Test: U-he Zebra 2.2, Software Synthesizer

25. Dezember 2007

Geheimtipp unter den Software-Synthesizern

U-He Zebra 2 heißt ein bisher von uns nicht berücksichtigtes digitales Werk von Urs Heckmann in Form eines Software Synthesizers. Und ich muss gestehen, manchmal führen auch von außen herangetragene Unterlassungsrüffel zu einem Review, das ich aber, soviel sei schon verraten, gern gemacht habe. Und der Rüffel kam weder vom Entwickler noch war er mit irgendwelchen Zielvorgaben verbunden, nicht dass hier falsche Vermutungen aufkommen. Auch in Anbetracht der Tatsache, dass mir schon viele Benutzer dieser Software um einiges an Erfahrung voraus sind, denke ich, dass ich als Neueinsteiger in die Zebra-Welt über dieses Portal einiges zu bemerken habe. Alle Anwender, die dann noch etwas vermissen oder gar einen berechtigten Einwurf machen wollen, sind herzlich gebeten, ihren Kommentaren freien Lauf zu lassen. Doch genug des Vorworts, kümmern wir uns einmal um die..

Installation

Diese fand auf meiner Pepperbox statt, einem PC mit einem Pentium IV 3,4 GHz Prozessor und Windows XP SP2. Als HOST diente der Steinberg Cubase Sequenzer mit Version 4.0.3. Die Software wird über das Installationsprogramm in einen gewünschten PlugIn-Ordner gestellt, die Registrierung mit Hilfe des vom Hersteller gelieferten Codes findet durch Eingabe des Namens und des Codes statt und ist damit schnell erledigt. In Zeiten von Syncrosoft, iLok und NI Service Center eine leichtgängige Variante. Das war es schon.

Die Architektur…

…des recht modularen Synthesizers erschließt sich dem U-He Zebra 2-Neuling wie mir natürlich nicht auf Anhieb, lässt sich aber schnell nachvollziehen, sobald man sich erst einmal ein bisschen „eingeklickt“ hat. Es gibt nur ein großes GUI, das zwischen Perform, Synthesis und Presets umschaltbar ist. Zudem wird im unteren Drittel noch ein weiteres unabhängig umschaltbares Fenster angeboten. In diesem kann der Anwender zwischen Global FX, More Osc 1 – 4, More FMO, Multistage EG, XY Assign, Arp Control und Enjoy! auswählen. Da die Hauptarbeit zur Klangerstellung im Synthesis-Fenster erledigt wird, werde ich mich zuerst auf dieses stürzen. Ich hatte mich natürlich nach der Installation durch einige der reichlich vorhandenen Presets geklickt und schon auf diese Weise war zu sehen und zu hören, dass dieser Synthesizer einige Syntheseformen zu bieten hat. Eine Syntheseform-Schublade ist also für den Zebra 2 nicht zu verwenden.

Alternativ abrufbar: Neue Skins wie z.B. dieser „Dot Eight Skin“

So bleibt mir erst einmal nichts anderes übrig als die Matrix zu erwähnen, innerhalb der bis zu vier Oszillatoren, vier FM-Module und zwei Rauschgeneratoren verknüpft und durch Filter geschickt werden können. Hier ist noch anzumerken, dass insgesamt 19 Filtertypen zur Auswahl stehen, die natürlich schon für erhebliche Klangfärbung sorgen können.

Die vier Audioausgänge sind entweder auf den Master Out oder auf einen der beiden Effektbusse routbar. An Effekten steht auch einiges zur Verfügung, so dass dem Klang hier auch noch ordentlich was zum Aufpeppen mitgegeben werden kann. Angefangen mit Phaser, Chorus, Delay, Reverb über EQs und Kompressoren bis hin zu Ringmodulator und Waveshaper steht hier einiges im Angebot.

Bestimmte Module…

…möchte ich mir an dieser Stelle einmal näher anschauen und beginnen will ich mit dem Oszillator als in diesem Falle sehr flexiblen Audioquelle. Hier schon kündigt sich die Tatsache an, dass der Zebra 2 etwas Besonderes in der Welt der Software Synthesizer darstellt. Es werden nicht nur einfach Schwingungsformen angeboten, nein, auf vier verschiedene Arten hat der Anwender die Möglichkeit, eigene Schwingungsformen oder gar additive Spektren zu zeichnen/zu erzeugen. Von diesen können für jeden Oszillator 16 gebastelt und am Klang gespeichert werden. Doch damit nicht genug, denn es besteht die Möglichkeit, diese erzeugten Schwingungsformen weich morphend oder im Sinne der z.B. vom PPG bekannten Wavetablesynthese hart zu durchfahren. Hier siedelt schon ein gewaltiges Potential an Klangformung, bevor das Signal überhaupt ein Filter, einen Mixer und/oder einen Effektpfad durchläuft. Man könnte fast meinen, die Oszillatoren bieten schon eine ganze Menge, so dass damit bereits der endgültige Sound erstellt werden kann. Bemerkenswert ist hier auch, dass der Unisono-Modus bei den einzelnen Oszillatoren Anwendung findet. Das ist zwar nicht einmalig auf dieser Welt, aber dennoch nicht besonders häufig anzutreffen. Zum Andicken eines Klanges reicht oft ein Oszillator, so dass auch hier die CPU-Last nicht für alle Klangquellen angereichert werden muss. Ein weiteres hervorstechendes Merkmal findet sich auch in den FM-VCOs, bieten sie doch durch ihr Potential annähernd an DX7 und ähnliche erinnerernde Klänge.

Das Angebot an Filtern im U-He Zebra 2 tut sein übriges, besteht es neben diversen Tief-, Hoch- und Bandpassfiltern auch aus zwei Kammfiltermodellen, die für sich gesehen auch schon wieder ein Minilabor für Filtermodellierung liefern. Jedenfalls wurde auch an dieser Ecke ebenfalls nicht gekleckert, sondern geklotzt. Auffallend ist hier der Unterschied der CPU-Belastung bei Verwendung diverser Filtermodelle, was schnell durch mehr oder weniger aufwändige bzw. notwendige Programmierung der Filtermodelle erklärt ist.

Zum Thema „Leben in den Klang bringen“ stehen auch im Zebra 2 einige Modulationsmöglichkeiten zur Verfügung. Es gibt an den Modulen wie Oszillator oder Filter zwar fest zugewiesene Regler für die Beeinflussung durch LFOs und Hüllkurven, die, ganz nebenbei erwähnt, natürlich Midi-temposynchron arbeiten können, aber ebenfalls vorhandene freie Regler können in einer bestimmten Zahl pro Modul weiteren Modulationsquellen wie Multistage-Hüllkurven, die übrigens über Loop-Segmente verfügen, und einem Stepsequenzer/Arpeggiator zugewiesen werden.

Darüber hinaus lassen sich noch weitere übergeordnete Modulationsquellen zuweisen und mittels eines Modulationsmixers zu den bereits vorhandenen Beeinflussungen des Klangmaterials addiert werden. Wow, hier kann man sich zu Tode modulieren, aber das ist jetzt ein positives Statement.

Das Fenster Presets

…bietet einfach nur die Möglichkeit, sich durch auf der linken Seite stehenden Ordner durchzuklicken und somit dem Hauptfenster bestimmte Presetsammlungen zum Durchsteppen zur Verfügung zu stellen.

Das Fenster Perform…

…verschafft dem Anwender die M ouml;glichkeit, diverse Parameter des Zebra 2 durch externe Controller oder mittels Mausbewegungen zu beeinflussen. Hier können zahlreiche Zuweisungen eingestellt werden, so dass es nicht nötig ist, das Patch an sich in umfangreichem Maße zu verändern, um selbst drastische Klangveränderungen zu erzielen.

U-He ZEBRA 2

Performance Page von U-He ZEBRA 2

Zu guter Letzt…

…erreichte mich noch eine Soundbank, genannt Transmission und erstellt von Ben Hall, die äußerst umfangreich viele Bereiche des Zebra 2 berührt und den Anwender nicht nur mit frischen Patches, sondern auch mit Templates versorgt, um gezielte Ausgangsbasen anzubieten.

Update auf V 2.2 und Oldskool Vol.I und II Sounds

Das Update auf V 2.2 bewirkt neben schnellerem Laden der Klänge auch das fixere Öffnen des Interfaces. Die Sounds werden nun auch mit den Songs gespeichert.

Des Weiteren wurde die volle Kompatibilität mit dem MacOS X 10.5 Leopard erreicht.

Auch im Muse Receptor kann Zebra2 nun installiert werden und ZebraCM-Anwender können nun ihre Klänge auch importieren.

Auf Parameterebene gibt es u.v.a. eine Erweiterung der Modulationsmatrix zu verzeichnen sowie einige Optimierungen wie z.B. in der Verwendung von Modulation Wheel und Pitchbending.

Ebenso ist eine neue Factory-Bank entworfen worden, für die sich der bekannte und klanglich sehr versierte Howard Scarr verantwortlich zeichnet, der zusätzlich noch Templates für die Verwendung von Oszillatoren zur Verfügung gestellt hat.

Die weiterhin kompatiblen früheren Werksklänge stehen als separater Download zur Verfügung, falls sie beim Installieren überschrieben werden.

Ein weitere Sammlung von Presets wird auf der u.a. Zebra-Website zum Kauf angeboten, die zu einem am derzeitigen Kurs ermessenen sehr günstigen Preis von 29 US-$ eine reichhaltige Zusammenstellung an Standard- und auch außergewöhnlichen Klängen aus dem Retrobereich bietet. Durch diese Kollektionen wird eine der Stärken des Zebra2, die Emulation analoger Klänge, sehr gut hervorgehoben.

Original Skin von ZEBRA 2

Mein Eindruck…

…wird durch ein Gefühl der grenzenlosen Möglichkeiten gefärbt. Nun ist „grenzenlos“ übertrieben, kein Synthesizer kann wirklich alles, aber der Zebra 2 gehört mit Sicherheit zu den flexibelsten Klangerzeugern, die mir jemals untergekommen sind.

Ich habe wirklich analog anmutende warme Flächenklänge damit spielen können, dann plötzlich das Gefühl gehabt, etwas PPG-artiges aus den Boxen zu hören. Wavestation-ähnliche Verläufe sind genau so möglich (Stepsequencer als Modulationsquelle gepaart mit Wavetablesynthese eines Oszillators nach Art des Hauses, s.o.) wie schöne typische Virus-Arpeggien. Doch „stirbt“ der Zebra 2 nicht nur in Schönklang, auch böse oder rhythmusunterstützende Szenarien in Form von Sequenzer-/Arpeggiator-gesteuerten Verläufen oder durch die Modulation mittels der Multistage-Hüllkurven sind ohne weiteres möglich. Die mit ansprechend guten „Geräten“ versehene Effektsektion tut ihren Teil zu bemerkenswert lebendigen Klängen dazu. Je nach Verschaltung arbeitet der Anwender entweder mit einem additiven, einem Wavetable-, einem Phasedistortion- oder einem FM-Synthesizer, und das ist doch wohl ein gehöriges theoretisches Potential.

Fazit

Der U-He Zebra 2 ist ein Software-Synthesizer der ersten Wahl, den wir schon eher hätten begutachten sollen. Atmosphärische Pads, harte Bässe, sequenzergesteuerte Percussion, glasklare Effektklänge, ich könnte einiges aufzählen, was aus dem Synthesizer herauszuholen ist und auch wurde, wie in der großen Presetbibliothek zu hören ist. Wenn ich mich in der Instrumenten-Landschaft umschaue, trägt sich der Zebra 2 in einige Sparten der Syntheseformen ein und bietet somit ein wirklich breites Klangspektrum für a) relativ kleines Geld und b) größtenteils recht moderaten Bedarf an CPU-Ressourcen. Nicht nur in der digitalen Welt der Klänge, auch im „virtuellen“ analogen Bereich zeigt der Zebra 2 seine Stärken, was auch seiner großen Auswahl an Filtermodellen zu verdanken ist. Zu berücksichtigen ist auch die große Sammlung an Presets, die schon mitgeliefert werden. Viele Anwender haben schon ihre Klänge beigetragen und dabei ist eine große Bandbreite an gut verwendbaren Presets entstanden, sowohl für den sofortigen Einsatz in Produktionen wie auch als Bastelanleitung zu Forschungszwecken. Zu erwähnen ist auch der stabile Lauf der Instanz über die gesamte Testphase hinweg, und wenn ein Software Synthesizer schwitzen könnte, ich hätte ihn dazu gebracht. Gönnen Sie sich die Demo und nehmen Sie sich ein bisschen Zeit für dieses Klangwerkzeug, denn Ihr persönlicher Eindruck zählt. Aber von mir aus gilt: Highly Recommended!

Plus

  • flexibles Sounddesign
  • hervorragender Klang
  • schnelle Einarbeitung

Minus

  • Dokumentation nur in englisch, aber dafür sehr ausführlich

Preis

  • 199,-€
Klangbeispiele
Forum
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    AMAZONA Archiv

    Schade, dass Zebra 2 hier nicht die Höchstnote erhält. Ich zumindest kenne kein anderes PlugIn, das derart gut klingt wie dieser Geniestreich von dem Musiker und Entwickler Urs Heckmann. Zebra beherrscht so gut wie alle Disziplinen der Klangformung in einer Audioqualität , die m.E. zur Zeit ungeschlagen ist. Zebra kann klingen wie ein DX 7 (und man hört keine Unterschied) und es kann klingen wie ein dicker fetter Access Virus (und man hört keinen Unterschied) , und es kann kling wie ein dicker Moog (zur Überzeugung: (man höre einmal die nachgebauten Moog Presets von Howard Scarr, unglaublich!) .
    Zebra 2 ersetzt die meisten Synth-PlugIns nicht nur , es befördert deren angestammten Klänge soundtechnisch auf ein neues, höheres Niveau und erzeugt eine zusätzliche Bandbreite an Möglickeiten, die zur Zeit einzigartig ist.

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    AMAZONA Archiv

    Ich kann mich der Kritik von udap nur anschließen und werde auch das Gefühl nicht los, dass der Tester die Möglichkeiten von Zebra2 selbst noch nicht ganz erfasst hat. Leider überhaupt nicht erwähnt wurde z.B. der extrem umfangreiche Noise-Generator oder die Comb-Filter womit auch die typischen Klänge eines Absynth oder Sculptures leicht ermöglicht werden.

    Von mir ganz klar: 4 Sterne ! ;-)

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    AMAZONA Archiv

    Der Test klingt sehr überzeugend und ich konnte schonmal den kleineren Bruder des Zebra 2, die Zebralette testen und war vom Klang sehr überzeugt. Nun wird ja auch oft von Haptik usw. gesprochen und wenn ich mir die Gestaltung der GUI anschaue, kommt mir das pure Grausen. Komisch, deswegen werde ich mich wahrscheinlich über den Latz ziehen lassen und doch eher zu einem Softsynth tendieren, der wenigstens gut aussieht.

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    AMAZONA Archiv

    Kann Axel nur zustimmen. Das Teil kann klingen, wie es will. Das GUI ist absolut unterirdisch. Sieht zwar spacig aus, ist aber defacto viel zu fummelig und nicht bedienbar. Zum Klang: jeder halbwegs brauchbare Softsynth klingt nach Moog. Wer da im Arrangement nen Unterschied hört, bekommt den Bob Moog Revival Orden in Platin.

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    AMAZONA Archiv

    Hallo,
    endlich mal jemand, der seinen Synth eben nicht mit einer fotorealistischen GUI programmiert, sondern sich richtig Gedanken macht. Ich finde die GUI sogar sehr gelungen, was die Funktionalität und Übersicht angeht. Ist natürlich auch Geschmacksache.
    Gruß Björn

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    AMAZONA Archiv

    So, liebe Kritiker des Reviews, ich habe den letzten noch zur Verfügung stehenden Stern auch noch herausgerückt. Man soll sich ja immer ein bisschen Luft nach oben lassen, aber in diesem Fall kann ich das vertreten. Ansonsten weiter so mit den Kommentaren, es interessiert mich schon, wie ein Produkt in den Händen anderer zur Geltung kommt!

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    Tyrell  RED 2

    Hallo zusammen,
    nachdem uns U-he eine weitere NFR-Version zur Verfügung gestellt hat (Danke!!!!!) konnte ich mich auch persönlich von der Qualität dieses Plug-Ins überzeugen. 3 STERNE gibt es nun mal extrem selten und werden wirklich nur für überragende Produkte verteilt. Nach Rücksprache mit Axel haben wir uns nun entschlossen dem U-HE ZEBRA 2 die 3 Sterne zu verleihen. Angesichts der Möglichkeiten, des Klangs und des Preises, können wir den ZEBRA 2 Bestnoten bescheinigen – deshalb nun auch die KAUFEMPFEHLUNG (3 STERNE).
    Viele Grüße,
    Peter Grandl (amazona.de Redaktion)

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    AMAZONA Archiv

    Der Zebra 2 bietet sich aus meiner Sicht vor allen Dingen für brizzelige Wavetable-Sounds der Marke Waldorf an, die sich im Mix gut mit Hardware-Sounds kombinieren lassen. Hinsichtlich der Aufteilung/Bedienbarkeit gibt es bei den neueren Synths (z. B. FM8 oder Massive) für mein Befinden bessere Ansätze. Nichtsdestotrotz ist der Zebra 2 (gekauft im Pre-Order) bedienbar, wenn man sich auch die Zeit zur Einarbeitung nimmt. Als einzigen richtigen Kritikpunkt sehe ich weiterhin die relativ dunkle Farbgestaltung. Hier ist die Beigabe "Zebralette" angenehmer für das Auge. Hier wären ggf. austauschbare Hintergründe eine gute Option für die Zukunft.

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    AMAZONA Archiv

    Klingt ein bischen dünne.Das Zusatz-Teil, die "Zebralette" find ich interessant, einfache und übersichtliche Bedienung und ein schöner bewegter digitaler Klangteppich. Gefällt mir.

    Jörg

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    AMAZONA Archiv

    Hab den Zebra jetzt ca. 1,5 Jahre mit Virus ti und Nordlead 3 verglichen und muss sagen das spät. nach dem XMF filterupdate der zebra 2 der hardware um nichts nach steht!

    von mir aus 9/10 punkte …die gui sollte variabel sein:)

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    AMAZONA Archiv

    das zebra auf trab bringen:
    sounds zu kaufen finde ich eigentlich unsportlich. aber das transmission soundset ist sehr zu empfehlen. tolle einzelsounds und systematisch gut aufgemachte ausgangs-sounds für noch mehr zebra. die preis-leistung ist ok.

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    AMAZONA Archiv

    Seit dem ich das zebra reite, koennen die anderen gaeule alle getrost im stall bleiben, mit ihrem einen trick.

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    AMAZONA Archiv

    Hab das Teil jetzt ein paar Wochen und mir dazu auch einige der Soundsets geleistet als Basis sozusagen für weiteres ;-). Also technisch ist das Teil schon ne gute Waffe, Hüllkurven zurecht zeichnen, XY-Pads … Aber vielleicht liegts einfach daran dass ich den noch net so ganz schnalle, aber auch bei den Presets kann ich mich mit dem Klang einfach noch nicht so richtig anfreunden. Das fängt beim nackten Oscillator an und ändert sich auch nicht so viel, wenn Filter, LFO und weiteres draufgepackt wurde. Cool ist aber auf jeden Fall der Support, es soll ja bald ein Tutorial kostenlos geben, dass die Bedienung etwas durchsichtiger wird! Vielleicht erleb auch ich dann den großen Geistesblitz :-) Ich glaub einfach das Teil hat gewaltig viele Möglichkeiten die es aber erst mal zu begreifen gilt. Man soll ja nicht nach den Presets gehen gelle …

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    tompisa

    Es gibt mittlerweile ein 2.5 Update mit zusätzlichen Features , die ihresgleichen suchen. Ein echter modularer Synthesizer als PlugIn, ohne Konkurrent. Klingt so gut -und besser- als alle aktuellen VAs. Kommt zudem sehr nahe an analoge Helden wie Oberheim Pads und Mini Moog Leads. Zudem hat es nunmehr klanglich meinen Nord Modular G2 ersetzt. Zebra ist deutsche (sorry für den Patriotismus, aber das muss sein) Synthesizerkunst. Hier könnten sich besonders die Franzosen mit dem m.E. dünn klingenden ORIGIN einiges abgucken, und lernen wie ein VA klingen kann. Zebra hat zudem kein nach -äffendes!- UI, es hat ein logisches, intelligentes UI. Klang anstatt Grafik-Fake. Offenbar haben das viele Amazona Leser verstanden. Hallo Herr Grandl , wie wäre es einmal mit einem Interview mit Heckmann und Scarr ? Würde sicher extrem interessant sein, besonders auch weil ZEBRA2 ja eine recht große Rolle beim letzten Batman gespielt hat.

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    Tomthekid

    Ich arbeite seit über zwei Jahren nahezu täglich mit Zebra und kann es auf einen Punkt bringen: Der klangliche Rahmen ist gut, aber im Vergleich zu manch anderem Synthesizer (z.B. Gladiator) begrenzt. Wenn ich mir die Demos für die vielen kommerziellen Erweiterungspresets anhöre, erkenne ich den „Zebra-Sound“ recht schnell. Innerhalb dieses soundmäßigen Rahmens gibt es aber extreme Gestaltungsspielräume, die kaum ein anderer Synthesizer bietet.

  16. Profilbild
    tompisa

    Zitat H. Zimmer auf der aktuelle Mai 2010 Ausgabe des UAD Web Magazins:

    „The only virtual synth I’m really using is a thing called Zebra, by a German guy named Urs Heckmann. It really has „that sound“ with so such flexibility, and such quality.“

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    Rapture

    Mir gefällt Absynth auch besser vom Klang. Zimmer mag Zebra2 ja gut finden, aber es gibt genug andere Filmkomponisten, die auf andere Softsynth und Sample Libraries abfahren, also nicht zu sehr auf Zimmer versteifen ;) Aber bei dem Preis kann man mit dem Zebra trotzdem nichts verkehrt machen.

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    danielwolf

    Ich habe den Zebra 2.5 und bin begeistert…es ist ein instrument…was immer ich programmiere…es klingt musikalisch…es hat eine wunderbare „charakterlosigkeit“ die sich in jedem mix einfügt…Zebra besteht aus sich heraus als instrument und sollte als solches gesehen werden…ein anderes instrument ist ein anderes instrument..

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    oxo

    urs baut zweifellos tolle sachen. was mir nicht gefällt ist folgender aspekt:
    die website, alle infos und aktuelle handbücher sind ausschliesslich in englisch, obwohl es sich um ein deutsches produkt von einem deutschen anbieter handelt. da ich kaum englisch spreche wird mir das informieren über das produkt und seine effiziente nutzung massiv erschwert bzw. unmöglich gemacht.
    wenn ein hersteller keinen wert darauf legt seine produkte in seiner landessprache zu präsentieren und nutzbar zu machen, legt er offensichtlich auch keinen wert auf die kunden aus seinem land. daher kaufe ich grundsätzlich keine produkte mehr von deutschen firmen, die produktinfos, website, handbücher, etc. nicht auch in deutscher version anbieten. warum soll ich wertvolle lebenszeit mit mühseliger übersetzung verschwenden, nur weil der anbieter zu faul ist alles auch in seiner eigenen sprache zu verfassen?

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        oxo

        jep, von 2008 für zebra 2.0. darum hab ich ja auch geschrieben, dass die infos und „aktuellen“ handbücher ausschliesslich in englisch sind.

  20. Profilbild
    BigT

    Hab das Zebra seit ein paar Jahren und gottlob gibt es auf der Softwareseite die Möglichkeit der Instanzierung. Wäre das Zebra eine Hardware hätte ich wohl die Bude voll. Diese Vielseitigkeit ist einfach einmalig und verleitet bei der Erstellung eines neuen Instruments des Öfteren zum Gedanken „…dann nehmen wir doch mal ein Zebra…“. Klangqualität ist definitiv Oberklasse. Bedienung bietet genug Tiefe und mit etwas Synthese-Basiswissen kommt man nach einer gewissen Einarbeitungszeit auch dort hin. Was mich aber am meisten erstaunt ist die Energie-Effizienz. Habe vor kurzem den NI Razor gekauft, klingt ja auch ganz fein aber da saugt mir schon eine Instanz die ganze CPU-Leistung weg. Und ich hab immerhin ein 17″ MacBook Pro von 2009.

    Der Urs Heckmann macht da einigen ziemlich was vor, muss man klar sagen. Sensationelles Instrument und auch die Zebralette ist ein ganz heisses Teil.

  21. Profilbild
    4damind

    Ich finde den Zebra sehr gut. Bei den Semi-Modularen ist er nicht ohne Grund immer recht weit vorne in der Gunst. Die Bedienung und vielleicht diese Matrix ist allerdings erstmal ungewöhnlich und bedarf eines Blickes in die Hilfe Datei. Auch bei den Filtern wie dem XMF werden einige sicherlich erstmal nachlesen müssen.

    Der Sound ist halt typisch VA. Ich finde er kann ziemlich gut wie ein Sylenth klingen und auch recht gut wie ein Virus. Der Unison vom Zebra ist wirklich sehr gut gelungen.
    Ich würde den Grundklang als „Edel-VA“ bezeichnen ;) Er kann sehr poliert und sauber klingen und setzt sich sehr gut im Mix durch. Als Alternative für den etwas „rauheren“ und brachialeren Klang wird da ja immer gerne der NI Massive gehandelt der ganz nebenbei auch momentan günstiger im Preis ist als der Zebra.

    Die Presets vom Zebra sind halt zum grossen Teil von Howard Scarr. Der Howard kann was, ist aber sicherlich eher nicht bei Trance, Pop, Electro etc. zu Hause. Die Sounds klingen solide, etwas Oldschool aber rein davon sollte man nicht vermuten der Zebra wäre nix für andere Musikrichtungen. Wenn man sich da mal paar Soundlibs von anderen (wie z.B. Adam Szabo) anhört, ist man vielleicht erstaunt was da noch so geht.

    Urs überlegt wohl auch einige Dinge vom Diva (wahrscheinlich die Filter) mit in den Zebra zu nehmen. Da wird also schon auch weiterentwickelt und nachgedacht. Ist ja auch immer wichtig zu wissen ob ein Plug-in auch gepflegt und weiterentwickelt wird.
    Nebenbei ist der Support von Urs ja wirklich sehr löblich. Der Mann ist wirklich immer hinterher und fragt die Leute auch was sie wollen. Zumindest auf KvR ist er sehr aktiv.

    Tja, soviele Alternativen gibt es eigentlich IMO nicht zum Zebra. Native Instruments Massive hatte ich schon erwähnt, der Synth spielt zumindest soundtechnisch auf dem gleichen Level. Andere semi-modulare Synth wie den „Synthmaster“ fand ich nicht sonderlich gelungen (wurde ja auch hier auf Amazona im Test nur mit „gut“ bewertet.
    Das Hans Zimmer Zebra zu 99% in „Interception“ benutzt hat, ist vielleicht auch ein Anhaltspunkt auf welchem Level der Zebra mitspielen kann.

  22. Profilbild
    schammi

    Die klanglichen Möglichkeiten dieses Synthesizers haben mich so beeindruckt das ich beschlossen habe meine vorhandenen Hardware-Controller (MAudio Axiom pro 61 und Novation Rmote Zero SL) um einen Controller mit vier Joysticks und einer handvoll Potis zu erweitern. Dieser Controller nimmt als DIY-Projekt momentan gerade Gestalt an. Bei Interesse werde ich gerne mehr berichten wenn das Ding dann funktioniert :-)
    Der Zebra2 ist neben dem FM8 für mich persönlich das VST-Plugin mit den unglaublichsten Klangmöglichkeiten.

    • Profilbild
      mira

      was du von dir gegeben hast (auch zum FM8), kann ich nur voll unterstreichen. Ich bedaure sehr, dass praktisch keine Einspielkeyboards neben den üblichen Mod-und Pitch-Rädern zusätzlich mit weiteren Joysticks und/oder x/y-Feldern bestückt sind. Und wenn, dann oft minderer Qualität.

      Nicht nur in der Filmmusik auch generell würden solche Hilfen den Ausdruck des Spiels deutlich erweitern. Insofern halte uns bitte mit deinem DIY-Projekt auf dem laufenden.

  23. Profilbild
    ReneG

    Mich wundert schon seit Jahren:
    Wenn alle so begeistert vom Zebra sind und hier lt. Fazit von einem „Software-Synthesizer der ersten Wahl“ gesprochen wird – warum fehlt er dann in den Software-Synthesizer-Charts?

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