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Test: Mackie Onyx 8 Analogmixer mit USB

9. Dezember 2021

Analogmixer mit digitalem Pulsschlag

Test: Mackie Onyx 8 Analogmixer mit USB

Mackie Onyx 8 Analogmixer mit USB

„Ein Analogmixer für das moderne Zeitalter“ steht in englischer Sprache auf dem Produktkarton des Testgeräts. Analog? Ist das nicht längst „out“? Beim näheren Betrachten jedoch fällt auf, dass sich Mackie so einiges haben einfallen lassen, um im Jahr 2021 auch ein analoges Mischpult noch attraktiv erscheinen zu lassen. Wir haben uns das selbstverständlich genauer angeschaut. Also: Bühne frei für den Mackie Onyx 8 Analogmixer.

Mackie

Über den US-Hersteller noch viele Worte zu verlieren wäre wie Eulen nach Athen zu tragen. Deshalb hier nur die wichtigsten Fakten in aller Kürze: Greg Mackie hat das Unternehmen in seiner Garage gegründet.  Greg Mackie wollte Produkte zu einem erschwinglichen Preis anbieten, die es jedem ermöglichen, hochwertige Tools für das Musizieren zu besitzen, die er zugleich auch selbst einsetzen würde. Im Jahr 1989 war es schließlich so weit und nicht wenige Leser werden den Mackie LM-1602 Mischer besessen haben (oder sogar noch besitzen). Bis heute besitzt Mackie, was als Marke der Loud Audio LLC ein breites Portfolio von Mischpulten, Lautsprechern, Studiomonitoren, Mikrofonen und vielem mehr anbietet, einen sehr guten Ruf bei Musikern.

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Die Onyx Serie

Schon länger hat Mackie eine Mischpultserie mit dem Namen Onyx im Programm. Die aktualisierte Riege aus analogen Mischpulten besteht aus vier Modellen: Onyx 8, Onyx 12, Onyx 16 und Onyx 24. Die Modelle unterscheiden sich im Wesentlichen hinsichtlich der Kanalzahl. Unser Testgerät ist der kleinste Kandidat, das Onyx 8.

Verarbeitung

Der Mix macht’s: stabiles Stahlblechgehäuse, Plastikseitenteile, hochwertige Schalter und Regler, Farbdisplay. Hier gibt es nichts auszusetzen, also geht es direkt weiter.

Mackie Onyx 8Test: Mackie Onyx 8 Analogmixer mit USB

Alles analog wie immer

Der Analogteil des Mackie Onyx 8 Mischpults bietet keine großen Überraschungen. Wer schon einmal ein Mackie Mischpult unter den Fingern hat, wird sich sofort zurechtfinden. Auch Musiker, die zuvor mit anderen Analogpulten gearbeitet haben, werden nicht auf Probleme stoßen. Die acht Eingangskanäle werden von vier Mikrofonanschlüssen und acht Line-Anschlüssen gespeist. Außerdem können sie verschiedene Digitalsignale aufnehmen, doch dazu komme ich später noch. Das Kanal-Layout entspricht dem eines typischen Kleinmischpults: die Kanäle 1 und 2 sind reine Mono-Inputs. Hier liegen Mikrofon- oder Instrumentensignale an. Die Kanäle 3/4 und 5/6 sind wahlweise als Mono- oder Stereo-Inputs ausgelegt. Sie greifen entweder zwei weitere Mikrofonsignale ab oder Line-Signale der Klinkeneingänge 3/4 und 5/6. Der Kanalzug 7/8 nimmt Stereo (Mono)-Signale von den Line-Eingängen 7/8, dem Bluetooth-Empfänger oder dem SD-Card Recorder auf.

Es gibt also eine ganze Menge verschiedener Möglichkeiten, das Mackie Onyx 8 Mischpult in ein Setup einzubinden: Fünf Monokanäle mit vier Mikrofonen und einem Instrument, zwei Monokanäle mit Mikrofonsignalen plus vier Stereokanäle mit Signalen von Instrumenten oder Zuspielern, vier Monokanäle mit Mikrofonsignalen plus einem Stereozuspieler wären nur einige Beispiele. Das Mackie Onyx 8 gibt sich diesbezüglich sehr flexibel.

Test: Mackie Onyx 8 Analogmixer mit USB

Die meisten Anschlüsse sind auf der Rückseite untergebracht

Anschlussseitig ist das aber noch längst nicht alles. Zwei Insert-Buchsen ermöglichen das Einschleifen von Kompressoren oder EQs in den Signalweg von Kanal 1 und 2. Beide Inserts lassen sich auch als Direct Outs nutzen, steckt man einen TS-Klinkenstecker  nur halb ein. Außerdem entdecke ich noch eine Miniklinkenbuchse im Kanal 7/8. Schade, dass man diese nicht auf der Rückseite untergebracht hat. Ein hier eingestecktes Kabel ist eventuell störend.

Ausgangsseitig notiere ich zwei XLR-Ausgänge für die Main Outs sowie zwei parallel verschaltete symmetrische TRS-Klinkenbuchsen. Ein weiteres Ausgangspaar mit TRS-Klinkenbuchsen ist mit Control Room beschriftet und dient dem Anschluss von Studiomonitoren. Ein Pre-Fader Aux-Send für den Anschluss von Monitoren sowie ein Post-Fader Send für ein externes Effektgerät sind ebenfalls vorhanden. Auf der Oberseite erblicke ich einen Kopfhörerausgang sowie einen Klinkenanschluss für einen Fußschalter.

Signalfluss

Die Kanäle 1 und 2 haben identisches Layout: Gain mit bis zu 60 dB Verstärkung, 100 Hz Low Cut, Hi-Z Schalter, dreibandiger EQ (80 Hz, 100-8 kHz, 12 kHz, ±15 dB), Aux Send, FX Send, Pan, Mute, Solo, Level. Die Kanäle 3/4 und 5/6 müssen sich mit einer festen Mittenfrequenz von 2,5 kHz begnügen, außerdem fehlt die Hi-Z Impedanzanpassung. Bis auf den Aux-Send und Pan-Regler muss der Kanalzug 7/8 leider auf alle anderen Features verzichten. Immerhin lassen sich die Signale auf den Monitorweg routen, sodass eventuell genutzte Playbacks auch für den Musiker auf seinem Monitor hörbar sind.

Sehr gut gefallen mir die schön großen Mute- und Solo-Schalter und auch die Level-Drehregler laufen gleichmäßig. Wer lieber Fader möchte, muss auf die größeren Onyx-Modelle zurückgreifen.

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Im Masterzweig des Mackie Onyx 8 Mischpults regeln wir Send-Pegel von FX- und Monitor-Send. Außerdem lässt sich das Ausgangssignal des internen Effektgerätes auch auf die Monitore legen. Sehr praktisch ist ein Regler für den Solo Bus-Pegel (Solo Master). Wie oft habe ich mir bei aufgesetztem Kopfhörer schon die Ohren freigeblasen, wenn ich in einem Kanalzug die Solo-Taste gedrückt habe. Mit dem Solo Master-Regler lässt sich der Pegel des Solo Bus unabhängig einstellen und somit ein möglicher Gehörschaden verhindern.

Test: Mackie Onyx 8 Analogmixer mit USB

Typisch analog: Die Oberfläche des Mischpults spiegelt den Signalfluss wider. Man findet sich sofort zurecht

Im Master zu finden sind außerdem die Volume-Regler für den Control Room-Ausgang, für den Kopfhörer und den Main Out. Natürlich besitzt das Mackie Onyx 8 Mischpult Phantomspeisung für die vier Mikrofonkanäle. Zwei LED-Ketten mit je zwölf Segmenten dienen der optischen Kontrolle des Pegels, während eine weitere LED, die mit „Rude Solo“ beschriftet ist, anzeigt, ob in einem Kanalzug die Solo-Taste gedrückt ist. Anmerkung am Rande: Im Manual ist die Rude Solo LED als Nase von Rudolf dem Rentier dargestellt. Als Solo-Modus stehen AFL und PFL Solo zur Auswahl. Auch die Mastersektion verfügt über eine große Mute-Taste, was praktisch ist, um mal schnell alle Signale von der PA zu nehmen. Kommen wir nun zur digitalen Seite des Mackie Onyx 8.

Digital

Das Mackie Onyx 8 ist analog ausgeführt. Die analogen Signale werden allerdings über einen Wandler in die digitale Domäne transformiert, um sie per USB an einen Computer schicken oder sie per SD-Card aufzeichnen zu können. Der integrierte SD-Card Recorder schreibt und spielt Signale im WAV-Format. MP3 ist auch möglich, allerdings nur für das Abspielen, nicht für die Aufnahme. Gewandelt wird mit 24 Bit und 96 kHz. Der SD-Card Recorder wird über vier beleuchtete Laufwerkstasten bedient. SD-Karten sollten direkt mit dem Mackie Onyx 8 Mischpult formatiert werden.

Interessant ist auch die Möglichkeit, ein Bluetooth-Signal zuzuspielen. Dies geschieht auf den Kanälen 7/8, auf dem auch auf Wunsch das SD-Signal des integrierten SD-Card Recorders anliegt – und zwar parallel zum Bluetooth-Signal, sodass beide gleichzeitig genutzt werden können. Leider gilt das nicht für analoge Signale an den rückseitigen Line-Inputs für Kanal 7/8. Über die Spezifikation der Bluetooth-Schnittstelle schweigt sich Mackie leider aus. Laut der Systeminfo an meinem Mac nutzt das Onyx das A2DP Protokoll (Advanced Audio Distribution Profile). Mehr ist leider nicht herauszufinden.

Das integrierte digitale Effektgerät verbirgt sich in einer mit Studio Command überschriebenen Sektion. In dieser Sektion fällt sofort das Farbdisplay auf sowie ein Push Encoder direkt daneben. Mit diesem wird in den Menüs navigiert sowie Parameteränderungen vorgenommen. Zwei weitere Buttons dienen der Auswahl der spezifischen Seiten für die FX-Sektion, des SD-Card Recorders sowie der System Settings. Ein letzter Button führt von einer Menü-Ebene zur nächsthöheren zurück. Die Navigation innerhalb der Menüs geht leicht und zügig vonstatten.

An der rückseitigen USB-Buchse stehen die gewandelten Signale mit 24 Bit und 44,1, 48 oder 96 kHz zur Verfügung. Wer oldschool unterwegs ist, kann natürlich auch mit 16 Bit aufnehmen.Test: Mackie Onyx 8 Analogmixer mit USB

FX-Sektion

Zwölf Algorithmen stehen zur Auswahl: Delay, Echo, Slapback, Chorus, Flanger, Hall sowie diverse Kombinationen aus alldem. Der Clou ist jedoch, dass sich anders als bei manchem Mitbewerber die Effekte in vielen Parametern editieren und die eigenen Einstellungen auf sechs Preset Slots speichern lassen. Besonders gut gefällt mir, dass alle Effektprogramme über einen EQ verfügen. Gerade bei den Hallprogrammen lässt sich der Hall so sehr gut an das Arrangement anpassen. Ansonsten stehen die üblichen und bekannten Parameter wie zum Beispiel Decay, Size und HiCut beim Hall oder Time und Feedback beim Delay zur Auswahl. Die Effekte klingen Mackie gemäß gut und sind praxistauglich.

Das Mackie Onyx 8 als USB-Interface

Die integrierte USB-Schnittstelle macht das Mackie Onyx 8 zum idealen Partner für die nächste Recording Session. Damit es auch sofort losgehen kann, liegen mit ProTools First und Waveform gleich zwei DAWs bei. Apple Mac User müssen nichts weiter unternehmen, als das (nicht zum Lieferumfang gehörige) USB-Kabel einzustecken. Wer mit Windows arbeitet, lädt zunächst den ASIO-Treiber herunter und installiert diesen. Nun sollte alles für die Kommunikation getan sein. Abgegriffen werden beim Onyx 8 die Kanäle 1-6 (Pre-Fader, Pre-EQ) sowie der Main Mix (Pre-Fader). Es stehen vier USB Return Streams bereit, die sich paarweise den Kanälen 3/4 (USB 1/2) und 5/6 (USB 3/4) zuweisen lassen. Die analogen Eingangssignale werden in diesem Fall durch das USB-Signal ersetzt. An dieser Stelle hätte ich mir lieber die Möglichkeit gewünscht, den Kanal 7/8 für den USB-Return zu nutzen, da dieser weniger Regelmöglichkeiten bietet. Nutzt man alle vier Return-Wege, um z. B. ein Playback plus separatem Click zurückzuspielen, gehen mit den  Kanälen 3/4 und 5/6 gleich zwei gut ausgestattete Stereokanäle verloren, die man vielleicht gerne für Keyboards genutzt hätte. Das ist sehr schade und in meinen Augen ein deutlicher Nachteil.

(Anmerkung Redaktion: Verwendet man die beiden USB-Returns, verliert man nicht die Eingänge. Diese stehen über USB trotzdem zur Verfügung, man kann sie nur nicht direkt über die Eingangskanäle abhören.)

Über den Send USB-Schalter direkt über dem Main Level-Regler besteht die Möglichkeit, den USB-Kanal, über den das Main-Signal an den Computer gesendet wird, auszuwählen. Im nicht gedrückten Zustand wird der Main Mix über die USB-Kanäle 7 und 8 gesendet. Für Streaming-Anwendungen ist es aber oft praktischer, stattdessen die USB-Kanäle 1 und 2 zu nehmen, da die Apps auf diesen Kanälen den Ton erwarten.

mackie-onyx-8-software

Mit dem kostenlosen Softwarepaket mit gleich zwei DAWs kann man sofort loslegen

Praxis

Das Mackie Onyx 8 Mischpult ist ein ziemlich praktisches Tool, wenn es um das Streaming geht oder ein kleines Mischpult für die Bühne benötigt wird. Die Qualität ist gut und die Ausstattung mehr als praxisgerecht. Punkten kann es durch die Effekte, den SD-Recorder und das integrierte USB-Interface. Besonders Bühnenmusiker wird die qualitativ hochwertige Verarbeitung freuen. Hier wackelt nichts und man darf von einer langen Lebensdauer ausgehen. Gestört hat mich lediglich die Rückführung der vier USB-Kanäle auf die Mischpultkanäle 3/4 und 5/6. Der EQ wird in der Werbung als „Legendary Perkins British Style EQ“ mit 60s und 70s Sound bezeichnet. Für mich klingt er wie alle Mackie EQs: praxisgerecht und eher unauffällig. Wer hier den Klang eines Vintage EQ aus der Boutique-Abteilung erwartet, wird natürlich enttäuscht. Werbung bleibt eben Werbung.

Test: Mackie Onyx 8 Analogmixer mit USB

Tolle Verarbeitung, guter Sound – das Mackie Onyx 8 Mischpult

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Fazit

Die neuen Mackie Onyx-Pulte sind eine gelungene Fortsetzung des erfolgreichen Mischpultkonzepts, das vor vielen Jahren mit dem Mackie LM-1602 begann. Schon immer hat man sich durch praxistaugliche Features von der Konkurrenz abgesetzt. Die hohe Verarbeitungsqualität hat die Mischpulte nahezu unzerstörbar gemacht (außer durch Gewalteinwirkung) und schon immer waren die Pulte sehr gut zu reparieren, sollte es doch mal zu einem Defekt kommen. Dieser positive Eindruck setzt sich auch beim Mackie Onyx 8 fort. Man bekommt einen erstklassig verarbeiteten 8-Kanal Mischer mit guten Effekten, Bluetooth, einem SD-Card Recorder und einem 8/4 USB-Interface. Was will man mehr? Konkurrenz bekommt das Pult von günstigen Digitalpulten des ewigen Konkurrenten Behringer. Zu nennen wäre vor allem das Behringer Flow 8. Die sehr intuitive Bedienoberfläche des Mackie Onyx 8 bleibt dem Flow 8 allerdings verwehrt. Wer lieber ohne App schraubt, ist mit dem Mackie Onyx 8 sehr gut bedient. Bleibt der Preis: Mit 3999,- Euro ist das Mischpult im kein Schnäppchen, ordnet sich aber in die Riege ähnlich ausgestatteter Mischpulte von zum Beispiel PreSonus ein, die auch in der Preisklasse zwischen 400,- und 500,- Euro angesiedelt sind. Günstiger ist nur Konkurrent B aus C. Qualitativ kann dieser aber bei seinen analogen Mischpulten mit USB nicht mit Mackie mithalten und Qualität hat nun einmal ihren Preis (und das ist auch gut so).

Plus

  • Verarbeitung
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Klang
  • 8/4 USB-Interface
  • SD-Card-Recorder
  • Farbdisplay
  • Effekte editierbar
  • User-Speicherplätze für Effekte
  • eignet sich für das Streaming
  • gutes Software-Paket im Lieferumfang

Minus

  • Rückführung der USB-Returns

Preis

  • 399,- Euro
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Forum
  1. Profilbild
    Vati

    Ist das wirklich eine Neuentwicklung ?
    Design und Format haben den Charme eines Dinosauriers. Wer braucht sowas im Jahr 2021 für über 400.-€ Made in China ? Nur 4 Mikro Kanäle und ein Line Input der auch noch ohne EQ ist und sich mit Bluetooth den Eingang teilen muß. Recording auf der internen Card nur in Stereo ????
    Was soll das denn ?
    Keine Limiter oder Kompressoren ! Ist den Bluetooth simultan ausgelegt ?
    Warum diese Limitierung ?
    Grüße von Vati

    • Profilbild
      Markus Galla RED

      Ob man das benötigt, muss jeder selbst entscheiden. Aber Gegenfrage: Braucht man im Jahr 2021 überhaupt noch analoge Technik? Warum analoges Outboard im Studio, wenn es Plugins gibt? Heizt eh nur die Regie. Warum wieder analoge Synthesizer? Nicht jeder will Digitalpulte. Und Analogtechnik kostet Geld. Zumindest mehr als Digitaltechnik. Und in diesem Pult steckt beides. Wer das sucht, bekommt ein solides Produkt. Alle anderen können Digitaltechnik kaufen. Es bleibt eine Glaubensfrage. Und es ist doch schön, dass wir wieder (immer noch) die Wahl haben.

      • Profilbild
        Vati

        Hallo Markus,
        mir geht es doch gar nicht um analog oder digital. Bei diesen Gerät hier ist mir der Funktionsumfang im Jahr 2021 für den Preis einfach zu dürftig. Das trifft übrigens auch manchmal auf Digitalgeräte zu. Beim Mackie hier war meiner Meinung nach mehr drin, Platz ist ja reichlich vorhanden.

        • Profilbild
          Markus Galla RED

          Ich glaube nicht, dass das im guter Qualität zu dem Preis machbar wäre. Die One Knob Kompressoren, die Yamaha verbaut, sind jetzt nicht gerade das brauchbarste Tool. Auf die kann man auch verzichten. Und die FX-Sektion bietet ja schon mehr als die Konkurrenz.

    • Profilbild
      microbug

      Das Pult bzw die ganze Serie ist weder eine Neuentwicklung noch wurde das von Mackie gemacht. Genau wie die ProFX Serie wurden diese Pulte zugekauft und sind technisch identisch mit der Presonus Studiolive AR Serie, die Unterschiede sind bis auf das Display rein kosmetisch. Auch dort findet man den SD Recorder der nur die Summe aufnimmt, den FX Return Fader und den extra Stereokanal für Bluetooth und USB. Die Spezifikation der Bluetooth-Schnittstelle kann man daher beim Sudiolive AR8c nachschauen, dürfte identisch sein.
      Diese Pulte sind offenbar ein Design des ODM (Original Design Manufacturer) und wurden für Presonus und Mackie entsprechend angepaßt. Von Mackie gibts eine 24er Version, die Presonus nicht im Programm hat.
      Ich muß mir mal den Windows-Treiber beider Pulte anschauen, ob dieser vom ODM stammt (was für Mackie von Vorteil wäre, denn wenn Mackie etwas nicht kann dann sind es Treiber), das wird sicher interessant.

  2. Profilbild
    Codeman1965 AHU

    @ Markus:

    Interessantes Teil.

    Die Eckdaten klingen ganz gut, und wenn die Effekte hier wirklich brauchbar sind, könnte der Onyx bei mir ein paar Sachen vereinfachen…
    Dann ist auch der Preis okay, wie Du schon schreibst.

    Apps und DAWs liegen mir nicht so, ich bin auch nicht permanent am Recorden und Editieren.
    Von daher ist solch ein Stück Hardware (für mich) eine Überlegung wert.

    Da muss ich noch mal ’ne Nacht drüber schlafen, noch ist das Weihnachtsgeld nicht weg…!

    Danke für den Test, macht neugierig… :-)

    • Profilbild
      Markus Galla RED

      Wenn man ein kleines analoges Pult sucht, ist das keine schlechte Wahl. Vergleichen sollte man ggf. mit PreSonus und Tascam.

        • Profilbild
          Markus Galla RED

          Das deutlich teurere Tascam Model 12 würde im Vergleich gewinnen, gefolgt von Mackie wegen der Effekte und dann PreSonus dicht auf. Aber das ist nur meine Meinung.

            • Profilbild
              Markus Galla RED

              Wähl mal bei Thomann beide Mischpulte aus und vergleich die Features. Das Tascam Model 12 klingt sehr gut, kann Multitrack-Recording ohne Computer und hat auch ansonsten viele nützliche Features, kostet aber auch mehr.

              • Profilbild
                zirkuskind

                Erstmal Danke für den Test!
                Ein paar Fragen dazu:
                Wieso sendet dieses Pult hier als Audiointerface pre-Fader und pre-EQ?
                Möchte ich es mit dem PC oder zb einer MPC nutzen, ist doch der Nutzen gleich Null. Ich stelle alle Lautstärken, EQ usw ein, und habe davon in meiner Software (oder der MPC o.ä.) nix.
                Das Tascam arbeitet doch nicht so, oder?
                Und wieso würdest Du, die Aspekte meiner Fragen mal aussen vorgelassen, das Tascam bevorzugen, obwohl es digital ist und es damit eine grundlegende Stärke dieses hier vorgestellten Pultes nicht hat?

                • Profilbild
                  Markus Galla RED

                  Das Tascam Model 12 ist nicht digital, sondern ein analoges Pult. Insofern vergleichbar, aber eben teurer und mit mehr Features. Der Recording-Abgriff ist bei fast allen analogen Pulten pre-Fader und pre-EQ und nur wenige lassen sich diesbezüglich umstellen, weil das analog mit einem höheren Aufwand verbunden ist. Und man möchte beim Live-Recording ja nicht unbedingt jede Bearbeitung mit auf Band haben, weil man das später nicht mehr rückgängig machen kann. Insofern ist das sinnvoll und wird von den meisten Herstellern so gemacht. Selbst Digitalpulte greifen das in der Regel für das Live-Recording vor dem Fader und dem EQ ab. Da kann man es aber oft umschalten, weil es digital leichter realisiert werden kann.

              • Profilbild
                moinho

                Die erste Frage die ich mir stellte („Mackie oder Tascam?“) ist ansich schon beantwortet, aber nun nochmal nachgehakt:
                Onyx 8 ist deutlich billiger (aber auch deutlich kleiner) als das kleine Tascam Model 12. Nun…wie siehts im Vergleich Onyx12/Model 12 aus? Da ist das Tascam immernoch knapp 15% teurer aber…was wäre da Dein Sieger auf Basis der Aktenlage?

      • Profilbild
        Codeman1965 AHU

        Ich habe den Mixer nun heute bekommen, und ich denke, daß wir schon ganz gute Freunde werden können.
        Ist sicherlich kein All-In-One-Gerät, aber es lässt sich ganz gut an.
        Wie Du schon anführst, ist die Verarbeitung auf hohem Level, wobei die Potis schon ein wenig griffiger sein könnten. Dazu ist die Power-LED unnötig hell, die GAIN-/USB-Switches könnten dafür gerne beleuchtet sein, aber das ist Jammern auf relativ hohem Niveau… :-)
        Die Signale kommen sauber ‚rüber, und die Effekte (für mich ziemlich wichtig) gibt es durchaus auch in schlechter.
        Von daher ist mein erster Eindruck schon sehr positiv, und für meine Belange (Synth und Gitarre zusammenführen und ein paar Skizzen ohne PC festhalten) scheint es eine gute Lösung zu sein.
        Da geht dann auch der Preis in Ordnung…

        Was man vllt. erwähnen sollte, ist, daß für die Software auf PC ein 64bit-System angesagt ist. Haben sicherlich die Meisten, aber es gibt ja auch Einige, welche…

        Alles in Allem freue ich mich, das Mackie wird mir einige Wege verkürzen.
        Ich habe schon wesentlich mehr Geld für größeren Stuss ausgegeben… ;-)

  3. Profilbild
    MMB

    Was mir fehlt: Angaben zur Treiberstabilität und Latenz unter MacOS und Windows. Welche Wandler sind seitens Mackie im USB-Audiointerface verbaut?

    Danke und Gruß!

    • Profilbild
      Markus Galla RED

      Tja…..das wüsste ich auch alles gerne……die Informationslage dazu ist recht dünn und das Pult stand nur kurz zur Verfügung. Insofern kann ich dir nur sagen, dass es in den zwei Tagen hier sehr stabil lief (auch bei geringen Buffer-Einstellungen…..aber das versteht sich im Jahr 2021 fast von selbst). Ich hätte jetzt noch einen Loop-Test machen können, aber mal ehrlich: Das ist ein Produkt für 400€ und nicht für 4000€. Insofern lasse ich da mal die Kirche im Dorf.

      • Profilbild
        Schneum

        Sorry.
        Ich bin der Meinung, dass das so überhaupt nicht funktioniert. Wenn die Zeit nicht reicht, z.B. mindestens rudimentäre Fragestellungen bezüglich der Klanqualität z.B. der Wandler zu beurteilen und zu beantworten sollte man so einen „test“ nicht veröffentlichen bzw. vorher ablehnen. oder zumindest kennzeichnen dass es sich um eine preview nach zwei Tagen gefummel handelt. Das hat übrigens auch mit dem Preis des Testobjektes nichts zu tun.
        Ich weiss dass das hier alles ehrenamtlich und so weiter passiert und das kann ich auch akzeptieren. Aber ich finde gerade bei dieser Gerätegattung der kastrierten analogmixer mit usb-Funktionalität es extrem wichtig auf die Details zu achten. Weil es sich danach entscheidet, ob nutzerseitig das Gerät überhaupt für den jeweiligen avisierten Zweck geeignet ist.

        • Profilbild
          Markus Galla RED

          Ich würde das nicht so dramatisieren. Es ist immer noch ein low-cost Produkt. Ich habe in den letzten zehn Jahren kaum einen Wandler in den Fingern gehabt, der in dieser Preisklasse absolut aus dem Rahmen fiel. Wenn du dir andere meiner Tests anschaust, bei denen ich zum Beispiel Frequenzgang, THD und so weiter gemessen habe, wirst du sehen, dass die Ergebnisse oft sehr ähnlich sind. Das kommt nicht von ungefähr, denn es steckt in den meisten Produkten (in dieser Preisklasse) ähnliche Technik drin. Wäre mir beim Test etwas negativ aufgefallen, hätte ich näher nachgeschaut. Ist es aber nicht. Zum Testablauf: Das Mackie-Pult war lange vorangekündigt und nicht lieferbar. In der Zeit hatte ich schon längst das Manual studiert und das Signal-Flow Chart. Ich mache dann zuerst immer eine technische Prüfung, sprich: Funktioniert alles so wie beschrieben? Danach „arbeite“ ich dann noch etwas mit den Produkten. In diesem Fall war die Testdauer recht kurz, weil schon die nächste Redaktion auf das Pult gewartet hat. Für so ein kleines Pult hätte ich sogar mit weniger als einem Tag Testdauer auskommen können. Ich schreibe ja hier auch keine Bedienungsanleitung. Jeder kann diese frei bei Mackie einsehen und sich einen Eindruck davon verschaffen, ob das Pult für seinen Zweck geeignet ist oder eben nicht. Das ist ohnehin sehr individuell und es muss jeder für sich selbst entscheiden.

        • Profilbild
          microbug

          Guck Dir den Test zu einem der Presonus AR Pulte an, die sind technisch identisch, weil vom gleichen Hersteller für Presonus und Mackie gebaut. Die AR Serie gibts schon ein wenig länger auf dem Markt, daher dürften sich darüber reichlich Daten finden lassen. Deren Preamps sind jedenfalls recht schwach auf der Brust.

          • Profilbild
            HAL9001_beta

            Auf Bonedo hat dir bereits ein Mackie Mitarbeiter zu deinen Behauptungen eine klare Antwort gegeben, nämlich diesen hier : „Die Onyx Serie ist auch keineswegs von der Stange. Die Onyx Mikrofonvorverstärker, die Cal Perkins EQ’s, die ganze Studio Command Sektion, die praktischen Inline Return Features und vieles mehr wurden komplett von Mackie entwickelt und finden sich nicht in anderen Mischpulten.“, quelle: https://www.bonedo.de/artikel/mackie-onyx8-test/

            • Profilbild
              microbug

              Das stammt vom deutschen Vertrieb und nicht von Mackie selbst, die wissen es nicht besser, daher würde ich darauf nichts geben. An diesem Pult ist rein garnichts von Mackie selbst entwickelt, sondern aus einem Optionenbaukasten ausgesucht, nur leider schlecht, denn beim Presonus wird der USB Return auf den Stereokanal mit Zuspieler und Bluetooth/SD Card geleitet (per Schalter auswählbar), beim Mackie muß man dafür einen der beiden Stereokanäle opfern. Da hatte Mackie schonmal deutlich bessere Optionen.

  4. Profilbild
    gaffer AHU

    Kompliment, Markus. So ein langer Text über Mackie ohne „Built like a tank“. Sehr gut. Scherz beiseite, ich finde das Pult einen guten Ansatz. Mir wäre auch schnurz, ob er auf SD nur stereo aufnimmt. Will ich Multitrack Aufnahmen, schliesse ich ein iPhone oder iPad an und nehme darauf auf, habe ich immer dabei.

    Den „400 € zu teuer Vorwurf“ kann ich auch nicht nachvollziehen. Ein 8 in Audiointerface bekomme ich für weniger auch nur von Behringer mit dem UMC1820 und das hat keinen Mixer dabei.

    • Profilbild
      Markus Galla RED

      So ist es. Man muss halt überlegen, was man möchte. Und ich war schon froh, dass nicht eines der üblichen 2/2 Interfaces verbaut ist. Wer noch mehr möchte, muss eben noch mehr Geld ausgeben und zum Beispiel zum Tascam Model 12 oder größer greifen. Oder eben ein Digitalpult nutzen, da geht schon für 700€ eine ganze Menge. Und man kann doch froh sein, dass mittlerweile analoge wie digitale Mischpulte so günstig sind. In meiner Jugend hätte ich von so einem Pult geträumt. Mein erstes HK Audio Target 24/4/2 Pult habe ich mir mühsam zusammensparen müssen und ein Vermögen dafür bezahlt. Davor lief lange Zeit ein HH Rackmischpult in meinem Keyboard-Rack. War ich später stolz auf mein Tascam TM-D4000 Digitalpult und meine drei Alesis ADATs. Irre teuer alles. Heute kann ich ein leistungsfähigeres Studio zum Taschengeldpreis bauen und habe eine bessere Qualität.

  5. Profilbild
    Slowthumb

    Hallo Markus,
    Vielen Dank erstmal für deinen Test. Ich muss mich gerade entscheiden zwischen dem Onyx 12 und dem Tascam Model 12. Homerecording und kleine Live Performance ist das Ziel. Was mich vom tascam abhält ist die Effekt Sektion, obwohl das gar nicht zwingend ist, aber was ist denn mit der Auflösung? Weiter oben schriebst Du, dass Du zum recorden Model 12 bevorzugen würdest, wobei das Mackie die deutlich bessere Auflösung hat. Empfiehlst Du trotzdem das Model 12?
    Lieben Gruß und friedliche Tage,

    Slowthumb

    • Profilbild
      Markus Galla RED

      Wenn eine hohe Auflösung bei maximaler Performance für dich wichtig ist, würde ich eher zu einem Interface raten. Für Live-Recordings ist die Auflösung bei beiden Pulten absolut ausreichend. Für mich geht da immer Speicherverbrauch vor Auflösung. Wichtiger sind mir die 24 Bit, da ich eine höhere Dynamik erhalte.

  6. Profilbild
    Christoph

    Hallo,
    wie würdet Ihr das neue Onyx gegen Dynacord CMS 600-3 rein klanglich einstufen? Von der Größe her wäre es dann das Ony12 ist aber eigentlich egal… Vergleich rein als analoges Pult (Recordingfunktionen total unwichtig) für ein Tanzmusikduo. Das CMS ist vorhanden – deswegen ist die Frage nur ob wir uns mr dem Onyx klanglich irgendwie verbessern könnten? Oder eher – auf Preisunterschied schauend – Gegenteil? Digi interessiert uns nicht – wir hatten über 3 Jahrelang ein Qu-16 – dann aber doch wegen zurück zu analog da für unsere Zwecke einfach bequemer… – VG und vielen Dank im Voraus 😊

    • Profilbild
      Markus Galla RED

      Ich habe das Dynacord noch nicht selbst getestet, aber es spielt doch schon allein preislich in einer anderen Liga. Ich kenne ältere Dynacord Mischpulte aus jahrelangem Einsatz mit Bands und die waren qualitativ über jeden Zweifel erhaben. Da würde ich nicht wechseln.

  7. Profilbild
    microbug

    „An dieser Stelle hätte ich mir lieber die Möglichkeit gewünscht, den Kanal 7/8 für den USB-Return zu nutzen, da dieser weniger Regelmöglichkeiten bietet. “

    An dieser Stelle unterscheiden sich die Mackies dann doch von den ansonsten baugleichen Presonus AR Modellen, denn bei denen wird genau dieser Extra-Stereokanal, auf dem Bluetooth, 3,5mm Buchse und Cinch sitzen, für den USB Return verwendet. Presonus nennt das „Superchannel“ und ist sehr praktisch, da dieser keinen echten Kanal opfert. Klarer Vorteil für die Presonus-Pulte an dieser Stelle.

    • Profilbild
      wolftarkin AHU

      Selbst wenn die vom gleichen Hersteller sind, die sind nicht baugleich. Schau dir die Einganssektion an. Andere Werte, Taster an anderer Position.
      Schau dir die EQs an, beim Mackie gibt es semiparametrische Mitten. Und ansonsten sind die meisten Taster und LEDs an anderer Stelle. Von den offensichtlichen Unterschieden wie Display und Anschlussektion mal abgesehen. Da ist also eine ganz andere Platine drin.

      • Profilbild
        Markus Galla RED

        Diese Frage stellt sich mir auch gar nicht. Viele Produkte haben heute eine gemeinsame Basis, digitale wie analoge. Solange der Schaltungsaufbau nicht diskret ist, sitzen selbst bei analogen Produkten die gleichen ICs drin. Und doch können der Klang, die Verarbeitung und das Layout grundverschieden sein. Bei Digitalgeräten ist das noch viel drastischer, zum Beispiel bei den DSP Controllern in Aktiv-Lautsprechern. Da ist es frustrierend, wenn im Lautsprecher für 300€ der exakt gleiche Controller sitzt wie in dem für 1500€ und 3000€. Und doch ist der Preisunterschied gerechtfertigt, weil andere Amp-Module und Treiber drin sind, die Gehäuse besser berechnet, die DSPs besser abgestimmt sind und so weiter.

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