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Test: Novation Bass Station 2, analoger Synthesizer


Back to the roots

Das große Comeback analoger Synthesizer nimmt erfreulicher Weise kein Ende und hat nun auch Novation veranlasst, eine überarbeitete Neuauflage der 1993 erschienen Bass Station heraus zu bringen.
Die Ur-Bass Station wurde damals als vermeintlicher TB-303-Clone vermarktet, hatte aber trotzdem gute Qualitäten als Bass- und Lead-Synthesizer.

Nachdem sich Novation nach der Ur-Bass Station mit der Supernova Serie auf die Seite der VA-Synthesizer geschlagen hatte, besinnt man sich offensichtlich mit der Bass Station 2 seiner analogen Wurzeln.

Bei der neuen Novation Bass Station 2 wurde das kompakte Keyboardformat im „klassisch“ schwarz-blauen Design übernommen, während die Ausstattungsmerkmale an die Super-Bass-Station (gab es damals nur im Rack-Format) von 1997 erinnern.

Novation_BS2_Artikelbild

Auf den ersten Blick

Die Bass Station 2 besteht komplett aus Kunststoff, ist aber wesentlich robuster und solider verarbeitet als das Original. Das schwarze Gehäuse besitzt einen hellblauen Boden, in dem zwei kleine Griffmulden eingelassen sind, ähnlich wie beim Novation Launch Key. Auf die fragwürdigen Gurthalterungen der ersten Bass Station wurde verzichtet. Die Maße des Gehäuses betragen 45,5 Zentimeter in der Breite, 27 Zentimeter in der Tiefe und 7,5 Zentimeter in der Höhe, somit kann der kleine monophone Synth ohne Probleme in einer Umhängetasche transportiert werden. Das anschlagsdynamische Keyboard umfasst zwei Oktaven und verfügt über Aftertouch. Links davon befinden sich die Pitch- und Modulationsräder, die mit einer stylischen, blauen Beleuchtung ausgestattet sind.

Die Bedieneroberfläche ist schön übersichtlich gestaltet und in folgende Sektionen unterteilt: Oszillatoren, LFOs, Mixer, Filter, Envelopes, Effekte, Portamento, Arpeggiator und Master. Mit 24 Drehreglern, vier Schiebereglern, zahlreichen Druckknöpfen, Hebeln und Dioden ausgestattet, ermöglicht die Bass Station 2 einen relativ schnellen Zugriff auf alle Parameter, kommt dabei aber nicht ohne Doppelbelegungen und ein, über das Keyboard anwählbares, Untermenü aus.

Die Anschlüsse

Anschlüsse

Auf der Rückseite befindet sich der Mono-Output, ein Audio-Input für das Filter, ein Sustainpedal-Anschluss und ein Stereo-Kopfhörerausgang – alle drei im 6,3 mm Klinkenformat. Neben dem obligatorischen MIDI-Duo und der Buchse für das mitgelieferte 9-Volt Netzteil, ist ein USB-Port eingebaut, der optional zur Stromversorgung und als MIDI-Interface dient.
Damit keiner den Synth auf der Bühne klauen kann, ist auch noch im Gehäuse eine Aussparung für ein Kabelschloss eingelassen.

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Klangbeispiele

  1. Profilbild
    Viertelnote AHU

    sehr schöner Bericht und gute Klangbeispiele.
    „Wieder ein monophoner Synthesizer“…könnte man meinen, aber
    durch den variablen Klang, hebt sich die Bassstation doch deutlich von
    anderen neuen Monos ab.

    Einzig der Ringmodulator klingt etwas seltsam.

    Das Desin gefällt mir sehr gut (Kombi aus Dreh,-und Schiebereglern)
    Das Preis,-Leistungsverhältnis ist ebenfalls sehr gut.

    mfG

  2. Profilbild
    syntach

    Top Test, Top Klangbeispiele (!!) und die Bass Station 2 ist auch überraschend gut, irgendwie kam mir Schippmann Cremigkeit in den Sinn. Super gemacht, Chris Pfeil!

  3. Profilbild
    Tyrell RED

    Klasse Sound, toller Look, aber der Korpus macht keinen besonders stabilen Eindruck. Hat man mal einen Arturia Brute in der Hand gehabt, kommt einem die BS2 eher vor wie ein Spielzeug – rein haptisch ;-)

    • Profilbild
      sipeng

      Ich weiß genau was du meinst da ich den minibrute auch schon hatte und jetzt die station 2 gekauft hab. so ziemlich das plasticteil leider. ich würde echt 100 euro mehr für ein metalgehaüse zahlen….

  4. Profilbild
    Filterpad AHU

    Ein Vergleich der beiden „Minibrute“ und „Bass-Station“ wäre interessant, da sie beide analog-Mono und auch preislich etwa in der gleichen Liga zu Hause sind. Natürlich nicht nur der Haptik wegen.^^ Mich wundert es das die BS einen weniger stabilen Eindruck hinterlässt da sich beim Minibrute die Tasten bei stärkerem Drücken verbiegen (kein Scherz), was hoffentlich bei der BS nicht der Fall ist. Bei so etwas ist mir das labiler fühlende Gehäuse schon fast egal. Ich muss aber gestehen das ich beide Geräte bislang noch nicht in der Hand hatte.

  5. Profilbild
    Kosh ••••

    kleiner hinweis: ich habe gestern durch zufall entdeckt, dass die bass station 2 massiv im preis gefallen ist. ich habe die preise vorher nicht beobachtet, daher weiß ich nicht, wann genau der drop kam. ich hatte die bass station immer mit der preisregion um die 500€ rum in erinnerung. naja, gestern geschaut, und sie ist z.zt. neu für 365€ zu haben. damit läßt sie vom preis her die konkurrenz in der preisklasse (minibrute, mikrokorg xl etc.), die preismäßig immer noch an der 500er-grenze kleben, weit hinter sich. da ich nicht weiß, ob die bass station vielleicht preislich doch wieder anzieht, habe ich mir nun gestern den kurzschluss erlaubt, und mir meine geholt. und nach gestern nacht kann ich sagen: keine fehlinvestition. wer also gerade einen akuten GAS-anfall bekommt, sollte vielleicht hier zuschlagen ;)

  6. Profilbild
    andreas2

    Bei einem Tagesangebot von 345.-€ konnte ich auch nicht widerstehen. ;) Ein wirklich gelungener Synth, mit dem ich viel Freude habe. Mein iPhone4s mit Line6 MidiMobilizer dient als Midi-Recorder/ Player, ein (fast) perfektes Paar. Die BSII lässt sich problemlos mit einer USB-Powerbank betreiben, somit steht auch der Mobilität für den leichten und griffigen Synth nichts im Wege. Meine Empfehlung nicht nur für analoge Newcomer, das Teil macht süchtig. ;)

    PS: Moogulator fragte in seinem BSII-Test im Synmag, „ob das der neue Volkssynth wäre?“ Ich würde diese Frage mit ja beantworten.

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Novation Bass Station 2

Bewertung: 5 SterneBewertung des Autors
Leserbewertung: 4
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