay ist ebenso gut gegliedert und lässt sich im Kontrast regeln.

Alle Fader und Regler sind zwar keine Moogsche Anfassqualität, aber dennoch solide Casio-Plaste, will also heißen: hält garantiert lange. Alles ist sauber eingepasst und von der Größe eindeutig auch für Bühneneinsätze ausgelegt.

Über einen Stereoausgang geht es zum Mischpult, des weiteren finden sich ein Audioeingang (auch stereo ausgelegt), ein regelbarer Mikrofoneingang (leider nur unsymmetrisch), ein Anschluss für einen externen Fußschalter-/taster (dessen Funktion zuweisbar ist), ein Steckplatz für eine SD-Karte, MIDI In und Out sowie die Buchse für das externe Netzteil. Und zum PC/MAC geht es über einen USB-Anschluss.

Die Klangerzeugung

Eine Weiterentwicklung oder Neuauflage der von vielen Synthesizer-Liebhabern geschätzten PD-Synthese (Phase Distortion) der Casio Synthesizer aus den 80ern ist der XW-G1 nicht. Wenn ich die Beschreibung aber richtig interpretiere, werden die Solosynth-Klänge über einen eigenen Klangerzeugungsblock virtuell-analog erzeugt. Bei den anderen Klängen handelt es sich dann um einen Sample-Vorrat, der in weiten Bereichen in Echtzeit manipuliert werden kann. So haben wir hier also eine Mischform von virtuell-analog und samplebasiertem Synthesizer.

Der XW-G1 ist 64-stimmig polyphon, was aber bei einer Schichtung mehrerer Klänge oder intensiver Benutzung der Sequencer durchaus aufgebraucht werden kann. In der Praxis ist das aber meist genug. Dazu gesellt sich ein sogenannter „Sample Looper“ mit 10 Speicherplätzen, mit dem über den Instrumenten- oder Mikrofoneingang Klangmaterial eingespielt werden kann.

Als Klangvorrat wird der XW-G1 mit insgesamt 420 Klangpresets ausgeliefert, welche vorrangig aus Synthesizersounds und verschiedensten Klangkombinationen aber auch Melodielinien bestehen. Das alles ist eine gute Basis für eigene Kreationen, für welche insgesamt 220 Speicherplätze zur Verfügung stehen.

Die Sequencer des Groove-Synthesizers

Es gibt im XW-G1 zwei Sequencer, einen Arpeggiator sowie den schon erwähnten Sample-Looper, die bei Bedarf ineinander arbeiten und deren Einstellungen wiederum in der übergeordneten Performance-Ebene gespeichert werden können. Uff, mächtiges Zeugs.

Der Phrase-Sequencer arbeitet so ähnlich wie eine Begleitautomatik und ändert die Tonhöhe je nach angeschlagener Taste, wobei der Steuerbereich der Tastatur gewählt werden kann. Der Step-Sequencer arbeitet dagegen so ähnlich wie eine programmierbare Drum-Machine mit bis zu 16 Schritten pro Takt, nur können hier nicht ausschließlich Drumsounds, sondern ganze Arrangements mit Bass und Begleitung erstellt werden. Zusätzlich werden die Steuerdaten separat aufgezeichnet und können auch nachträglich verändert werden. Jede Sequenz wiederum kann aus bis zu 8 Pattern bestehen, diese 8 Pattern können dann ihrerseits wieder verkettet werden. Für diese Verkettungen stehen 100 Speicherplätze zur Verfügung.

Der Sample Looper

Dieses interessante Feature erlaubt, über den Instrumenten- oder Mikrofoneingang eigenes Material einzulesen und in die Performance einzubauen. Die maximale Samplingzeit beträgt 19 Sekunden bei 21 kHz/mono und geht dann runter bis 4,75 Sekunden bei 42 kHz/stereo. Für diese Samples stehen 10 Speicherplätze zur Verfügung und das interessante ist, dass man diese Klänge dann wie einen eingebauten Sound verbiegen kann. Alle Parameter, die zur Klangveränderung für die internen PCM-Sounds zur Verfügung stehen, können auch für die eigenen Samples verwendet werden.

Stereo-Sampling ist allerdings nur dann möglich, wenn der interne Klangerzeuger als Klangquelle benutzt wird. Über die Stereo Audio-In Buchse können keine Signale in den Sampler eingespeist werden sondern nur über Mic- und Instrument-In, also mono. Es können allerdings von extern Stereo-Wellendaten eingespeist werden, wenn man sich eines Computers bedient und per Data Editor Software Waves an den XW sendet.

Ich halte das für keinen Nachteil, da der XW-G1 mit Sicherheit keinen dezidierten Sampler ersetzen will, man muss dieses Feature als Teil des ganzen Instrumentes sehen. In Verbindung mit den anderen Möglichkeiten ist der Sample Looper ein vielseitiges Werkzeug für die Live-Performance.
Bei Aufnahme über den Mikrofon-/Instrumenteneingang gibt es übrigens die Möglichkeit, sich den Aufnahmepegel am Hauptdisplay anzeigen zu lassen. Zudem sind auch Overdubs möglich und selbige können während der Live-Performance erstellt und sofort mit eingebaut werden.

Wie klingt der Casio XW-G1?

Die große Stärke des Instruments sind eindeutig elektronische, beepende, sweepende, sirrende, buoooaaaapende und sägende Klänge. Durch den äußerst praxisgerecht zu bedienenden Echtzeit-Editor lässt sich auch ein zuerst vermeintlich braver Grundklang enorm bewegen und „aufbohren“. Es macht einen tierischen Spaß, ein grooviges Pattern laufen zu lassen und nebenher einen Sound hin und her zu biegen. Da vergisst man schnell die Zeit und taucht ab in ein regelrechtes Klangnirvana. Die Sequencer sind hier nicht nur Beigabe, sondern eines der Hauptbestandteile des Instruments. Mit ihnen lassen sich die verrücktesten und schrägsten Sachen programmieren und in Echtzeit wieder manipulieren.

Die eingebauten Effektblöcke klingen gut und lassen sich in vielen Parametern editieren. Die Auswahl ist praxisgerecht und gut gewählt.

Als edel kann man den Gesamtsound des XW-G1 nicht direkt bezeichnen, so etwas liefert Yamahas Motif oder Korgs M50. Der Sound vom Casio ist stets eine Spur rau, kernig und körnig, hat Ecken und Kanten auf eine sehr eigene Art. Er hat einen merklich eigenen Charakter und dürfte ganz besonders im Zusammenspiel mit genannten Edelworkstations ein sehr gutes Team abgeben. Ganz eindeutig: Der XW-G1 ist ganz gewiss kein Allerweltssynthesizer, der nur die gängigen Klänge zum 1000sten Mal herunternudelt. Ich fühlte mich bei manchen Sounds tatsächlich etwas an den Klangcharakter der ersten CZ-Synths erinnert, die auch so einen rauen und kantigen Grundcharakter hatten.

Die Drumsounds sind eine wahre Wucht im Wortsinne, teilweise haben diese einen solchen „Rrrumms“, dass meine Lautsprechermembranen gefährliche Hubbewegungen machten. Interessant, dass Casio auch hier mit einem eigenen Klangbild aufwarten kann, teilweise klingen die elektronischen Percussions dermaßen analog, dass man staunt.

Die weiteren instrumentalen Beigaben wie Klavier, Bässe, Streicher, Orgeln sind durch die Bank brauchbar (besonders die elektronischen Orgeln), die elektrischen Gitarren begeistern mich allerdings nicht sonderlich. Durch die eingebundenen GM-Klänge (General MIDI) können auch GM-MIDI-Files abgespielt werden.

Insgesamt hat der neue Casio einen Sound, der einem zwar gefallen muss, der aber unabhängig davon fast schon zwangsläufig überzeugt. Er hat Kraft, Bewegung und seinen eigenen Charme.

Zu den Klangbeispielen

Der Casio war beim Test an einen Mackie 402 VLZ3 angeschlossen, von dort ging es direkt in einen Fostex CR500 CD-Recorder. Es wurde bei der Aufnahme keinerlei Klangregelung oder weiteres Equipment wie Kompressor o.ä. verwendet. Hier zwei Beispiele – weitere Beispiele dann im Player ganz unten:

Was besonders auffiel

Die klavierähnliche Tastatur spielt sich zwar leicht wie eine Keyboardtastatur, aber durch den längeren Weg nach unten ist eine wesentlich differenziertere Spielweise möglich. Mir persönlich gefällt diese „Taste“ ausnehmend gut, zumindest in Anbetracht des Preises.

Die Editblöcke im linken Teil des Instruments sind von einer breiten, blau schimmernden Lichtleiste unterlegt und zeigen auch bei schlechter Beleuchtung eindeutig an, welcher Bereich angewählt ist. Sehr gut!

Das Instrument kann tatsächlich auch mit Batterien betrieben werden: Mit sechs Monozellen (oder Typ „D“) kann man das externe Netzteil auch mal im Proberaum vergessen.

Die Taster und Schalter sind auch für große Männerhände gut geeignet, sie liegen nicht zu dicht beisammen und haben eine vernünftige Größe. Zudem ist die Beschriftung großzügig und gut erkennbar.

Auf der rechten Seite der Bedienoberfläche befindet sich eine gummierte, rutschhemmende Ablage, auf der sich bestens ein iPhone oder iPod ablegen lässt, wenn dieser als Zuspieler verwendet wird. Und selbst mein 15-zölliges MacBook stand darauf noch ziemlich ordentlich.

Das Nebengeräuschverhalten ist vorbildlich, der Casio rauscht nur minimal. Ist nicht bei allen günstigen Instrumenten so bestellt und wird deshalb auch erwähnt.

Für wen ist der Casio XW-G1 der richtige Synthesizer?

In erster Linie werden sich wohl elektronische „Einzelheinze“ mit dem Casio XW-G1 näher befassen, da man hier ein unglaubliches Potential für eine One-Man-Performance vorfindet. Aufgrund der überzeugenden Klangqualität, der großen Klangauswahl und der gelungenen Haptik eignet sich das Gerät aber ebenso für professionelle Livemusiker wie auch für das Tonstudio, wenn speziell elektronische Sounds und Beats gefragt sind. Das Gerät ist zudem erfreulich leicht, was einen Transport problemlos macht, und der mehr als moderate Preis lässt die Anschaffung zu keinem Kontokiller werden. Für alle Musiker, die gerne mit elektronischen Klängen OHNE Computer arbeiten, ist der XW-G1 ein richtiger Lego-Baukasten. Durch das nahtlose Zusammenspiel der beiden Sequencer, des Arpeggiators plus das Einfliegen von eigenen Samples ergibt sich ein enormes Spielfeld, welches durch die vielen Speicherplätze für eigene Kreationen noch erweitert wird.

Als Einstiegssynthesizer eignet er sich nicht nur aufgrund des enorm günstigen Preises, er macht auch den Einstieg in die Materie „Synthesizer“ leicht. Dennoch kommt man mit diesem Instrument lange nicht an dessen Grenzen, die Möglichkeiten sind enorm, und man hat über Jahre Freude damit. Die klavierähnliche Tastatur eignet sich in einem gewissen Umfang sogar zum Üben, zudem hat der XW-G1 einige (taugliche) Klavierklänge an Bord.

Zur Bedienungsanleitung

Die deutsche Anleitung ist Casio-typisch sehr ausführlich geschrieben und bebildert. Sehr löblich.

Was gibt es zu meckern?

Ja, das leidige externe Netzteil. Das mag der Onkel Sigi einfach nicht wirklich. Platz wäre ja gewesen im Gehäuse, und ich würde gerne einen 50er mehr bezahlen, wäre das eingebaut.

Ansonsten fand ich kein Härchen in der Nudelsuppe, das Gerät ist bestens gelungen und anscheinend von Leuten konzipiert, die schon beim Entwickeln eine Riesenspaß an der Sache hatten.

Der Casio XW-G1 on YouTube

Fazit

Der Wiedereinstieg von Casio in den Bereich Synthesizer ist mehr als gut gelungen. Für sehr wenig Geld erhält man mit dem Casio XW-G1 einen robusten, leichten und hervorragend zu bedienenden Synthesizer mit vollwertiger Grooveabteilung, mit einer vernünftigen Tastatur sowie einem enormen Klangpotential. Der Sound überzeugt in allen Belangen, ist aber aufgrund seines rauen und kernigen Grundcharakters auch eine Geschmacksfrage. Die Möglichkeiten für eine Live-Performance sind immens, das Instrument hat für diesen Zweck genug Regler und Taster in einer vernünftigen Größe, zudem läuft es stabil und rund. Ein absoluter Hammer im unteren Preissegment, der auch im Zusammenspiel mit Edel-Workstations eine gute Figur macht. Nach diesem Test steht für mich fest, dass hier die höchste Punktzahl angebracht ist.

Plus

  • überzeugender, eigenständiger Sound
  • Synthesizer plus Groovestation in einem
  • zahlreiche Echtzeitregler
  • Sample Looper
  • konsequentes Bedienkonzept
  • Verarbeitung
  • geringes Gewicht
  • sehr preiswert
  • vielseitige Anschlussmöglichkeiten
  • groovt

Minus

  • externes Netzteil

Preis

  • Straßenpreis: 599,- Euro
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Viertelnote  AHU

    sehr schöner Test, gute klangbeispiele.

    Ja, der neue Casio erinnert mich an mein erstes Keyboard von 1990, war auch ein Casio.

    Eine Frage zur Akkorderkennung beim Sequencer:
    Welche Akkordtypen werden denn erkannt und reharmonisiert?

    mfG

    • Profilbild
      Onkel Sigi  RED

      Griass Di Viertelnote,

      man kann diese Steuerung nicht 1:1 mit einem Arranger vergleichen, da beim Test der Sequenzer nur auf die zuerst angeschlagene Taste reagiert hat. Akkorde greifen ist also meines Wissens nicht möglich, die (sehr ausführliche) Anleitung des Instruments spricht auch nicht von einer Möglichkeit der Akkorderkennung.

      Diese Anleitung wird wohl sehr bald auf der Casio-Webseite als Download bereitstehen, vom Brüderchen XW-P1 ist das bereits geschehen. Wäre bestimmt eine gute Möglichkeit, Dir eine Detaileinsicht in diese tolle Maschine zu verschaffen. Ich selber möchte mir die rote Kiste gerne im Laufe des Jahres zulegen.

      Musikalische Grüße

      Onkel Sigi

      • Profilbild
        Viertelnote  AHU

        danke Sigi für deine schnelle und ausführliche
        Antwort.

        Du hast recht, wenn du von einem „Flashback“
        sprichst, denn sensationell ist es wirklich.

        Casio hatte ich selbst schon lang abgeschrieben.
        Aber deine Soundbeispiele spiegeln wirklich
        wider, das der neue Casiosynth eine starke
        Persönlicheit ist. Irgendwie cheesy und
        crunchy zugleich, klingt stark nach 80’er.

        Ich würde auch tippen, dass der Casio
        im Zusammenklang mit den „teuren“ harmonieren wird. Volle Punktzahl für
        Casio!!!

        mfG

  2. Profilbild
    Markus Schroeder  RED

    Ich war ja schon auf der Messe von den neuen Casios angetan. Der Test bestätigt meine ersten Eindrücke nun auch.

    :)

  3. Profilbild
    Alex Lore

    (achtung total off-topic)
    es bricht mir das Herz dir das sagen zu müssen… aber dein Laptop ist ein 13 Zöller.. ;)

    Ansonsten super Bericht! Danke mal wieder! :)

    • Profilbild
      Onkel Sigi  RED

      *hirnbeissundkopfkratz*

      Ja, Du hast recht, es ist natürlich ein 13-Zöller. Dass weiss ich zwar, aber meine Wurschtfinger hatten da irgendwie Anflugschwierigkeiten……

      Musikalische Grüße

      Onkel Sigi

  4. Profilbild
    Tupapupa

    Hab ihn auch seit ein paar Tagen und kann das großteils bestätigen.
    Die gute Anleitung ist auch notwendig, denn die Einarbeitung in die Bedienung des Seq. ist doch recht komplex. Damit meine ich nicht die Knöpchen in den Lauflichtern drücken, sondern die notwendigen Einstellungen der verwendeten Klänge (wenn man was eigenes machen will und nicht nur die vorhandenen). Auch die Lautstärke etc. alles muss überall angepasst werden, das hört sich einfach an, ist es aber leider nicht. Das geht bei einer Electribe wesentlich flotter von der Hand…
    Ich hoffe der kommende Editor bringt da etwas Erleichterung.
    Mit dem Sampler hab ich mich noch gar nicht befasst.
    Ist jedenfalls ein guter Wiedereinstieg von Casio, wenn man das Gerät erstmal richtig beherrscht, hat man ein wirklich mächtiges Teil im Einsatz.

  5. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Erinnert mich soundmässig an manche Grooveboxen/groovesynths (Quasimidi, Yamaha, Roland etc.), allerdings fehlt mir diese „trashige“ Charakter der alten Casio VZ und CZ (liebe unsere) Synths.

  6. Profilbild
    krismopompas

    wie sieht das denn mit midi aus…. ist der multitimbral mit sequenzer ansteuerbar oder springt der da dann automatisch in den GM-modus???

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      Trooper  

      Der interne Seq. hat nur 2 Spuren für Synthis, der Rest ist für Drums und Modulationen.
      Der Synth selber ist 16fach Multitembral, von aussen kann man über 4 Kanäle die einzelnen Parts (Seq. Keyboard usw) ansteuern, es ist auch alles einzeln an/abschaltbar bei der Steuerung, so daß man z.b. zum internen Seq. den Synth von z.b. Cubase aus anfahren kann, oder andersrum…
      Hier die BDA des G1:
      http://www.....1-G-1B.pdf

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        Trooper  

        ups, sorry,
        der int. Seq. hat 4 Synth Spuren, also 5x Drums, 1x Bass, 1x Solosynth1, 1x Solosynth2, und 1x Polyphon (Akkorde)

        • Profilbild
          Trooper  

          Mein Synth geht die Tage aber wieder zurück, denn wenn man sich mal eingehender damit befasst, spielt sich alles nur noch auf dem 3 Zeilen Display ab, eine für mich unakzeptable, komplizierte Bedienung, welche im krassen Gegensatz zu der „Leichtigkeit suggerierenden“ Oberfläche steht. Schade, es begann so gut.

    • Profilbild
      Onkel Sigi  RED

      Servus krismopompas,

      der Casio ist Multitimbral und bietet Midi-mäßig sowohl sende- wie empfangsseitig auch einiges an Einstellmöglichkeiten. Lade Dir doch mal die Anleitung von der Casio-Webseite, diese müsste ja bald im Netz stehen, da steht alles drin.

      Musikalische Grüße

      Onkel Sigi

  7. Profilbild
    YC45D  

    Gleich eines vorab: Das „Schwestermodell“ CASIO XW-P1 beleuchtet ausführlich mein Kollege Klaus-Peter Rausch. Dieser Test wird am kommenden Montag erscheinen.

    Heute ist Dienstag……

  8. Profilbild
    zeitlos  

    Ich habe mir aufgrund des Tests den XW-G1 gekauft. Bin aber nach einigen Tagen intensiven Probierens nicht zufrieden und werde das Gerät heute zurückschicken.
    Das Casio kann zwar viel, lässt sich m.E. aber schlecht bedienen! So ist zum Beispiel das Ein- und Umschalten der Effekte dermaßen aufwendig (man muss zwischen 2(!) Untermenüs hin und her steppen!), dass man (ich wenigstens) lieber die Finger davon lässt. (Nun ja, bin diesbezüglich auch durch mein Clavia sehr verwöhnt) Auch der Klang überzeugt mich nicht wirklich. Er wirkt in meinen Ohren veraltet. Nach ´ner Weile mag ich diesen Sound einfach nicht mehr hören…

  9. Profilbild
    eifelblitz

    Hallo Sigi,

    habe den XW-G1 jetzt knapp einen Monat und mir beide Test (P1-G1) angesehen.
    Erstmal großes Kompliment, beide Tests sind ausführlich und Praxisnah, sowie vor allem mit dem „Blick zur Preisklasse“ geschrieben.

    Wer hier einen Synth/Sampler mit der Soundqualität eines „Spitzenkeyboards“, lebt fern der Realität.

    Das wichtigste an diesen Geräten ist das Gesamtkonzept. Der XW-G1 packt mich und hält mich stundenlang an ihm fest.
    Bei kaum einem Instrument, bin ich so oft sämtliche „Werkspresets“ durchgegangen und habe mich Sound für Sound festgefressen. Das Ding begeistert, obwohl es nicht den Spitzensound hat.

    Dies Synths hat man nicht in 3 Monaten „drin“. Genau da steckt auch die Faszination, wenn man das Konzept verstanden hat, weiß man wie viel Potential da drin steckt.

    Ich freu mich jetzt schon den XW-G1 per Midi und Audio mit meinen Blofeld zu verbinden und neu Sounds in einem eigenen Song zu verbiegen.

    Der G1 ist dazu da eigene Songs, ohne Computer zu erstellen und dabei möglichst „frei“ zu agieren. Das einzige Manko was mir dabei auf fällt ist, dass man die Verkettung (Chain) nicht „live“, sondern nur „step by step“ eingeben kann, aber das ist auch das Einzige.

    Wem die Sounds nicht gefallen, legt sich einen kleinen Expander zu und hat ein Workstation für wenig Geld, die Süchtig macht.

    Gruß und Danke für Eure Tests
    Michael

    • Profilbild
      Augi

      Hallo,
      ich habe das XW G1 seit 2 Tagen und verzweifele!!!!
      Haben sie einen Tip für mich:
      zum Beispiel links Bass und rechts Piano (Tastaur splitten) geht das nicht.
      Und dann habe ich irgenwo gelesen das man über den Phrasen Seq. eine Art Begleitung ähnlich wie die eines Keyboard bestücken kann?!
      Ich bin vopm Sound her echt super zufrieden nur dies 2 Sachen bekomme ich nicht hin.

  10. Profilbild
    Onkel Sigi  RED

    Hallo Augi,

    das sollte schon gehen, was ich mich erinnern kann. Der Test ist halt schon über zwei Jahre her…..

    Kontaktiere doch mal den Casio-Support auf der deutschen Casio-Webseite. Dort gibt es einen Produktspezialisten, der Dir diese Frage und die Vorgehensweise mit Sicherheit beantworten kann.

    Aber sag mal…..
    Hast Du denn keine Bedienungsanleitung?
    Da wird das doch alles gut erklärt. Wenn nicht, auch diese kann man sich auf der Casio-Webseite herunterladen.

    Musikalische Grüße

    von

    „Onkel Sigi“

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