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Vergleichstest: Pioneer CDJ-3000 vs. Denon DJ SC6000 Prime

Wackelt Denon DJ erfolgreich am Thron vom Pioneer CDJ?

5. Januar 2023
Pioneer DJ CDJ-3000 vs. Denon DJ SC6000Prime

Pioneer DJ CDJ-3000 vs. Denon DJ SC6000 Prime

Was ist es? Herausforderer gegen Platzhirsch? Nach Pioneer DJ CDJ-2000NXS2 versus Denon DJ SC5000 Prime sind derweil beide neuen Geräte auf dem Markt angekommen und nach Monaten der der Lieferprobleme beide Gerät wieder lieferbar. Der CDJ-3000 findet mehr und mehr Einzug in die Clubs und der SC6000? Der nicht so. So ist die Realität, Pioneer DJ ist nach wie vor der Club-Standard und Rider-tauglich. Der SC6000 jedoch hat als Nachfolger zum SC5000 ganz schön zugelegt, funktionell wie auch am Display. Aber auch hier hat Pioneer DJ mit dem CDJ-3000 einen ordentlichen Schritt gemacht. Zum Glück, denn in einem früheren Kommentar zum Thema „CDJ-2000NXS2-Nachfolger“ konnten wir nicht umhin darauf hinzuweisen, dass das Display am CDJ-2000NXS2 gerade im Hinblick auf den SC-5000 mit Touch-Display schlichtweg nicht mehr State of the Art ist. Oder um es deutlicher zu benennen, jedes Smartphone, selbst Jahre vor dem CDJ-2000NXS2 veröffentlicht, bietet ein besseres Display als die damalige Königsklasse der Media-Player des Marktführers.

Was ist seitdem passiert? Viel. In Worten: CDJ-3000 und SC6000 Prime. Zeit, die beiden Modelle einmal nebeneinander zu stellen.

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Die erste Übersicht: CDJ-3000 vs. SC6000 Prime

Pioneer CDJ-3000 vs. Denon DJ SC6000 Prime: Die Layouts sind natürlich, wer hätte anderes erwartet, sehr auf dem des/der Vorgänger(s) aufgebaut.

Pioneer DJ hat mich der CDJ-Reihe nun ein absolut klares Player-Layout definiert und dem reiht sich Denon DJ natürlich ein. Display oben mittig, Bedientelemente für Cue-/Pause und Play linksseitig ebenso wie Tasten für Search und Track-Search. Generell also eine Anordnung, die zurückzuführen ist auf die ersten DJ-Plattenspieler und die bis heute von Turntables, DJ-Controller und Playern übernommen wird.

Pioneer CDJ-3000 vs. Denon DJ SC6000Prime

Pioneer CDJ-3000 vs. Denon DJ SC6000 Prime

Pioneer DJ verbaut ein kleineres Display, Denon DJ bietet das größere. Pioneer DJ weicht das erste Mal von der Anordnung der Hot-Cue-Tasten ab. Wo der CDJ-2000NXS2 noch vier Tasten für acht Hot-Cues auf zwei Bänken bot, bietet der CDJ-3000 derweil 8 Tasten. Nicht mehr vertikal neben dem Display, sondern horizontal unter diesem.

Der Denon DJ SC6000 Prime hingegen hat wie der Vorgänger acht Performance-Pads horizontal unter dem Jogwheel.

Weitere Unterschiede finden sich deutlich in der Möglichkeit der Anschlüsse. Pioneer DJ bietet nach wie vor einen USB-A- und USB-B-Anschluss für Speichermedien und den Anschluss an den Computer und einen SD-Karten-Slot. Dazu einen Audioausgang digital und 1x Stereo-Cinch, Netzwerkbuchse und Anschluss für das Stromkabel.

Der SC6000 Prime bietet drei USB-A-Buchsen, eine an der Front, zwei auf der Rückseite. Frontseitig sitzt auch der Slot für SD-Karten. Rückseitig gibt es für die beiden Decks des Player Audioausgänge als Digitalausgang und als analogen Cinch-Ausgang.

Unterschiede und Stellen, an denen Pioneer DJ aufgeholt hat, finden sich bereits an dieser Stelle. Endlich, mit dem CDJ-3000, hat Pioneer DJ das geschafft, was schon spätestens mit dem CDJ-2000NXS2 hätte geliefert werden müssen: das vollständige Buffern des laufenden Tracks auf den Player und somit den Schutz vor Abspielabbrüchen bei Verlust der Link-Verbindung und beim versehentlichen Herausziehen des USB-Sticks. Fraglich, wieso das offenbar so schwierig zu integrieren gewesen sein soll, denn die Notwendigkeit dafür bestand eigentlich ab dem ersten Player mit Link-Funktion. Also seit vielen, vielen Jahren. Denon DJ hat es mit dem SC5000 Prime direkt geliefert, Pioneer DJ hat leider bis zum CDJ-3000 gebraucht.
Nun ist aber dieses Feature auch bei Pioneer DJ angekommen.

Was Pioneer DJ noch nicht kann, ist ein Schutz vor versehentlichem Ausschalten. Während der Schalter an einem XDJ oder CDJ das Netzteil hart ausschaltet, fragt der Denon DJ SC6000 Prime bei Betätigen des Netzschalters, ob man das Gerät wirklich ausschalten möchte. Dies muss über das Touch-Display bestätigt werden, erst dann wirft der Player angeschlossene Medien aus und fährt runter.
Der Pioneer CDJ-3000 schaltet sich unwiederbringlich ab.

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Ähnlich sieht es bei Stromverlust aus. Verliert der Pioneer CDJ-3000 Strom, sei es durch versehentliches Ziehen des Stromkabels oder durch Stromausfall, schaltet sich das Gerät nach einem kurzen Moment aus. Während dieser Zeit findet jedoch keine Absicherung statt.

Der Denon SC6000 Prime kann hier mehr. Wird die Stromzufuhr unvermittelt beendet, gibt es eine Warnmeldung im Display. Das Gerät selbst bleibt also erst einmal an. Während diesen Sekunden kann man, falls herausgerutscht, das Stromkabel wieder anschließen und der Player läuft weiter. Sollte die Stromzufuhr innerhalb der Sekunden nicht wieder hergestellt werden können, wirft der SC6000 alle angeschlossenen USB-Medien aus und schaltet sich dann erst ab. So werden Schäden an den Speichermedien verhindert.

Performance Pads vs. Hot Cue Tasten

Ein relevanter Unterschied zwischen den beiden Playern findet sich in Form von 8 Tasten – die, so könnte man vermuten, zumindest an beiden Playern vorhanden sind. Aber, 8 Tasten sind nicht gleich 8 Tasten.
Pioneer DJ setzt am CDJ nach wie vor auf Hot-Cues und nicht auf Pads, sondern auf Tasten. Kunststoff mit entsprechendem „Druckpunkt“.

Pioneer DJ CDJ-3000

8 Hot-Cue-Tasten unter dem Display am CDJ-3000

Hier bietet Denon DJ definitiv mehr. Hier gibt es auch 8 Tasten, aber nicht als Kunststofftasten, sondern als gummierte Pads und vor allem als vollwertige Performance- Pads mit den Modi Hot-Cue, Loop, Roll und Slicer plus Shift-Ebene. Hier hat Denon DJ ganz klar die Nase vorn und bietet mehr Performance und die bessere Haptik.

Denon DJ SC6000Prime Performance pads

Denon DJ SC6000 Prime Performance Pads

Entsprechend der Bezeichnung der Tasten am Pioneer DJ CDJ-3000 als „Hot Cues“ kann man auch nicht davon ausgehen, dass geplant ist, die Funktionen der 8 Tasten mit späteren Updates zu erweitern.

Über die Positionierung lässt sich streiten. Ich finde es vor dem Jogwheel nicht besonders glücklich, dahinter jedoch auch nicht. Zum Anspielen jedoch ist es vor dem Jogwheel sicherer und damit ist die Frage der besseren Positionierung für mich geklärt. Auch die Frage ob Kunststofftaste oder gummiertes, LED-beleuchtetes Pad besser ist, ist einfach geklärt: Hot-Cues und Plastiktasten, das entspricht in meinen Augen nicht mehr dem heutigen Anspruch. Auch Hot-Cues „spielt man an“ und hier sind Pads die richtige Wahl, so wie es Pioneer DJ selbst ja auch bei den eigenen DJ-Controllern tut. Warum nicht am CDJ-3000?

Klarer Punkt für Denon DJ.

Nicht unbedingt der richtige Oberpunkt, aber im Vergleich zu den Performance-Pads beim SC6000 Prime könnte man kurz erwähnen, dass der CDJ-3000 polyrhythmische Loops bietet. Ein Feature, das der SC6000 Prime nicht bietet.

Pioneer CDJ-3000

Polyrhythmische Loops auf Ebene 2

Kampf der Displays: Größe vs. Haptik

9-Zoll vs. 10.1 Zoll. Entscheidet alleine die Größe? Wäre es so, ginge der Punkt direkt an Denon DJ, denn der SC6000 Prime besitzt das größere der beiden Displays. Doch „size doesn’t matter“, wenn die Funktion nicht stimmt.

Nachdem der SC5000 Prime bereits das „pseudo Touch-Display“ des CDJ-2000NXS2 so dermaßen deplatziert hat, hat Denon DJ zum SC6000 Prime noch eine Schippe draufgelegt und ein wirklich massives Display verbaut. Nun 10,1 Zoll groß, HD, vollfarbig, Touch samt Wisch-Bewegungen. Gefühlt sind alle Funktionen am Denon SC6000 per Display ausführbar – inklusive Zoom in die, bzw aus der Waveform. Alles, was man sich wünscht. Nach der schwachen Leistung im Hinblick auf das Display am CDJ-2000NXS2 hat Pioneer DJ jedoch endlich auch den Schritt gemacht und verstanden, dass ein Touch-Display im 21. Jahrhundert Wischbewegungen können sollte und der CDJ-3000 verfügt über ein 9-Zoll Touch-Display. Hauptaugenmerk für das neue Display sind aber auch eine bessere Übersicht gewesen, neue Anordnung der Symbole, Auswahl größerer Schrift möglich und eine Verbesserung der Filter-Möglichkeiten. Auch Settings etc. können nun per Touch-Display ausgewählt werden. Wohlgemerkt, das alles kann der Denon DJ SC schon seit dem Vorgängermodell.

Unterschiede? Natürlich gibt es unterschiedliche Oberflächen und Strukturen wie auch Bedien-Workflows. Pioneer DJ setzt am CDJ-3000 noch immer auf Hardware-Tasten über dem Display, Denon DJ hat mit View, Source und Layer noch 3, eigentlich nur 2, Tasten zur Steuerung von Funktionen am Display neben dem Display.

Pioneer DJ CDJ-3000

Ansicht der Tracklist am CDJ-3000 in großer Schriftart

Hier geht Denon DJ klarer den Weg, alles über das Display steuern zu können. Die Tasten Source und Browse sind strenggenommen gar nicht notwendig, da die ausgelösten Befehle auch direkt im Display erwirkt werden können. Heißt: Eine komplette Steuerung ist über das Display möglich. Das gefällt, denn es ist alles im Überblick und kann direkt dort ausgewählt werden. Das schafft Pioneer DJ leider nicht. Befehle wie Source oder Menü oder Tag-List können nur über reale Tasten angewählt werden. Das ist wie gewohnt von älteren Modellen, zugleich aber nicht so übersichtlich und angenehm, wie als gäbe es die Auswahl hierzu im Display.

Denon DJ SC6000 Prime

Groß und übersichtlich: Das 10-Zoll-Display des Denon DJ SC6000 Prime

Thema Wellenformen: Beide Displays bieten staked waveforms, nur Pioneer DJ jedoch im Link-Verbund, also die Wellenform eines zweiten CDJ-3000 Players. Denon DJ bietet dieses Feature nur für die beiden Decks eines einzelnen Gerätes. Punkt für Pioneer DJ.

Pioneer CDJ-3000

Stacked Waveforms am CDJ-3000: So sieht es aus …

Ein weiterer Punkt geht an Pioneer DJ für die Reaktionsgeschwindigkeit des Displays. Während man am Display des SC6000 eine minimale Latenz zwischen Auswahl und Anzeige/Aktion erkennt, ist das bei Pioneer DJ am CDJ-3000 de facto nicht vorhanden. Auswahl und gefühlt ohne Verzögerung wird die Auswahl angezeigt. Bombenschnell.

Fazit über die Displays? Unentschieden. Das Displays des CDJ-3000 ist schneller und besser in der Reaktion auf Berührung, dafür ist das Displays des SC6000 größer und bietet mehr Zugriff auf Funktionen. Eine klare Entscheidung fällt mir daher schwer – beide Displays haben ihre Vorteile und mit beiden Displays komme ich sehr gut an das Ziel, welches ich erreichen möchte. Auch wenn der Weg dahin ab und an unterschiedlich ist.

Das Jogwheel: Wer hat die Nase vorne?

Jogwheel vs. Jogwheel. Keine einfache Entscheidung. Problem: Gefühlt wir alle sind an das Jogwheel von Pioneer DJ CDJs gewöhnt. Ein Highlight war dieses nie, auf den Plastikrollen mit Gummiring laufend, irgendwann leicht ratternd. Dagegen kam Denon DJ mit dem SC5000 Prime mit einem deutlich stabilerem Jogwheel auf den Markt, leider mit einem Bremspunkt pro Umdrehung.

Beide Kontrahenten haben nun zu den neuen Modellen nachgelegt. Das Jogwheel bei beiden Modellen läuft nun sehr smooth. Gerade Pioneer DJ hat hier ordentlich nachgelegt und nach vielen Modellen mit Jogwheels gleicher Bauart dem CDJ-3000 ein neuentwickeltes Jogwheel spendiert. Das spürt man, so ein sanftes Jogwheel hat man bei Pioneer DJ noch nie gesehen. Dabei ist die leicht bewegliche Jogplate geblieben, bei der man mit leichtem Druck im Vinyl-Mode das Stoppen des Tracks verursachen kann. Eine Bewegung und ein haptisches Feedback, das sehr gewohnt ist.

Pioneer CDJ-3000

Das neue Jog-Wheel. Auf den ersten Blick abgesehen vom Display wie bereits bekannt … aber fasst man es an …

Ebensolches fehlt beim SC6000. Hier ist das Jogwheel eher eines wie von DJ-Controllern bekannt mit kapazitiver Oberfläche. So sehr ich das kräftige und solide Jogwheel schätze, wird der Griff zu diesem durch die starre Oberfläche immer etwas grob, da hier nichts „federt“ wie am CDJ. Dabei ist aber ein kräftiger Griff auch am Jogwheel des SC6000 notwendig, denn sonst rutscht man am schweren Jog schnell mal nur über die Oberfläche.

Denon DJ SC6000 Prime

Das Jog-Wheel des Denon DJ SC6000 Prime

Ebenso verhält es sich am Außenring. Auch hier hat in meinen Augen Pioneer DJ die Nase vorn. Fingermulden und Erhebungen zwischen diesen sorgen für einen sicheren Griff an jeder Stelle.
Bei Denon DJ sieht es anders aus. Hier hat der Außenring Vertiefungen, die jedoch glatt sind, wie der Rest des Außenringes auch. Hier rutscht man schon minimal mit trockenen Fingern.

Thema Display in den Jogwheels: Hier können beide Modelle punkten mit ähnlichen Informationen in der Einblendung.

Fazit: Beide Jogwheels sind sehr gut und auf einem Level, von dem man vor Jahren nur träumen konnte. Für mich persönlich hat aber Pioneer DJ die Nase ein kleines Stück vorne.

Absoluter Spaß-Garant für alle Vinyl-DJs und Scratch-Enthusiast:innen ist der SC6000M Prime mit motorisiertem Plattenteller und Vinyl auf diesem. Das macht richtig Laune!

Denon DJ SC6000M Prime

SC6000M Prime – der SC6000 mit motorisiertem Plattenteller

Key-Sync und Key-Shift

Keine lange Rede, eine klare Aussage: Dieser Punkt geht voll an Pioneer DJ. Stichwort: „die relative Tonart der Dominanten wie auch der Sub-Dominanten.“ Oder aber, dass wir am CDJ-3000 im Key-Sync in nicht mehr nur vier, sondern sechs Tonarten mixen können, was maximale Schritte von 2 Halbtonschritten notwendig macht, statt vorher vier.

Mal abgesehen davon, dass über die Einblendung und Steuerung im Display das Ganze ein geiles Performance-Tool ist.

Pioneer CDJ-3000

Key-Shift via Display: Damit sollten sich DJs am CDJ-3000 auseinandersetzen

Ich empfehle einen Blick in den zweiten Testbericht zum CDJ-3000 und dort den Punkt Key-Sync und Key-Shift. Dort ist die Neuheit ausführlich beschrieben, denn auf den ersten schnellen Blick mag das Ganze nicht für alle DJs sofort verständlich sein.

Hier hat Pioneer DJ mit dem CDJ-3000 jedoch absolut die Nase vorn und erlaubt Key-Sync und Shift, wie kein anderer Player auf dem Mark.

Streaming für Club-DJs oder Mobil-DJs?

Streaming: Was für den mobilen DJ derweil eine sehr spannende Lösung ist, ist für den Club DJ definitiv noch Zukunft. Falls überhaupt. Erkennbar ist die Einbindung von Streaming-Anbietern in DJ-Softwares seit einigen Jahren bereits immer häufiger ein Feature, teils auch mit kostenlosen Probemonaten versehen.

Verständlich, dass dies auch in der Software von Playern zu finden sein muss. So bieten diverse all-in-one DJ-Systeme derweil Streaming wie auch die beiden Player, SC6000 und CDJ-3000. Jedoch auf unterschiedliche Weisen.

Denon DJ geht mit WiFi voran und erlaubt die Einbindung der Player kabellos in ein WiFi-Netz. Das ist unproblematisch, lässt sich über das Menü so leicht wie an einem Handy erledigen und der Einstieg in Streaming ist nur einen Tastendruck entfernt. Eingebunden direkt ist Streaming über Anbieter wie Beatport und Beatsource Link, Tidal und Soundcloud – entsprechende notwendige Abonnements vorausgesetzt.

Denon DJ SC6000 Prime

Auswahl der Streaming-Anbieter im Menü des SC6000 Prime

Tracks werden übrigens komplett auf dem Gerät gebuffert, so dass bei Verlust der Verbindung das Abspielen des Tracks nicht stoppt.

Bei Pioneer DJ ist es leider nicht so unkompliziert. WiFi gibt es hier nicht, der Player muss via Cat-Kabel in das Netzwerk eingebunden werden. Das heißt leider auch, ein Hub muss her und dieses muss mit dem Router verbunden werden.

Dazu gibt es beim CDJ-3000 leider noch keine Einbindung von Streaming via Beatport/Beatsource und Co. Pioneer DJ bietet als Alternative „CloudDirectPlay“, das jedoch ein Rekordbox Creative oder Professional Abonnement für rund 15,- oder 30,- Euro pro Monat. Dies ermöglicht den Zugriff auf das eigene Dropbox-Konto und das Streamen von Tracks aus der Dropbox-Cloud direkt auf den Player. Im Professional-Plan ist zugleich eine unlimitierte Dropbox-Nutzung enthalten.

Dies jedoch ermöglicht nur den Zugriff auf die in die Dropbox gespiegelte eigene Rekordbox-Library – kein Streaming von Streaming-Anbietern und deren Librarys.

Die Autorisierung an CDJ-3000 Playern erfolgt über einen USB-Stick mit entsprechendem File, so dass man an fremden Playern nicht jedes Mal eine Anmeldung im eigenen Dropbox-Konto vornehmen muss.

Die Einbindung in „CloudDirectPlay“ ist praktisch, in Hinblick auf die Möglichkeiten der Dropbox-Nutzung, die ja im Abonnement enthalten ist, relativieren sich auch die Kosten.
Streaming selbst am CDJ-3000 ist nur nutzbar, wenn man das Gerät in Kombination mit der Rekordbox-Software genutzt wird.

Am Ende verbleibt es also dabei, dass der CDJ-3000 klassisches Streaming als Player nicht bieten kann.

USB-Sticks mit Librarys vom Mitbewerber?

Die Grundfrage: Rekordbox oder Engine Prime? Im Prinzip geht es nur um die Vorbereitung der Tracks. Rekordbox hat hier nicht nur als Analyse-Software die Vorreiterrolle übernommen, sondern auch als DJ-Software massiv aufgeholt und derweil Traktor, Serato und Co. überholt.

Dagegen kam die Denon DJ Engine Prime Software später und konnte lange nicht gegen Rekordbox konkurrieren. Ohne groß ins Details gehen zu wollen, die Engine Prime 1.5 Software im Test konnte nicht vollends überzeugen und auch die Version 1.6. wies noch diverse Mankos auf. Aber Denon DJ investiert stark in die Software-Entwicklung und hat hier bis zur heutigen Version massiv nachgebessert.

Die Nase vorn hat dennoch nach wie vor Rekordbox DJ, wobei beide Softwares als Tool zum Vorbreiten von Stick, Tracks und Playlisten für die Media-Player absolut ihren Job tun.

Wenn es jedoch um Kompatibilität untereinander geht, öffnet Denon DJ Nutzer:innen von Rekordbox die Türen und ermöglicht ihnen, auch mit „Rekordbox-Sticks“ relativ sorgenfrei zu spielen. Steckt man einen USB-Stick mit via Rekordbox vorbereiteten Tracks und Playlisten in den SC6000Prime, so liest dieser die Daten aus und stellt die analysierten Daten wie Tonart, BPM und auch Hot Cues umgehend zur Verfügung. Alles ausgelesen aus den Rekordbox Daten und auf dem Denon DJ Player sofort verfügbar.

Für einen Pioneer CDJ-3000, man hätte es wohl auch nicht anders erwartet, ist ein via Denon DJ Engine Prime vorbereiteter Stick nur ein USB-Stick, auf dem es nichts zu holen gibt.

Der Punkt an dieser Stelle geht an den „Herausforderer“ von Denon DJ. Für den SC6000Prime ist es natürlich ein Pluspunkt, dass DJs-Sticks vorbereitet für den Club-Standard auch an dem Denon DJ genutzt werden können.

Nicht vorher analysierte Tracks – was nun?

Nun, beide Geräte können Tracks von USB-Speichermedien und SD-Karten, die nicht vorher mit Rekordbox oder Engine Prime analysiert worden sind, auf dem Gerät selbst analysieren. Das funktioniert aber unterschiedlich gut.
Der Pioneer CDJ analysiert die Waveform zunächst einmal bis zu circa einem Drittel und bleibt dann stehen. Warum? Ich habe keine Erklärung. Erst beim Abspielen beginnt der Player mit Abstand zur Playposition weiter zu analysieren. Trick: Einmal schnell den Track durchscrollen, dann lädt der Player in Windeseile. Wieso tut er das nicht von Anfang an? Mir liegt auf der Zunge zu sagen: „Pioneer DJ ey – was stimmt mit euch nicht?“ Eine sinnvolle Erklärung habe ich dafür nicht.

Das Witzige ist auch: Scrollt man schneller als die Analyse, gibt es quasi Lücken. Dort wird der Track zwar abgespielt, aber in der Waveform-Übersicht bleibt ein Loch. Das wird auch nicht gefüllt, wenn der Track fertig analysiert ist und die Lücke eigentlich geschlossen werden könnte.

Pioneer DJ CDJ-3000 Waveform

Suchbild: Wer findet die Lücke in der Analyse beim CDJ-3000?

Immerhin: Ein Pioneer DJ Ordner wird auf dem Speichermedium angelegt und ein Analyse-File dort hinterlegt.

Das Tempo des Tracks wird jedoch sehr schnell erkannt, Tonart und mitlaufende Wellenform bleibt uns der Player aber schuldig. Alles in allem keine überzeugende Performance.

Was tut der Denon DJ SC6000 Prime? Stick rein, Track laden und die Analyse läuft durch. Schneller als beim CDJ-3000 und bis zum Ende. Danach steht uns die gesamte Wellenform in der Übersicht, eine mitlaufende Wellenform, Tempo und Tonart zur Verfügung.

Good job Denon DJ, no good job Pioneer DJ.

Nun muss man natürlich sagen, dass viele Features an den neuen Playern nur nutzbar sind, wenn man die Tracks vorher analysiert hat. So gesehen, ist es nachvollziehbar, wenn man auf die Tracks, die nicht voranalysiert, kein großes Augenmerk legt. Dennoch sollte eine volle Analyse, Tonart und mitlaufende Wellenform drin sein. Das schafft Denon DJ, Pioneer DJ scheint das nicht zu wollen.

Qualität und Haptik – gar nicht so einfach …

Blicken wir auf die Ausgangssituation: Tausende von Pioneer DJ DJMs und CDJs stehen weltweit in Clubs und Bars, in privaten Setups bis hin zu großen Bühnen auf Festivals. Und sie verrichten ihren Dienst. Teils von Freitagabend bis Montagmorgen – ohne Pause. Hunderte, Tausende von Male wird die Cue-Taste gedrückt und Dutzende Mal werden Sticks gewechselt, das Joghweel in alle Richtungen gedreht und Loops gesetzt und die Sync-Taste gebraucht. Dass diese Geräte dies können ohne signifikante Auffälligkeiten zu regelmäßigen Ausfällen, haben sie bewiesen. Bevor jemand meckert: Ja, so eine Cue- und Play-Taste geht irgendwann kaputt, nachdem diverse tausend Male auf sie geschlagen wurde. Ansonsten kann man sich auf CDJs meiner Erfahrungen nach meinem Wechsel auf CDJs mit dem CDJ-1000MK3 ohne Frage verlassen. Ob die Denon DJ SC6000 Prime ebenso verlässlich sind, das müssen die Geräte erst noch beweisen.

Ob es nun Schicksal ist? Wir hatten zum Testen einen SC6000 Prime für den Testbericht und einen SC6000M Prime für einen Testbericht. Beide Geräte liefen einwandfrei. Für den Vergleichstest erreichte uns ein brandneuer SC6000 Prime und dieser machte direkt nach dem Auspacken Probleme. Die Play-Funktion wie auch die Hot-Cues mit Fehlfunktion, ein Firmware-Update nicht möglich, da das Gerät beim Rebooten für den Update-Modus leider nicht korrekt herunterfährt. Haben wir ein Montagsgerät erhalten? Ob das einfach ein Zufall sein kann? Rückmeldungen aus der internationalen Denon DJ Gruppe auf Facebook: Es scheint kein unbekanntes Problem zu sein und reicht von SC5000 bis hin zu Prime 2 und Prime 4 Modellen. Dennoch sicher nur eine minimale Menge an Geräten, bei denen dies auftritt. Auffällig ist es dennoch, bei einem CDJ ist mir so ein elementarer Serienfehler noch nicht bekannt geworden.

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Fazit

Die Tatsache, dass die Frage, welcher der beiden „Konkurrenten“ der bessere Media-Player für DJs ist, nicht leicht zu beantworten ist, sagt vermutlich schon alles. Im Klartext: Das Polster, auf dem Pioneer DJ als Markführer sich die letzten Jahre ausruhen konnte, verschwindet. Der Denon DJ SC5000 Prime war der erste Schritt, der SC6000 ist der zweite Schritt den Denon DJ hier in einigen Punkten sehr erfolgreich nimmt und Pioneer DJ hier richtig Druck macht. Unter anderem mit Features, die Pioneer DJ lange verschlafen hat (Stichwort anständige Touch-Bedienung via Display oder volles Buffering des Tracks) oder mit Features, die Pioneer DJ noch gar nicht bieten (Stichwort WiFi und Streaming). Es gibt immer wieder gute Erklärungen von Pioneer DJ, warum das eine oder andere nicht gemacht wird, aber Denon DJ kam mit dem SC5000 kurz nach dem CDJ-2000NXS2 auf den Markt und hat das einfach gemacht. Ein anständiges Touch-Display, volles Buffern von geladenen Tracks, ein Schutz vor versehentlichem Abschalten.

Pioneer DJ muss hier kräftig liefern, um mithalten zu können. Können sie das mit dem CDJ-3000? Die Antwort ist nicht ganz klar, denn der SC6000 hat einiges an Funktionen, die der CDJ-3000 nicht kann und so hat der Denon DJ Player mit zwei Decks auf einem Gerät, WiFi und Streaming, dem größeren Display, besserer On-Board-Analyse und Performance-Pads die Nase vorn.

Pioneer DJ kontert mit dem schnelleren Display, der auf dem Markt besten Key-Sync-Funktion, dem (minimal) besserem Jogwheel, der besseren Software im Hintergrund und vor allem höherer Stabilität, bewiesenermaßen, über Millionen von Stunden, die die CDJ-Player seit Jahren störungsfrei im harten Club-Leben Dienste leisten. Hier muss Denon DJ erst noch beweisen, dass die Player auch auch nach Monaten und nach 3 Tagen non-stop Nutzung „out of the Case“ eingesetzt werden können. Vertrauensvorteil Pioneer DJ.

Thema Preis: Der Denon DJ SC6000 Prime kostet am Markt aktuell 1699,- Euro bei einer UVP von zum Markstart 1799,- Euro. Damit ist der Player seit Veröffentlichung am Markt rund 100,- Euro günstiger geworden. Mit Blick auf entsprechende, andauernde, Marketingaktionen von der inMusic Gruppe mit starken Rabatten oder „buy two get one free“ mit den X1850 Mixern oder den RANE Twelve oder den Denon DJ LC6000 Controllern ist die Frage des Werterhalts eher schwierig.

Hier hat Pioneer DJ die Nase definitiv vorne. Durch die aktuelle Situation vorangetrieben, liegt der Preis aktuell 100,- Euro über der UVP des Herstellers zu Marktveröffentlichung. Das mag Kund:innen ärgern, zeigt aber zeitlich den Werterhalt der Geräte. Denn dieser wird auch bei besserer Verfügbarkeit nicht stark sinken, so die Erfahrung der vergangenen Jahre.
So hat es sich bei Pioneer DJ zudem seit Jahren gezeigt, dass Geräte am Gebrauchtmark im guten Zustand immer noch sehr gute Preise beim Verkauf erzielen. Auch ein Punkt, der beachtet werden sollte.

Was ist mein persönliches Fazit? Salopp gesagt, ich nehme den CDJ-3000 und hätte gern das ein oder andere Feature vom SC6000 in diesem verbaut. Warum ich den CDJ-3000 präferiere? Nun, zum einen ist es die Gewohnheit an ein funktionierendes System. Ich nutze CDJs seit dem CDJ-1000MK3 und entsprechend auch früh schon Rekordbox. Die Entwicklung der Software ist stark und stetig. Immer wieder kommen Neuheiten und Verbesserungen, neue Features. Ebenso wie bei Denon DJ wird hier weiter entwickelt. Die Player aber, mit denen ich überall in Clubs spiele und spielen werde, sind CDJs. Es dergibt für mich persönlich also keinen Sinn, mir einen Denon DJ Setup zu Hause hinzustellen, wenn ich im Club mit CDJs spiele.

Von den Features her können beide Player punkten und mir fällt es schwer, rein auf Basis der Funktionen ein Besser/Schlechter-Fazit zu ziehen. Pioneer DJ hat bewiesen, dass die CDJs auch bei hartem Einsatz solide im Club abliefern und stabil laufen, mein Punkt also geht an Pioneer DJ.

Preis

  • Pioneer CDJ-3000: 2499,- Euro
  • Denon DJ SC6000Prime: 1699,- Euro
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Forum
  1. Profilbild
    Patzig

    Wow, danke für einen versuchten Vergleich.
    Ich finde es sehr schwierig bei den Geräten keine subjektive Meinung einfließen zu lassen und habe bisher auch gemerkt, dass sich viele die Denon Player mal gerne anschauen würden, aber nicht einmal Event Verleiher in unserer Umgebung haben diese auf Lager. Das macht es natürlich (meiner Wahrnehmung nach) für Clubbetreiber/Techniker schwierig zu sagen „wir nehmen jetzt Player, die bisher noch keiner unserer Locals gesehen und angefasst hat und zählen auf die.“
    Ich würde aktuell die Denon Player aufgrund von Preis/Leistung wählen, obwohl ich bisher nur die SC6000M Probieren durfte, haben schon alleine diese mir mehr Spaß gemacht, als jeder CDJ, weil sich schon die Tasten wertiger angefühlt haben. Das Jogwheel der M Variante ist glaube ich auf Dauer nicht so meins, aber beim Rest kann man (als Privatmensch) einfach nicht meckern: Fast 1000 Euro günstiger als die Konkurrenz, 2 Decks und schlucken auch noch mehrere Speichermedien.

  2. Profilbild
    DonGeilo84

    Erstaunlich, dass in diesem Vergleich an keiner Stelle erwähnt wird, dass die Denon Player in der Lage sind zwei Decks gleichzeitig zu spielen und dementsprechend auch zwei Ausgänge haben. Das ist ja ein ordentlicher Mehrwert und ein entscheidender Vorteil.

    Ebenso ist an den Denons auch möglich, die Tonart zu ändern. Einfach auf die Tonart tippen und schon kann diese mit Pfeilen auf dem Display angepasst werden.

    • Profilbild
      Patzig

      Das mit den zwei Decks wurde erwähnt, aber in einem Nebensatz… für mich ein weiteres schwerwiegendes Argument.

      • Profilbild
        DonGeilo84

        Ja, absolut. Ich nutze einen Denon SC6000 in Kombination mit einem LC6000 und dem passenden Mixer und bin preislich knapp über einem CDJ 3000, kann aber zwei Decks spielen und habe nicht nur einen Player… Allerdings gab es den LC6000 auch kostenlos dazu.

        Preis/Leistung ist einfach unschlagbar und die Bedienung ist super!

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          Bolle / Johann Boll RED

          In der Tat ein geiles Feature, welches aber erst mit einem LC6000 wirklich Sinn macht. Und mit dem Satz „gab es kostenlos“ dazu entlarvst du halt leider eines der großen Probleme von Denon DJ – die Geräte sind genau durch solche Aktion ab Kaufddatum deutlich weniger wert. Ich meine, wie lange schon verschenkt Denon DJ wie auch RANE DJ als inmusic Brands Geräte mit 50 % off oder buy 2 get one free. Preisstabilitt ist damit halt komplett für die Katz.

          Aber ja, die Kombination aus S und LC ist so umgesetzt eine geile Idee.

    • Profilbild
      Stereo Typ

      Es geht nur manueller Tonart Shift, aber kein Sync richtig? Da hat der 3000er die Nase vorn wenn ich’s richtig verstehe?!

      Habe das an meinen 6000m bisher nicht wirklich genutzt ehrlich gesagt, aber steht schon lange auf der To do auch das mal anzuschauen. 😇

  3. Profilbild
    D.Krieger

    Für mich ist der SC6000 der bessere Player!
    Viele Funktionen wurden noch garnicht erwähnt.Man hat die Möglichkeit Playlisten direkt auf dem Player zu erstellen und mit dem neusten Update ist es auch möglich die Tracks umfangreich zu bearbeiten falls die automatische Analyse mal nicht so genau funktioniert hat oder der Track einfach eine spezielle Bearbeitung voraussetzt.Auch lassen sich die Player über Ableton Link mit anderen Geräten z.B Akai Force oder mit Visual Software wie Resolume synchronisieren.Dann gibt es auch noch die Integration der Lichtsteuerung was für Alleinunterhalter ein hilfreiches Feature sein kann oder einfach zum Spass daheim die Smarthome Beleuchtung mit einbinden.
    Die Teile sind schon nah an der eierlegenden Wollmilchsau und trotzdem noch sehr übersichtlich und gut bedienbar.

    • Profilbild
      Stereo Typ

      Echt, wie erstelle ich Playlisten auf dem Player? Ist mir absolut unbekannt, aber genau die Möglichkeit wollte ich immer haben.

      Bin ich zu doof oder is das ganz neu? 😅

      • Profilbild
        fkdiy

        Im Prinzip klickt man im Touch-Display auf „neue Playlist erstellen“ (sorry, weiß gerade nicht wie genau im Detail, aber es geht), gibt über die virtuelle Tastatur einen Namen ein und kann dann seine Tracks aus beliebigen anderen Kollektionen (andere Playlists, alle Dateien auf dem Speichermedium usw.) mit Drag & Drop dort reinschieben und sortieren.

        Ich benutzte das z.B. wenn ich meine neuen Tracks durchhöre, um die gleich in eine grobe sinnvolle Reihenfolge für einen Mix zu bringen. Ist für mich wesentlich angenehmer als sich irgendwelche Notizen zu machen und das dann nachträglich in Engine DJ am PC zu erledigen.

        Wie neu das ist weiß ich nicht, ich habe die Player noch nicht lange. Sie laufen auf der aktuellsten Firmware.

  4. Profilbild
    DJ Ronny

    Vielen Dank für den Vergleich. Mein Favorit ist der Denon, aber wie du geschrieben hast ist das subjektiv.

  5. Profilbild
    ollo

    Das große „Problem“ ist einfach, dass Pioneer der Industrie-Standart ist und da kommt man schlecht gegen an. Selbst wenn die Konkurrenz besser und billiger ist/wäre, sind alle Leute das eine Gerät gewohnt. Ähnlich wie beim Technics Plattenspieler, da gab es auch andere Player aber trotzdem sind das die Geräte die jeder kennt.

    Das ist ja auch schon fast wie ein Gattungsame für diese Art von Gerät geworden, was ein CDJ ist, weiß man halt.

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      zirkuskind

      Es ist wirklich ein „Problem“. Denn im Gegensatz zu 1210ern sind die Pioneer Teile völlig ohne Grund Standard geworden. Die Anfälligkeit und die fehlende Robustheit im Gegensatz zum gepfefferten Preis ist eigentlich skandalös. Dazu auch null Innovation, dennoch jedesmal eine große Preisteigerung von Modell zu Modell. Weiß auch nicht warum da nicht mehr Locations und Clubs zum Denon greifen und das ist dann halt einfach so.
      Es gäbe genug Acts, die überrascht und dankbar wären.

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        Patzig

        „Ohne Grund“ wurde Pioneer nicht Standart.
        Ich finde da sollte man differenzieren:
        Früher konnte man Pioneer nicht fehlende Innovation vorwerfen: Linkprotokoll, Hotcues etc war jetzt nicht wirklich üblich bei der Konkurrenz, ebenso wie USB Anbindung an Rechnern und damit auch quasi „Plug and Play“ bei DJ-Software wie Traktor.
        Lediglich in den letzten 10 Jahren sehe ich keine Innovation, jedoch eine krasse Preissteigerung – kann man schon mal machen, wenn man annähernd keine Konkurrenz besitzt.
        Zum Thema Robustheit: Ich habe bisher nicht erlebt, dass neben den Cue/Play Tasten irgendwo „fehlende“ Robustheit zu finden ist. Das meiste sind eigentlich Abnutzungserscheinungen, die tatsächlich auch normal sind, wenn du 8-10 Jahre einen CDJ 2000 NXS in einen Clubs stehen hast.

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        Bolle / Johann Boll RED

        Es sind häufig dieselben Argumente, die jedoch einfach nicht stimmmen.

        Zum Thema Anfälligkeit: 99 % der CDJs laufen über Wochen, Monate und Jahre fehlerfrei, teils von Freitagabend bis Sonntagnacht. Durchgehend. Drinnen. Draußen.

        Als jemand der davon schon hunderte repariert hat, lautet mein Resumee:
        Häufigster Schaden: durchgehauene Cue / Player Taster. Kein Wunder bei dem Umgang und Rumgehacke vieler DJs auf einen Mikroswitch, der gern mal hunderte von Schlägen pro Nacht kassiert. Die Reparatur ist schnell erledigt und nicht kostenintensiv. Das ist meist und nach längerer Betriebsdauer normale Abnutzung.
        Die zweitgrößte Menge an Schäden ist direkt auf Getränkeeinflüsse zurückzuführen, die definitiv den Nutzer:innen und nicht dem Hersteller anzulasten sind. Kaputte Fader mit Tabakresten, klebende Jogwheels, ausfallende Displays.

        Klassische Schäden aufgrund von Materialermüdung etc. sind in in der klaren Minderheit.

        Thema Preis: Der CDJ-3000 kostet 5 Jahre nach dem Erscheinen des CDJ-2000NXS2 UVP 100,- Euro mehr. Inflationsbereinigt ist der Player im Vergleich zum Vorhänger also günstiger geworden.

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          DJ JohnG

          Bis zum CDJ-2000NXS2 war Pioneer DJ wirklich innovativ. Allerdings war auch der Sound erst beim CDJ-2000NXS2 wirklich gut. Bis dahin hatten die Denon-Player das schlechtere Display, und den besseren Sound. Der CDJ-2000NXS2 ein sehr guter Player. Nun, im Vergleich zum Denon SC-6000 passt das Preis-leistungs-Verhältnis des CDJ-3000 einfach nicht mehr. Bei einem Händler in Berlin konnte ich dann unterm Kopfhörer am DJM900NXS2 hören, dass der SC-6000 auch etwas transparenter klingt als der CDJ-3000. Damit war die Kaufentscheidung für den Denon gefallen. In Deinem Vergleich bist Du nicht darauf eingegangen, dass der SC-6000 sehr gut mit VirtualDJ und Serato harmoniert, inzwischen Engine DJ 2.4.0 der Stand ist und mandie beiden Layer im SC-6000 auch sehr gut ineinander mixen kann. Ich kann also im Ernstfall mit einem SC-6000 und dem Mixer über den Abend kommen. Beide Player sind sehr gut, der Denon für mich eindeutig der Bessere mit der signifikant besseren Gegenleistung für den Kaufpreis.

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            Stereo Typ

            Wie der 2000NXS2 für 2016 „ein sehr guter Player“ sein soll ist mir zwar schleierhaft, das Ding ist technisch eher so 2006 bei dem Preis. Loop bug der nie behoben wurde (jede Freeware DJ App kann das besser), Schlechte jogwheels (die s2 hat bessere, von der s4 mal zu schweigen, was schon arm ist), die Liste liese sich noch lange fortsetzen.
            Innovation habe ich auch wenig gesehen… hier und da mal halblebig ein bisschen Hardware geändert über die jahre, aber nie zu Ende gedacht. RAM und Prozessor unterirdisch schlecht (4beat buffer 😂). Softwaretechnisch komplett in den 2000ern hängen geblieben, sowohl bei den Features, als auch bei der usuablity derselben.
            Bitte erklär mir: Wo ist das innovativ? Für mich ist das zusammengefasst rückständig an basically an Punkten wo man rückständig unterwegs sein kann…

            Ob man an der KH Buchse vom 900nxs2 irgendwas qualitatives raushören kann ich für mich auch ein sehr großes Fragezeichen. Die pioneer mixer klingen bis auf den V10 aufgrund (für den Preis) eher mittelmäßiger DACs ziemlich übel imo.
            Auch Allgemein ist die Aussagekraft von nicht blindtests meiner Meinung nach nahe 0 (im blinktest gewinnt zb statistisch immer oettinger bei Bier und Pepsi bei „Cola Getränken“), unblind, du ahnst es: nie.

            Versteh mich nicht falsch, ich mag CDJs auch nicht und denon ist für mich klar besser, aber das Argument halt ich für dünne.

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        Stereo Typ

        Recht hast du, aber den Mut hat wohl keiner.

        Club Standard ist das Ding nur geworden weils lange keine Konkurrenz und überhaupt keine professionell einsetzbare Alternative gab. Denon hat lange nur rückständige rackplayer angeboten, dann Zeug auf dem Niveau vom Gemini heute (nicht schlecht und preis leistungsmäßig viel besser als ein XDJ 700, auf den beiden Playern habe ich „gelernt), dann gar nichts mehr, dann das quietschbunte Alien Kinderspielzeug namens sc5000 und dann endlich was ernstzunehmendes (6000er). Wie steht noch ganz am Anfang dieses Kampfes und wie auf jedem Profi und B2B Markt dauert das ein paar Jahre bis da was passiert.

        Ich habe nun die einzigartige Möglichkeit ein Liebhaber Projekt mit aufzubauen und werde da mal anregen „alles“ hinzustellen wenn das Geld da ist (ich glaube es ist). Dh dann xone 96, 900nxs2 (uuurgh, vllt lieber nen Dom v10, das ist wenigstens ein ernstzunehmender Mixer?! 😂), sc6000(m?), cdj3000 und 1210er.

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      PantherRhej

      Tja – Tradition und Gewohnheiten sind schwer zu ändern. Der Mensch ist träge, wenn er mal angepasst ist.

      Auffällig ist, dass mächtig mit Techno/-nic Bubbles geprotzt und geworben wird (auch bei den TTs – ich habe 2 Numark TTX), aber seit Jahrzenten ist klar, dass das nicht das finale Kaufkriterium ist, sondern die Haltbarkeit und Verlässlichkeit.
      Warum greifen die Alternativ-Herstellern eben nicht an dem Punkt an und liefern/werben mit
      Extremtest unter wiederigsten Bedingungen (wochenlanger Einsatz auf nem Salzsee 😁)?!

      Klar sind solche Tests kostspielig.
      Aber was nützt, es den Marktführer mit mehr und innovativsten (auch kostspieligen) Features überholen zu wollen, wenn seit Jahrzehnten klar ist, dass das nicht funktioniert und dass man ihn so nicht vom Thron stoßen kann.
      Ist doch klar, dass ich nicht auf ein Pferd setze, dass ich nicht kenne.
      (War mit den Numark TTX genauso. Tolle Features, aber eben nicht verlässlich und unangenehme Resonanz bei 80Hz…)

      ClubStandard hin oder her.
      Wenn ordenliche Tests der Wettbewerber darlegen, dass sie (mehr) länger und verlässlicher können als der Standard, werden die Clubbetreiber bald den Standard ändern.

      Aber nichts dergleichen!

      Man muss aber auch feststellen, dass das Feature-Gejage in allen Bereichen der Gesellschaft die einzig wahre Götze ist.

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        Stereo Typ

        Die Features bei Denon sind nicht durch die Bank besser/mehr (aber auf einem guten Weg dahin).

        Die von außen sichtbare Building quality, Usuability der vorhandenen Features und der Longterm Outlook was mit der Plattform möglich ist sind viel besser. Bisschen wie bei Apple. Nur hat Denon (noch?) nicht den Kultstatus erreicht und kann deshalb kein Geld damit drucken. Aber ich glaube das haben sie auch mit zu holprigen releases vor allem der frühen Prime Softwares verspielt. Der erste iPod oder das erste iPhone hat halt auch gleich auf deer Gesamten versprochenen Bandbreite geliefert und genau da hat Denon leider gegooft. Klassischer und vermutlich Markenimagetechnisch riesiger Fehler war der übliche: irgendjemand wollte das Produkt möglichst schnell auf den Markt bringen und vergaß dass ein Produkt eben mehr als physische Hardware ist, die ohne gute Software absolut nutzlos ist. Es muss also von Anfang an beides sehr gut passen wenn man Leute von einem etablierten Standard weglocken will. Das vertrauen hat man sich leider direkt verspielt. Manager…

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    Stereo Typ

    Also ich habe meine SC6000m nun 1,5 Jahre in Kombi mit xone 96 und bin sehr zufrieden. Software war am Anfang noch ein Thema aber ist mittlerweile sehr gut. Hardware Probleme hatte ich nie. Man kann nur hoffen, dass die viel bessere und langfristig ausgelegte Hardware (deutlich bessere ARM CPU) und Software Plattform auch noch die paar Software Fetzen bekommt die jetzt noch zur großartigkeit fehlen (mehr key Funktionalität, stacked waveforms von linked Playern, andere waveform Farben, Kleinkram). aber inMusic hat da ja einen guten record (siehe auch zb akai Produkte) und die letzten 2 Jahren lassen hoffen).
    Warum schreibe ich viel besser Hardware und Software plattform? Nun bei der Hardware ist es ja bis auf jogwheels rechts eindeutig (bei meinen m dann auch auch der Punkt eindeutig demon imo): Plastikbomber verliert gegen gebürstetes Aluminium einfach in meinen Augen.
    Bei der Software ist das vor allem ein langfristiges Thema: während demon linuxbasiert und damit „fast Open source“ unterwegs ist, ist pioneer proprietär unterwegs. Und viel Funktion und Weiterentwicklung die es für ein internetfähiges gerät vor allem beim Thema Sicherheit laufend brauchen wird, wird bei denon bereits kompetent von der Plattform kommen. Da wird pioneer noch gründlich auf die Schnauze fallen, weil sie von IT Sicherheit keine Ahnung haben.
    Wenn der Media Player dann laggt weil er Teil eines bot Netzwerks ist, idealerweise dann auch offline unbenutzbar lahm und man darf ständig die Firmware neu installieren, wird das bestimmt spaßig 😄 ihr wisst ja: Das S in IoT steht für Sicherheit 👍

    Was den Preis angeht, rate ich dem Autor mal die Preisentwicklung (zb bei heise oder geizhals) anzuschauen. Auch sonst stimmt da manches nicht:
    1. UVP vor 1,5 Jahren: 1699 war der Preis für einen sc6000m, der sc6000 kostete 1499
    2. zwischenzeitlich waren die Preise auch mal kurzzeitig 100-200 günstiger, aber vor allem längere Zeit deutlich höher, bis zu 300 €.
    3. Preisverfall ist also ein Märchen, zumindest bisher. Im Gegenteil hätte ich, wohl verstärkt durch die corona und Lieferschwierigkeiten, in den 1,5 Jahren sowohl Mixer als auch Player für mehr wieder verhökern können als ich selbst neu bezahlt habe.

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    fkdiy

    Habe die Denons und könnte zufriedener nicht sein. Clubstandard ist mir egal, weil ich zuhause für mich und hin und wieder mal auf Parties im Freundeskreis auflege, oder als höchstes der Gefühle mal einen Mix ins Internet stelle.

    Hab von Vinyl über verschiedene CD-Player bis Laptop mit Controller über die Jahre verschiedene Sachen durch, und das Auflegen hat mir ehrlich gesagt lange nicht mehr so viel Spaß gemacht.

    Es ist ungelogen die pure Freude mit den Dingern und einer der besten Käufe, die ich im Musikbereich jemals getätigt habe.

    Wer Pioneer mag, darf aber gerne auch Pioneer mögen, sollte klar sein.

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