Test: Doepfer A-157, Trigger Sequencer

2. April 2017

Die Rückkehr des Schaltwerks

Der Monster-Sequencer Schaltwerk von Doepfer genießt inzwischen Kultstatus. Aber da es schon lange nicht mehr erhältlich ist und auf dem Gebrauchtmarkt fast nie auftaucht, suchen interessierte Beatfreaks nach Alternativen. Der Doepfer A-157 Trigger Sequencer ist zwar ein paar Nummern kleiner, kommt dem Schaltwerk funktional aber trotzdem recht nahe.

Der Doepfer A-157 ist nicht ein Modul, sondern ein Set, bestehend aus drei Modulen – und für die Zukunft ist noch mehr Erweiterung geplant. Mit der Entwicklung des A-157 hat sich Dieter Doepfer viel Zeit gelassen, immer mal wieder verschiedene Prototypen ausprobiert (es gibt auf der Doepfer Website eine kleine Chronologie), Meinungen dazu eingeholt und schließlich die nun vorliegende Form als Essenz der ganzen Forschung auserkoren.

Die Auswahl an Trigger Sequencern ist immer noch recht überschaubar. Trigger Sequencer unterscheiden sich von „normalen“ Analog- bzw. Modularsequencern dadurch, dass sie nur ein Trigger-Signal und keinen CV-Wert pro Step erzeugen (wobei es das inzwischen auch gibt) und das sie mehrere parallele Reihen besitzen, womit sich ein kompletter Rhythmus erzeugen lässt. Eigentlich handelt es sich um ausgegliederte Programmiereinheiten von Drummaschinen. Dementsprechend arbeiten die meisten Trigger Sequencer auch nach dem Lauflichtprinzip der TR-808. MFB, Tiptop Audio und ein paar Kleinanbieter taten sich bislang in diesem Sektor hervor. Nun also auch Doepfer.

Das Doepfer A-157 System besteht aus der 8×16 Triggermatrix, die mit 44 TE schon allein mehr als die Hälfte einer Einbauzeile in Beschlag nimmt sowie die jeweils 4 TE breiten Erweiterungen Control Input und Trigger Out. Letztere sind mit separaten Flachbandkabeln direkt mit der Platine der Triggermatrix verbunden. Eigentlich könnten diese beiden Module somit links oder rechts oder in einer anderen Zeile des Modularsystems platziert werden. Doch leider gestattet die Länge der mitgelieferten Kabel nur den Einbau rechts neben der Triggermatrix. Wer sich längere Flachbandkabel besorgt, kann es flexibler handhaben. Außerdem hat sich beim Einbau gezeigt, dass beim Control Input-Modul A-157-3 die Bauteile auf der Platine etwas breiter als die 4 TE-Front sind. Will man also dieses Modul ganz am Rand einsetzen oder neben einem Modul, dessen Platine und Bauteile plan abschließen, stößt das Control Input-Modul dort an und es gibt unter Umständen Probleme beim Einbau.

Forum
  1. Profilbild
    iggy_pop  AHU

    Nicht nur Drum-Module kann man antriggern, sondern auch analoge Sequencer — da geht der Spaß erst richtig los.
    Chris Franke für Zuspätgekommene.

  2. Profilbild
    Florian Anwander  RED

    Als A-157 Nutzer der ersten Stunde: ja, das ist ein großartiges Modul. Es hat in kürzester Zeit die Funktion als Steuerungs-Zentrale in meinem Live-Setup eingenommen.
    .
    Was Jim irgendwie nicht erwähnt hat (oder hab ich es überlesen?): jede der acht Spuren einen anderen Start- und Endpunkt haben und somit eine andere Länge. Es leben die Polyrythmen!
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    Ach ja, und dann noch. Der Mensch schreibt sich „Döpfer“, nur die Firma heißt „Doepfer“. Und vielleicht sollte man erwähnen, dass das A-157 vor allem ein Baby von Christian Assall ist, dem „Software-Menschen“ bei Doepfer.

    • Profilbild
      der jim  RED

      Seite 3: „Ferner ist durch die beliebige Definition von „First“- und „Last“-Step jede beliebige Schrittanzahl pro Spur einstellbar, so dass sich polyrhythmische Muster kinderleicht erzielen lassen.“
      ;-)

  3. Profilbild
    tomk  AHU

    Verfolge das Modul seit dem ersten Prototypen (Hieber-Lindberg-Workshop). Fiel für mich aus dem Raster da keine individuellen Clock/teiler/trigger pro Reihe! Ein global Reset/Start/Stop über Midi(clock) wäre auf meiner Liste auch ganz oben. Herr Döpfer meinte einst dass vielleicht das Gerät im „Dark“ Design erscheint (Dark Energy-DarkStep). Gefühlt ist das Teil schon ewig in Entwicklung.

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