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Preview: Arturia MicroBrute, Analogsynthesizer

25. Oktober 2013

Brute-Sound, Stepsequencer, halbmodular ...

Besuch kündigt sich an Immer wenn Frank Orlich von TOMESO sich zu einem Besuch in unserer Redaktion ankündigt, steht fest, Frank hat wieder etwas im Gepäck. Denn wo andere Hersteller nur Pressemitteilungen verschicken, kommt Frank, der mit TOMESO u.a. auch den Vertrieb für ARTURIA in Deutschland führt, persönlich.

Frank Orlich (l) und Peter Grandl (r) im Gespräch über den neuen MicroBrute

Frank Orlich (l) und Peter Grandl (r) im Gespräch über den neuen MicroBrute

Warten wir sonst voller Spannung auf die Überraschung, die seine gepolsterte, schwarze Tasche verbirgt, so scheint ARTURIAs Entwicklungsabteilung diesmal infiltriert worden zu sein. Nahe liegende Anspielungen verkneife ich mir mal. Jedenfalls kursierten schon einige Tage vor Franks Erscheinen entsprechend Bilder und Informationen zu ARTURIAs analogem Neuling im Worldwide-Web. Zwar quasi als „Gerüchteküche“, jedoch so ausgereift, dass man davon ausgehen konnte, dass sich die Gerüchte bald bewahrheiten würden.

Zwei alte Synthesizer-Spezialisten beim Fachsimpeln

Zwei alte Synthesizer-Spezialisten beim Fachsimpeln

Arturia MicroBrute Und so war es dann auch. Mit geschickter Fingerfertigkeit entnahm Frank den ARTURIA MicroBrute seiner geheimnisvollen schwarzen Tasche, wie ein Zauberer die Taube aus dem Zylinder.

Der NEUE von Arturia, der MicroBrute.

Der NEUE von Arturia, der MicroBrute

Handlich, kompakt und hochwertig, so der erste Eindruck, den der jüngste Analogsynthesizer von ARTURIA auf uns machte. Auf den ersten Blick gleicht er seinem größeren Bruder MiniBrute wie ein Ei dem anderen. Auf den zweiten Blick entpuppt sich der MicroBrute aber als extrem spannende Alternative, die dem Vorgänger in einigen Punkten sogar überlegen ist. An dieser Stelle lassen wir aber Frank mal selbst zu Wort kommen:

Jetzt stellt sich aber vor allem die Frage – wie klingt denn der Neue? An dieser Stelle deshalb gleich einmal ein paar Soundbeispiele, die heute Nacht eingespielt wurden:

 

Ganz schön handlich der Kleine.

Ganz schön handlich der Kleine

Klangbeispiele
Forum
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    Viertelnote  AHU

    Hallo,

    das klingt wirklich gut, erfrischend anders.
    Der microbrute wirds sich zum Preisbrecher entwickeln.

    Wenn die „großen“ jetzt nicht endlich ml aufwachen, verschlafen die alles.
    Der Microbrute wandert jedenfalls auf meinen Wunschzettel zu Weihnachten.

    Ich hoffe das Cristkind kennt sich mit elektronischer Musik aus:-)

    liebe Grüße

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    Tobias Rüther

    Ist ja echt toll was derzeit so alles auf den Markt kommt, ich war gerade auf der Suche nach einem kleinen Midi-Keyboard um die Volcas unterwegs bedienen zu können, aber bei dem Preis hat man für etwas mehr Geld ja gleich nen geilen Synthi mit dabei.
    Da kommen wir auch gleich zur Frage: Kann man „local control“ an und ausschalten?

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      snowcrash

      @Tobias: Der Microbrute auch keinen Hardware Midi-Out. Also Local On/Off wuerde da nur fuer USB Midi Sinn machen,

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        Tobias Rüther

        Danke, diese Funktion wäre für mich dann nur bei nem Hardware Midi-Out interessant, aber anyway, das macht den Synthie keinesfalls weniger interessant.

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    Markus Schroeder  RED

    Wahnsinns Preis/Leistungsverhältnis und super Klang. Die MOD/CV/Gate-Matrix hängt den miniBrute und so einige andere ab. Hammer!

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    AMAZONA Archiv

    Was hat man denn da im Nachbarland bei Wein und Flammkuchen wieder tolles ausgebrutet!

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    MidiDino  AHU

    Danke für die knappe Übersicht. Wirklich interessant! Aber zu hören gibt es nichts? Die schwarzen Player scheinen leer zu sehen, der traditionelle Player unten zeigt zwar eine Länge von Tracks an (Zeit), hat aber zu wenig zum Abspielen? Die Ladevorgänge klappen nicht richtig? Wie auch immer. Interessant ;-)

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      MidiDino  AHU

      Danke. Heute Morgen klappt es mit den Soundbeispielen (Firefox / Emu). Der Micro klingt fett und rauh, ganz schön robust ;-)

      Einen Midi-Out vermisse ich nicht. Als eine Schaltzentrale wurde der Kleine wohl nicht entwickelt. Ich betrachte ihn eher als einen handlichen Solosynth für besonders robuste Aufgaben ;-)

      Schönes WE
      Helge

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        Filterpad  AHU

        Ich akzeptiere deine Meinung vollkommen das der Microbrute nicht als digitale Schaltzentrale gedacht ist, aber der Knackpunkt ist das ich so einen schön klingenden analogen Synth bequem und exakt in meinen Mix einfügen möchte (Stichwort Basslines, Arpeggiomelos). Ich vermisse auch den ‚Noise‘, aber damit kann ich leben und irgendwo müssen zu dem Hammerpreis Einsparungen gemacht werden. Aber in der heutigen Welt der PC-Kompositionen, wie soll ich den Synth bitte in meine Songs einfügen. „Live“ einspielen? Heiße ich Jarre ;) Das wird schwierig …und einen analogen Synth um irgendwelche Plug-ins zu bedienen? Viel zu schade meiner Meinung nach^^. Klar – man kann Arpeggios mit dem Step-Sequenzer einspielen. Aber wer das schon mal versucht hat weis wie schwierig das unter Umständen sein kann das Tempo per Gehör exakt zu ermitteln und in den Mix einzufügen. Aber um jetzt positiv zu werden: Man bekommt für diesen Hammerpreis sicherlich keinen vollwertigen analogen Tastatursynth mehr der auch noch wirklich analog klingt und funktioniert, mit allen Bestandteilen und Reglern was man von einem Synthesizer erwartet. Wohlgemerkt mit Tastatur und Mono- 6er Klinkenausgang. Trotz des arg vermissten MIDI-Out bleibt er ein heißer Kaufkandidat bei mir. Warten wir es mal ab und ich freue mich auf den offiziellen Amazona-Testbericht,der hoffentlich bald erscheinen wird.

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            martin stimming  

            Ich hab den minibrute seit ca. nem dreivierteljahr immer bei meinen auftritten mit dabei, und das teil ist schon ein fieses biest! was die stimmstabilität angeht eine zicke sondergleichen, aber dafür kommt da ein druck und eine durchsetzungskraft raus – wirklich toll. wollte ihn eigentlich mit ner bassstation2 ersetzen (wg. dem tuning problem), aber die kann nicht so brüllen wie der minibrute. zumindest nicht so intuitiv, da werd ich noch ne ecke für üben müssen.

            dass der microbrute keine mididaten sendet (wenn ich das richtig verstanden habe) find ich total bescheuert, kA wer da im arturia designteam zu viel gekifft hat – stepsequenzer hin oder her. ich spiele in meinen sets immer in ableton on the fly sequenzen ein, und dabei muss ich häufiger mal was ausbessern, das geht mit nem grafischen interface viel besser als in der kiste. und ne pause per hand eingeben?? da müsste ich glaube ich zuviel denken für die kürze der zeit die mir für sowas bei nem liveset bleibt ;)
            oder hab ich was falsch verstanden und über USB geht das? klärt mich jemand auf?
            killerfeature ist aber auf jeden fall der verstimmbare subOsc – das erweitert das ganze konzept auf ne sehr sinnvolle art.

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              Markus Schroeder  RED

              Wenn ihr euch mal die Specs des microBrute anseht dann hat er nur keinen Ausgang für MIDI-DIN. Die USB-Schnittstelle ist jedoch ein volles MIDI I/O Interface, laut Arturia Handbuch:“ The keyboard can also be used as a fully polyphonic MIDI controller for other devices via the rear panel USB jack.“

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    Teufelskerl  

    Ich war ja am Überlegen, ob ich mir nen Shruthi-1 Bausatz gönne…
    Aber irgendwas in mir schreit „WILL ICH HABEN!!!“, wenn ich nur Bilder von dem MicroBrute sehe! ^^

    Verdammtes GAS! Ich verdamme dich!

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    Filterpad  AHU

    Absoluter Knaller: Viel „pures“ Analog für wenig Geld – Aber jetzt kommt das Manko: *MIDI Out*. Also wer schon mal von euch versucht hat seine Bassline „live“ einzuspielen, der weis was MIDI In/Out bedeutet.^^ Ob ich da ein Auge zudrücken kann? Warten wir den offiziellen Amazona-Testbericht ab. Ich würde dafür auf alle Fälle gerne nen 50er mehr bezahlen wollen. Aber der kleine „voll-analoge“ ist schon mal im Kopf abgespeichert und ein heißer Kandidat auf der diesjährigen Wunschliste.

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    AMAZONA Archiv

    Aber warum hat das Teil kein Midi Out? Es wäre doch gerade toll andere Synths mit dem Step-Sequenzer zu befeuern. Das ist echt schade.

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      Filterpad  AHU

      Ja genau – Diese Frage bewegt die Synthesizerwelt. Ich kann es nicht nachvollziehen. Also bei den Korg „Monotron’s“ u.ä. kann ich das verstehen da sie nicht größer sind als eine Zigarettenschachtel, aber bitte nicht bei dem neuen vollwertigen Synthesizer von Arturia. ich bitte nun Arturia diese Eigenschaft zu ändern und das Teil landet bei mir unter dem Weihnachtsbaum. Ich möchte nicht irgendwelche Synths zusammenschrauben, sondern ich möchte Melodien/Basslines am PC sauber abgespielt haben …Und dafür braucht man „MIDI Out“!

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        felix

        Kannst du nicht den Midi out deines PCs nehmen und dannn über den Midi In des brute syncen?

        wo liegt da dass problem? dann werden deine melodien auch schön sauber zu deinen ableton loops gespielt…

        Und jetzt sag nicht dann fehlt mir der midi out am pc :P

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          changeling  AHU

          Viele werden den Microbrute wohl rein mit Hardware benutzen. Vor allem live heißt es doch meist Hardware vs. Laptop/Tablet und dann fehlt halt der MIDI Out um andere Synths per Tastatur oder Sequencer ansteuern zu können.

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    mira

    tolles Kistchen, hebt sich deutlich von den Mitbewerbern ab.

    Die Einsparungen gegenüber dem „Großen“ halte ich für verschmerzbar. Die CV-Buchsen dafür sehr interessant. Wenn ich mir vorstelle, was alleine die CV-Erweiterung für den Moog LP kostet?

    Über CV-out kann man hoffentlich auch mit dem Stepsequencer andere Synths ansteuern?

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    Haymaker

    das ding scheint, wie der minibrute, ein absoluter hammer zu werden.
    als minibrute besitzer, bin ich jetzt aber doch etwas hin und hergerissen, da die mod matrix und der sequenzer m.M.n. VIEL praktischer als der Arp des Minibrute sind. der micro würde von den specs eher in mein setup passen als der mini. aber den mini verkaufen und für den erlös dann den micro kaufen? nääää!
    aber um ehrlich zu sein, suche ich nur einen grund der es rechtfertigt den micro neben den mini zu stellen ;)
    schlagt mich, aber zwei monophone, welche auch noch den selben sound haben, nebeneinander zu stellen, macht sicherlich spaß, aber jetzt auch nicht so viel sinn. klar befruchten sich beide dank CV hervorragend, aber das könnte ein anderer synth, mit anderem klang, auch.

    argument dafür: man könnte so die brutes duophon spielen (geht via note lenght in der software)

    argument dagegen: gerüchteweise, soll der minibrute per OS update ebenfalls einen sequencer mode spendiert bekommen. die „rest“ funktion wurde bereits vom konstrukteur yves in einem forum angekündigt!

    deshalb: wenn jemand ein überzeugendes argument hat, den micro neben einen mini zu stellen, dann her damit!! :)

  11. Profilbild
    Filterpad  AHU

    @ Marcus S. und felix: Äußerst interessant: Ich dachte immer das USB nur dazu vorhanden sei um das MIDI In zu sparen (sprich um Plug-ins zu bedienen), ich wusste nicht das dies als vollwertiges MIDI in/out gilt. So wie ich das jetzt verstanden habe sind also Audioaufnahmen mit Hilfe von MIDI-Dateien kein Problem mit dem Microbrute! Wie schon erwähnt, möchte ich keine Plug-ins bedienen sondern den realen Sound des Microbrute per Audio aufnehmen aber zuvor das was er (ab)spielen soll per MIDI einzeichnen. Darunter läuft dann die reale Audiospur.

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    AMAZONA Archiv

    Sorry für die vielleicht blöde Frage aber bekommt man mit dem MicroBrute auch, ich nenne es mal 70s Moog Lead Sounds (ala MGMT Electric Feel) hin?

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      j.rauner  RED

      Kann man mit einem Tischtennisball Fußball spielen? Ja, man kann. Die Frage ist nur, ob man es will und ob es Deinen Bedürfnissen nach Fußball reicht.
      So denke ich, ist es auch bei deiner Frage: ja man wird auch mit dem Microbrute Lead-Sounds hinbekommen, ob sie wie Moog klingen, hängt von deinen klanglichen Bedürfnissen ab. Für mich würde es nicht zum Moog-Sound reichen.

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        AMAZONA Archiv

        Denkst du der MiniBrute, der MS20 oder die BassStation kommt da eher hin?

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          j.rauner  RED

          Es kommt darauf an, was Du willst. Der „preiswerteste“ „Moog-Sound“ (die Anführungszeichen zeigen meine Vorsichtigkeit bei diesen Begriffen an) macht für mich der Moog Sub Phatty – ein wirklich toller Synth in Preis, Klang und Bedienbarkeit. Der einzigste Nachteil ist die Tastatur.

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            AMAZONA Archiv

            der ist aber auch drei mal so teuer wie der microbrute :)
            kannst du mir kurz erklären was der mehr kann wofür sich der preis lohnt?

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              j.rauner  RED

              sell.mnl, aus meiner Sicht ist noch nicht ganz klar, was Du möchtest, deshalb ist es schwer, dir eine Empfehlung oder Tipps zu geben.
              Die jeweiligen Synthesizer haben spezifische Klangcharaktere, die sie voneinander unterscheiden – ein Moog klingt anders, wie der Micro/Minibrute oder der Waldorf Pulse 2 oder die Bassstation 2. Völlig egal von ihren sonstigen unterschiedlichen Features.
              Wenn Du sagst, das du Moog-Lead-Sounds möchtest, dann würde ich dir empfehlen einen Moog-Synth zu nehmen, denn dort bekommst du zufriedenstellende Ergebnisse hin. Wenn dir der Klangcharakter egal ist, dann sind alle anderen Mono-Synths natürlich eine tolle Option.
              Das mit dem unterschiedlichen Klangcharakter muss man sich wie bei Orchesterinstrumenten vorstellen: Oboe und Klarinette besitzen einen spezifischen Klang und werden in Kompositionen unterschiedlich eingesetzt, weil sie ein spezifisches Klangbild erzeugen. Und eine „normale“ Oboe klingt schon wieder ganz anders wie eine Oboe d’amore usw.
              Bei den Synthesizern ist dies genau so! Möchtest du ein spezifisches Klangbild, dann braucht man den jeweiligen Synth. Deshalb ist es aus meiner Sicht eine schwierige Aussage, wenn jemand behauptet, mit Synth X von Firma Y bekomme ich die gleichen Sounds hin wie der Synth W von der Firma Z.

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