Green Box: Casio VL-1 Portable Synthesizer (1981)

15. August 2020

Da Da Da first Synth

Casio VL-1 Portable Synthesizer

Vintage 1981: Casio VL-1 Portable Synthesizer

Der Casio VL-1 war in vielerlei Hinsicht eine Premiere. So handelte es sich bei dem günstigen Minisynthesizer um den ersten in den öffentlichen Verkauf gelangten digitalen Synthesizer der Welt. Auch wenn das Patent für die FM-Synthese kurz vorher an den Konkurrenten Yamaha ging, waren die Ingenieure von Casio die ersten, die mit einem bezahlbaren marktreifen Gerät aufwarteten.

Mit 69,99 $ Verkaufspreis, der zu damaligen Zeiten etwa 150 DM entsprach, startete der Hersteller im Jahre 1979 das Zeitalter der digitalen Synthesizer. Doch nicht nur für die Riesenfirma aus Japan, die bis dato ihr Geld mit Taschenrechnern verdiente, war der VL-1 ein erster Schritt.

Durch den niedrigen Einstiegspreis stellte das Gerät auch für viele Musiker, die zu jener Zeit noch im wahrsten Sinne des Wortes in den Kinderschuhen steckten, den Einstieg in Musikproduktion und Synthese dar. Ich erinnere mich an viele bildhafte Erzählungen von ehemaligen Kollegen, die tagelang ihre Eltern nervten, bis diese endlich nachgaben und mit den Kids in den Elektronikhandel gingen, um einen VL-1 zu besorgen.

Trotz oder vielleicht gerade wegen der Einfachheit der Klangerzeugung und Bedienung des Gerätes fand es auch in professionelle Musikproduktion viel Zuspruch. Zu den berühmtesten Musikern, die den VL-1 verwendeten, zählten unter anderem The Human League, Robbie Williams, Stevie Wonder und die deutsche Popband Trio.

Über seine kurze Lebenszeit wurde der VL-1 auch unter dem Namen Realistic Concermate 200 verkauft.

Hardware des Portable Synthesizers

Im VL-1 sorgt ein so genannter LSI-Chip (NEC D1867G) mit 4 Hz (!!!) Taktrate für die Klangerzeugung. Eine Anekdote aus den Entwicklungsbüros jener Zeit besagt, dass dem Produktmanagement der ursprüngliche Funktionsaufwand zu gering erschien. Um dieses Manko zu kompensieren, fügte man kurzum eine Funktion hinzu, auf deren Gebiet das Team sehr viel Expertise besaß – einen Taschenrechner. 

Ein integrierter Lautsprecher mit zugehöriger Lautstärkekontrolle sorgte für sofortiges Feedback und großartige Spielbarkeit, ganz ohne zusätzliche Geräte. Um die volle Frequenzbandbreite aus dem Gerät zu holen, wurde ein zusätzlicher Stereo-Line-Ausgang via Miniklinke zur Verfügung gestellt. 

Ein Trick ist es, den Speaker mit der Hand zu verdecken und dadurch einen interessant klingenden Filtereffekt zu erzeugen. Dies ist möglich, da sich der Lautsprecher in einer kleinen, an eine Plastikdose erinnernden Resonanzbox, befindet. 

Casio VL-1 Portable Synthesizer

Der Audioausgang war neben dem Anschluss für ein externes Netzteil auch schon das Einzige, das die Rückseite des Gerätes zu bieten hatte. Wirklich rudimentär! 

Wenn das Taschengeld nicht für das zusätzlich erhältliche Netzteil gereicht hatte, konnte das Gerät auch mit Batterien aus dem Schrank der Eltern versorgt werden. Mit 4 AAA-Batterien konnte eine gefühlt unendliche Spielzeit erreicht werden. Ein Feature, von dem so mancher Jugendlicher Handymusiker heute nur träumen kann. 

Auf dem Gerät befindet sich eine 29 Tasten breite Tastatur, aufgebaut aus kleinen Plastiktasten ohne Anschlagdynamik oder Spielgefühl, das an ein Keyboard erinnert. Offensichtlich bedienten sich die Ingenieure hier direkt der Technologie der erfolgreichen Casio Taschenrechner. Neben dem Triggern von Noten wird die Tastatur auch für die Auswahl des Drum-Rhythmus und die Steuerung des Taschenrechners verwendet. Ein Schalter auf der Gehäuseoberfläche ermöglicht es, die Tastatur zu transponieren. 

Komplettiert wird die Benutzeroberfläche mit einem einzeiligen LC-Display, das verschiedene Parameterwerte und die als letztes gespielten Noten anzeigt. Das Display ist sehr anfällig für Fading, also das Verblassen über die Zeit. Durch Drehen und Wackeln der Batterien im Batteriefach ist es möglich, dem Gerät verzerrte Töne zu entlocken und das Display dazu zu bewegen, magische Zeichen anzuzeigen. The ghost in the shell is still alive! 

Als cooles Zubehör gab es eine Ledertasche, die optisch perfekt an den cheesy Look des Gerätes angepasst war. 

Casio VL-1 Portable Synthesizer

 

Alles zusammen ergab eine wirklich verrückt aussehende Komposition, die nur durch das Arrangement der Tasten an einen Synthesizer erinnert. Das auf seine Art einzigartige Design bot übrigens die Inspiration zum OP1 für das Teenage Engineering Team. 

Klangerzeugung des Casio VL-1

Die monophone Klangerzeugung des VL-1 umfasst sechs Klangmodelle. Neben Emulationen klassischer Instrumente wie Piano, Violine, Flöte und Gitarre existiert ein Modus, der Fantasy genannt wurde und wahrscheinlich einen phantastischen Synthsound darstellen sollte. Die Emulationen klingen alle, wie soll es auch anders sein, so gar nicht nach den Instrumenten, die sie imitieren sollten. Die Architektur der Klangerzeugung sorgt auch dafür, dass alle irgendwie ähnlich klingen. Dies liegt an der einfachen Erzeugung der Sounds über einen digitalen Square-Oszillator, eine digitale ADSR und ein Lowpass-Filter. Die Hüllkurve ist linear und klingt deswegen sehr unnatürlich. 

Casio VL-1 Portable Synthesizer

Der Look: ein wenig SH-101-Feeling

Der sechste Modus nennt sich ADSR und ist als einziger mit Parametern ausgestattet, die eine Veränderung des Klanges vom Nutzer ermöglichen. Hier ist es möglich, das Verhalten der Hüllkurve selbst zu bestimmen. Dies gestaltet sich in der Anwendung recht schwierig, da alles über die Tastatur eingegeben werden muss. Gespeichert werden die Daten im Speicher des Taschenrechners. 

Rhythmussektion

Die Rhythmussektion bietet acht vorgefertigte Patterns, die den Rhythmen klassischer Musikstile entsprechen. Ganz wie bei früheren Rhythmusgeräten ist eine Editierung nicht möglich. Lediglich die Geschwindigkeit kann mit zwei Drucktasten verändert werden. 

Geboten werden die Rhythmen March, Waltz, 4-Beat, Swing, Rock-1, Rock-2, Bossanova, Samba, Rhumba und Beguine. Mit einem Schieberegler kann die Lautstärkebalance zwischen Rhythmussektion und Melodiesektion stufenlos verändert werden. 

Die Rhythmen können klanglich als eine Mischung aus Beeps und Noise beschrieben werden und sind nur schwer mit echten Drumsamples vergleichbar. Technisch wurden die Rhythmen mittels drei einfachen analogen Schaltungen verwirklicht. Gerade dies macht aber einen Teil des Charmes des Gerätes aus. Die Sounds und Melodien wurden in etlichen Sample-Paketen gesampelt und haben einen großen Wiedererkennungswert. Wie so vieles am VL-1 sind sie so schlecht, dass sie schon wieder gut sind. 

Der 100 Noten speichernde Sequencer kann mit einer Art Step-Recording programmiert werden und unterstützt eine nachträgliche Variation der Notenlänge durch das Halten der One-Key-Play-Tasten.

Casio VL-1 Portable Synthesizer

Trio: Da Da Da

Die Neue-Deutsche-Welle-Band Trio landete im Jahre 1981 ihren wohl größten Hit „Da Da Da“. Dieser basierte zu einem großen Teil auf den Sounds des VL-1, der im Video zum Song sehr auffällig platziert ist. 

Der Sound des Tracks könnte auch als eine Art früher Chiptune bezeichnet werden, was mit Sicherheit auch am cheesy Sound des VL-1 lag. Die Basis des Songs war nichts weiter als das Preset Rock-1, kombiniert mit dem Piano-Sound. 

Bei genauem Hinsehen fällt auf, dass der Melodieteil des Songs im Video nicht über die Keyboardtasten gespielt, sondern aus dem Sequencer wiedergegeben wird. Damals sollte wohl nichts schiefgehen. 

Fazit

Die Letzten werden die Ersten sein. Wie so oft bei Vintage-Legenden geht es nicht um einen besonders guten, sondern um einen Klang, der besonders schlecht ist. Das wissen wir nicht erst seit dem Roland TB-303, der ja ursprünglich den Bassisten ersetzen sollte.

Vom Look über die Bedienbarkeit bis zum Klang entspricht beim VL-1 nichts einem normalen Synthesizer. Gerade deswegen ist er ein Bestandteil von so mancher Vintage-Synth-Collection und wurde mit unzähligen Plug-ins und Sample-Paketen konserviert für die Gegenwart. Ein wunderbares kleines Easter-Egg für den eingefleischten Fan deutscher Volksmusik ist der Demosong „Es tanzt ein Biba-Butzemann“.

Die wirklich schrägen Sounds haben heute wie damals einen extremen Wiedererkennungswert. Der VL-1 sollte deshalb in keiner guten Sammlung fehlen und wertet auch heute noch viele Produktionen auf.

Klangbeispiele
Forum
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    lightman  AHU

    Schöner Artikel, das weckt Erinnerungen. Da Da Da fand ich damals gut, schon allein wegen der Wirkung des Songs auf meine Umwelt. Die einen mochten ihn, andere nicht, manche brachen gar eine Diskussion von wegen Untergang des Abendlands vom Zaun, allen voran meine damalige Musiklehrerin, für die im Prinzip alles nach 1900 keine ernstzunehmende Musik mehr war.

    Da ich seinerzeit schon eine klapprige Bontempi-Orgel besaß, war mein Interesse am Kauf eines VL-1 eher gering, man hatte aber wegen seiner Verbreitung immer mal wieder Gelegenheit, damit rumzuspielen, in meinem Fall bei einem Mitschüler, der einen VL-1 zu Weihnachten bekommen hatte.

    Der VL-1 stellte zwar nicht meine erste Berührung mit Synthesizern dar (das war der Yamaha CS-5), wohl aber mit dem, was in den kommenden Jahren sowas wie eine Obsession werden sollte: Dem Sequenzer. Ich fand es ungeheuer faszinierend, Klänge zu arrangieren und dann mit diversen Rhythmen unterlegt automatisch ablaufen zu lassen, das war für mich das eigentliche Highlight des VL-1. Da hats bei mir geklickt und ich war angefixt, eine Vision dessen, was musikalisch auf mich wartete.

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    AMAZONA Archiv

    Den VL- 1 muss man einfach gerne haben und das Design macht auch heute noch eine gute Figur.

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    Llisa  

    Die CPU Taktrate ist nicht 4 Hz, die 4 Hz sind die Geschwindigkeit mit der die Tasten gescannt werden.
    Das wäre sonst ein bißchen sehr wenig, würde wenig Sinn machen und wohl nicht funktionieren.
    Aber lästig ist die niedrige Scanrate schon.

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    Analog Twin  

    Hatte sich mein Bruder gekauft und war total faszinierend und spassiger als Heimorgeln; ließ so manches für die Zukunft vage erahnen.
    Mein zur selben Zeit erworbener MS-20 ließ dem Casio allerdings keine Chance zur tieferen Auseinandersetzung.
    Trio habe och damals in einen 100 qm Musikalienfachgeschäft gesehen. Total irre, die Band und vielleicht 25 Zuschauer eingequetscht zwischen Schallplatten, Stereoanlagen, Klavieren und der „LP-Abhörtheke“. Wahnwitzig!

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    camarillo  

    Hab ich damals mit 10l11 von meiner Oma geschenkt bekommen. Ein paar Jahre später passte er dann hervorragend auf das Panel meines Poly-800 und war da Mitte der 80er mein Rhythmusgeber und gelegentlich für Melodien über dem Poly-800 zuständig. Liegt noch immer ständig betriebsbereit auf meinem Schreibtisch ?

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    iggy_pop  AHU

    „[…] meine damalige Musiklehrerin, für die im Prinzip alles nach 1900 keine ernstzunehmende Musik mehr war. […]“

    Erinnert mich an meine zwei Semester Musikwissenschaften in Bochum.

    Wo sind die Deppen, die jetzt nach einem Behringer-Clone brüllen?

    Leute, Ihr enttäuscht mich. Normalerweise kann man doch die Uhr nach Euch stellen.

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        wintegralle  

        Kann man, muss man aber nicht. Liegt meist an der Erziehung bzw Freundeskreis. Oder einfach der Ton macht die Musik. Da Lob ich mir den guten alten vollpfosten,wobei der auch gebührenpflichtig ist. Die behringer Fraktion schläft zudem lange aus, da wir ja die ganze Nacht, Musik sound klangwelten produirren.danke behringer und Co. Somit vergib uns. Wir hoffen auf deinen Segen. Gesegnet sei Jungfrau Maria… Lg und einen schönen Tag.

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        iggy_pop  AHU

        Wenn sie nicht wollen, daß man sie so bezeichnet, dann sollen sie sich halt nicht so verhalten.

        Die Entscheidung steht jedem offen.

        Du darfst mich natürlich gerne „Arschloch“ nennen, wenn Du Dich dabei besser fühlst.

        „[…] Iggy, es wäre schlicht illegal und auch ethisch nicht vertretbar, die Musiklehrerin zu klonen. […]“

        Kommt auf die Musiklehrerin an… ich denke da gerade an meine Mathenachhilfe in den späten 1980ern.

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          wintegralle  

          Da stellt man sich die Frage, was war zuerst, das Ei oder das Huhn. Defenetiv is das Wort depp bezüglich behringer User zuerst gefallen. Ich bin behringer User und fühle mich von dem her angesprochen. Entfernt sogar beleidigt, getadelt und achegal. Was war zuerst da. Wars der, die, das iggy oder Pop…!?.egal das eine, nicht ohne dem anderen,vereint als Symbiose. Hochachtungsvoll, ein stolzer behringer User… PS das Wort, arsch…., kann auch gebührenpflichtig werden. Von dem her, sag ich einfach, sir iggy von und zu pop??lg

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      Erik Steckmann  RED

      Das lohnt sich für Big B nicht. Zu kleine Zielgruppe und zu viel Firmware. Auf PCB Designs gibt es kein Copyright, auf Software schon :D

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      camarillo  

      Iggy, es wäre schlicht illegal und auch ethisch nicht vertretbar, die Musiklehrerin zu klonen. Ich denke, das ist auch allen ggf. hier mitlesenden Deppen klar…

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      wintegralle  

      Auch für Dich ein Entschuldigung. Habe ich zu persönlich gesehen. Das Wort Depp in Bayern ist eigentlich Umgangssprache liebe Grüße aus München

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      SynthNerd  AHU 1

      ach ja, wollte unbedingt nochmal erwähnen, dass ich noch immer einen Odyssey Klon suche, der wie ein originaler Mk1 klingt (muss nicht von Behringer sein, täte dem Preis aber gut) :-)
      Behringers erster Versuch ist in meinen Ohren misslungen :-(

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    index  AHU

    Der Musikant mit Taschenrechner in der Hand…
    …und Trio haben dem Teil so ziemlich alles zu verdanken.
    Ein Gimmick, das jeder damals kannte.

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    costello  RED

    Human League haben von den Presets des Casio VL-1 auf „Dare“ cleveren Gebrauch gemacht. Auf „Open Your Heart“ spielt die Flöte das Hauptthema. Und auf „Get Carter“ ist „Fantasy“ zu hören. Bisschen Hall und Chorus dabei und das Teil klingt amtlich.

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      AMAZONA Archiv

      Yep! Genau so ist es. Wäre daher vorsichtig mit der Behauptung „geht es nicht um einen besonders guten, sondern um einen Klang, der besonders schlecht ist.“, wie der Autor sie hier tätigt. Ob etwas scheiße oder gut klingt, liegt nicht zuletzt daran, wie du es verwendest und wie kreativ du damit umgehst.

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    Holden  

    Konnte damals auch damit spielen. Trio hatte das Ding musikalisch perfekt eingesetzt. Da hat der VL-1 sogar was mit dem CS-80 gemeinsam.

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    Markus Schroeder  RED

    Ich liebe die Emulation des „circuit-bending“ VL-1 Version Calc-U-Synth für Reaktor(-Player) von Icebraker Audio / Heavyocity.

    :)

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    Ragutini

    Ich hatte das Teil sofort nach Erscheinen bestellt und es funktioniert auch heute noch einwandfrei. Den Sequenzer fand ich damals sensationell. Schade nur, dass Rhythmus und Sequenzer nicht synchronisiert wurden, so dass man sehr exakt bei der Aufnahme mit der One Key Play Taste stoppen und später bei der Wiedergabe exakt starten musste, wollte man den Sequenzer in Schleife zum Rhythmus ohne anwachsende Verschiebung laufen lassen.

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    Numitron  AHU

    Hab einen von einer Kollegin vor ca 20 Jahren gekauft. Leider hab ich bei dem Gerät in jugendlichem Leichtsinn die schrauben gelöst und deshalb fehlen mir ein paar der knopfkappen. Gibt es irgendwo Ersatz? Könnte es im Notfall mit einem 3ddrucker machen lassen.

    Die drums gefallen mir noch heute. Hab in einem Song samples davon verwendet.

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    godsdog

    Der kleine Racker war damals (1982) mein erstes Circuit Bending Projekt. Mein jugendlicher Forscherdrang hatte mich dazu bewogen, das Gerät aufzuschrauben und mit kurzen Kabeln auf der Platine Verbindungen zu „patchen“, um zu hören, was die Kiste dann so von sich gab. Das war ein Riesenspaß und ich erinnere mich gerne noch an das Geburtstagsgeschenk meiner Oma zurück :-)

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    chain25  

    Yeah, nach einer Stunde Durchwühlens einiger Kartons in der Kammer habe ich meinen tatsächlich wiedergefunden. Und er funktioniert noch, sogar mit Standard-Pedalnetzteil. Hammer! Da werden Erinnerungen wach.

    Das Gerät wurde übrigens auch als immer wiederkehrendes Thema im OST des gar nicht mal schlechten Films ‚Verschwende Deine Jugend“ eingesetzt, eine nette Huldigung an DAF.

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    Stephan Merk  RED

    Hm, der VL-1 wurde mit AA-Zellen (LR6) betrieben, Triple-A hätten zu wenig Kapazität und ich bin mir nicht mal sicher, ob es die damals schon gab. Bleibt übrigens noch zu ergänzen, dass das Casio PT-1 baugleich war, dafür mit Minitasten und ohne Display. Ich selbst hatte ein PT-30, für das es sogar ein Interface zur Datensicherung gab. Als erstes Keyboard aus der Casio-Tone-Serie gilt das CT-201, vorgestellt 1980 in Europa. Parallelmodell zum VL-1 war übrigens der Taschenrechner VL-80, siehe Kraftwerk.

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      wolftarkin  AHU

      Die AAA wurden laut Eveready Firmenseite 1911 erfunden, spätestens aber von Duracell 1964 auf den Markt gebracht. Aber in den Siebzigern und Achtzigern fällt mir auch kein Gerät ein, was damit lief. Da denk ich immer noch an die dicken Mono und Baby. ;-)
      Das früheste wäre der Walkman mit Mignons.
      https://kurzelinks.de/aaa-wiki

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    wolftarkin  AHU

    Besser den Lautsprecher vor den Mund halten: Instant Talkbox.
    Das sieht dann so ähnlich aus, wie wenn Hendrix mit den Zähnen spielte.
    Ohne das richtige Schlagzeug drüber wär das aber kein Hit geworden. Wär sonst etwas drucklos gewesen.

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    Filterpad  AHU 1

    Vielen Dank das dieser absolute Klassiker, den ich persönlich auch nur von Trios DaDaDa kenne unter die Lupe genommen worden ist.

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    liquid orange  AHU 1

    Super cooler Artikel, besten Dank. Der Hammer finde ich diese Aussage:
    „Durch Drehen und Wackeln der Batterien im Batteriefach ist es möglich, dem Gerät verzerrte Töne zu entlocken […]“
    Na das ist doch definitiv ein vermutlich ausgestorbener Modulationseffekt :-)

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    efsieben  

    Wieder ein sehr schöner Artikel und Rückblick!
    Ja das waren noch Sounds, lach. habe das teil besessen und oftmals als Gag mit eingesetzt.Über den Lautsprecher konnte mann übrigens tolle Effekte erzielen. Wahwah ähnliches oder in eine Blechdose
    abgestrahlt und übers Mikro in den Verstärker. Leider ist keine der damals entstandenen
    Aufnahmen noch vorhanden.

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