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Die besten Einsteiger E-Gitarren: Welche ist die Richtige?

10. Februar 2019

Welche ist die richtige Einsteiger-E-Gitarre?

Die besten Einsteiger E-Gitarren: Welche ist die Richtige?

Die besten Einsteiger E-Gitarren: Welche ist die Richtige?

In der folgenden Einsteiger-E-Gitarren-Kaufberatung geht es hauptsählich um die verschiedenen E-Gitarren-Typen. Wer hingegen mehr über die technischen und Unterscheidungsmerkmale wissen möchte um sein Basis-Wissen rund um E-Gitarren aufzufrischen, der klickt HIER zu TEIL 1.

Die besten Einsteiger E-Gitarren: Welche ist die Richtige?

Nachdem wir uns im ersten Teil mit den wichtigsten Aspekten beim Gitarrenkauf wie Materialien, Ausstattung und Verarbeitung beschäftigt haben, geht es in diesem zweiten Teil um die beliebtesten Einsteigermodelle, Bauweisen und Preisklassen. Verschiedene Modelle haben ganz unterschiedliche Eigenschaften, Vorteile, Tücken und Charaktere. Damit ihr die Gitarre findet, die zu euch passt, hier also ein Überblick über die gängigsten Modelle und ihre Alternativen.

Einsteiger-E-Gitarren Klassiker

Die Entwicklung der E-Gitarre geht nun schon fast 100 Jahre zurück, die ersten Solidbodys tauchten allerdings erst Anfang der fünfziger Jahre auf. Bis heute sind es zwei Modelle, die so populär sind wie vor sechzig Jahren und sich bis heute kaum verändert haben. Gleichzeitig sind sie auch die klassischen Einsteigertypen. Warum? Sie sind auch nach all den Jahren immer noch verdammt cool und haben sich ganz offensichtlich bewährt. Die Les Paul von Epiphone war mit einer der ersten Solidbody-Gitarren auf dem Markt – und ist bis heute ein Klassiker.

Die Kombination aus einem Mahagonikorpus mit Ahorndecke, eingeleimtem Mahagonihals und Palisandergriffbrett geben der Gitarre einen kräftigen, warmen und sustainreichen Grundsound, der durch zwei Humbucker-Pickups für einen sehr rockigen Charakter sorgt und vor allem im klassischen Rock und Heavy-Metal besonders gefragt war und immer noch ist. Eine vergleichsweise kurze Mensur von 625 mm sorgt für eine leichte Bespielbarkeit und auch der breite Hals ist sehr „greifhandfreundlich“. Ist das Original eher im mittleren bis höheren Preissegment angesiedelt, gibt es Kopien der „Paula“ in allen Preisklassen und Qualitätsstufen.

Denn die direkte Tochter von Gibson, Epiphone, stellt alle möglichen Modelle der Muttergesellschaft unter Lizenz in Fernost her und vertreibt diese zu entsprechend günstigen Preisen. Hier kommt man bei schmalem Portemonnaie dem Original so nah wie möglich und die Ausstattung der angebotenen Modelle sowie die Auswahl, was Bauteile und Design angeht, ist einfach riesig. Ganz klassisch geht es hier mit der Les Paul Standard Ebony zu, die für 319,- Euro puren Paula-Genuss bringt. Allerdings ohne Ahorndecke.

Näher an das Original kommt man wohl nicht: Epiphone LP Standard

Der schwedische Hersteller Hagstrombaut vor allem Gibson Kopien im Einsteiger- und Mittelklassensegment und streut auch immer mal wieder Neuerungen in das klassische Konzept ein. Die HagstromUltra Swede ist eine Gitarre im Les Paul Stil mit eher rockorientierter Ausstattung. Der Lindenkorpus ist mit einer Ahorndecke versehen und ein Floyd-Rose lizenziertes Vibratosystem zeigt, dass die Ultra Swede es ernst meint. Ein besonderer Pluspunkt sind die amtlich klingenden Humbucker der 500-Euro-Gitarre aus dem Hause Hagstrom, die sich auch splitten lassen und so die Gitarre für ruhigere Passagen zähmen.

Schwedische Paula für Einsteiger: Hagstrom Ultra Swede

Ebenfalls ein bisschen rockiger gestaltet ESP seine LP Modelle. Die Instrumente der LTD-Reihe sind preislich für Einsteiger und Schüler sehr attraktiv, bieten aber den gleichen Glamour wie die „erwachsenen“ Modelle. Die ESP LTD EC-256 ist eine klassische „Paula“ für knapp 400,- Euro mit allem, was dazugehört: Mahagonikorpus, Ahorndecke, geleimtem Mahagonihals und ähnlicher Mensur und Sattelbreite wie das Original. Einzig das Styling der Inlays, der Kopfplatte und des Cutaways verraten, dass hier der japanische Gitarrengigant dahinter steckt.

(Fast) ganz klassisch: die ESP LTD EC-256

Für den schmalen Geldbeutel hat auch die Thomann-Hausmarke Harley Benton einige LP-Modelle im Programm. Mit einem Lindenkorpus und einem geleimtem Ahornhals ausgestattet, verfügt auch die L-400 Classic Serie ansonsten über die klassische Les Paul Rezeptur und ist dabei mit nur knapp über 100,- Euro mit die günstigste Vertreterin ihrer Art. Die gesamte Hardware stammt ist aus eigenem Hause und der Vertrieb ohne Zwischenhändler bedeutet, dass hier nicht unbedingt an der Qualität gespart werden muss. Gerade deshalb gibt diese Budget-Paula ein erstklassiges Instrument für blutige Anfänger ab!

Die Günstig-Paula von Harley Benton ist Ideal für Einsteiger mit sehr schmalem Budget

Ein mindestens ebenso wichtiger Klassiker ist die Stratocaster von Fender. Es war nicht die erste Solidbodygitarre von Fender, wohl aber die erfolgreichste und innovativste. Die Strat rückte in ihrer Form etwas von mehr von der akustischen Gitarre ab, ist schlanker und etwas ergonomischer als die Les Paul und stellt auch in anderen Punkten den klassischen Gegenpol zur „Paula“ dar: Der Korpus wurde meist aus Esche, der Hals aus Ahorn gefertigt und in den Body eingeschraubt. Die Saiten spannen sich über eine Mensur von 648 mm und werden von einer Vibratobrücke gehalten. Dieser Aufbau sorgt für einen helleren und „knackigeren“ Grundsound und darüber hinaus auch für ein etwas direkteres Ansprechverhalten der Saiten.

Die Tonabnahme übernehmen drei Einzelspultonabnehmer (Singlecoils), die etwas feiner und weniger druckvoll klingen als die bei der Les Paul verwendeten Humbucker, dank Fünfwegeschaltung aber auch mehr Klangvielfalt anboten. Die Stratocaster, oder umgangssprachlich schlicht „Strat“ genannt, ist die meist verkaufte und meist kopierte Bauform der E-Gitarre und hat sich in all den Jahren kaum verändert. Allerdings ist die Stratocaster mittlerweile in allen erdenklichen Konfigurationen erhältlich, von der etwas moderneren Tonabnehmerbestückung, mit einem Humbucker in Stegposition und zwei Singlecoils in der Mitte und am Hals bis zur Kombination verschiedenster Hölzer wurde und wird an der „Strat“ schon immer gern herumexperimentiert.

Ähnlich wie Gibson besitzt Fender mit Squier auch eine eigene Marke für günstigere Modelle im Haus, die viele verschiedene Fender Modelle im Sortiment haben. Hier ist nicht nur der Fender Schriftzug noch auf der Kopfplatte zu sehen, sondern die Squier Nachbauten sind auch fast konkurrenzlos günstig und halten sich dabei recht nah am Original. Doch auch die in Mexiko hergestellten Fender Gitarren bieten eine günstige Alternative zu den Originalen aus den USA – und sind ebenso eine echte Fender.

Die Fender Player Series aus Mexiko ist solch eine „echte“ Stratocaster, die mit rund 600,- Euro preislich auch für Einsteiger interessant sein könnte. Mit einem Erlekorpus, Ahornhals und Griffbrett, Singlecoil Bestückung sowie dem Vintagestyle-Vibrato ist hier alles wie gewohnt und erprobt. Einzig das Halsprofil wurde etwas flacher gestaltet, was auch Einsteigern sehr entgegen kommen dürfte.

Nur wenige Kilometer von der Wiege entfernt wird die Standard-Strat als günstige Alternative hergestellt

Günstiger geht es mit den Fender Squier Modellen, von denen so ziemlich jedes Fender-Instrument als Kopie erhältlich ist. Hier wird zwar ganz klar an Komponenten und Hardware gespart, aber dennoch sind die Instrumente gut verarbeitet und können sich durchaus als ernstzunehmende Gitarren behaupten. Wie beispielsweise die Bullet Strat, die mit nur knapp über 100,- Euro auch vom Taschengeld zu bezahlen ist.

Die Fender Squier Bullet Strat ist DER Preisschlager von Squier

Die Yamaha Pacifica ist eine der beliebtesten und wohl eine der besten Stratocaster Kopien auf dem Markt. Und das schon seit einigen Jahrzehnten. Die Instrumente heben sich vor allem durch eine sehr gute Verarbeitung und qualitativ guten Komponenten bei gleichzeitig sehr günstigen Preisen hervor. Und bringen zudem mit ihren eigenen Innovationen immer wieder frischen Wind in die Klassiker. So ist die Korpusform etwas moderner und ergonomischer gestaltet, ohne den Charme des Originals zu verlieren. Die Yamaha 112V ist mit 249,- Euro das günstigste Pacifica Modell und verfügt neben einer soliden Ausstattung auch über einen splitbaren Humbucker in der Brückenposition, der dem Instrument weitere Klangmöglichkeiten eröffnet.

Strat auf modern: Die Pacifica ist der Klassiker unter den Strat-Nachbauten und mehr als nur eine einfache Kopie

Wie der Name schon erahnen lässt, wird bei Vintage vor allem Wert auf den originalen Look der Vorbilder gelegt und das wird unter anderem mit künstlich gealterten Bauteilen und „Gebrauchsspuren“ erreicht, dem sogenannten „Relicing“. Was bis vor wenigen Jahren noch eine eher kostspielige Modifikation war, ist jetzt auch im unteren Preisbereich zu haben. Dabei sind die Gitarren von Vintage aber bei weitem nicht nur schön anzusehen, sondern können auch klanglich überzeugen, nicht zuletzt dank der standardmäßig verbauten Wilkinson Tonabnehmer, die mit ihrem schneidenden, nasalen Sound das Bild des Oldtimers abrunden. Die 399,- Euro günstige Vintage Icon LV100MRPGM verfügt darüber hinaus über einen Mahagonikorpus, einen eingeleimten Mahagonihals sowie ein Palisandergriffbrett.

Vintage bringen das Relicing in die Einsteigerklasse und machen auch im Klang auf alt

Auch bei „Strats“ unterbietet Harley Benton jeden Preis und bringt die günstigsten Modelle wie die ST-20 Standard für nicht einmal 80,- Euro an den Mann. Mit Lindenholz für den Korpus, Ahorn für den Hals und Palisander fürs Griffbrett, gibt es auf dem Gebiet keine Überraschungen. Besonders für Anfänger geeignet ist die etwas großzügigere Sattelbreite von 42 mm und das moderne C-Shaping des Halses – für einen lockeren Griff.

Am untersten Ende der Preisskala: Die Harley Benton ST-20

Auch Vorgängerin der Stratocaster, die Telecaster, gehört noch lange nicht zum alten Eisen bzw. Holz! Beliebt aufgrund ihres simplen Aufbaus, dem eleganten Aussehen und ihres charakteristischen glockigen und nasalen Klangs, erfährt gerade sie (besonders beim Indie-Rock und Pop) eine wahre Renaissance. Auch hier hat Squierwohl wieder die größte Auswahl an günstigen Varianten des Oberklassikers. Die mit einem Erlenkorpus und Ahorngriffbrett sowie -hals ausgestattete Fender Squier Affinity Tele ist schon für knapp unter 200,- Euro zu haben und lässt sicher nicht nur das Herz von eingefleischten Vintagefans höher schlagen. Auch andere Hersteller haben natürlich eine große Auswahl an Telecaster-Modellen im Angebot.

Schick und wieder ganz vorne mit dabei: Die Squier Affinity Tele

Einsteiger-E-Gitarren „Allrounder“

Wer anfangs noch nicht genau weiß, in welche Richtung die Reise klanglich und stilistisch gehen soll, sollte sich die Allrounder unter den Gitarren näher ansehen, insbesondere die sogenannte „Superstrat“. Diese Bauart wurde in den Achtzigern entwickelt, um die etwas altbackenen Stratocaster an die Anforderungen des damals schwer angesagten Rock und Heavy-Metal anzupassen. Angefangen bei der Ausstattung klassischer Stratocaster-Modelle mit Humbuckern und stimmstabileren Floyd Rose Vibratosystemen, wurden bald spezifische Gitarrenmodelle in dieser Richtung entwickelt. Die Tonabnehmerbestückung vieler dieser Modelle mit einer Kombination aus Humbuckern und Singlecoils ergibt ein großes Klangspektrum und ermöglichen so den Einsatz der Gitarre in vielen verschiedenen Musikrichtungen. Der Einbau von Push-Pull-Potis, die mittlerweile auch im niedrigen Preissegment Einzug halten und mit denen sich Humbucker splitten, also als Singlecoils spielen lassen, erweitern das Klangspektrum noch einmal zusätzlich.

Hinzu kommt eine oftmals leichtere Bespielbarkeit der Superstrat-Modelle, da diese oft mit Jumbobünden, einem sehr flachen und breiten Halsprofil und niedriger Saitenlage ausgestattet sind. Auch hier gibt es sehr viele Hersteller, die auch in den unteren Budgetklassen ansiedeln und meist sehr umfangreich ausgestattet sind.

Ibanez war eine der ersten Marken, die Superstrats bauten und bis heute sind sie wohl die Bekanntesten und Beliebtesten ihrer Art. Abgeleitet von der JEM entstand die Ibanez RG Serie, die für jedes Budget etwas zu bieten hat. Die Ibanez RG370AHMZ-BMT kratzt mit 465,- Euro zwar schon am mittleren Preissegment an, ist dafür aber TOP ausgestattet: Der Ahornhals wurde aus drei Teilen gefertigt und ist besonders flach im Profil, um zusammen mit dem breiten Griffbrett für eine leichte Bespielbarkeit zu sorgen. Als Vibrato hat die Gitarre das von Ibanez entwickelte Edge Zero II verpasst bekommen, was mit einer Kugellagerung für absolute Stimmstabilität und Spielkomfort sorgt.

Die RG370 bringt top Ausstattung bei mittlerem Preis

Auch Jackson baut seit der ersten Stunde Superstrat-Modelle und hat vor allem bei den härteren Gangarten Fuß gefasst. Gitarren wie die JS22 Dinky sind zwar etwas kompromissloser für die härtere Gangart konzipiert, aber trotzdem recht vielseitig einsetzbar und ebenfalls wegen ihrer leichten Bespielbarkeit und dem mit 197,- Euro günstigen Preis daher bestens für Einsteiger geeignet.

Brachiale Power für moderaten Preis: Die Jackson JS22 Dinky

Wer es etwas gediegener mag, sich aber nicht zwischen „Strat“ und „Paula“ entscheiden kann oder möchte, der könnte eventuell Gefallen an der von PRS entwickelten „Mischkonstruktion“ haben. Um die jeweiligen Eigenschaften der beiden Bauarten zu vereinen, tüftelte Paul Reed Smith in den achtziger Jahren an seinem eigenen Modell herum. Herausgekommen ist eine Gitarre, die sich klanglich, in ihrer Konstruktionsweise und den Eigenschaften irgendwo in der Mitte der beiden „Urmodelle“ Fender Stratocaster und Gibson Les Paul befindet. Waren die Instrumente lange Zeit eher eine Investition auf Lebenszeit, gibt es jetzt auch in Fernost hergestellte Einsteigermodelle wie die PRS SE Standard 24 VC mit 85/15 „S“ Treble und Bass Humbucker für 575,- Euro. Auch diese Instrumente sind klanglich sehr flexibel und werden von Metal bis Country in allen erdenklichen Musikstilen eingesetzt.

Schließt traditionell die Lücke zwischen Strat und Paula: Die PRS SE Standard 24

Wer genau weiß, in welche Richtung er oder sie ihren Stil ausbauen möchte und welche Musik mit der Gitarre vornehmlich gespielt werden soll, findet auch die etwas spezielleren Gitarren schon zu Einsteigerpreisen.

Einsteiger-E-Gitarren Spezialisten

Wer sich besonders für „schweren Metal“ und Ähnliches interessiert, könnte mit einer sieben- oder gar achtsaitigen Gitarre liebäugeln. Hier gilt es im Wesentlichen, die gleichen Punkte zu beachten wie bei jeder anderen Gitarre auch, allerdings sollte vorher ausprobiert werden, ob einem die Extrasaiten liegen. Bei einem doch deutlich breiteren Hals und ganz einfach mehr Saiten kann sich das Spielen und vor allem Erlernen solch einer Gitarre doch erheblich verkomplizieren. Und auch mit sechs Saiten lässt sich schon eine Menge anstellen.

Siebensaitige Superstrats gibt es schon ab 129,- Euro, so wie die Harley Benton R-457, die mit Lindenkorpus, Ahornhals, Palisandergriffbrett und eben sieben Saiten ausgestattet ist.

Günstige Siebensaiter: Harley Benton R-457

Mit 199,- Euro ist auch die Dean Vendetta XM 7 eine günstige Siebensaiter nach ähnlicher Grundrezeptur. Auch viele andere Hersteller bieten siebensaitige Versionen ihrer Einsteigermodelle an. Siebensaitige Instrumente sind jedoch als Gitarren für Anfänger eher ungeeignet und sollten nur in Erwägung gezogen werden, wenn es stilistisch unbedingt in diese Richtung gehen soll.

Klar Richtung Metal: die Dean Vendetta XM 7

Semiakustische Gitarren eigen sich eher, wenn es in Richtung Jazz und Country, aber auch gerne Richtung Blues oder Britpop gehen soll. Mit Sustainblock klingen sie einer normalen Solidbodygitarre recht ähnlich und lassen sich auch problemlos für etwas rockigere Passagen nutzen. Ohne Sustainblock muss man mit der Zerre am Verstärker schon sehr vorsichtig sein, da hier schnell Rückkopplungen und fieses Pfeifen entstehen. Mit dieser Anfälligkeit gegen härtere Musik erkaufen sich semiakustische Gitarren aber eine wundervolle Dynamik, eine sehr direkte Ansprache und einen sehr offenen und „twangigen“ Klang. Wer vermehrt clean spielt und besonders viel „Feeling“ von seiner Gitarre erwartet, sollt auch diese Modelle unbedingt einmal antesten!

Sind diese Gitarren wegen einer etwas aufwändigeren Verarbeitung in der Regel auch etwas kostspieliger, so gibt es auch hier sehr günstige Alternativen. Die Epiphone Casino Coupe CH ist eine Hollowbodygitarre aus laminiertem Ahorn mit angeleimten Mahagonihals und zwei „Dogear“ Humbuckern für einen extra „smoothen“ und perlenden Sound. Mit knapp 400,- Euro ist sie eine relativ günstige Vertreterin ihrer Art.

Epiphone Casino: Dynamik-King im Purpurmantel

Natürlich gibt es noch unzählige weitere Bauarten und Marken, die für Einsteiger interessant sind und eigentlich alle Bedürfnisse diese mehr als abdecken sollten. Wichtig ist allerdings letztendlich, ein Instrument zu finden, das zu den persönlichen Präferenzen passt und den Einstieg nicht vorschnell in Frust enden lässt. Daher ist einer der wichtigsten Punkte beim Kaufen einer E-Gitarre, ganz gleich welcher Marke und Preisklasse, das persönliche Antesten.

Also rein in den Fachhandel, wo es neben einer riesigen Auswahl an Instrumenten auch eine entsprechende Beratung gibt, oder bei Onlinekäufen auch wirklich von dem Rückgaberecht Gebrauch machen, die bei den meisten Händlern, deutlich über die gesetzlich vorgeschriebenen 14 Tage hinaus gehen. Ferner sollte man sich weder von glamourösen Markennamen noch vom Preis allzu sehr in seiner Wahl abhängig machen. Diese halten nicht immer, was sie versprechen und können schnell in die Irre führen. Wichtig ist, wie mit fast allem im Leben, dass man sich mit der Gitarre der Wahl wohlfühlt!

Forum
  1. Profilbild
    andreas2  

    Meine Squier Affinity Tele hatte eine so gute Basis (Holz, Hardware), dass ich sie umfassend umgebaut habe: Fender Texas Special PUs, neue Klinke samt Blech, Pickguard von innen mit Abschirmfolie beklebt und das Holz von innen mit Leitlack ausgepinselt, die Elektronik wird auch noch getauscht. Schon jetzt ist sie ein Wunschinstrument mit tollem Klang, von dem ich mich nie trennen werde.

  2. Profilbild
    Langsuan

    Die Les Paul von Epiphone war mit einer der ersten Solidbody-Gitarren auf dem Markt – und ist bis heute ein Klassiker.

    Gibson?

  3. Profilbild
    Eibensang

    So schön und übersichtlich es ist, die gängigsten Stromgitarren-Varianten kurz beschrieben zu bekommen, und dies noch mit besonderem Augenmerk auf eher günstige Modelle – aber Gitarren mit Floyd Rose oder vergleichbaren Systemen tatsächlich Einsteigern zu empfehlen, erscheint mir doch etwas fragwürdig. Wer erst am Anfang steht und nicht nur mit den ersten Griffen und Spieltechniken kämpft, sondern sowohl Ohren als auch Finger noch an Tuning gewöhnen muss, wird doch wahnsinnig mit so einem Ding (besonders, wenn sich das gagaganz günstige dann doch nicht als so superober-stimmstabil erweist beim Spiel…)? Anfänger wechselt Saite auf Axt mit FR- oder Edgesystem – das ist nichts, was ich mir anschauen (oder selbst erlebt haben) möchte…
    Eine entsprechende Warnung würde den Text bereichern, da reicht ja ein klärender Satz. Zu den 7Saitern wurde sowas angemerkt – wobei ich da auch als Neuling schon beim Anspielen merke, ob mir das liegen könnte. Bei Gitarren mit freischwebend aufgehängtem Steg aber erst, wenn’s zum Saitenwechsel an die Feststellschrauben geht. Wo war doch gleich das Inbusschlüsselchen?

    • Profilbild
      tilmann.seifert  RED

      Hallo Eibensang,

      ja, da hast du schon recht mit dem Floyd Rose und den Schwierigkeiten für Anfänger. Allerdings muss ich auch sagen, dass der Spaß am Gitarre spielen und das dafür richtige Werkzeug ein wichtiger Motivationsfaktor ist. Wenn man weiß was man möchte, kann man auch mit einem FR einsteigen, auch wenn es etwas komplizierter ist. Meine erste E-Gitarre hatte auch ins und ich habe es geliebt, weil ich nach Belieben experimentieren konnte und mir zudem eine ganz gute Handhaltung der Schlaghand antrainiert habe.
      Aber es ist sicher nicht für jeden was.

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