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Test: Moog Moogerfooger MF-104M SD Super Delay, Delay-Pedal

Ein (T)raumschiff der analogen Delay-Modulation

18. Oktober 2022

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Das Moog Moogerfooger MF-104M SD Super Delay ist das Flaggschiff aller analogen Delay-Pedale. Es hat wahrscheinlich sämtliche Funktionen, die ein analoges Delay haben kann, sieht auch noch verdammt schick aus und ist in jeder Hinsicht bombastisch.
Sicherlich ist es nicht ganz günstig, aber dafür bekommt man auch einiges.
Wie alle Moogerfooger ist das Pedal limitiert und heute nur noch sehr selten zu finden.
Ich weiß auf alle Fälle, dass ich mit meinem Moog Moogerfooger MF-104M SD Super Delay
lieber in einem Pappkarton mit Stromanschluss leben würde, als es für eine oder zwei Monatsmieten herzugeben.

Konstruktion

Das Moogerfooger MF-104M SD ist ein echtes analoges Delay und beherbergt insgesamt sechs NOS Panasonic MN3008 Chips.
Das aufgrund seiner Größe weniger Pedalboard-freundliche Gehäuse ist im bekannten Moogerfooger Format und aus stabilem matt schwarz lackiertem Blech mit schicken Seitenteilen aus Holz gefertigt.
Die Optik erinnert an einen Synthesizer der 70er-Jahre, was letztlich dem Umstand geschuldet ist, dass das Moog Moogerfooger MF-104M SD aus der Welt der Synthesizer kommt.
Zwei leichtgängige Taster schalten das Pedal und lassen das Tempo tappen.
Das Pedal hat keinen True-Bypass, der Drive.-Schaltkreis wird im Bypass jedoch umgangen.

Moog Moogerfooger MF-104M SD Super Delay: Die Regler

Die zahlreichen Potis sind mit den großen, markanten Moog Potiknöpfen versehen und lassen sich sehr präzise justieren.
Gemessen an den Regelmöglichkeiten des Pedals, ist das Bedienpanel aber sehr übersichtlich aufgeteilt.

Moog Moogerfooger MF-104M SD Super Delay

Moog Moogerfooger MF-104M SD Super Delay

Die vielen Regler auf der Gehäuseoberfläche sind in drei Zeilen aufgeteilt. Die linke übernimmt die Einstellung der für ein Delay typischen Funktionen.
Über den Time-.Regler lässt sich die Delay-Zeit einstellen, der je nach Einstellung des Short/Long-Schalters eine unterschiedliche Range hat. In der kurzen Einstellung regelt man zwischen 50 und 600 ms und in der langen zwischen 100 und 1200 ms.
Der Feedback-Regler lässt die Anzahl der Wiederholungen einstellen und das natürlich bis zur Selbstoszillation.
In der Mitte werden die Gain-Stufen des Moog Moogerfooger MF-104M SD Super Delay geregelt.
Drive steuert den Eingangspegel, darunter ein Poti für den Ausgangspegel und natürlich für den Mix.

Die gesamte rechte Zeile ist für den Spaßfaktor des analogen Pedals verantwortlich und regelt die Modulation.
Neben der LFO-S chwingungsform lassen sich hier die Rate (also die Geschwindigkeit) und der Amount (Effekttiefe) einstellen.
Dabei sind neben den üblichen Sinus- und Rechteckschwingungsformen auch Random (ein zufälliges Modulieren) und Ramp wählbar.
Das Effektgerät wird nicht grundlos oft als eigenes Instrument bezeichnet. Man kann sprichwörtlich einen Ton spielen und sich dann durch die Schwingungsformen schalten.
Die maximale Modulationsgeschwindigkeit ist so schnell, dass man auch in Ringmodulationsbereiche vordringen kann.

Sehr schön ist übrigens, dass man per Tap-Taster entweder die Delay-Geschwindigkeit oder die Modulationsgeschwindigkeit tappen kann.
Durch die Tap-Tempo-Funktion kann man das Delay auch übertackten, das sogenannte Overclocking. Hier kommen die Artefakte in Form von LoFi-Sounds und Ring Modulations ähnlichem Nebengeräuschen.

Eine dreiteilige Lichterampel zeigt den Status (on/off), einsetzende Verzerrung und die Delay-Geschwindigkeit an.

Die Anschlüsse

An der Stirnseite findet man, für Gitarristen, ungewöhnlich viele Anschlüsse.
Neben dem üblichen Mono-.Input und Mix-Output gibt es noch einen Delay-Output, der nur das Effektsignal ausgibt.
Der FB-Insert ist ein Effekt-Loop, über den das Delay-Signal mit Hilfe eines Insertkabels und eingeschleiften Effektpedalen weiter verfremdet werden kann.

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Die restlichen Eingänge sind Feedback, Time, LFO Rate, Mix und LFO Amount, die allesamt Expressionpedalen oder CV vorbehalten sind, mit denen der entsprechende Parameter justiert werden kann.
Wem das zu analog ist, der kann alle Einstellmöglichkeiten auch per MIDI steuern. Mehr dazu erfährst du weiter unten im Text.

Moog Moogerfooger MF-104M SD Super Delay

Moog Moogerfooger MF-104M SD Super Delay

Zu guter Letzt noch der 9 V Netzteilanschluss, der für uns Gitarristen eine umgedrehte Polarität besitzt. Also auf keinen Fall das Netzteil vertauschen!

Moog Moogerfooger MF-104M SD Super Delay: Der Sound

Aber nun zum eigentlichen Erlebnis des Moogerfooger MF-104M SD Delays, dem Klang.
Und da kann ich gleich vorwegnehmen, dass das Delay die klangliche Oberliga des analogen Delays ist.
Die Repeats sind perkussiv, organisch, elegant und voluminös.

Der Long/Short-Schalter kann neben der variablen Range der regelbaren Delay-Zeit auch den Klang, gerade bei kürzeren Delays, verändern.
Da der Long/Short-Schalter die Geschwindigkeit des Delays exakt halbiert bzw. verdoppelt, kann man bei langen Feedback-Eskapaden den Schalter nutzen, um weiter Nuancen zu erzeugen. Per MIDI-CC kann übrigens der Schalter virtuell geschaltet werden, ohne dass sich die Delay-Zeit verändert und nur der Klang dunker (Long) oder heller (Short) wird.

Moog Moogerfooger MF-104M SD Super Delay

Im Short-Modus hat man etwas höhenreichere Delays. Diese sind nie so klar wie bei einem Deluxe Memory Man, sondern haben stets einen gewissen Body.
Schaltet man auf den Long-Modus um, so werden die Höhen etwas gekappt.
Hier ist es durchaus sinnvoll, auch bei Delay-Zeiten um die 300 ms mal beide Modi auszuprobieren. Der Long.Modus klingt definitiv dunkler und ordnet sich dadurch etwas mehr im Hintergrund ein.
Der Drive-Regler ist für den Gesamtsound des Moog Moogerfooger MF-104M SD Super Delay
klanggebend. Durch die einsetzende Verzerrung, die in der Lautstärke am Output-Regler wieder ausgeglichen werden kann, bekommt man schön schmutzige vintage Analog-Delays.
Das erinnert klanglich an ein MXR-118 oder DOD 680 auf Steroiden.
Allerdings klingt das Moog im Frequenzspektrum immer etwas voller und eleganter.
Für weiter ausgedünnte Sounds könnte man aber immer noch einen EQ in den Effektweg einschleifen.

Ungeahnte Sound-Optionen

Der Effektweg ist generell ein spannendes Feature, für alle, denen die Onboard-Modulation noch nicht ausreicht.
Wie wäre es mit einem Auto-Wah oder einem Octaver im Feedback-Loop?
Oder einem weiteren Delay, das Reverse- oder Reverb-Effekte erzeugen kann.
Dann wird das Moog Moogerfooger MF-104M SD Super Delay zur echten Soundmaschine.

Aber bereits ein EQ ist ein nützliches Pedal im Loop. So können je nach Bedarf die Bässe gekappt oder die Höhen noch weiter reduziert werden. Alle, die ein Tone-Poti vermissen, können dieses Manko auf diese Weise ganz wunderbar ausgleichen.
Aber natürlich kann man nicht erwarten, dass das Moog Moogerfooger MF-104M SD Super Delay
mit einem EQ zu einem höhenreichen, brillanten Pedal wird. Denn was nicht da ist, kann auch nicht hinzugeregelt werden. Und ganz ehrlich: Bei diesem analogen Sound muss man auch nichts hinzufügen, was nicht notwendig ist.

Durch den integrierten Drive-Schaltkreis spart man sich übrigens so manchen Verzerrer auf dem Pedalboard. Er erzeugt einen sehr schönen Drive oder einen perfekten Preamp, um den Sound so richtig schön zu boosten.
Für den Delaysound ist der Preamp natürlich ebenfalls klangformend und, je nach Stellung, kann das Pedal auch mehr oder weniger rauschen. Von einem etwas dünneren, untersteuerten Signal bis zum fetten und mittig angedickten Sound sind viele Nuancen einstellbar.
Ein Nachregeln des Drive- und Output-Reglers beim Suchen des gewünschten Delaysounds ist jederzeit sinnvoll. Der Klang ist ein Organismus, der sich stetig weiterentwickelt, wächst und verändert. Wir müssen ihm nur den Raum lassen.
Das analoge Delay sitzt klanglich perfekt im Mix und je nach Setting wird es präsenter oder bleibt als dezenter Teppich im Hintergrund. Nebengeräusche halten sich dabei in Grenzen. Natürlich ist das immer abhängig von der Einstellung des Input-Gains. Und bei langen Feedback-Schwaden ist es auch erwünscht, dass der analoge Charakter des analogen Giganten durchkommt. Denn dafür wählt man ja die unperfekte, analoge Variante.

Modulation: Die Kirsche auf dem Sahnehäubchen auf dem Eis des Sounds

Neben dem edlen Klang des Moog Moogerfooger MF-104M SD Super Delay ist natürlich, ganz für Moog typisch, die Modulation die Kirsche auf dem Sahnehäubchen auf dem Eis des Sounds. Es gibt nur wenige Delays, die eine derart starke Modulationsmöglichkeit haben.
Es ist natürlich auch möglich, das Moogerfooger MF-104M SD als reines Chorus- oder Vibrato-Pedal ohne Delay zu nutzen – wer das möchte, erhält einen wunderbaren analogen Modulationseffekt. Vielleicht sogar mit einer anderen LFO als der bekannten Sinuskurve. Eine Rampenform hat zum Beispiel etwas von einem unrunden Modulationseffekt und, subtil oder extrem eingesetzt, ist flexibler als so manches reine Modulationspedal.
Neben den klassischen Modulationen wie Chorus und Vibrato Effekten kann dieses Klangraumschiff noch mehr.
Wie wäre es zum Beispiel mit Octavsprüngen bei den Wiederholungen?
Nichts leichter als das: Hierfür muss einfach der LFO als Rechteck gewählt und die Intensität der Modulation entsprechend nach Gehör eingestellt werden. Mit getapptem LFO kann das Signal auf diese Weise rhythmisch getappt werden.
Für die Synths-User nichts Neues – für Gitarristen aber ein absolutes Erlebnis.

Moog Moogerfooger MF-104M SD Super Delay

Mit extrem schnell eingestellter Modulation können wieder ganz neue Sounds erzeugt werden, die ähnlich der Ringmodulation sind.
Oder man lässt das Delay mit der Random Sample and Hold Modulation im Hintergrund das Gespielte rhythmisch ergänzen.
Hier ergeben sich ganz neue Klangerlebnisse, die viele von einem analogen Delay so erst mal gar nicht erwarten und auch generell überraschen und inspirieren.
Und ganz ehrlich: Gibt es etwas Schöneres beim Songwriting und auf der Suche nach neuen Sounds, als wenn man aus seiner Gitarristen-Komfortzone herausgelockt wird und mit dem Effektpedal interagieren und spielen kann? Und das alles auf diesem klanglichen Niveau!

Da die Modulationsrange so dermaßen groß ist, liegen manchmal das perfekte Wabern und chaotisches Eiern nur ein paar Millimeter im Regelweg voneinander entfernt. Aber das Handbuch gibt zum Glück ein paar brauchbare Preset-Tipps, an denen man sich erstmal langhangeln kann, bevor man in tiefere Gewässer abtaucht.

Da das Moog Moogerfooger MF-104M SD Super Delay ja eher aus der Synthesizer-Welt kommt, sollte man vor dem Kauf auf jeden Fall mal antesten, ob einem diese Frequenzfülle zusagt.
Es ist schon etwas ungewohnt, ein derart voluminöses Klangbild zu haben. Meist dünnen analoge Pedale zumindest einige Frequenzen etwas aus.
Das Moog Moogerfooger MF-104M SD Super Delay gibt dir die volle Breitseite.

Moog Moogerfooger MF-104M SD Super Delay

Moog Moogerfooger MF-104M SD Super Delay

Mit Expression-Pedalen kann man die Modulation natürlich auch ganz oldschool per Pedal steuern. Die „eine Buchse pro Poti“ Belegung auf der Rückseite macht die Zuordnung einfach. Wenn man sich mit dem Synth-Spieler in der Band gut versteht, kann man auch CV-Signale austauschen und ihm erlauben, das Delay zu steuern. Für etwaige Krisen in der Band kann ich aber selbstverständlich nicht haften.

Wer nach dem Kauf des Moog Moogerfooger MF-104M SD Super Delay noch das nötige Kleingeld hat und alles aus dem Pedal rausholen möchte, für den hat Moog noch mit dem MP-201 die wohl abgefahrenste Schaltzentrale für das Delay und weitere Fooger entworfen.

Das M im MF-104 SD steht übrigens für MIDI. Auch wenn das Moogerfooger per MIDI synchronisiert werden kann, ist es manchmal gerade spannend, wenn die Delay-Zeit nur fast dem Songtempo entspricht und sich so eine gewisse Lebendigkeit, zum organischen Sound, auch in den Repeats widerspiegelt.
Wer die MIDI-Implementierung aber voll auskosten möchte, könnte die Modulationszeit per Abletontrack so automatisieren, dass in den Wiederholungen sogar unterschiedliche Intervalle erzeugt werden.
Das ist schon ganz hohe Kunst der analogen Modulation und zeigt, dass der Kreativität eigentlich keine Grenzen gesetzt sind.

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Und wem die Onboard-Modulationsmöglichkeiten noch nicht genügen, der kann verschiedenste Parameter extern per Controller steuern. So lassen sich auch Presets speichern und pro Song abrufen.
Oder man zeichnet auf dem PC ganze MIDI-Steuerungsspuren auf und spielt diese dann zum Song ab. Auf diese Weise lassen sich langsame, konstante Veränderungen programmieren und das Pedal automatisieren. Ein Traum.
Etwas unpraktisch finde ich, dass zum Tappen der Delay-Zeit mindestens drei Taps nötig sind. Andere Delays kommen hier bereits mit zwei Taps aus.
Aber dieser Umstand ist wohl der Doppelbelegung des Tap Tasters geschuldet.
Naja, man gewöhnt sich dran.
Die Multifunktion der Taster erlaubt aber auch eine spontane Änderung der Trails-Funktion.
So können nach dem Refrain zum Beispiel die Trails ausgeschaltet werden, um das Signal abzuschneiden, während man beim Spielen in dem experimentellen Space-Shoegaze Part die Trails wieder aktiviert und so flächigere Sounds erzeugt.
Ja, auch hier muss man wieder genau wissen, was man haben möchte.
Das Moog Moogerfooger MF-104M SD kann es alles.

Sicherlich, der Preis der Top Range Moogerfooger Pedale ist nicht ganz ohne, aber wenn man das ultimative dunkle, Vintage-Modulations-Delay sucht, hat man mit diesem Pedal ein Allround-Wunderkind vielleicht mehr, als wenn man fünf andere Pedale auf das Board quetscht.

Es ist eine Soundmaschine, die zum Experimentieren einlädt und bereits die Optik und Haptik hat bereits etwas Mystisches und Edles.
Das Pedal braucht etwas mehr Platz auf dem Pedalboard, doch den nimmt es sich, denn es hat ihn sich verdient.
Es beinhaltet Delays, Boost und Modulation.
In Verbindung mit einem leistungsfähigen MIDI-Controller oder einer Hand voll Expression-Pedale hat man so schon fast ein ganzes Pedalboard in einem Pedal.
Und klanglich arbeitet der Klassenprimus ohnehin auf höchstem Niveau. Der Fooger ist immer etwas edler, dicker und eleganter als andere Pedale.
Trotzdem arbeitet er gut mit anderen Pedalen zusammen und erlaubt ihnen sogar, einen Platz in seinem Effekt-Loop einzunehmen. Also ein gutmütiger Snob.

Schade wäre allerdings, wenn das Moog Moogerfooger MF-104M SD aufgrund des Preises und seines Seltenheitswerts ein Dasein auf dem Tisch fristen müsste, denn dafür ist es zu solide aufgebaut und zu kreativ.
Klar, ist es ein super Studio-Tool, aber auch im Live-Betrieb ist es eine echte Waffe.
So oder so: Ich liebe dieses Teil und wie eingangs erwähnt, würde ich es nicht mehr hergeben.

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Fazit

Wer das Moog Moogerfooger MF-104M SD, dessen Name wohl so lang ist wie seine Feature-Liste, sein Eigen nennt, der weiß, dass er Delays liebt und mit Modulation experimentieren möchte. Vom cleanen, höhenreicheren Delay mit leichter Modulation bis zur schmutzig dunklen Spacesound-Maschine mit Pitch-Effekten ist vieles drin. Tap für Delay und Modulation und die Möglichkeit der ultimativen externen Steuerung lässt keine Wünsche offen.
Der Unterschied zwischen dem MF-104M SD und dem MF-104M ist neben der maximalen Delay-Zeit auch noch der Klang. Das SD kann im Short-Modus etwas klarer und leicht höhenreicher (immer noch im dunklen, analogen Bereich) klingen. Im Long-Modus klingen sie meiner Meinung nach fast identisch, haben lediglich eine andere maximale Delay-Zeit.
Wer es kompakter, reduzierter und günstiger haben möchte, könnte sich den Moog Minifooger mal zur Brust nehmen. Vom Grundcharakter ist er vom übergroßen Bruder gar nicht so weit entfernt. Leider sind alle Moog Pedale limitiert und so muss man meist auf dem Gebrauchtmarkt auf sein Glück hoffen.

Plus

  • Modulationsmöglichkeiten
  • Vorzeige Analogklang
  • MIDI- und CV-Steuerung zahlreicher Parameter
  • Tap-Tempo-Steuerung vo Delay und Modulation
  • Oszillation

Minus

  • Größe
  • drei Taps für das Tappen der Geschwindigkeit nötig
  • Feinjustierung der Modulation manchmal etwas feinfühlig
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Klangbeispiele
Forum
    • Profilbild
      mofateam

      @overground resistance Dass das Gerät nicht mehr neu auf dem Markt erhältlich ist, steht bereits im ersten Abschnitt des Textes.
      Und die Seltenheit rechtfertigt dann eben auch den Preis, wenn man genau diesen Sound sucht.
      Siehe auch Space Echo, oder Tonebender.

      Darüberhinaus klingt das Gerät fantastisch.

      • Profilbild
        Codeman1965 AHU

        @mofateam < "Und die Seltenheit rechtfertigt dann eben auch den Preis... " >

        Ist sicherlich Ansichtssache.
        Wenn ein Produkt knapp gehalten wird (aus welchem Grund auch immer) und dadurch die Preise durch die Decke gehen, hinterlässt das eine Menge „Hätte-ich-gern“-Aspiranten, die nicht in den Genuss kommen, das Teil zu besitzen.
        Ob der Effekt, die High Value Attitüde des Unternehmens zu unterstreichen, das aufwiegt, kann ich nicht beurteilen.

        Behringer hat ja auch hier einen Nachbau angekündigt.
        Wenn er irgendwann kommt, wird man sehen, ob er die Interessenten abholen kann.
        Dann verdient eben Behringer daran und nicht Moog…

        • Profilbild
          Bernd-Michael Land AHU

          @Codeman1965 Insgesamt war der Run auf das 104 anfangs nicht besonders groß, gerade im Synthiebereich wollten es viele nicht haben, da es nur einen Monoeingang hat.
          Mittlerweile hat man es schätzen gelernt und die Preis gingen irre nach oben. Es ist ziemlich alternativlos -ist und bleibt mein Lieblingsdelay an monophonen Synthies.

  1. Profilbild
    Braincorporation

    Dachte jetzt auch schon: Cool neu aufgelegt wo ist der Link zum Shop…
    leider sehr enttäuschend – der Test suggeriert etwas falsches, das ist ja seit langer Zeit gar nicht mehr käuflich.
    😈

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    Archivicious

    Yo, hättet ihr besser als Vintage-Test markiert. Als ich die Überschrift las, dachte ich auch direkt: geil, Neuauflage! Schade 😢

    • Profilbild
      dflt

      @Archivicious dito. kurz gefreut zum frühen morgen und dann doch irgendwie enttäuscht worden…

  3. Profilbild
    Bernd-Michael Land AHU

    Die Version „SD“ ist an mir komplett vorbeigegangen, dachte tatsächlich es gäbe jetzt eine Neuauflage. Dennoch ein dickes Lob für den schönen Artikel, vielen Dank!

  4. Profilbild
    MichBeck

    Den MF gab es damals auch, in der zu meinem Voyager passenden, White-Edition. Als ich es in den Warenkorb legen wollte, war diese Edition leider schon vergriffen und Schwarz war mir irgendwie zu unsexy. Bereue es ein wenig … 😕

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      DelayDude RED

      @MichBeck @MichiBeck: Oh, verdammt😭, das verstehe ich total. Ich hoffe, du hast daraus gelernt😉

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        MichBeck

        @DelayDude @ Bernd-Michael-Land und DelayDude

        Haha 😆, verstehe Eure Kommentare und spüre förmlich Euer tröstendes Schulterklopfen.

        Aufgrund der damaligen Möglichkeiten eines Einheitslooks auf der Arbeitsfläche wollte ich das schon so haben. Da hört man anschließend natürlich nix von, bei dem musikalischen Erguss.

        Hab diesen Erwerb dann also erstmal schleifen lassen, in der Hoffnung, dass irgendwann mal wieder ein Weißer auftaucht und bin dann schließlich völlig davon abgekommen mir ein Eimerkettendelay zu kaufen.
        Heute hängt da ein Space-Echo, OTO BIM oder Plug-In Pipapo hinter den Klangerzeugern.

        Bin zufrieden und sag‘s mit den Worten von Nina Hagen:
        „Ist alles so schön bunt hier“. 😉

        • Profilbild
          DelayDude RED

          @MichBeck Ich muss aber gestehen, dass es auch mir bei einigen Pedalen schwer fällt, die Optik auszublenden😎. Der eine oder andere Treter hat zwar einen gigantischen Sound, ist aber so hässlich, dass man sich beim Spielen doch ein bisschen schämt😒 und dann vielleicht nicht so gut spielt, wie man spielen könnte, wenn der Blick aufs Pedalboard die Augen einfach nur zum Leuchten bringt.
          Zum Glück ist es in den meisten Proberäumen und auf fast allen Bühnen aber immer recht dunkel 😉

  5. Profilbild
    [aˈtoːm] [aːl] [ˈa(ː)tonaːl] AHU

    nahezu 2k euro für ne delay tretmine?
    für bonzen gemacht? oder sammelnundverhökern knilche
    selbst das klangliche ergebnis wird solchen preisen nicht gerecht. selbst wenn das „nur“ 500 kosten würde, wärs ne verdammt enge gschicht.
    da kauf ich eher eins der alten t.c. 2290 delay racks, dem unerreichten traum meiner jugend^^. und inzuwischen alters haha

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      Bernd-Michael Land AHU

      @[aˈtoːm] [aːl] [ˈa(ː)tonaːl] Ein altes TC 2290 kostet aber heute auch jenseits der € 1.700 und ein richtig gutes und gewartetes Exemplar gerne auch über € 2.000
      Mal abgesehen davon wäre das dann eine digitale Bratzelkiste und hat nicht den Charme eines Analogdelays. Da tuts dann auch das PlugIn.

      • Profilbild
        anselm

        @Bernd-Michael Land Das TC 2290 klingt eventuell eine Ecke besser als die typischen digitalen Effekte der Zeit.
        ‚Dynamic Differential Conversion at 1 MHz sampling rate‘

        • Profilbild
          Bernd-Michael Land AHU

          @anselm Ich stand mal kurz davor, ein TC 2290 von einem guten Freund zu kaufen, da waren die Dinger noch günstiger. Aber leider hat es meine Erwartungen nicht erfüllen können. Bei dem Vergleich mit meinem AMS DMX-15-80S konnte es dann doch nicht mithalten, das ist dann doch eine andere Liga,
          Heute habe ich solche 19″ Digitalkisten weitgehend aus dem Studio verbannt, denn moderne kleine Digitaldelays (Tretminen) wie z. B. das Meris LVX, können da recht gut mithalten. Dazu noch die unsichere Teilebeschaffung und aufwändigen Reparaturen bei dem Vintagekram.

        • Profilbild
          anselm

          @[aˈtoːm] [aːl] [ˈa(ː)tonaːl] Es gibt ja noch gebrauchte und neue analoge Alternativen von Ibanez (Maxon), Boss und vielen anderen Herstellern. Die sind weniger kostspielig.

  6. Profilbild
    Nick MD

    Vielen Dank für den sehr erhellenden Artikel. Als Besitzer des gleichen Geräts habe ich einige Funktionen noch nie ausprobiert und deshalb komplett vergessen, etwa die Klangfarbensteuerung per MIDI-CC. Danke für die Erinnerung! :-)
    Was die Kommentare anbelangt, so merke ich doch, wie sehr so mancher Benutzer auf m.E. völlige Nebensächlichkeiten Wert legt. So wundert es mich, dass Farbe und übriges Design abseits der Funktionalität echt diskussionswürdig sind. … Wenn’s nicht gerade pink ist … ;-)
    Und die Funktionen werden designerisch i.S. von „form follows function“ voll erleichtert. Ich finde es großartig, dass die Potis weit auseinanderliegen und damit das Pedal halt zwangsläufig größer ausfällt. Auch ist es sehr vorteilhaft, dass das Design der MF-Serie zumeist die wichtigen Potis an derselben Stelle verortet; so sind die Drive- und Output-Level-Knöpfe (fast) immer an derselben mittigen Position, was den Workflow sehr erleichtert. (Nur beim MIDI Murph liegen sie woanders, was aber nicht stört, da es sich aufgrund technischer Unterschiede eh recht deutlich von seinen Geschwistern unterscheidet.)
    Das MF-104 M SD ist einfach über jede Kritik erhaben, weil es – wie im Artikel beschrieben – klanglich über jeden Zweifel erhaben ist und zuverlässlich eine breite klangliche Palette auf hohem Niveau bedient.

  7. Profilbild
    Nick MD

    Vielen Dank für den sehr erhellenden Artikel. Als Besitzer des gleichen Geräts habe ich einige Funktionen noch nie ausprobiert und deshalb komplett vergessen, etwa die Klangfarbensteuerung per MIDI-CC. Danke für die Erinnerung! :-)
    Was die Kommentare anbelangt, so merke ich doch, wie sehr so mancher Benutzer auf m.E. völlige Nebensächlichkeiten Wert legt. So wundert es mich, dass Farbe und übriges Design abseits der Funktionalität echt diskussionswürdig sind. … Wenn’s nicht gerade pink ist … ;-)
    Und die Funktionen werden designerisch i.S. von „form follows function“ voll erleichtert. Ich finde es großartig, dass die Potis weit auseinanderliegen und damit das Pedal halt zwangsläufig größer ausfällt. Auch ist es sehr vorteilhaft, dass das Design der MF-Serie zumeist die wichtigen Potis an derselben Stelle verortet; so sind die Drive- und Output-Level-Knöpfe (fast) immer an derselben mittigen Position, was den Workflow sehr erleichtert. (Nur beim MIDI Murph liegen sie woanders, was aber nicht stört, da es sich aufgrund technischer Unterschiede eh recht deutlich von seinen Geschwistern unterscheidet.)
    Das MF-104 M SD ist einfach über jede Kritik erhaben, weil es – wie im Artikel beschrieben – klanglich überzeugt und zuverlässlich eine breite klangliche Palette auf hohem Niveau bedient.

    • Profilbild
      anselm

      @Zwo5eins Da es sehr viele andere analoge Delays gibt (neu und gebraucht), liegt das Alleinstellungsmerkmal einzig bei dem ganz und gar authentischen Klang von genau diesen Geräten. Dabei gibt es bereits einen Unterschied von dem ersten Moog Delay Pedal zu dem Folgemodell.
      Und in der Hinsicht hätte ich bei Behringer nicht die Erwartung, daß sie da eine Punktlandung hinbekommen. Das könnten sie vielleicht theoretisch. Aber da hängt es dann am Preis, vermute ich.

      Und dann kann man sich auch einfach etwas anderes kaufen, das es schon gibt und das auch gut klingt, je nach Vorlieben evtl. sogar besser als die Geräte von Moog.

        • Profilbild
          anselm

          @Bernd-Michael Land Da stimme ich zu. Für meinen Geschmack haben diverse vintage Geräte allerdings ihren eigenen Charme und ich würde diese teilweise bevorzugen.

          Auf Behringer würde ich jedenfalls für eine Alternative nicht hoffen.

          Video von 2012
          Analogue Delay Comparison Ibanez AD-150 Vs. Moog 104Z
          https://youtu.be/0G6GMtLGQTo
          Das AD 150 ist hier leider teilweise deutlich lauter. Aber der Unterschied im Klangcharakter ist gut hörbar. Das Ibanez klingt „älter“, wohl weil die höheren Frequenzen mit jeder Wiederholung mehr gedämpft werden als beim Moog-Pedal.

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