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Roland Jupiter-4, Software-Synthesizer

17. Juni 2022

Plug-in/out & Polysynth Collection

roland jupiter-4 software synthesizer plugin plugout

Mit dem Software-Synthesizer Jupiter-4 arbeitet Roland seine eigene Historie weiter auf. Der Jupiter-4 ist als Plug-in für DAWs, aber auch als Plug-out für den Hardware-Synthesizer Roland System-8 verfügbar. Außerdem kündigt Roland die Analog Polysynth Collection an, die fünf bereits erschienene Software-Synthesizer als günstigeres Bundle vereint.

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Mit dem vierstimmigen Jupiter-4 von 1978 begann Roland, polyphone Synthesizer zu produzieren. Einen Vintage-Artikel zum Original findet ihr unter diesem Link.

Der originale Jupiter-4 Compuphonic von 1978

Der Jupiter-4 Software-Synthesizer basiert auf der ACB-Technologie, die in letzter Zeit bei Roland ein wenig in den Hintergrund gerückt zu sein schien. Das Plug-in setzt auf eine weitestgehend originalgetreue Bedienoberfläche, hat aber auch ein paar Erweiterungen sowie VU-Meter zu bieten, die über zwei alternative Darstellungen bedient werden können.

Die Klangerzeugung besitzt zwar nur einen VCO, der jedoch durch einen Suboszillator ergänzt wird und einen charakterstarken Klang besitzt. Das modulierbare Tiefpassfilter ist mit einem manuell einstellbarem Hochpassfilter kombiniert. Zur Modulation gibt es einen LFO und zwei ADSR-Hüllkurven.
Die Polyphonie beträgt acht Stimmen, was gegenüber dem Vorbild eine Verdoppelung bedeutet. Bei Bedarf lässt sich die Polyphonie am Plug-in zwischen zwei und acht Stimmen wählen. Mit einer Circuit-Mod-Funktion kann der Klangcharakter mit einem Macro-Refler über interne Trim-Einstellungen der emulierten Schaltung gezielt verändert werden, was sich sogar in Echtzeit bedienen lässt.

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Einige Parameter wurden gegenüber dem Original verbessert. Es gibt einen erweiterten Oszillatorbereich, ein regelbares Rauschen, die Klangerzeugung reagiert auf Velocity, die Lautstärke des Suboszillators kann geregelt werden und es ist ein vielseitiger Arpeggiator vorhanden. Zudem wurden neben dem Ensemble Chorus des Originals weitere Effekte integriert, darunter Phaser, Flanger, Overdrive, Reverb und Delay.
LFO, Arpeggiator und die betreffenden Effekte lassen sich zum Host-Tempo synchronisieren.
Das Plug-in besitzt alle Patches des originalen Jupiter-4, hat aber auch eine umfangreiche Library mit modernen Sounds. Für den Browser gibt es eine extra Ansicht.

Der Roland Jupiter-4 Software-Synthesizer ist in den Plug-in-Formaten VST3, AU und AAX (MacOS und Windows) verfügbar und mit dem System-8 Plug-out-Format kompatibel. Er ist über die Roland Cloud in der Pro- (via Pro Selctor) und Ultimate-Membership einhalten, kann aber auch als Lifetime Key für 149,- US-Dollar erworben werden.
Weiterhin kündigt Roland die Analog Polysynth Collection an, die zum Preis von 499,- US-Dollar die Software-Instrumente Jupiter-8, Jupiter-4, Juno-106, Juno-60 und JX-3P enthält.

roland jupiter-4 software synthesizer 2

Die alternative Bedienoberfläche

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Forum
  1. Profilbild
    Chromengel

    Alle Achtung! Lang erwartet!
    Wird aber leider nicht für das System 1/1M angeboten… Da haben doch sicher Einige noch drauf gehofft…..
    (Ich auch, weil ich ein 1M habe :-(

      • Profilbild
        TobyB RED

        Gleichzeitig mit dem Plug Out Support fixt Roland dann mit OS 1.32 Bugs des System 8.

    • Profilbild
      chardt

      Hier ebenfalls ein 1M. Nein, dafür wird es mit Sicherheit keine neuen Instrumente geben, dafür ist der Prozessor zu alt. Bereits die ersten Boutiken hatten ja einen schnelleren Prozessor, deshalb mehr polyphone Instrumente im Angebot. Der 1M-Prozessor reicht nur für den Pro-Mars oder den einfachen System 1-Polysinth :(

  2. Profilbild
    SymOjupiter

    Also Korg bietet beim Opsix- und Wavestate-Plugin vergünstigte Preise für Besitzer der Originalhardware an. Roland scheint’s nicht…
    ;-)

  3. Profilbild
    toneup RED

    Das das System 8 gepflegt wird , ist absolut in Ordnung und längst überfällig, aber das die gleichnamigen Jupiter X und Jupiter Xm NICHT upgedatet werden, da greifst dir echt ans Hirn. Und die MC 707 geht schon seit längerem leer aus. Das ganze System mit Plug – Outs, Zenology und der jeweils unterstützten Hardware ist inkonsequent und unübersichtlich. Zumindest eine Ankündigung ob und wann das Plugout für welche Hardware erhältlich sein wird, wäre dringend angebracht.

  4. Profilbild
    HOLODECK Sven

    Ist im Grunde nicht nur ein „kostenloses“ sondern auch das geilste Synthesizer Update das Jahrzehnts! Ein Jupiter 4 auf einem System 8 – Achtstinmig! mit Sequencer und drei FX Bussen! Man da werd ich weich.

    Ich bin nach dem Anspielen (und Patches generieren) auf meinem System 8 erst halb vier in der Koje gelandet ;-)

    *Roland Cloud Account abmelden (falls vorhanden) neuen Account anlegen, einloggen , Ultimate 7 Day Trial, Zack fertich – kostenloser J 4 auf dem S8

  5. Profilbild
    Kazimoto

    Wer einen System 8 hat für den ist ist es ein Mitnahmeartikel. Für VST Anwender bleibt alles beim alten. Die Roland VSTs sind zu teuer für die gebotene Qualität und nur digitale Nachbildungen der Klassiker wie D50 oder JD800 sind attraktiv genug. Mir reicht der günstige Mercury von Cherry Audio und ich meine auch rausgehört zu haben, daß Roland beim LFO nicht weit genug geht oder gehen kann, womit sich das Thema Jupiter 4 doch schon erledigt hat. Ich meine, in fast jedem Artikel wird der hochfrequente LFO des J4 für seine Möglichkeiten gelobt, dann sollte das für eine Emulation ebenfalls gelten.

  6. Profilbild
    monument.mc 24

    Ich hatte 2 JP-4 in meinem Leben und muss sagen ich bin glücklich mit dem Cherry Audio Mercury. Der klingt wirklich sehr gut nach meiner Erinnerung. Rolands VST und Softwarepolitik hat mich seit Jahren immer wieder geärgert. Undurchsichtig und schlechte Treiberpflege.

  7. Profilbild
    baselzwei

    Ich habe den Mercury von Cherry Audio und finde den vom Sound herrlich und wunderbar „70s“. Warum man für den „Eigen-Klon“ von Roland ein Mehrfaches ausgeben sollte, erschließt sich mir spontan jetzt nicht. Aber das regeln schon Angebot und Nachfrage. Ich habe mittlerweile schon drei Probe-Abos in der Roland-Cloud hinter mir (mir gehen jetzt die E-Mail-Adressen aus…. :-) ). Und jedes Mal kam ich zur Erkenntnis: amtlicher Sound, ohne Frage, aber das GUI sieht nur schön aus, ist aber in der Praxis irgendwie unpraktisch, die Presetbrowser sind von Vorgestern, die CPU-Last überdurchschnittlich hoch (bei mir) und das Preis-Leistungsverhältnis irgendwie für mich nicht attraktiv (wahrscheinlich habe ich aber einfach auch nur zuviel Alternativen auf der Festplatte). Ein Vergleich zwischen Mercury und Jupiter 4 wäre interessant.

      • Profilbild
        Anthony Rother AHU

        Das der Jupiter-6 bis heute nicht umgesetzt wurde könnte auch bedeuten dass er vielleicht in so einem Hardware Format wie der Jupiter-X / Juno-X kommt…

        Man wird ja wohl noch träumen dürfen… hahaha… oder ?

        • Profilbild
          Basicnoise AHU

          Darf man! Ich tu es jedenfalls auch.
          Ich befürchte ja, dass der 6er oft als zu vernachlässigen angesehen wird, da der 8er als der Bessere gilt und sich beide in vielen Dingen überschneiden.
          Er wurde ja auch sonst noch nie wirklich umgesetzt (mal abgesehen von der Möglichkeit in DIVA).

          Für mich klingt der Jupiter-6 aber durchaus anders. Nicht unbedingt besser, aber etwas beissender. Brachialer. Hach…

          • Profilbild
            Anthony Rother AHU

            Ja Du sagst es, der Jupiter-6 ist abgefahrener.

            Ich hatte einen Jupiter-8 und einen Jupiter-6.
            Habe beide irgendwann wieder weiterziehen lassen.

            Ich fand dass der Jupiter-6 eine größere Klangvielfalt hatte, also für mich.
            Der Jupiter-8 klang immer toll aber der konnte nicht wirklich abgefahrene Sounds machen, dass hat der Jupiter-6 besser drauf.

            Na vielleicht gibt es ja bald einen Hardware Jupiter-6X oder Jupiter-SIX :-)

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