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26. Oktober 2018

Old-School Modular-Synthesizer aus Peru

Asterion Atomosynth Modular Synthesizer

Asterion Atomosynth Modular-Synthesizer

Im Jahr 2018 verbinden viele Musiker den Begriff Modular-Synthesizer mit der Eurorack-Welt, vergessen dabei oft, dass diese mit großen 5U Moog Kabeltürmen begonnen hat. AtomoSynth aus Peru hat heute einen modularen Synthesizer vorgestellt, der dieses Format wieder aufgreift.

Der Asterion Atomosynth ist ein komplett analoger modularer Synthesizer, der alles andere ist als leicht und kompakt: Er besteht aus Metall und fällt mit den Dimension 635 x 335 x 150 mm sehr groß aus. Schaut man sich die Synthesizer-Engine an, so fällt diese sehr klassisch analog aus: 3 Oszillatoren (Sägezahn und Rechteck) mit jeweils drei CV-Eingängen (2 CV & 1 PWM), einem Tune- und PW-Anteil-Knopf pro Oszillator. Auch steht weißes Rauschen dem Nutzer zur Verfügung. Alle Sound-Generatoren können dann ,it zwei Audiomixer, die jeweils mit 4 Ein- und 2 Ausgängen ausgestattet sind, verkabelt werden.

Asterion Atomosynth Modular-Synthesizer

Weiter gehts mit 2 Filtern (VCF), jedes ausgestattet mit Tief-/Hochpass-Charakteristik, Kontrolle über Cutoff und Resonance, 2 CV-Eingänge wie auch 2 Audioausgängen. Um welches Filterdesign es hier handelt, wird zu diesem Zeitpunkt nicht mitgeteilt. Dieses Signal geht dann weiter in zwei VCAs mit jeweils Kontrolle über den Ausgangspegel und CV-Input.

Asterion Atomosynth Modular Synthesizer

Auf Seiten der Modulation kommen im Asterion Atomosynth 2 LFOs (Rechteck, Dreieck, Sägezahn) und 3 ADSR-Hüllkurven zum Einsatz, die man direkt im Patchfeld verkabeln kann. Neben den Modulationen besitzt der Asterion auch diverse Zusatzfunktionen, die man üblich in komplexeren modularen Systemen findet. 3 Mixer für Steuerspannungen mit je 2 Eingängen mit jeweils 2 Volume-Reglern, Eingang 2 hat hier auch eine Offset-Funktion und 2 Ausgänge für Mix und invertiertem Mix. Des Weiteren befinden ich im Interface 2 Spannungs/Audio-Abschwächer, 6 Signal-Splitter und eine Glide-Funktion.

Atomosynth Asterion Modular Synthesizer

Wie bereits am Anfang gesagt, basiert der Asterion Atomosynth Synthesizer nicht auf dem klassischen Eurorack-Standard, sondern besitzt 104 „1/4 Jack“ Patch-Punkte. Weder MIDI-Schnittstelle noch USB-Anschluss wird der Synthesizer in der finalen Version haben. Somit muss man ihn mit einem CV/Gate-Sequencer oder Keyboard spielen.

Informationen zum finalen Preis und der Verfügbarkeit gibt es zu diesen Zeitpunkt nicht.

Forum
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    penishead  

    Beachtliches Gerät und so etwas in Peru zu entwickeln scheint mir auch nicht das leichteste. Wer fertigt denn dort so ein schönes perfektes Gehäuse?

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      Ashatur  AHU

      Es waren die Aliens ^^
      Scherz beiseite … Ja einfach wundervoll anszusehen. In einem Studio könnte es im kontrast zu den anderen Instrumenten schon fast wie eine monumentale Skulpur wirken.

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      Sudad G  

      Interessantes Gerät. Aus Peru? Warum denn nicht? Ist ja nur ein Analogsynth.
      Die Mär, dass Lateinamerika nur aus Entwicklungsländern besteht, wurde mir aber auch zur Schulzeit eingeimpft. Alles Mumpitz.
      Sobald ein Land über Universitäten und eine halbwegs akzeptable Infrastruktur verfügt, kann es auch Hi-Tech produzieren und da ist so ein Analogsynth rein gar nichts.

      Peru verfügt über eine Metall verabeitende Industriezone (Infanta, Los Olivos) nördlich von Lima.
      Brasilien baut erfolgreich Flugzeuge (Embraer), die von der Lufthansa (z.B. Typ 195LR ) geflogen werden, während unsere Kinder immer noch in der Schule lernen, Brasilien wäre ein Entwicklungsland mit Kautschuk-Plantagen und Peru ein armes Land in dem nur Panflöte spielende Indianer leben.
      Sogar der Iran überraschte uns vor paar Jahren mit einem schönen Synthesizer, den Hypersynth Xenophone. Alles ist möglich. Zeiten ändern sich – nur unsere Ansichten ändern sich aufgrund staatlich gelenkter Medien und Lobbygruppen nur sehr, sehr langsam.
      Ich glaube eine Reform unseres völlig veralteten Schulsystems mit seinen ganzen verstaubten Ansichten und eine Medienreform ist längst überfällig….dann wundert man sich auch nicht mehr, wenn ein Synthesizer plötzlich aus Peru oder dem Iran kommt.

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        Ashatur  AHU

        Dazu eine kleine Anekdote: Ein Freund von mir hatte mal Austauschschüler aus der USA zu besuch. Ich muss aber noch dazu sagen das es in den 90er war. Für uns war es damals aber sehr amüsant denn die guten kamen kaum noch in aus dem Staunen heraus… weil wir hatten Strom und sogar Kühlschränke. Nach ihrem damaligen Weltbild war Deutschland in der dritten Welt angesiedelt.

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        Numitron  AHU

        Aber das ist wohl der erste aus Peru. Aus argentinien wurde ja auch unlängst einer präsentieren. Synths – connecting people. 8-)

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          Tom Aka SYNTH ANATOMY  RED

          Ist nicht der erste Synth aus Peru ;) AtomoSynth hat mal den coolen Krakken oder Mochika Synthesizer gebaut, den es beim Schneidersladen in limitierte Auflage gab. Vor einem Jahr zeigte er mit auf dem Tokyo Festival of Modular das Koe Synth Voice oder auch eine Drum Voice Eurorack Module ;)

          Er macht schon relativ viel nur sind die Sachen nicht so bekannt in der Szene ;)

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    Ashatur  AHU

    Atomosynth hat doch früher diese giftgrünen Analogkistchen gebaut. Krakken und Moschika hießen diese Synths glaub ich. Die waren bei mir damals auch in der auswahl aber hab mich dann doch für den Microbrute entschieden.. ich glaube es war damals echt wegen diesem durchsitigen und giftgrünen Gehäuse aber kurze Zeit später kamen sie dann auch im metallenen Gewande auf den Markt. Wäre schön wenn sie jetzt neben diesen Boliden die kleinen Kistchen wieder bauen würden.

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    Son of MooG  AHU

    Ziemlich imposantes Gerät. Dass er aus Peru kommt, wundert mich nicht so sehr, schließlich habe ich auch ein brasilianisches Eurorack-Modul (EMW CV-Monitor). Sehr schön finde ich auch solche Details wie ausreichend Multiples und CV-Mixer. Dabei ist die Patch-Bay auch sehr gut angeordnet und hält ein Maximum an Übersichtlichkeit bereit. Trotzdem sind mir Patch-Buchsen direkt bei den Modulen lieber…

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    L. Lammfromm  

    Ganz schön üppig ausgestattet, der Atomo Asterion!!
    .
    Ich habe drei vollständige (inkl. PWM etc.) OSC entdeckt, 2 LFOs, 3 Hüllkurven mit ADSR, umfangreiche Mixer-Sektionen (Plural!), 2 separate Filter, Glide-Prozessor und noch ein paar Extras – und natürlich, jede Menge Schnittstellen. Die Patchpunkte im Block nach unten zu verlegen, wird einigen gefallen – so bleibt der Zugriff auf die Beknopfung unverbaut und angenehm.
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    Das Gehäuse macht einen sogar sehr guten Eindruck, und sofern ich mich bei der kurzen Hörprobe auf meinen Eindruck verlassen kann, ist die Filterentwicklung von Atomo damit ein Stück weiter gekommen, aber das Aggressive, Beißende ist hier jederzeit machbar – was im auch Zusammenhang mit Glide eventuell sehr interessant werden könnte. Zugleich wirken die Filter im halb- oder dreiviertel-geschlossenen Zustand durchaus angenehm und interessant, und mehr noch, sie haben Charakter.
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    Der kurze Youtube-Schnippsel macht Appetit auf mehr!

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    Emmbot  AHU

    Der sieht ja geil aus. Patchbuchsen unten finde ich gut, da kommen die Kabel beim tonschrauben nicht zwischen die Fingers.

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    elektrock  AHU

    Ja ein interessanter Synthi ist das hier, mit 6,3 mm Buchsen und kernigem Sound. Bin schon auf den Preis gespannt!

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    syntics  

    Zweifellos ein interessantes Teil – nur etwas Platz braucht es bei dieser Größe schon dafür. In letzter Zeit wurden einige neue Analog-Synthis vorgestellt, so dass fast jeder _sein_ Gerät mit dem passenden Klang finden dürfte…

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