Test: DSI Prophet 12 Module, Hybrid-Synthesizer

4. Juni 2014

Prophet 12 eingedampft - das Modul.

Prophet 12 Module

Dieser Test nimmt das seit Anfang dieses Jahres erhältliche Modul des Prophet 12 unter die Lupe. Der Hauptaugenmerk wird dabei auf die Umsetzung des Bedienkonzepts gelegt, hat das Prophet 12 Module doch im Gegensatz zum P8 Module keine komplette

 

Steuerungsoberfläche. Wer sich einen detaillierten Überblick über die Synthesestruktur des Gerätes machen möchte, sei auf den AMZONA.de Test von Michael Heublein verwiesen, inklusive spannender Diskussion. Natürlich werde ich es mir auch nicht nehmen lassen, meine Meinung zum Klang des Gerätes kundzutun.

Das Modul

Grundsätzlich ist die Synthesestruktur des Prophet 12 Modules mit der Keyboard-Version Prophet 12 identisch. Auch alle Anschlüsse der Keyboardversion sind am Modul vorhanden. Einen Unterschied macht allerdings das nicht vorhandene interne Netzteil – für den Betrieb benötigt man eine Wandwarze mit der etwas obskuren Spannung von 13,5 V.

USB-, Pedal- und MIDI-Anschlüsse

USB-, Pedal- und MIDI-Anschlüsse

zwei Stereo-Ausgänge, jedoch nicht frei routbar

Zwei Stereoausgänge, jedoch nicht frei zuweisbar

Wo sind all die Blumen hin?

Was als allererstes ins Auge fällt ist, dass das Prophet 12 Module sehr aufgeräumt ist. Es gibt nur 12 Drehregler und 37 Drucktaster, von denen 7 nicht beleuchtet sind. Das farbliche Grundthema des Prophet 12 Keyboards findet man hier wieder, inklusive der leuchtenden 12 hinter dem P (na ja, wem’s gefällt). Eingerahmt wird das Pult von Seitenteilen aus dunklem Echtholz.

lecker Optik - Seitenteile aus dunklem Holz

Lecker Optik – Seitenteile aus dunklem Holz

Klangbeispiele
Forum
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    gaffer  AHU

    „Man hört eine Kakophonie der Oszillatoren, obwohl die Hüllkurve vollständig zu ist.“

    Das heisst dann wohl DC Offset.

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    ukm  

    Gibt es außer den „bösen“ Sounds auch etwas Gutes?
    Sonst wäre es ja wohl mehr etwas für die „böse männliche Verwandtschaft elterlicherseits“.

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    mdesign  

    frequenz-schaubilder, wie schön! da freut sich der ingenieur in mir. und auch sonst gut geschrieben.

    leider funktionieren einige beispiel-sounds nicht.

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    bugler  

    Ein sehr aufschlussreicher Bericht. Allerdings würde ich, hätte ich einen Wunsch frei, mir wünschen, dass ein zweites Exemplar durchgetestet wird. Das Filterverhalten wirkt doch ein wenig seltsam – klar klingen die Curtis-Filter immer (in meinen Ohren) relativ steril aber das beschriebene Verhalten sowohl in der Resonanz als auch in der Cutoff-Varianz kenne ich so noch von keinem DSI-Produkt (besitze einen Tetra, habe P8 und P12 angestestet).

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      AMAZONA Archiv

      Tatsächlich mussten bei den Kollegen von bonedo öffemsichtlich auch mehrere Geräte an den Start.
      Da wurden die Test-Exemplare (und hoffentlich nur die) nicht sonderlich sorgfältig qualitätsgesichert.

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    drbach  

    lush = üppig, abgefahren, grossartig
    (gem. leo.org)
    fluffig würde ich dann eher mit fluffy ins englische übersetzten, fluffig ist ja wahrscheinlich schon ein eingedeutschtes englisches Wort
    fluffy = flaumig, flauschig (gem. leo.org)
    Fremdwörter sind Glücksache, das wissen selbst grosse Koniferen auf dem Gebiet ;-)
    Kann mir jemand mal erklären, warum „böse“ Sounds ein Qualitätsmerkmal sein sollen? Zum einen sollte mal „böse“ spezifiziert werden, was soll das eigentlich genau, zum anderen ist es meistens kein grosses Problem mittels nachgelagerter Peripherie aus jedem Sound einen „bösen“ Sound (was ich mir darunter vorstellen kann) zu machen. Vielmehr scheint mir die Schwierigkeit beim Instrumentenbau zu sein, einen Klang zu definieren, der sowohl angenehm, wie auch gleichzeitig reichhaltig ist.

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      t.goldschmitz  RED

      Hallo,

      Koniferen – der ist gut! Danke für die Berichtigung.

      Zu den ‚bösen‘ Sounds.
      Ich habe nicht stark genug herausgearbeitet, dass diese für mich jetzt kein ‚Qualitätsmerkmal‘ an sich sind. Ausserhalb eines Bandkontextes beschäftige ich mich jedoch mehr mit solchen Sounds (böse ist dabei nicht nur einfach einen Verzerrer hinter den Synth schnallen, z.B.). Da ich also einige Synths (Soft/Hard) öfter so quäle, habe ich hier eine gewisse Referenz. Gerade an diesen ‚bösen‘ Sounds (sprich: Sync, FM, RingMod, Waveshaper für Sounds im Bassbreich) kann ich persönlich gut hören, wie der Synth ‚tickt‘.
      Auf keinen Fall sollte die Lesart die sein, ‚Böse-ist-gut-und-wenn-der-das-nicht-dann-auch-nicht-gut‘.

      Viele Grüße,
      T

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    drbach  

    „Auf keinen Fall sollte die Lesart die sein, ‘Böse-ist-gut-und-wenn-der-das-nicht-dann-auch-nicht-gut’.“
    Kommt tatsächlich oftmals so rüber, nicht nur bei diesem Bericht, aber es beruhigt mich, dass das nicht so gemeint ist.

    Ich denke hier in den Testberichten könnten wir auch etwas differenzierter über die Werkzeuge für ‚böse‘ Sounds (FM/sync/RingMod etc.) diskutieren, es würde dann klarer herauskommen, wie es zu verstehen ist.
    es grüsst
    drbach

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    Klaus Joter  

    Fazit u.a.: „Bitcrusher nicht mehr zeitgemäß!“
    Mich erschreckt diese Denkweise, zumal sie auch noch durch das Erwähnen im Fazit eine übergeordnete Dimension wiederspiegelt.
    Die gesamte Musikgeschichte zeigt, dass „zeitgemäß“ eher ein Hindernis war, aufregende Musik zu machen. Gegen den Zeitgeist, Geschmack und Trend ist meistens das Element, das außergewöhnliche Musiker und Komponisten miteinander verbindet.
    In diesem Fall kommt noch das bei vielen Anwendern wohl omnipotente Manipulationsdiktat der Industrie hinzu, die nach außen hin meint, erkennen zu können, was zeitgemäß ist. Wer sich dem in seiner Denkweise anschließt, ist für ambitionierte Musik sowieso schon verloren.
    Falls also ein Bitcrusher angeboten wird, ist das per se zu begrüßen, denn es ist eine unter vielen Möglichkeiten, die man nutzen oder ignorieren kann. Wieso wird das unter Minus verbucht?
    Aber – wie gesagt – ich sehe das als ein Beleg für die generelle Denkweise des Autors an, der damit seine Sicht auf Musik und Klänge vom Zeitgemäßen abhängig macht. – Sehr traurig.

  8. Profilbild
    Isaac Asmotiv  

    Ich lese eigentlich immer gern auf Amazona.
    Was mich stört, ist dass die Soundbeispiele, besonders bei den analogen Teilen immer verzerrt und mit FM gequält sein müssen oder aber die Ringmodulation dem ganzen einen Strich durch die Rechnung machen muss. Aber dieses ist nicht unbedingt nötig, um über die „Güte“ des Sounds eine Aussage zu machen. Last doch mal die Geräte schön klingen. Ansonsten finde ich Eure Seite toll.

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