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Feature: Familie, Freunde und Musik, Musiker Erfahrungsbericht

6. Februar 2022

Die Abkehr vom normalen Familienleben!

Familie, Freunde und Musik. Was sich anhört wie ein drittklassiger Netflix Serien Abklatsch, ist in der Realität auf zwei verschiedene Art und Weisen zu betrachten. Zum einen haben wir die idealisierte Wahrnehmung, wie sie in den meisten Köpfen existieren wird. Sehr positiv besetzt als Bereicherung des Lebens, voll mit Freundschaft und Oxytocin im Literbereich. Die andere Seite ist die Verbindung der Traumwelt, die auf die meisten Musiker produziert wird mit der zuweilen diametralen Ausrichtung der „echten“ Welt mit all ihren harten Landung und Schlägen in die Magengrube. Werfen wir doch mal einen Blick auf beide Lager.

Familie Freunde Und Musik Feature

Der ewige Traum eines jeden Künstlers …

Freunde, Freundschaft, freudlos …

Machen wir uns nichts vor, mit guten Freunden gemeinsam zu musizieren, ist so ziemlich die allumfassende Basis, mit der man zumeist in das Musikgeschehen startet. Nichts ist so befriedigend, nichts sorgt für eine vergleichbare Ausschüttung von Glückshormonen und nichts befindet sich aktuell so stark auf dem Rückweg wie besagte Aktion. Warum dies? Nun man braucht wie bereits erwähnt 1.) Freunde, 2.) einen gemeinsamen Zeitraum und man möchte gemeinsam 3.) musizieren.

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Wer diese 3 Punkte sein Eigen nennt, kann sich wahrlich sehr glücklich schätzen, meistens scheitert es schon an Punkt 1.), aber das ist eine andere Geschichte. Ich wage mal eine ganz steile These und glaube, dass wahrscheinlich nur noch 10 % aller AMAZONA.de Leser eine wie auch immer geartete Konstellation für Musikerfreunden betreibt, die regelmäßiges gemeinsames Musizieren in einem Raum und gelegentliche Live-Auftritte im Freundeskreis mit sich bringt. Das Ganze losgelöst von Covid, versteht sich. Musste man sich früher allein schon aus technischen Gründen für die Aufnahme von Musik treffen, ist es heute Standard, dass jeder für sich zu Hause werkelt und Soundschnipsel durch die Gegend schickt, die dann irgend jemand zu einem „Song“ zusammenklebt.

Im Pro-Bereich ist es mittlerweile eine Grundvoraussetzung, dass man sein Instrument wie auch immer geartet in WAV-Files verpacken kann und diese dann über Dropbox oder WeTransfer wohin auch immer schickt. Wer diesen Standard nicht erfüllen kann und für die Aufnahme seiner Spuren ein externes Studio aufsuchen muss, das er dann noch in Rechnung stellen möchte, hat keine Chance mehr im System. Und da es selbst im aufwändigsten aller Aufnahmebereiche, dem Drum-Bereich heutzutage kaum noch festzustellen ist, ob ein akustisches Set mit großem Aufwand in einem guten Studio aufgenommen wurde oder ob man am E-Drumset oder mittels Superior Drummer die Drum-Spuren arrangiert hat, verliert das gemeinsame Komponieren und Arrangieren immer mehr an Bedeutung. Die Komponisten eines Songs erstellen zumeist gemäß ihrer handwerklichen Fähigkeiten eine Vorproduktion, die von den restlichen Instrumentalisten im Bezug auf ihr eigenes Instrument ausgebessert werden und das war es. Die einzige gemeinsame Aktivität bleibt ein Live-Auftritt, der dann noch je nach Band mit massivem Backingtrack-Einsatz überhaupt nur noch durchführbar ist.

Warum diese teilweise harte Reduktion auf das Notwendigste? Ganz einfach, es sind wie immer die Kosten. Transport, Übernachtung und Verpflegung einer Band verursachen Kosten, die durch nichts aufgefangen werden, also bereitet sich jeder für sich zu Hause vor, man trifft sich einmal vor einer anstehenden Show oder Tour und los geht es. Es ist daher extrem wichtig, den sozialen Aspekt des gemeinsamen Musizierens so hoch wie möglich zu halten, sofern keinerlei kommerzielle Aspekte hinter dem Projekt stehen. Außerdem sollte man sich vor Augen führen, dass mit zunehmendem Alter die zeitlichen Möglichkeiten einer gemeinsamen Schnittmenge immer mehr abnehmen. Erst kommt die Ausbildung, dann eventuell ein Umzug in eine andere Stadt, dann Familiengründung, dann Karriere und zum Schluss der Alterungsprozess, alles Punkte, die das gemeinsame Musizieren immer mehr einschränken. Wirklich sorgenfrei musizieren kann man eigentlich nur in seiner Jugend, wenn einem die Eltern sämtliche wirtschaftlichen und zeitlichen Probleme vom Hals halten. Übrigens, über 80 % aller Berufsmusiker kommen aus einem gut betuchten Elternhaus, warum wohl?

Familie Freunde Und Musik Feature

Wendepunkt … in jeglicher Hinsicht.

Erfahrungsbericht Musiker – Musik und Familie

Als ich Anfang 20 war (ich war damals immer der jüngste in der Band) gab es ein ungeschriebenes Gesetz. Wann immer ein Kollege Vater wurde, konnte man sich umgehend nach einem Ersatz umschauen. Egal, wie sehr sich der Kollege auch bemühte, Band und Familie unter einen Hut zu bringen, es klappte nicht. Im besten Fall nahm er einen Job bei der örtlichen Tanzkapelle an, sah dann aber aufgrund des verordneten Haarschnitts aus wie ein Versicherungsvertreter und quälte sich unter massivem Alkoholeinfluss durch die „Rosamunde“ Klassiker auf dem örtlichen Volksfest Bums. So viel Geld kannst du gar nicht verdienen, um sich diesem künstlerischen Selbstmord auf Raten hinzugeben. Aber deinem Nachwuchs bzw. deiner ganzen Familie ist es zu Recht völlig egal, wie du die Miete zusammenbringst, Hauptsache, du bringst sie zusammen, womit wir auch schon mitten im Thema sind.

Wer wirklich wissen will, was einen erfolgreichen Musiker ausmacht, der sollte sich mit dem Partner, der Partnerin zusammensetzen und einen Plausch halten, denn er / sie entscheiden darüber, ob du es schaffst, deine musikalischen Träume zu verwirklichen. So ziemlich kein Musiker kommt als Star auf die Welt, wenn man einmal von den Trägern eines weltweit erfolgreichen Namens wie zum Beispiel Julian Lennon absieht. Der arme Kerl muss sich dafür dann sein Leben lang mit den Vergleichen zu seinem Vater auseinandersetzen, zumal er auch noch genau so aussieht und seine Stimme ähnlich klingt. Bei so was kannst du nur verlieren und die Therapeuten geben sich die Klinke in die Hand.

Familie Freunde Und Musik Feature

Das Ende der künstlerischen Freiheit

Was also, wenn du deine Jugend genutzt hast, um ein Instrument zu erlernen und du nun den nächsten Schritt Richtung Berufsmusiker machen möchtest? Du musst dich durchboxen, momentan härter und brutaler denn je. Du knüpfst Kontakte, arbeitest für Nüsse und schlägst dich durch eine 90 Std. Woche, bringst im Gegenzug aber trotz Gitarrenunterricht gerade einmal so eben genügend Geld zusammen, um eine Person, nämlich dich selber, am Leben zu halten. Was also brauchst du? Eine Partnerin, die mit einem eigenständigen 9 to 5 Job mindestens das Gleiche, besser noch mehr als du verdient. Das klassische „Dinki“ Setup (Double Income, No Kids) ist geboren.

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So lässt es sich leben und bei guter Haushaltsbuchführung lässt sich das Leben in seiner Gesamtheit gut meistern, wenn, ja wenn da nicht diese Abstriche wären, die der Partner zu verbuchen hätte. Wahrlich ist die Partnerin sehr stolz, wenn sie ihren Gatten in Fachzeitschriften oder auf der Bühne vor einer Horde johlender Fans sieht, aber was ist im Gegenzug nicht alles an Planung zu absolvieren. Als Standard gilt die Tatsache, dass die Partnerin ihren Urlaub nach den Tourneeplänen ihres Mannes ausrichten muss. „Liebling, wir haben die Chance, 3 Wochen mit *Hutzelefutz* auf Europatour zu gehen. Gibt keine Gage und wir müssen auch nur sehr wenig für die Plätze im Nightliner bezahlen, aber das holen wir alles wieder mit dem Merche Verkauf rein!“ Und schon ist der halbe Jahresurlaub der Partnerin weg.

Was auch eine nicht zu unterschätzende Belastung ist, ist die Tatsache, dass wann immer „normale“ Leute feiern, dein Mann auf irgendeiner Bühne steht, d. h. deine Partnerin ist immer erst einmal allein unterwegs. Klar, die Frau kann sich ein paar Freundinnen einladen und zu der Show kommen, aber nach dem x-ten Besuch nutzt sich dieser Effekt auch einmal ab und zudem lässt sich die Aktion auch nur in einem bestimmten räumlichen Rahmen umsetzen. Einige Musiker versuchen daher, ihre Freundinnen in irgendeiner Funktion (Tourleiterin / Merchandise) mitzunehmen, was im Bereich Merche teilweise ganz gut klappt, im Bereich Tourleitung meistens krachend scheitert. Aber spätestens wenn es um die Nachbereitung des Merche-Verkaufs geht, ist der Glamour verflogen und man möchte die Shirt-Kisten am liebsten in die Ecke kicken.

Familie Freunde Und Musik Feature

Wenn die erste Reihe doch immer so aussehen würde …

Wir fassen zusammen. Man findet in der Regel Folgendes vor:

– wenig und unregelmäßiges Einkommen
– ungünstige Zeitaufteilung
– latente Diskrepanz zwischen Fiktion und Realität
– ständige Konkurrenz im Party-Flair
– Rückstellung der eigenen finanziellen Ziele
– totaler Neustart bei Kinderwunsch

und das Ganze bei einer minimalen Chance, durch den „Durchbruch“ die verlorenen Jahre wirtschaftlich wieder aufzuholen. Jetzt mal ganz ehrlich, würdet ihr dieses Angebot annehmen?
Wir alle kennen den Spruch „Hinter einem erfolgreichen Mann steckt eine starke Frau“ und ich bin mir sicher, die oben genannten Punkte trifft man auch in vielen anderen Branchen außerhalb des Musik-Biz, aber in keinem Business klaffen Wunschvorstellung und Realität dermaßen weit auseinander.

Daher kann ich nur allen angehenden Musikern mit auf den Weg geben, solltet ihr einen Partner gefunden haben, der alle diese Faktoren mitmacht und euch im entscheidenden Fall nicht hängen lässt, pflegt ihn wie euren Augapfel mit allem „Huzi“ und „Duzi“, was ihr zustande bringt. Die Straßen sind voll mit gebrochenen Existenzen, welchen die Partnerschaft im entscheidenden Augenblick aus den Angeln gehoben hat.

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Forum
  1. Profilbild
    THo65

    Sehr, sehr wahr.
    Glücklicherweise habe ich eine Partnerin seit Jahrzehnten, die mich und meine Musik immer unterstützt. Obwohl sie meine Musik nicht mag…

  2. Profilbild
    CDRowell

    Danke für das gründliche Aufwachen und schonungslose Reinigen der verstaubten sozial-interaktiven Flächen! Lange schon ist den Profimusikern unter uns diese Realität bewusst. Und -endlich- werden die Anstrengungen beschrieben.

    Für mich ist es aktuell interessant zu erleben, wie ein Berufsmusiker mit hart erarbeiteten Erfolgen von der zuvor finanziell verwöhnten „Lebenspartnerin“ im „Regen“ stehen gelassen wird.

    Es sind jetzt andere Zeiten. Der hohe soziale Akt des Musikmachens ind der Gruppe wird sich wohl weiter abbauen, die monetären Interessen steigen und ggf. in Jahrzehnten findet sich eine soziale Elite im kleinen Kreis bei der Hausmusik wieder.

    Vielleicht kommen wir dann zum gemeinsamen „Hohen C“.

  3. Profilbild
    calvato

    Und wieder ein pessimistischer Artikel über´s Musikerdasein von Axel ;)
    Ich mach das ja jetzt auch seit über 30 Jahren beruflich, habe da aber eine völlig andere Sicht und andere Erfahrungen gemacht als Axel.
    Auch wenn, wie immer, ein Funken Wahrheit in dem Artikel steckt, hat er (gottseidank!) mit meiner Realität nichts zu tun.

    Ob ich jungen Menschen heutzutage raten würde, Berufsmusiker zu werden? Ja, aber nur wenn du a) sehr gut bist b) in der Lage bist, dir ein gutes Netzwerk aufzubauen c) sehr flexibel bist und dich gut „verkaufen“ kannst d) ein positiver Mensch bist, mit dem man gern zusammen ist und e) dir im Klaren bist (und die Nerven hast!), dass das Musikerdasein so seine Tücken hat, milde gesagt.

    • Profilbild
      NDA

      Mußte ziemlich grinsen, als ich Deinen Kommentar gelesen hab‘ – war grad‘ selbst am Schreiben mit der fast wortgleichen Einleitung:
      … und wieder einer dieser gaaanz dezent provokanten Artikel aus dem Hause Ritt gemäß dem Motto „Schöne Worte sind nicht wahr – und wahre Worte sind nicht schön“ ;-).

      Unterm Strich sehe (und begrüße!) ich dabei aber immer die Weitergabe von Lebenserfahrung in guter Absicht, auch wenn es teils sehr abschreckend wirken kann.

      Ich denke, daß ihr inhaltlich sehr nahe beieinander liegt. Letztlich nennst Du ja einige wichtige Voraussetzungen; formulierst es halt eher positiv.

      Nicht jeder kann es bis „an die Spitze“ schaffen, das ist nun mal die harte Realität. Der Weg dorthin ist neben Talent und Können immer mit zahlreichen Entbehrungen und „Nebenwirkungen“ verbunden.
      Je früher man sich darüber im Klaren ist, ob das wirklich den eigenen (Lebens-)Vorstellungen entspricht, desto besser. Das gilt im Showbiz & Sport genauso wie in Politik & Wirtschaft.

      Die Typen „Vollblut-Rampensäue“ und „Visionäre“ lassen sich auch durch solche Artikel nicht von ihrem Weg abhalten. Die wirklich Guten wissen und respektieren dabei, daß ihr Erfolg immer auch von anderen abhängt.

    • Profilbild
      bluebell AHU

      Wer sich trotz Axels Bericht entscheidet, Berufsmusiker zu werden, ist zumindest vorgewarnt und hat – so er sich nicht abschrecken lässt – den nötigen Biss, um durchzukommen.

      Wenn diejenigen abgehalten werden, die eine zu naive Sicht aufs Business hatten, hat Axel etwas Gutes getan. Die wären unter die Räder gekommen.

    • Profilbild
      AMAZONA Archiv

      Hahaha 😂 Genau meine Wahrnehmung! Diese grotesken, aber auf ihre ureigenen Art auch irgendwie lustigen Artikel des alten verbitterten Mannes. Diese Artikel sollten mit einer Warnung im Header als eigenständige Kolumne zusammengefasst werden. #OpaErzähltVomKrieg oder « Früher war alles besser, auch ich »

      Der Artikel letztens, wo es um den Wert der Musik ging, selten so gelacht! 🤣 Am besten sind dann noch die Bashingversuche gegen elektronische Musik(er) und erstrecht DJs.

      Wenn der alte Mann aber WIRKLICH so drauf ist , dann sind die Artikel natürlich eine 1a-Warnung, dass man selbst nie so enden möchte. Und dass (verblasster) Ruhm und Geld am Ende nicht glücklich machen.

      • Profilbild
        Axel Ritt RED

        Hallo „Herr von W.“

        es freut mich außerordentlich, dass ich ein Lachen auf dein Gesicht zaubern konnte, das Leben ist schon ernst genug.

        P.S. Vielleicht solltest du einmal eine Umfrage starten, wie viele Leser musikalisch / wirtschaftlich „so enden möchten“ wie ich … 😉

        • Profilbild
          AMAZONA Archiv

          Ich verfolge keine wirtschaftlichen Ziele, speziell Geld interessiert mich nur marginal zur Null hin. Danke für den Tipp, aber nein.

          😇

          • Profilbild
            Axel Ritt RED

            Wenn dich Geld nur marginal interessiert, womit bestreitest du dann deinen Lebensunterhalt?

  4. Profilbild
    Bernd-Michael Land AHU

    Du siehst deine Zukunft im Musikbusiness ja sehr pessimistisch und scheinst auch ziemlich frustriert zu sein. Warum du jetzt in so kurzer Folge einen ähnlich gelagerten Artikel verfasst hast, kann ich nicht nachvollziehen.
    Alle wissen doch, das es für die gesamte Kulturszene sehr schwierig ist, gerade auch durch die Einschränkungen von Corona.
    Aber ich bin ein positiver Mensch und sehe das nicht ganz so düster wie du. Ich bin davon überzeugt, das es auch bald wieder etwas besser für uns wird. Die Leute wollen endlich wieder raus und haben Bock auf Konzerte, dann läuft es auch bei uns wieder rund.

    • Profilbild
      NDA

      Ich lese bei Axels Artikeln dieser Art zwischen den Zeilen generell eher eine Frustration in folgende Richtung:
      Durch die heutigen „Formate“ (wie z.B. die unzähligen Casting Shows) sowie technischen Möglichkeiten (Gerätepark, Verbreitung per Internet) entsteht vermutlich bei vielen der Eindruck, jeder kann ein „Star“ (!) werden.
      Das Erfolg und Können aber das Ergebnis jahrelanger harter Übung und Selbstdisziplin sind (s. mein Kommentar oben), wird dabei vielleicht gerne und etwas zu oft übersehen…

      • Profilbild
        Armin Bauer RED

        Als ich neulich als Beiwerk, meine Frau hört das gelegentlich sehr gern, eine dieser Casting Shows miterleben musste und sowohl die Hausband, wie auch der Interpret/Sängerimitator „Creep“ so dermaßen verhunzt hatte, habe ich mir spontan als Ausgleich und Wiedergutmachung die neue Robert Plant/Alison Krauss als „CD“ (Millennials mögen googeln) bestellt.
        Ich werde mich in Zukunft von solchen Formaten fern halten, könnte sonst teuer werden.

    • Profilbild
      Axel Ritt RED

      Hallo Bernd-Michael

      ich habe nun wirklich keinen Grund frustriert zu sein. Ich bin wirtschaftlich sehr gut aufgestellt, feiere Chartentries und spiele auf den größten Festivals der Welt, von daher käme es einer Unverschämtheit gleich, frustriert zu sein.

      Ich freue mich auch über jeden Leser wie @calvato , welcher von einer anderen Ausgangssituation berichten kann. Tief drinnen bin ich sogar ein großer Optimist, ich gehe nur immer vom Schlechtesten aus, dann kann ich immer nur positiv überrascht werden. In den meisten Fällen treffen jedoch treffen meine Aussagen leider zu, aber es ist wie immer, ich freue mich jedenmal, wenn man mich vom Gegenteil überzeugt.

      VG

  5. Profilbild
    MidiDino AHU

    Ich glaube, ich brauche nicht zu betonen, dass ich aus einer ‚anderen Welt komme‘. Musikanten gibt es dort nicht mehr, lediglich Komponisten und ihre digitalen Instrumente. Freunde und Familie, so etwas kann sich niemand mehr leisten, ob aus Zeitaufwand, finanziell … Das sei doch nicht erstrebenswert? Aber wer fragt ‚dich‘ das? ‚Du‘ bist völlig irrelevant …

  6. Profilbild
    Tim

    Klingt als hätte der Autor die Digitalisierung nicht verstanden. Was natürlich gravierend ist, denn es geht nur noch in diese Richtung und nicht mehr zurück (war übrigens schon immer so, ja, auch früher;))

    Kann man als Kommentar verbuchen, aber irgendwie kommt immer wieder Verallgemeinerung rüber. Außerdem wird das ganze in eine reine Männerhaut gepresst…? Was ist mit Frauen als Musikerin??

    Es klingt so als sei man als Mann gescheitert, wenn man nicht so viel Geld rein bringt, dass die Frau kochen kann? Vielleicht will die Frau aber auch arbeiten??

    Naja also wenn der Artikel ironisch gemeint ist, dann okay, aber wenn das ernst und allgemeingültig sein soll, dann ist es verbittert!!

    Und das mit den Waves Aufnahmen und keine Chance im System…. Wer heutzutage zuhause nicht in der Lage ist eigene Wave Dateien aufzunehmen, gleichzeitig aber professioneller Musiker sein will, der ist vielleicht im völlig falschen System :D dabei kosten heutzutage derartige Möglichkeiten nichts mehr!! Für 300 – 500 Euro kann man ein solides Setup nutzen. Da braucht es keine reichen Eltern. Vielleicht weniger Schnapps..?

    • Profilbild
      bluebell AHU

      Dass die traditionelle Familie rückständig und böse ist, dass es „erfüllende Selbstverwirklichung“ ist, wenn beide Partner vollzeit arbeiten müssen, um über die Runden zu kommen, dass Kinder als Belastung hingestellt werden, wenn Schulen wegen Corona schließen und dies keinesfalls die Schuld der Politiker, Lobbyisten und Pseudo-Feministen sein kann, die auf diese Gesellschaftsordnung hingearbeitet haben, ist klar.

      Deshalb sei es Axel aber trotzdem gegönnt, wenn er als Kind einer Zeit, in der die Mutter den Kindern noch die Haustür geöffnet hat, wenn sie von der Schule heimkamen, das pseudo-feministische Narrativ nicht explizit bedient.

      Die Frauen, die ich kenne, können für sich selbst reden. Sie brauchen keine männlichen, sich anbiedernden Mitschwimm-Feministen, die für sie das Wort ergreifen.

      • Profilbild
        Tim

        “ Sie brauchen keine männlichen, sich anbiedernden Mitschwimm-Feministen, die für sie das Wort ergreifen.“

        Damit bin dann ja wohl ich gemeint hier. Wow, danke! Hast du aber nett formuliert. Abgesehen davon, dass du deine Meinung ruhig haben darfst, ist sie politisch gesehen vollkommen falsch und irre!
        Dein Probenpool besteht also aus Samples aus deiner eigenen Blase. Interessant, klingt richtig seriös, dein persönliches Recherche-Resultat :D :D

        In einer Männerdominierten Welt, müssen auch die Männer platz machen (sorry, falls das deine Hormone attackiert;) )

        Also ist ja jetzt auch nicht so, dass hier auf Amazona genug Frauen rumlaufen. Das Forum hier ist deutlich in einer Richtung hängend.

        • Profilbild
          bluebell AHU

          Wenn Männer „Platz machen müssen“, dann doch zuerst mal beim Bevormunden, oder?

          Die Frauen in meiner Blase brauchen keinen Mann, der für sie redet. Frag doch einfach mal die Frauen in Deiner Blase.

          • Profilbild
            Tim

            Nur mal so am Rande: Ich spreche für keine Frau, sondern für eine offene und gleichberechtigte Welt. Das ist ein Unterschied.

            Die Annahme die du da machst ist leider falsch, tut mir leid. Wenn jeder für sich sprechen kann, muss man also nichts ändern? Sorry, aber wie stumpf ist das denn? Find ich klasse. Du gehörst eindeutig in die Politik! ;)

      • Profilbild
        Armin Bauer RED

        Sorry, Axels Artikel sind teilweise schon sehr pessimistisch, aber auch ehrlich. Vor 30-40 Jahren war es aber auch nicht viel anders. Ich habe mich damals mit 19 auch dafür entschieden, lieber auf das Pferd Tontechnik zu setzen als kompromisslos mit Musik mein Geld zu verdienen. Einige meiner Mitstreiter haben da durchaus ihren Weg gemacht. Bis vor 2 Jahren für mich definitiv die richtige Entscheidung.
        Das Geschlechtergefälle lese ich selbst bei Axel nun gar nicht raus. Klar muss in einer Beziehung das Paar zusammen abklären, was zu leisten ist.
        Meine Frau verdient eindeutig besser, ich mache mehr im Haushalt und unterstütze sie seit Corona in ihrem Business.
        Geschlechterkämpfe sind ja eher eine „moderne“ Erscheinung, in der Generation meiner Oma war noch klar, wer die „Hosen“ an hatte! Also lassen wir den Quatsch einfach wieder, jedes Paar, ob getrennt- /gleichgeschlechtlich oder Queer muss seine Rollenverteilung für sich selbst klar machen.

  7. Profilbild
    Tim

    Gegenthese:

    Durch Produce from Home und digitale Schnittstellen und Videokonferenz lassen sich Musikleben und Familie heutzutage viel besser unter einen Hut kriegen als früher!

    Man kann sich viel besser organisieren mit Apps und Co. Egal wo man ist man kann sich besser connecten. Und generell ist das Netztwerken einfacher wenn auch umkämpfter geworden.

    Trotzdem:
    Mit einem Büro Zuhause lassen sich heutzutage Karrieren bauen, die absolut erfolgreich sein können, und die Kinder spielen im Nebenraum!

    Das digitalenzeitalter bietet Künstlern doch unterm Strich ein Eldorado.

    • Profilbild
      Filterpad AHU

      Tim: Zitat. „Mit einem Büro Zuhause lassen sich heutzutage Karrieren bauen, die absolut erfolgreich sein können, und die Kinder spielen im Nebenraum!“

      Das ist korrekt und absolut möglich! Ich würde das aber nicht als ‚Standard‘ bezeichnen. Viele Firmen werben genau damit, aber letzten Endes ist man Gefangen in einem Pseudosystem (Schneeball) oder Drittanbieter, auf dem die Schulden übertragen werden und bis man es merkt, ist es zu spät. 90% aller Start-ups schaffen diesen Schritt nicht und gehen Pleite. Warum auch immer! Die Firmen, die eine z.B. Betreuung anbieten, verlangen auch eine große flexible und zeitliche Bereitschaft. Meeting Abends um 11 etc. und am nächsten Morgen Messe usw.

      Gebe zu das dies alles sehr pessimistisch formuliert ist. Aber mein Lebenslauf kommt einem fulminanten und actionreichen „Arbeitsthriller“ entgegen. Ein Lebenslauf alias Rosamunde Pilcher Kitsch oder 80er Schwarzwaldklinik Kitsch wäre mir in dieser Hinsicht lieber gewesen. Sollte aber anscheinend nicht so sein…. Schade Marmelade.

      • Profilbild
        Tim

        Danke, man kann mir auch seriös widersprechen.

        Ich bin nur nach wie vor überzeugt, dass man es als Band heutzutage leichter hat, erfolgreich zu werden als früher. „Leichter“ heisst nicht „LEICHT“ !! Man schafft den Sprung ins Haifischbecken leichter. Darin dann überleben muss man genauso wie früher.

    • Profilbild
      Codeman1965 AHU

      < "Produce from Home" >
      < "Apps und Co" >
      < "Netztwerken" >
      < "Mit einem Büro Zuhause" >

      Das ist doch nicht Musik machen, wie Axel es hier beschreibt…?
      Was ist mit dem Gitarristen, der 5 mal hintereinander seinen Einsatz verpasst, dafür aber im 3. Stück ein abartiges Solo hinlegt, während natürlich gerade NICHT aufgenommen wird…?
      Mit dem Bassisten, der gestern Döner mit Allem hatte und heute für die Backing Vocals das Micro mit dem Sänger teilt…?
      Wo ist das Taxi, daß den Bier-Nachschub bringen soll…?
      Was ist mit der Euphorie, wenn vier, fünf Menschen eine Stunde lang Alles geben und dann Alles gepasst hat…?

      Zusammen jammen ist durch Nichts zu toppen.
      Aber das benötigt viel Zeit und Aufwand, gerade, wenn es dann ernst wird und Auftritte anstehen.
      Und wenn die Zeit nicht mehr übrig ist, hat sich das ganz schnell erledigt.

      • Profilbild
        Tim

        Ich glaube halt dass der Artikel hier eher darum geht, dass die Digitalisierung das Musikmachen wandelt. Ich unterhalte mich ja gerne darum WIE das von statten geht. Aber ganz ehrlich, es braucht keine Meinung ob das gut oder schlecht ist, denn es passiert ja sowieso – und das nur in eine Richtung.

        Komischerweise steht Dein Kommentar im Kontrast zum Autor.

        Worüber wird sich eigentlich hier aufgeregt? Wer heutzutage mit Musik geld machen möchte, der muss halt mit der Zeit gehen und digitalisiert arbeiten können. Wer nach wie vor nostalgisch jammed, dem ist das doch auch gelassen!! Nur ob die klassische kommerzielle Band von vor 30 Jahren heute auch noch so arbeitet – eben nicht.

        Ist doch beim Film genauso, da ist doch mittlerweile auch viel Nostalgie beim Dreh weg, durch MoCap / Greenscreen und generelle FX der Neuzeit.

        • Profilbild
          Codeman1965 AHU

          < "Ich glaube halt dass der Artikel hier eher darum geht, dass die Digitalisierung das Musikmachen wandelt." >

          Und ich glaube, daß der Artikel einzig und allein darauf abzielt, daß es ein Riesen-Spagat ist, Frau. Kinder, Hauptberuf, Freunde UND ernsthafte musikalische Ambitionen unter einen Hut zu bringen.

          Steht auch so im Titel.
          Und in den Überschriften der einzelnen Absätze…

  8. Profilbild
    Codeman1965 AHU

    Sorry, aber im Gegensatz zu einigen Anderen hier mag ich in Axels Ausführungen weder Frust noch Verbitterung erkennen.
    Ähnlich wie in einigen anderen seiner letzten Artikel beschreibt er ziemlich ausführlich und sachlich, wie ER die Entwicklung abhängig vom jeweiligen Lebensweg sieht.

    So ziemlich Jeder, der in seinem musikalischen Schaffen den Schwerpunkt auf gemeinsames Komponieren, Üben, Spielen und letztendlich auch auf Livegigs legt, wird diese Entwicklungen bei sich selbst oder in seinem Umfeld schon erlebt haben.

    Darüber zu sinnieren, wie Axel es tut, finde ich nicht verkehrt.
    Es muss ja nicht zwangsläufig IMMER so kommen, doch gerade als „neu-einsteigender“ Enthusiast macht man sich kaum Gedanken darüber, daß das unbegrenzte Engangement irgendwann ordentliche Einschränkungen erfahren kann.

    Allen mit ähnlichen Erfahreungen bietet der Artikel einen Anlass für „Aber schön wäre es gewesen“ – Gedankenspiele.
    Und vielleicht ja auch die unwillkürliche Abwägung, ob die erwähnten Einschnitte/Entscheidungen im Leben es wert waren, die Musik hintendran zu hängen… ;-)

    • Profilbild
      AMAZONA Archiv

      Ich bin sehr froh, die Musik als Amateur zu betreiben und nicht als Profession. Dem letzteren wohnt immanent das Streben nach Geld inne. Amateure handeln aus Liebe zur Sache 😍

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          AMAZONA Archiv

          Ich arbeite als Ingenieur im Bereich „Medien“. Habe Informatik sowie Maschinenbau studiert und das mit Diplom (FH) und Master of Engineering abgeschlossen. Statt dem Geld hinterherzuhechten, habe ich mich für eine schöne Gegend und ein kurzweiliges berufliches Umfeld entscheiden dürfen. Fachlich und sozial. Seit ein paar Jahren mit Frau und Kindern, bin zufrieden. Möchte nur, dass wir alle gesund und fröhlich bleiben 🍀

          Bei mir war es so, dass ich mal ein paar Jahre als Toningenieur in Studios gearbeitet habe und je mehr das abging, desto geringer wurde mein privates Interesse an Musik im Allgemeinen und an der Musikproduktion im Besonderen. Am Ende habe ich privat NULL gemacht, beruflich nur noch mit A-Listern zu tun gehabt. Laaange Tage, ohne Wochenenden oder sowas. Zum Glück habe ich den Absprung gut geschafft. Und der Job jetzt hat mit Ton zu tun, aber nicht ausschließlich mit Musik. Jetzt mache ich als Hobbyist so gern wie nie zuvor Musik. Die gewünschten Instrumente dank des Jobs und verständiger Familie habe ich nun zur Hand. Herrlich.

      • Profilbild
        Codeman1965 AHU

        Es geht nicht (primär) ums Geld.

        Es geht darum, daß JEDER, der Musik als Leidenschaft ausleben will, dafür vieles Andere unterordnen muss. Das geht nur, solange man lediglich für sich selbst verantwortlich ist.
        Da dürfen es auch 3x die Woche Dosenravioli sein…

        Sobald Andere ins Spiel kommen (Frau, Kinder, Haupt-Job, pflegebedürftige Angehörige, wasauchimmer…), wird es eng…

          • Profilbild
            Codeman1965 AHU

            Stell Dich nicht so an!

            Wir haben seinerzeit auch mal ’ne Rippe geopfert, um weiter zu kommen. Was sind dagegen schon die Geschmacksknospen oder die Magenwand…?

            • Profilbild
              Armin Bauer RED

              Ok, akzeptiert.
              Aber nur, wenn du nicht zu der Fraktion gehörst, die Sch… fressen, aber ihren 4-rädrigen Freunden Super Plus und sündteure Adaptive-irgendwas Schmiermittel genehmigen :-)
              Nahrhafte und schmackhafte Alternativen wären z.B. Spaghetti aglio e olio, Bratkartoffeln mit Spiegelei, Chicoree Gratin mit Schinken…

              • Profilbild
                Codeman1965 AHU

                Nee, mein 4-Ender hat eben 70 PS (kleiner gab es nicht) und säuft auf 100km weniger als ich in meiner Sturm- und Drangzeit… :-)

                Aber um noch mal aufs Thema zu kommen:
                Ich hatte früher auch viel Zeit (und teilweise auch die Kohle), um mich in die Musik reinzusteigern.
                Dann kam eine lange Beziehung, eine Ehe, und z.Z. bin ich Alleinerziehender. Der Tag hat aber immer noch lediglich 24 Stunden.
                Da fällt die Zeit, in der ich wirklich Muße habe, im Vergleich zu früher recht spärlich aus. Ist eben so…
                Einigen aus meinem früheren Umfeld erging es genauso. Sehe ich aber alles nicht als Grund, traurig zu sein. Im Gegenteil.

                Ich für meinen Teil habe ja nichts geopfert, ich habe getauscht, eine Leidenschaft gegen eine andere. Wobei die Musik ja nicht verloren ist.
                Sie ist halt nur ein kleinerer Teil meiner Welt geworden…

          • Profilbild
            bluebell AHU

            Es kommt darauf an. Bei mir gehen Dosenravioli gelegentlich.

            Meine Kumpels, die anno dazumal voller Zuversicht mit einem klapprigen VW-Bus voller Dosenravioli für einen längeren Urlaub in Richtung Marocco aufgebrochen sind, aber bereits in Südfrankreich von seltsamen Getriebegeräuschen und unerwarteten Kosten gestoppt wurden und dort zelten mussten, sehen das natürlich anders.

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          Tim

          Also ich glaube, jeder DER EINER LEIDENSCHAFT nachgeht und diese mit biegen und brechen zum Erfolg bringen will, muss vieles unterordnen!

          Was muss denn ein Profisportler, Chefarzt oder Barbesitzer anders unterordnen als ein Musiker??? Das verstehe ich leider nicht.

          Ich kenne btw 2 Chefärzte, die keine Kinder haben, weil es sich NIE mal ansatzweise zeitlich hat unterbringen lassen. Das gilt nicht für alle Chefärzte und ist auch keine These, aber ich glaube, wer einen eigenen Weg verfolgen möchte und diesen zum Leben nutzen möchte, muss Abstriche machen.

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            Codeman1965 AHU

            < "Ich kenne btw 2 Chefärzte, ..." >

            Ist ja in vielen Berufen/Karrieren so, daß man für sich selbst Prioritäten setzt. Alles gut.
            Wenn dann aber irgendwann Poison Ivy oder eben Mister Big um die Ecke biegen, überdenkt so manch Einer seine Planung.
            Gerade im semipro-Bereich, wo man von der Musik vllt. nicht wirklich leben kann, der Aufwand/Einsatz aber doch schon respektabel ist, wird dann alles in die Waagschale geworfen.
            Und wenn Ivy oder Big diese Leidenschaft nicht so teilen und bereit sind, größere Abstriche zu machen, dann ist so Mancher in der Zwickmühle. Und dann kommen wieder der Spatz in der Hand und die Taube auf dem Dach ins Spiel…

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        bluebell AHU

        Bin auch Amateur, und die Entscheidung war für mich richtig, nicht Berufsmusiker zu werden.

        Interessant ist aber immer wieder, dass gerade Amateure sich untereinander im Brustton der Überzeugung versichern, dass man als Amateur unbedingt professionelle Instrumente/Geräte/Software braucht.

        Dann gibt es noch die Leute, die keinen einzigen fertigen Song/Mix vorweisen können und einen ermahnen, dass die Tiefenstaffelung im Mix extrem wichtig ist. Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein anderes Mal erzählt werden.

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          Codeman1965 AHU

          Machen wir ’ne Leserstory draus…! :-)

          Das mit dem professionellen Gear ist nicht nur bei Musikern so.
          Schau Dich mal z.B. bei Hobby-Handwerkern oder Amateur-Fotografen um, da schlackerst Du mit den Ohren, wenn Du siehst, welche Summen da über den Tisch gehen.
          Ich halte das auch für legitim, es hat ja auch viel mit Sinnlichkeit und Freude an der Technik zu tun. Bedenklich wird es, wenn man meint, man MUSS Gerät XY haben, weil man sonst seine Sachen nicht umsetzen kann…

          Aber wie Du so schön schreibst:
          Das steht auf einem anderen Blatt, welches heute seine Jungfräulichkeit nicht einbüßen soll… :-)

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            AMAZONA Archiv

            Oder Amateur-Eisenbahnern, im Miniaturformat :) Oder Radfahrern! Dagegen sind ein paar Instrumente, die ggfs. den Wert halten oder gar im Wert steigen, doch Erdnüsse 😄

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        Drahtzieher

        „Ich bin sehr froh, die Musik als Amateur zu betreiben und nicht als Profession. Dem letzteren wohnt immanent das Streben nach Geld inne. Amateure handeln aus Liebe zur Sache“

        Die gut bezahlten Berliner Philharmoniker machen Musik also nicht aus Liebe zur Musik, sondern aus Profitstreben ? Wie auch die WDR Bigband ? Wenn ich es so bedenke, ja deren Darbietungen sind wirklich schon sehr kommerziell aalglatt und lieblos dahingeknallt. Besonders die Weltklassesolisten. Lieblose, geldgeile Handwerker, die täglich stundelang üben, weil ihnen die viele Kohle immer noch nicht genug ist. Jetzt wo du es schreibst geht mir ein Licht auf.

        Ich habe die Gelegenheit (als Theatermensch) hautnah mit klassischen Quintetts zusammenzuarbeiten. Ich finde es schon erstaunlich, wie es diese gut bezahlten, fest angestellten Spitzenmusiker (A-Orchester) schaffen, trotz ihren „kommerziellen musikalischen Lieblosigkeit“, so viel vibrierende, emotionale Virtuosität, ernsthaft engagierte Qualitätsdisskussion, Freude und Humor zu simmulieren (?).

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          AMAZONA Archiv

          Also ja, sie machen es doch für Geld. Da stecken auch viele Jahre Investition hinter. GERADE bei den Berufsorchestern sieht man leider sehr oft ernste Gesichter ohne Spielfreude. Die Standardwerke werden nahezu ohne Emotion heruntergefiedelt. Schau dir mal die Junge Deutsche Philharmonie als Gegenbeispiel an! Klar gibt es Ausnahmen, besonders bei kleinen Besetzungen wie den von dir genannten Quintetten muss für längerfristigen Fortbestand auch die Persönlichkeit stimmen.

          Wenn ich deine Schilderungen aus den Banderfahrungen lese, tut mir das echt leid! Da bin ich froh als Elektroniker meine eigene Band zu sein… Hoffentlich gibst du nicht auf und findest Gleichgesinnte oder hast es bereits! 👍🏻🍀☺️

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            Drahtzieher

            Orchestermusiker: Es geht um musikpädagogische Projekte, wo hochkarätige Musiker bereit sein müssen, in einem Kontext für sehr junges Publikum „ernsthafte“ Stücke zu spielen. Die sind dann schon „Selbstselektiert“ und lockerer. Es ist atemberaubend, ganz nah zu erleben, wie diese Musiker/innen mit vibrierender Konzentration eine schwingende Einheit bilden. Ja, es gibt auch Ausnahmen. Für mich neu: Es sind DIENSTE, d.h., sie kommen knapp vorher und sind nach einem tollen Auftritt umgehend vom Erdboden verschwunden ;-) [immer !]

            Der Sohn des befreundeten Musikers gehörte in seiner Altersklasse zu den Top 5 Kontrabassisten und hätte bei den Philharmonikern anfangen können. Er wird Musik- und Sportlehrer. Er wusste: auch das Orchester hat seinen Preis.

            Zu den Bands: Als Theaterprofi im Wettbewerb, aber auch aus Leidenschaft, bin ich es gewohnt, immer das vertretbare Maximum zu erreichen. Ich verstehe es nicht, wenn im Hobbybereich gegen Wissen und Physik, einfachste Verbesserungen verweigert werden. Hobby ist für mich nicht Luschigkeit.
            Bei meiner ersten Band war das Motto: musikalisch sind wir Laien, aber wir treten professionell auf. Wir haben den Durchlauf inklusive Ansagen geprobt (und sind nicht nach jedem Song privat geworden). Wenig Mühe, super Wirkung. Auch das ist für mich Liebe zur Musik.

            Band geht wegen Theaterjob nicht, aber Sessions. s.u.

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              AMAZONA Archiv

              « Hobby ist für mich nicht Luschigkeit. »

              Dieser Satz ist richtig, richtig gut. Merke ich mir 📝 Das passt für mich absolut auch zur eigenen Einordnung als Amateur inkl. der bewussten Entscheidung gegen „Musik als Profession“.

              Ihr Theaterleute seid in meiner Wahrnehmung sowieso sehr diszipliniert 👍🏻 For real. Habe ich schon öfters so erlebt. Eben auch abseits der eigentlichen Jobs.

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                Drahtzieher

                > Herr von W.

                Erst an meiner Grenze erkenne ich meine Kontur. Ich werde mir „selbst bewußt“. Unter seinen Möglichkeiten in der Bequemlichkeit zu verharren, heißt, seine Selbstbewußtseinspflanze vertrocknen zu lassen.
                Wenn die Grenze noch verschoben wird: besser. Mit der Mühe, aus einer Situation das vertretbar Beste herauszuholen, tut man sich letztlich selbst einen Gefallen.
                Der Luxus „Musik als Hobby“ ist es, nicht existenzsichernd effektiv sein zu müssen. Und mit der minimalen Mühe ein Mikro wieder in den Ständer zu stellen, wo es herkommt, und zwar so, dass es nicht wieder herausfällt . . . ;-) ist man sogar voll professionell ;-)

                Disziplin: Wer im Theater zwischen jeder Szene privat wird oder nicht 100% bei der Sache ist, ist sofort weg. Ein guter Liveact ist für mich Musik+Show (Theater). [die Beatles haben „gemeinsam Verbeugen“ einstudiert]
                Ich kann Axel sehr gut verstehen, weil professionell vom Tour-Theater zu leben hat einen ähnlichen Preis, wobei der Musikmarkt viel härter ist. Ich habe 24 Jahre keine Zeit für Musik gehabt und heute nur wenig. Aus Kostengründen 12 Jahre in 53qm Arbeitsstätte mit Kochnische gelebt. Auch privat hatte es seinen Preis. Honorare teils auf dem Level von 1993, Spielorte machen dicht, Aquiseaufwand steigt jährlich. Erst durch eine Coronaförderung (!) konnte ich seit 14 Jahren wieder inszenieren. Ich weiß, was Axel meint.

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        Drahtzieher

        Herr W: „Amateure handeln aus Liebe zur Sache“

        Meine Erfahrungen mit der „Liebe zur Sache“
        – Ich habe Ärger bekommen mit der Ansicht, dass man bei der Probe das Zusammenspiel und nicht seinen Part übt.
        – Nächste Band: Ich habe Ärger bekommen mit dem Vorschlag, Songs aufzunehmen und gemeinsam am Arrangement zu arbeiten. Auch mein Hinweis, das das Saxsolo den Sänger im Refrain wegbläst kam nicht gut: „Aber die Melodie ist doch so schön“. Ich wurde abserviert.

        – Neugründung: Ich habe kritisiert, dass ich es nicht gut finde, wenn der Keyboarder erst alle Sounds probiert und dann bei jedem Song über alle Oktaven alles gibt, wärend der Gitarrist gleichzeitig funkige 16tel über seinen rythmischen Fähigkeiten abfeuert, mit übertrieben eiernden Werkschorus, weil er seinen Verstärker nicht bedienen kann. Ok, das wars ;-)

        – 3. Band: Ich habe angeregt, dem Amp vom Rhodes auf einen Stuhl zu stellen, damit er leiser kann und im Minikeller nicht alles wegdröhnt. Auch die Anregung, die Gesangsbox vom Boden in Kopfhöhe zu plazieren und das Mikro an den Mund zu nehmen, damits nicht pfeift, nahmen mir die Chance auf eine weitere Probe.
        – Session: Trotz ausdrücklichem Hinweis und farbiger Mikros und Ständer, haben die 4 Sängerinen 3 Versuche benötigt, die Mikros wieder in das Stativ zu stellen, wo sie es hergenommen haben.

        Bin Hobbymusiker, aber Bühnenprofi. # 2. macht lieblos ;-)

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    Markiman

    Axel schreibt Berichte aus der Sicht eines erfahrenen Rock-Gitarristen, der schon viel erlebt hat.
    Ich verstehe es (vielleicht etwas plakativ gesehen) wie der subjektive Blick eines aktiven Rock’n Roll – Vertreters der letzten Jahrzehnte auf die Veränderungen in der Neuzeit.
    Da dies ein fließender Prozess ist und war, finde ich es immer wieder bereichernd, wenn er uns diesen Unterschied, aus seiner Perspektive, sichtbar macht. Vor allem, da man vieles davon kennt und es irgendwie gut tut, wenn man merkt, dass es anderen ähnlich geht.

    Er hat meinen vollen Respekt, dass er seine eigenen Gedanken so offen darlegt, auch wenn er weiß, dass er damit bei einigen aneckt…aber auch das ist Rock’n Roll!

    Fakt ist, dass vor ca. 20 Jahren die Musik-Welt anfing sich komplett zu verändern. DSL war bezahlbar in den Haushalten eingezogen und Musik wurde via MP3 tausendfach kopiert. Die Alben blieben plötzlich wie Blei in den Regalen stehen und die Plattenfirmen bekamen (zurecht) Panik.

    Viele haben noch die alten Musik-Business Mechanismen von Plattenverträgen, Touren, Verlags-Deals, dicke Vorschüsse, etc. vor Augen, doch läuft es heute eben komplett anders.
    Axels Sicht ist nur ein Blickwinkel auf die Musik-Welt von heute, aber ich empfinde sie nicht als pessimistisch, sondern als Weckruf an alle, die noch vom Musikbusiness von vor den 2000ern träumen …so wie ich es öfters tue ;-)

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      AMAZONA Archiv

      Ungefähr so wie ein Kutscher davon träumt, dass die Autos endlich wieder aus dem Stadtbild verschwinden? 🙃

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        Markiman

        Ein etwas wilder Vergleich 😉
        Aber es kann gut sein, dass es zwischen den Gedanken eines Kutschers 1922 und denen eines Musikers 100 Jahre später, die beide z.B. in den 70ern des jeweils vorigen Jahrhunderts geboren wurden, Parallelen gibt.

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    dflt

    warum denn schon wieder (bzw. nochmal) so eine abneigung gegen arbeitsweisen, die nicht der deinigen entsprechen? verpackt in einem artikel, der eigentlich um familie und freunde gehen sollte?

    //“Musste man sich früher allein schon aus technischen Gründen für die Aufnahme von Musik treffen, ist es heute Standard, dass jeder für sich zu Hause werkelt und Soundschnipsel durch die Gegend schickt, die dann irgend jemand zu einem „Song“ zusammenklebt.“

    was ist denn daran so schlimm? muss man den song unbedingt in anführungsstriche setzen? ich kann so viel besser arbeiten, wenn mir nicht permanent jemand im nacken sitzt und ich habe definitiv spaß dabei (und das ergebnis ist für mich auch super). auch, wenn man sich in einem raum zusammensetzt kann „scheiße“ bei rauskommen… ich fand es früher übrigens immer furchtbar anstrengend (als keyboarder) mit dem halben studio zur bandprobe zu fahren. die neuen technischen möglichkeiten sind also ein segen.

    //“Die Komponisten eines Songs erstellen zumeist gemäß ihrer handwerklichen Fähigkeiten eine Vorproduktion, die von den restlichen Instrumentalisten (…).“

    und nochmal, was ist daran so schlimm? das gab es auch schon vor 30, 40 jahren so. halt mit drumcomputer statt software-drums. auch bei rockbands…
    wer ausschließlich in einem raum musizieren will, macht das auch weiterhin. so what?

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      Tim

      Sehe ich absolut genauso.

      Dabei stimmt das sogar nicht, dass eine professionelle Aufnahme heutzutage den easy-peasy-drumcomputer-spuren überlegen ist. Das hört man schon (noch) heraus! ;)

      Zumindest kenne ich wenige profibands, die nicht irgendwann im studio abmischen, da führt doch selbst heute noch kein Weg dran vorbei, oder irre ich mich?

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      Drahtzieher

      dflt

      Ich kann nicht erkennen, wo Axel Ritt eine Abneigung gegen heutige Arbeitsweisen äußert. Er beschreibt nur den Preis, den man bezahlen muss, wenn man heute als Musiker professionell arbeiten und davon leben will. Und er beschreibt, das der Preis heute höher ist, als vor Jahrzehnten, weil sich der Markt geändert hat. Er Beschreibt ! Er beklagt s i c h nicht.

      Denn er sagt doch deutlich, dass er sich nicht beklagen kann und will, weil er nicht davon betroffen ist, weil er versorgt & erfolgreich ist und viele positive Möglichkeiten in der Jugend hat genießen können und er ja aufgrund des Alters auch nicht mehr betroffen sein kann.

      Wenn ich sage, dass, wer sehr gut Gitarre spielen können will, täglich sehr viel üben muss, äußere ich doch nicht meine Abneigung gegen das Gitarre spielen. Wenn ich sage, dass dass Niveau junger Bands heute gravierend höher ist, als vor Jahrzehnten, man also viel härter üben muss um mitzuhalten, beschreibt es eine Realität und nicht eine Abneigung.

      Wenn Axel sagt, behandelt eine verständnisvolle Partnerschaft wie einen Schatz, ist das doch positiv.

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        dflt

        drahtzieher

        ich hingegen erkenne z.b. in den beiden von mir zitierten textstellen eine abneigung gegen moderne, geänderte arbeitsweisen abseits von „die band schreibt zusammen im proberaum einen song und geht danach ins studio“. muss nicht so sein, kommt aber im artikel (genauso wie im anderen artikel) so rüber.

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          Drahtzieher

          dflt

          der befreundete Profimusiker den ich in einem Kommentar erwähnte, findet es auch toll, dass er heute, trotz Corona, dank speziellem lokalen Angebot, online mit Kollegen live (fast) latenzlos Jammen kann. Auch Online unterrichtet. Früher hat er mir die Kompositionen per Post auf DAT geschickt, heute per Mail. Ich bearbeite sie in der DAW weiter.
          1996 habe ich mit Triple DAT angefangen, heute habe ich eine für mich grenzenlose DAW, für deren Möglichkeiten früher hundertausende nötig waren. Das hat Möglichkeiten für Millionen Menschen geschaffen Die HOFA-Studios haben es rechtzeitig erkannt und verkaufen überwiegend Tontechnik KnowHow, Software, Akustikelemente, statt Mischungen.
          Das ist alles super für Hobbymusiker wie mich, die für überschaubares Geld mit extrem professionellem Werkzeug spielen können. Natürlich auch für Profis.

          Axel beleuchtet einfach den Aspekt, das analog zu einem exponenziell explodierenden Musiküberangebot die Chance professionell als Musiker (dauerhaft) überleben zu können zunehmend geringer und der Preis immer höher wird. Das Arbeitsweisen immer effektiver und rationeller ablaufen müssen und entspanntere Produktionsweisen, wenn überhaupt, zum Luxus werden. Ich verstehe die Ablehnung nicht. Wenn der Wetterbericht sagt, nächste Woche wird sehr ungemütlich, ist das weder negativ, noch persöhnlich, sondern die Beschreibung einer Realität.

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            dflt

            drahtzieher

            “Musste man sich früher allein schon aus technischen Gründen für die Aufnahme von Musik treffen, ist es heute Standard, dass jeder für sich zu Hause werkelt und Soundschnipsel durch die Gegend schickt, die dann irgend jemand zu einem „Song“ zusammenklebt.“

            nochmal eins der von mir erwähnten zitate. für mich klingt „soundschnipsel (…), die dann irgend jemand zu einem „song“ zusammenklebt“ eben nicht wie eine beschreibung der tatsachen, sondern wie das absprechen der möglichkeit, dass man auch mit dieser arbeitsweise einen guten song schreiben/produzieren könnte. „irgend jemand“, „song“ in anführungstrichen, „zusammenklebt“. eine sachliche darstellung/ beschreibung der tatsachen klingt für mich irgendwie anders… ich bin da aber auch schon durch den anderen ähnlich gelagerten artikel vorbelastet.

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              Drahtzieher

              dflt

              die Möglichkeit einer superschnellen DAW und Soundschnipsel zu schicken ist schon klasse und hat vieles erleichtert, oder erst ermöglicht. Auch das Zusammenarbeiten über große Strecken und das auch zeitversetzt. Hier geht vieles zusätzlich, was früher nicht ging, technisch und bezüglich persönlicher Kontakte. Diese Arbeitsweise führt sicher zu anderen Ergebnissen. A n d e r e n, nicht besseren oder schlechteren.
              Keine Ahnung wie es Axel gemeint hat.

              Eine bestimme Arbeitsweise, jemand spielt einen Lick “ Hey, was war das. Spiel das nochmal “ sofort eine Reaktion, der Drummer fügt spontan eine Idee dazu jede/r triggert jeden, ein Gruppen-Flow entsteht und damit Ideen, die alleine nicht gekommen wären, das geht nur live. Viele Songs der Beatles, Deep Purple wären zeitversetzt nicht so entstanden. Anarchische kreative Spontanität erfordert Live.

              Vieleicht wird hier von manchen e i n e Variante kreativ zu arbeiten auch als nostalgisch abgetan, die man selber so noch nie erlebt hat und dehalb gar nicht so einschätzen kann.

              – Vieleicht hat Axel das geheime Wissen der Ahnen
              – Vieleicht ist er ein alter, weiser Mann mit einer gestreiften Axt in der Hand

              Ein Titan
              Ein Metal-Gott
              Bestimmt !
              ;-)

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            AMAZONA Archiv

            „Wenn der Wetterbericht sagt, nächste Woche wird sehr ungemütlich, ist das weder negativ, noch persöhnlich, sondern die Beschreibung einer Realität.“

            Nein, dann ist das eine WetterMEINUNG und kein Bericht 🤓 Im Bericht stünde vll starker Regen und viel Wind aus Ost. Das empfinden zwar viele Menschen als „ungemütlich“, aber nicht alle. Zum Beispiel mag ich solches Wetter sehr gern und bin da erstrecht draußen am und auf dem Wasser. Manchmal auch „im“ 🤪

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              Drahtzieher

              Lieber Herr von W. (Wetter ?)

              ich mag es, wenn Leute Texte differenziert lesen (können ;-), die Bedeutung von Worten verstehen und nachvollziebar scharf argumentierend meinen Horizont erleuchtend erweitern.

              In der Tat beschreibt der Begriff „ungemütlich“ die subjektive Meinung wetterungegerbter Weichwasserwarmduscher in vorgewärmten Bademänteln, angesichts deren Blicks aus dem Fenster über ein, den Freund köstlich erfrischender Wetterlagen, angenehm erfreuendes Naturschauspiel.

              Fürwar, im Angesicht der Geißel der Kommentarbuchstabenbegrenzung ließ ich mich hinreißen, verallgemeinernd die subjektive Meinung einer Mehrheit in dem Wort „ungemütlich“ verkürzend zum Ausdruck zu bringen, welche diese, eingedenkt der verbreiteten Gesellschaftsverweichlichung, vermutlich aufgrund meiner gerne detailiert zu Bildschirm gebrachten Schilderung herausfordernder Wetterlagen, gehabt hätten. „Regen“ statt „ungemütlich“ hätte es aber korrekt und kürzer ausgedrückt.

              – Respekt ! ;-) !

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    mmiimmimiiimmmiimmi

    Der letzte „heutzutage ist alles schlecht“ Artikel hatte schon wenig Substanz, aber hier wird die Messlatte noch ein ganzes Stück weiter nach unten geschoben. Ich verstehe nicht, warum eine so subjektive Auswalzung der eigenen Gefühlswelt als Feature auf die Titelseite muss. Die Welt des bezahlten Musizierens hat sich wie ALLE Lebensbereiche in den letzten 20 Jahren radikal verändert. Dennoch gibt es viele Möglichkeiten, als Musiker erfolgreich eine Karriere aufzubauen, von der Musik zu leben und dabei Freunde und Familie zu haben.

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      Drahtzieher

      Ich erkenne in Axels Artikel keine subjektive Auswalzung seiner Gefühlswelt, sondern eine nüchterne Beschreibung von Realitäten aus der Perspektive eines sehr erfahrenen Profis [Erfahrung kann man übrigens nicht lernen, sondern nur sammeln. (Sagt auch jeder Tontechniker)]

      Die Realität für professionelle Musiker ist heute eben existenziell gravierend schwieriger geworden. Das zu lesen kann für Musiker, die noch viel vor sich haben, sehr frustrierend sein, so dass sie ihre subjektiv gefühlsmäßigen Aufwallungen nutzen, Axels Botschaft als irrelevate subjektive Äußerung eines Frustbolzen abzuwehren. (Klar: Metal ist ja eh Frust in Noten, hört man ja ;-)

      Ich bin seit 36 Jahren professioneller Solist im darstellenden Fach. Heute könnte ich es nicht mehr schaffen und würde es auch keinem empfehlen. In Relation zu Musikern geht es mir sehr gut: Festhonorare auf dem Level einer Band, von zuverlässigen, kommunalen Auftraggebern. Allerdings teilweise auf den Niveau von 1993, also 50% unter der Inflation. Ich beschwere mich nicht, stelle es nur fest.

      Durchschnittliches Jahreseinkommen Musiker lt. Künstlersozialkasse 13.085 € / Darstellende Künstler 16.376 € / „unterbezahlte“ Erzieher übrigens ca. 34.800 € / Musiker verdienen von allen Sparten statistisch das wenigste, lt. Gefühlswelt der alternden, frustierten Künstlersozialkasse ;-)

      https://www.kuenstlersozialkasse.de/service/ksk-in-zahlen.html

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        mmiimmimiiimmmiimmi

        Eine persönliche Meinung wird nicht dadurch zur Realität, dass der Auto ein jahrelanger Profi ist. Auch du schreibst, dass „die Realität“ als Musiker heute viel schwieriger ist, als früher. Das sehe ich anders, da den kreativen Menschen heute viele Plattformen offen stehen, die früher durch Label-Manager, Radiosender, Musikfernsehsender versperrt waren. Darauf eine erfolgreiche Karriere aufzubauen ist heute wie damals harte Arbeit und erfordert den richtigen Riecher und / oder Zufall.

        Die Statistik der Künstlersozialkasse ist entmutigend, aber auch hier ist die Künstlersozialkasse nicht das Maß aller Dinge. Nicht alle Musiker sind da Mitglied, ich bin bisher sehr gut damit gefahren, einen großen Bogen um die Künstlersozialkasse und die Gema zu machen (ja, ich weiß, dass die beiden nichts miteinander zu tun haben). In die Statistik fließen auch überproportional viele Menschen ein, die einfach gar nichts verdienen, aber gern Künstler wären und sich deshalb eine MItgliedschaft gesichert haben. Auch das kann jeder machen wie er will, man sollte sich das aber bei der Betrachtung der zitierten Statistik bewusst machen.

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          Drahtzieher

          IIIII

          Die Essenz die ein Überblick aus jahrzehntelanger internationaler Erfahrung, aus tausenden Auftrittten, von klein bis riesengroß ermöglicht, wird nicht dadurch zur persöhnlichen Meinung, indem du dies behauptest. „Ich spiele Jazz“ ist persöhnlich, „die Inflation beträgt 2%“ ist eine objektive Darstellung, auch wenn es die gleiche Person sagt.

          Beispiel: Die Künstlersozialkasse soll Altersarmut bei Künstlern vermeiden. 50% Sozialabgaben trägt der Künstler, den Rest Verwerter + Staat. Damit sich nicht jede/r Freiberufler mißbräuchlich als Künstler ausgibt um Abgaben zu sparen, muss man einen Mindestverdienst aus künstlerischer Tätigkeit nachweisen und darf nur zu einem geringen Prozentsatz außerkünstlerisch dazuverdienen. Wer nicht überwiegend von der Kunst lebt, kommt nicht rein, bzw. fliegt raus.

          Deine Aussage: „In die Statistik fließen auch überproportional viele Menschen ein, die einfach gar nichts verdienen, aber gern Künstler wären und sich deshalb eine Mitgliedschaft gesichert haben.“ ist kein Argument, sondern deine „persöhnliche“ Annahme auf Grundlage von Nichtwissen. Die KSK zu vermeiden ist keine Kunst, sondern darin aufgenommen zu werden und bleiben zu können. Die KSK prüft kontinuierlich stichprobenmäßig mehrjährige Abschnitte. Wer pfuscht, fliegt und zahlt Strafe. In der KSK sind nur hauptberufliche Künstler/innen.
          https://www.kuenstlersozialkasse.de/

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      bluebell AHU

      Hand aufs Herz: Hast Du als Musiker erfolgreich eine Karriere aufgebaut, lebst von der Musik und hast dabei Freunde und Familie? Dann wäre das einen Erfahrungsbericht wert.

      Sicher gibt es heute Möglichkeiten, die man früher nicht hatte, und die einige Leute erfolgreich nutzen. Aber für wie lange ist man angesagter Influencer bei Youtube und TikTok, und was kann man tun, wenn einem der Kanal gesperrt wird, weil ein Algorithmus oder anonymes Wesen festgestellt zu haben glaubt, dass man gegen irgendwelche nicht näher bezeichneten Regeln verstoßen hat?

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        mmiimmimiiimmmiimmi

        Ich würde tatsächlich sagen, dass ich das geschafft habe, allerdings ziehe ich im Kontext dieses Forums die Anonymität vor. „Den Weg zum Erfolg“ gibt es auch nicht, also wäre meine „Geschichte“ nicht 1:1 auf andere zu übertragen und daher uninteressant.

        Zu deiner Frage: Das Produkt ist immer die Musik. Wenn du es geschafft hast, damit viele Fans für dich zu begeistern kannst du im unwahrscheinlichen Falle einer Account-Löschung einen neuen Account erstellen. Wieso werden eigentlich alle Menschen, die erfolgreich bei Youtube Musik machen, als Influencer beschimpft und mit irgendwelchen Beauty-Channels in einen Topf geworfen? Youtube hat bei allen Personen, die ich kenne und die sich in den letzten 10 Jahren eine erfolgreiche KArriere aufgebaut haben eine große Rolle gespielt. Natürlich kommt das Geld dann „offline“ rein, aber ohne diese Plattform zu arbeiten ist etwa so wie eine Autowerkstatt zu eröffnen, in der man nur Dreiräder repariert.

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          bluebell AHU

          Den Begriff Influencer hab ich vielleicht ein bisschen leichtfertig benutzt, weil ich im Hinterkopf hatte, dass ein Musiker immer noch irgendwelche Einnahmen nebenher hat. Und ob das so ganz falsch ist? Selbst Floor Jansen, eine meiner Heldinnen, hatte in einem ihrer Videos eine Firma, die mit Regal- und Schubladensystemen Ordnung in ihre Garage gebracht hat. Es geht also ganz schnell vom Youtube-Videopublizist zum Influencer.

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    Drahtzieher

    Es scheint bei einigen Kommentaren immer noch der alte antike Grundsatz zu gelten, den Überbringer einer Botschaft mit der Botschaft gleichzusetzen und ihn dafür zu köpfen.
    Wie kann es sein, das Axel Ritt mehr als einmal sagt, mir geht es finanziell gut, ich bin versorgt, ich muss mir keine Sorgen machen, ich habe Erfolg, ich stehe an der Spitze und dann Leute sagen: Oh, da spricht aber ein frustrierter, verbitterter, negativer alternder Musiker, der vergangenen Zeiten nachtrauert ?

    Wie kann es sein, dass Leute sagen, bei mir persöhnlich ist es aber ganz anders und nicht in der Lage sind zu erkennen, das sie persöhnlich nicht der Musikmarkt sind ?

    EinMusikerfreund: 1 Haus, 3 Kinder, viele Instrumente, keine Tourneen, alles super: Frau > Musiklehrerin, er ist Multiinstrumentalist, ein sehr guter vielfältiger Komponist, Arrangeur, Tontechniker, arbeitet extrem schnell, unterrichtet, ein positiver Mensch dem es gut geht. Er arbeitet mit Musikern, denen es dreckig geht. Weil ihnen 7 Fähigkeiten oder Umstände fehlen, die er hat: Sie sind halt nur sehr gute Musiker.

    Lernt doch mal das geniale K. Richards-Solo von „The last Time“, den typischen Lick, die Akkorde, den Basspart. Stellt euch vor, mit dem Level heute an die Spitze zu kommen und 50 Jahre oben zu bleiben. Ok, die Parts, besonders das Solo ist schwer, aber nicht die eigentliche Herausforderung . . . ;-)

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      dflt

      //„ Wie kann es sein, dass Leute sagen, bei mir persöhnlich ist es aber ganz anders und nicht in der Lage sind zu erkennen, das sie persöhnlich nicht der Musikmarkt sind ?“

      machst du hier nicht genau das gleiche, was du in deinem ersten satz kritisierst? axel persönlich ist nicht der musikmarkt. menschen, die ihm widersprechen sind persönlich nicht der musikmarkt. jeder hat seine meinung. keine muss richtig oder falsch sein.

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        Drahtzieher

        dflt

        „Man sieht nur, was man weiß“ (Goethe)

        Erfahrung kann man nicht lernen, nur sammeln und das dauert. Erst wenn man viel Erfahrung gesammelt hat, weiß man, welchen Wert Erfahrung hat. Dass Erfahrung in die Lage versetzt, abstrahierend in die Metaebene zu gehen und größere Strukturen erkennen zu können. Dass Essenz aus Erfahrung eine Realitätsbeschreibung und keine Ansicht oder Meinung ist.
        Axel ist nicht der Musikmarkt, aber er hat einen außergewöhnlichen Erfahrungsschatz, der ihm das Abstrahieren ermöglicht. Er hat das in einem Umfang, wie die wenigsten. Den Unterschied, zwischen Erfahrung und Meinung erkennt man erst mit Erfahrung ;-) Ohne Erfahrung erscheint alles als Meinung.

        Ich hatte vor einem Auftritt eine Entscheidung getroffen, die 4 Leuten nicht gefiel. Vehement protestierend behaupteten sie, die Situation besser einschätzen zu können, als ich. Sie standen noch nie auf einer Bühne, ich weit über 4000 Mal. Sie schätzen, ich wusste (aus Erfahrung) Sie behaupteten zu wissen und unterstellten mir, zu schätzen. Die typische Hybris des Unwissens.

        95% aller Bühnenprobleme werden durch Leute verursacht, die Erfahrung nicht ernst nehmen und alles besser „wissen“ (zu glauben) / (so meine Erfahrung ;-)

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    DJ Ronny

    Axel, diesen Artikel finde ich gut. Einige sehen hier das Geld im Vordergrund. Ich lese hier aber mehr die Sicht auf das Soziale Umfeld.
    Als DJ war ich schon immer Einzelkämpfer. Ich muss keine Musik üben. Aber Sets zusammen stellen VA vorbereiten, Musik kennen und aussuchen. Bis zur Einführung des Euro, könnte ich gut davon leben. Plötzlich wurde Geiz geil. Nicht nur für DJ’s. Technisch bin ich immer auf den neuesten Stand geblieben.
    Die Freunde kamen und gingen. Geblieben ist Einer, der ein richtiger Freund ist.
    Für die meisten unserer Mitmenschen ist das, was wir tun keine „richtige Arbeit“. Habt ihr bestimmt auch schon einige Sprüche gehört.
    Lebenspartner! Das wird ab den Punkt schwer, wenn es ihr/ihm nicht mehr passt, das man am Wochenende ständig unterwegs ist, zur Probe muss…
    Meine Frau hat zum Glück, Verständnis dafür.
    2008 wollte ich schon Mal ganz aufhören. Ich brauche das aber, das Gefühl einer tollen Veranstaltung. Also als Nebengewerbe weiter DJ.
    Wenn das Leben dann Mal wieder normaler wird, werde ich auch mit 63 wieder starten.
    Das Leben war für Musiker, DJ’S… noch nie einfach, aber in welchen Beruf ist das schon?

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      AMAZONA Archiv

      Die Einstellung finde ich toll! Man kann, darf und sollte IMMER einfach machen dürfen was man mag. Viel Freude beim Auflege-Neustart und dass es bald passiert 🍀🍀🍀

  14. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Tja was soll ich sagen.

    So oft … so oft hatte ich in den letzten Jahren schon ein Angebot von freundlichen Leuten, bei ihnen mitzumachen.
    Und dann kam die ganz ganz schnell die Frage nach der Vereinbarkeit mit der Familie.
    Und dann kam immer wieder die gleiche Antwort: Ne eigenlich nicht.
    Und dann kam ganz schnell das Ende.

    Meine Lösung war dann ein Raum-in-Raum Konzept im Dachstudio meines Reihenhauses für einige tausend Euronen und ner Schalldämmung von 50db … damit ich meine Röhrenamps einigermassen ausfahren kann.

    Jetzt bin ich fast 62 und habe zu Backing Tracks auf den Hochzeiten meiner drei Kinder gespielt.

    Das wars wohl jetzt …. SPAß MACHT ES ABER UNGEMEIN.

    Ich bin halt geil auf die alten Stars und Bands und die will heute sowieso keiner mehr hören.

    Vintage Musik für Vintage Leute heißt für mich

    Röhrenamp, Wah/Volume, <= 3 Effekte und Finger Clapton/Cream, Santana, Robin Trower, etc. .... Und dann höre ich mir meine eigenen Cubase-Mixdowns im Auto an. Und fühle mich ganz toll dabei 😀

    • Profilbild
      Drahtzieher

      Entstanden aus Gesangsworkshops entstand ein „Sessionkreis“. Im Herbst kann jeder Songvorschläge machen. In eine Liste mit leeren Instrumentalplätzen kann jede/r eintragen, was er/ sie bei welchem Vorschlag beitragen kann, oder will. Die Vorschläge die eine „Band“ zustandebringen kommen in den Pool, aus dem eine Setlist erstellt wird.

      Es gibt vorher 2 / 3 Probetreffen in einer Musikschule. Zu Sylvester mieten wir uns dann Räume, („Bandhouse“ / Naturfreundehaus ), einer bringt seinen Behringer X32 mit und wir machen mit ca 15 Leuten 2,5, Stunden Musik für uns und ca 25 Gäste. Von sehr Hobby bis recht Professionell alles dabei. Hauptsache Spaß. Manchmal wechselt jeden Song die Besetzung. „Nebenan“ dann ein großes Mitbringbuffet.

      Bis Corona war das ein jährliches Highlight, wo man live Spielen mit Job und Familie in Einklang bringen konnte. Es erfordert aber schon gute Organisation und Leute die sich das ans Bein binden. Das haben wir auch gelernt. Und Proben vorher. Im Sommer gabs das nochmal in kleiner Variante. – Und da ist Platz für alles, auch Vintage ;-) – Ich freu mich, wenns wieder losgehen kann.

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    tommyk

    Lieber Axel, obwohl ich auch Deine Musikrichtung net zu 100% mag (wenn Metal eher Dimmu oder Nightwish – sorry) – Vielen lieben Dank für diesen perfekten Wahrheitsbericht. Kenne einiges selbst als Photograf oder von Bühnentechnikern. Ageism ist auf dieser „Platform“ immer wieder ein Thema, aber wir können es als Nicht-Schneeflocken ab, oder?

    Sollen doch Tim, alle ich-renne-dem-Zeitgeist-hinterher-Hipster u. ich-habe-Angst-vor-einer-Grippe (früher wars Tripper etc.) weiter mit einem Macbook, nun via Twitch, auftreten. Diese Lappi-Events waren in den letzten 10 Jahren immer die absolut lausigsten Veranstaltungen! Dann lieber blutige Rinderherzen ins Publikum so wie bei Skinny Puppy 2000. Aber ihr kennt des alles net ;) Keine Hämatome, kein nettes Mädel an der Bar, keine alten Festival-Bekannten aus Bayern etc treffen.
    Ich glaube mir gings da echt gut – ohne Ingwertee :)

  16. Profilbild
    mi87

    Ich schätze es schon so ein dass der Autor wirtschaftlich besser oder ähnlich gestellt ist, wie z.B. ein Zahnarzt. Eher selten und ungewöhnlich, dass jemand dann noch nebenbei Artikel schreibt. Das finde ich sehr nett von ihm und auch interessant zu lesen. Ein Peter Maffay oder Helene Fischer verdienen vermutlich deutlich mehr (massentauglichere Musik auch), aber würden auch eher schreiben lassen und möglichst unverbindlich, um nicht irgendwie schlechte Presse zu riskieren. Gravedigger etc. sind dann doch zu unbekannt glaube ich als dass sich normale Medien viel dafür interessieren, die Reichweite von amazona.de doch eher auf Musiker oder sehr Musikinteressierte konzentriert.

    Die einzige Anmerkung die ich hätte, wäre dass es in anderen Berufsfeldern nun auch nicht „leicht“ oder nicht einmal allgemein leichter wäre viel Erfolg zu haben. Es ist mit einem vor allem Angestelltenjob nur einfacher ein durchschnittliches Gehalt zu erreichen und das auch langfristig. Kunst ist eben Luxus und jeder Künstler wie Musiker muss sich einem sehr großem Konkurrenzfeld stellen und „Kunden“ die sehr viel Auswahl haben und schwer zu Stammkunden werden.
    Wenn eine Band eine kritische Masse an Fans erreicht, dann kann sie erfolgreich sein und bleiben. Erreicht sie diese kritische Masse nicht, dann ist das Band „Start-up“ gescheitert wie jedes andere Unternehmen auch, dass zu wenige Kunden hat.

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