Test: Sound Devices MixPre-10M, -6M, -3M, Mobiler Multitrack Recorder

26. September 2018

12 Spur Bandmaschine für die Hosentasche

SOUND DEVICES MIXPRE-10M

SOUND DEVICES MIXPRE-10M

Vorwort (Mai 2019)

Mit der neuen Software Version 3 wurden viele neue Funktionen vorgestellt und einiger der in diesem Test angesprochene Kritikpunkte beseitigt. Unter anderem lässt sich die MixPre Serie nun mit der Wingman App per iPad /iPhone fernsteuern, das Metering wurde verbessert und die Geräte sind als iOS-Interface nutzbar. Zudem lassen sich nun auch USB-Controller anschließen und der MixPre kann Ambisonics decodieren. Hier gibt es mehr Informationen dazu.

Die amerikanische Firma Sound Devices verspricht uns mit dem Sound Devices MixPre-10M ein Multifunktions-Recording-Tool im Miniformat. Von Musikern für Musiker lautet die Devise. Wie beim Zoom L-12, den ich bereits im Mai testen durfte, handelt es sich beim Sound Devices MixPre-10M um einen stand-alone Multitrack-Recorder, ein Audiointerface und einen Live-Mischer in einem Gerät. Was ihn von vielen anderen mobilen Recordern seiner Größe unterscheidet, ist die Möglichkeit, 12-Spur (!) Overdub-Aufnahmen zu machen. Der Sound Devices MixPre-10M ist also tatsächlich ein Mini-Tonstudio für die Westentasche.

Quadratisch, praktisch, gut – der Sound Devices MixPre-10M

Die Firma Sound Devices aus Reedsburg, Wisconsin, hat vor allem im Filmbereich eine sehr gute Reputation für qualitativ hochwertiges Audioequipment. In den vergangenen Jahren hatten sie auch schon Audiointerfaces wie den USBPre2 im Angebot, aber nun drängen die Amerikaner mit einer großen Offensive auf den Markt für mobile Recorder und haben anspruchsvolle Produzenten, Songwriter und Musiker gleichermaßen im Visier.

Sound Devices MixPre-10M

Die neue MixPre Serie gibt es in zwei verschiedenen Varianten. Die normale Serie ist für Location-Recording gedacht, während die „M“-Variante für Musikschaffende konzipiert wurde. Den Anfang machte man mit dem Topmodell Sound Devices MixPre-10M. Seit Mitte Juni gibt es auch die kleineren Brüder MixPre-3M und MixPre-6M, die weniger Ein- und Ausgangskanäle bieten. Bei allen Dreien steht allerdings die volle Zahl von 12 Overdub-Spuren zur Verfügung und die Software verfügt über die gleichen Features.

Sollte jemand von euch bereits einen MixPre-3 oder MixPre-6 besitzen und würde ihn gerne in eine „M“-Version verwandeln, so ist das übrigens durch den Kauf des sogenannten „Musician Plug-in“ möglich. Dieses kostet 99,- US-Dollar und enthält alle Features der „M“-Variante.

Sound Devices MixPre-10M

Die Features des Sound Devices MixPre-10M

Von welchen Features ist genau die Rede? Erstmal ran ans Datenblatt, damit wir uns den Mund wässrig machen: 12 Kanäle, 8 diskret aufgebaute, rauscharme Class-A Kashmir Preamps mit sage und schreibe 76 dB Gain, Hall-Effekt, „Air“-Effekt, Metronom, Track-Bounce, Limiter und Punch in/out machen den Anfang. Neben dem normalen USB-Anschluss für einen Datenträger, auf dem automatisch Backups angefertigt werden, gibt es auch einen USB-C-Anschluss für die Verwendung als 12-In/4-Out Audiointerface für Windows und Mac.

Intern werden die Aufnahmen auf SD-, SDXC- oder SDHC-Karte mit einer Kapazität von bis zu 512 GB geschrieben und die maximale Auflösung beträgt 24 Bit / 96 kHz. Die höhere Auflösung wie 192 kHz gibt es bei der M-Variante der MixPre Serie nicht, wegen des riesigen Funktionsumfangs ist hier bei 96 kHz Schluss. Der Sound Devices MixPre 10M unterstützt auch die gleichzeitige Aufnahme auf SD-Karte sowie am Computer als Interface. Den Dynamikumfang gibt Sound Devices mit beeindruckenden 120 dB (A-gewichtet) an.

Das alles in dieser kleinen Kiste, die gerade mal 910 Gramm auf die Waage bringt und sich mobil mit 8 AA-Batterien betreiben lässt.

Sound Devices MixPre-10M

Der Sound Devices MixPre-10M im Größenvergleich

Ausgepackt – der Sound Devices MixPre-10M

Wow, das ist ja mal eine „flache Flunder“. Der Sound Devices MixPre-10M ist nur 3,6 cm hoch, 20 cm lang und 17,5 cm tief. Wie alle anderen Mischer und Recorder ist auch die neue MixPre Serie „Made in USA“. Die Ober- und Unterseiten des Gehäuses sind aus Aluminium gefertigt und alles macht einen extrem robusten Eindruck. Sollte das gute Ding jemals den Händen entgleiten und zu Boden fallen, hätte ich keine Bedenken, dass es danach noch funktioniert. Auch gibt es auf beiden Seiten eine Gummibeschichtung, womit der MixPre bombenfest auf dem Tisch hält und die Auflagefläche darunter nicht zerkratzt.Sound Devices MixPre-10MDie 8 kombinierten XLR/TRS-Eingänge, von denen es auf jeder Seite vier Stück gibt, sind von bewährter Neutrik Qualität. Alles ist sehr sauber und hochwertig verarbeitet. Die 8 Drehregler an der Frontseite sind gut proportioniert, um sich auch von Menschen mit großen Händen einfach bedienen zu lassen. Motorische Feinarbeit, wie bei den Reglern des Zoom F8n, wird hier vom Anwender nicht verlangt. Ein kleiner „Joystick“ ist für Aufnahme, Abspielen, Vor- und Rücklauf zuständig. Alle Drehregler des Sound Devices MixPre-10M und der Joystick sind übrigens zugleich „Push-Potis“, die man auch drücken kann.

Sound Devices MixPre-10MAuf der rechten Seite gibt es einen Endlosdrehregler, der einerseits für die Lautstärke des Kopfhörerausgangs, wie auch für sehr viele Menüeinstellungen zuständig ist. Der Kopfhörerausgang darüber kommt im kleinen 3,5 mm Format. Daneben gibt es einen 3,5 mm Eingang für AUX bzw. Mic, zwei Ausgänge im Mini-XLR/TR3-Format und die Mic/Line-Eingänge 5–8.Sound Devices MixPre-10MAuf der Rückseite des Sound Devices MixPre-10M finden wir einen Hirose Anschluss, das dazu passende 12 Volt Netzteil gehört zum Lieferumfang. Für den Batteriebetrieb wird eine 8 AA-Batterie-Box mitgeliefert, die man im Netzteilbetrieb aber auch einfach abnehmen kann. Diese Box ist ein kleiner Geniestreich, sehr durchdacht und die Qualität macht einen besseren Eindruck als zum Beispiel die Batterie-Box das Zoom F8 (beim neuen Zoom F8n fehlt dieses Feature leider komplett). Diese Qualität hat seinen Preis und im Falle von Sound Devices leider einen recht hohen – falls man sich weitere Batterie-Boxen anschaffen will, schlagen diese mit 117,- Euro Euro pro Stück zu Buche. Besagte Box von Zoom kostet 29,- Euro – die ist zwar nicht auf dem gleichen Level, was die Verarbeitungsqualität betrifft, aber 117,- Euro finde ich doch etwas happig im Vergleich. Hinter dieser Batterie-Box versteckt sich der SD-Karten-Slot. Kurioserweise ist dort auch ein Inbusschlüssel und eine kleine Schraube magnetisch befestigt. Wofür das wohl gut ist?Sound Devices MixPre-10MAuf der linken Seite finden wir schließlich die Eingänge 1 bis 4, eine USB-Typ-A- und eine USB-Typ-C-Buchse, den Ein/Aus-Schalter und eine 3,5 mm Buchse mit der Aufschrift X1 und X2. Warum wir 2 USB-Anschlüsse brauchen und was es mit der X1/X2-Buchse auf sich hat, erfahrt ihr im Praxisteil.Sound Devices MixPre-10MBeim Bildschirm des Sound Devices MixPre-10M handelt es sich um einen 2,6 cm x 3,2 cm großen Touchscreen. Der erscheint mickrig und beim Auspacken kommen erste Zweifel auf, ob und wie man damit arbeiten kann. Warum der Bildschirm so klein ist, hat neben dem kleinen Gehäuse bestimmt auch mit der Philosophie von Sound Devices zu tun.

„Dawless Recording“ mit dem MixPre-10M – Part I

Kennt ihr das noch? Musik machen, ohne auf einen Bildschirm zu starren? Einfach mal eben den „Rec“-Button drücken, sich auf die Musik konzentrieren und seinen Ohren vertrauen?
Ich persönlich wünsche mir das oft zurück – findet doch bestimmt 80 % meiner Arbeit als Produzent heutzutage vor einem Bildschirm statt. (In diesem Hinblick könnte für einige von euch das Interview mit Carsten Lohmann über das legendäre Studio Magazin interessant sein, welches unter anderem auch auf den Wandel der Aufnahmetechnik eingeht.) Sound Devices bewirbt die MixPre M-Serie mit dem Schlagwort „Dawless Recording“ und hat durch diesen Ansatz bei mir erst mal einen „Stein im Brett“.

Viele Musikerkollegen in meinem Umfeld schaffen sich Computer, Interface und eine DAW an, um Musik aufzunehmen – wenn man damit aber nicht täglich zu tun hat, ist der Frust oft schon vorprogrammiert. Eine DAW beherrscht man nur durch ständiges Arbeiten, Treiberprobleme und Latenzen können der stärksten Inspiration den Garaus machen. Auch dauert es eine Weile, bis so ein System hochgefahren ist und man alle Einstellungen vorgenommen hat, um schließlich aufnehmen zu können.

Erste Schritte mit dem MixPre-10M

Der Sound Devices MixPre-10M benötigt nach dem Einschalten knapp 7,6 Sekunden, um aufnahmebereit zu sein. Damit ist der Kleine also sogar etwas schneller als Usain Bolt über 100 Meter.

Was Power anbelangt, ist er auch nicht zimperlich – neben dem mitgelieferten Netzteil und Betrieb mit AA-Batterien lassen sich via Hirose-Anschluss auch externe Akkus verwenden. Sogar für Sonys L-Serie gibt es einen Adapter. Ich lade erstmal 8 AA-Batterien in die Batterie-Box, damit ich mich im Studio frei bewegen kann. Kein Schreibtisch, kein Bildschirm keine DAW! Let’s go Dawless …Sound Devices MixPre-10MÜberraschenderweise komme ich mit dem kleinen Touchscreen gut zurecht und das Navigieren durch die Menüs funktioniert ohne Probleme. Der Bildschirm strahlt kräftig und ist auch im Sonnenlicht bei Outdoor-Anwendungen sehr gut lesbar.

Ein großer Pluspunkt im Vergleich zu Zoom F8n bzw. Zoom L-12 ist die Matrix, die es erlaubt, die Kanäle intern zu routen. Das ist für diesen kleinen Bildschirm beeindruckend gut gelöst.
Alle Eingänge lassen sich beliebigen Aufnahmespuren zuweisen. Damit spart man sich das Umstecken, wenn man einfach nur auf einem neuen Kanal aufnehmen will.
Die Anzeige wird bei der Aussteuerung übrigens durch die mehrfarbigen LED-Ringe der 8 Gain-Potis auf der Frontseite ergänzt. Diese leuchten je nach Intensität der Lautstärke unterschiedlich stark in Grün, Orange und Rot.

Die ersten Aufnahmen sind nach kurzem Überfliegen der „Quick Start Guide“ wirklich schnell gemacht und klingen sehr ansprechend. Das Handbuch selbst ist gut aufgebaut, leider aber nur auf Englisch als PDF verfügbar. Wer alle Funktionen seines MixPre kennenlernen will, muss also seine Englisch-Kenntnisse auspacken.

Die Menüführung selbst ist sehr gut gelöst. Mit einem Druck auf ein Drehpoti landet man immer im entsprechenden Kanal und kann auf zwei Seiten alle Einstellungen vornehmen.
Genial einfach ist auch die Auswahl der Spuren mit dem Spuren-Selektor. Dieser ist notwendig, da nur 8 Potis für 12 Spuren zur Verfügung stehen. In der Mixer-Ansicht wählt man hier einfach den jeweiligen Block aus und schon werden aus Track 5-8 die Tracks 9-12. Hier ein Video dazu.

Bei der Erstellung eines Projekts bietet der Sounddevices MixPre-10M auch die Möglichkeit, vorhandene WAV-Dateien zu importieren. In diesem Fall werden die Kanäle 1 und 2 dafür belegt.
Das ist ein tolles Feature, um zum Beispiel Instrumente zu einer vorhandenen Drumspur aufzunehmen – oder umgekehrt: einen Drummer mit 10 Kanälen zu einem bereits bestehenden Demo spielen zu lassen.

Die 8 Kashmir Preamps sind diskret aufgebaut und klingen wirklich ausgezeichnet. Sie erinnern mich durch ihre Offenheit und Transparenz vom Charakter her an API. Damit lassen sich absolut professionelle Aufnahmen machen. Etwas verwundert bin ich von der Gain-Kurve der Preamps. Im Vergleich zu anderen digitalen Preamps wie dem Zoom F8n oder dem RME UFX ist das aufgezeichnete Signal in weiten Bereichen um ca. 7 dB leiser. Gegen Ende des Gain-Bereichs gleicht es sich wieder an. Wer also gewohnt ist, mit einem bestimmten Mikrofon bei +35 dB aufzunehmen, darf dem Sound Devices ruhig +42 dB spendieren. Das Rauschen ist ohnehin sehr extrem gering und fällt nicht ins Gewicht. Die Preamps liefern zwischen +6 dB und +76 dB, der Line-Eingang lässt sich zwischen -20 dB und +30 dB regeln.

Auch beim Metronom merkt man, dass sich die Jungs von Sound Devices richtig Gedanken gemacht haben. Der Click lässt sich nämlich zur Sicherheit auf einem eigenen Kanal aufzeichnen. Das ist ein Unikum, ergibt aber total Sinn, um in der Nachbearbeitung die Synchronisation sicherzustellen.
Befindet man sich im Metronom-Menü, so klickt dieses leise vor sich hin und man kann alle Einstellungen vornehmen. Es ist also nicht notwendig, erst aus dem Menü zu gehen auf Play bzw. Rec zu drücken, um das Metronom zu hören, wieder ins Menü zurückzugehen, um etwas zu ändern und so weiter. Solche kleinen Feinheiten und die Liebe zum Detail sind es, die den MixPre schnell sympathisch werden lassen.

Endlose Weiten mit dem Sound Devices MixPre-10M

Die eingebauten Halleffekte sind absolute Spitzenklasse. Sie zeichnen sich durch eine wunderbare räumliche Tiefe, klangliche Wärme und Musikalität aus. Die hätte ich verdammt gerne als Plugin.
Es macht wirklich viel Spaß, sich endlos treiben lassen und sich darin zu verlieren. Man hat die Möglichkeit, zwischen „Room“ „Hall“ und „Plate“ zu wählen und den Effekt mit Decay, Pre-Delay und HF-Damp modifizieren. Pro Projekt steht ein Effektweg zur Verfügung, der dann allen Spuren individuell zugemischt werden kann.

Für eine einzelne Spur gibt es auch einen sogenannten „AIR“-Effekt. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus Kompression und Veränderungen im oberen Frequenzband (Exciter).
Dieser Effekt wurde hauptsächlich für Sänger entwickelt, um gesanglich sozusagen durch den Mix zu schneiden, Stichwort: „Cut through the mix!“

Das klingt interessant, ich persönlich würde den AIR-Effekt aber wohl nur bis zu einem Anteil von 40 % verwenden. Bis dahin kann man das Signal angenehm komprimieren, darüber hinaus wird es mir für meinen Geschmack zu scharf. Kompressor und EQ mache ich aber ohnehin bei Bedarf lieber später in der Mischung.

Während des Aufnahmeprozesses überschreibt oder löscht der MixPre übrigens keine Daten. Alle Aufnahmen verbleiben in dem Projekt-Ordner. Durch die History-Liste hat man die Möglichkeit, verschiedene Takes miteinander zu vergleichen oder auch wieder ein paar Schritte zurückzugehen (Undo). Ist man schließlich mit seinem Werk zufrieden, kann man entweder einen Mixdown als Wave- bzw. AAC-Datei erstellen oder alle Spuren als einzelne WAV-Dateien ausspielen. Legt man diese Dateien dann später in einer DAW bei 0:00:00 an, klingt alles so wie im MixPre und man kann am Computer weiterarbeiten.

„Non-destructive Ping Pong“ – aus 12 Spuren mach unendlich

Hier ein kleiner Praxis-Tipp: Wie oben erwähnt, überschreibt oder löscht der MixPre keinerlei Daten. Dadurch ist es auch möglich, weit mehr als nur die 12 Spuren für ein Projekt aufzunehmen. Dies erreicht man beispielsweise, indem man Spur 1-10 aufnimmt und einen WAV-Export aller einzelnen Tracks macht. Der MixPre bounct dabei jede Spur in den Render-Ordner. Im MixPre fertigt man nun auf den Spuren 11/12 einen Stereo-Mixdown des Liedes an. Zu diesem Stereo-Mix kann man nun wieder auf den Spuren 1-10 aufnehmen und da die Daten der einzelnen Spuren auf der SD-Karte nicht überschrieben werden, hat man beim nächsten Export noch immer alle Einzelspuren im „Render“-Ordner. Diese insgesamt 20 Einzelspuren kann man nun in die DAW übertragen und dort mit der Mischung beginnen. Das Beste daran? Dieser Vorgang lässt sich beliebig oft wiederholen.

Als Audiointerface lässt sich der MixPre sowohl unter Windows als Mac OSX nutzen. Sounddevices hat sich hier für ein USB-C-Kabel entschieden, welches leider nicht im Lieferumfang ist.
Die freundlichen Jungs vom deutschen Vertrieb Ambient Recordings waren aber so nett und haben mir ein solches Kabel für den Test zugeschickt.

Unter El Capitan läuft alles automatisch ohne Probleme, mit meinem älteren System Snow Leopard 10.6.8 verbindet sich der MixPre-10M leider nicht. Eigene Treiber gibt es für den Mac nicht. Windows wird ab Version 7 unterstützt, die ASIO Treiber dafür lassen sich auf der Homepage von Sound Devices herunterladen

Sound Devices MixPre-10M

Während der Beschäftigung mit dem Sound Devices MixPre-10M entdeckt man immer wieder neue, gut durchdachte Features, die einem die Arbeit erleichtern. So lässt sich zum Beispiel via USB sogar eine Tastatur anschließen, um Tracks, Cues, und Projekte zu benennen! Auch kann man den Kippschalter an der Vorderseite mit frei wählbaren „Shortcuts“ belegen und mit häufig verwendeten Menüpunkten verlinken. In jedem Projekt lassen sich 99 Cue-Punkte setzen, die man schnell anwählen kann. Auch ein eingebautes Mikrofon hat der MixPRe mit an Bord, um mal eben schnell ein Demo einzuspielen.

Sound Devices bietet mit dem PIX Base eine Halterung an, mit der die Sichtachse zur Frontplatte einstellbar ist.

Ich behelfe mir während der Testphase hin und wieder mit einem Tripod und das funktioniert auch wunderbar. Gewinde für 1/4 Zoll bietet der MixPre an der Unterseite sowie an der Oberseite.
Hier kommt der Clou mit dem bereits erwähntem Inbusschlüssel: Steckt man diesen in das Gewinde an der Unterseite des Gehäuses, so kommt an der Oberseite ein neues Gewinde heraus. Dort kann man nun eine Kamera, ein Mikrofon oder sogar einen zweiten MixPre verschrauben. Lässt man den Inbusschlüssel los, verschwindet das obere Gewinde durch einen Federmechanismus automatisch wieder. Absolut genial.

Die Batterielaufzeit des MixPre-10M

Bezüglich Akkulaufzeit habe ich einen Vergleichstest mit dem aktuellen Zoom F8n gemacht.
Bei einer 6-Spur-Aufnahme mit drei dynamischen Mikros, zwei Kleinmembran-Kondensatormikros und einem Großmembran-Kondensatormikrofon hält der Akku unter Verwendung von 8 Eneloop NiMH Batterien 2:47 Stunden. Der Zoom F8n hält unter gleichen Bedingungen 3:55 Stunden. Dies ist wohl unter anderem auch darauf zurückzuführen, dass man beim Zoom das Display komplett ausschalten kann, während sich beim MixPre nur die Helligkeit reduzieren lässt. Bevor sich der MixPre verabschiedet, weist eine entsprechende Warnung auf die bevorstehende automatische Abschaltung hin. Auf dieser Seite gibt Sound Devices Tips zum Umgang mit Batterien.

Sowie man das Netzteil anschließt, schaltet der Sound Devices MixPre übrigens vom laufenden Batteriebetrieb automatisch auf Netzteilspannung um. Wenn man das Netzteil wieder abzieht, holt es sich den Saft wieder von den Batterien – das geht auch während der Aufnahme ohne Sperenzchen.
Dann mache ich doch auch gleich mal den Worst-Case-Test: Stromausfall!

Trennt man das Netzteil oder die Batterien von MixPre, bleiben alle Daten auf SD-Karte und Backup-USB-Stick komplett erhalten. Super! Es ist ein gutes Gefühl, wenn man sich darauf verlassen kann, dass alle aufgenommenen Daten erhalten bleiben. Beim Zoom F8n beispielsweise muss man nach einem Stromausfall die Dateien erst wieder im Recorder herstellen lassen. Die Lösung von Sound Devices ist da um einiges geschmeidiger.

Potential für (noch) mehr beim MixPre-10M

„Wo viel Licht, da viel Schatten“ heißt ein altes Sprichwort. Beim Sound Devices MixPre-10M habe ich zwar das Gefühl, auf hohem Niveau zu nörgeln, aber auch hier gibt es meines Erachtens noch Spielraum für Verbesserungen.

Etwas schade finde ich, dass die großen Potis an der Frontseite nur die Lautstärke der Mischung beeinflussen. Hier hätte ich mir gewünscht, dass ich damit auch die Eingangsverstärkung der Preamps regeln kann. Es würde sich anbieten, nach einem Doppelklick auf den jeweiligen Regler, die Gain-Einstelllungen vornehmen zu können. Hoffentlich kommt diese Funktion in einem der nächsten Betriebssystem-Updates, denn damit würde man das Multifunktionspoti am rechten Rand entlasten.

Sound Devices MixPre-10M
Diesem Poti am rechten Rand kommt in der Bedienung eine extrem wichtige Bedeutung zu, denn man braucht es für sämtliche Einstellungen – seien es die Routing-Matrix, die Gain-Regler, Auswahl diverser Einstellungen oder als Keyboard-Ersatz, um bei Benennungen des Songs oder der Spuren durch das Alphabet zu scrollen.

Ich finde die Platzierung des Potis ungünstig gewählt, denn es befindet sich direkt unter dem Kopfhöreranschluss. Das macht die Arbeit manchmal etwas fummelig, wenn ein Kopfhörer angeschlossen ist und einen solchen braucht man bei einem Overdub-Recorder bei fast jedem Arbeitsschritt.

Hätte man die Aux-In mit Headphone-Out getauscht, wäre es wohl schon etwas besser.
Behelfen kann man sich, indem man das Kopfhörersignal zu den X1/X2-Ausgängen auf der anderen Seite MixPre routet (an diesem Ausgang können sowohl Line- als auch Kopfhörer-Level anliegen). Allerdings lässt sich die Lautstärke für diesen Ausgang nur über das Menü regeln. Die Möglichkeit, die Lautstärke des X1/X2 wahlweise auch über das Lautstärkerpoti des Kopfhörers zu regeln, ließe sich aber auch mit einem Firmware-Update realisieren.

Sound Devices MixPre-10M

Ein angeschlossener Kopfhörer erschwert die Bedienung, wenn der MixPre auf einer Fläche aufliegt

Auf der gegenüberliegenden Seite gibt es eine ähnliche Fehlplatzierung des An/Aus-Schalters. Bei eingestecktem USB-Stecker ist es kaum noch möglich, den MixPre-10M an- oder auszuschalten.

Sound Devices MixPre-10M

Mir persönlich ist die vertikale Aussteuerungsanzeige der einzelnen Kanäle auch etwas zu klein. Dawless Recording? Ja, sehr gerne, aber bitte mit einer vernünftigen Aussteuerungsanzeige.
Diese erfolgt im Sound Devices Mixpre-10M leider ohne jeglichen numerischen Wert. Ich würde gerne wissen, ob mein Pegel -20 dB , -12 dB oder -8 dB hat – nur „grün“ ist mir leider zu wenig.
Hier ist der Zoom F8n klar im Vorteil. Zum einen dank seines größeren Displays (3,7 cm x 5 cm vs. 2,6 cm x 3,2 cm), zum anderen bietet er viele verschiedene Optionen für die Pegelanzeige. Hoffentlich fügt Sound Devices im Laufe der Zeit durch ein Update eine verbesserte, horizontale Anzeige hinzu. Vorbild könnte auch das RME UFX sein, welches bei ähnlicher Bildschirmgröße eine deutlich bessere Kontrolle bietet.

Sound Devices MixPre-10M

Eine numerische Pegelanzeige gibt es bisher nur für die Masterausgänge

Die Trackbenennung der Wave-Dateien finde ich auch verbesserungswürdig, da die Track-Nummerierung beim Import in eine DAW nicht mit den Kanalnummern des MixPre übereinstimmt. Aus Track 1 wird Track 3 aus Track 5 wird Track 7 und ab Track 8 wechseln wir plötzlich zum Alphabet. Track 8 hat die Bezeichnung „A“, Track 10 „C“ und so weiter. Wieso, weshalb, warum bleibt mir unergründlich. Und wo sind Track 1 und 2 geblieben? Hier auch meine Bitte nachzubessern.

Ich würde mir wünschen, die sehr guten, inspirierenden Hall-Effekte auch direkt auf einer weiteren Spur bzw. einer Stereospur aufnehmen oder bouncen zu können. Der Hall-Effekt liegt nur am Stereo-Mix an, das heißt alle Dateien werden ohne Hall aufgezeichnet. Will man ihn in eine Datei „einbrennen“, muss man nach einer Aufnahme die Spur mit Effekt nochmal extra auf zwei anderen Spuren aufnehmen. Das  funktioniert nur in Echtzeit und ist leider zeitaufwändig und reduziert die Spurenzahl. Effizienter wäre es, wenn man bei dem Export der individuellen Spuren die Wahl hätte, von einem Kanal mit Hall-Effekt eine Stereo-Spur mit FX zu bouncen.

Was mir (noch) fehlt beim MixPre-10M

Obwohl es auf vielen Webseiten anders beworben wird, ist die Verwendung des MixPre-10M mit der kostenlosen Sound Devices „Wingman App“ nicht möglich.

Die normale MixPre Serie kann das und die Bluetooth-Hardware ist meines Wissens auch in den Geräten der M-Variante verbaut. Schade, dass Sound Devices dieses Feature gestrichen hat, es wäre sehr praktisch, um via iOS oder Android mehr Kontrolle über die Pegel einer Aufnahme zu haben.

Meine Versuche, den MixPre-10M als Audiointerface für iOS zu verwenden, waren leider nicht erfolgreich. Ein mobiler Recorder im Jahre 2018, der sich nicht mit iOS verständigen kann? Auch hier hoffe ich auch ein Update, damit der MixPre-10M für diese doch sehr wichtige Audio-Schnittstelle geöffnet wird.

Wie schon beim Zoom L-12 und beim Zoom F8n bleibt mein sehnlichster Wunsch – ein ADAT-Ausgang – auch beim Sounddevices MixPre-10M unerfüllt. Die Mehrzahl der Interfaces über 300 Euro bieten ja eine ADAT-Schnittstelle an und der MixPre-10M würde mit seiner Klangqualität viele interne Preamps in den Schatten stellen. Durch die hervorragenden Mikrofonvorverstärker hätte der Anwender dadurch die Möglichkeit, ein bereits existierendes Audiointerface um 8 hochwertige Eingangskanäle zu erweitern. Dadurch ließen sich die Einsatzmöglichkeiten des MixPre-10M im Studio sinnvoll erweitern und man würde einen zusätzlichen Kaufanreiz schaffen.

„Dawless Recording“ mit dem MixPre-10M – Part II

Trotz meiner Wünsche für die Zukunft ist der Sound Devices MixPre-10M schon jetzt ein ausgereifter und absolut empfehlenswerter Recorder. Mit seinem Funktionsumfang und der sehr guten Klangqualität steht er allein auf weiter Flur.

Während der Testphase hatte ich das Vergnügen, ein Gespräch mit Chris Mittlesteadt, einem der Väter des Sound Devices MixPre-10M Serie, zu führen. Zusammen mit seinen Kollegen Paul Isaacs und Matt Anderson hat er die MixPre Serie entwickelt. Chris hat sein eigenes Studio und ist selbst leidenschaftlicher Musiker. Die Idee für die M-Serie wurde geboren, als er für eine Aufnahme-Session seine alte 24-Spur-Bandmaschine wieder angeworfen hat. In der Arbeit damit wurde ihm klar, wie wichtig es ist, im kreativen Prozess Entscheidungen zu treffen und sich zu einem Sound zu einem Take zu bekennen. Auch die klangliche und spielerische Qualität musste bei der Aufnahme stimmen.
„The choices I had to make made the music better in the end. Because of the limitations I faced, I had to be a better producer. The whole creative process was very different from the one working with a DAW – we had so much fun“

Einer der wichtigsten Punkte in der Entwicklung des MixPre waren für ihn die Preamps – sie sollten diskret in Class-A aufgebaut sein und keine Wünsche offen lassen. Allein an den Algorithmen der Hall-Effekte arbeitete sein Team ganze 6 Monate, um die Qualität zu erreichen, die Chris vorschwebte. Beim Sound durften trotz der Größe keinerlei Abstriche gemacht werden.

Multitrack-Recorder mit Overdubbing, Live-Mixer und Audiointerface

Während meiner zweimonatigen Testphase mit dem Sound Devices MixPre-10M dauerte es tatsächlich ein wenig, bis ich gedanklich von der DAW loslassen konnte. Auch bei mir änderte sich der Aufnahmeprozess. Plötzlich spielte ich keine einzelnen Parts von Songs mehr ein oder machte mehrere verschiedene Takes, um diese dann im Nachhinein zu vergleichen. Ich beschäftigte mich intensiver mit dem „Was“ und dem „Wie“- was ist nötig für den Song und wie muss es klingen.
Belohnt wurde ich dadurch, dass der gesamte Aufnahmeprozess ungemein befriedigend wurde und dass ich viel weniger Zeit für die Nachbearbeitung in der DAW aufwenden musste. Es macht wahnsinnig viel Spaß, sich darauf einzulassen. So etwas lässt sich schlecht in ein Handbuch schreiben oder auf einem Werbebild erklären. Das muss man machen und selbst erleben.
Gerade wenn ein Song entsteht, ist das Einfangen von Ideen ungemein wichtig. Die richtige Gitarre mit dem richtigen Amp schafft einen besonderen Sound, der dich in diesem Moment zu einem Lied inspiriert. Am nächsten Tag klingt es vielleicht schon weider völlig anders. Diese magischen Momente in kompromisslos guter Qualität festhalten zu können, ist die Stärke der MixPre Serie.

Da die kleinen Brüder 3M und 6M alle Software-Features des MixPre-10M mit an Bord haben (12 Spuren Overdub, Hall, Metronom, Import, Kashmir Preamps etc.) kann ich diese erschwinglicheren Varianten jedem Singer-Songwriter/Produzenten uneingeschränkt ans Herz legen.

Meine Taylor Akustikgitarre, abgenommen mit dem Golden Age Premier GA-47:

Alle Hall-Effekte wurden dem Singnal zu 100 % dazugemischt.

Hier ein Vergleich der Vorverstärker des RME UFX, des Zoom L-12 und des Sound Devices MixPre-10M am Piano:

E-Gitarre und Bass im Vergleich mit dem Zoom F8n und dem Warm Audio WA-12:

Zu guter Letzt noch ein schneller Song, mal eben so. Zack, zack, 12 Spuren ohne DAW. Bis auf Links/Rechts-Panning keinerlei Effekte:


Fazit

Endlich! Overdub für die Westentasche in kompromisslos guter Audioqualität. Mit dem Sound Devices MixPre-10M lassen sich absolut professionelle Aufnahmen erstellen.
Er ist „Made in USA“ und daher „Built like a tank“. Qualität hat seinen Preis und der ist absolut gerechtfertigt, da sich der Recorder um einiges flexibler einsetzen lässt als die Konkurrenz. Der „Dawless Recording“ Ansatz gefällt mir ausgesprochen gut und der Aufnahmeprozess wird dadurch ungemein befriedigend. Ein vergleichbares mobiles Gerät mit diesem riesigen Funktionsumfang bzw. Klangqualität ist mir nicht bekannt.

Viele geniale Ideen der Entwickler erschließen sich erst in der Arbeit mit dem MixPre-10M. Trotzdem gibt es noch Spielraum für Verbesserungen, was die Hardware sowie die Software betrifft. Die Positionierung des wichtigen Trim-Potis direkt unterhalb des Kopfhörerausgangs erschwert bei eingestecktem Kopfhörerkabel leider die Navigation. Auch funktioniert die Wingman-App derzeit nicht und mit iOS lässt sich der MixPre-10M (noch?) nicht verwenden. Sound Devices hat in der Vergangenheit bewiesen, dass die Produkte durch regelmäßige Firmware-Updates gewartet und weiterentwickelt werden. Da sich einzelne Kritikpunkte durch ein Update der Software verbessern lassen, bin ich guter Dinge, dass Sound Devices auch beim MixPre-10M auf seine Nutzer hören wird. Durch das clevere Dateimanagement des Sound Devices MixPre-10M lässt sich die Zahl der exportierbaren Spuren übrigens beliebig erhöhen.

Während der zweimonatigen Testphase ist mir der MixPre-10M sehr ans Herz gewachsen. Da die Software-Features bei den Varianten 3M und 6M identisch sind, kann ich auch diese Versionen wegen des günstigen Preises sehr empfehlen.

Plus

  • Overdubbing mit 12 Spuren
  • sehr gut klingende Mikrofon-Preamps mit hoher Verstärkung
  • sehr gute, inspirierende Hall-Effekte
  • hohe Reserven der Kopfhörerausgänge
  • extrem robust, hohe Verarbeitungsqualität
  • viele Optionen für die Stromversorgung
  • Daten bleiben nach Stromausfall komplett erhalten!
  • gleichzeitige Aufnahme auf SD-Karte und Computer
  • automatisches Backup auf USB-Stick
  • durch cleveres Dateimanagement ist die Zahl der exportierbaren Spuren erweiterbar

Minus

  • iOS Wingman App wird nicht unterstützt
  • nicht als iOS-Interface verwendbar
  • Position des Mulitfunktions-Potis und On/Off-Schalters
  • Halleffekte nur über Ping-Pong-Bounce exportierbar
  • genaues Metering der einzelnen Kanäle ist schwer

Preis

  • Ladenpreis: 1.785.- Euro
Klangbeispiele
Forum
    • Profilbild
      Raphael Tschernuth  RED

      Hi tenderboy,

      als EQ steht mit dem Low Cut wenigstens fast ein EQ Band zur Verfügung :)
      Die Frequenz lässt sich pro Kanal zwischen 40Hz bis 160Hz bei 18 dB/Oktave einstellen.

      Viele Grüße,

      Raphael

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        tenderboy  

        Hi Raphael!

        Danke für die Info!

        Ich benötige leider für Konzerte die im Gehen stattfinden (alles via Funk) eigentlich ein digitales Mischpult dass man mit Batterien verwenden kann.

        Die ganzen kleinen Digitalpulte haben leider alle ein 18V Netzteil, dh. ich kann die nicht ohne weiteres mit Bleiakkus betreiben.

        Bis jetzt nehm ich dafür das analoge Behringer 1002 dass aber zum einen schlecht klingt und zum anderen brauch ich recht dringend Kompressoren in den Kanälen und gern auch einen Limiter im Masterbus, da die Sendestation für die Funkkopfhörer sehr pingelig ist was Pegel angeht.

        Ich weiß, das ist eine seeehr spezielle Anforderung :)

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      tenderboy  

      Nachdem im Test 2 Kleinmembrankondensator- und ein Grossmembrankondensatirmikro erwähnt werden denke ich dass die Preamps voll ausgestattet sind.

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      Franz Walsch  AHU

      Natürlich gibt es 48V Phantomspeisung.
      Wer mer will greift etwas höher ins Regal und kauft den »10T« mit Timecode Generator
      und »Bluetooth Wingman App« Unterstützung. Die »M« Features gibt es ja als kostenpflichtiges Update.

    • Profilbild
      Raphael Tschernuth  RED

      Hi Dave, bei den Testaufnahmen für die Batterielaufzeit wurden 3 dynamische Mikros und 3 Mikros mit 48 Volt Phantomspannung verwendet. :)

  1. Profilbild
    BÄM  

    „Der „Dawless Recording“ Ansatz gefällt mir ausgesprochen gut und der Aufnahmeprozess wird dadurch ungemein befriedigend.“

    Das lässt sich mit einer DAW meiner Meinung nach mit etwas Disziplin ebenfalls erreichen, ohne dass mann zusätzliches Equipment braucht. Man passt halt einfach den Workflow an.

    • Profilbild
      swellkoerper  AHU

      Absolut, der Gedanke kam mir auch sofort. Manche werden trotzdem gut 2000€ ausgeben, um sich vom Rechner „loszukaufen“. Wer`s braucht..

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        antiandi  

        Ich brauchs. Die einen wollen halt analog digital Aufnehmen. Obwohl ich ja zugebe, dass mich der Computer eher überfordert und ich genug in Bildschrme schaue sowieso. Da ich hiermit einen Haufen über jeden Zweifel erhabene Preamps kaufe, mit den Routingoptionen eines Mischpults und als Recorder im Gehäuse verbaut, brauch ich auch nicht mehr. Ich kauf mir also eher eine Maschine, die eben nur das macht. USB-Sticks lassen sich trotzdem anhängen.

        Wenn Du schon gute Wandler und Preamps/DI hast, reicht ja der Computer. Wenn Du aber keinen Computer verwenden willst, bist Du spätestens beim Hochladen deiner Sounds in der Bredouille.. Hiermit das für mich Beste beider Welten. Danke, Sounddevices, auf ein modernes Portastudio habe ich lange gewartet.

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    iggy_pop  AHU

    Und, was kostet der Spaß? 25.000 Euro in der Basisausstattung?
    .
    Nein, 1.800 Euro, Pi mal Daumen. Das ist ja für diesen Hersteller direkt mal geschenkt — sonst bewegt sich doch alles eher auf Nagra-Niveau. Wo ist also der Haken?
    .

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    pauli

    Entschuldigung – mein Deutsch ist nicht gut:) Yes phantom power on all mic inputs, V3 firmware in about a month will include Wingman bluetooth control on M models and USB controller support too on all models. Keep an eye out!

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      Raphael Tschernuth  RED

      Das ist ja eine Ehre wenn sich selbst die Entwickler hier einloggen und kommentieren!
      Paul hat die Katze schon aus dem Sack gelassen: Die neue Firmware 3.0 wird die Wingman App via Bluetooth unterstützen und es wird möglich sein den MixPre mit Korg’s nanoKONTROL Studio, nanoKONTROL2, Novation’s Launch Control XL und Akai’s MIDImix zu bedienen!
      Wenn das mal nicht geil ist :)
      Thanks Paul!

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    alfons

    Hoffe die Frage ist nicht blöd : Lassen sich die interne Clock/Metronom via USB zur einer Midiclock generieren ?

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      Raphael Tschernuth  RED

      Hi Alfons, ich denke nicht. Dafür ist mir leider keine Einstellung im Sound Devices MixPre bekannt.
      Das Metronom würdest du bei USB Aufnahmen dann von der DAW hören. Allerdings ist es möglich das DAW Signal (also zum Beispiel das Metronom) aufzuzeichnen. Viele Grüße, Raphael

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    martin stimming  

    der mixpre treiber für windows ist nicht signiert, undzwar so ‚gefährlich‘ dass windows10 ihn nicht installieren lässt. man muss im bios secure boot ausschalten und dann noch im regedit was zusätzliches eingeben.
    was auch doof ist: das musician plugin liest keine über usb storage eingefügten wavs. ansonsten top. ;)

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    swellkoerper  AHU

    Ich finde wie schon beim Zoom-Test das Rufen nach ADAT-Schnittstellen für so ein Gerät höchst unpassend. Optische S/PDIF-Stecker sind, wenn überhaupt, nur als stationäres Format akzeptabel, und auch da überleben sie kein häufiges Ein- und Ausstecken. Das für diese Geräteklasse passende Format wäre wohl AES/EBU per DSub25, aber wohin damit? Dass die tollen Preamps anderwertig genutzt werden wollen, kann ich nachvollziehen, wird aber durch die Möglichkeit, den Recorder als Interface einsetzen zu können, für die allermeisten Fälle abgedeckt.

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