Das Spice muss fließen
Eineinhalb Jahre nach der ersten Ankündigung ist der semi-modulare Synthesizer Behringer Spice nun offenbar fertig und ab Werk versandbereit. Ist eine erste Charge eventuell noch vor Weihnachten verfügbar?
Behringer Spice, semi-modularer Synthesizer
Der vom Moog Subhamonicon inspirierte Synthesizer besitzt eine analogen Klangerzeugung mit subharmonischen Möglichkeiten, die von einem komplexen, polyrhythmischen Sequencer angesteuert wird.
Das Desktop-Gerät ist mit zwei VCOs (Saw, Square) ausgestattet, die jeweils wiederum über zwei Suboszillatoren verfügen. Somit lassen sich insgesamt sechs Klangquellen kombinieren.
Das Filter ist ein Tiefpass mit 24 dB Ladder-Schaltung und wird, wie der VCA, durch ein AD-Hüllkurve gesteuert.
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Der Clock-synchronisierbare Sequencer verfügt über zwei Reihen mit je vier Steps. Das Besondere daran ist, dass die Weiterschaltung der Steps voneinander abhängig gemacht werden kann. Außerdem steht es dem Anwender frei, welche der sechs Oszillatoren von den Sequenzen angesteuert wird. Mit variablen Quantizern können unterschiedliche Tuning-Intervalle umgesetzt werden.
Das Gerät besitzt insgesamt 16 Patch-Buchsen für Audio- und Steuersignale. MIDI steht über USB und DIN-Buchsen zur Verfügung.
Der Preis ist mit 249,- US-Dollar angegeben.
Zwei weitere Produktvideos gehen im Laufe des Abends online:
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Ab hier die Meldung vom 30. Mai 2024
Behringer kündigt mit Spice den dritten Synthesizer in diesem speziellen Geräteformat an. Nachdem Behringer mit Crave und Edge bereits die Konzepte der Moog-Synthesizer Mother-32 und DFAM übernommen hatte, wurde mit Spice das Moog Subharmonicon kopiert.
Das Besondere am Subharmonicon ist weniger der semi-modulare Synthesebereich, sondern das Sequencer-Konzept, das Ideen des Systems von Joseph Schillinger sowie der Rhythmicons von Leon Theremin (Lew Termen) aufgreift.
Behringer Spice
Außer dem Foto hat Behringer keine Details bekannt gegeben, man kann sich aber anhand des Panels einen Überblick über die Ausstattung verschaffen. Es gibt zwei VCOs (Square + Saw), denen jeweils zwei Suboszillatoren angegliedert sind. Es lässt sich per Taster bestimmen, welche der sechs Klangquellen vom Sequencer in der Tonhöhe angesteuert werden und welche davon ausgeklammert sind.
Zur Klangformung gibt es ein Tiefpassfilter, das mit einer AD-Hüllkurve gesteuert wird. Ebenso hat der VCA eine AD-Hüllkurve.
Der Sequencer besitzt zwei Reihen mit je vier Steps. Diese können mit vier Frequenzteilern zueinander versetzt werden. In Kombination mit der separaten Ansteuerung der VCOs und Suboszillatoren können hiermit sehr komplexe, polyrhythmische Strukturen entstehen.
Spice soll eine vollständige MIDI/USB-Implementation besitzen. Allerdings fehlt die Information, ob die Regler auch MIDI-CCs senden.
Behringer Spice befindet sich laut Facebook-Posting derzeit im finalen Beta-Test und die Produktion soll „hopefully … soon“ beginnen. Der Preis soll bei 249,- US-Dollar liegen.
Unter diesen Links findet ihr unseren Testbericht zum Moog Subharmonicon und einen passenden Workshop.




























Tzzzz….
Zum Kopieren an sich möchte ich mich nicht äußern, aber die Anordnung der Bedienelemente und des Patchfeldes finde ich hier deutlich besser gelöst (ähnlich schon wie beim Edge).
Die größeren Knöpfe bei den Sequencern lassen diese mit Sicherheut besser bedienen als es bei den Originalen der Fall ist.
@Sven Blau Finde ich auch.
Blöd allerdings, daß das Gehäue weder Rack- noch Eurorackfähig ist.
@Schneum Ich hatte mal eine Batterie von 2 DFAM und 2 Subharmonicons. Die habe ich mit Behringer (!) Eurorackwinkeln in ein Case, welches ich mir für ca. 50€ habe maßanfertigen lassen, geschraubt. Sah wie ein normales 19″ Flightcase aus, nur eben schmaler.
Sowas geht dann hier bestimmt auch irgendwie.
@Schneum Ist nicht ganz richtig. Es gibt von z.B. von „Bespoke Rack Ears“ oder „Bedford Studio Solutions“ Rackwinkel für den Crave, die auch an den Edge und Spice passen dürften. Einfach mal in Tante Google nach „Behringer Crave Rack Ears“ gucken, da findet man Angebote auf eBay, Reverb und Facebook.
@Monolith2063 Gibts auch was für die Korg Volcas?
@Synchead Mal nicht so faul und selber gesucht… dann findet man z.B. sowas hier: https://kvgear.com/products/vemk für Eurorack oder https://www.ebay.com/itm/133934842778 für 19″ Racks.
@Schneum Cool ist aber, dass der SPICE zu meinen anderen Behringer passt! Gute Idee es so wie Moog zu halten…
@Sven Blau Die Bedienung der Sequencer mit den kleinen Knöpfen ist anders als beim DFAM hier einfacher, da die Werte gerastert sind. Da bringen die größeren Knöpfe keinen Vorteil. (abgesehen von der Haptik).
@Basicnoise Gerastert? Das ist ja mal toll. Damit entfällt nerviges tunen der Sequencerwerte wie beim DFAM, will man ihn tonal nutzen.
@Sven Blau Ja, quasi gerastert. So lange die Quantisierung eingeschaltet ist, springt er zum nächsten Wert, Das Gefummel, wie beim DFAM gibt es daher dann nicht.
@Basicnoise Man kann auch einen echten Quantizer nutzen. Ist ja alles semimodular.
@Sven Blau Ich wüsste nicht wie man das Layout des Subharmonicon bei gegebener Oberfläche noch verbessern könnte. Einer der wenigen Synthesizer, der sich mir, zumindest was das Interface angeht, vom ersten Tag an erschlossen hat. Sequencer – VCO und Mixer – VCF und Amp – und mindestens im Eurorack macht sogar die Anordnung des Steckfelds Sinn. Bei Behringers Kopie sehe ich auf den ersten und den zweiten Blick nur gefühlt 30 gleich aussehende Potis ziemlich gleichmäßig auf ein Rechteck verteilt.
@Sven Blau Sehe ich anders.
Moog sagt mit dem Look & Feel: „Komm, wir reden und spielen zusammen, bei einem gepflegten Getränk oder auch ohne“.
Behringer hingegen brüllt hier einen heiser an wie eine billige Nutte (m/w/d) abends an der Ampel in der Süderstraße.
Eigentlich unverständlich, denn Behringer kann doch auch anspruchsvoll. Hier leider nicht.
Ich hoffe, die Wartezeit ist hier nicht so lange wie beim Edge…
@THo65 Beim Edge kam Corona, Bauteil- und Containerkrise dazwischen. Behringer hatte zwei Jahre lang keine neuen Geräte mehr rausgebracht. Da sie jetzt in kurzer Zeit 4 neue Synths und 4 Eurorack-Module released haben, scheint das aber überstanden zu sein.
@Monolith2063 wird wohl Zeit, wieder regelmäßig meine Anti-GAS-Tabletten zu nehmen….
@Monolith2063 Behringer ist der einzige Hersteller der die Preise jetzt schon wieder unabhängig von der Kongurenz zurück nimmt! 🧡Da sag ich nur, Dankeschön!
Unironisch gut. Bisher gefällt mir jeder der Klone besser als das Original und seit den letzten Preiserhöhungen kann ich, als Konsument, zu Moog keine gute Meinung mehr haben.
@sadfrog wohl wahr…
@sadfrog Aus diesem Grund wird mich Moog als Käufer auch nicht verlieren. Ich empfinde das Preis-Leistungs-Verhältnis viel zu unausgewogen, als das ich mir diese kaufen würde. Ich denke aber auch, dass Moog die Behringer Kopien verkraften wird, da es wahrscheinlich nicht allzu große Überschneidungen bei den Zielgruppen geben wird. Mercedes oder Dacia 😄
@SynthUndMetal Ich habe es mal gewagt in einem DACIA zu sitzen: Die billige Herstellung hat meine Alarmglocken schrillen lassen! Bei zu viel Weichmachern juckt mir die Haut😱
Ist mir beim Edge oder Crave nicht passiert, da jucken mir nur die Finger…😇
Mal im Ernst: egal ob Mercedes oder Dacia, nach nem Totalschaden hörst du bei beiden die Engelslieder😬
@CDRowell Auch das mit den Engelsliedern trifft nicht unbedingt zu.
Mir ist vor etwa fünf Jahren jemand auf klassische Weise am Stauende (ich kam gerade noch rechtzeitig zum Stehen) mehr oder minder ungebremst hinten seitlich aufgefahren. Laut späterem Gutachten hatte der Unfallgegner in dem Moment noch um die 60 bis 70 km/h drauf.
Mein Wagen war (nicht nur wirtschaftlicher, sondern laut Audi technischer) Totalschaden, der der Auffahrenden auch. Dass die Dame in ihrem 1er BMW (der nach der Kollision quasi quer über die Autobahn geflogen ist) nur mit leichten Blessuren davon kam und ich „lediglich“ mit leichtem HWS-Trauma, verdanken wir weniger den himmlischen Botschaftern als der deutschen Automobilbaukunst: mein A4 Avant hat sich direkt vor dem Aufprall ganz schnell vorbereitet und mich blitzschnell umarmt, nach dem Aufprall nochmal die Bremsen angezogen, von alleine den Notruf abgesendet usw. Nur das Warndreieck musste ich noch selber aufstellen.
Von außen sah der Wagen nach nur kleinem Blechschaden aus, aber das Fahrgestell und die Karosse haben den ganzen Impetus aufgenommen, das Auto nach mehreren Gutachten nur noch als Ersatzteillager zu gebrauchen.
Die engagierten Autobahnpolizisten meinten, sowas hätten sie noch nie gesehen – keine Schwerverletzten bei einem solchen „Wumms“. In einem Daschia wäre ich wohl doch längst dem Petrus vorgestellt worden.
@Aljen Vor allem freut mich, dass Du mit deinem Beispiel das Gegentum berichten magst.
Dir wünsche ich neben dem passendem PKW eine immer glückliche Hand bei der Synthesizer-Wahl und uns, ja allen Menschen, dass jegliche Havarie ausbleibt.
@sadfrog Preiserhöhungen sieht man aktuell nicht beim Subharmonicon. Liegt aktuell bei 699€ also weniger als beim Release (849€)
Mich würde mal grundsätzlich interessieren ob die Qualität der verwendeten elektronischen Bauteile eigentlich bei Behringer schlechter ist oder ob im Grunde überall das Gleiche drin steckt?
Ich habe da noch nichts Fundiertes dazu gefunden…
@Schneum Bauteile denke ich werden überall auf dem gleichen Niveau sein. Das meiste kommt aus China. Wo es aber zu diesen Preis Unterschieden kommt ist hier. Behringer entwickelt die Produkt nicht neu sondern re-engineered das Ganze was deutlich weniger kostet. Bei Moog arbeitet ein Team dran ein neuen Synthesizer zu entwickeln. Das kostet Geld und Zeit. Zu dem fertigt Moog in USA. Auch wenn es nicht die integrale Produktion ist (wie Fertigung der PCBs mit den Komponenten), kostet es mehr Geld Leute dort zu beschäftigen wie in China. Zu dem fertigt Behringer in anderen Quantitäten die Moog wegen ihre kleinen Fabrik in USA nicht mithalten kann. So hat Behringer andere Einkaufspreise für die Komponenten usw. Dazu kommt anders Marketing, keine Events, usw. Zwei andere Welten.
@Tom Aka SYNTH ANATOMY jepp, das ist mir alles schon klar.
ich wüsste das mit den bauteilen nur gerne konkret. hat jemand vllt. z.b. links wo das mal jemand analysiert hat?
@Tom Aka SYNTH ANATOMY „Bei Moog arbeitet ein Team dran ein neuen Synthesizer zu entwickeln.“
Moog ist jetzt nicht gerade für Innovationen bekannt…die klonen sich selbst.
@mort76 Diese Aussage ist nicht wirklich wahr. Eigentlich überhaupt nicht. Gerade dieses Instrument hat ja keine wirklichen Vorbilder bei Moog.
Wenn eine Firma klont, dann Behringer. Was man nicht alles schreibt, um mit sich selber im Reinen zu sein…
Ich warte nur drauf, bis Behringer die beiden im 2024 neu erschienenen Synthies von Moog kopieren wird. Gähn.👎
@Tom Aka SYNTH ANATOMY Wobei die bauliche Qualität schon minderwertiger ist. Merkt man im direkten Vergleich. Aber, nicht der Klang!
@Filterpad Wem die Anfassqualität egal ist, kann gleich zu einem Software Plug-in greifen. Am besten noch raubkopiert. Kost dann gaa nix.
@Aljen Absolut 😁
@Aljen Wenn irgendein Ehrgefühl gegenüber den Leistungen der Mitmenschen in einem schlummert, sollte mit dem Dunkelgrau-Importen auf MAC und PC spätestens mit einem Lebensalter von 16 Jahren seine Finger bei solchen Angeboten still halten.
@Schneum Bei Widerständen, Transistoren etc. wird es wohl zwischen allen aktuellen Geräten keine Unterschiede geben (auch nicht zu denen von Moog). Bei Potis und Buchsen wäre es denkbar, denn da gibt es große Preis- und Qualitätsunterschiede. Dazu müsste dann mal ein Profi ein Moog-Gerät auseinandernehmen, ob die da wirklich das hochwertigere einbauen.
@WOK Das würde ich nicht unterschreiben, suche einmal einen TL074 bei Reichelt den Moog zB.: beim Minitaur verwendet. ein 4-fach OP Bei Reichelt gibt es 3 SMD Versionen von 30 Cent – 1,30 € das Srück. Da gibt es sicher Unterschiede.
@Robby Nur wird Moog die nicht einzeln bestellen, sondern als ganze Rolle beim Hersteller oder Distributor.
Ich wollte nur die Preisunterschiede für einen und den selben Typ aufzeigen. Mit ist schon klar das bei 5000 Stk. ein anderer Preis entsteht. Es gibt auch in der CPU Produktion verbilligte B-Ware die von LowCost Hersteller verwendet werden. Bei 50.000 Stk sind 10Ct auch ein Geld.
Wie kann den ein solch spezielles Synthesizerdesign nicht so geschützt sein, dass so etwas nicht möglich ist? Ich verstehe ja die Clone von den alten, deren Patente ausgelaufen sind, aber das? Ich check das nicht.
@Basicnoise Da ist einfach nix zu schützen. Was soll denn da jetzt speziell so innovativ und neu sein?
Es gibt ja auch viele Autohersteller. Viele Autos sind sich auch recht ähnlich…
Ich will jetzt nicht Behringer verteidigen aber es ist grundsätzlich auch nix „spezielles“ was sich irgendwie patentiern lässt was Moog da hergestellt hat.
Würde es von Behringer gleich benannt und aussehen wäre das was wohl anderes.
@komabot Genau…hinzu kommt, dass die Geräte von B. auch noch volle Midi Implementation (USB & DIN) bekommen haben…DFAM und Subharmonicon haben das nicht…
@komabot Ich empfinde die Art, wie der Subharmonicon arbeitet schon recht speziell. Nicht die Synthese an sich, aber in Verbindung mit den Sequenzern und den Subharmonischen ist das schon etwas Neues. Von zwei alten Synths inspiriert und auf eine Art zusammengebracht, die es so noch nicht gab.
@Basicnoise „Ich empfinde die Art, wie der Subharmonicon arbeitet schon recht speziell.“
Das ist aber trotzdem nix was sich irgendwie patentieren lässt.
Die technische Schöpfungshöhe ist ja eher niedrig.
—
@all : Wann wurde denn überhaupt mal ein Synth „patentiert“? Gibt es da was?
@komabot Patentieren kannst Du alles was Du willst. Es wird dann geprüft und wenn kein gleiches Patent vorliegt, wird es dir zugesprochen. Kostet halt sehr viel Geld und Zeit.
Deine Frage zu @ all: Mehr als dir bewusst ist. Google mal….
@komabot Nachtrag: Es liegen mehr als über 100.000 Patente zu Music Synthesizer vor. Aktive Patente sowie nicht mehr aktive. Das sollte deine Frage beantworten…
https://patents.google.com/?q=(music+synthesizer)&oq=music+synthesizer
@Basicnoise Geht mir auch so. Kann da nur zustimmen. Als der Subharmonicon auf den Markt gekommen ist, war ich schon sehr begeistert. Frisch und untypisch der sequencer und auch die subharmonischenoscillatoren habe ich so vorher noch nicht gesehen.
Aber ich freue mich trotzdem, weil der Moog Preis für mich einfach zu hoch ist. So bekomme ich vielleicht doch dazu so einen Synthesizer in meinen Händen zu halten.
@Basicnoise „Ich verstehe ja die Clone von den alten, deren Patente ausgelaufen sind…“
Es gab nie irgendein „Patent“ auf die jetzt nachgebauten Geräte. Das sind alles nur „Synth´s“.
Da greift maximal irgendein „Markenschutzrecht“ o.ä.
@komabot Ich dachte, dem wäre so gewesen, bei einigen, aber mag mich täuschen.
@komabot Nein, Du verbereitest gefährliches Halbwissen. Deine Äusserung ist schlichtweg falsch. Es gibt Patente auf Synthesizer. Wie oben beschrieben kannst Du jede von dir erfundene Schaltung oder neue Synthese Art patentieren.
Wenn dann dein Patent weitläufig verwendet wird, dann wird dein Patent zu einem FRAND Patent. Das bedeutet, dass Du dein Patent diskriminierungsfrei lizenzieren musst.
@Round Robin Bei der Patentprüfung wird allerdings geprüft, ob es sich bei der Erfindung tatsächlich um eine Neuerung mit ausreichender Innovationshöhe handelt, oder um etwas, das jeder mit „ordinary skills in the (state of the) art“ entwickeln könnte. Nach mittlerweile 60 Jahren Synthesizer-Entwicklung, wird es bei vielen Designs eher schwierig werden, diese Innovationshöhe nachzuweisen.
@gs06 Wenn Du eine neue Schaltung erfindest, die sich vom normalen 60 Jahre alten Synthesizer abhebt, kannst Du es patentieren. Oder eine neue Syntheseform oder ein neuartigen Filter usw.
Wenn das Filter so wie beim Crave ist, halte ich mich doch lieber an das Original
@R3laX Der Filter im Behringer ist CEM, daher nicht ganz gleich, aber doch erstaunlich nahe dran. Hier der Vergleich im Starsky Carr Video: https://www.youtube.com/watch?v=p5LADPPcaN0&t=1085s
@Basicnoise Klar ist das CEM, B will seine geklonten Chips natürlich en masse verbasteln
@Basicnoise Eben. „Beinahe“ dasselbe. Das ist wie wenn ein blöder Kunde sagt „neee, diese Schriftart muss man auch noch bezahlen? Ist mir zu teuer. Nehmse doch was Ähnliches.“
Daraus resultieren letztendlich all meine zahlreiche Vorstrafen wegen gefährlicher Körperverletzung in Tateinheit mit der Schnauzenpolierung.
@Aljen „Körperverletzung in Tateinheit mit der Schnauzenpolierung“ 💀 😂
Dass die RhythmInputs keine Outputs der einzelnen Clockdivider sind finde ich beim originalen Subharmonicon sehr sehr schade. Die Sequenzen sind schon ohne Modulation wild genug. Die vier polyrythmischen Clocks jedoch zum syncen weiterer Maschinen auszugeben, würde das Subharmonicon zum modularen MasterBrainSequenzer upgraden.
Vielleicht wird das ja noch geändert… auch um weniger dreist zu kopieren.
Hat sich noch niemand ueber die Farbe beschwert? Nein? Gut, dann mache ich das jetzt :)
Das Orange des Crave und Purple des Edge finde ich sowohl fuer sich als auch zusammen ganz geil, ein schoener, satter Kontrast. Das Rot des Subharmo… aehmm, Spice hier passt weder zu dem Einen, noch zu dem Anderen – und sieht mMn auch fuer sich alleine ziemlich altbacken im Vergleich zu den Anderen aus. Cyan waere logisch gewesen, oder ein Zitronengelb.
@kometh Diese u. weitere Farben werden sie für ähnliche Geräte (ähnlicher Formfaktor) verwenden. Wird man hier nicht lesen, Statement wurde aber seitens B gegeben 😉
@kometh Hä? woran orientierst du dich, dass um so sicher eine Farbe (ich nenne mal den Wert RAL 220 40 40 Cyanblau ) zu bestimmen?😱
@CDRowell Darauf hin ein freundliches “Hä?” zurück. Der Sinn deiner Frage erschliesst sich mir leider nicht.
@kometh Danke für deine nachvollziehbare, freundliche Antwort. Deine Aussage zur Farbwahl wirkt auf mich nicht nachvollziehbar, da zur Bestimmung einer Farbe realbezogene Werte notwendig wären. (klugscheissmodus:OFF) Somit wolle ich wissen, ist die Farbe für dich wirklich so wichtig? wenn ja, dann benötigt es doch eine realbezogene Vorstellung oder?
Gute Grüße!😇
@CDRowell Bin mir immer noch nicht sicher, ob ich deine Frage verstehe.
Die Farbe Cyan ist eine der vier Grundfarben des CMYK Systems, und Zitronengelb ist RAL1012. Beide kenne ich jobbedingt ziemlich gut, deshalb bin ich mir sicher, dass sie besser zu den anderen Clones passen wuerden, als das i.m.A. recht konservative Rot. Die Fotos koennten da natuerlich taeuschen. RAL Codes sind uebrigens immer vierstellig, weswegen dein Code oben keinen Sinn macht. Sieht eher aus wie RGB, und in diesem System waere das ein Rotton.
Ob das wirklich wichtig fuer mich ist? Nein, deswegen ja auch der Smiley in meinem OG Post. Aber schade finde ich es schon immer, wenn Dinge unnoetigerweise weniger gut ausfallen, als sie muessten.
@kometh Aaaah! Ja jetzt! Okay, dann habe ich es doch richtig verstanden, wenn ich da „Zwischentöne“ herauslas…
Danke für Deine Rückmeldung. Du hast da einen interessanten Punkt erwähnt: Kümmert sich beim B überhaupt einer um die Farbgebung? Vielleicht weniger, um Kosten zu sparen…😇
Also dann: auf zum nächsten Produkt vom B!
Wo es hier gerade mal wieder um Ulis lustigen Fuhrpark geht:
Gibt es eigentlich schon etwas neues zu der Behringer Groovebox?
Die hatten doch auch mal so etwas MPC-Artiges geteasert.
@Herr Rakete Ich bin diesbezüglich voll am grinden…😁
Klasse Teil!
sehr interessant diese Behringer Klon Reihe, nur schade dass es nicht ins eurorack eingebaut werden kann
@Jannis Chuck „Behringer“ Norris muß nicht ins Eurorack passen. Chuck „Behringer“ Norris läßt sich gleich ein neues Racksystem entwickeln und nennt es „Chuck-o-Rack“
Es ist schon reichlich naiv zu glauben, dass eine Kopie legitim ist, weil sich der Hersteller des Originals an einem bereichern will. Das Subharmonicon ist in seiner Art einzigartig, und es war sicher nicht billig es zu entwickeln. Behringer bereichert sich somit nicht nur an den Käufern ihrer dreisten Kopien, sondern auch an den Unternehmen, deren Produkte sie fälschen. Ob es dadurch für die betroffenen Hersteller einfacher wird, die Entwicklung neuer Produkte zu finanzieren, wage ich zu bezweifeln.
@Dial Teleier Wahr oder unwahr, Original oder Kopie, Qualität oder Schrott, das spielt doch kaum noch eine Rolle. Der Mensch will alles, egal wer da wie viel Investiert hat, Hauptsache er hat es auch und das möglichst billig. Das ist auch das Erfolgsrezept von Temu und Konsorten, die uns mit billigem Müll überschwemmen, er dann auch da landet wo er herkommt. Auf dem Müll.
Doch das Gejammer wird gross, wenn jemand seinen Job verliert weil ein anderer seine Arbeit kopiert hat, dann muss die Regierung unbedingt etwas dagegen tun… . „Erst das Fressen, dann die Moral“ soll schon Bertold Brecht gesagt haben. So neu ist diese Rücksichtslosigkeit also nicht.
@liquid orange Kleiner Tipp: „Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral“ ist von Brecht völlig anders gemeint, wie du es hier gebrauchst. Er meinte es wirklich so, man kann von jemanden keine Moral verlangen oder voraussetzen, wenn er einen „leeren Bauch“ hat.
@Hamlet Danke für die korrekte Interpretation des Zitates!
Leider bedeutet das nicht auch, dass wer keinen Hunger hat, moralisch handelt…
@liquid orange Du würdest besser positiv moralisch handeln, als nur davon zu schreiben.
@Hamlet „Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral“ ist von Brecht völlig anders gemeint ….
—
Meine Interpretation hier wäre: Nur die Taten eines hungrigen Menschen, zeigen seine wahrhaftige Moral.
@Anjin Sun Das ist das komplette Gegenteil von Brechts Denken. Das kann nur jemand sagen, der nie gehungert hat und dem es immer gut ging.
@Hamlet Zuerst kommt das Fressen, und wenn man gegessen hat, d.h. wenn man Geld hat, dann kommt die Moral. Und einen Synthesizer kauft man sich nur, wenn man Geld hat, d.h. die Moral sollte dann vorhanden sein. Sollte.
@Anjin Sun Muss man deine Interpretation moralisch gut finden ?
@liquid orange Sehr gutes Posting. 💪👍
Wir sollten uns auch in Erinnerung rufen, dass Synthesizer kein »Fressen« sind … im Gegenteil: Sie sind hochspezialisierte Instrumente für einen (sehr) kleinen Teil der Menschen. Niemand braucht einen Synthesizer, um zu überleben. Ob man da nicht doch tatsächlich auch ein wenig mehr auf die Moral achten kann … und ob man sich nicht etwas vormacht von wegen »Machen doch alle so!« und ähnlicher unspezifischer Blödsinn … ich habe da eine sehr genaue Meinung … die ziemlich exakt in die selbe Richtung geht, wie Du sie in Deinem Posting angedeutet hast.
@Flowwater Hat Modal die Wavetablesynthese erfunden?
Ist in der „erwähnten“ Moral nicht auch enthalten, ob man XY Synthesizer/Instrument/G.A.S. braucht, egal von welchem Hersteller, um seine individuell musikalische Schöpfung aufzuwerten?
@Anjin Sun Natürlich ist es das. Und manchmal kauft man auch genau deshalb ein Gerät von einem Hersteller, weil man will, dass er Geld bekommt (Reputation, weitere Aufträge, was auch immer).
@Flowwater Einen Synthesizer sollte man auch nicht fressen.
Mit diesen Maschinen kann man Spass haben.
Hättest du mehr Spass müsstest du auch nicht dauernd über deine soooo
überlegene Moral predigen, oder ?
Immer und immer wieder.
Ansonsten finde ich deine Kommentare interessant.
@masterBlasterFX Mir hat’s echt Spaß gebracht, @liquid orange zuzustimmen. Danach war ich so gut gelaunt, dass ich gleich an einem Track weiter gebaut habe. Tolle Sache! 😀
@Flowwater Da haben wir ja viel gemeinsam 🙂 🎹
@masterBlasterFX 👍👍👍🙂
@liquid orange Wenn man in Deutschland erfolgreich Werbung mit Slogans, wie „Geiz ist Geil“ machen kann, darf man sich über all diese Auswüchse mit dem Billigscheiß bei Temu, Amazon, etc. nicht wundern😄 Die Behringer Sachen würde ich aber in diesem Zusammenhang nicht als Schrott bezeichnen, sondern als kostenoptimiert produziert. Moralisch halte ich Edge, Crave und jetzt den Spice ebenfalls für etwas grenzwertig. Aber die freie Marktwirtschaft wird es schon regeln, wer mit seinem jeweiligen Konzept erfolgreicher sein wird.
@SynthUndMetal Die vorhandenen Systeme zu ändern ist wirklich so eine Sache. Daher kan auch Behringer nur ergänzen und logischer Weise einen Gegepol setzen, in einem System, das Geld und Macht gleichsetzt…
Kannnes sein, dass es ein wichtiger Beitrag zum freien Musikmachen ist? Oder ist es nur Luxus für Arme?
@CDRowell Das sind zwei sehr interessante Fragen, über die man sehr schön aus unterschiedlichen Blickwinkeln diskutieren kann. Persönlich denke ich, dass es die Eintrittsschwelle ins Musizieren senkt und dadurch mehr Menschen damit in seinen Bann ziehen kann. Wenn daraus aber etwas ernsthafteres entsteht, werden davon dann auch die hochpreisigen, renommierten Marken profitieren. So etwa wie mit den Gitarren in der Rockmusik. Da kauft sich auch nicht jeder als erste Klampfe direkt eine .strandberg* sondern eher vielleicht erst einmal eine Harley Benton.
Ich verstehe nicht, was die Leute so toll an den Moog clones finden.
Es ist ja toll, dass die Midi haben, aber das ganze Design erschließt sich mir nicht.
Die Knobs und Haptik finde ich nahezu unbrauchbar, so dass es mir gar keinen Spaß macht die Geräte zu benutzen.
Ich finde die Moogs eindeutig besser.
Ich besitze und kenne alle die Orginale, und finde die Behringer-Clones nicht gelungen. Die sind zwar ca 1/3 des Preises, aber machen mir persönlich gar keinen Spaß. Ich finde sie eher nervig.
@VDFunken Den letzten Satz hättest du dir sparen können, denn das kann man aus deinem übrigen Kommentar gut herauslesen 🙂
@VDFunken Wie kann ein Gerät, mit dem man Musik machen kann, „nervig“ sein?
@VDFunken Da bin ich gleicher Meinung. Ich habe mir mal 2 Model D gekauft, da ich den Minimoog-Sound so schätze. Ich habe zwar bereits ein Voyager XL und ein RME, aber ich wollte da einfach zwei günstige Geräte, die ich über einen Sequenzer ansteuere. Die Dinger klangen echt gut, aber das Zeugs ist so klein und klapprig, dass ich die wieder verkauft habe. Da machte die Bedienung echt keinen Spass und das ist, was ich haben möchte.
Schön wenn sie jetzt jemand anderes nutzen kann, aber ich bin überzeugt, dass die Dinger vor meinem XL oder RME auf dem Müll landen. Wenn man die Gebrauchtpreise ansieht, dann entwerten die sich extrem schnell.
@liquid orange Frickelig sind die Model Ds schon, das stimmt. Aber ich benutze die sogar häufiger als den Minimoog oder den Voyager, einfach weil man sie schnell aus dem Regal holen und auch bei wenig Platz aufstellen kann. Vielleicht tu ich mich leichter weil ich nicht allzu große Hände habe ^^…
@Atarikid Zu grosse Hände habe ich eigentlich auch nicht, aber das Alter macht die Augen nicht besser ;-)
Bin sehr auf die kommenden Testberichte gespannt.
Mich hat das Konzept des Gerätes gereizt und ich konnte kurz vor Weihnachten noch eines ergattern. Macht wirklich viel Spaß das Teil – Ich hätte nicht gedacht dass man mit zwei 4-Step Sequenzern so eine große Vielzahl and Mustern und Motiven erstellen kann.
Schön finde ich, dass man fast alle Parameter (bis auf den Analogteil…) über Midi CC/NRPN Fernsteuern kann. Somit kann man quasi „Patch Memory“ nachbilden – Filter und Hüllkurven sind aber leider nicht fernsteuerbar.
Schön wäre noch ein LFO, ADSR Hüllkurven und ggf. noch ein Multimode-Filter gewesen – Aber dafür gibt’s ja auch externe Möglichkeiten (Eurorack usw.). Mit den AD-Hüllkurven kommt man aber auch schon relativ weit.
Auf die Arbeitsweise des Gerätes muss man sich aber auch
wirklich einlassen und ich glaube das es bislang das „komplexeste“ Gerät aus der Serie ist- Am Anfang war ich ein wenig enttäuscht weil aus dem dem Gerät nur dissonantes Gequäke herauskam.
Erst wenn man sich ein wenig in die Theorie eingelesen hat (und noch das eine oder andere YouTube Video angesehen hat), geht langsam die Sonne auf und es entfalten sich schöne Klangmuster.
Der Filter klingt m.M. wie aus dem Crave – Vermute mal dass der „echte“ Moog Subharmonicon da etwas anders sein wird.
Auf jeden Fall ein nettes Gerät – Kann man machen 🙂
Kleines Fazit von meiner Seite:
Das Konzept des Synthesizers gefällt mir ziemlich gut und vor allem macht es Spaß zu experimentieren. Die Polyrhythmen können viel Leben ins Spiel bringen und die Klangmuster, die sich ergeben, sind schon speziell und laden zum weiteren Klangforschen ein. Nur der Sound kann nicht so überzeugen, denn zu Einem werden die Oszillatoren im Verbund schnell dirty und der VCA bringt teilweise einen Rauschanteil mit, was man bereits bei einigen Youtube-Videos hören kann und zum Anderen ist das Filter zu steril und formt den Sound eher Nachteilhaft. Da ist das “Subharmonikon” meines Erachtens präziser und klanglich stabiler.
Zu beachten ist außerdem, dass bei dem Ladder-Filter mit zunehmender Resonanz die Tiefen verloren gehen. Das ist beim Moog ähnlich, aber dennoch angenehmer, was ich zumindest aus den YT-Videos entnehmen konnte, da ich die beiden Gerätschaften nicht direkt vergleichen konnte.