Praxis-Report: Novation Summit, Bi-Timbral Synthesizer

15. Januar 2020

Der Summit im finalen Praxistest

Wer glaubte, mit dem Peak, der durchgängig sehr positiv aufgenommen wurde, sei bei Novation der Gipfel der Synthesizer-Entwicklung erreicht, wurde im Jahr 2019 eines Besseren belehrt. Das neue Spitzenmodell, der „Bi-Timbral Polyphonic Synthesiser“ Summit liefert nicht nur die vermisste Tastatur nach und bringt bisher im Menü versteckte Einstellmöglichkeiten aufs Panel, er ist auch quasi ein „Twin Peaks“, da er die gesamte Syntheseeinheit seines Vorgängers verdoppelt. So können entweder zwei Patches separat ausgegeben, gelayert, gesplittet oder aber im Single-Mode zu einem bis zu 16-stimmigen Patch zusammengeschaltet werden.

Peter Grandl hatte bereits im Mai die Gelegenheit, einen Prototyp des Summit im englischen Focusrite/Novation-Headquarter zu begutachten und seine Eindrücke in einem ersten Test zusammenzufassen.
Nun erhielt ich kurz vor Weihnachten ein Seriengerät (begutachtet wurde die aktuelle Firmware-Version 104.618) und will mich auf ein zweites Gipfeltreffen einlassen. Das Ziel dabei ist nicht nur, die lange Feature-Liste des Instruments nachzuerzählen (diesbezüglich wurde im Netz ja schon viel geschrieben), sondern vor allem zu überprüfen, wie gut ich mit dem Synthesizer an meine klanglichen Ziele komme.
Mal schauen, ob bei diesem Summit mehr herauskommt als bei dem in Madrid …

Erste Eindrücke mit dem Summit

Der Summit kommt nicht klimaneutral, aber sicher verpackt in Karton, Schaumstoff und Plastikfolie bei mir in München an. Mit seinem 5-Oktaven-Keyboard und den beiden Handrädern ist er ein ausgewachsener Synthesizer von fast 1 m Breite, wirkt aber mit Metallgehäuse und Holzseitenteilen elegant und definitiv sehr gut verarbeitet. Das Gewicht ist mit knapp 12 kg noch sehr transportfreundlich.

Novation Summit im Praxistest

Was schon mal erfreut: Die volle Breite des Gerätes wird für Bedienelemente genutzt. Ganze 60 Regler und 65 Schalter befinden sich neben einem gut ablesbaren OLED-Display auf der Oberseite und laden dazu ein, Klänge zu formen und zu verbiegen.

Bereits am Peak, den ich vor ca. einem Jahr kurzzeitig unter die Fingern bekam, hatte ich viel Spaß an der spontanen Klanggestaltung. Auf dem Summit sind mit den Bedienelementen für die komplette Arpeggiator-Sektion, für die Frequenzmodulation zwischen allen drei Oszillatoren sowie für die stimmenunabhängigen LFOs 3 und 4 noch mehr Parameter im direkten Zugriff.
Nur für Grundeinstellungen, spezielle Aufgaben wie Drift, die neuen Dual-Filter-Modi und für die Modulationsmatrix muss man hier noch ins Menü abtauchen. Dieses ist aber wie schon beim Peak mit drei Wahlschaltern, Page-Tasten und Encoder (alternativ: Value-Tastern) wirklich einfach und flott zu bedienen.

Eine gedruckte Bedienungsanleitung liegt leider nicht mit im Karton, dafür gibt es ein ausführliches und gut geschriebenes PDF (sogar mit einsteigerfreundlichen Erklärungen zur Analogsynthese) zum Download im Support-Bereich der Novation-Website. Dieses elektronische Ausgabe ist allerdings derzeit nur in Englisch verfügbar.

Der Summit steht nicht auf den üblichen Gummifüßen (die bei meinem Virus TI irgendwann einmal altersbedingt am Tisch kleben geblieben und dann abgegangen sind), sondern auf einer rundum durchgängigen Gummileiste in Novation-Blau. Diese Lösung ist stabil und steckt auch kleinere Unebenheiten locker weg. Das Keyboard verfügt über Aftertouch und lässt sich gut spielen.

Novation Summit - Power

Das Netzteil ist beim Summit integriert

Probespielen des Novation Summit Synthesizers

Dann also Kaltgerätestecker und Kopfhörer hinten rein und schon kann es losgehen. Ich höre erst mal ein paar Presets durch. Hier zeigt sich gleich die Vielfalt dessen, was Novation mit seinen digitalen „Oxford Oszillatoren“ und der umfangreichen Synthesearchitektur zu leisten vermag. Filigrane Ambient-Pads und Soundscapes auf Wavetable-Basis beeindrucken mich hier am meisten. Aber auch mit etlichen analogen Klassikern in der Preset-Liste will Novation wohl die letzten Zweifel am digitalen Herz seines neuen Synthesizers zerstreuen. Die Sounds klingen tatsächlich nicht nur sauber und klar, sondern auch rund, warm und gut einsetzbar.

Hier ein paar Beispiel-Presets aus der Single-Kategorie kurz angespielt.

Für Spielfreude sorgt der Arpeggiator, der alles bietet, was man so von ihm erwartet.
Eine Besonderheit bei Novation sind die auch im Peak und in der BassStation 2 enthaltenen 33 Rhythmen, zum Teil mit dynamischen Velocity-Stufen, die zusätzlich Inspiration beim automatisierten Spiel verschaffen. Sehr schön!
Mit Hilfe von etwas LFO-Modulation habe ich hier im Nu ein lebendiges Percussion-Pattern erstellt, das ergänzt durch eine Kick aus der DAW und durch einen Bass und ein Pad aus dem Summit als kleine Track-Idee auf meiner Festplatte landet.

Gestört haben mich in der Arp-Sektion nur zwei Kleinigkeiten: Zum einen fehlt mir ab und zu doch ein Tap-Tempo-Taster – gerade auch für einen Band-Keyboarder wäre das ein wichtiges Werkzeug. Zum anderen bricht das Arpeggio bei Deaktivierung des „Key Latch“ Schalters ab, selbst wenn man auf dem Keyboard noch Tasten hält. Da hoffen wir mal auf ein Firmware-Update …

Ein Sequencer ist leider auch beim Summit nicht an Bord. Für einen DAW-Nutzer ist ein solcher ja einigermaßen verzichtbar, insbesondere wenn man die Sequenzen erst Schritt für Schritt einprogrammieren müsste. Hersteller wie Korg haben aber bei Minilogue & Co gezeigt, was für ein kreatives Werkzeug ein Hardware-Sequencer mit Echtzeit-Funktionen und direktem Zugriff auf die Syntheseparameter sein kann – nicht nur im Live-Kontext.

Wenn wir schon mal bei der Kritik sind: Das Scrollen durch die Presets ist leider inkonsistent: Ist eine Sound-Kategorie wie Arp, Bass etc. ausgewählt, scrollt man nur innerhalb der aktuellen Bank, bei „Category=all“ geht es über alle Bänke hinweg. Wenn überhaupt, hätte es andersrum mehr Sinn ergeben, dann wäre beispielsweise meine Suche nach Drumsounds in Bank C nicht schon nach zwei Treffern vorbei gewesen. Auch hier könnte man aber mit einem Firmware-Update sicher noch Abhilfe schaffen.

Der Multimode auf dem Prüfstand

Während die Single-Sounds also zu gefallen wissen, werde ich mit dem Multi-Mode zunächst nicht so ganz warm. Von der Bedienung ist dieser zwar kongenial umgesetzt, da man jeden der beiden Sounds über die Taster „A“ und „B“ gezielt anwählen und mit den gewohnten Bedienelementen bearbeiten kann (abgesehen vom Menü geht dies durch gleichzeitigen Druck auf „A“ und „B“ auch für beide Sounds gemeinsam). Dabei leuchten die Handräder und linksseitig platzierten Buttons jeweils in der zugehörigen Farbe, so dass nie der Überblick darüber verloren geht, an welchem Sound man gerade schraubt.

Novation Summit - Multimode

Bei Auswahl von Patch A leuchten die Handräder blau, bei Patch B orange und bei beiden Patches weiß

Allerdings sind die Layer-Sounds recht komplex und fügen sich meiner Meinung nach schwer in einen Mix ein, wenn man nicht gerade Ambient-Musik macht. Und bei den Split-Sounds kommen bei mir leichte Alleinunterhalter-Assoziationen auf. Aber vielleicht bin ich hier einfach nicht die Zielgruppe, denn für den Live-Keyboarder ist die Möglichkeit, mit jeder Hand einen anderen Sound auf der Tastatur zu spielen, sicher nicht zu unterschätzen.

Außerdem gibt es dann noch den Dual-Mode, der auch im Studio sinnvoll sein kann, wenn man den Summit als bi-timbralen MIDI-Expander mit zweimal acht Stimmen nutzen will. Prima, dass dafür auch ein alternatives Ausgangspaar zur Verfügung steht, auf das man den jeweils zweiten Sound routen und separat aufnehmen kann.

Hier ein paar Beispiel-Presets aus der Multi-Kategorie (ein Split, drei Layer-Sounds)

Bedienung und Praxis 

Das Schrauben am Summit macht wirklich Spaß, denn es geht schnell von der Hand und bietet sehr viele Optionen.

Die drei Oszillatoren können alle Standard-Schwingungsformen einschließlich Sinus erzeugen. Wählt man „Wave=more“, so springt das Menü direkt auf die entsprechende Oszillator-Seite, auf der man einen von 60 Wavetables auswählen kann. Das ist schon mal komfortabel gelöst.
Alle Schwingungsformen, also nicht nur das Rechteck, können per Shape-Regler verbogen werden, wobei die Veränderung nicht nur manuell, sondern auch Hüllkurven- und/oder LFO-moduliert erfolgen kann. Diese Modulationen sind direkt übers Panel einstellbar, so wie auch die für die FM-Intensitäten.

Einen Oscillator-Sync-Button sucht man indessen vergeblich. Diese Option wird nämlich wie schon beim Peak durch den Parameter „Vsync“ (für „Virtual Sync“) gelöst, der die klangliche Veränderung einer Schwingungsform durch den erzwungenen Reset simuliert ohne dass ein zweiter „realer“ Oszillator dafür verwendet wird. Man muss zwar ins Menü gehen, um „Vsync“ einzustellen, was leider auch nur in groben Stufen möglich ist. Allerdings liefert eine Modulation des Parameters z. B. per LFO durchaus überzeugende Ergebnisse, bei denen auch keine Steps mehr hörbar sind.
Im Beispiel hört man eine „Vsync“-Modulation per LFO im viertaktigen Wechsel mit einer Pitch-Modulation des synchronisierenden Oszillators ebenfalls per LFO am Moog Subsequent37 zum Vergleich.

Novation Summit - Filter

Die Filter-Sektion des Summit

Das analoge Filter im Summit

Das analoge Filter ist in den Modi Lowpass, Highpass und Bandpass aus zwei kaskadierten Filtern zusammengesetzt, um die 24 dB/Oktave Flankensteilheit zu erzeugen. Bei den zusätzlich verfügbaren dualen Filterverschaltungen wie Lowpass vor Highpass (die umgekehrte Variante gibt es übrigens nicht) stehen daher nur jeweils 12 dB/Oktave zur Verfügung. Kreischende MS-20-Sounds wollten mir damit auch nicht so recht gelingen. Ansonsten ergeben sich durch die dualen Filter-Varianten (die dem Peak übrigens auch nach dem 1.2er Update vorenthalten bleiben) aber natürlich eine Menge Möglichkeiten. So kann man z. B. ein Pad wunderbar nach „oben“ verschwinden lassen, anstatt nur das Filter zu öffnen. Der Versatz zwischen den beiden Cutoffs wird im Voice-Filter-Menü eingestellt und lässt sich ebenfalls ohne hörbare Stufen modulieren.

Novation Summit - Menu

Die Auswahl der Dual-Filter-Varianten erfolgt im Menü

Alle Filtervarianten klingen smooth und rund und lassen sich mit Filter-Overdrive und der nachgelagerten ebenfalls echt-analogen Distortion auch in rauere Gefilde führen, ohne dass allerdings ganz die Brachialität erreicht wird, die z. B. mit der BassStation 2 möglich ist.
Dies gilt auch, wenn man dem Sound mittels „Diverge“ (unterschiedliche Stimmung der Oszillatoren) und „Drift“ (Stimm-Instabilität) pseudo-analoge Ungenauigkeiten beigebracht hat.

Zum „Anfetten“ gibt es ansonsten noch ein bis zu 8-faches Unisono mit Detune- und Spread-Parameter für Variabilität in Pitch und Stereopanorama.
Hier hören wir einen Brass-Sound, bei dem in jedem Durchgang die Zahl der Unisono-Stimmen erhöht wird.

LFOs und Hüllkurven

Eine große Freude sind die vier weit in den Audiobereich reichenden LFOs (mit Fade-in) und die drei (!) loopbaren Hüllkurven. Mod-Envelope 2 und 3 teilen sich dabei ein Faderset auf dem Panel.

Pitch- und FM-Modulation (mit ModEnv2 und LFO2), Shape-Modulation (mit ModEnv1 und LFO1) sowie Filter-Modulation (mit AmpEnv, ModEnv1 und LFO1) verfügen über dedizierte Regler und sind somit sofort im Zugriff. Die globalen LFOs 3 und 4 weist man in der 16 Slots umfassenden Mod-Matrix per Menü zu.
Und wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat, dass die Mod-Envelopes unter der Amp-Envelope angeordnet sind anstatt wie meist andersrum, kann man mit den zugehörigen Schiebereglern den Sound schnell und mit sehr gutem visuellen Feedback formen.

Novation Summit - Effects

Die Effekt-Sektion des Summit

Die digitalen Effekte Chorus, Delay und Reverb verfügen ebenfalls über dedizierte Regler und einen Effect-Bypass-Schalter, der eine gute Hilfe ist, wenn man mal nicht mehr weiß, wo das Release aufhört und der Hall anfängt.
An dem vielfach gepriesenen Reverb hat mich zuerst das recht starke Detuning beim Umschalten der Size irritiert und ich würde ihm meine Reverb-Plugins definitiv vorziehen. Aber tatsächlich ist es vorgekommen, dass ich den Hall des Öfteren doch gleich mit aufgenommen habe und bereut habe ich es nicht. Das ist auch gut so, denn über die vier speziell für die Effekte vorgesehenen Modulations-Slots lassen sich Reverb und Delay kreativ in die Klanggestaltung mit einbeziehen.
Hier ein experimenteller Patch, bei dem neben diversen Parametern auch die kurze Delay-Zeit moduliert wird, wobei auch Karplus-Strong-ähnliche Klänge entstehen. 

Neben Pitchbend- und Modulationsrad gibt es noch zwei so genannte „Animate“-Tasten, über die während des Spiels kleine Soundvariationen abrufbar sind, so wie ich das noch von meinem Ensoniq ASR-10 kenne. Im Prinzip handelt es sich um On-/Off-Modulatoren, die über die Mod-Matrix programmierbar sind.

Novation Summit - Back

Rückseite des Summit mit Stereo-Ausgängen und -Eingang, Pedal-, CV- und MIDI-Anschlüssen

Der Summit kann CV-Signale verarbeiten, was ich allerdings ebenso wenig ausprobiert habe wie das Durchschleifen externer Audiosignale durch das Filter oder die Effekte.

Ein USB-Anschluss sorgt alternativ zum MIDI-Trio für die Einbindung in die DAW.
In der Firmware-Version 088.618, die ursprünglich auf meinem Gerät installiert war, brachte ein zwischenzeitliches Abziehen des Kabels den Output von Controller-Daten zum Erliegen. Mit der aktuellen Version 104.618 hat sich dieses Problem zum Glück erledigt.

Die Firmware wird übrigens über „Novation Components“ installiert, eine Software, die auch im Webbrowser läuft – allerdings nicht unter Safari. Mit Googles Chrome ging es dann reibungslos und schnell. Components bietet außerdem die Möglichkeit, Soundbänke zu verwalten und Bänke zum Teil namhafter Sounddesigner und Artists zu installieren – und zwar kostenlos und sogar ohne Registrierung.

Die MIDI-Implementierung ist gut gelöst: Regler, die fürs Schrauben in Echtzeit relevant sind, werden als MIDI-CC-Daten (teilweise auch gepairt) übertragen und lassen sich so in allen gängigen DAWs aufzeichnen und bearbeiten. Da die 127 Standard-MIDI-Controller natürlich nicht ausreichen, um alle Parameter eines Summit-Sounds abzudecken, kommen für eher statische Einstellungen NRPNs zum Einsatz. Betroffen sind hier z. B. Schwingungsform, Filter-Shape, ein Teil der Effektparameter und die Mod-Matrix. Im Multi-Mode kann jeder der beiden Sounds auf einem eigenen MIDI-Channel senden und empfangen.
Fehlt eigentlich nur noch ein VST-Editor mit visueller Reglerdarstellung, dann wäre das Glück perfekt.  

Der Klang des Summit

Kein Zweifel, der Summit ist mit seinen „Oxford Oscillators“, den analogen Komponenten Filter, Distortion sowie den Effekten und Modulationsmöglichkeiten ein vielseitiges Werkzeug, mit dem sich die unterschiedlichsten Klangvorstellungen realisieren lassen.
Die Aussage „Analogue where it matters“, mit der Novation auf seiner Website für den Summit wirbt, scheint mir dennoch fragwürdig, denn sicher ist der Filter das wichtigste klangformende Element eines Synthesizers, das Herz der Klangerzeugung sind aber immer noch die Oszillatoren. Und die sind hier zwar sehr vielseitig ausgelegt, aufgrund des immensen Oversamplings praktisch frei von Aliasing, aber eben nicht analog.

Novation Summit - Oscillators

Die NCOs (Numerically Controlled Oscillators) des Summit laufen mit 24 MHz und sind damit praktisch frei von Aliasing

Um zu prüfen, wie sehr dieses Vorurteil tatsächlich klanglich relevant ist, habe ich zwei kleine Versuchsreihen gemacht.

Zunächst ein simpler Bass, bestehend aus einem Sägezahn im 8’- und einer Dreieckchwingunge im 16’-Register bei geschlossenem Filter in 24 dB/Oktave und voller ENV2-Modulation.
Mit etwas Drift und Diverge abgeschmeckt spielt zunächst der Summit vier Takte, gefolgt von meinem Moog Subsequent37. Danach derselbe Take vom Summit gegen vier Takte u-he Diva in der Minimoog-Konfiguration und anschließend gegen Diva in der Juno-Konfiguration.

Der Test ist definitiv etwas für feine Ohren, denn der Summit klingt gut und die Unterschiede sind gering. Der Moog tritt aber doch etwas gewichtiger auf, wirkt eine Spur plastischer und präsenter, ja scheint fast ein bisschen angezerrt, obwohl sowohl Filter-Feedback als auch Multidrive auf 0 stehen. Die Analog-Emulation von u-he Diva kommt trotz geringerer Präsenz dem Moog-Sound näher als der Summit, was dafür spricht, dass es hier nicht nur um „den“ Analog-Sound, sondern auch um unterschiedliche Klangideale geht. In der Juno-Konfiguration ist die Diva dem Summit recht ähnlich, auch wenn das Regelverhalten im Beispiel etwas abweicht, da man die Einstellungen der Hüllkurven nicht 1:1 von einem Synthesizer auf einen anderen übertragen kann.
So könnte man sagen, dass der Novation-Sound dem Roland-Sound definitiv näher ist als einem Moog.

In einem zweiten Test hören wir uns daher ein simples Sägezahn-Pad mit nur einem Oszillator an, das Filter bleibt hier mal unmoduliert und zu ca. 2/3 geöffnet.
Im Vergleich dazu scheint das auf meinem Roland Alpha-Juno nachgebaute Pad ein bisschen lyrischer zu klingen – mit etwas mehr Schwebungen, aber auch etwas weniger Präzision. Obwohl der Alpha Juno DCOs (also digital gesteuerte analoge Oszillatoren) hat, erreichen diese doch noch ein bisschen mehr Lebendigkeit.
Spaßeshalber habe ich im zweiten Durchlauf noch den Chorus hinzugeschaltet – ohne mich detailliert in dessen Einstellungen zu vertiefen. Obwohl die Effekte des Summit toll sind, sagt mir der berühmte Juno-Chorus mehr zu.

Bei all den Analog-Vergleichen sollte aber nicht vergessen werden, dass der Summit mit FM und Wavetables bereits Oszillator-seitig mehr Optionen bietet als die für den Vergleich herangezogenen Synthesizer. Sieht man ihn zum Beispiel vorrangig als Wavetable-Synthesizer, würde sich eher ein Vergleich mit Geräten anbieten, die in der Regel deutlich digitaler und kühler klingen. Und hier ist das Fazit, dass sich der Summit als Allounder hervorragend schlägt – auch in analogen Gefilden.

Hier noch mal der Bass-Sound aus dem ersten Vergleich gegen den gleichen Sound vom Arturia Pigments (mit „Moog“-Filter)

Klang ist subjektiv und irgendwie auch abhängig von der Tagesform. Ich würde zwar nicht so weit gehen zu sagen, dass der Summit wie ein voll-analoger Synthesizer klingt, zumal die kleinen Unterschiede in den Beispielen sich mit zunehmender Komplexität der Patches auch summieren können. Setzt man die akustische Lupe aber wieder ab, muss man schon konstatierten, dass der Summit bei Analogsounds eine gute Figur macht. Wer das letzte Quäntchen Authentizität sucht, kann die Wärme und Fatness eines Moog damit zwar ebenso wenig ersetzen wie den HiFi-Sound eines analogen Dave Smith oder das Kühl-Nasale eines Minilogue. In seinem angestammten, in die Roland-Richtung gehenden Klangideal, das mir in seiner Ausgewogenheit und Mixfreundlichkeit sehr sympathisch ist, kommt er aber organischer und ausgewogener rüber als ein Roland System-8 oder ein Behringer DeepMind und besticht dabei noch durch seine große Vielseitigkeit.

Fazit

Für wen eignet sich der Summit denn nun?

Für anspruchsvolle Live-Keyboarder ist er ein toller Allrounder, denn er ist klanglich ungeheuer vielseitig und wandelbar. Auf das letzte Quäntchen Analog-Feeling kommt es hier in der Regel nicht so sehr an wie darauf, alle klangformenden Parameter im schnellen Zugriff zu haben (was bei der Vielfalt der gebotenen Synthesemöglichkeiten alles andere als selbstverständlich ist).

Im Studio liefert er ebenfalls viel, mit seiner bezogen auf den Peak doppelten Engine vielleicht sogar mehr als man braucht, zumindest wenn man wie ich jeden Part normalerweise gleich in Audio aufnimmt. Hier wäre allerdings noch ein Editor wünschenswert, der nicht im Browser läuft, sondern idealerweise als VST-Plugin und der mehr bietet als reine Soundverwaltung.

Die größte Zuneigung werden dem Summit aber sicher die Synthesizer-Enthusiasten und Klangtüftler entgegenbringen, denn die können mit ihm ganz tief eintauchen und ihre Vorstellungen intuitiv an einem einzigen Hardware-Gerät realisieren.

Klanglich lässt der Summit in den meisten Fällen keine Wünsche offen. Für Techno-Stile, in denen die Transistoren glühen und die Oszillatoren die Crowd an die Wand drücken müssen, mag es bessere Geräte geben. Ansonsten kann man mit dem Summit tatsächlich alles machen, wofür ein Synthesizer benötigt wird und das auf eine Art und Weise, die intuitiv ist und Spaß macht.

Plus

  • vielfältige Synthesemöglichkeiten
  • hervorragende Bedienbarkeit
  • guter Sound - auch in analogen Gefilden
  • bi-timbral nutzbar mit Einzelausgängen

Minus

  • kein Sequencer
  • kein Tap-Tempo
  • kein Editor verfügbar

Preis

  • 2.099,- Euro
Klangbeispiele
Forum
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    Tyrell  RED 11

    Heute darf ich gleich einen zweiten Neuzugang unter unseren Autoren begrüßen :-). Vielen Dank Michael für diesen tollen Test. Bin schon gespannt auf weitere Artikel aus Deiner Feder :-)

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    Joerg  

    Gut gemacht ! Glückwunsch zum ersten Testbeitrag :-)

    Ein Synthi klingt gut, weil er gut klingt und nicht, weil er wie A(nalog) oder D(igital) klingt (was man auch auf jedes Musikinstrument übertragen kann)
    Alles subjektiv
    Ich finde meinen Peak klasse.
    Und wenn er gewisse Dinge nicht oder nicht so richtig kann dann liegt das an mir, dafür eine eventuelle Lösung zu finden.
    Bei der Lösung meines Platzproblems kann mir der Summit leider nicht helfen, denn er passt nicht mehr rein. Wenn er aber genauso gut wie der Peak ist, dann wird er sich wie ein Eisbrecher durchs Packeis durch die aktuelle Synthesizer-Welt brechen.

    „…ausgewogener und organischer als System-8..“
    Hut ab, da hast Du den Nagel auf den Kopf getroffen !
    Habe Peak und System-8 hier rum stehen und hätte es mit Worten nicht besser beschreiben können. Wo der Peak Leben rein bringt, haut das (der ?) System-8 furzknochentrocken dazwischen….so würd ich dat sagen ;-)

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    paulilein  

    Im Test wurden Wavetables erwähnt. Wieviele Schwingungsformen hat hier ein Wavetable oder sind die hier beschriebenen Wavetables wieder nur simple Wellenformen und ein Wavescanning gibts gar nicht?

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    Filterpad  AHU

    Laut den Soundbeispielen zu urteilen, würde ich den Klang als „virtuell-analog“ beschreiben: Leicht digital und etwas „druckneutral“. Dafür ein Genuss in Sachen Flächen, Leads und Atmos/Soundscapes etc. Die vielen Regler verteilt auf der Oberfläche lassen jedes Schrauberherz höher schlagen und eines darf man nicht vergessen: „Verwindungssteif“ (Zitat: Bernd Kistenmacher ;).

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    BlackSun

    Der Artikel liest sich super und ich empfand ihn als informativ und unterhaltsam.
    Danke Michael für Deine Mühe und ich freue mich auf zukünftige Artikel von Dir!

    Eine Frage in eigener Sache an Euch erfahrenen Synthi-Experten:
    (Prolog Anfang) Ich spiele bisher nur Klavier, doch das Thema Synthese und Sounddesign finde ich seit langem schlichtweg faszinierend. Ich überlege mir einen Synthi zuzulegen. Der Summit verleitet mich zu diesem frevelhaften Verhalten und ich überlege ernsthaft… Doch traue ich mich bisher nicht in diese Welt einzutauchen. Wahrscheinlich weil ich mich sorge abzusaufen bzw. nie wieder aufzutauchen. (Prolog Ende)

    (Kernfrage) Würdet ihr, wenn ihr noch einmal jung wärt, mit dem Novation Summit als Hauptinstrument „beginnen“, sich mit der Synthese vertraut zu machen? (Am Geld scheitert es nicht.) Wäre es schade um das Gerät, einen Anfänger, wie mich, an „der Gerät“ zu lassen?

    Ich danke Euch vorab für die Mühe zu antworten!
    LG Mario

    PS: Durch Amazona konnte ich bereits sooo viel lernen!
    Daher, fühlt Euch gehypt und verehrt! Ihr verdient es, weil ihr geil seid! ^^

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      TobyB  RED

      Hallo BlackSun,

      ich würde mit einem einfachen Synth anfangen und die Basic erlernen, wenn die sitzen, kann es komplexer werden. Wenn du mit einem komplexen Synth anfängst, kann es dir passieren, das du relativ schnell frustiert den Synth in die Ecke stellst. Begleitend empfehle ich gute Bücher zum Thema. Z.B Synthesizer. So funktioniert elektronische Klangerzeugung von Florian Anwander. Die Prinzipien sind sind relativ einfach zu lernen, helfen dir aber das Maximum und das gewünschte Ergebnis am Summit zu erzielen. VLG ToB

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        BlackSun

        Hallo TobyB,
        danke für deine Ratschläge!
        Welchen „einfachen Synth“ würdest du in die Waagschale werfen, für einen Anfänger?

        Ich liebe das Buch von Florian Anwander über „Synthesizer“ (8. Auflage) und daher finde ich deine Literaturempfehlung einfach perfekt. Danke! Um ehrlich zu sein: Ich besitze das Buch seit mehreren Jahren und las es bisher nur einmal durch. Das größte Problem war bisher, dass ich es nur (!) las und es nicht wirklich durcharbeitete. In meiner Ausbildung, zum Mixing-Engineer, durfte ich mit einem Moog Sub-37 arbeiten, doch wegen den strammen Deadlines blieb mir nicht viel übrig, als den Moog als Presetschleuder zu missbrauchen. …Ich wache immer noch nachts schweißgebadet auf. Mögen mir die musikalischen Götter verzeihen…

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          TobyB  RED

          Hallo BlackSun,

          auch auf die Gefahr hin das die Gemeinde gleich wieder abgehen wird, Roland Gaia SH 01 o.ä. . Hat eine fast lineare Bedienstruktur. Und reisst kein Loch in die Börse. Wenn du die Prinzipien der Klangerzeugung verinnerlicht hast, ist der Einstieg beim Summit wesentlich leichter. Ich finds nicht schlimm den Moog Sub-37 als Presetschleuder zu benutzen, Deadlines sind nun mal einzuhalten. Ich würde eher wegen der Deadline schweissgebadet aufwachen ;-)

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            Coin  AHU

            Hallo BlackSun. Nem Einsteiger ein Schlachtschiff wie den Summit empfehlen ?
            Das nennt man mit Kanonen auf Spatzen schießen.
            Einen Fahranfänger setzt man auch nicht hinters Lenkrad eines Lamborghini.
            Das geht in den meisten Fällen nicht gut.
            Weisst Du denn was additive- und subtraktive Synthese ist ?
            Oder was ein Oszillator macht ?
            Hör auf Toby und erlerne erstmal die Basics.
            Roland Gaia ist schonmal nicht schlecht.
            Ich werf mal noch ein Clavia Nord Rack 2 in den Raum. Oder was aus der Arturia Brute Familie.
            Oder einen Access Virus A, B. oder C, je nach Budget.
            Auch ein kleiner Moog ist nicht verkehrt zum lernen.
            Mit nem Korg Minilogue machst Du auch nichts falsch.
            Der ist zumindest schon mal Polyphon.
            Letzten Endes ist das keine Frage des Geldes,
            sondern des Auffassungsvermögens
            und Deiner Phantasie sowie Deiner Kreativität.
            Viel Erfolg und Spass beim schrauben.

            • Profilbild
              Coin  AHU

              PS: Meine Erfahrung. Ich hatte mal einen Kumpel, ein „Geschäftsmann“, der sich auch alles leisten kann.
              Er wollte Musik machen. Wie seine Star-Vorbilder.
              Wollte Musikproduzent sein, mit eigenem Studio.
              Weil das cool ist.
              Er hat sich dann die 15 besten Synths gekauft,
              die ihm empfohlen wurden. Und noch 5 Drumcomputer/Grooveboxen. Er hat auch die Handbücher gelesen und konnte die Geräte bedienen. Hatte aber ansonsten
              kein musikalisches Verständis. Er wollte einfach sein, wie Star X und Y und hat diverse Tracks nachkomponiert.
              Die Maschinen standen 2 – 3 Jahre in seiner Bude.
              Wir haben auch zusammen Musik gemacht. (Ich mit meinem Notebook) Am Ende hat er alles wieder verkauft, weil er einfach keinen Spaß hatte, ein kreatives Verständnis gefehlt hat und der Welterfolg aus blieb.
              Und soll ich Dir was sagen.
              Ich habe mit meinem Notebook
              in einem Jahr mehr selbständige Songs produziert und eine Kreativität an den Tag gelegt, als er in seinem ganzen Leben nicht zu träumen im Stande ist.
              Ich verurteile solche Leute nicht.
              Geld macht einen Menschen nicht besser.
              Ich versuche zu helfen, wo ich kann.
              Und wenn es heisst,
              die Wahrheit ins Gesicht zu sagen,
              wenn es angebracht ist, dann tue ich das.
              Auch wenn das nicht das ist, was der Gegenüber hören will. Kreativität lässt sich nicht kaufen.

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      Michael Schill  RED

      Für einen ambitionierten Anfänger, der sich wirklich mit der Materie beschäftigen will, eignet sich der Summit m.E. schon, da er so zugänglich ist. Oder auch der Peak, falls man auf ein Keyboard verzichten kann bzw. will…
      Ansonsten gibt es natürlich günstigere Modelle, die auch alle Basics bieten, wie z.B. Korg Minilogue bzw. monophone Modelle (mit denen man also keine Akkorde spielen kann, sondern nur Melodie-Linien), wie z.B. Novation Bass Station.

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      Filterpad  AHU

      Dito! Meiner Meinung nach eignen sich alle Synthesizer außer (große) Modularsysteme als Einsteiger. Meiner war (und ich war ebenso Neuling) ein Roland JP8000 und das habe ich nie bereut (ähnlich wie der Summit von der Bedienung). Von diesen Tischhupen unter 600€ (bzgl. Tastensynthesizer) würde ich komplett die Finger von lassen. ist einfach nur billig. Daher eignet sich der Summit ideal als Einsteiger denn, man kann nichts falsch machen (also die Regler falsch bedienen), nur der erstellte klang ist dann Geschmackssache. Als Orientierungshilfe gibt es schließlich die Presets. Und davon hat der Summit so einige. ^^

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        Joerg  

        Stimm ich zu
        Beim SUMMIT hätte er sozusagen alles vor sich liegen.
        Und mit etwas Unvorgenommenheit und „Unwissenheit“ an die Sache heran zu gehen bringt manchmal auch erfreuliche Überraschungen mit sich.

        Aber mit einem Quantum würde ich als Einsteiger auch nicht einsteigen in die Materie ;-)

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        BlackSun

        Hallo Filterpad,
        danke für dein Feedback. Du sprichst mir (zu großen Teilen) aus der Seele.
        Deine Anmerkung, dass ich am Summit nichts falsch machen kann, war für mich super hilfreich. Darüber hatte ich noch nie nachgedacht und das werte ich als großen Pluspunkt für den Summit.

        Ich bin gerne bereit ein Goldsäckchen dem jeweiligen Einzelhändler vorbeizubringen, wenn mich das Produkt, am Ende des Tages, verzaubert.

        Bezüglich der Presets: (Anfängerfrage) Ist es (relativ) leicht verständlich, die Presets zu verstehen bzw. diese zu analysieren, um nachhaltig sein Wissen zu vertiefen?

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      justme  

      „Wäre es schade um das Gerät, einen Anfänger, wie mich, an „der Gerät“ zu lassen?“
      Auf gar keinen Fall !!! Und je mehr Du erst dazulernen musst, desto mehr wird er Dir
      auch Spaß machen !
      Trotzdem dürfen bei Deiner Frage Dave Smith´s OB-6 und vielleicht sogar eher noch Prophet 6 keinesfalls als Alternativen für fantastische Synthesizer mit toller und schlüssiger Bedienoberfläche unerwähnt bleiben…

      • Profilbild
        BlackSun

        Hallo justme, danke für deine Antwort!
        Du fährst sozusagen die richtig „schweren Geschütze“ auf.
        Der Prophet 6 ist bestimmt schlichtweg genial. Ich könnte mir die Desktop-Version gut vorstellen. Das macht die Entscheidung nicht wirklich einfacher. ^^
        Wie würdest du dich als Anfänger entscheiden und warum?
        (Mit meinen unerfahrenen Augen fühle ich mich etwas überfordert, wenn es um die Oberfläche des Prophet 6 geht.)

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      Dave the Butcher  AHU

      Hi! Trau dich, ein weite Feld der Klänge wartet auf dich! Eigentlich ist es halbwegs egal, mit welchem Synth du anfängst, du musst sowieso über einen Berg drüber, um mal das Zusammenspiel der Elemente zu verinnerlichen und in den Griff zu kriegen. Aber es lohnt sich, und macht Spaß im großen Stil. Florian Anwander hat ein super Buch herausgebracht, mit CD zum parallel Hören, ein must have und WICHTIG, wenn du nicht nur die presets durchkurbeln, sondern die Angst vor eigenen Patches verlieren willst!
      Sehr lustig ist am Anfang ein semimodularer monosynths, da übersichtlich und auf Wunsch aber dann doch komplex, danach würde ich mich erst über Polys hermachen. Meine Empfehlung wäre ein Moog grandmother super logisch und ein Traum sound. Oder ein minibrute mk2, sehr charakterstark. Oder die Bass station, nicht zu vergessen.
      Ich wünsche dir viel Spaß und Erfolg und heiße Ohren!

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      Dave the Butcher  AHU

      Und gönn dir gleich einen guten Hall dazu ventris von source audio z. B. Evtl. Ein delay (Strymon El capistan) und noch ein chorus (mxr) da geht dann so einiges!

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        BlackSun

        Hallo Dave the Butcher, danke für deine Ratschläge und motivierenden Worte!
        Als blutiger Synth-Anfänger denke ich sofort an den Moog Matriarch, als du die Grandmother erwähntest. Mir kribbeln bereits die Finger. Der Synth sieht traumhaft aus, ist übersichtlich strukturiert und klingt sicherlich nach einer „Ohrenweide“. ^^

        Es gibt definitiv sehr viele geniale Instrumente, die erkundet werden wollen. Ich muss leider tierisch auf das G.A.S. achten, da ich auch Schlagzeug spiele. Bezüglich der Effekte: Gute Anmerkung! Zum Glück bin ich bereits gut bestückt. xD (G.A.S. bei Plugins!) Danke nochmal für deine coolen Worte. :)

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          Dave the Butcher  AHU

          Hell-o sun, ich hab die Matriarch, und sie ist mein bester Synth. Punkt. Aus basta. Und ein Welt controlller(cv wie midi keys) ist sie auch noch. Allerdings sehe ich dich dann noch ein Maths kaufen, und weil du schon ein Rack hast, einen 12 DB state variable filter und ein paar attenuatoren und du bist mitten drin im modularbuiseness ;) ist aber was schönes, wenn auch Zeit und Ressourcenintensives. I’m Eurorack bist du schnell noch mal deine 4000 Eier los…

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            BlackSun

            Ich konstatiere: Du besitzt die Fähigkeit mich zu begeistern.

            …Mein vermeintliches Kaufverhalten würde wohl sehr schnell tief in den Kaninchenbau führen. Am Ende werde ich noch DJ. Gefährlich! xD

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      Hein Bloed  

      Naja, die Basics kann man sich auch mit ein paar guten VSTs beibringen, da hat man unter Umständen auch noch den Vorteil der graphischen Visualisierung des Syntheseprozesses (etwa bei einigen Synths von Arturia oder NI).
      Ich habe mir vor Ewigkeiten mal die K-Station von Novation gekauft und war dann sehr schnell gelangweilt, weil man mit der Kiste ein bestimmtes Soundsprektrum einfach nicht verlassen kann (Trance und Moog, pfffft).

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        BlackSun

        Hallo Hein Bloed, danke für deine Anmerkungen und Meinung.
        Spannend, du bist der erste, der die Plugin-„Schiene“ anspricht. Ich arbeite in meinem Alltag so viel am Computer, dass ich dankbar bin etwas in den Händen zu halten und drehen zu können. Das ist (selbstverständlich) eine rein subjektive Empfindung.

        Dein Argument, der zusätzlichen graphischen Visualisierung, finde ich super! Verdammt guter Punkt. Als blutiger Anfänger geht mir sicherlich schnell ein „Licht auf“, wenn ich die Wellenformen beobachten kann. Diesbezüglich fällt mir sofort der (relativ neue) ASM Hydrasynth ein, der auch eine entsprechende (hervorragende) Visualisierung anbietet. Zumindest empfand ich dies, als ich die entsprechenden Werbevideos sah. ^^

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          Dave the Butcher  AHU

          Sehr weise, die haptische Komponente ist nicht zu Unterschätzen! Am großen Poti eines moog subsequent zu drehen ist einfach was anderes als eine Maus zu schubsen oder einen controller encoder. Die Verbindung zum Instrument ist viel direkter.

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            Dave the Butcher  AHU

            Bezgl. Visualisierung ist Korg auch top, wenns analog sein soll. Die neueren haben ein oszi eingebaut, das die tatsächliche Wellenformen am Ausgang abbildet. Sehr erhellend, wenn man sieht dass der lpfilter eine Sinuskurve übriglässt etc

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              BlackSun

              Ich versuche Mal mein Glück: Meinst du, als Beispiel, den Korg Minilogue XD?

              Der LowPass Filter lässt eine Sinuskurve übrig?
              Die Aussage verstehe ich eventuell nicht richtig. Kannst du mir dieses Verhalten erklären? Technisch kann ich das aktuell nicht nachvollziehen. Das wird doch nichts mit der Flankensteilheit des Filters zu tun haben, oder der Phasenlage des Signals? Ich tappe im dunkeln… ^^
              Spannendes Thema.

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                Dave the Butcher  AHU

                Hi, das ist eigentlich relativ easy: ein lopassfilter beschneiden Frequenzen oberhalb des cutoffs, also auch Obertöne eines Einzeltons. Eine saw ist die obertonreichste Welle(alle ot), eine Sinus ist die mit den wenigsten ot (Null). Wenn du nun den cutoff (=frequenz) des Filters immer weiter runterdrehst, verwandelt sich die Spitze der saw immer weiter in Richtung sinus bis sie ihr gleicht (keine Obertöne mehr vorhanden sind. Die Phasenlage wird dabei nebenbei auch verändert, das is aber was für die Mathematiker.

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                  BlackSun

                  Danke für diese verständliche Erklärung!
                  Da pack ich doch gleich mal meine Steinsammlung raus… Du hast ab sofort nicht nur einen Stein in meinem Brett. xD

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          Kris

          Hallo BlackSun,

          Du klingst genau wie ich vor knapp 3 Jahren :-)
          Klavierspieler, zuviel am Computer, fasziniert aber wenig (keine) Ahnung.

          Du hast hier schon gute Tipps bekommen, da will ich nur noch aus meiner Erfahrung 2 Sachen hinzufügen:

          1. Such Dir einen Synth mit „One knob per function“. Das macht einfach viel mehr Spaß, und das Lernen geht schneller, wenn man nich noch das Synthie-Handbuch braucht. Der Summit scheint sehr gut zu sein, bei mir war es damals eben der Rev2, der da neu raus kam. Habe ich nicht bereut, weil die Anschaffung einigermaßen zukunftssicher war – aus dem wächst Du nicht raus.

          2. Wenn Du vom Klavier kommst, so wie ich, nimm lieber einen Poly-Synth. Die lassen sich alle auch auf Unison mono schalten, um mal einen schönen Bass-sound o.ä., zu spielen, aber Du wirst gerade am Anfang immer Akkorde greifen (und hören) wollen. Und mal einfach so ein paar herrliche Flächen und Streicher…. glaub mir, Du willst es.

          3. (ok, sollten nur 2 Punkte sein ;)) Unterschätze nicht die Versuchungen, die die Industrie und die Szene auslösen… es bleibt nie bei einem Synth. Da wird es dann schnell – wenn Geld nicht das Problem ist – eng in der Wohnung. Ich rede aus eigener Erfahrung, hier stehe inzwischen 4 Poly-Synths, 3 19″ Rack-Synths, 2 Mischpulte, 3 Drumcomputer, … keine Ahnung, wie und wann das passiert ist :-)

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      lightman  AHU

      BlackSun,

      da du musikalisch vorgeprägt bist und dich auch motiviert anhörst, wäre der Summit sicher keine schlechte Wahl, da er super klingt, die meisten Funktionen direkt auf der Oberfläche erreichbar sind und er außer einem Sequenzer alles Wesentliche mitbringt.

      Ich würde dennoch lieber eine Nummer kleiner anfangen, etwa mit einem monophonem Synth mit gutem Klang und übersichtlichem Aufbau, wo man optisch dem Signalfluß folgen kann und Änderungen sofort logisch nachvollziehbar sind. Als Einsteiger besteht die erste Hürde darin, die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Bausteinen eines klassischen subtraktiven Synths zu kennen und für die eigenen klanglichen Vorstellungen nutzen zu können, was mit einem Mono viel leichter fällt und direkter verläuft als mit einem großen Poly. Man kommt schneller zu guten Resultaten, das Frustpotential ist niedrig.

      Nach einiger Zeit der Beschäftigung mit dem Synth wird sich eine Arbeitsweise entwickeln, die dir im weiteren Verlauf helfen wird, auch komplexe Maschinen schnell begreifen und effektiv nutzen zu können, und vor allem wirst du dann eine klarere Vorstellung haben, wo die Reise für dich hingehen soll.

      Als Hardwareempfehlungen meinerseits seien hier Korg Monologue, Moog Mother 32, Behringer Crave, Novation BassStation II, Arturia MiniBrute 2, Roland SH-01A und Doepfer Dark Energy III genannt.

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    Swen

    Hi,
    erstmal willkommen im Authorenteam, der Artikel hat mir sehr gut gefallen, ausgesprochen gut zu lesen.
    Aber eines stößt mir immer wieder sauer auf bei Amazona, die pauschale Überbewertung von „Analog“, die Tage der ersten Vas sind lange vorbei und spätestens im Mix hört das kein Mensch mehr wirklich, zumal heute in der Regel zumindest digital produziert wird. Außerdem ist es die Kreativität des Künstlers die spätee den letzten Funken ausmacht, und nicht der „magische“ Analogsound eines bestimmten Synths.
    Ok, ich bin ein Kind der Neunziger was Synths betrifft, Vectorsynthese und Wavetables sind für mich bis heute das A und O in meinen Tracks, obwohl ich wohl alle gängigen Synthesevarianten von Analog über VA, Physical Modeling und sogar PCM-Rompler in meinem Portfolio habe, was zählt ist doch nur was ganz hinten in Form von Songs rauskommt. Entscheidend ist doch wie gut ich die wesentlichen Parameter expressiv nutzen kann, und da scheint mir der Summit ganz weit vorne.

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      Michael Schill  RED

      Hallo Swen,
      danke fürs Willkommenheißen!
      Natürlich ist es immer die Kreativität, die über die Qualität eines Tracks entscheidet – aber deshalb liest man ja nicht einen Synthesizer-Testbericht ;-)
      Der Artikel setzt sich mit dem Thema „Analog“ vor allem deshalb auseinander, weil Novation selbst damit wirbt („Analogue where it matters“). Und da erreicht der Summit meiner Meinung nach eben nicht ganz die Messlatte.
      Was dagegen die tolle Bedienbarkeit betrifft, bin ich ganz bei dir und hoffe, das scheint im Artikel auch durch.

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        AppleUser2015  

        Die Frage ist doch; Was ist die Messlatte?
        Moog, Roland Vintage Synths, DSI Sequential?

        Also mal im Vergleich mit dem Korg Prologue 16 z.b, klingt der Summit gleichwertig.
        Ausserdem bietet er durch die NCOs (numeric controlled oscilator) eben viele Möglichkeiten, die andere analogen eben nicht haben. Und nach VA klingt er auch nicht. Die analogen Baueteile haben schon Auswirkungen auf den Klang des Summit. Auch die analogen Distortion Stages (pre filter, post und Distortion) wirken sich positiv aus, wenns mal etwas „härter“ klingen soll. Das Filter hat einen sehr schönen Klang und bietet eben wesentlich mehr (HP,LP,BP,Dual), als z.b ein Rev 2 oder Prologue.
        Wiegesagt er klingt nicht wie ein Moog oder Roland, sondern er hat seinen eigen Klang und ist von den Möglichkeiten her sehr vielseitig, was ihn von anderen Analogen oder DCO powered Synths unterscheidet. Sicherlich der Sequenzer fehlt…Das ist schade, da ich das z.b beim Rev 2 sehr spannend finde. Aber er hat loopbare ADSRs, LFOs, die auch frei laufen können… Kein Editor als Minuspunkt ist auch seltsam. Es gibt unzählige Synths, die keinen Software Editor haben und kauft man sich nicht Hardware, um sie anfassen zu können?…
        Naja egal…

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      Michael Krusch  RED

      „…spätestens im Mix hört das kein Mensch mehr wirklich…“ – Dem Teil möchte ich heftigst widersprechen. Ein Mix, bei dem die einzelnen Spuren aus hochwertigen Klangquellen stammen, läßt sich leichter mischen und klingt auch am Ende besser.
      Wobei nicht jeder Analoge automatisch gut klingt und jeder Digitale schlecht.
      .
      Und: Ich mag meinen Peak. :-)

  7. Profilbild
    Joerg  

    Ich möchte (mit etwas Off-Topic) noch was dazu geben:

    Den SUMMIT habe ich (vorweg) nicht, kann also nur über meinen PEAK (die ja, bis auf die 16-Stimmigkeit und das erweiterte Bedienfeld plus 2-Fach Multimode, identisch sind) reden.

    Vorab stelle ich die Behauptung auf, dass die Novtions einen völlig eigenen und einzigartigen Klangcharakter beitzen.
    Das alleine ist für mich, bei all der Clonerei derzeit (und damit meine ich nicht nur die Fa. B.), aller Ehren wert.
    Wer sich darauf einlässt und keine Vergliche zieht, der bekommt ein hervorragendes, charaktervolles Musikinstrument.
    Wer z. B. einen / den Moog-Sound will, der soll ich einen Moog(Klon) besorgen und dann hoffen, dass er „den“ Moog-Sound auch hin bekommt. Den haben und hatten aber schon zig andere seitdem die ersten Moogs auf dem Markt sind.
    Gilt, meiner Meinung nach, auch für all die anderen Nachbauten.
    Beim SYSTEM-8 sind auch die anderen als PlugOuts mit drin. Interessiert mich aber nicht, wenn ich selber daran herum schraube. Da weiß ich dann gar nicht, in welchem PlugOut ich gerade unterwegs bin. Hauptsache das passt.

    Bei mir hat der PEAK, nach einigermassen langer Odyssee, den Deepmind 12D aber mal ganz schnell in Richtung Kleinanzeigen geschickt.

    Wie gesagt: wer den Novation-Sound will und ihn mag, der wird mit dem SUMMIT (und PEAK) belohnt werden. Man muss sich nur trauen….

  8. Profilbild
    justme  

    “ Das Keyboard verfügt über Aftertouch und lässt sich gut spielen. “
    Und Aftertouch läßt sich auch gut und ohne kompletten Körpereinsatz dosieren und damit wirklich gut nutzen ?
    Ein wenig genaueres Eingehen auf die Tastatur hinsichtlich der Güte würde ich mir in so einem Test schon wünschen, gibt´s doch kaum noch Synths mit brauchbarer 61er Tastatur…

    • Profilbild
      Michael Schill  RED

      „ohne kompletten Körpereinsatz“ – sehr schön formuliert :-)
      Mein grundsätzliches Problem mit Aftertouch ist, dass es immer einen gewissen Hub gibt, bevor der Aftertouch einsetzt. Das kann je nach Spielweise schnell zu einem abrupten Einsetzen der entsprechenden Modulation führen.
      Beim Summit fand ich es gut gelöst, etwa ähnlich wie ein N.I. Komplete Keyboard der S-Klasse. Jedenfalls braucht man keinen nennenswerten Kraftaufwand. Kein Vergleich mit den schlimmen Exemplaren, von denen ich an dieser Stelle jetzt lieber keine Beispiele nennen will.

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        Joerg  

        Das mit dem nicht vorhandenen Aftertouch bei den heutigen Tastaturen ist schon ein Kreuz…
        Und dann noch bei manchen der Kaftaufwand bis sich der Boden biegt und dann urplötzlich einsetzendem Effekt ebenso…
        Von den Tatstaturen allgemein heute im mittleren Preissegment gar nicht zu reden…
        Ich jammere eigentlich nie, aber jetzt

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        justme  

        Danke für die schnelle Antwort. Also auf dem Niveau von Prophet 6/OB-6, die ja wirklich sehr gut und nuanciert spielbar sind ?

  9. Profilbild
    elektrock  AHU

    Der PEAK ist mit Abstand der beste Synthi den ich je gespielt habe.
    Seit dem weis ich was schrauben wirklich ist!
    Alle Potis oben die man braucht und dass Novation beim Summit noch ein paar
    „drauflegt“ ist für mich sowieso G.A.S. .
    Undenkbar was mit dem Summit alles möglich ist!
    Respekt!

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      Joerg  

      Volle Zustimmung meinerseits.
      Ich wiederhole mich ungern, aber mit dem Peak und somit auch mit dem Summit bekommt völlig eigenständige Instrumente, die es nicht nötig haben, mit X, Y oder Z verglichen zu werden.

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        elektrock  AHU

        jou dieser Meinung bin ich auch dass man den Peak bzw. den Summit nicht mit anderen Synthi´s vergleichen sollte, zwar interessant im obigen Test mit den Soundbeispielen zu hören wie sich das Teil schlägt aber kein Vergleich.
        Die Messlatte ist hoch und der Peak, bzw. der Summit-sagt ja schon der Name- stellt die Nächste auf.
        Aber ich schliesse mich den Autor an und finde es wirklich schade das kein Sequencer verbaut ist!
        Sequencer?????? Was lässt sich eigentlich mit dem CV Input modulieren?????

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          Michael Schill  RED

          Hallo elektrock,
          der CV-Input kann über die Mod-Matrix frei jeder Destination zugewiesen werden. Falls du also eine vierte Hüllkurve oder einen fünften LFO vermisst, kannst du den hiermit von aussen zuführen ;-)

          • Profilbild
            elektrock  AHU

            fein fein danke fúr die Antwort und mich wúrde noch interessieren; ist die Buchse mono, fúr eine Steuerspannung oder Stereo fúr zwei Steuerspannungen?
            Grüße.

  10. Profilbild
    Len73

    Hallo !

    Vielleicht eine Dumme Frage, aber da der Nord Wave 2 jetzt angekündigt ist, würden Sie trotzdem ein Summit kaufen ? Bin völlig verloren jetzt (habe ein Summit im Oktober bestellt – noch nicht geliefert (die Frist wird ständig verschoben)).

    Was meinen Sie darüber ?

    Besten Dank für Ihr Feedback.

    Beste Grüsse,

    S.

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      Michael Schill  RED

      Beim Summit gab es offenbar Probleme mit dem Encoder, deshalb mussten Geräte zurückgehalten oder gar zurückgerufen werden, siehe: https://support.novationmusic.com/hc/en-gb/articles/360010619560-Summit-encoder-recall-information
      Scheinbar dauert es doch noch etwas länger als ursprünglich veranschlagt, bis der Austausch erfolgt ist. Dadurch würde ich mich aber nicht irritieren lassen, außer es eilt sehr. Mein Testgerät war jedenfalls einwandfrei verarbeitet und ich bin sicher, dass die ausgelieferten Geräte das auch sein werden.
      Der Nord Wave 2 verfügt über Sample-Playback, ist dafür aber auch komplett digital. Meines WIssens wird er aber auch erst im Frühjahr ausgeliefert. Und testen konnte ich ihn auch noch nicht.

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      AppleUser2015  

      Der Nord Wave 2 ist ein ganz anders gelagertes Instrument.
      Er ist rein digital und bietet 4 Layers (Slots)…Als Oszilator gibt es VA (die Nordlead A1 engine), Wavetable (Nord Wave), Sampling (aus dem Stage mit 1GB Flash Speicher) und FM max 4 Op.
      Es kann je nur eine Oszilatorform pro Layer verwendet werden. Der Wave 2 besitzt nur einen LFO und versteht sich als Performance Synth mit 4 Layers.
      Der Preis ist noch nicht final. Laut Nord ist er noch TBC (to be confirmed). Lieferbar wird er ab Frühling sein, sprich Mitte März, April…

      Der Summit ist ein völlig anderes Konzept.Man kann ihn 16 Stimmig nutzen oder eben mit 2 Parts je 8 Stimmen. Er bietet 2 Stereo Ausgänge und ein Stereo Input, der auch durch die Filter und FX Sektion gejagt werden kann… Der Wave 2 hat nur einen Stereo Ausgang und einen Monitor Input (mini Klinke). Dieser ist aber ein reiner „Zuspieler“….
      Der Summit hat bei 2 Parts 6 identische Oszilatoren, die in Rahmen der Möglichkeiten verschaltet werden können. Er besitzt mehr LFOs, eine ausgewachsene Mod Matrix und loopbare Envelopes.

      Ich könnte natürlich ins Detail gehen, aber da habe ich jetzt nich so die Zeit für…

      Abschließend… Der Summit und der Wave 2 sind doch sehr unterschiedliche Geräte und nicht wirklich vergleichbar, da die Konzepte sich doch sehr unterscheiden. Deswegen gibt es da nicht ein besser oder schlechter…

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        AppleUser2015  

        Kleiner Anhang… Der Wave 2 hat eine 48 Stimmige Polyfonie, sprich 12 pro Layer, die aber dynamisch angesteuert weden. Das unterstreicht noch den Charakter eines Multilayer Instrument, der also dafür gemacht ist immer mit mehreren Layers zu arbeiten um die verschiedenen Syntheseformen zu kombinieren.

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          AppleUser2015  

          Noch ein weiterer kleiner Anhang…

          Der Summit bietet als Synthesizer halt wesentlich mehr Funktionen, als der Wave 2…
          Es gibt einen Ring Modulator. Wavetables mit wavescanning, welches modulierbar ist. (Ich denke beim Wave 2 geht das auch noch besser). Es gibt FM über alle 3 Oscs, egal welche Wellenform man nutzt. Nicht zu vergessen das analoge Filter.
          Die Resonanz läßt sich modulieren, was zu sehr interessanten Sounds führt. Und besonders gefällt mir der Dual Mode, der den Filter in 2 12db Varianten splittet und seriell oder parallel betrieben werden kann. Beide Cutoffs sind modulierbar. So ergeben sich ganz neue Sounds, die mit den Wave 2 nicht möglich sind.
          Der Summit ist halt ein Hybrid Synth mit analogen Filter und analogen Drive States (Pre Filter, Post Filter und als FX) und analogen VCAs…. Der Wave 2 ist rein digital und bietet alle Vorteile eines digitalen Synths, sprich hohe Polyfonie 4 Layers anstatt nur 2 beim Summit…Der Wave 2 ist aber auf der anderen Seite doch sehr limitiert im Vergleich zum Summit. Dafür bietet er mehr Synthese Formen und wie bei Nord üblich läßt sich alles ohne Menu Diving bedienen…
          Für mich ergänzen sich die beiden, aber sind eben nicht vergleichbar. Als absoluter Nord Fan, werde ich mir den Wave 2 holen um meine nun schon sehr einsamen Nords (2 NL4 und A1) zum Familienglück zu verhelfen.

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            AppleUser2015  

            Zum Abschluss… Den Summit werde ich nicht mehr hergeben…
            Er ist ein fantastischer Synthesizer und bietet soviel mehr, als viele andere Alternativen…Von Preisleistungsverhältnis ist er perfekt…

            Natürlich gibt es analoge Synths, die viel können. Diese sind aber dementsprechend teurer und haben wiederum andere Einschränkungen in der Polyfonie oder Filter usw… Falls du aber den ultimativen Synth haben willst… Der Moog One, wenn die Firmware mal final ist, wäre dann die perfekte Wahl.. :-)

            • Profilbild
              Len73

              Erstmal herzlichen Dank für alle diese sehr hilfreiche und dazu vollständige Informationen.

              Jetzt ist es für mich klarer geworden !

              Es gibt zur Zeit soviele (zuviele ?) neue Produkte, dass man sich leicht verloren kann…

  11. Profilbild
    elektrock  AHU

    fein fein danke fúr die Antwort und mich wúrde noch interessieren; ist die Buchse mono, fúr eine Steuerspannung oder Stereo fúr zwei Steuerspannungen?
    Grüße.

  12. Profilbild
    Ghostwalker  

    Sehr toller Bericht , der noch mal tiefer in die Materie einsteigt…. Kann man denn auch beide Parts mit jeweils einem unterschiedlichen Midi Kanal per Step Sequenzer ansteuern ?

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