Vergleichstest Subwoofer: Presonus Temblor T10, JBL LSR310S, KRK 10S, Mackie MR10S MK3, Fluid Audio F8S,

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Mackie MR10S MK3

Die Traditionsmarke Mackie gehört schon lange nicht mehr dem Homerecording-Pionier Greg Mackie. Interessanterweise findet sich der Markenname auch weder auf dem Karton noch auf dem Lautsprecher. Da mir das aufgebrachte Logo unbekannt war, konnte ich den Mackie somit nur per Ausschlussverfahren identifizieren.

Mit einem derzeitigen Ladenpreis von rund 349,- Euro ist der MR10s MK3 der Zweitgünstigste im Test. Er ist eine Nummer größer und mit 12,4 kg auch schwerer als der Fluid Audio und verfügt über einen 10″ Tieftöner mit Aramid/Glasfaser-verstärkter Membran. Als einziger im Test bietet der Mackie eine klassische abnehmbare Frontbespannung. Auch hier kommt wieder MDF mit Kunststoffbeschichtung zum Einsatz. Die mit 38,1 x 32 x 38,1 cm nicht ganz quadratische Kiste steht ebenfalls auf Gummifüßen. Als Verstärker arbeitet im Inneren eine klassische Class A/B-Endstufe.

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Die Bassreflexöffnung befindet sich auf der Rückseite. Dort sind auch der Lautstärkeregler (-30 dB bis +6 dB) und der Regler für die Grenzfrequenz des Tiefpassfilters untergebracht. Diese kann zwischen 40 und 180 Hz stufenlos gewählt werden. Die Bezeichnung „Crossover“ ist irreführend, weil kein Einfluss auf das durchgeschleifte Signal genommen wird.

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Die Polarität des Mackie Subwoofers ist zwischen 0 und 180 Grad umschaltbar. Eingänge liegen als XLR und TRS (6,3 mm Stereoklinke) vor, die Ausgänge sind dagegen nur als Klinkenbuchsen ausgeführt.

Als Besonderheit gibt es eine Auto Power Funktion, die wahlweise bei eingehendem Signal den Verstärker ein- sowie nach längerer Stille ausschalten und dadurch Strom sparen soll. In der „Off“-Einstellung wird der Subwoofer ausgeschaltet, das Signal aber trotzdem durch die aktive Elektronik zu den Monitoren weitergeleitet.

Die Stromversorgung kann zwischen 220V und 110V Netzspannung umgeschaltet werden, auch hier arbeitet daher vermutlich ein lineares Netzteil.

Praxis

Im praktischen Einsatz kann der Mackie den Frequenzgang typischer kleiner Studiomonitore gut nach unten erweitern. Der Bass geht dabei erwartungsgemäß tiefer herunter als beim Fluid Audio. Allerdings sind auch hier die von Physik und Budget gesetzten Grenzen klar hörbar, d.h. der praktisch nutzbare Umfang liegt etwas unterhalb von 40 Hz. Dreht man laut auf, kommt es zu Resonanzen und Strömungsgeräuschen.

Problematisch fand ich die Qualität des zu den Stereolautsprechern durchgeschleiften Signals. Die Mitten werden anstrengender und das Signal klingt abgeschliffen und weniger klar.

Forum
  1. Profilbild
    network-909  

    Danke für den tollen Vergleichstest. Kommt gerade richtig, da ich momentan auch einen 10″ Sub suche..
    Allerdings stimmen Link und Preis vom KRK 10S nicht. Ihr habt den aktuellen KRK 10S (2016) getestet. Der kostet allerdings 499€ (der heisst bei Thomann KRK 10S2).
    Der Thomann-Link verweist aber auf den Vorgänger, der momentan für 358€ zu haben ist.

  2. Profilbild
    swellkoerper  AHU

    Danke für diesen super recherchierten und kritischen Test. Habe ich das richtig verstanden, die Beeinträchtigungen des durchgeschliffenen Signals treten auch bei deaktivierter Frequenzweiche auf? Interessant wäre noch, wie sich die nächsthöhere Preisklasse im Vergleich schlägt.

    • Profilbild
      g.scherer  RED

      Ausschalten lässt sich die Frequenzweiche z.B. beim KRK gar nicht. Ohnehin muss das Signal immer durch die aktiven Stufen im Sub, keinerlei Beeinträchtigung brächte nur ein Hard Bypass.

  3. Profilbild
    MattZazzles  

    Sehr gutes Timing, sehr guter Artikel, sehr guter SW, der Presonus!
    Schlecht für meinen Kontostand, schlecht für meine Nachbarn. Danke

  4. Profilbild
    Andreas Tentschert

    Danke für den Test, stehe auch vor einem Sub-Kauf.
    Ist die Beeinträchtigung des durchgeschliffenen Signals beim KRK deutlich hörbar?
    Und weiss jemand was vom M-Audio BX10 im Vergleich?

    Stehe zwischen BX10, Krk10 und Presonus.

    Gruss aus Innsbruck
    Andajazz

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