Polyphone Analog-Synthesizer im Vergleich

12. Januar 2018

Vintage Poly vs New Poly

4-stimmiger Elektron Analog Keys

Im April 2007 baten wir unseren Autor Mic Irmer, einen Vergleich zwischen polyphonen Vintage-Klassikern und damalig aktuellen polyphonen Analog-Synthesizern zu ziehen. Tatsächlich waren die Vintage-Klassiker zu jenem Zeitpunkt für den ein oder anderen auch aus finanzieller Sicht noch eine sinnvolle Variante. Das Vintage-Angebot am Markt war deutlich höher und teilweise konnte man mit Geduld und Glück durchaus noch ein Schnäppchen ergattern. Auf der anderen Seite war das Angebot an analogen polyphonen Neugeräten zum einen sehr überschaubar, zum anderen auch nicht besonders günstig.

Preisbrecher Behringer DeepMind 12

In den 11 Jahren seit dieser Betrachtung ist viel passiert. Bereits wenige Monate danach veröffentlichte Dave Smith erstmals seinen DSI Prophet ’08 als erstes einer ganzen Serie von polyphonen Synthesizern, die schließlich im Sequential Prophet-6 und im DSI OB-6 mündeten. Behringer stellte 2016 den Preisbrecher DeepMind 12 vor und auch ein kleiner Hersteller wie Elektron bewies 2014 eindrucksvoll mit dem Analog Keys, dass selbst vierstimmig polyphone Analoge plötzlich wieder hip und auch bezahlbar waren. Korg konterte 2016 erfolgreich mit dem vierstimmigen Minilogue, während Roland mit dem JD-XA auf einen hybriden Digital-Analogen setzte, der bei der Kundschaft nicht besonders gut ankam.

Und auch im obersten Preissegment wurde 2016 mit dem Modal Electronics 008 der Versuch unternommen, für über 5.000,- Euro ein analoges Flaggschiff zu etablieren.

Gleichzeitig zeigte uns aber ROLAND mit seiner AIRA-Serie und später den Boutique Synthesizern JU-06, JP-08 und JX-03, dass „virtuell analog“ auch nicht stehengeblieben und der hörbare Unterschied zwischen Original und Kopie nur noch marginal war.

Auf der anderen Seite erwarten wir für die anstehende NAMM SHOW Ende Januar 2018 eine ganze Parade echter polyphone Analogsynthesizer. Neben den üblichen Verdächtigen haben wir vor allem Yamaha ganz groß auf unserer Liste, da der japanische Riese sich in Sachen „Analog“ bislang gar nicht zu Wort gemeldet hat.

Der Bann scheint ungebrochen und misst man die rasant steigenden Gebrauchtmarktpreise, scheinen auch die Vintage-Klassiker immer noch beliebter zu werden. Manche alte Hasen munkeln schon, dass der Höhepunkt des Hypes bereits hinter uns liegt und die Musikerwelt in den nächsten zwei Jahren wieder zur Besinnung kommt. Warten wir es ab.

Zurück zu unserer 11 Jahre alten Betrachtung dieser Thematik. Was damals als „neu“ galt, gehört heute schon fast wieder zu den Vintage-Analogen. Ein Alesis Andromeda oder ein Jomox Sunsyn werden zu Höchstpreisen gehandelt – und es sieht wahrlich nicht so aus, als würde sich daran in den nächsten Jahren etwas ändern. Daraus ließe sich aber auch schlussfolgern, dass selbst ein DeepMind 12 in weiteren 11 Jahren mehr wert wäre als heute … oder doch nicht?

Nun aber viel Spaß bei der Zeitreise ins Jahr 2007. Ich übergebe an Ihren Piloten Mic Irmer, der übrigens in seiner Statusaufnahme fast schon seherische Qualitäten entwickelt hatte und vor allem viele auch heute noch preiswerte Vintage Legenden aufführt, die ein wenig aus dem Fokus der Sammler geraten sind, aber lest selbst.

Euer
Peter Grandl

Modal 008, Luxus Analoger aus dem Jahr 2016

Der Alesis Andromeda MOD

Elegant Machinery

Angesichts der bereits 30-jährigen Geschichte der neueren elektronischen Musik haben auch die Instrumente bereits einige Jahre auf dem Buckel. Der gute alte Roland Jupiter-8 erzielt Höchstpreise beim gern ungenannt bleibenden Online-Auktionator. Darum wird man sicher lieber auf neuere Instrumente zurückgreifen wollen. Dieser Artikel will zumindest versuchen, diese Alternativen zu zeigen. Dabei gibt es diverse Kriterien, die man beim Ersatz abchecken muss.

Die Kriterien

Zunächst sollte man sich selbst fragen, ob es rein strukturell ähnlich wie ein Original des Herstellers XY sein soll oder ob man wirklich genau DEN Klang erreichen will, mit dem das Original aufwarten kann (Originaltreue/Authentizität). Die dritte Variante betrifft die Haptik und die Authentizität zugleich. Man bekommt in Software oftmals eine visuell hochwertige Kopie, wird sie jedoch stets nur in Form von Plastik an seinem Bildschirm berühren können und (solange Multipunkt-Touchscreens noch nicht allgemein üblich sind) nur per Mauszeiger oder Controllerbox steuern können.

Auch hier gibt es oftmals (insbesondere bei diversen Freeware-Versuchen mit oder ohne Synthedit) eher strukturelle Kopien als echte Alternativen. Die Qualitäten der Klänge sind demnach also ebenfalls sehr stark gestreut und sollten direkt abgetestet werden, insbesondere wenn man den Klang des Originals wünscht. Die hier behandelten Synthesizer suchen zunächst nach Hardwareersatz, wodurch der Bereich Software vorerst rausfällt. Auch konzentriert sich die Wahl hier auf analoge oder hybride Synthesizer. Selbstverständlich gibt es auch offensichtliche Ersatzsynthesizer, wie etwa die Creamware ASB-Reihe, die dem ARP Odyssey (Prodyssey), SCI Prophet-5 (Pro 12) und dem Moog Minimoog (Minimax) ein entsprechendes Modell zur Seite stellt und damit für jeden einfach ersichtlich sind. Sie sind natürlich digital. Aber zurück zu den Analogen..

Creamware Prodyssey

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Recht oft kommt die Frage zu diversen Klassikern: Wieso legt denn beispielsweise Roland das System 100m nicht wieder auf? Würde es sich nicht lohnen, wenn die Roland TR-909 wieder produziert würde? Die Antwort ist leider nein! Analoge Technik ist teurer. Alle großen Hersteller setzen heute auf DSP-Boards, da sich diese in Massen einfacher billiger produzieren lassen und „von der Industrie“ übernommen werden können.

Mehrere Modelle können das exakt gleiche Board nutzen und sind damit universeller nutzbar. Somit wäre ein Korg-Legacy-MS20 Controller mit interner DSP-Klangerzeugung wesentlich wahrscheinlicher als die Wiederaufnahme der alten Korg MS20-Baureihe (analog). Es gibt auch in den Klassikern diverse Bauteile, die heute nicht mehr hergestellt werden – im Falle des MS20 wäre dies ein Doppeltransistor, der jedoch durch eine Ersatzschaltung ersetzt werden könnte. Dennoch ist der Zusammenbau der analogen Schaltungen, Bauteile und Bauteilschwankungen relativ groß und stets unterschiedlich im Vergleich zu dem digitalen Board. Ein System 100m, wie es damals war, würde heute für den entsprechenden Preis wohl auch nicht gekauft werden, ebenso der Jupiter-8. Heute bezahlt kaum jemand mehr als 2500 bis 3000 Euro. Ein Oberheim Xpander kostete seinerzeit knapp unter 5000 Euro! Dazu käme noch die Inflation. Die damals üblichen Curtis Chips werden nicht mehr hergestellt, somit müsste es auch hier neue und hochwertige Chips geben und sich mehrere Hersteller zusammentun, um diese anzufordern. Eine Ausnahme bildet hier die DSI (zuvor SCI = Sequential Circuits) Evolver-Reihe von Dave Smith.

Analog made in Germany – der Jomox Sunsyn

Die Auflagen sind für Synthesizer jedoch so niedrig, dass andere Hersteller eher nicht davon profitieren würden, denn die Stückzahlen würden heute kleiner sein. Abschließend sei nur daran erinnert, wie viele Leute heute ein System 100m für den damaligen Preis kaufen würden, obwohl es Reaktor, Doepfer oder Synthesizers.com gibt? Noch extremer wäre es bei einigen Poly-Analog-Schiffen von „damals“, denn die damalige Käuferschicht war vielfältiger als heute, denn zu jener Zeit war das Instrument NEU und innovativ und die Synthesizerwelle rollte durch das Land. Viele damalige Jupiter-Käufer haben heute Software oder virtuell Analoge im Einsatz. Jüngere kennen die klanglichen Vorteile oft einfach nicht oder glauben den Emulations-Synthesizer-Offerten der meisten Anbieter. Sie werden mit steigender Rechenleistung auch stetig besser, jedoch gibt es oft immer noch klangliche Einbußen, da man meist zugunsten des kleineren Geldbeutels entscheidet und schwächere DSP-Boards in die Serie verbaut.

Altes vergeht?

Ein kurzes Wort zur Anfälligkeit sei genannt: Es mag einige anfällige Modelle geben, jedoch gibt es heute fähige Spezialisten, die die alten Klangmonster aufnorden können. Der Memorymoog kann bei Rudi Linhard ebenso restauriert werden, wie ein Jupiter-6 mit der „Europa“-Erweiterung auf aktuellen Stand der MIDI-Controller-Technik gebracht werden. Es bleiben jedoch Restrisiken und unersetzbare Teile in einigen Geräten, wie z.B. das Display des Oberheim Xpanders oder Roland Custom Chips. Dennoch ist die kürzlich ausgebrochene Torschlusspanik sicher etwas verfrüht. Wer jedoch sicher gehen will, greift zu einem neuen Analogen, sie sind mit aktuellster Technik ausgestattet, oftmals in hoher Auflösung MIDI-steuerbar und es gibt Ersatzteile, während heute alte Pitchbender oft nicht mehr zu haben sind und eventuell alte Synthesizer ausgeschlachtet werden.

Neues entsteht – die Probanden

Wer sich trotz der reichhaltigen aktuellen Software für Hardware entscheidet, will sicherlich den vollen Zugrif sowie den vollen Klang (oder beides).

Eindeutig als Emulation älterer Synthesizer gebaute Geräte gibt es heute eher wenige. Selbst analoge Nachbauten sind zudem nicht immer 100% „identisch“ im Klang – dennoch wagen wir den Blick in die Welt. Zunächst zu den polyphonen Analogen und Hybriden: Hybride sind übrigens Mischformen und bestehen teilweise aus digitalen Elementen, was keineswegs ein Nachteil sein muss. Es gibt aber auch VAs, die ein analoges Filter hinzu bekamen.

Nebenbemerkung Analog und der Drang nach identischem Klang. Die Wahl fällt genau deshalb oft schwer, weil es in der Natur der analogen Technik steckt, dass es durch Bauteiltoleranzen und anderen Effekten nie exakt gleich klingende Instrumente gibt. Eine Roland TR-808 kann anders als eine TR-808 des Nachbarn klingen, auch wenn man durch Kalibrierung dies etwas anpassen kann. In diesem Vergleich geht es sicher nicht um Nuancen, denn wer darauf sehr viel Wert legt, sollte sich das entsprechende Original kaufen. Alle anderen könnten sich über ein neueres Modell Gedanken machen, was oftmals weitere 30 Jahre Arbeitspferd werden soll.

Forum
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    AMAZONA Archiv

    Diese viel beschriebene Moogkaskade scheint doch geheimnissvoller zu sein als der Heilige Gral. Es ist nun mal unmöglich dieses Filter(24dB/Okt.) zu emulieren bzw. in digitaler Form nach zu bauen. Wir haben vor langer Zeit mal dies Filter in Eigenarbeit selbst gebaut, also das Layout erstellt, auf eine Platine übertragen und dann in mühevoller Kleinarbeit gebohrt und gelötet. Das Teil trug damals den Namen W&W Filterbox. Der besondere Klang eines Moog-Filters setzt sich aus den selektierten Transistoren zusammen. Bevor die Kaskade verlötet wurde sind alle verwendeten Transistoren auf Tolleranz geprüft worden und die, die am nächsten zusammen liegen wurden benutzt.Es wurden sogar Transistoren einer ganz bestimmten Baureihe verwendet. So einen Aufwand betreibt heute niemand mehr.

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    AMAZONA Archiv

    @Moogulator.
    Wenn Du Thomas von Anyware wieder triffst sag ihm mal nen schönen Gruß von Piet aus I-O.

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    AMAZONA Archiv

    @Moogulator: Der Andromeda kann niemals einen Oberheim (OB, Matrix, Marion) ersetzen. Dazu klingen sowohl VCO's als auch Filter massiv anders und objektiv schlechter. Die VCO's des Andromedas schweben fast gar nicht, selbst mit allen Tricks hat man sofort nervendes Beating.

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    AMAZONA Archiv

    @smoo:
    Das mit dem "Beating" ist bei meinem auch so. Was mich aber nicht daran hindert, den Andromeda als großartigen Polysynth zu sehen.
    Ich habe allerdings eben einen A6 gehört, bei dem das überhaupt nicht zutrifft. Übrigens ein deutlich älteres Exemplar.

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    Goofy

    Neu gegen Alt – ja dann aber wirklich! Und nicht alt Analog gegen neu Virtuell. Wenn ich meine Yamaha CS-10 und CS-15 mit meinem Moog Voyager OS vergleiche (OK, das ist schwer -grins) stelle ich fest, daß auch die CS-Synthesizer mit ’nur‘ 12dB-Filter extrem cremige Sounds ‚können‘, die man fast dem Moog zuschreiben möchte. Im Vergleich dazu klingt meine A-Station viel zu ‚digital‘. Außerdem finde ich es krank mit DSP’s analoge Kisten nachbauen zu wollen.
    Wenn die Hersteller wieder richtige Analogsynthesizer bauen würden, würden auch die Preise für die Bauteile wieder sinken. Das so etwas geht zeigen schon (oder noch) einige Hersteller.
    Ich jedenfalls nutze meine ’neuen‘ Synthesizer ihren Stärken entsprechend und nicht als Ersatz für meine Alten.

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    AMAZONA Archiv

    Wo ich das gerade mit dem Oszillator-Beating beim A6 lese… das läßt sich abstellen, wenn die Regler für die Oszillatoren auf unter 30% eingestellt werden. Der Mixer geht darüber schnell in den Bereich der Sättigung. Hier läßt sich übrigends eine Menge anstellen (mit Sync, Filter Feedback und so…).
    Der Andromeda bleibt einfach mein Favorit mit all dem analogen Schmutz; das ständige Reinigen der Filter ist allerdings sehr lästig :-)

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      Maximilian Grandl

      Stimmt! Und ich bin der Meinung, dass der A6 sehr wohl so manchen Vintage ersetzen kann – auch die Boliden. Spätestens in ein paar Jahren wird der A6 genau so begehrt sein wie heute der Jupiter 8 und entsprechend hoch werden die Gebrauchtmarktpreise sein. „Da ist noch viel Luft drin!!!“, würden die Börsennachrichten vermerken.

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        knossos

        Da haben Sie leider leider sehr recht behalten. 3600,- und 3800,- sind aktuelle Verkaufsangebote aus der elektronischen Bucht. Dortige Auktionsergebnisse der letzten Monate liegen bei 2300,- bis 2700,-. Vor zwei, drei Jahren waren das noch 1600,- ….

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    changeling  AHU

    Über „Somit wäre ein Korg-Legacy-MS20 Controller mit interner DSP-Tonerzeugung wesentlich wahrscheinlicher als die Wiederaufnahme der alten MS20-Baureihe (analog).“ kann man mittlerweile wegen dem MS-20 mini wunderbar schmunzeln. *lach*

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    moogulator  AHU

    In der Tat, ich hätte bis zum Release des MS20 Mini auch nicht an eine andere als DSP Variante geglaubt, an analog sicher nicht. An ein Re-Release schon gar nicht.

    Mal sehen was noch kommt …

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      moogulator  AHU

      Angesichts des Re-postens – man kann klar sagen, dass sich alles total geändert hat. Es gibt heute nahezu eine Flut von analogen klassischen Konzepten und durch die Verfügbarkeit von CEM Chips durch Erica Synths, Cool Audio / musictribe (zu dem auch Behringer gehören) und der Initiative von Rossum und Smith sowie Dave Smiths Kauf von Curtis Chips vor dieser Aktion, wir werden also sicher einiges an klassischen Strukturen sehen und auch polyphon während die digitale Abteilung faktisch gleich gezogen hat. Was heute zu fehlen scheint, sind real digitale Synthesizer mit ganz anderen Konzepten, mutig und neuartig.

      Monophone Analoge gibt es so viele, dass man sie kaum alle nennen könnte und sogar alle aktuell kaufbar. Soviel dazu. Keine Ahnung, ob hier noch mal einer rein schaut, denn die „damals neuen“ sind heute ja alle nicht mehr erhältlich. 2000 ist heute Vintage.

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        arnimhandschlag  

        Wieso, Tasty Chips GR-1. Wer hat bisher einen Digitalen Granular Synth? Ist doch durchaus innovativ und mit anderer Klangerzeugung

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    costello  RED

    „Keine Ahnung, ob hier noch mal einer rein schaut.“ Aber sicher doch! Ich kannte den Artikel noch nicht und habe ihn gerade mal eben verschlungen. Super interessant, den Stand von vor 10 Jahren sich noch mal zu vergegenwärtigen. Superartikel und ich finde es doppelt traurig, neulich einen Post vom Moogulator dahingehend verstanden zu haben, dass er hier wohl nichts mehr veröffentlichen wird. „Never say never again!“

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    Filterpad  AHU

    Als ich den A6 anschaffen wollte gab es ihn schon nicht mehr im Handel. Ausgleich war ein VA-Synth dessen Kauf ich nie bereut habe. Dennoch wünscht man sich nach wie vor einen Poly-Analog im Studio. In dem Fall muss ein neuzeitliches Objekt daran glauben. Moogulator hört auf?

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        Jan  

        Was geht denn da ab? “Moogulator du schreibst scheiße“ wie beleidigend ist das denn? Voll daneben. Standard Reviews bekommt man überall, wird niemand gezwungen irgendwas zu lesen. Keine Moogu-Reviews = Kultur-Verlust.

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          costello  RED

          Ich finde es auch traurig. Der Moogulator hat so ein überwältigendes Fachwissen und so viel Leidenschaft – da muss man sich nicht an Stilfragen festbeißen. Zumal, wenn die Kritik selbst jeden Stil vermissen lässt.

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          Tyrell  RED 111

          Haben wir zu spät gesehen, sorry. Habs soeben um die Beleidigung gekürzt. Ja, das war definitiv unter der Gürtellinie.

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          fritz808  

          mic hat tatsächlich eine art zu schreiben, an die man sich nur schwer gewöhnen kann. oder anders gesagt, wären die texte flüssiger geschrieben, wäre er wohl der neue peter gorges unter den autoren. so hat er eine überschauhbare fangemeinde, zu der ich mich auch zähle ;-)

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    Kari  

    Ich hab mir nen jd-xi geholt und bin damit recht glücklich, auch das preis/Leistungs verhältnis ist ausgezeichnet. War eben im Proberaum eines Freundes und alle waren begeistert, was denn Sound und die Ausstattung angeht. Mein Analog Four seh ich eher als vier monosynth.

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    Mick  

    Ich frage mich allgemein und insgesamt, was soll noch kommen!?
    – Behringer wird uns überfluten mit Replikas in „bezahlbar“,…und Roland das gleiche in klein und digital!
    Die Klassiker wie Moog und DSI werden richtig Probleme bekommen, denn analog geht jetzt auch in günstig (nicht billig!). Innovation wie der Waldorf Quantum sind für die meisten von uns nicht finanzierbar. Also was soll kommen, wenn dieser Analog-Hype bald abreißt, was, außerhalb von VST, wo es noch hin und wieder Experimente gibt? Ich kann von mir sicher sagen, dieses virtuelle Gehampel mit Brille und Co. kommt mir nicht ins Haus!

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      SimonChiChi  

      schau dir die News zum neuen Synthesizer von Jörg Schaaf an (Radikal Technologies) https://goo.gl/4fcKbp.
      Also keine Bange, da kommt noch so einiges. Ich finds toll, dass die Auswahl immer größer und größer wird. Meine Angst war mehr, dass es am Ende nur noch APPs gibt und im Bereich Hardware nur noch Smart-Phones.

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    kiro7  

    Als „Realo“ Vintage Synth Fan, muss ich nur mal sagen, was nütz mir ein Vergleich mit aktuellen Analog Polys der letzten Jahre , die ich mehr oder weniger problemlos, teilweise auch noch OVP kaufen kann, mit Vintage Polys die es entweder kaum gibt, oder zu horrenden Preisen, oder ein Wartungsgrab sind. Jupiter 8 , Yamaha CS 80… wird auch hier wider ganz oben angesiedelt. Wäre doch sinnvoller dann auch problemloser erhältlich wie z.B. Juno 60 aufzuführen, wie hier jetzt schon: https://www.amazona.de/die-besten-roland-synthesizer-aller-zeiten/

    Wenn ich den Juno 60 mit dem Jupiter 8 vergleiche haut mich der Jupiter nicht vom Hocker, wenn man den exorbitant höheren Preis berücksichtigt.

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      costello  RED

      Unter 1000 Euro einen gut erhaltenen Juno 60 zu ergattern, wird auch schwierig. Wenn in Berlin einer in den Kleinanzeigen auftaucht – da kann man nicht mal zum Telefon greifen, so schnell ist der weg. Ich habe mich im vergangenen Jahr nach reiflicher Überlegung für den Oberheim OB-8 entschieden. Soundmäßig ganz großes Kino im Stil der großen polyphonen Schlachtschiffe. Aber noch bezahlbar und angeblich auch weniger reparaturanfällig als seine Vorgänger.

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        kiro7  

        Hi costello, 1000€ und dann noch gut erhalten halte ich
        für völlig aussichtslos. Ich habe für meinen, geserviced, schon an die 2000 gezahlt, xy-bay-kleinanzeigen, und musste auch noch 150 km fahren.

        Und Midi kommt dann auch noch extra..
        Juno 106 geht ja schon an / über die 1000 €…
        Wobei man auch beim Juno 60 nicht die Probleme mit den Voicechips bekopmmen kann wie beim 106.

        Also ich kaufe lieber über das Jahr weniger „Spass-Groove-Böxleins“, und sogenannte No-Brainer Synth Gadgets, sondern dann lieber mal was hochpreisiges.

        Nen Deepmind bekomme ich auch in Jahren noch, Nen Juno 60 wahrscheinlich nicht mehr, oder wieder wesentlich teurer. Den habe ich mir zugunsten des Jun 60 verkniffen. Kommt aber noch, aber wenn man kein ungezähltes Geld hat kommt es auch auf die Kaufreihenfolge an.
        Ist aber nur meine Meinung / Philosophie. Wollte jedenfalls nur ausdrücken, ein Juno 60 für 2000 oder von mir aus auch 2500 macht mehr Sinn von Preis Leistung als ein Jupiter 8 für 8000.-€ – Im Kontext zu diesem Artikel hier. Auch wieder meine Meinung aber möge sich gern jeder selber hier einlesen und schlau machen.

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          costello  RED

          8000,– Euro für einen Jupiter 8 würde ich auch nicht ausgeben wollen. Als Alternative käme noch der MKS-80 in Frage (ja, ich weiß: kein vollwertiger Jupiter 8-Ersatz, sondern klanglich zwischen dem 6er und dem 8er angesiedelt.) Den bekommt man für unter unter 2000 Euro und bald kommt der Stereoping-Programmierer auf den Markt, so dass man auch den raren und teuren Original-Programmer MPG-80 nicht benötigt – es sei denn aus Sammlergründen. Zum Stereoping M80 gibt es auch ein Video http://bit.ly/2CX9jcj

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        Tyrell  RED 111

        Wir beachten de Preise für die Junos in unserer Syntacheles-Liste (siehe Punkt oben in der Navigation) sehr genau. Wenn man Geduld hat, keinen Festpreis akzeptiert und auch nicht bei einem Vintage-Händler einkauft, sieht die Situation so aus:
        Juno 60: 1.311 bis 1.643,-€ (mit Midi) / Juno 6 880,- € / Juno 106 888,-€.
        Ich würde daher immer den Juno 6 bevorzugen. Der klingt identisch mit dem 60er und die Peicherplätze braucht bei einem Juno eigentlich kein Mensch. ;-)

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          kiro7  

          „Speicherplätze braucht bei einem Juno eigentlich kein Mensch“ – ok ist nen Statement, und entspricht wohl eher nur dem Umfeld / Arbeitsweise einiger weniger.
          Bin ich also völlig anderer Meinung. Ich würde eher sagen, wer auf Speicher verzichten kann, ist beim Juno-6 richtig.

          Die Syntacheles Liste finde ich gut, nur leider deckt sie sich eigentlich nie mit dem Markt, oder kann einen Mittelwert über einen Zeitraum X abbilden. Aber das wurde bei amazona schon zur Genüge diskutiert.
          Aber ich freue mich über eine Amazona Gebrauchtbörse mit Syntachelespreisen, dann mach ich Grosseinkauf ;-)

          Bis dahin muss ich mich mit den aufgerufenen und bezahlten, bzw. auch überbotenen Preisen bei ebay, e-kleinanzeigen, FB-Gruppen und diversen Foren begnügen… :-(

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            Son of MooG  AHU

            Ich habe nie den Kauf meines Juno-6 und somit den Verzicht auf Speicher bereut, denn bei den paar Parametern ist der wirklich nicht nötig. Auch auf der Bühne waren Sounds schnell genug gewechselt. Zudem hat der 6er auch als Einziger der Familie ein stufenloses HPF…

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      TobyB  RED

      HejHej SoM,

      bisher gibts nur die Anmeldung der Marke Moog One. Alles andere ist Hörensagen. Das muss man immer im Kopf haben, was wenns nur One Voice wird? ;)

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